rungsmitteln und Rohstoffen nurseine Arbeit, die reiche Erfindungsgabe seiner Wissenschaft und Technik, wie sie jekt im Vierjahrespian eingesetzt wird, und seinen sozialistischen Kampfwillen, der sich in der deutschen Volksgemeinschaft verkörpert. Das muß jeder Deutsche wißen. Und darum müssen wir wegkommen vom Weltbild des Schulatlas zum Weltbild des Globus. Bb.
Oie deutschen Berichte überwachen die Nichteinmischungsvorschristen.
Berlin, 5. Mai. (DNB.) Das Berliner Schnellschöffengericht verurteilte am Mittwoch einen 21jährigen polnischen Staatsangehörigen wegen Vergehens gegen das Gesetz zur Verhinderung der Teilnahme am spanischen Bürgerkrieg und wegen Paßvergehens zu drei Monaten Gefängnis sowie wegen Bettelns zu zehn Tagen Haft. Der Angeklagte hatte versucht, bei Gleiwitz ohne Paß die deutsche Grenze zu überschreiten, um, wie er selbst angab, über das Saargebiet und Frankreich nach Spanien zu gelangen, um am dortigen Krieg auf Seiten der Nationalen zu kämpfen. In der Urteilsbegründung betonte der Vorsitzende, daß die Frage, auf welcher Seite der Angeklagte habe kämpfen wollen, rechtlich völlig unerheblich sei, da die Nichteinmischungsvorschriften jede Beteiligung an den spanischen Wirren gleichviel auf welcher Seite unterbinden sollen.
Verlängerung des Ermächtigungsgesetzes in Oanzig.
Danzig, 5. Mal. (DNB.) Der Danziger D o l k s t a a nahm den Gesetzentwurf zur Verlängerung des Ermächtigungsgesetzes vom Jahre 1933 um weitere vier Jahre an. In der namentlichen Schlußabstimmung wurden 47 Ja-Stimmen und 20 Nein-Stimmen bei einer Stimmenthaltung abgegeben. Mit Ja stimmten außer den nationalsozialistischen Abgeordneten u. a. auch der deutschnationale Abgeordnete Weise sowie die in letzter Zeit aus der Opposition als Hospitanten zur nationalsozialistischen Fraktion übergetretenen Abgeordneten Volkstagspräsident Beyl stellte fest, daß damit eine Mehrheit von Zweidrittel der anwesenden Abgeordneten erreicht sei. Da es vor vier Jahren noch der Zustimmung des Zentrums bedurft habe, um diese Mehrheit zu erzielen, das Zentrum aber heute Schulter an Schulter mit den Kommunisten und Sozialdemokraten gegen das Gesetz stimme, sei das Zustandekommen der Mehrheit ein außerordentlicher moralischer Erfolg der nationalsozialistischen Bemühungen um eine große deutsche Einheitsfront in Danzig. Die beiden polnischen Abgeordneten stimmten aus technischen Bedenken gegen das Gesetz.
Bau eines sowjetrussischen Schlachtschiffes inUSA.!
N e u y o r k, 6. Mai. (DNB.) Die Hearst-Zeitung „New York American" meldet, daß die Bethlehem Steel Corporation für sowjetrussische Rechnung den Bau eines 35 000-Tonnen- Schlachtschiffes vom Typ der „West Virginia" übernehmen werde, nachdem die Regierung der Vereinigten Staaten ihren früher erhobenen Einwand gegen die 16zöllige Bestückung zurückgezogen habe. Nicht nur Bestandteile dieses Schlachtschiffes sollen in den Vereinigten Staaten hergestellt und in Sowjetrußland später zusammengesetzt werden, sondern das ganze Schiff solle in Amerika fertig gebaut vom Stapel gelassen werden und mit eigener Kraft nach Sowjetrußland fahren. Das Schlachtschiff werde mit neun 1 6 - Zoll - Geschützen und starken Flugzeugabwehrbatterien nach sowjetrussischen Entwürfen ausgerüstet werden. Die „West Virginia", der dieses sowjetrussische Schlachtschiff gleichen soll, ist das modern st e und nahezu s ch n e l l st e Kriegsschiff der gesamten Schlachtschiffflotte der Vereinigten Staaten.
Kleine politische Nachrichten.
Der Führer und Reichskanzler hat den Gesandten in Bern, Freiherrn von Weizsäcker, zum Ministerialdirektor im Auswärtigen Amt, den Generalkonsul Köcher zum Gesandten in Bern und den Gesandten von Erdmannsdorf zum Gesandten in Budapest ernannt.
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Der französische Botschafter tn Berlin, Francois Poncet, ist am Mittwochmorgen in P a - r i s au einem mehrtägigen Aufenthalt eingetroffen, in dessen Verlauf er Ünteredungen mit dem Außenminister Delbos und anderen Persönlichkeiten haben soll.
Am Himmelfahrtstage wurde in Gegenwart von Gauleiter Florian und führenden Persönlichkeiten der Partei, der Wehrmacht, des Arbeitsdienstes und der Behörden die Joseph - Goebbels- Jugendherberge in Düsseldorf- Ober k a s s e l vom Reichsjugendführer ihrer Bestimmung übergeben. Der Reichsjugendführer stellte fest, daß alle Jugendheime und Herbergen Heimstätten seien für die Gemeinschaft, Stätten bedingungsloser Kameradschaft, in denen Sauberkeit und Ordnung herrsche.
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Der Zentralausschuß der italienischen Korporationen, der unter Vorsitz von Mussolini qm Freitag zusammentrat, hat eine allgemeine G e ° Halts- und Lohnerhöhung im Ausmaße von 10 bis 12 v. H. beschlossen. Diese Erhöhung, die lediglich eine Folgerung aus der Lira- abroertung darstellt, wird mit dem 9. Mai, dem Jahrestag der Gründung des italienischen Imperiums, in Kraft treten.
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Der Oberbürgermeister von Brüssel hat eine vom Verband der ehemaligen flämischen Frontkämpfer (V. O. S.) geplante öffentliche Kundgebung verboten. Auf dieser sollte gegen die Agitation Stellung genommen werden, die in gewissen flamenfeindlichen Kreisen gegen die Amnestievorlage betrieben wird. Das Verbot hat Aufsehen erregt, um so mehr, als eine Kundgebung gegen die Amnestie, die von verschiedenen M.litär- verbänden abgehalten wurde, zugelassen worden war.
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Die Vertreter aller an der Londoner Zuckerkonferenz beteiligten Nationen haben ein Abkommen unterzeichnet. Einzelheiten werden noch nicht mitgeteilt, außer der Tatsache, daß die Vereinbarung die aus den wichtigsten auf der Konferenz vertretenen Erzeugerländern auszu- führenden Zuckermengen für fünf Jahre festgesetzt.
Siapellauf des ersten eigenen „KdK."-ürlauberschiffes „Wilhelm Gustloff" in Gegenwart des Führers.
Hamburg, 5. Mai. (DNB.) Das neue Groß- Hamburg feiert heute seinen ersten großen Festtag. Auf der Werft von Blohm & Voß wird der Führer dem feierlichen Stapellauf des ersten eigenen KdF.-Schiffes beiwohnen Im Hamburger Hafen ist schon am Dienstag die gesamte KdF.-Flotte eingetroffen An der festlich geschmückten Ueberseebrücke liegen über die Toppen beflaggt in langer Reihe die großen Schiffskörper der „Sierra Cordoba", „St. Louis", „Monte Olivia", „Der Deutsche", „Stuttgart" und „Oceana". Aus allen Gauen des Reiches sind große Urlaubertrupps in Hamburg eingetroffen. Beim Dammtor-Bahnhof, wo starke Ehrenabteilungen aller Gliederungen der Bewegung, der Wehrmacht und der Polizei aufmarschiert sind, stauen sich die Massen zu vielen Zehntausenden. In den Straßen, die zu den Landungsbrücken führen, verschwinden die Häuserfronten fast in einem Meer von Fahnen und frischem Maiengrün. Jugendurlauber aus allen Gauen, die die Gelegenheit ihres Urlaubs wahrgenommen haben, um die große Stapellauffeier zu erleben und dem Führer zuzujubeln, ziehen durch die langen Röhren des Elbtunnels von der Stadtssite nach der anderen Seite des Hafens, wo von den Helgen und den Gebäuden der großen Schiffswerften ebenfalls unzählige Banner des neuen Deutschlands im frischen Morgenwinde flattern.
Der massige Rumpf des neuenOzeanrie- s e n ragt hoch empor über Hellinggerüsten und Werflgebäuden. Grüne Girlanden schmücken den Bug des deutschen Schiffsneubaues, von dessen Deck aus die Fahnen des Dritten Reiches und der Deutschen Arbeitsfront und zahlreiche bunte Wimpel wehen. Das neue Schiff stellt mit seinen 25 000 Tonnen das fünftgrößte Schiff der deutschen Handelsflotte dar. Wehr als 200 Weter erstreckt sich der elegante Schiffsrumpf. 23,5 Weter mißt es in der Breite und die höhe bis zur Waftfpihe ist nicht geringer als 56 Weter. Fast 1500-kraft-durch-Freude-Urlauber können in den mit allen modernen und hygienischen Einrichtungen versehenen Schiffsräumen und Kabinen Aufnahme finden. Alle Errungenschaften der neuzeitlichen Schiffsbautechnik sind herangezogen worden, um dieses Schiff der Freude zu einem wahrhaften Zeugen des neuen
Deutschlands werden zu lassen.
Zur Begrüßung des Führers hatten sich auf dem Bahnsteig u. a. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Gauleiter und Reichsstatthalter Kaufmann, Regierender Bürgermeister Krogmann, der Kommandierende General des X. Armeekorps Knochenhauer eingefunben. Unter den Klängen des Präsentiermarsches schritt der Führer die Front des Ehrensturms der SS.-Standarte „Germania" ab. Im Kraftwagen begab sich der Führer zum Hafen. Zu beiden Seiten der Einfahrtsstraßen hatten die Formationen Aufstellung genommen. Hinter den Absperrungsketten drängten sich Zehntausende begeisterter Hamburger, die ihrem Führer zujubelten.
Beim Betreten des Werftgeländes wurde der Führer von dem Betriebsführer Staatsrat Rudolph Blohm und Betriebszellenobmann Pauly herzlich willkommen geheißen. Heilrufe brausen weit über den Platz. Durch das von vielen Fahnen gebildete Spalier schritt der Führer zur Taufkanzel. In Begleitung des Führers befanden sich Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Reichsführer SS. Himmler, der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Generaladmiral Dr. n. c Raeder, Reichsstatthalter Gauleiter Kaufmann, der Leiter der Auslandsorganisation Gauleiter Bohle, der deutsche Geschäftsträger in der Schweiz, Freiherr von Bibra. Von Heilrufen umbrandet beftieg der Führer mit seiner Begleitung und Frau Gustloff, der Witwe des ermordeten Landesgruppenleiters Schweiz der AO. der NSDAP, die Taufkanzel, wo ihn Reichsstatthalter Gauleiter Kaufmann be» grüßte. Dann sprach der Betriebsführer der Bauwerft, Staatsrat Blohm. Wenige nur von allen, so sagte Staatsrat Blohm, die jetzt staunend zu diesem Schiff aufsehen, können sich wohl einen Begriff davon machen, welche Unsumme an Arbeit des Kopfes und der Hand in ihm verkörpert ist. Jeder Schiffsbau stellt eine Gemeinschaftsleistung im höchsten Sinne dar und jeder, ob er an dem Schiff selbst gearbeitet oder Bauteile dafür geliefert hat, trägt mit an der Verantwortung,, daß das Schiff als Ganzes den Ruhm dieser deutschen Werkmannsarbeit in die Welt trägt. Jeder aber auch, der zum Bau beigetragen hat, sieht sich dann diesem Schiff auf immer verbunden und ist stolz auf das gemeinsame Werk. Einen besonderen Stolz aber empfindet die ganze Werft, daß uns das Vertrauen entgegengebracht worden ist, dieses erste Urlauberschiff für die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" zu bauen, und daß Sie, mein Führer, durch Ihre Anwesenheit den Tag des Stapellaufs zu einem unvergeßlichen Ehrentag gestalten.
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führte dann u. a. aus: Es ist einmalig und erstmalig in der Welt, daß es ein Staat unternimmt, für seine Arbeiter ein so großes Schiff zu bauen. Nicht alte Kästen nehmen wir Deutsche für unsere Arbeiter, sondern das Beste ist gerade gut genug für unsere deutschen Arbeiter. So ist denn auch der heutige Tag für den Kritiker von draußen der klarste Beweis dafür, daß sich in Deutschland alles gewandelt hat, daß wir nicht mehr mit Wirtschaftskämpfen, Tarifverträgen, Lohnverhandlungen, Konferenzen, Parlamenten und Tagungen unsere Zeit vertrödeln, sondern daß wir ein neues soziales Deutschland aufbauen. Als ich vor kaum vier Jahren den Gedanken Kraft durch Freude verkündete, war das alles zu neu, da es bei uns nur wenige gab, die glaubten, man könne diese großen Pläne wirklich in die Tat umsetzen. Das Volk hat den Gedanken aufgenommen. Und wenn manche Reaktionäre glaubten, daß die DAF. durch ihre Kraft-durch-Freude-Arbeit sich von den übrigen großen sozialen Aufgaben ablenken lassen werde, so ist das eine entschiedene Täuschung Wir haben, während wir Kraft durch Freude aufbauten, unsere übrigen sozialen Ziele nichtvernachlässigt. Gerade das Kraft-durch- Freude-Werk hat uns die größten Impulse gegeben, all unsere übrigen großen Aufgabengebiete mit dem gleichen Elan und mit derselben Begeisterung in Angriff zu nehmen. Kraft durch Freude ist wohl
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Frau Gustloff während des Taufaktes. Ferner von links: der Führer. Dr. Ley. Betriebsführer Staatsrat Blohm und Generaladmiral Raed er. (Scherl-Bilderdienst-M.)
der volkstümlichste und kürzeste Ausdruck für das Wollen des neuen Deutschlands. Wir wollen leben nicht der Freude wegen, sondern wir wollen aus der Freude Kraft schöpfen, um dafür zu sorgen, daß Deutschland ewig sei. Wenn wir an die Ewigkeit Deutschlands glauben, dann bejahen wir auch da- mit das diesseitige Leben mit allen seinen Freuden und Sorgen. Wir wollen dem ganzen deutschen Volk die Kraft geben, seine Sorgen zu meistern. Wir kapitulieren im neuen Deutschlands niemals wieder. (Minutenlange Beifallsstürme.)
Mein Führer! Sie führen unser Volk zum Schönen. Sie geben ihm einen Lebe n s s i n n und eine innerliche und äußerliche Lebenshaltung, die auf das Schöne hinzielt. Wir wollen, daß jeder stark und gesund roirö, denn dann wird Deutschland leben und ewig sein. Und deshalb taufen wir das deutsche Schiff auf den Namen eines unserer Helden: Wilhelm G ust- l o f f, einem Mann der gefallen ist für Deutschland?
Während der letzten Worte Dr. Leys sind am Bug des Schiffes die bislang verdeckten Ramensfchilder sichtbar geworden. Dann donnert der Startschuß über den Platz. Als nun die Witwe des ermordeten Landesgruppenleiters den Taufakt mit den Worten: „Ich taufe dich auf den Ramen Wilhelm Gustloff" vollzieht, vereint sich das klirren der am Bug des stolzen Schiffes zersplitternden Flasche mit dem begeisterten Jubel der festlich gestimmten Wenge. Glatt und reibungslos löste sich dann der mächtige Schiffsrumpf von seinen Haltevorrichtungen und gleitet unter den klängen der Lieder der Ration und den Heilrufen in sein Element. Bon der Taufkanzel grüßen der Führer und seine Begleitung mit erhobener Rechten das erste
eigene Schiff der RS.-Gemeinschaft „kraft durch Freude".
Die KbF.-Flotte paradiert vor dem Führer.
Der Führer begibt sich, von dem Jubel der Massen umbraust, von der Landungsbrücke aus a n Bord des Avisos „Grill e", wo er mit dem Präsentiermarsch begrüßt wird. Um 13.30 Uhr werden die Schiffe angewiesen, die Fahrrinne freizumachen. Als erstes Schiff der „KdF."-Flotte löst die „Sierra Cordoba" die Anker. Auf dem Achterdeck der „Grille" hat der Führer zur Ab- nähme der Vorbeifahrt Aufstellung genommen. Neben ihm stehen Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und Generaladmiral Dr. n. c. Raeder sowie die übrigen Ehrengäste. Die Besatzung der „Grille" ist an der Reeling angetreten. Langsam zieht der weihe Rumpf der „Sierra Cordoba", die über und über mit bunten Wimpeln bedeckt ist, an dem Führer- schift vorbei. An Bord wird der Badenweiler Marsch gespielt. Hell und freudig erklingen die Heilrufe der tausend Fahrgäste zu dem Führer hinüber. Don sämtlichen Decks, aus allen Kabinenfenstern wehen Tücher und Fähnchen. Der Führer dankt für den Jubel. Als zweiter Dampfer folgt die „M o n t e O l i v i a". Auch hier wieder wehen Tücher und Fahnen und die Heilrufe wollen kein Ende nehmen. Aus dem prächtigen Dampfer „Der Deutsche", an dessen Bord 1000 Hitlerjungen aus dem Gebiet Mittelelbe angetreten sind, ertönen Sprechchöre: „Führer, wir folgen dir!" Es folgt die „Stutt- gar t" und als letztes die „Ocean a". Immer aufs neue wiederholt sich der einzigartige Jubel, der Gruß und Dank an den Führer. Länger als 30 Minuten dauert die Vorbeifahrt der stolzen Flotte. 6500 Volksgenossen, Männer und Frauen aus den Fabriken, Werkstätten und Kontoren, fahren mit diesen Dampfern hinaus in die norwegischen Fjorde und legen Zeugnis ab vom Sozialismus der Tat, der in Deutschland ein solches herrliches Werk geschaffen hat.
Durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal nach kiel.
„<Srof Cpee* begrüßt den Obersten Befehlshaber.
Cuxhaven. 5. Mai. (DNB.) Um 15 Uhr verließ der Führer, begleitet vom Oberbefehls- Haber der Kriegsmarine, Generaladmiral Dr. h. c. Raeüer, an Bord des Aviso „Grille" den Hamburger Hafen. Auf der Höhe von Cuxhaven passierte die „Grille^ bereits die vorher ausgelaufene KdF. -- Flotte. Wiederum waren sämtliche KdF.-Urlauber auf die Decks ihrer Schiffe geeilt und jubelten begeistert dem Führer zu, der auf dem Achterdeck der „Grille" stehend, die stolze Flotte der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" noch einmal an sich vorüberziehen ließ. Zur gleichen Zeit traf, aus Spanien kommend, das Panzerschiff „Graf S p e e", das bei der Flottenparade in Spithead anläßlich der englischen Krönungsfeier die deutsche Flotte vertritt, auf der Reede von Curhaoen ein. Beim Passieren der „Grille" und der KdF.-Flotte gab das Panzerschiff Salutschüsse ab Die Besatzung hatte an Bord Paradeaufstellung genommen, und die Kapelle des Schiffes intonierte zu Ehren des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht das Deutschlandlied und das Horst-Wessel- Lied.
Der Führer unternahm am Donnerstag auf dem Aviso „Grille" von Cuxhaven eine Fahrt durch den Kaiser - Wilhelm- Kanal nach Kiel. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Kunde von dem Kommen des Führers von Dorf zu Dorf an der Kanalftraße entlang. In allen Orten war die Bevölkerung herbeigeeilt, um von den Deichen und Brücken den Führer zu grüßen. So war die ganze Fahrt des Führers durch den Kanal begleitet von der begeisterten Freude der fchleswig - holsteinischen Bevölkerung, die dem Führer ihre Dankbarkeit für seinen unerwarteten Besuch immer wied"? herzlich zum Ausdruck brachte. Auch die Besatzungen der vor- deftahrenden deuftchen Schifte bereiteten dem Führer herzliche Kundgebungen. Eine besondere
Freude erlebte die Besatzung des U - B o o te s 26, die in Paradeaufstellung an dem Führer vorbeifuhr. Während der Fahrt des Führers begleitete das Torpedoboot „Tiger" den Aviso. Um 18 Uhr verlieh der Führer im Flugzeug den Kieler Hafen.
Aus aller Wett.
Ein Hilfszug für das Jungvolk.
Das Jungvolk hat jetzt einen Hilfszug erhalten, der vom Reichspostminister Dr. Ohnesorge in Berlin vorgeführt wurde. Der Zug, der der technischen Bereitschaft des Jungvolkes gehört, soll in den Sommerlagern der HI. und bei großen Veranstaltungen aller Art eingesetzt werden. Er ist mit allem notwendigen Rüstzeug versehen. Er setzt sich zusammen aus einem Triebwagen mit einer fünfteiligen Telephonanlage, einer 200-Watt-Der- ftärferanlage und einer fahrbaren Lichtzentrale mit 15 Kilowatt Leistung als Anhänger. Ein weiterer Triebwagen ist als Pionierwagen eingerichtet. Auch er hat einen Anhänger, und zwar eine zweirädrige Feldküche, aus der 200 Mann verpflegt werden können.
Bombenanschlag im D-Zug Bordeaux—Warseille.
Im Schnellzug Bordeaux—Marseille ereignete sich eine Explosion. Auf Grund der Untersuchungen nimmt man als Ursache einen Bombenanschlag an. In der Nähe der Explosionsstelle wurde ein Teil einer Röhre gefunden, die als Behälter für Explosionsstoff benutzt und wahrscheinlich in einem Abteil des in Brand geratenen Wagens angebracht war. Das Explosionsunglück hat ein T o d e s o p f e r gefordert. Fünf Personen sind mit mehr ober weniger schweren Verletzungen in das Krankenhaus von Arles eingeliefert worden.


