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Aus der engeren Heimat.

Landkreis Gießen.

^.Annerod, 6. April. Am Samstagabend fand die Generalversammlung der hiesigen Frei­willigen Feuerwehr statt. Der Wehrführer erstattete den Bericht über die Tätigkeit der Wehr im vergangenen Jahre und wies dabei zugleich auf die Aufgaben des neuen Jahres hin. Nach dem Be­richt des Rechners ist der Kassenstand der Wehr als gut zu bezeichnen. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Im Anschluß an den geschäftlichen Teil blieb man noch einige Zeit in kameradschaftlicher Ge­selligkeit beisammen.

-rfs. Lollar, 6. April. Nach 14tögiger ernster Shbeit und froher Kameradschaft fand der von Schwester Jula K l i f f m ü l l e r vorbildlich geleitete Säuglingslehrgana seinen Abschluß. Schwe­ster Jula verstand es, in seiner,'herzlicher Art auf. die Pflichten und Aufgaben der Frau und Mutter hinzuweisen und alles das zu vermitteln, was die Frau von der Pflege und Erziehung, Nahrung und Kleidung des Säuglings wißen muß. Wie schnell waren die Abende vergangen, und der Abschluß­abend vereinte die Teilnehmerinnen in fröhlicher Kameradschaft mit ihren Angehörigen und den Mit­gliedern der Frauenschaft und des Frauenwerkes. Ernstes und Heiteres wurde vorgetragen, auch die Mädels vom BDM. halfen durch ihre Volkstänze zum Gelingen des Abends.

# Mainzlar, 6. April. Die hiesige Bäuer­liche Bezugs- und Abfatzgenossen- schäft hielt unter Leitung von Bürgermeister Kreiling am Samstagabend in der Gastwirt­schaft von Vogel ihre Generalversammlung ab. Den Jahresbericht erstattete der Vorsitzende Hch. Krei­ling, den Rechnungsbericht gab der Rechner Wilh.

Müller bekannt. Die Kassenlage zeigte einen günstigen Stand der Genossenschaft. Die turnus­mäßig ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt.

wg. Großen-Buseck, 6. April. Die Milch- Absatzgenossenschaft G r o ß e n - B u s e ck versammelte am Samstagabend ihre Mitglieder im Saalbau Brück zu ihrer ordentlichen Generalver­sammlung, die von dem Aufsichtsratsoorsitzenden Wilhelm Schmidt IX. eröffnet und mit dem Be­richt des Aufsichtsrates eingeleitet wurde. Sodann sprach Direktor Schwalb über die Entwicklung der Genossenschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Geschäftsoerlauf ist als sehr erfreulich zu be­zeichnen, denn die Milchlieferung durch die Genos­senschaft hat im verflossenen Jahre eine starke Stei­gerung erfahren; sie stieg von 645 403 Liter im Vorjahre auf 1 014 000 Liter im Berichtsjahr, also um etwa 57 v. Sy, womit die Genossenschaft an der I Spitze aller Genossenschaften im Rhein-Maingebiet steht. Die Rücklieferung von Magermilch belief sich auf etwa 53 v. Sy der angelieferten Vollmilch. Die Zahl der Mitglieder stieg im Berichtsjahr von 32 auf 169. Nach Bekanntgabe der Bilanz durch den Rechner Dort wurde dem Vorstand und Aufsichts­rat Entlastung erteilt. Die turnusmäßig ausschei­denden Vorstands- und Aufsichtsrat-Mitglieder wur­den einstimmig wiedergewählt. Nach einem beleh­renden Vortrag über wichtige Fragen der Milch­behandlung würde der geschäftliche Teil in üblicher Weise geschlossen. Kameradschaftliches Beisammen­sein hielt die Mitglieder dann noch mehrere Stun­den beisammen.

oo Langsdorf, 4. April. Gestern fand im Deutschen Haus" ein von unserer NS.-Jugend veranstalteter Dorfgemeinschaftsabend mit einer mannigfaltigen Festfolge statt. Da waren Ansprachen eines Hitlerjungen und des Ortsbauern­

führers Wilh. B end'er III.; da erfreuten mund­artliche Gedichtoorträge und Volksreigen, die sehr gut eingeübt und dargestellt waren und denen man anmerkte, daß sie einem beweglicheren Dolksbund entstammen, als unsere schwere oberhessische Art ist. Mit besonderer Freude wurden die Geräteübungen des Turnvereins begrüßt; denn nachdem der hie­sige Turnverein längere Jahre nur ein Schein­dasein geführt hatte, ist er nun zu neuem Leben erweckt worden und zählt fast die ganze Heranwach­sende Jugend in seinen Reihen. Daß an diesem Dorfgemeinschaftsabend unser Gesangverein sich be­teiligte, ist selbstverständlich. Daß die Jugend mit ausgiebigem Tanz zu ihrem Recht kam, bedarf nicht der besonderen Betonung. Heute wurde in der hiesigen Kirche als Abschluß der Osterzeit eine mu­sikalische Passions- und Osterfeier abgehalten. Die Licher Chorschule unter Leitung von Lehrer i. R. Stein bestritt den gesanglichen Teil der Veranstaltung durch alte und neuere Pas­sions- und Ostergesänge. Den instrumentalen Teil des Abends hatte Lehrer Stein selbst übernom­men, der auf unserer modernen und umfangreichen Orgel mustergültige Musik darbot. Der ganze Abend war für den musikalischen Kenner ein Genuß, für den Laien eine große Freude.

Kreis Schotten.

# Groß-Eichen, 7. April. Das Fest der sil­bernen Hochzeit feiern am morgigen 8. April die Eheleute Gärtner Wilhelm Bork und Ehefrau Elise geb. Faust.

Wegen Raffenschande verurieitt.

Lpd. Frankfurt a. M., 6. April. Die Große Strafkammer erkannte gegen den 58jährigen Julius A u m a n n wegen Rassenschande auf 16 Monate Zuchthaus. Der Angeklagte, ein Voll­

sude, unterhielt Beziehungen zu.einer jetzt 4Hährl- gen arischen Zeugin.

Tierwärter Wörner

seinen Verletzungen erlegen.

Lpd. Frankfurt a. M., 6. April. Der am Sonntag im Tiger käsig des Tiergartens ver­unglückte Raubtierwärter Heinrich Wörner ist in der Nacht zum Dienstag seinen Verletzungen e r - legen. Wörner war, wie^von uns berichtet, von zwei Tigern bePSchauvorführungen angefallen und verletzt worden.

Rundfunkprogramm

Donnerstag, 8. April:

6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik.. 8.30: Ein froher Gruß aus der Westmark. 11.15 Haus­frau, hör zu! 11.45: Landfunk. 12: Musik für alle. 13: Nachrichten, Offene Stellen, Nachrichten aus dem Scndebezirk. 13.15: Musik für alle. 14: Nach­richten. 14.10: Musik, die uns alle erfreut! 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Kinderfunk. 16: Wir laden Sie ein zu einem Tänzchen am Rhein. 17: Klänge der deutschen Romantiker. Schubert, Spohr und Schumann. 17.30: Nordische Schicksale (I). 17.45: Liebe zur Kunst Liebe zum Volk. 18: Blaskonzert. 19: Froher Feierabend! 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten, Grenzecho. 20.05: Einführung in die folgende Oper. 20.10:Fra Diavolo". Komische Oper. 1. Pause 21.10 bis 21.15: Einführung in die folgenden Akte. 2. Pause 22 * bis 22.15: Nachrichten

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Bekanntmachung.

Betr.: Das Abbrennen von Grasflächen, Rainen und Hecken.

Ich weise hiermit auf die Bestimmung des Ar­tikels 8 des Naturschutzgesetzes vom 14. Oktober 1931 nochmals besonders hin, wonach das Beschneiden, Ausroden und Abbrennen von Hecken, das Abbren­nen von Bodenhecken auf Wiesen, Rainen, Hängen und auf Oedland, sowie das Beseitigen von Rohr und Schilf zum Schutze der Vögel und Vogelbruten in der Zeit vom 1. März bis 31. Juli verboten ist.

Gießen, den 1. April 1937. 2429C

Der Oberbürgermeister: Ritter.

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und durch Allgemeinvergiftung. Sobald man von einer Schlange gebissen ist, sauge män sofort den Biß aus und binde das Glied oberhalb der Bißstelle ab. Rasche­ste ärztliche Behandlung. Es gibt jetzt ein Schlagenbißserum, dessen Einspritzung vor den üblen Fol­gen des Bisses bewahren kann. Schlauch, Röhre aus löummi oder wasserdichtem Stoff. Easschläuche sollen durch unmittelbaren An­schluß des Gasherdes oder Gas­ofens an die Leitung ersetzt wer­den. Eartenschläuche müssen nach Gebrauch entleert werden und aufgerollt liegen. Beim Aufhän­gen werden sie leicht brüchig.

Schlehe, auch Schwarzdorn ge­nannt, da die weißen Blüten vor Bildung der Blätter an den schwarzen Trieben blühen. Die blauen Früchte sind herb, werden deshalb auch selten verbraucht. Schlei, wohlschmeckender Karp­fenfisch, der bis 50 cm lang wird und in den Monaten ohne R nicht gern gegessen wird. Schlei grün wird mit Dill gekocht, Schlei blau mit Butter und Meerrettich gereicht.

Schleier, florartiges Gewebe zum Umhüllen des Gesichtes, wird heute aber fast nur noch bei tie­fer Trauer getragen oder als Hutgarnitur benutzt.

Schleicrkraut (Eypsophylla), meist staudenförmig, sieht m niedrigen Sorten wirkungsvoll im Steingarten aus; die weißen Blütchen der höheren Stauden liefern das beliebte Füllmaterial zu Wicken- und Sommersträußen Getrocknet auch für Wintersträuße

geeignet. Heranzucht durch Saat. Alte Pflanzen nicht mehr versetz­bar, da sie eine tiefe Pfahlwur­zel besitzen.

Schleiflackmöbel reinigt man mit Seifenwasser u. einem Schwamm. Sie müssen aber sofort mit einem wollenen Tuch trocken gerieben werden. ,

Schleim ist die Absonderung der Schleimdrüsen, die bei Katarrh vermehrt ist. Der Schleim ist eine zähe, fadenziehende Flüssigkeit. Schleim als Nahrung. Aus Pflanzenteilen (Reis, Hafer­flocken z. V.) läßt sich ein Schleim Herstellen, der in der Säuglingsernährung eine große Rolle spielt.

Schleimige Schichten auf Lebens­mitteln bedeuten den Beginn der Fäulffis. Es ist ratsam, dann auf den Genuß zu verzichten, da man sich sonst leicht eine Vergiftung zuziehen kann.

Schleppe, nachschleifender Teil des Frauenkleides, am Braut­oder Abendkleid. Die Schleppe wird am Brautkleid mit Seide gefüttert, am Abendkleid wird eine Schlaufe befestigt, damit man die Schleppe beim Tanzen hochnehmen kann. Die Schleppe am Abendkleid ist aber sehr dem modischen Wechsel unterworfen. Schließfach, bei der Post gemiete­tes Fach, aus dem man jederzeit seine Briefsendungen abholen kann. Die Schließfachgebühr be­trägt vierteljährlich für ein klei­nes Schließfach 2,25 Mk., für ein großes 3, Mk. Außerdem ist eine Sicherheitsgebühr von 10, Mk. zu hinterlegen.

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