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Weinvorräte und Ernteaussichten

Die

Aus aller Welt

aller Deutti,

leb- nur oer«

stattgefunden, es bestand auch laufend ein sehr Hafter Bedarf, so daß jetzt die meisten Gebiete i noch über kleinere Re st bestände

Euwe gewinnt die 13. Partie im Schachwettmeisterschaftskampf.

Der Ball der Deutschen I ä im Berliner Zoo vereinte rund 7000

.Kreisen ab, Die in der unprüden, offenen und da- 'skinsbejahenden Lebensart unseres Volkes und namentlich unserer Jugend eine Gefahr für die Littlichkeit erblicken wollen. Dieses Pharisäertum

wirke in unserer Zeit nur lächerlich, vor allem, wenn man einmal hinter die Kulissen schaue und in Klöster und Priesterkreisen die abscheulichsten Sittenprozesse abrollen sehe.Das sind keine Sit­tenrichter , rief Dr. Goebbels,sie haben das Man­dat, Moral zu predigen, verloren." Sie sollten lie­ber Gott mit Werken statt mit Worten dienen. Wenn sie nicht wüßten, wie sie das tun sollten, dann fänden sie im Winterhilfswerk der NSV. Gelegenheit.

hierauf wandle sich der Minister an die­jenigen, die sich über angeblichen Mangel anFreiheit" beklagen. Die wirkliche Un­freiheit, die darin bestanden habe, daß die deutsche Nation der Willkür anderer Länder ausgetiefert sei, ist heute beseitigt. Niemand könne uns mehr Tribute abpressen oder einen Spaziergang in das Rheinland machen. Ls fei doch kein zu großes Opfer für diese Freiheit, wenn heute Juden- und Iudengenossen nicht mehr ihre höchst unmaßgebliche Meinung sagen könnten. Aber auch jetzt noch sei Freimü­tigkeit gestattet: Jeder, der arbeite und Verantwortung trage, dürfe feine Meinung sagen, aber an der richtigen Stelle, dort näm­lich, wo dadurch Nutzen gestiftet werde. Für Viertlschstrategen und Blaustrümpfe weiblichen und männlichen Geschlechtes allerdings ist im neuen Deutschland kein Platz mehr.

Gegenüber dem allgemeinen Unfrieden in Eu­ropa müsse festgestellt werden, daß die Achse Berlin Rom trotz aller Manierversuche miß­günstiger Kreise des Auslandes nicht zerstört werden könne. Denndie Führer der beiden Län­der reden nicht nur von den Problemen, sondern sie versuchen, sie zu lösen. Sie haben ihre beiden Völker einheitlich erzogen, so daß zwischen ihnen keine Differenzen entstehen können. Wir alle sind glücklich, daß zwei besonnene Männer

darüber wachen, daß Europa als wertvollstes Kul­turland der Erde nicht einerseits durch die Tücke des Bolschewismus und anderseits durch die In­stinktlosigkeit des Liberalismus in die schwerste Ge­fahr geführt wird. Deshalb muß die Welt einsehen, daß es bestimmte Probleme gibt, die g e l ö st wer­den müssen. Sie muß einsehen, daß der Som­mer 1919 uns abgepreßte sogenannte Friedens­vertrag hinfällig ist mit allen Konse­quenzen, und daß der Führer nicht nur Deutsch­land, sondern Europa einen Dienst erwiesen hat, wenn er dieses Diktat hinfällig gemacht hat. Denn auch die deutsche Nation hat wie jede andere Groß­macht ein Recht auf Leben, Freiheit und Ehre."

Zum Abschluß seiner Rede gedachte Dr. Goebbels in zu Herzen gehenden, immer wieder von stür­mischem Beifall unterbrochenen Worten des Füh­rers und feiner sorgenden Arbeit im Dienst an der Nation.Ihm zu dienen ist uns nicht eine Pflicht", so erklärte Dr. Goebbels,sondern eine Herzenssache. Er ist für uns die reinste Ver­körperung unseres Volkstums! Deshalb ist die deutsche Nation heute so ruhig, weil sie sich i n seiner Hand sicher geborgen weiß. Sein Wille lebt in uns allen, und ob jeder ihn sieht oder nicht wir wissen: Der Führer wacht! Er hat uns wieder freudig gehorchen und dienen gelehrt. Er hat unserem Leben wieder einen Inhalt gegeben. Sein Wille beherrscht uns. Seine Tat lebt in uns und wird von uns mit gestaltet. Das, was wir früher oft als kleine Sekte gesagt haben, was so oft an den Stirnseiten des Sportpalastes geschrie­ben stand, ist heute Ruf und Versprechen des gan­zen Volkes geworden: Führer befiehl, wir folgen!"

Der Sportpalast erdröhnte unter dem Beifalls­sturm, der bei diesen Schlußworten ausbrach. Das Sieg-Heil auf den Führer und die Lieder der Na­tion klangen noch lange in den Herzen der Tau­sende nach, die an der eindrucksvollen Kundgebung teilgenommen hotten.

möglichen, die im Deutschen Reich ansässigen Fami­lien durch die Geschlechter hindurch zu verfolgen.

Im Familienbuch soll a u ch die rassische Einordnung der Ehegatten, die der Standesbeamte schon jetzt vor der Eheschließung zwecks Ermittlung etwaiger Ehehindernisse feststellen muß, vermerkt werden. Damit wird erreicht, daß in etwa 30 Jahren die rassische Einordnung der weitaus überwiegenden Zahl aller im Deutschen Reich lebenden Menschen aus den Familienbüchern ersichtlich ist. Für die Durchführung rassen- und erb­pflegerischer Maßnahmen ist das von großem Wert. Dem einzelnen Volksgenossen wird durch die Ein­führung des Familienbuches der Nachweis feiner deutschblütigen Abstammung erleichtert. In Zukunft wird auch das religiöse Bekenntnis der Beteiligten in die Personenstandsbücher wieder ein­getragen und im Sterbebuch die Todesursache vermerkt.

Prämien für deutsche Schafwolle

Der deutsche Schafbestand hat auf Grund der erfolgreichen Maßnahmen des Reichsnährstandes seit 1933 um 1000 000 Tiere zugenommen. Neben der weiteren Vermehrung der Bestände zur Ver­größerung der Wollerzeugung im Jnlande wird als besonders dringlich die Verbesserung der Qualität der Wollen angesehen. Vor allem sind die von der Industrie benötigten lang schü- rigen Wollen noch nicht genügend vorhanden. Um die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die der Erzeugung einer hochwertigen Vollschur im Wege stehen, zu beseitigen, wird künftig aus Reichsmitteln eine besondere Prämie für lange Wol - len gegeben werden. Diese Prämie wird bezahlt

13. Partie im Schachweltmeister­schaftskampf zwischen Euwe und A l j e ch i n wurde von Euwe nach 67 Zügen gewonnen. Der Stand ist mithin: Aljechin 7^2, Euwe 5lla Punkte.

Führer befiehl, wir folgen!"

Neichsminisier Or. Goebbels auf der ersten Sportpalast-Kundgebung dieses Winters

Sfurm und Hebel über dem Atlantik.

Die schweren Stürme an der schottischen Küste führten,auf der Höhe von Aberdeen den Unter­gang eines Fischerbootes herbei. Von der acht- köpfigen Besatzung konnten nur zwei Fischer von Rettungsbooten übernommen werden. Die übrigen sechs Seeleute sind ertrunken. Nach einer Mit­teilung aus Folkestone stieß im dichten Nebel der amerikanische DampferJndependance Hall" an der französischen Küste in der Nähe von Boulogne mit einem Fischerboot zusammen. Man befürchtet, daß eine Anzahl von Fischern ertrunken ist.

34 100 Mark für eine Briefmarke!

Die Versteigerung einer Mauritius- Marke in Hamburg erzielte einen Preis von 31 000 RM. zuzüglich des üblichen Aufschlags von 10 v. H., so daß also für diese Briefmarke insgesamt 34100 R M. erzielt wurden.

Diamankenschmuggler unschädlich gemacht.

Die Kölner Zollfahndungsstelle hatte bereits vor längerer Zeit in Erfahrung gebracht, daß große Posten unbearbeiteter und ungeschliffener Dia­manten unter Umgehung der Zollbehörde über die deutsch-belgische Grenze nach Deutschland und der Gegenwert in Reichsmark nach Antwerpen ge­bracht wurde. Jetzt gelang es Beamten der Zoll­fahndungsstelle, einen Belgier und einen deutschen Schmuggler zu verhaften. Im Besitz des Deutschen befanden sich rund 2500 Reichsmark, die zur Be­zahlung der eingeschmuggelten Diamanten dienen sollten, und über 400 zum Teil rohe, zum Teil geschliffene Diamanten. Dem Belgier nahm man 1600 geschliffene Diamanten ab, die er in einer Streichholzschachtel mit einem doppelten Boden ver­borgen hatte. Auch gelang es, den Aufenthalt der in Köln weilenden Ehefrau des deutschen Schmugg­lers und einen in ihrer Begleitung befindlichen Ju­den, der als Vermittler bei dem Diamantenschmug­gel auftrat, festzustellen. Bei der Frau wurden zwei Smaragde und ein geschliffener Diamant, bei dem Juden eine mit Brillanten besetzte Armbanduhr gefunden. Sämtliche Diamanten, das Geld und auch ein Kraftwagen der Schmuggler wurden beschlag­nahmt.

oder jenem Gebiet auch Sorgen haben, z u hungern brauche niemand. Nur sei es selbstverständlich, daß sich ein jeder dem uns durch iie Beengtheit unserer allgemeinen Lebensbasis auf- gezwungenen nationalen Speisezettel anpasse.

Besonders große Kraft gäben uns bei allen Sor­gen jene herrlichen Schätze der deutschen Kultur, die nun auf allen Gebieten dem gan­zen Volke zugänglich gemacht worden seien und in unbeschreiblicher Fülle Nahrung für die Seele brächten. Delikatessen für den Magen im Uebermaß machten meist fett, dick und träge, diese aber verliehen echte Kraft, im wahrsten Sinne des Wortes Kraft durch Freude.

Die Schwierigkeiten des Lebens übersehe der Na­tionalsozialismus keineswegs, aber wer sich mit borgen, Last und Aerger abgemüht habe, dürfe tnb müsse sich auch einmal der Freude hin­geben, einer Freude, an der das ganze Volk ieilnehmen solle. Es sei nur allzu erklärlich, daß gewisse klerikale Kreise es nicht gerne sehen, wenn eine gesunde Lebensfreude das Volk erfüllt. Mit " ~ "idhteit rechnete Dr. Goebbels mit diesen

Die in Der unprüden, offenen und da-

gerschaft

Gäste, unter

ihnen die Vertreter von 30 Nationen, die zu bei;, Internationalen Jagdausstellung nach Berlin ge­kommen sind, zu einem frohen Fest der Kamerad­schaft.

für Vollschurwollen, b ie mindestens neun Monate gewachsen sind, soweit sie normale Länge zeigen und kammfähig sind. Die Prämie be­trägt 30 v. X). Des Bruttofestpreises, Der als solcher nicht geändert wird. Die Auszahlung beginnt mit dem neuen Schurjahr für deutsche Wollen, dessen erster Anfall mit der ersten Wollauktion der Reichs­wollverwertung am 29. Oktober 1937 in Berlin zum Verkauf gelangt ist. Die Prämien werben in die übliche Wollabrechnung mit einbezogen und mit Dem Festpreis für Die Wolle ausgezahlt.

Empfang beim Reichsjägermeister.

Der Reichsjägermeister Generaloberst Göring hatte aus Anlaß der Internationalen Jagdaus­stellung zu einem Empfang im Haus der Flieger eingeladen. Ein umfangreiches Fest­programm, bei dem die ersten Kräfte der Staats­oper mitwirkten, gab insbesondere den ausländi­schen Gästen ein überzeugendes Bild von den hohen kulturellen und künstlerischen Leistungen des natio­nalsozialistischen Deutschland. Das Programm war dem jagdlichen Charakter der Woche angepaßt: Das Vorspiel aus der komischen OperDer Wildschütz" unter Stabführung von Staatskapellmeister Prof. Robert Heger leitete die künstlerischen Darbietun­gen ein.

ZdR. Die Ermittlungen, die Der Reichsnährstand regelmäßig über die Vorräte an Faßweinen bei den Winzern und SBinjeroereini^ungen durch­führt, haben für das nun im wesentlichen beendete letzte Weinwirtschaftsjahr gezeigt, daß durch den Ausbau der Marktordnung, die Richtpreise und die Werbung für den deutschen Wein eine reibungs­lose Verwertung der letzten Ernte er« folgt ist. Der Jahrgang 1936 war allerdings auch nicht so groß wie der Jahrgang 1935 und insbe­sondere der Jahrgang 1934, Der mit 4,5 Millionen Hektoliter einen außergewöhnlich reichen Ertrag gebracht hatte.

Die letzten Feststellungen des Reichsnährstandes von Mitte September zeigen, daß zu diesem Zeit­punkt von dem Jahrgang 19 3 6 an Weiß­wein noch rund 14 v. H. Der Ernte in Den Pro­duktionsgebieten vorrätig war, während im ver­gangenen Jahr zur gleichen Zeit noch 20 v. H. der Damals größeren Ernte unverkauft lagerten. Da Die Weißweinernte 1936 rund 2,45 Millionen Hekto­liter ausmachte, kann noch mit einem Bestand von etwa 350 000 Hektoliter zu Diesem Zeitpunkt ge­rechnet werden, woraus zu entnehmen ist, daß be­reits eine ziemlich weitgehende Räu­mung der Bestände erfolgen konnte. In den letzten Wochen haben dann noch in Verbindung mit den Weinfesten und den größeren Aufkäufen an Patenweinen weitere erhebliche Ab­schlüsse stattgefunden, so daß sicherlich die meisten Gebiete ihre letzte Ernte so weit zur Verwertung gebracht haben, daß keinerlei Schwierigkeiten für die Aufnahme der neuen Weine in den Kellern der Winzer und Winzervereinigungen vorliegen.

Bei Rotwein ist schon seit Mitte dieses Jah­res der Bestand in Den Produktionsgebieten ziem­lich klein. Hier haben im vergangenen Jahr be­reits bei Der Ernte sehr umfangreiche Verkäufe

Das Familienbuch.

Das neue Personenstandsgesetz erlassen.

Berlin, 5. Nov. (DNB.) Im Reichsaesetzblatt vom 5. November 1937 ist das neue deutsche Per­sonenstandsgesetz veröffentlicht worden. Es wird am 1. Juli 1938 in Kraft treten. Die wichtigste Neue­rung liegt in der Einführung eines beim Register­beamten geführten Familienbuches. Jeder neugegründeten Familie wird bei der Eheschließung ein besonderes Blatt gewidmet, Das aus zwei Teilen besteht. Während der erste Teil der Beurkundung der Heirat dient, dient der zweite Teil Der Feststellung Der verwandtschaftlichen Zu­sammenhänge Der einzelnen Familienmitglieder. In diesem zweiten Fall werden bei der Eheschließung die Eltern Der Ehegatten sowie Ort und Tag ihrer Geburt und ihrer Heirat vermerkt; damit ist der Lusamenhang mit den Vorfahren hergestellt. In den zweiten Teil werden ferner die gemeinsamen Kinder der Ehegatten (und die unehelichen Kinder weib­licher Abkömmlinge) unter Angabe Des Ortes und Tages ihrer Geburt eingetragen; jede Aenderung des Personenstandes Des Kindes wird hier vermerkt. Erst wenn Das Kind bei seiner eigenen Eheschlie­ßung ein besonderes Blatt im Familienbuch erhält, hören Die Eintragungen im Familienbuchblatt der Eltern auf. Die Eintragung Der Heirat Des Kindes unter Angabe der Stelle, wo für das Kind das eigene Familienbuch geführt wird, beschließt die Eintragungen über dieses Kind im Familienbuch der Eltern. Damit ist Der Zusammenhang mit Den Nachfahren hergestellt. Die Durchführung dieser Regelung wird es in späterer Zukunft einmal er«

fügen. Insgesamt lagerten Mitte September nur noch 3 v. H. der Ernte in den Produktionsgebieten und Damit ungefähr 20 OOOz Hektoliter, während im vergangenen Jahr zur gleichen Zeit noch rund 8 v. H. der Ernte unverkauft waren. Allein Das Ahrgebiet, Das regelmäßig später mit Den Ver­käufen einsetzt, verfügt noch mit ungefähr 50 v. H. Der Ernte über etwas größere BestcinDe. Die gro­ßen Produktionsgebiete für Rotwein, Die Pfalz, Hessen, Württemberg unD Baden verfügen nur noch über kleinere Posten in einzelnen Bezirken, so daß hier auch für die Aufnahme des neuen Jahr­gangs gute Vorbedingungen vorliegen.

In diesem Jahr ist mengenmäßig ein mittlerer Ertrag zu erwarten, wobei aller­dings zwischen Den verschiedenen Anbaugebieten größere Unterschiede bestehen. Dafür erwarten aber sämtliche Anbaugebiete eine außergewöhn- l i ch gute Qualität des Jahrgangs. Die Witte- rungsverhältnisse besonders in den Herbstmonaten waren für die Entwicklung in diesem Jahr sehr günstig. Nach den Ermittlungen Des Statistischen Reichsamts wird Die Güte Der Trauben im Durch­schnitt mit 1,8 bewertet gegenüber 3,0 im Vor­jahre, wobei 1 = sehr gut, 2 = gut, 3 = mittel und 4 = gering bedeutet. Die diesjährige vorläufige Bewertung der Qualität der Trauben entspricht da­mit ungefähr Der Des Jahres 1934, das auch hinsichtlich der Güte Der Weinmo st ernte weit an Der Spitze der eigentlichen Weinjahre steht. Da in Den letzten Wochen vor Der Ernte Die Witte­rungsverhältnisse weiter sehr befriedigend lagen, ist also eine besonders gute Qualität zu er­warten.

Berlin, 5. Nov. (DNB.) Der Berliner Gau­leiter Reichsminister Dr. Goebbels eröffnete am Freitagabend mit einer gewaltigen Massenkund­gebung im überfüllten Sportpalast die Winterarbeit seines Gaues. Dr. Goebbels legte unter Hinweis auf übereifrige und vorzeitige Mutmaßungen einer ge­wissen Auslandspresse über den Inhalt feiner Rede, Die, wie er sagte, nur aus Dem Kaffeesatz geweissagt sein könnten, sarkastisch Dar, daß es durchaus nicht Das Ziel seiner Ausführungen sei, Sensationen im üblichen Sinne zu bringen. Wie man DerleiSen­sationen" überhaupt nicht vorn nationalsozialistischen Staat erwarten könne, beruhe Doch seine gesamte Politik von Anfang an auf einer planvollen, Sensa­tionen gar nicht zulassenden überlegenen Stetigkeit. Der Führer und seine Mitarbeiter, Die zwar nicht von Gottesgnaden" seien, wohl aber sichtbarlich in Gottes Gnade arbeiteten, bezögen sich immer noch am liebsten auf den kraftvollsten und lebendigsten Faktor Der Macht- und Staatsformung, nämlich auf Die Nation selbst. Ihr Willensvoll- ftr eifer zu sein, sei Das höchste Ziel Der führenden Männer, und Dem Volke z u helfen und zu Dienen ihre erste und vornehmste Aufgabe. Selbstverständlich gebe es gewisse Entscheidungen und Maßnahmen, Die man nicht so ohne weiteres im Volke verstehen könne, weil ihre Zielrichtung nicht vorzeitig erkennbar sei. Aber ihre Beweg­gründe müßten dem Volke klar gemacht werden, und Das sei eine Aufgabe Der Propaganda Die auch Dafür zu sorgen habe, daß Die noch nicht spruchreifen, im Werden begriffenen Maßnahmen vom Vertrauen Des Volkes getragen mürDen.

Die Ziele des Nationalsozialismus werden verwirklicht Zug um Zug und Stück um Stück, allerdings auch mit der dazu gehörigen Ruhe. Denn alles Große wächst mit der Zett!" Unsere Grundsätze sind die gleichen wie vor 15 Jahren, und selbstverständlich müssen wir heute in derselben Art darüber reden wie da­mals. Das ist ja unser Lob und unsere Ehre, daß wir uns nicht geändert haben. (Stürmischer lang anhaltender Beifall.)

Als erstes Der aktuellen Probleme behandelte Reichsminister Dr. Goebbels den Vierjahres- plan, Der uns durch Versailles aufgezwungen worden sei. Der nationalsozialistischen Regierung sei Die Deutsche Intelligenz, ein prachtvolles Arbeiter- unD Wissenschaftlermaterial und endlich Der in Deutschland so reichlich vorhandene Rohstoff Kohle zustatten gekommen.Mit Diesem zur Verfügung stehenden Material galt es wenigstens einen großen Teil Dessen herzustellen, was uns fehlte. Das ist Die Aufgabe Des Vierjahresplanes." Wenn nun das Ausland erkläre, daß Dies Autarkie fei, so müsse Demgegenüber betont werden, daß die national­sozialistische Regierung es für ihre erste Pflicht halte, Deutschland von der Willkür der Welt möglichst unabhängig zu machen. Dabei gehe das Bestreben dahin, nicht etwa Ersatzstoffe, sondern bessere als die natürlichen Stoffe zu schaffen. Und mit Stolz konnte der Minister hier erklären:Wir sind auf dem besten Wege, uns auf einer Anzahl von lebens­wichtigen Gebieten von der Welt vollkommen un­abhängig zu machen. Selbstverständlich feien für Die Arbeiten auf Dem Gebiete Des Vierjahresplanes Kapitalanlagen notwendig, für Den Bau von Fabriken, Arbeiterkolonien, Straßen ufw., Die bei unserer allgemeinen knappen Lage naturgemäß an» derswo fehlten. Hier müsse Der einzelne Opfer bringen, besonders Durch Verzicht auf kleine Be­quemlichkeiten Des Alltags. Denn nur so könne Das große Ziel erreicht werden, daß unser Volk nicht mehr von Der Hand in Den Mund leben müsse.

Wenn, wie Der Minister freimütig zugestand, auf Dem einen oder anderen Gebiete zuweiten noch ein Mangel vorhanden fei, dann kann ich aber versichern, daß der Zustand der nationalen Unfreiheit noch zu unserer Zett nicht mehr vor­handen sein wird."

Daß wir im Verhältnis gegenüber anderen rei­chen Ländern den höchsten sozialen Standard be­sitzen, verdanken wir nur dem deutschen Fleiß, der deutschen Intelligenz und der beut« jchen Organisatinskunst. Um der Nation bei unserer Abhängigkeit von den Naturgewalten das tägliche Brot zu sichern, müsse eine planmäßige Len­kung erfolgen, auch deshalb schon, weil durch die Arbeit der Regierung viele Millionen Schaffende wieder im Arbeitsprozeß stehen, deren Verbrauch an Lebensrnitteln erheblich höher sei als zur Zeit ier Arbeitslosigkeit. Möge Deutschland auf diesem

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

An Der über Deutschland durch eine Ostströmung hinwegführenden verhältnismäßig kalten Festlands­luft kam von Südosteuropa her feuchtwarme Luft aus dem Mittelmeergebiet zum Aufgleiten. Dabei konnte sich das Damit verbundene Niederschlagsge­biet meist weit westwärts ausdehnen und auch un­ser Gebiet erfassen. Warme Luft wird sich mehr und mehr bis zum Boden durchsetzen und Damit wieder freundlicheres Wetter herbeiführen, anfäng­lich allerdings verstärkte Abkühlung begünstigen.

Aussichten für Sonntag: Zunächst diesig und Neigung zu leichtern Regen, dann zeitweilig Aufheiterung, milder, östliche Winde.

Aussichten für Montag: Leicht unbe­ständig, aber im ganzen weitere Witterungsbesse­rung.

Lufttemperaturen am 5. November: mittags 8,5 Grad Celsius, abends 7,3 Grad; am 6. November: morgens 7,9 Grad. Maximum 8,6 Grad, Minimum heute nacht 7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. November: abends 7 Grad; am 6. No­vember: morgens 7,3 Grad. Niederschläge 0,7 mm. Sonnenscheindauer 0,6 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum» schein Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr W Lange; für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein Anzeigen­leiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. 21. X. 37: 10 031. Druck und Verlag: Brühljche Universitätsdruckerei R. Lange, K -G , sämtlich in Gießen. Monatsbezugs» preis RM 2,05 einschließlich 25 Ps Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr Einzelverkauss» preis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der

Illustrierten 5 Ps mehr

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

Das Radiowunder - unddreh nur RM. 196. Schwundausgleich (voll wirksam), automatische Trennschärferegelung, Leucht-Amplimeter, Stumm-Abstimmung . . . und keine Rück­kopplung mehr zu bedienen, also wirkliche Einknopfabstimmung. Der Empfang: reichhaltig und sicher. Der Klang: groß und echt (mit Baßanhebung) . Wechselstrom: 166.50 + 29.50 = RM. 196. m. R. Allstrom: 184. +29. RM. 213. m. R. (ohne Gleichrichter-R.) K <) li l 111 (i Hovwm 3S<