erkannte wegen versuchter, schwerer Urkundenfälschung auf einen Monat Gefängnis. Es kam nur Versuch in Frage, da die Angeklagte von der gefälschten Quittung gegenüber den Mietern keinen Gebrauch gemacht hatte.
Aus der engeren Heimat.
General Oaluege in Frankfurt.
LPD. Frankfurt a. M., 5. Aug. Donnerstag gegen 19 Uhr traf im Sonderflugzeug der Chef der deutschen Ordnungspolizei SS.-Obergruppenführer General der Polizei D a l u e g e in Frankfurt a. M. ein, um am Freitaamorgen in Vertretung des Reichsführers SS. und Chefs der deutschen Polizei Himmler die er st en Leichtathletikmeister, schäften der deutschen Polizei zu eröffnen und den mit allgemeiner Spannung erwarteten Wettkämpfen im Frankfurter Sportfeld, die eine einzigartige Schau des deutschen Polizei- fports darstellen werden, beizuwohnen.
Den Leichtathletikmeisterschaften der deutschen Polizei in Frankfurt a. M. wird auch von den Polizeien des Auslandes großes Interesse entgegengebracht. So wird als Gast des Generals Daluege in Vertretung des Chefs der polnischen Staatspolizei, General Zamorski, Oberst Jan P l o t n i ck i aus Warschau den Wettkämpfen beiwohnen sowie drei höhere polnische Polizeioffiziere, die gegenwärtig zum Studium des deutschen Polizeiwesens in Deutschland weilen.
Leichenbeten gefährdet die Gesundheit der Schulkinder.
Lpd. Darmstadt, 5. Aug. In manchen Gemeinden besteht heute noch die Sitte, bei Todesfällen einige Tage, jeweils nach Eintritt der Dunkelheit, im Sterbezimmer zu beten. Aus dieser Sitte ist in den letzten Jahren vielfach die Unsitte geworden, zu diesem Leichenbeten Schulkinder zu schicken, die dabei einer körperlichen und seelischen Gefährdung ausgesetzt werden. Da vom ärztlichen Standpunkt aus das Hinzuziehen von Kindern zum Beten bei Verstorbenen als äußerst bedenklich bezeichnet werden muß, hat der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — im Interesse der körperlichen und seelischen Gesundheit der Heranwachsenden Jugend sämtlichen Schulkindern eine Beteiligung beim Leichenbeten verbo- t e n.
6HW in Bad-Rouheim.
LPD. Bad-Nauheim, 5. Aug. In diesen Tagen wurde auch hier mit der Einrichtung des Ernährungshilfswerks begonnen. Wie in anderen Städten ist die Stadt in Bezirke eingeteilt, wo die Küchenabfälle zu bestimmten Zeiten abgeholt werden. Angesichts der erheblichen Mengen von Küchenabfällen in den vielen Hotels und Pensionen des Bades darf man von dem Ernährungshilfswerk hier einen besonderen Erfolg erhoffen.
Das brennende Streichholz in Kinderhand.
LPD. Schotten, 5. Aug. In der Scheune des Landwirts Blei im Kreisort Betzenrod brach Feuer aus, dem die Scheune zum Opfer fiel. Das Feuer entstand dadurch, daß ein ch t j ä h r i g e r Junge mit Streichhölzern spielte und ein brennendes Streichholz achtlos in der Scheune fortwarf. (!)
Unfälle auf dem Lande.
Der an der Reichsautobahnstrecke bei Reiskirchen beschäftigte Arbeiter Heinrich Konrad aus Frankfurt a. M. erlitt bei der Arbeit einen schweren Unfall; er zog sich Prellungen und auch innere Verletzungen zu. — Der 25 Jahre alte
Maurer Wilhelm Fey aus A l l e n d o r f a. d. Lda. zog sich bei seiner Arbeit einen schweren Schädelbruch zu. — Die Landwirtsehefrau Elisabeth Münch von Saasen mußte mit einem Unterschenkelbruch in ärztliche Behandlung gebracht wer- den. Sämtliche Verunglückte wurden in die Chirurgische Klinik nach Gießen eingeliefert.
Landkreis Gießen.
± Saasen, 6. Aug. Durch die Erweiterung des Ortsbauplanes kann der alte Schieß st and der Kriegerkameradschaft des Kyffhäuserbun- des nicht mehr benutzt werden. Um weiterhin eine Schießgelegenheit zu haben, hat man einen neuen Schießplatz hergerichtet. Der Stand besitzt vier Schießbahnen, damit zu gleicher Zeit vier Kameraden schießen können. Der Stand wird am nächsten Sonntag seiner Bestimmung übergeben.
Kreis Dehlar.
* Vetzberg, 6. Aug. Am morgigen Samstag können der Gast- und Landwirt Wilhelm Becker und seine Ehefrau Margarete, geb. Schmidt, das Fest der goldenen Hochzeit feiern.
Oer grüne Knollenblätterpilz — gefährlichster Giftpilz.
Die Deutsche Gesellschaft für Pilzkunde, Darmstadt, Hessische Landesstelle für Pilz- und Hausschwammberatung, teilt mit:
Die Kenntnis dieses gefährlichsten Giftpilzes ist leider noch viel zu wenig verbreitet, was durch-chie alljährlich wiederkehrenoen Pilzvergiftungen bewiesen wird. Der grüne Knollenblätterpilz ist dabei der Hauptübeltäter. Auf sein Schuldkonto sind die meisten tödlich ausgehenden Pilzvergiftungen zu verbuchen, in manchen Jahren ungefähr 100 Todesfälle in Deutschland.
Sein Hut ist gelblich bis grünlich, meist etwas faserig geflammt; er kann aber auch ganz weißlich
Unser flugenmerk In der somllle richtet sich aus „Mutter und klnd". stdols Kitter.
Vorkommen und somit Anlaß geben zu einer leicht- sinniqen Verwechslung mit dem Champignon. Blätter, Fleisch und Stiel des Knollenblätterschwammes sind weißlich. Der Stiel ist zuweilen etwas gelbgrünlich getönt. Das wichtigste Merkmal des Knollenblätterpilzes ist der Knollen am Stielgrund, oft allerdings ganz unsichtbar, weil er mehr oder weniger in den Boden eingesenkt ist. Die weißlichen Hautfetzen am Rande des Knollens umschließen in der Jugend den ganzen Pilz. Diese Jugendformen des Knollenblätterpilzes sind ganz weiß und kommen ähnlich wie Boviste aus dem Boden. In seinem oberen Teil trägt der Stiel einen herabhängenden weißen Ring, welcher als Schleier die Blätter in der Jugend schützend überspannt. Der ganze Pilz wird gewöhnlich ungefähr 10 bis 12 cm breit und ebenso hoch. Der Geruch dieses gefährlichen Giftpilzes ist honigartig-süßlich, bisweilen widerlich-süßlich, aber nicht unangenehm kartoffelkeimartig, wie das meistens angegeben wird. Der grüne Knollenblätterpilz wächst im Laubwald, besonders unter Eichen.
Eine Verwechslung des grünen Knollenblätterpilzes z. B. mit dem Champignon, dem Grünling oder mit grünen Täublingen kann nur durch gröblichen Leichtsinn entstehen. Der Champignon ist leicht an den anfangs rosa, zuletzt dunkel-sckokoladebraun werdenden Blättern auf der Hutunterseite zu erkennen. Eine knollige Scheide am Stielgrund fehlt ihm; der Geruch der Champigononarten ist angenehm würzig, öfters anisartig. Der im Kiefernwald vorkommende GrSnling ist sofort kenntlich an seiner mehr oder weniger gelben Farbe in allen Teilen;
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt oeschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskoni 4 v H.. Lombardztnsfuß 5 v H
Frankfurt a. M.
Berlin
Schlust- kurs
Schlußk. Abend- bürte
Schluß- kurs
Schlußk Mittag börse
Dntum
4-8.
5-8.
4-8.
5.8
6% Deutsche RetchSanleihe v. 1927
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
4*4% Deutsche ReichSschatzanwei. sungen von 1935 . ......
4*4% Deutsche Reichsschahanwei- sungen von 1935, II. ftolge ...
4%% Deutsche Reichsichatzanwei- jungen von 1936, III. Folge ..
5yt% Doung Anleihe von 1930 ..
4*4% Hektische Volksstaat von 1929 4*4% Deutsche Retchspostichntz von
102,05
99
99,75
99 105,25 100,25
99,75 '27,45
101,25
98,13
134,25 99,75
98,75
101,65
102 HL05
129,5
' 92,5
97,5 127,75
216
| H6,5
126
105
102
99
99,7
99 105,25 100,25
99,75 127,5
99,5
98,25
99,75
98,75
101,65
102 111,05
128,5
96,25 127,65
215,75
136,5
117,75
126
105
Devije
101,8
99
99.75
99
105
100,7
99,75
127,5
98,75
133.75
101,9
111.1
129
47.25
92.65
97
127.75
215,5
136
116
126
105
nmarfl
101,8
99
99,7
99
105
100,25
100,7
99,75
127,5
99,5
134
102
111.2
128,5
92,5
96
127,75
215,5
136
117,5
126
105
Berlin
4y2% Deutsche ReichSbahnschah von 1936 1.................
Reichsanleihe-Altbesitz..........
Oberhessen Provinz-Anlethe mit
Auslos.-Rechten.............
4)4% Hess. LandeSbk. Darmstadl
Goldpfe. R. 12 .............
6y2% Hess. Landes-Hyp.-Bank fitqu. Goldpfe..............
4)4% Preust. Landespfdbr.-Anst.
Golvvfe. R. 19...........
4y2% Preust. Gold-Komm. R. 20 4y2% Darmstädter Komm.-Lan-
desbankR. 6 .............
Deutsche Komm.-Eammel-Anleihe
Auslos.-Rechte 1.............
4y2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4yt% Franks. Hyp. Gold-Komm.
Obi. 2 3................
ßy2% Franks Hyp. Liquidation
Goldpfe...................
6y2% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe.....................
Eteuergutichein-Verrechnungskurs
L.G. für Verkehrswesen .... 6% Hamburg-Südam. Dampfschiss 0 Hamburg-Amerika Paket......O
Norddeutscher Lloyd ......... 0
Deutsche Reichübahn Borz.-Akt. 7
Retchebaul................. 12
Berliner Handelsgesellschaft 6%
Commerz- uns Pribur-Batu .. 5
Deutsche Diskonto............ 6
Dresdner Bank.............. 4
Frankfutt a. M.
Berlin
Schlust- stirs
Schluß?. Abend börse
Schluß, kurs
Schlußk Mittag, börie
Da^um
4-8.
5-8
4 8
5-8
Accumulatoren-Fabrik....... 14
Aschaffenburg Zellstoff........6
Bemberg...................0
Bekula.....................8
Buderus Eisen............... 6
Cement Heidelberg...........7
Cement Karlstadt ............ 6
Conti Gummi.............. 12
Daimler Motoren.......... 6 V2
Dessauer Gas ............... 4
Deutsche Erdöl ..............5
Deutsche Gold- und Silber .... 9
Deutsche Linoleum.......... 10
Elektrische Lieferungen........6
Elektrische Licht und Kraft.....7
I. G. Färben-Industrie.......7
Felten & Guilleaume.........6
Gesfürel................... 7
Th. Goldschmidt............. 6
Gritzner Maschinen........... 0
Harpener................. S'/2
Hoesch Eisen............... 3/2
Philipp Holzmann........... 8
Ilse Bergbau................ 6
Ilse Genüsse................ 6
Kali Aschersleben............ 4
Klvcknerwerke ......... ... 4*4
Kvkswerke und Chemische Fabrik 7
Lahmeyer .................. 6
Mainkrafl................... 4
Mannesmann............. 4*/2
Mansselder Bergbau......... 7
Metallgelellschaft............6
Orenstein & Kopvel..........0
Rheinische Braunkohle....... 12
Rheinische Elektro............ 6
Rheinstahlwerke.............. 6
Rbeinisch-Westfälische Elektro .. 6
Rütgerswerke ............... 7
Salzdetfurth Kali............ 6
Schurken & Co..............7
Schultheis Patzenhofer........ 4
Siemens & Halske ........... 9
Süddeutsche Zucker.......... 10
Vereinigte Stahlwerke...... 4'4
Westdeutsche Kaufhof......... O
Westeregeln Alkali............ 4
Zellstoff Woldhos...........• «
Otavi Minen ..............0,6
— Jranffurl a Hl
231
153
158
167,5
131
170
>89,75
143
151.25
265
167,5
136,5
156,75
168,25
142
157,5
150,75
54,25
179,5
125,75
153
142,5
136
128,25 95,75
127 13
158
132,65
157,75
134,9
150,5
178,25
220,5 /06.25 122,13
61
120,5 165
32.13
156,25
169 130,25 169,25
190 143,75
151
265 166,25
135,9 157,5
167,75 142,75
157 151,75
54,65 179,25 126,25
153,5
142
138,75
95,75 126,5
235,25
157 5 136,13
150,5 163,5
178
220,25
121,75
61,4 120,25
165,5
31,9
232
152 158,25 168,25 130,25
189,75 142,9 119,5
151,75
136 156,5 168,25 142,25 157,25
151
54.25 179,5
125,75 153,75
172 141,65 121,13 136,65
162,5 129,9
126,9 150,25 157,75
120 233,25 132,25 158,13 134,65
150,5 164,5
178
100 221,75
207 121,75
61,4 121,25
166
32
153,5 156,25 169,25
130
189,75
142,9 118,9
151,5
166
136,9 157,75
168
143
157
151
54,25 179,65 125,75
154
172,5 142,25 121,75
138,5 162,25
130,5
126,4
119,75
235,75
133
158 135,25
150,4 163,75
178
99.5 220,75
207,5
121,9
61
120,25 165,5
31,75
s.Auaust
5-August
Ainit-cy. ttt'-'tierun
Ämu dr'Wntterune
Br->
.vie-r
Br.es
Buenos Aires.............
0,752
0,756
0,752
0,756
Brüssel...................
41,90
41,98
41,89
41,97
Rio de Janeiro............
0,167
0,169
0,167
0,169
Polen...................
47,00
47,10
47,00
47.10
Kopenhagen...............
55,34
55,46
55,30
55,42
Dnnlla ............. ...
47,00
47,10
47,00
47,10
London ............. ....
12,395
12,425
12,385
12,41°
Helsingfors................
5,48
5,49
5,48
5,49
9,331
9,349
9,331
9,349
Holland ..................
137,26
137,54
137,24
137,52
13,09
13,11
13,09
13,11
4 August
5 August
ämilidv'Jtoueruitii
vtm uchi-Rvnerun
Heu
Bri.'i
Brte>
Japan....................
Jugoslawien .............
Oslo ...................
0,719
5,694
62,29
0,721 5,706 62,41
0,719
5,694
62,25
0,721
5,706
62,37
48.95
49,05
48,95
49,05
Lissabon.................
11,255
11,275
11,25
11,27
Stockholm ...............
63,91
64,03
63,86
63,98
Schweiz ..................
57,15
57,27
57,12
57,24
Spanien.................
16,98
17,02
16,98
17,02
Prag ...................
8,651
8,669
8 651
8,669
Budapest.................
—
—
2,488
—
Neuyork..................
2,488
2,492
2,492
knollige Scheide und Ring fehlen ihm gänzlich, wie dies auch bei den Täublingen der Fall ist. Eßbare grüne Täublinge sollte nur der Kenner sammeln.
Nach dem Bericht der medizinischen Fachkommission der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde kann eine Gabelspitze voll vom grünen Knollenblätterschwamm den Tod herbeiführen. Die Gefährlichkeit ist deshalb so außerordentlich, weil die Giftwirkung sich erst nach 6 bis 40 Stunden, meist mit Erbrechen und Durchfall, äußert. Bei den geringsten Anzeichen einer Pilzvergiftung sollte man für sofortige gründliche Entleerung von Magen und Darm durch Brech-
und Abführmittel sorgen, wie auch für sofortige ärzt« liche Hilfe.
Man hüte sich vor allen ähnlichen Pilzen, die eine Knollenscheide am Stielgrund besitzen. Es gibt bei uns noch eine ganze Reihe von anderen Knollenblätterpilzarten, die zum Teil ebenfalls sehr giftig sind (Fliegenpilz, Pantherpilz usw.). Nur solche Pilze darf man essen, die man ganz genau und als unschädlich kennt. Jrn Zweifelsfalle wende man sich an die nächste Pilzberatungsstelle oder an die Deutsche Gesellschaft für Pilzkunde, Darmstadt (Hessische Landesstelle für Pilz- und Hausschwammberatung).
Wirtschaft.
Rhein-Mainische Börse.
TNittagsbörse still.
Frankfurt a, M., 5. Aug Die Börse lag überaus still, da der Auftragseingang sich in sehr engen Grenzen hielt und zudem nur wenige Spezialpapiere betraf. Don diesen wurden besonders wieder Bankaktien gefragt, namentlich Commerzbank auf die Reprivatisierungsfortschritte. Auch einige Hypothekenbanken blieben gesucht. Im übrigen behauptete der Aktienmarkt seine freundliche Grundtendenz, und es überwogen auch kleine Erhöhungen um Bruchteile eines Prozentes. Am Montanmarkt lagen Klöckner auf eine größere Kauforder 2,75 v. H. höher mit 138,75,' die übrigen Werte lagen voll behauptet, Buderus aber 1 v. H. gedrückt auf 130. Von Elektropapieren konnten sich Lahmeyer weiter erholen um 3,25 v. H. auf 131,50, ferner RWE. um 1,25 v. H. auf 136,13 und AEG. um 0,50 o. H. auf 133,40. Für Maschinenaktien verblieb bei leichl gebesserten Kursen kleine Nachfrage, jedoch Rheinmetall bei einigem Angebot 1,25 v. H. niedriger mit 153,25. Etwas schwächer lagen auch Verkehrswerte, Allg. Lokal & Kraft 158 (159), AG. für Verkehr 129 (129,50). Am Chemiemarkt blieben IG. Farben mit 168,40 (168,25) und Deutsche Erdöl mit 151,40 (151,25) behauptet. Je 0,25 o. H. niedriger notierten Reichsbank und Cement Heidelberg, Bemberg gaben 0,50 v. H. nach. Zell- ftoffroerte etwa behauptet.
Am Rentenmarkt bestand in der Hauptsache nach Goldpfandbriefen und Kommunal-Obligationen starke Nachfrage, das Angebot war aber verschwindend gering. Von den variablen Papieren Altbesitz 127,50 (127,45), Kommunal-Umschuldung etwa 94,80.
Das Geschäft erfuhr auch in der zweiten Börsenstunde keine Belebung, die Kurse am Aktienmarkt blieben größtenteils unverändert. Leichte Steigerungen hatten nochmals Da'mler mit 143,75 nach 143,40 und Westdeutsche Kaufhof mit 61,40 nach 61,13, dagegen gingen Bemberg auf etwa 156 bis 156,50 nach 157,50 zurück. Don später notierten Werten waren Goldschmidt mit 151,75 (150,75) und Conti Gummi mit 190,75 (189,75) über den Durchschnitt von 0,25 bis 0,50 v. H hinaus verändert, ebenso Rheinbraunkohle nach Pause mit 235,25 (233,50). Am Einheitsmarkt kamen Commerzbank bei sehr großem Umsatz mit 117,50 (116 50), Ov-Bank und Dresdner Bank mit unverändert 126 bzw. 105 und ebenfalls größerem Geschäft zur Notiz. Pfälz. Hyp. Bank weiter erhöht auf 109 (108,50), auch einige Jndu- striepapiere zogen an.
Der Rentenmarkt blieb ganz still. Goldpfandbriefe bei unveränderten Kursen teilweise wieder rationiert oder gestrichen, Liquidationspfandbriefe und Kommunal-Obligationen unverändert. Don Stadtanleihen gingen Heidelberger von 1926 auf 97,40 (97,70) zurück, andererseits 4,50 v. H. Darmstadt von 1926 98 (97,75), 4,50 (ehemals 7) o. H. Frankfurter von 1926 98,90 (98,75).
Im Freiverkehr Adlerwerke Kleyer wieder belebter mit 117,50 bis 119,50 (116 bis 118,50), sodann blieben im Telephonverkehr Schuhfabrik Herz, Dingler Maschinen, Schles. Seinen Kramsta und
Kühnle, Kopp & Kausch gesucht. — Tagesgeld unv. 2,50 v.H.
Abendbörfe ruhig.
Die Abendbörse hatte auf den meisten Gebieten des Aktien - und Rentenmarktes nur kleines Geschäft, da Aufträge fehlten. Im Großver- kehr erwiesen sich die meisten Papiere gegen den Berliner Schluß als nur knapp gehalten, doch gingen die Veränderungen kaum über 0,25 v. H. hinaus. Rheinstahl mit 157,50, Deutsche Erdöl mit 151 und Holzmann mit 153,50 lagen je 0,50 v. H. leichter, IG. Farben 167,75 (168), Verein. Stahl 121,75 (122), Harpener 179,25 (179,65), Rheinmetall 153 (153,50). Höher aber Th. Goldschmidt mit 151,75 (151) und Bekula mit 169 (168,50). Von Banken wurden Commerzbank seitens der Depofi- tenkassenkundschaft wieder lebhaft gefragt, bei beachtlichem Geschäft zog der Kurs auf 117,75 (117,50) an, die übrigen Banken lagen still und unverändert. Das Rentengeschäft war unbedeutend, Kommunal-Umschuldung schwankten zwischen 94,80 bis 94,90, 4,50 Krupp 100 (100,13), Reichsbahn-Vor- zugsaktien 127,65 (127,75), 6 v. H IG. Farben unv. 134,50. Im telephonischen Freiverkehr blieben Spezialaktien gesucht.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 5. Aug. Auftrieb: Großvieh 929 (gegen 860) am letzten Donnerstagsmarkt vom 29. Juli), darunter 120 (118) Ochsen, 145 (130) Bullen, 463 (447) Kühe, 201 (165) Färsen. Kälber 807 (789), Hämmel und Schafe 61 (104), Schweine 175 (49). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 42 bis 45 (43 bis 45), b) 39 bis 41 (38 bis 41); Bullen a) 41 bis 43 (42 bis 43), b) 39 (37 bis 39), c) 34 (34); Kühe a) 40 bis 43 (40 bis 43), b) 36 bis 39 (36 bis 39), c) 28 bis 33 (29 bis 33), d) 20 bis 25 (20 bis 25); Färsen a) 42 bis 44 (42 bis 44), b) 38 bis 40 (37 bis 40), c) 35 (—). Kälber a) 62 bis 65 (60 bis 65), b) 54 bis 59 (53 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 37 bis 40 (30 bis 40). Hämmel b2) 48 bis 52 (48 bis 50), c) 44 bis 46 (40 bis 44); Schafe a) 42 bis 47 (43 bis 47), b) 36 bis 40 (38 bis 41). Schweine a) 57 (—), bl) 57 (—), b2) 57 (—), c) — (—), d) 53 (—). Marktverkauf: Großvieh, Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe lebhaft.
Fleischgroßmarkt: Beschickung 159 (609) Viertel Rindfleisch, 110 (147) ganze Kälber, 44 (6) ganze Hämmel, 631 (256) halbe Schweine, 17 (12) Kleinvieh. Notiert wurden je 50 Kilo in RM.: Bullenfleisch b) 66; Kuhfleisch a) 77, b) 65, c) 54; Färsenfleisch a) 80, b) 69. Kalbfleisch a) 81 bis 97 (81 bis 96), b) 70 bis 80. Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) 73. Fettwaren: Roher Speck unter 7 cm 78, Flomen 80 RM. je 50 Kilogramm. Marktoerlauf: lebhaft.
Schweinemarkt in Friedberg.
Friedberg, 5. Aug. Auf dem mit 583 Jungtieren beschickten Ferkelmarkt wurden bei flottem Geschäft folgende Preise bezahlt: bis sechs Wochen ■alte Tiere 8 bis 10 RM., sechs bis acht Wochen alte 10 bis 15 RM. und acht bis zwölf Wochen alte 15 bis 24 Reichsmark.
Hier abschneiden!
I
Kindergarten
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Kinderlähmung
liche Gewalt (s. dort) über die Kinder, jedoch steht die Sorge für die Person der Söhne unter 6 Jahren und der Töchter der Mutter zu. Kannte der Vater die Ungültigkeit der Ehe, so hat er nicht die Vaterrechte; die elterliche Gewalt steht dann der Mutter zu. Der Vater muß aber Unterhalt gewähren wie einem ehelichen Kind. Ist die Mutter bös- gläubig, so hat ste nur die Rechte, welche im Falle der Scheidung der für allein schuldig erklärten Frau zustehen, sie hat also nur Anspruch auf persönlichen Verkehr mit den Kindern. Nach dem Tode des Vaters bekommen die Kinder bann einen Vormund Wußten beide Ehegatten um die Nichtigkeit der Ehe, dann gelten die Kinder als unehelich, sie können aber vom Vater den Unterhalt wie eheliche Kinder verlangen. Ein Erbrecht haben sie aber nicht. Jrn übrigen s. Aufsicht, eheliche Abstammung, Erbrecht Ehelichkeitserklärung, Annahme an Kindesstatt, Jugendliche, uneheliches Kind, Tierquälerei; Sorgerecht, Bekenntnis, Unterhalt'
Kindergarten, Kinderkrippe Kinderheim, Kinderhort, öffentliche und private Anstalten, die Kinder verschiedenen Alters entweder ganz oder zu bestimmten Stunden in Pflege nehmen und beschäftigen, falls die Eltern nicht tn der Lage sind, ihnen die erforderliche Pflege od. Aufsicht angedeihen zu lassen. Auskunft erteilen die Gemeindeverwaltungen und die NS-Frauenschaf- ten.
Gleitung
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Kinderkleidung kauft man zweckmäßig auf Zuwachs, damit sie nicht zu schnell ausaeroachsen wird. Auch breite Nähte und Säume sind Dorte^baft.
Kinderkrankheiten sind Infektionskrankheiten. die in der Kindheit die einzelnen Menschen befallen. Für manche besieht eine allgemeine Empfänglichkeit (so erkrankt fast feder M an Masern), für andere wieder nicht. Die wichtigsten Kinderkrankheiten sind Malern, Keuchhusten, Windvocken. Noteln Mumps und mit Einschränkung Scharlach und Diphtherie S. bei den eint. Kr. Kinderlähmung, Heine-Medin- sche Erkrankung, ist eine akute Infektionskrankheit, die mit Lähmungen einhergeht. Der Sitz der Erkrankung ist im Rückenmark. Befallen werden meist Kinder im Alter vom 2.—5. Lebensjahre, aber auch jedes andere Alter und Erwachsene können daran erkranken. Erscheinungen: Fieber, Benommenheit. Gliederschmerzen u. starke Emvfindlichkeit der Haut, jede Berührung verursacht heftige Schmerzen. Wenn diese Er-
Die Freude der Linder
sind richtige Rollschuhe. Gewiß, sie müssen natürlich sehr haltbar sein, damit sie eine starke Beanspruchung auch aushalten. Haltbare Rollschuhe gibt es bei
J. B. Häuser, Gießen, am Osnxilbsgarten, Fernsprecher 2145/2146.


