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8. Da der Schulgarten den Charakter eines Hei'

Aus den Gießer er Genchtsfälen

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17 Fortsetzung.

(Nachdruck verboten.)

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onf eitenSo. Herr Michailow." Mit unverhohlener Neu­

rin??» v S r5. v?.n. femer "Erinnerungen" gier fragt Lyk:Das ist wohl eine dicke Freund- °b'"e 'N d,- Maschine diktiert und gemeinsam mit schast mit Ihnen beiden?"

Fortsetzung folgt

kohlsn-Abbaubetrieb. Anschließend und in organi­scher Fortsetzung dessen, wurden dann die Anlagen des Schwelkraftwerkes besichtigt. Die Urlauber-Kr meraden erhielten auch hier von berufener Seite Aufklärung über den weiten Weg der Braunkohle zu den verschiedenen Produkten, die aus ihr ge­

wiß weiß, ein Maßloser Schmerz und eine brennende Eifersucht aufgespeichert sind.

Dann legt er die Hände wie ein Trichter um den Mund und ruft laut: Morgen wirst du wieder vernünftig sein, Jrinka! Morgen komm ich! Ja soll ich morgen kommen? ..."

Aber Irina gibt keine Antwort, sie ist auch nicht mehr zu sehen und zu hören.

Da geht Igor Michailow achselzuckend seiner Wege.

*

Renz' Antritt auf dem Lykschen Gut erfolgt nicht gerade unter einem guten Stern. Tagelang regnet es, und das bleierne Grau des Himmels und die unaufhörlich oorbeiziehenden Nebelschwaden legen sich den Menschen schwer und drückend aufs Gemüt.

Der Hof liegt tot, die Felder liegen tot, der Knecht Joseph hockt mit dem Bauern hinterm Ofen beim Skat, Michailow räkelt sich fluchend und miß- gelaunt auf der Chaiselongue in seinem Zimmer, und Renz, derNeue", steht stundenlang an der Haustur und starrt in die graue Welt.

keit so zahlreich vorhanden sein, daß alle Kinder gleichzeitig beschäftigt werden können

11. Soweit der Raum es gestattet, werden die nachstehenden, der deutschen Land- und Volkswirt­schaft heute in besonderem Maße dienenden nütz­lichen Einrichtungen je nach den örtlichen Be­dürfnissen zur Auswahl empfohlen: a) ejn Lehr- gräsergarten, b) der Anbau von Oel- und Gespinst­pflanzen, c) Schaubeete für besondere biologische Gruppen, die in der Heimat nicht in geschlossener Form vorkommen, d) ein Bienenstand mit Bienen­garten (Bienenweidenpflanzen), e) eine Seiden­raupenzucht, f) Aquarien, Terrarien, Jnsektarien (Nützlinge und Schädlinge, Kampf dem Verderb).

Sabine spielt an der Türklinke:Och Freund­schaft? Aber er ist sehr nett zu mir."

Das will ich meinen. Nur kommt mir vor, aus

Grundsätze der Vererbungs-, Züchtungs- und Sor­tenlehre (Rassenlehre), sowie eine Abteilung für Heil-, Gewürz- und Küchenkräuter haben.

Tag der Wirtschaft

Sabine strahlt und schafft schnell Ordnung. Schon an der Tür faßt sie Mut zu der Frage:Darf ich vielleicht den Schlüssel fürs Boot haben, Herr Lyk?"

Ist es denn schon repariert?"

Sabine errötet ein wenig:Nein, aber Herr Michailow wird mir's sicher gleich in Ordnung bringen. Er hat mir's versvrochen."

fälschung stand der A. S. aus Merlau vor dem Schöffengericht. Dieser verwaltete zwei Monate lang eine Kantine. Er hatte jeden verkauften Posten in einer sog. Strichliste zu vermerken. Der Ange­klagte verschaffte sich nun einen rechtswidrigen Ver­mögensoorteil, indem er in der Strichliste nicht alle verkauften Waren aufführte und die entsprechende Summe von dem eingenommenen Geld für sich verwandte. Der Schaden, der dadurch entstanden ist, beziffert sich auf 300. RM. Weiterhin nahm der Angeklagte für einen Arbeitskameraden einen Geld­betrag von 10. RM. in Empfang, den er jedoch in seine eigene Tasche steckte. Um dies zu vertu­schen, fälschte er das Postquittungsbuch, indem er den Namen des Empfängers ausradierte und einen anderen Namen einsetzte. Der Angeklagte war im wesentlichen geständig, machte jedoch in dem ersten Falle die Einschränkung, daß er beim Herausgeben sich öfters verzählt habe und auch von unehrlichen Arbeitskameraden in dieser Hinsicht betrogen wor­den sei. Das Gericht" billigte dem Angeklagten mil­dernde Umstände zu, da er noch jugendlich und bis jetzt unvorbestraft, da weiterhin der Schaden er­setzt ist und der Angeklagte offensichtlich seiner Stel­lung nicht gewachsen war. Das Urteil lautete we­gen schwerer Urkundenfälschung und zweifacher Un­treue in Tateinheit mit Unterschlagung auf 3-6 Monate Gefängnis und 20. RM. Geldstrafe.

Die letzte Anklage gegen die Ehefrau D. aus Gießen lautete ebenfalls auf schwere Urkunden­fälschung. Der Angeklagten wurde zur Last gelegt, eine ihr von dem städtischen Wasserableser über 12,60 RM. ausgehändigte Quittung in der Weise gefälscht zu haben, daß sie den Betrag in 14,60 RM. abänderte, um so die Umlage der bei ihr im Haus wohnenden Mieter für die monatliche WaVer­rechnung zu erhöhen. Die Beweisaufnahme ergab einwandfrei, daß die Quittung zunächst auf 12.60 RM. gelautet hatte und nachträglich in 14,60 RM. abgeändert worden war. Die Angeklagte bestritt jedoch aufs Entschiedenste, diese Abänderung vor­genommen zu haben, und behauptete, sie habe dem Zeugen 14,60 RM. ausgehändigt. Daraufhin habe sie die Quittung weggelegt und nicht mehr in Hän­den gehabt, bis sich bei der nächsten monatlichen Abrechnung, die durch einen anderen Angestellten der Stadt vorgenommen wurde, die Differenz her- ausgestellt habe. Der in Frage kommende Beamte beschwor jedoch, daß er die Quittung nicht geändert habe. Das Gericht hielt daher die Angeklagte, ob­wohl ihr von ihrem Arbeitgeber ein gutes Leu- mundszeugnis ausgestellt wurde, für überführt und

lauter Nettigkeit zu Ihnen denkt er an feine eigent­liche Arbeit überhaupt nicht mehr. In den ersten Tagen konnte er sich gar nicht genug tun. Aber man soll nicht vorzeitig urteilen. Vielleicht hat er augenblicklich mit den Füchsen nicht so viel zu tun."

0 doch. Sehr viel sogar. Aber hauptsächlich zu einer Zeit, wenn Sie noch schlafen."

So? Und woher wissen Sie das?"

Sabine errötet noch tiefer:Ich bin schon ein paarmal ganz früh auf den Beobachtungsturm ge­klettert und hab' mir die Fütterung angesehen."

Nanu! So? Hm!"

Eine Pause entsteht. Sabine hat das dunkle Ge­fühl, daß diese Ausflüge in der Frühe Herrn Lyk nicht recht sind. Aber darf sie in ihrer Freizeit nicht tun und lassen, was sie will? Und was ist schon dabei? Oder ob Herr Lyk es am Ende ungehörig fände, wenn er wüßte, daß sie nach der Fütterung jedesmal noch eine Weile mit Michailow zusammen drinnen im morgenstillen Haus auf der Treppe ge­sessen und sich von ihm einen Apfel hat zurecht­machen lassen? Sie ist höchstens zehn Minuten dort gewesen, und dann ist sie wieder die Treppe hinauf­gehuscht und wieder in ihr Bett gekrochen, um noch einEckchen" zu schlafen. Nein, es kann doch nie­mand etwas dabei finden.

Lyk macht jetzt auch wieder ein ganz harmloses Gesicht. Er kramt den Bootsschlüssel hervor, gibt ihn Sabine und wünscht ihr viel Vergnügen.

Sabine sucht Michailow im Stall, hinterm Haus sogar in die Umzäunung der Fuchsfarm wagt sie sich hinein, obwohl dort Fremden der Zutritt streng untersagt ist. Aber Michailow ist nirgends ' zu finden.

Statt dessen kreuzt Renz ihren Weg.

Er begegnet ihr, als sie gerade das hölzerne Tor der Farmanlage vorsichtig wieder hinter sich zu- macht. In seinem Arm trägt er ein weißes Kanin» chen, auf dessen Fell zwei helle Blutflecke leuchten.

Er bleibt stehen und macht mit dem Tier im Arm eine Bewegung, als wollte er es Sabine reichen.

Was fehlt ihm denn?" fragt Sabine teilnehmend und streicht vorsichtig über das weiche Fell.

Der Hund hat es gejagt, Fräulein Lorenz. Aber er hat es zum Glück nicht so richtig erwischt. Ich will jetzt die Wunde mit Jod auswaschen und es bei mir behalten, bis es sich von feinem Schreck erholt hat."

Darf ich zusehen und ein bißchen helfen?"

Renz gibt nicht gleich Antwort. In seinem Gesicht arbeitet es.Bitte sehr..." sagt er dann höflich und geht nun vor Sabine her schnell ins Haus.

Nur die Füchse sind glücklich. Sie sitzen auf den Dächern ihrer kleinen Holzhäuser und heben die breiten Köpfe mit den runden, glühenden Augen dem Regen entgegen. Manchmal schütteln sie sich, dann sprühen die Tropfen wie Funken von ihnen ab, dann sitzen sie wieder still und ganz dem Genuß der Regenkühle hingeqeben.

Auch Sabine und Lyk scheinen sich trotz des Re­gens wohl zu fühlen: Michailow stellt es mit Neid unb Groll fest. Er kann es nicht vertragen, wenn andere Leute guter Dinge sind und es ihm beim besten Willen nicht gelingt. Er hört Lyk zuweilen hin und her gehen, von einem Zimmer ins andere, und laut sprechen und noch lauter lachen. Und da­zwischen hört er Sabine: sie singt meistens, wenn sie über den Korridor geht, und wenn sie an der Küchentür bei Frau Neumann ein Schwätzchen hält, kann er aus dem Klang ihrer Stimme hören, wie zufrieden sie mit sich und der Welt ist.

Michailow lauscht angestrengter und eifriger ms obere Stockwerk hinauf, als seiner Verfassung zu- k^iallch ist. Was tun die beiden nur? Womit be« scha,tiqen sie sich so anaeregt? Warum fordern sie ihn nicht auf, einmal hinaukzukommen und ihnen ble Zeit zu vertreiben? Sind sie sich selbst genug? . Oder arbeiten sie?

Susannes Tochter.

Vornan von Hedda Westenberger.

Copyright by Carl Duncker, Verlag, Berlins35

Sabine arbeiten läßt. Sie nimmt nicht nur mecha­nisch das Diktat auf, sie arbeitet innerlich mit. Wenn er irgend etwas ungeschickt oder unklar ausgedrückt hat, hält sie im Schreiben inne und schüttelt den Kopf. Oder sie wirft leise ein anderes, besseres Wort dazwischen und wartet bann auf Lyks Entscheidung. Nimmt er ihren Vorschlag auf, geht ein kindliches Lächeln über ihr Gesicht, und die grauen Augen schimmern in unbewußtem Triumph.

Auch heute sitzen sie wieder über der Arbeit. Lyk am Schreibtisch, Sabine ihm gegenüber an ihrem kleinen Schreibmaschinentisch. Gerade will sieein neues Blatt einlegen, da hellt sich auf einmal das Grau im Zimmer sichtlich auf, und über Sabines Schreibmaschine fällt ein matter Sonnenstrahl.

Gleich darauf stehen Sabine und Lyk am Fenster und beobachten, wie sich das trübe Grau immer mehr lichtet, wie sich die Bäume unter einem be­freienden Wind biegen, wie die flaumigen Nebel­ballen, die vom Tal heraufdrängen, in feinste, durch­sichtigste Tücher zerrissen und in rasender Eile da­hingejagt werden. Zugleich bricht aus dem immer höher werdenden Himmelsdom die Sonne sieghaft durch.

Da..." sagen Lyk und Sabine wie aus einem Mund, als der Hof plötzlich in leuchtendem Sonnen­licht daliegt. Und dann sehen sie sich an und lachen herzlich auf.

War bas nicht schön?" fragt Lyk unb legt eine Sekunde lang eine Hand auf Sabines Schulter.

Wunderschön! Ich hab' das so noch nie gesehen. Oh und jetzt kommen auch brüben die Berge heraus! Sehen Sie nur, wie sie auf dem Nebel­meer schwimmen! Richtig wie Eisberge auf dem Wasser. Aber im Tal scheint der Nebel noch nicht wegzugehen."

Lyk lacht väterlich:Unsere Sorge, Kindchen! Und wissen Sie was wir machen augenblicklich Schluß mit der Arbeit. Hinaus mit Ihnen ins Freie! Wir haben lange genug in der Stube gebockt."

und mutieren Schulen.

schreiten. Größere Flächen erschweren den Kindern die Uebersicht und werden zweckmäßig besser in mehrere Gärten aufgefeilt. .

3. Der Schulgarten soll ein Äemkinschaftsgarten sein; er dient der Erziehung zum Gemeinschafts­gedanken. Das Schüler- oder Eigenbeet ist abzu­lehnen.

4. Die Bewirtschaftung muß den gärtnerischen und landwirtschaftlichen Grundsätzen einer plan­mäßigen Wechselwirtschaft Rechnung tragen. Sie soll durch fachgemäßen Vor-, Haupt- und Nachfrucht- bau, sowie durch Zwischenfruchtkulturen (Anbau verschiedener Gartengewächse auf dem gleichen Beet zur besseren Raumausnutzung) höchstmögliche Bo­dennutzung erstreben.

5. Da der Eigengarten nicht Verkaufszwecken, sondern der Selbstversorgung bient, soll ber Schul­garten als Abbild des Kleingartens hinsichtlich Ge­müsegarten und Obstsorten möglichst vielgestaltig sein und den Bedürfnissen des Anbauers Rechnung tragen. Es ist erwünscht, daß die Gemüsesorten der Reichssortenliste angebaut werden. Bei der Auswahl, der Obstsorten ist ein Sachverständiger der Landes­bauernschaft zuzuziehen. Landwirtschaftliche Dün- gungs- und Sortenanbauversuche, sowie die Anzucht von Obstbäumen gehören nicht in den Schulgarten.

6. Die Kinder müssen die verschiedenen Arten der gärtnerischen Bodenbearbeitung kennenlernen und in den Gemüse-, Obst- und Blumenbau soweit ein- geführt werden, daß sie beim Verlassen der Schule ein Bild von der Einrichtung und Bewirtschaftung eines Eigengartens mitnehmen.

7. Der Schulgarten soll nach Möglichkeit Beob- achtungsbeete zur Veranschaulichung der wichtigsten

9. Als billige Einzäunung wird die Maulbeer­hecke empfohlen, die nach 3 Jahren die Einrichtung einer Seidenraupenzucht ermöglicht. Die Reichsfach­schaft für Seidenbau in Celle gibt Pflanzen ab und erteilt weitere Auskunft.

10. Die Gartenarbeitsgeräte sollen nach Möglich-

DerTag der Wirtschaft" für die Hitler-Urlauber- Kameradschaft machte die Kameraden mit der weite­ren Umgebung unserer Stadt bekannt. In einem Poftomnibus führte die Fahrt zunächst nach Butz­bach und von dort aus weiter nach Wölfersheim. Unter sachverständiger Führung wurden die Unter» und UeberLgebaue der Braunkohlengruben besich­tigt. Die Kameraden standen an den großen Bag­gern, sahen sich die Förderturmanlagen an und ge­wannen dabei einen tiefen Einblick in einen Braun-

Schöffengericht Gießen.

Gestern hatte sich der W. L aus Marburg wegen fahrlässiger Körperverletzung vor dem Schöffen­gericht zu verantworten. Der Angeklagte war am 6- Mai auf der Fahrt von Marburg nach Geln­hausen begriffen. Hinter Büdingen wurde er beim Rehmen einer Linkskurve aus dieser getragen. Er streifte zunächst einen Baum' und prallte dann gegen einen zweiten. Der Wagen wurde fast rest- los zertrümmert. Der Angeklagte, seine Frau, fein 17jähriger Sohn, eine Bekannte und deren Toch­ter, die alle in dem Wagen saßen, mußten mehr oder weniger schwer verletzt ins Krankenhaus ein­geliefert werden. Der Angeklagte gab den Sachver­halt an sich zu, behauptete jedoch, durch einen ihm in der Kurve entgegenkommenden Kraftwagen, der sich fast auf der Straßenmitte bewegt haben soll, gezwungen worden zu sein, weit nach rechts her­auszufahren, so daß er von der Fahrbahn abge­kommen sei und die Herrschaft über den Wagen verloren habe. Das Urteil lautete wegen fahrlässi­ger Körperverletzung auf 6 0 Mark Geldstrafe, wobei dem Angeklagten, der noch ein ungeübter Wahrer ist, zugutegehalten wurde, daß der Unfall für ihn und seine Familie von schweren Folgen war.

Die nächste Anklage richtete sich gegen den H. Sch. aus Butzbach. Sie lautete auf Untreue und Unterschlagung. Der Angeklagte, der schon erheb­lich, auch einchlägig vorbestraft ist, war als Ver­lags-Vertreter tätig. In dieser Eigenschaft hat er vereinnahmte Gelder nicht abgeführt, sondern für sich behalten. Er schädigte dadurch den einen Ver­lag um 241 Mark, den anderen um 234 Mark. Der Angeklagte bestritt entschieden, Gelder veruntreut zu haben. Er gab an, daß er im April 1936 290 Mark verloren habe und ihm außerdem durch Rück­stände verschiedener Abonnenten ein weiterer erheb­licher Fehlbetrag erwachsen sei. Da der Angeklagte den angeblichen Verlust überhaupt nicht gemeldet hatte und auch gerade in der kritischen Zeit, in der er das Geld verloren haben will, sein Konto bei beiden Verlagen ausgeglichen war, die Rückstände vielmehr erst im August eintraten, schenkte das Ge­richt seinen Einlassungen keinen Glauben und ver­urteilte ihn wegen zweifacher fortgesetzter Untreue in Tateinheit mit Unterschlagung zu einer G e - fängnisftrafe von fünf Monaten und 30 Mark Geldstrafe.

Ebenfalls wegen Untreue und schwerer Urkunden-

Sabine in d^e Maschine diktiert und gemeinsam mit 'br ganze Stoße von Photographien gesichtet und geordnet. Er hat dabei mit Erleichterung und tie» fer Freude festgestellt, daß es sich prachtvoll mit

Irina wendet ihm langsam ihr klares Gesicht zu: Ausgefragt? Wenn man liebt, Michailow, braucht man über solche Dinge niemand auszusra- gen. Ich sah euch heute morgen miteinander weg­gehen zufällig und ich wußte genau, daß du die Kleine zum Brunsbichler Sattel führen würdest, weil du hast auch die kleine Engländerin vorigen Sommer zuerst dorthin geführt und ich 'chloß daraus weiter, daß du dich verspäten und daher auf dem kürzesten Weg zurückkommen würdest. Folglich ging ich dir auf diesem Weg entgegen. Ist das denn so verwunderlich?"

Michailow gibt keine Antwort. Innas große und inftinftgetragene Liebe erscheint ihm auf einmal unheimlich.

2ch bin ja wie gefangen, denkt er erregt. Sie vweiß mehr von mir, als ich selbst, sie ist bei mir, auch wenn sie nicht bei mir ist, sie verfolgt mich ..

«Du wirst noch Unheil anrichten", murmelte er hufloS,wenn du derart auf mich aufpaßt. Dieser Ausflug geschah außerdem auf Herrn Lyks aus­drücklichen Wunsch"

Aber ich hindere dich ja gar nicht daran! Du bist ia auch frei, Igor", murmelte Irina.

Nun also!"

Irina summt ihr Liedchen weiter, als sei das Gespräch mit Michailows Ausruf beendet. Dann verstummt sie brüsk, bleibt vor ihm stehen und sagt gelassen:Aber es könnte sein, daß ich dir einmal, einmal, einen Strich durch die Rechnuna mache, versteht du? Mehr habe ich dir heute nicht zu sagen!"

Und ehe Michailow noch etwas antworten kann, ist sie m das Gehölz eingedrungen, sich mit ihren kräftigen Händen rasch und geschickt einen Wea bahnend.

Einen Augenblick fühlt Michailow eine so dumpfe Wut, daß er am liebsten hinter ihr herspränge, sie packte und züchtigte Aber sein Instinkt warnt ihn: Vorsicht! Vorsicht! ...

So bleibt er denn mit geballten Fäusten stehen und hört das Rascheln und Knacken unter ihren sich entfernenden Schritten und sieht ihr helles Kleid durch die Zweiae schimmern, hört ihr aufreizendes, belangloses Trällern, hinter dem, wie er ganz ge-

ing, für die Begleitung durch das Gelände, das r aus vielen Uebungen mit feiner Truppe gut kannte und erklären konnte.

anschließenden Mittagstafel dankte der Kreisamts­leiter der NSV., Frank, für das große Ent­gegenkommen der Werke und dankte den Beamten für die ausgezeichneten Führungen durch Gruben und Betrieb. Kameradschaftsführer Hellwig dankte seinerseits für den ereignisreichen Vormittag.

Unter der Führung von Kamerad Schaub (Co­burg) besuchten einige Kameraden einen von der Kreisamtsleitung eingerichteten Kindergarten, in dem bis zu 90 Kinder betreut werden. Die vor­bildliche Einrichtung machte starken Eindruck. Die Kameraden hatten auch verschiedentlich Gelegenheit, mit den Eltern der Kinder zu sprechen.

Irn Anschluß daran wurde dann die Fahrt nach Bad-Nauheim fortgesetzt. Dort widmete man sich den Einrichtungen des Bades und feiner tech­nischen Anlagen und war dann zu einer Kaffeetafel im Kurhaus zu Gast.

Kameradschaftsführer Hellwig dankte zum Ab­schluß der Fahrt besonders dem Kommandeur der Gießener Artillerie-Abteilung, Oberstleutnant Doe -

wonnen werden können. Zahlenmäßige Angaben ließen den Besuchern den Umfang und die Bedeu­tung des Werkes erkennen. Auch das Elektrizitäts­werk wurde eingehend besichtigt. Im Anschluß an diese Besichtigungen begrüßte Direktor P e t e r a i t die Kameraden und schilderte ihnen in kurzen Zü­gen die Entwicklung des Werkes. Er wies vor allem auf die mancherlei Pionierarbeit hin, die gerade in Wölfersheim geleistet wurde. Direktor Peterait hatte für jeden der Kameraden ein freundliches

SchulMlen an Volks-

Der Reichsstatthalter in Hessen Landesregie­rung, Abt VII bringt den Kreis- und Stadt­schulämtern folgenden Erlaß des Reichs- und Preu­ßischen Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung vom 21. Juni 1937 zur Kenntnis:

In den letzten Jahren hat die Zahl der Volks­und mittleren Schulen mit einem eigenen Schul­garten beträchtlich zugenommen. Ich begrüße diese Entwicklung mit Rücksicht auf die große Bedeutung, die dem Schulgarten im Rahmen einer bodenver­wurzelten Schularbeit zukommt und im Hinblick auf die Möglichkeit der Eingliederung der Schulgarten­arbeit in den Dierjahresplan des Führers. Um Fehlentwicklungen in der Anlage' und Bewirtschaf­tung von Schulgärten vorzubeugen, ersuche ich, die anliegendenRichtlinien für die Einrichtung und Bewirtschaftung von Schulgärten an Volks- und mittleren Schulen" zu beachten. Auf eine verständ­nisvolle Zusammenarbeit von Schulen, Gemeinden und Schulaufsichtsbehörden mit den zuständigen Stellen des Reichsnährstandes lege ich Wert.

Richtlinien

für die Einrichtung und Bewirtschaftung von Schulgarten an Volks- und mittleren Schulen.

1. Der Schulgarten soll ein Mustergarten für den heimatgebundenen Haus-, Siedler- und Kleingarten, in ländlichen Gemeinden für den bäuerlichen Haus- und Vorgarten sein. Er soll sich in der Gestaltung dem orts- und landesüblichen Brauche anpaffen und in der Bewirtschaftung die gegebenen natürlichen Verhältnisse berücksichtigen.

2. Seine Größe soll im allgemeinen 250 qm nicht unterschreiten und 500 qm nicht wesentlich über»

Hitter-ilrlauber-Kameradschast in Wölfersheim. 8- Da der Schulgarten den Charakter eines Hei­

matgartens trägt, ist der althergebrachte Anbau Wort und vor allem irgendeinen Antnüpsungs- schöner alter Bauernblumen zu pflegen, besonders punkt, was lebhaftes Erstaunen hervorrief. Bei der in ländlichen Bezirken.

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