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Die Aktionäre unserer Gesellschaft werden hier­durch zu der am 17. Juli 1937, 19 Uhr, im Saale des Gastwirts Philivv Schaum in Großen-Linden stattfindenden ordentlichen Generalversammlung eingeladen.

Tagesordnung:

1. Bericht des Vorstandes und Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 1936, Vorlage der Bilanz so­wie der Gewinn- und Verlustrechnung für 1936.

2. Beschlußfassung über die Genehmigung der Bi­lanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und über die Verteilung des Reingewinns.

3. Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat.

4. Wahl des Bilanzvrüfers.

5. Kapitalerhöhung.

6. Verschiedenes.

Zur Teilnahme an der Generalversammlung sind diejenigen Aktionäre berechtigt, die ihre Aktien ohne Gewinnanteil- u. Erneuerungsscheine bis spätestens am 12. Juli 1937 in Großen-Linden bei der Ge- sellschaftskasse oder bei einem deutschen Notor hin­terlegen. Im Falle der Hinterlegung bei einem Notar ist die Bescheinigung des Notars in Urschrift oder in Abschrift spätestens einen Tag nach Ablauf der Hinterlegungsfrist bei der Gesellschaft einzu­reichen. Die Hinterlegung gilt auch dann als ord­nungsmäßig erfolgt, wenn eine Bank Aküen mit Zustimmung der Gesellschaftskasse für sie bis zur Beendigung der Generalversammlung in Sperr­depot genommen hat. «sesD

Großen-Linden, den 22. Juni 1937.

Spar-und Borschutzverein Aktiengesellschaft

Der Vorstand: gez. Keßler, Direktor gez. Keßler, Rechner.

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ihm von der Briüschen Gesellschaft der Neuro­chirurgen die Aufnahme alsMember Emeritus der Gesellschaft mitgeteilt wurde.

rNolorisierte Schulzahnpflege.

Zum erstenmal für ganz Westdeutschland wird im Gau Koblenz-Trier die motorisierte Schul­zahnpflege durchgeführt. Sie bedeutet für alle Volksschichten, insbesondere für den Kleinbauern und Winzer, eine wesentliche Hilfe. Diese Aktion soll in großem Maßstab durchgeführt werden; im Laufe der Zeit werden sämtliche Kreise in zahnärztlicher Hinsicht saniert werden. Allein in den zunächst er­faßten zehn Kreisen werden 16 500 Kinder behan­delt. Die Behandlung ist nicht einmalig, sondern dauernd; während der ganzen Schulzeit werden die Kinder unter zahnärztlicher Kontrolle bleiben.

Tagung der Deutschen tandwirkschaflschemle in Frankfurt.

Im Rahmen des in Frankfurt a. M. stattfindenden Reichstreffens der deutschen Chemiker begann die Gemeinschaftstagung der Reichsarbeitsgemeinschaft Landwirtschaftliche Chemie". Der Prä­sident der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft, Professor Dr. S ch u ch t (Berlin) begrüßte die Teil­nehmer und gab bekannt, daß der diesjährige Preis aus der Wißmann-StiftunH Dr. Schuthan (Ber­lin) für seine Arbeiten aus dem Gebiet der Land­wirtschaftschemie zuerkannt worden sei. Dann be­gannen die Vorträge, die sich auf das Gebiet der Pflanzenernährung bezogen. Es folgten Referate aus dem Gebiet der Bodenkunde, des Pflanzen­schutzes und der Tierernährung.

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Oer Massenmörder Roloff vor Gericht

Prenzlau, 5. Juli. (DRB.) Am Montag be­gann vor dem Schwurgericht in Prenzlau der Pro­zeß gegen den vierfachen Mörder Willi Roloff. Schon als 13jähriger hat Roloff einen Einbruchsdiebstahl begangen, als löjähriger wurde er wegen Diebstahls vom Jugendgericht zu Gefäng­nis verurteilt. Diebstähle, Unterschlagungen und Be­trügereien brachten ihm erneut Gefängnisstrafen ein. 1931 verübte er den mit zur Anklage stehenden Mord an einer bisher unbekannt gebliebenen Frau in Remlin. 1933 wurde Roloff wegen Einbruchs zu Zuchthaus verurteilt. 1935/36 hatte der Ange­klagte eine neue Stellung auf einem Gut bei Brie­sen inne. In dieser Zeit verübte er die Raubmorde an dem Landwirt Lüdke und dem Wirtschafter K 0 ch a n. Der Verbrecher hat bis zu seiner am 1. November 1936 erfolgten Festnahme etwa 25 Straftaten begangen, und zwar Motorrad- und Fahrraddiebstähle, Betrügereien und weitere Die­bereien. Ferner werden ihm zur Last gelegt die fahrlässige Inbrandsetzung einer Scheune und ein Notzuchtversuch an einem 13jährigen Mädchen. Am 24. Oktober 1936 beging er den Mord an dem Händler W 0 r re s ch k.

Vorsitzender:Kannten Sie Worreschk schon?" Der Angeklagte schüttelt verneinend den Kopf. Vorsitzender:Haben Sie schon damals den Plan gefaßt, ihn umzubringen und zu berauben?"

Angeklagter ( nach langem Zögern mit leiser Stimme):Vielleicht nicht gleich.

Vorsitzender:Wann haben Sie sich das vorge­nommen? Sie haben ihn doch erschossen, das geben Sie doch zu."

Angeklagter:Ja!"

Sodann geht der Vorsitzende auf den Mordfall Lüdke ein. Der Angeklagte gibt zu, daß er den Lüdke erschossen und beraubt hat. Bei der Erörte­rung des Mordfalles Kochan wiederholt sich das gleiche. Roloff gibt auch zu, die Frau in Remlin umgebracht zu haben, weil sie ihm nicht zu Willen sein wollte.

Das Gericht tritt dann in die Beweisaufnahme ein. Kriminalkommissar Meyer aus Berlin schil­dert ausführlich, wie man Roloff auf die Spur kam und wie seine Verhaftung erfolgte. Der Zeuge erklärte, daß Roloff ein sehr gewandter Mensch sei, der es im Gegensatz zu seinem Auftreten vor Ge­richt durchaus verstand, überzeugend und gut zu reden.

Der Vorsitzende ging nochmals auf den Mordfall an dem Landwirt Albert Lüdke ein. Roloff ist am 4. Juni 1936 mit Lüdke nach Briesen gefahren. In der Nähe des Gutes Angelenhof schoß Roloff feinen Begleiter hinterrücks in den Kopf. Lüdke war sofort tot. Roloff zog die Leiche vom Wege fort, nahm Uhr, Ring und Geldbörse mit etwa 15 Mark In­halt an sich, brachte das Fahrrad des Lüdke mit dessen Koffern nach einer Feldscheune, holte sich einen Spaten und schaufelte die Leiche ein.

Am nächsten Verhandlungstag werden weitere Mordtaten Roloffs erörtert werden.

Schwere Unwetter im Ahrtal und in der Hocheifel.

Im Ahrtal und in der Hocheifel gingen schwere Gewitter nieder. Durch den wolkenbruchartigen Regen wurden die Straßen stark in Mitleidenschaft gezogen, so daß der Kraftwagenverkehr zeitweilig vollkommen unterbunden -*toar. Im Ahrtal wurden besonders Altenahr, Hönningen und die Ortschaften bis Adenau vom Unwetter heimgesucht. Das Groß­vieh konnte zum großen Teil geborgen werden, da­gegen ging das Kleinvieh restlos zugrunde. Hönnin­gen bot ein Bild vollkommener Verwüstung. Große Mengen Getreide sind vernichtet. Die Kartoffeläcker sind verschlammt und die Wiesen mit Geröllmassen bedeckt.

Zwei Todesopfer eines Unwetters im Breisgau.

Ueber dem Breisgau entluden sich mehrere Ge­witter, die im oberen Riedtal schwere Unwetterschä­den zur Folge hatten. Zur Zeit des Unwetters be­fanden sich zwei Personenkraftwagen auf der Fahrt vom oberen Riedtal nach Freiburg. Die Insassen, die sich bis zum Hals im Wasser befanden, konnten in höchster Not noch gerettet werden. Die mit unheimlicher Gewalt hereinbrechenden Wassermassen haben leider zwei Todesopfer gefordert. Un­weit von Oberried hatten zwei Motorradfahrer ge­zeltet. Sie wurden von der Flut überrascht. Die Leiche der Mitfahrerin wurde gefunden. Die Suche nach dem verunglückten Motorradfahrer dauert noch an. Die Personalien konnten noch nicht festgestellt werden.

Vier Menschen in der Weichsel ertrunken.

Bei Gütland im Kreise Danziger Niederung ge­rieten zwei Schüler beim Baden in der Weichsel an eine abschüssige Stelle und ertranken. Zwei ältere Fräulein, die Tanten der beiden Jungen, und eine andere Frau, die mit zum Baden gegangen waren, versuchten sofort, die Jungen zu retten. Die

Kunst und Wissenschaft.

Deutscher Historiiertag in Erfurt.

In Erfurt wurde der 1 9. D e u t s ch e H i st 0 - rikertag eröffnet. Im nationalsozialistischen Deutschland ist es das erstemal, daß die Geschichts­forscher sich versammeln, um Rechnung abzulegen über ihre Wissenschaft. Der Vorsitzende des Vereins Deutscher Historiker, Professor Dr. P l a tz h 0 f f begrüßte die Ehrengäste. Staatsminister Wacker sprach im Namen von Reichsminister Rust dem Historikertag die besten Wünsche aus. Prof. Frank sprach für den Reichsdozentenbundesführer und Reichsleiter T h e i n e für den Gauleiter. Professor Ritter von Srbik entbot die Grüße der deutschen Historiker in Oesterreich. Prof. P f i tz n e r (Prag) sprach für Sudetendeutschland, Prof. Chabot für die italienischen Historiker von der kameradschaft­lichen Zusammenarbeit beider Länder.

Dann ergriff Prof. Frank, der Präsident des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutsch­lands, das Wort zu einem Vortrag überHistorie und Leben. Der Weg der Geschichtswissenschaft im nationalsozialistischen Deutschland". Prof. Frank legte dar, wie in den Jahren nach dem Weltkriege die junge Geschichtswissenschaft einem größeren ge­schichtlichen Willen begegnete. Als der National­sozialismus zur Macht kam, mußte die überlieferte Geschichtswissenschaft in einen Schmelztiegel ge­worfen werden, auf dem Glauben mußte neu auf­gebaut werden. Der Redner zeichnete die Arbeit der letzten vier Jahre als gesamtdeutsches Erlebnis.

Auf der Arbeitstagung berichteten einzelne Ge­schichtsforscher aus ihren Fachgebieten. Zunächst sprach Professor Hans Bogner (Freiburg i. Br.) überDas Wesen der altgriechischen Geschichts­schreibung unter besonderer Berücksichtigung des Thukydides". Anschließend sprach Professor Graf von Stauffenberg (Würzburg) überTheo- derich den Großen" und Professor Hans Z e i ß (München) überDie geschichtliche Bedeutung der Völkerwanderungskunst". Professor Erich Maschke (Jena) sprach überThüringen und das Reich".

Für uns", ein Film vom 9. November.

Von der Amtsleitung Film der NSDAP. (Reichs­propagandaleitung) wurde unter der Herstellungs­leitung von Richard Qu a as ein Filmdokument von den Feierlichkeiten des 9. November in Mün­chen:F ü r uns!" fertiggestellt. Die künstlerische Gestaltung lag in Händen von Hermann Stöfs. Der Film wurde mit sämtlichen zu vergebenden Prädikaten ausgezeichnet und ist bereits durch die Gau-Filmstellen der NSDAP, eingesetzt worden.

Neurochirurgen-Tagung in Breslau.

In Breslau fand die Fortsetzung der Tagung d^er britischen Neurochirurgen und ihrer Gäste statt, die in Berlin begonnen hatte und auf Einladung von Prof. Dr. Otfried F 0 e r st e r in Breslau fortgesetzt wurde. Die führenden Neuro­chirurgen aus den meisten europäischen Ländern hatten sich eingefunden. In drei Referaten berichtete Prof. F 0 e r st e r über seine Erfahrungen auf dem Gebiete der Klinik, Pathologie und Operations­lehre der Geschwülste des Gehirns und Rücken­marks. Der Präsident der britischen Gesellschaft wies auf die Bedeutung Prof. Foersters für die Neurologie und Neurochirurgie hin; ihm schlos­sen sich die Vertreter der einzelnen Länder in fran­zösischer und italienischer Sprache an. Prof. Foerster wurde eine besondere Ehrung dadurch zuteil, daß

beiden Tanten ertranken jedoch bei dem Ret­tungsversuch, während es der Frau gelang, sich zu retten. Die Leiche eines der Schüler wurde sofort gefunden, und einige Stunden später gelang es auch einem Fischer, sieben Kilometer stromabwärts die Leiche des einen Fräuleins zu bergen.

Ellern beim Versuch, ihr Kind zu retten, ertrunken.

An der Oder bei Jeltsch, unweit von Ohlau, er­eignete sich ein Unglück, das drei Menschenleben forderte. Ein Angler aus Breslau wollte feine Tochter retten, die bei dem Versuch, eine ins Was­ser gefallene Angel herauszuholen, den Grund unter den Füßen verlor. Dabei erlitt der Vater jedoch einen Herzschlag und ging unter. Die Mutter, die ins Wasser sprang, obwohl sie, wie ihr Mann, des Schwimmens unkundig war, und ein elfjähriger Neffe fanden bei den Rettungsversuchen gleichfalls den Tod. Das Mädchen wurde jedoch von einem Schwimmer gerettet.

Wieder Hochwasserkatastrophe in China.

Aus Chungking (Provinz Szechuan) kommen Alarmmeldungen über eine drohende Hochwasfer- katastrophe. Der P a n g t s e ist im Laufe der letz­ten drei Tage um 20 Meter gestiegen. Nachrichten über riesige Überschwemmungen treffen auch aus der Provinz Kiangsi ein. Der Kan- und der Fu-Fluß sind bereits über d i e Ufer getre» t e n. Im Nordwesten der Provinz stehen schon 1500 Quadratkilometer Land unter Wasser. Von diesem Ueberschwemmungsunglück werden mehr als eine Million Bewohner betroffen.

Ein drittes Todesopfer des Wiesbadener Explosionsunglücks.

Als drittes Todesopfer der Explosion in der Wiesbadener Oelfabrik Fauth ist der Arbeiter Heinrich Göhler feinen Brandverletzungen im Krankenhaus erlegen.

Wetterbericht

des Reichswetkerdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Der auf das Festland vorgestoßene Hochdruck­ausläufer flacht sich rasch ab. Da zudem durch die vom Atlantik ausgehende $ßirbeitätigfeit feuchte Meeresluft zu uns verfrachtet wird, kann mit dem Auftreten von Störungen meist gewittriger Natur gerechnet werden.

Aussichten für Mittwoch: Zeitweise heiter, doch unbeständig und Neigung zu gewittrigen Störungen, warm und schwül, meist südliche bis westliche Winde.

Lufttemperaturen am 5. Juli: mittags 23,3 Grad Celsius, abends 20,5 Grad; am 6. Juli: morgens 17,8 Grad. Maximum 25,1 Grad, Minimum heute nacht 18,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. Juli: abends 25 Grad; am 6. Juli: morgens 21 Grad. Sonnenscheindauer 3,9 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: i. V. Hans Thein. D. A. VI. 37: 9104. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Emzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags

15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

Gießen, den 6 Juli 1937.

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Gustel Weigand, geb. Inderthal

Marie Inderthal

Willi Inderthal und Frau Erica, geb. Sudeck Karl, Gertrud und Helmut Weigand Peter und Marion Inderthal.

Die Beisetzung findet am Donnerstag, dem 8. Juli, nachmittags 23/4 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt

Unsere liebe, herzensgute Mutter, Großmutter und Sch wie* germutter

Frau Johanna Inderthal, geb. Petri

ist gestern abend im 78. Lebensjahre entschlafen.

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