5. März. (DNB.) Zu Ehren des Neger-1 französischen Kolonien unter den Eingeborenen u- ' - r- - < ......... ___ ; i t et , x » it n h TO n n n o hnrnhor hprrimpn.
Radikaler Kurswechsel in der stanzösischen Finanzpolitik.
WieberhersteUung »e« freien ®el»marftee.-®ro6e £an»eet>erlei»ignne8nniei6e.
Einkommensteuererhöhung in England?
OieOeckungderneuen1iüstungsauSgaben.-AuchstarkeAufrüstungderLustwaffe
Europäische Arbeiter in Tunis von streikenden Eingeborenen belagert.
Paris, 5. März. (DNB.) lieber die Zustände im südtunesischen Streikgebiet gibt folgende Haoas-Meldung Auskunft: Die europäischen Arbeiter der Phosphatbergwerke von M'Dilla wollten mit Zustimmung der streikenden (Eingeborenen die Arbeit wieder aufnehmen, als die Eingeboeenen-Belegschaft in Stärke von 300 Mann mit Gummiknüppeln über bie europäischen Arbeiter herfiel. Diese flüchteten in ein Fabrikgebäude, wo sie von den streikenden (Eingeborenen regelrecht belagert wurden. Die Polizei gab sich Mühe, die Europäer zu befreien. Als die (Eingeborenen aber Widerstand leisteten und eine bedrohliche Haltung annahmen, machte die Polizei von der Waffe © e • brauch. Die streikenden (Eingeborenen flüchteten darauf und ließen vier Tote auf dem Kampfplatz zurück.
gesetzes, einer L......,-------- r ,
und Geld- oder Warenkredite außer den normalen neue
bestände dem Schatzamt zur Verfügung zu stellen, weil er im Auslande bedeutend mehr dafür erhielt.
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„Wieviel schöner ist doch Frankreich, dieses große und milde Frankreich, das alle feine Kinder mit der gleichen Liebe umfängt!" Das waren die salbungsvollen Worte des ehemaligen Ministerpräsidenten Sarraut, die seiner Kußszene mit dem Negerabgeordneten Candace aus Guadeloupe voraufgingen. Monsieur Candace persönlich dürfte allerdings nur Gutes von Frankreich entgegengenommen haben, dafür hat er dann auch alles totgeschwiegen, was den (EingcborenenDÖr!em Frankreichs durch die gewiß nicht zartbesaitete französische Kolonialpolitik widerfahren ist. Wenn Frankreich wirklich das „große und milde Frankreich" wäre, von dem Sarraut sprach, bevor er den Negerabgeordneten abschmatzte, dann müßte eigentlich in den
dieses Programm zum Verschwinden gebracht würden und die Zusammenballung in kapitalistischen Großbetrieben geradezu das Endziel der Blumschen Sozialpolitik wäre. Das hat sich bewahrheitet. Die Entwicklung zu großen Konzernen hat seit einem Jahr in Frankreich gewaltige Fortschritte gemacht und die kleinen Wähler der Radikalsozialisten, also einer Volksfrontpartei, opponieren bisher vergeblich dagegen. Aber wie werden die marxistischen Massen die Blumsche Verleugnung aller Parteigrundsätze im angeblichen Kampf gegen den Kapitalismus aufnehmen? rt-
Der Führer dieser Opposition der Kapitalisten war R i st. Rist ist der typische Vertreter des Kapitals der Großbanken. Nach einem Besuch bei amerikanischen Bankiers riet er im September Blum zur Abwertung und Blum folgte gehorsam als Marxist diesem Großkapitalisten, schaltete aber in das Währungsgesetz Bestimmungen über bie Abgabe von Abwertungsgewinnen ein, bie Rist von vornherein als gänzlich unburchführbar bezeichnete, was auch tatsächlich in der Folgezeit sich als richtig erwies. Blum blieb also nichts übrig, als vor dem Kapitalismus zu kapitulieren. Ab
Delle (dem Blatt, in dem in wichtigen Zeiten Herrwt feine Ansicht zum Ausdruck bringt), Albert Mil- haud den völligen Mißerfolg der Volks- front-Politik fest und verlangt eine Aenberung be r Methoden. Es fei die Stunde der ganzen Nation und der Einigkeit, die geschlagen habe, in dieser Stunde müsse der Streit der Parteien und der doktrinären Haarspaltereien schweigen. Es käme darauf an, daß das ewige Frankreich lebe und nicht bas Frankreich der ober jener Front...
Das Echo de Paris" sagt: „Der Ministerrat hat den Mißerfolg der Politik der Volksfront sanktioniert " Das ausgegebene (Eommuniqe enthalte ein klares Eingeständnis, daß die bisherigen Maßnahmen nichts' taugten, und das Versprechen, das neu- geforderte Vertrauen keiner harten Belastungs- probe auszusetzen. Das Blatt sagt dazu, das Vertrauen wird erst wiederkehren, wenn Leon Jouhaux nicht mehr regiert. Der rechtsstehende „Sour schreibt: „Die Regierung refigmert — Deflationspolitik". Blum habe sich am Freitag vor der Wahl befunden: abzudanken ober bie Po l i t i k der Volksfront aufzugeben. Er habe das letztere gewählt. Jetzt bleibe abzuwarten, was feine Partei, was die kommunistische Partei, der Gewerkschaftsverband CCT., Herr Jouhaux und die Beamten, die Gehaltsempfänger usw. zu dieser „Pause" sagen werden, die nicht einmal mehr ein „Halt" bedeute, sondern die ein Marsch 3 u r u er auf der vom Kollektivismus versperrten Straße sei.
wird übrigens nicht nach seinen Personalien gefragt. Damit wird also eine weitgehende Amnestie für Kapitalflüchtlinge ohne weiteres erklärt und bas Geschäft haben diejenigen Kreise gemacht, bie bie bis jetzt bestehenden Vorschriften des Währungsgesetzes sabotierten!
Bemerkenswert ist noch bie Auflegung einer gro-
lich mürbe auch von maßgebender amerikanischer Seite bie Wahrheit über bie Hintergründe der Versenkung der „L u \ i t a n i a" freimütig anerkannt, die als englischer Hilfskreuzer schwer bewaffnet trotz Warnung der deutschen Botschaft amerikanische Bürger an Bord nahm als Tarnung und Sicherung für den Transport von 5400 Kisten Munition und der kanadischen Truppen, die für England bestimmt waren. Damals erklärte Wilson unter den Eingebungen der an dem gewrnnverheißenden Waften- aeschäft beteiligten amerikanischen Kreise und der sehr rührigen englischen Propaganda in seiner Note vom 15. Mai 1915: „Amerikanische Bürger handeln innerhalb der Grenzen ihrer unbestreitbaren Rechte, wenn sie auf hoher See ihre Schiffe überall dahin steuern und zur See überall dahin reisen, wohin sie ihre rechtmäßigen Geschäfte führen."
Das Ende eines mißglückten Experiments.
Die Meinung der Pariser Presse.
Paris, 6. März. (DNB. Funkspruch.) Die Rückkehr zum Liberalismus auf Wah- rungs- und finanzpolitischem Gebiet steht im Mittelpunkt des Interesses. Die V o l k s f r o n t p r e s s e timmt den Maßnahmen zu, während bie Opposi- tionspresse frohlockend das Ende eines mißglückten Experimentes und die unfreiwillige Umstellung der Regierung auf einen neuen Kurs fettftellt. Die radikalsozialistifchen Zeitungen sind nicht einheitlich in der Beurteilung. Während bei- pielsweise das „Oeuvre" von einer „neuen und liberalen Finanzpolitik" spricht, stellt in der „Ere Nou-
London, 5. März. (DNB.) Der Haushaltsvoranschlag für 1937/38 fordert für bie britische Luftwaffe 82,5 Millionen Pfund Sterling (990 Millionen Mark), d. h. also 31,8 Millionen (rund 382 Millionen Mark) mehr als im Vorjahre. Eine Denkschrift weist darauf hin, daß die Zahl der in den Flugzeugfabriken vefchäftigten Persone n um 63 000 gestiegen sei. Die Flugwaffe werde am 1. April aus 100 in der Heimat stationierten Geschwadern bestehen, weitere 20 Geschwader würden bei der Marineluftwaffe und 26 Geschwader in Uebersee liegen. Die Stärke der britischen Luftwaffe belaufe sich auf 4850 Offiziere und 51 000 Mann. Sechs neue Flugzeugmotorenfabriken würden in wenigen Monaten fertiggestellt sein. Für bie Verteidigung der Städte soll eine Luftstreitkraft von 1750 Flugzeugen geschaffen werden. Außerdem würden zehn Regimenter für eine Ballonsperre für London in Aussicht genommen. Die Zahl der überseeischen Geschwader sei auf 26 erhöht worden. Die Luftwaffe der Flotte sei von 217 auf 278 Flugzeuge gebracht worden. Die Mannschaftsstärke solle auf 70 000 Mann gebracht werden. Die Zahl der Reserve-Geschwader werde auf 20 erhöht werden. 800 Piloten würden der Luftreserve überschrieben.
Nunmehr läßt sich übersehen, wie hoch sich die Gesamtausgaben für die britische Wehrmacht im nächsten Finanzjahr stellen werden. Danach werden für die Armee 63,16 (i. V. 49,28), für die Flotte 78,0 (69,9), für die Luftwaffe 56,5 (39,0) Millionen Pfund Sterling angefordert, b. h. insgesamt 197,6 Millionen Pfand Sterling (2,4 Milliarden Reichsmark), also 39,5 Millionen Pfund mehr als im Vorjahre. Hierzu kommen noch an geplanten Ausgaben, bie durch Anleihen gedeckt werden sollen, 80 Millionen Pfund Sterling. Die
eitel Freude und Wonne darüber herrschen, unter der Trikolore leben zu dürfen. In der französischen Presse finden wir aber dauernd Zeugnisse der ausgesprochenen Feindschaft, mit der die Neger und sonstigen Bewohner französischer Kolonien den Franzosen entgegentreten. Es ist ja auch nicht verborgen geblieben, mit welchen massiven Mitteln z. B. in Nordafrika von französischer Seite jede freiheitliche Regung der (Eingeborenen unterbricht worden ist. Das alles schließt natürlich nicht aus, daß sich die Franzosen selbst beweihräuchern, ihre Kolonialpolitik in den Himmel heben, sich und aller Welt einreden, daß nur sie allein ihre (Eingeborenen liebten und die Völker Afrikas von Deutschland als Kolonisator nichts zu erwarten hätten. Wir verstehen auch ohne Hörrohr: man will von den geraubten Kolonien nicht herunter, deren Bevölkerung sich voller Wehmut der deutschen Herrschaft erinnert, unter der sie es zu Wohlstand brachte und die eine echte Liebe der (Eingeborenen zu Deutschland auslöste. Allerdings haben wir niemals einen derartigen Zauber vollführt, wie jetzt Sarraut. Jedoch über den Geschmack läßt sich streiten. Wenn man in Frankreich meint, auch das letzte Fünkchen Rassenstolz an den Nagel hängen zu müssen, dann mag das Frankreich mit sich abmachen. Schließlich geht es dabei ja immer nur um bie Zukunft des französischen Volkes. Und doch — ist nicht der Negerkuß Sarrauts vielleicht ein Judaskuß für die ganze weiße Raffe, die durch ihn in aller Form und Feierlichkeit verraten worden ist?
Die französische „Familie".
Seltsame Ehrung eines Neger-Abgeordneten.-Frankreich sucht seine Kolonial. Völker bei der Stange zu halten
Paris, 5. März. (DNB.) Ministerpräsident Blum machte nach Abschluß des Ministerrates vor Pressevertretern folgende Mitteilung: Der Ministerrat hat auf Vorschlag des Finanzministers einstimmig folgende Beschlüsse gefaßt:
Währung: Der am 25. September mit den Vereinigten Staaten von Amerika und mit England abgeschlossene Dreier-Vertrag bleibt die Grundlage der Währungspolitik Frankreichs. Die Einführung einer Devisenkontrolle ist daher ausgeschlossen. Die Regierung ersucht die Bank von Frankreich, eine allgemeine Genehmigung zur freien Einfuhr von Gold und zum freien Handel von Gold im Innern zu geben. Ab 8. März wird die Bank von Frankreich I G o l d zum Tageskurs ankaufen, ohne vom Verkäufer die Angaben feiner Personalien zu verlangen. Ein Ausschuß wird den Währungsausgleichsfonds verwalten mit dem Bestreben, die Sicherheit des Handels und bie Stabilität der Preise zu gewährleisten.
Haushalt: Die Aussichten der wirtschaftlichen Belebung geben Anlaß zu der Hoffnung, daß der geringe Fehlbetrag im Haushalt sich im Verlaufe Ull bes Haushaltsjahres sehr wesentlich ver- in r i n g e r n wird. Die Regierung ist entschlossen, bie
Paris, 5. -uiuiq. xj“ vv*v,—
Abgeordneten der französischen Kammer, Gratien Candace (Guadeloupe), der gerade sein 2 5 - jähriges Jubiläum als französischer Volksvertreter feiert, wurde in Paris ein Festessen veranstaltet, an dem als Vertreter der ranzösischen Regierung der Kolonialminister M o u t e t erklärte, daß diese Feier das Fest der großen französischen Familie sei. Candace sei „das Symbol der E i n g t e i t der Ras - e n in dem gleichen Vaterland".
Der ehemalige Ministerpräsident Albert Sarraut feierte m Candace das „lebende Symbol des Kolonisationswerkes Frankreichs." In seiner Rede fehlte es nicht an Angriffen gegen Deutschland und Italien. Nachdem er sich gegen die deutsche Rassenlehre gewandt hatte, die er als „grausam" bezeichnete, erklärte er u. a., daß ein Diktator, der soeben ein Kolonialweltreich erobert habe, jede Vermischung, jede gefühlsmäßige und eheliche Verbindung zwischen der (Eroberer» rasse und den (Eingeborenen verbiete. Und dies werde in der „heiligen Stadt der Christenheit", wenige Schritte von dem Hause des Vikars Christi, der „die Brüderlichkeit aller menschlichen Rassen" gepredigt habe, verkündet. „W ieviel schöner ist doch Frankrei ch", rief Sarraut aus, „dieses große und milde Frankreich, das alle feine Kinder mit der gleichen Liebe umfängt." (!) Nach diesen Worten tauschten Sarraut und der Neger Candace unter dem begeisterten Beifall der Anwesenheit Umarmung und Kuß.
Der ehemalige Ministerpräsident H e r r i o t sprach mit Stolz davon, daß in Frankreich die höch sten Stellen von Negern bekleidet würden. Er schloß mit den Worten: „Ich erkläre am heutigen Abend, daß wir euch alle sehr liebe n."
Gesamtausgaben für 1937/38 für die Rüstungen belaufen sich auf 277,6Millionen Pfund (3,4 Milliarden Reichsmark). Ohne Berücksichtigung der Ausgaben für die Schuldentilgung, die auf 230 Millionen geschätzt werden, stellen sich die englischen Haushaltsausgaben für 1937 auf 619,6 Millionen Pfund Sterling gegenüber 536,9 Millionen im Vorjahre, d. h. die Gesamtausgaben übersteigen die des Vorjahres um 82,6 Millionen Pfund oder rund eine Milliarde Mark.
Nach der Veröffentlichung der Haushaltsvoranschläge für die drei englischen Waffengattungen kann an einer Erhöhung der Einkorn- menfteuer im Gefamthausyalt 1937/38 nicht mehr gezweifelt werden. Obwohl 80 Millionen Pfund der zusätzlichen Rüstungsausgaben auf dem Anleihewege gedeckt werden, wird im neuen Haushalt immer noch ein Restbetrag von über 50 Millionen Pfund (ca. 615 Millionen Reichsmark) verbleiben, der durch Steuern aufgebracht werden muß. Die Presse ist daher überzeugt, daß die Einkommensteuer um m i n ■ destens drei Pence für das Pfund erhöht werden wird.
Streikinderenglischen^lugzeugindustrie
London, 6. März. (DNB. Funkspruch.) Wie „Daily Expreß" meldet, find in der Fairey- Flugzeugfirma in Hayes 2000 Arbeiter in den Streik getreten. Der Streik ist auf die Entlassung eines Arbeiters zurückzuführen. Die Streikführer erklären, daß sie die Arbeit erst wieder aufnehmen werden, wenn der entlassene Arbeiter wieder eingestellt sein wird. Der Streik bedeutet eine neue Behinderung des Aufrüstungsprogramms für bie englische Luftflotte. Auch in der Flugzeugmotoren-
8. März wird die Bank von Frankreich zum freien Goldhandel übergehen, sie wird das Gold zum Tagespreis kaufen, also zu einem Kurs, der gegenwärtig bereits um 40 v. H. höher liegt als der bisher von Frankreich gezahlte. Der Goloverkäufer
Wenn nun auch das Neutralitätsgesetz, wie wir gesehen haben, eine radikale Abkehr von dem im Weltkrieg von den Amerikanern mit so unheilvollen Folgen verfochtenen Grundsatz der „Freiheit der Meere^ bedeutet und eine Weiterführung der Nichteinmischungspolitik, die Präsident Roosevelt im Mandschurei-Konflikt, im Abesfinienstreit und im spanischen Bürgerkrieg allen Widerständen der am Waffengeschäft interessierten Kreise zum Trotz durchgesetzt hat, so darf man es sich doch nicht verhehlen, daß das Gesetz die großen Mächte begünstigt gegenüber denen, die weder über eine große Handelsflotte noch über hinreichende Geldmittel zur Barzahlung verfügen. Der fast gleichzeitig ergangene Beschluß des Faschistischen Großrats, für Italien mit allen Mitteln der Organisa- tion, der Wissenschaft und Technik ein Höchstmaß an Autarkie in allen militärischen Bedürfnissen zu erreichen, mit andern Worten also Italiens Rüstungsindustrie in weitestem Sinne von Zufuhren
aus dem Ausland unabhängig zu machen, berück-, - . .~ ~ „
sichtigt bereits etwaige Folgen aus dem amerika- stenLandesverte i b i g un g s an l e i h e. Ihre nischen Neutralitätsgesetz. Aber auch England Höhe ist noch nicht bekannt, aber gewiß ist, daß sie möchte sich künftighin nicht mehr unbedingt auf die neue außerordentliche Lasten dem ohnehin von der amerikanische Freundschaft verlassen. Daß es in Aufrüstung schon fast erdrückten französischen sein Rüstungsprogramm auch den Aufbau einer Staatsbürger auflegen wird nachdem England mit großen Kriegsindustrie und die Ansammlung riesiger ^/^er 18-Milliarben-Mark ' Aufrustungsanleihe den Munition-. und materiatreleroen, ja sogar die M-. Auftakt zu diesen Belastungen gegeben hat. Daß bilisi-rung der Landwirtschaft einbezogen hat. deute, ?usS-rechnet em Marxist wie Blum eme kapital,- auf den Wunsch hin, in erster Linie die eigenen stM- P°l>t>k trieb war schon immer betont war- Kräfte für den Kriegsbedarf einzusetzen, statt auch in 7". M- er sein fozialreoolutionares Programm Zukunst allzusehr mit dem amerikanischen^Markt zu ^7? N e i°n ”nS( Ui Jb Ä'ta gJan’h"«?
regnen. I der Mehrheit sind und in denen der „Patron" mit
Ibis zu fünf Arbeitern kameradschaftlich schafft, durch
Es kann keinen krasseren Gegensatz geben, als zwischen dem hier proklamierten Recht jedes amerikanischen Bürgers, auch in einem Kriege, aus dem die Vereinigten Staaten sich herauszuhalten wünschen, zu tun und zu lassen, was ihm beliebt, und der in dem soeben erlassenen Neutralitätsgesetz festgelegten Pflicht, sich allem fernzuhalten, was die Vereinigten Staaten in Verwicklungen mit den kriegführenden Parteien bringen könnte. Zwischen diesen beiden so extremen Auffassungen liegen Amerikas Erfahrungen in Versailles und Genf, liegt die Erkenntnis der schamlosen Vergewaltigung der Wilsonschen Politik durch Rüstungsindustrie, Waffenhandel und Hochfinanz und liegt schließlich die bittere Enttäuschung der bis heute nicht an Amerika zurückgezahlten Kriegsschulden in > - - - § - - -----v . .. ..
ungefährer Höhe von 14 Milliarden Dollars (35 R u ck k e h r zu dem ^^Elichen /f)9 ' Milliarden Mark). Daß gerade dieses letzte Mo- wicht nicht durch unvorhergesehene Ausgaben zu ment die öffentliche Meinung Amerikas außer- verhindern. Die allerftrengften Anweisungen fmd orbentlich für die Neutralitätspolitik des Präsiden- an alle Abteilungen ergangen, um zusätzliche ten Roosevelt eingenommen hat, sieht man einmal K r e b i te z u u n tersage " ^re Regierung Der-
- -ÄS, yss
gewähren — Amerika will also niJ)t noch einmal jichen Ausgaben werben sich gleichzeitig auf ie mit einer praktisch nicht eintreibbaren Riesensorde- P r e i s e a usw i r k ? n. mirtfchaftlichen
rung h°ng°nbl°ib-n - zum andern °n den ei ngen stI^''Mtiguna der^rbLs-
Bemühungen Englands und Frankreichs,! |nr:rt6s:|. •„ „pmiilpn ^nhuifrien aeitatten es die durch Zugeständnisse in der Frage der Kriegsschul-6 Schatzamtes im Laufe
den dem zumindest höchst unbequemen, wenn nicht J Milliarden xu
gar einmal gefährlichen Neutralitatsgesetz eine Fas- ^qern unter Berücksichtigung dieser Ver- fung zu geben, die die von ihm befürchteten Folgen n g e r m um» .^u^cy^g^g
<??neS Vw!?a 1 enr 1 phat bahn sowie der acht Milliarden, die bereits seit dem
schwächt. Die englische und französische Presse hat I ^anuar bezahlt worden sind, sind die Bedürfnisse wacker mit dem Schlagwort von der Einheit d I. Schatzamtes auf eine Summe gebracht, die
westlichen Demokratien gearbeitet, die ja schon m °es Schatz am es aus eme ^urnme realem
dem allerdings praktisch bislang wirkungslos.. ge- 9 l Schatzamtsanleihen beschafft werden frhebenen 2ßabrungsabEommen einen fo ■fronen Pann Diese Bedürfnisse entsprechen ungefähr zur «rl° 9m J ha^^mpn Hälfte den außerordentlichen Rüstungskredi-
finb nicht müßig geblieben. Frankreich bat einen , x;e >ie Reoieruna durch eine große Lan - feiner fähigsten Lirtfchos.-Politiker. George- B ° n nlei h -zu decken be.
net, an die Stelle des Berufsdiplomaten de La- frhrnff(ni hrtf b boulaye als Botschafter nach Washington entsandt 9 *
und gleichzeitig war Englands Handelsminister Sir französische Sozialist Proudhon verhöhnte k00 mr-r^ U r C ^auf^ die Marxisten mit dem Wort, sie ständen dem
des Präsidenten Roosevelt, Gast im Weißen Hause. Kapitalismus gegenüber wie eine Meute dem
Beide haben natürlich zu erfahren gesucht, wie Stachelschwein. Der Marxist und Ministerpräsident sich die amerikanische Neuttalitätsgesetzgebung im 231 u m hat jetzt erlebt, daß der französische Kapi- Falle eines Krieges auswirken werde und beide talismus unangreifbar ist. Er hat also seine Deval- haben ebenso natürlich versucht, zu verhindern, bah vattonspolitik gründlich geändert, er hat den For- ihnen im Kriegsfälle der amerikanische Markt ver- berungen des französischen Kapitalismus nachge- schlossen bleibt. Es muß dahingestellt bleiben, ob geben, seinen ^rieben mit dessen hervorragendstem es auf ihre Einwirkungen zurückzuführen ist, daß Vertreter, dem ftüheren Vizegouvemeur der Bank das soeben vom amerikanischen Senat mit der über- von Frankreich Charles Rist geschlossen, und dabei mältigenben Mehrheit von 62 gegen 6 Stimmen sind bie letzten marxistischen Programmpunkte in angenommene Gesetz wohl bie Ausfuhr von alle Winde zerstoben. Nach einem halben Jahr der Kriegsmaterial verbietet, nicht aber bie Abwertung, der ungeheuerlichsten Preissteigerungen, anderer Waren, wenn sie nur bar bezahlt wodurch Paris jetzt die teuerste Hauptstadt der Welt werden. Auch für biefe kann ber Präfibent zwar ist, kehrt ber Marxist Blum reuig zum liberalen ein Verbot ber Verschiffung auf amerikani - Finanzkapitalismus zurück und beweist baburch, s ch e n Schiffen erlassen, wenn er fürchten muß, wie eng eigentlich beide, aus ber gleichen Wurzel daß eine solche Fracht zu Verwicklungen mit den entsprossen, allüberall versippt sind.
kriegführenden Parteien führen könnte, es steht Der entscheidende Punkt der Beratungen des dann aber dem Käufer, also auch den kriegführen- plötzlich einberufenen Ministerrats war bie W i e - den Mächten, frei, die in Amerika gekauften und derh erste llung des freien Goldmar kts. bar bezahlten Waren mit Ausnahme von Kriegs- Ursprünglich war gerade die Freiheit dieses Gold- material auf eigenen Schiffen abzuholen, marktes stark beschränkt worden, denn das Abwer- Das bedeutet also, daß Mächte, die, wie England, tungsgesetz hatte die Testdenz, alle Abwertungsüber eine hinreichend große Handelsflotte und ge- gewinne, die bei dem Besitz der einzelnen Kapita- nügenb Geldmittel zur Barzahlung verfügen, auch listen an Gold und an Devisen gemacht wurden, im Kriegsfälle auf dem amerikanischen Markt ihren 3" beschlagnahmen. Sie mußten, so stand es m den Bedarf an Lebensrnitteln und Rohstoffen decken Artikeln 8-14 des Wahnmgsgesetzes, bem können, soweit letztere nicht in dem Neutralitäts- amt Frankreichs abgeliefert werten Optimistisch gesetz als Kriegsmaterial feftgelegt worden find. AstAe erwartet, daß die Kapitalbesitzer mehrere Eine willkürliche Aenderung der dem Neutralitäts- Milliarden dieser KonMnkturgewinnste dem Schatzgesetz eingefügten Liste des dem Ausfuhrverbot amt dur Verfügung stellen wurden, und Schatzununterliegenden Kriegsmaterials ist dem Präsidenten gen wurden laut wonach mit dem Eingang von nicht gestattet. Das Gesetz tritt vielmehr automatisch mindestens 3ehn Milliarden Franks zu rechnen sei. in Kraft, sobald der Präsident das Bestehen eines Aber diese marxistische Rechnung hatte natürlich em Kriegszustands oder eines Bürgerkrieges festgestellt ^och. Tatsächlich sollen nur rund 600 Millionen hat. Vermutlich haben die Erfahrungen, die die Franks dem Schatzamt S.ugefloffen em, wahrenb Amerikaner im Weltkriege mit dem Präsidenten che überwiegende Mehrheit der Kapital- und De Wilson gemacht haben, der auf das Deriprechen mseubesttzer ihre Verwogen ins Ausland hin wiedergewählt worden war, bie bereinigten & rac^t e, zumal der ^'Mostsche Preis ^ur Golb Staaten aus dem Kriege herauszuhalten und rundUO d. $ .unter bem
wenige Monate später sich von Rüstungsinbustrie ^r Franzose sich sträubte eine Golb-■ unt ©Men- und Dankwelt m den verlogenen „Kreuzzug gegen Deutschland drängen ließ, ein gewichtiges Wort mitgesprochen, daß man diesmal die Vollmacht des
Präsidenten so scharf begrenzt hat.


