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Alle Zwei-Reichsmark-Stücke, Eine-Reichsmark- und Fünf-Reichsmark-Stücke, die ab 1933 ausge­geben sind, bleiben weiter im Verkehr. 1. 2-RM- Stück, Durchmesser 26 mm, Vorderseite (Rückseite zeigt den Adler); 2.2-RM.-Stück, Durchmesser 25 mm, Rückseite, die Vorderseite zeigt die Garnisonkirche in Potsdam mit dem Datum 21.3.1933; 3. 5-RM.- Stück (Ausgabe 1936), Rückseite, Vorderseite wie Rr.5; 4. 5-RM.-Stück (Ausgabe 1934), Rückseite, Vorderseite wie 6., aber ohne Datum; 5. 5-RM.-Stück (Ausgabe 1935), Vorderseite; 6. 5-RM.-Stück (Aus-

Der Rundfunk im Dienste der Völkerverständigung Staatssekretär Funk begrüßt den Weltrundfunkverein in Berlin

ternationale Wellenverteilung hervor- gegangen. Wir haben den dringenden Wunsch, daß die Rundfunkbeziehungen mit unseren Nachbarlän­dern freundschaftlich gestaltet werden und jede internationale Hetze und Ein­mischung in die inneren Verhältnisse fremder Staa­ten über die Rundfunksender unter­bunden werden. Als einen Erfolg dieser Bestre­bungen können wir das in diesen Tagen m i t Oesterreich abgeschlossene Abkommen verzeich­nen, das auch eine Verständigung auf dem Nund- funkgebiete in sich schließt.

Der Präsident des Weltrundfunkvereins, R a m - bert, dankte für die liebenswürdigen Worte und führte dann u. a. fort: Deutschland macht gegenwär­tig unter dem kräftigen Impuls seines Führers ein hochinteressantes Experiment moderner Sozio­logie. In dieser Neuorganisation des Dritten Reiches muß auch der Rundfunk eine sehr wichtige Rolle spielen, und es bedeutet für dis Mitglieder unserer Union eine außerordentliche und glückliche Gelegenheit, diese Rolle am Platze selbll st u - d i e r e n zu können. Neben den nationalen Belan­gen hat aber der deutsche Rundfunk ruch dem i n - ternationalen Gedanken große Aufmerk­samkeit geschenkt und von sich aus oder in Zu­sammenarbeit mit Mitgliedern der Union schon viel Gutes geleistet. Ganz besonders möchte ich hier die hervorragende Leistung der Reichsrundfuukgesell- schaft betonen anläßlich der Olympischen Spiele und bei der Weltringsendung Jugend singt über die Grenzen". Wir hoffen, daß der deutsche Rundfunk, den wir bewundern, noch recht oft Gelegenheit zu solchen großen Leistungen haben wird.

Außenminister Hüll teilte am Freitag mit, daß Ende März die amerikanische Vertretung in Addis Abeba endgültig geschlossen werden soll, da in Addis Abeba kein Bedürfnis mehr für die Unterhaltung einer Vertretung bestehe. Mit diesem Schritt stehe die Frage der Anerkennung der Erobe­rung Aethiopiens in keinem Zusammenhang.

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Der ehemalige Chefredakteur der amtlichenJs- westija", Bucharin, und der ehemalige Vor­sitzende des Rates der Volkskommissare und spätere Postkommissar Rykow wurden aus der bolsche­wistischen Partei ausgeschlossen. Beide befinden sich eit geraumer Zeit in Haft.

CTunff und Wissenschaft

Aerztetagung für allergische Krankheiten.

Während der großen ReichsausstellungSchaf­endes Volk" in Düsseldorf findet im Mai die 2. Aerztetagung für allergische Krankheiten in Düsseldorf statt. Die Tagung steht unter dem Ehren­vorsitz von Geheimrat Pros. Dr. Otto (Frankfurt am Main) und unter der Leitung von Prof. Haag (Düsseldorf). Sie wird von der wissenschaftlichen Zentralstelle des Heufieberbundes e. V. veranstaltet. Kein oes-kliche« »w^r.

Vereiteltes Attentat auf die Eisenbahn Istanbul-Ankara.

I st a n b u l, 5. März. (DNB.) In der asiatischen Dorstadt Istanbuls K a d i k ö i nahm die Polizei in einem Haus, das von drei armenischen Frauen bewohnt wurde, eine Haussuchung vor auf Grund der Anzeigen einiger Nachbarn, nach der die Frauen einen Anschlag auf die nur wenige Meter von dem Haus entfernt vorbei­führende wichtige Eisenbahnlinie Jstan- b u l A n k a r a geplant hätten. Die Polizei wurde von den Frauen mit gezückten Messern empfangen. Als die Frauen die Zwecklosigkeit ihres Widerstan­des einsahen, setzten sie das Haus mit schon be­reitstehendem Petroleum in Brand. Dennoch konnten Briefe beschlagnahmt werden, die den Beweis dafür liefern, daß die Hausoewohne- rinnen mit ihren in Sowjetruhland lebenden Verwandten im Briefwechsel stehen und selbst alles zur Abreise nach Sowjet- armenien vorbereitet hatten.

Aus der Auffindung von 1 bis 1/4 Kilogramm Zigaretten und Tabak glauben die Zeitungen schlie­ßen zu können, daß die drei Armenierinnen noch in der letzten Zeit ausländischen Besuch hatten, eine Vermutung, die dadurch unterstützt wird, daß im Hause auch Bomben und eine fertige Höllenmaschine gesunden wurden. Die Blätter schließen die Möglichkeit nicht aus, daß die Frauen einen Anschlag auf einen der zahlreich verkehrenden Sonderzüge mit führenden tür­kischen Persönlichkeiten geplant haben.

Kleine politische Nachrichten.

Staatssekretär Dr. Schlegelberger vom Reichsjustizministerium stattete dem O b e r l a n - desgerichtsbczirk Darmstadt einen zwei­tägigen Besuch ab. Gelegentlich einer Aussprache gaben der Staatssekretär und Ministerialrat Millers einen Ueberblick über künftige gesetzgeberische und organisatorische Maßnahmen.

Die Auslandsorganisation der NSDAP, weihte mit einer kurzen. Feier ihr neues Rückwande­rerheim in Tegel bei Berlin, das geschaffen wurde, um reichsdeutschen Volksgenossen bei ihrer Rückkehr in das Reich für die ersten Wochen eine Heimstätte zu bieten. *

Auf Grund des endgültigen Ergebnisfes der Londoner Stadtratswahlen haben die Labour Party 75 Sitze (1934 = 69 Sitze) und die Stadtreformer (Konservative) 49 Sitze (1934 = 55 Sitzet erhalten. Sämtliche anderen Parteien haben keine Sitze Für die politische Stimmung des Lan­des ist die Londoner Wahl ohne Bedeutung, da in London besondere Verhältnisse herrschen.

kulturgeschichtlichen Abteilung wirb die Entwick­lung von der ältesten bis zur neuzeitlichen I n - nunslabe gezeigt.

Wiederfehensseler der allen Kampfwagen-Kämpfer.

Die schweren Kampfwagen-Abteilun­gen des Weltkrieges fanden sich nach 19 Jahren unter Leitung ihres Feldkommandeurs in Berlin zum erstenmal wieder zusammen. Der Komman­deur des Panzerregiments V, das als Traditions- truppenteil bestimmt worden ist, richtete die Bitte an die alten Kampfwagen-Kämpfer, ihre Söhne dem Traditionstruppenteil zurnführen, und stellte für das nächste Treffen im August eine größere militärische Veranstaltung in Aussicht. Bei dieser Gelegenheit soll auch der engere Zusammenschluß der alten Kampfwagen-Kämpfer zu einer Kamerad­schaft erfolgen. (Anmeldungen bei W. Pommerenke, Berlin 0 34, Petersburger Straße 29.)

Gefängnis für einen unsozialen Betriebsführer.

Großes Aufsehen erregte Oktober 1936 die Ver­haftung des Mitinhabers und Betriebsführers Karl Schmidt von der Rhein-Emscher-Armaturen- sabrik in Baerl bei Mörs. In einer Belegschafts- Versammlung hatte Schmidt den 61jährigen Be­triebszellenobmann, der ihm ruhig und sachlich die Wünsche der Belegschaft auf Zahlung des tarif­mäßigen Ueberstundenzuschlags unterbreitet hatte, unerhört beschimpft und bedroht. Dor dem Mörser Schöffengericht entschuldigte sich Schmidt jetzt damit, er sei sehr erregt gewesen, da er nach seiner An­sicht belogen worden sei. Die Tarifbestimmungen habe er immer gewissenhaft beachtet. Jrn Interesse seiner Gefolgschaft habe er sogar sein Vermögen zur Aufrechterhaltung des Betriebes verpfändet. Die Beweisaufnahme ergab jedoch, daß das Ver- hältnis zwischen Betriebsführer und Gefolgschaft denkbar schlecht war. Die Schuld daran lag nach den übereinstimmenden Bekundungen mehrerer Zeugen allein bei dem Angeklagten. Einwandfrei ergab die Zeugenvernehmung auch die maßlose Beleidigung des Betriebszellenobmanns. Das Ge­richt war der Ansicht, daß die unerhörten Beleidi­gungen nicht mit einer Geldstrafe gesühnt werden könnten, und erkannte auf zwei Monate Gefäng- n i s.

OieseSilbermünzen bleiben im Umlauf.

Weiterbericht

des Reichsweiterdienftes. Ausgabeort Frankfurt

lieber das europäische Festland erstreckt sich in westöstlicher Richtung eine Tiefdruckrinne, in der Luftmassen der verschiedensten Art Zusammentreffen. Damit stellte sich auch bei uns am Freitag wieder erhebliche Witterungsverschlechterung ein, die zu verbreiteten, wenn auch im allgemeinen wenig er­giebigen Niederschlägen Anlaß gab. Sie werden im Laufe des Samstag mehr schauerartigen Charakter annehmen und auch in den Niederungen teilweise als Schnee fallen. Nach anschließender Besserung im Zwischenhoch kann wieder mit dem Eingreifen einer neuen Tiefdruckstörung gerechnet werden.

Aussichten für Sonntag: Zunächst häu­fig aufheiternd und nachts vielerorts Frost, später zunehmende Unbeständigkeit und Niederschlags­neigung, in Richtung veränderliche Winde.

Aussichten für Montag: Zeitweise auf­heiternd, doch im ganzen noch unbeständig und zu Niederschlägen geneigt.

Lufttemperaturen am 5. März: mittags 6 Grad Celsius, abends 4,7 Grad; am 6. März: morgens 3,7 Grad. Maximum 6,3 Grad, Minimum heute nacht 3,3 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. März: abends 4,9 Grad; am 6. März: morgens 3,8 Grad. Niederschläge 1,5 mm.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D A. II 37: 10 933. Druck- und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspr^is 10 Pf und Samstags

15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

sabrik von Rolls Royce in Derby befinden sich rund 4000 Arbeiter bereits seit einer Woche im Streik.

Außenminister Hutt spricht sein Bedauern aus. W a I h i n g t ° n , 5. Mürz. (DNB., Der amerika- Nische Außenminister Hüll hat nach Feststellung des Sachverhalts über die Unverschämtheiten des Juden ßaguarbia folgende Erklärung abgegeben:

Die deutsche Regierung hat sich durch ihre hiesige Botschaft über gewisse,2IeuBen9cJL die ßaguarbia in einer öffentlichen Ansprache im Hotel ,2Iftor in Neuyork am 3. Marz getan hat. Sie hat erklärt, daß diese Aeußerungen m ernstem und schwerem Maße sich gegen d a s deutsche Staatsoberhaup und gegen die deutsche Regierung richten In unserem Lande ist jedem Bürger durch die Verfassung Redefreiheit garantiert und diese wird als Teil unseres nationalen Erbes hochgeschätzt. Das aber vermindert nicht das Bedauern der amerikanischen R egt erung, wenn Aeußerungen von privaten Buraern oder als individuelle Personen sprechenden Beamten eine Regierung beleidigen, mit der wir offi­zielle Beziehungen unterhalten. Ich bedauere s-hr ernstlich diese Aeußerung-N !n- die beutldre Regierung beleidigt haben. Sie stellen nicht di- Einstellung der amerikanr- schen Regierung gegenüber der deutschen Regierung dar. Es ist unser Grundsatz, die offi­ziellen Beziehungen zu anderen Nationen auf einer Basis vollkommener und gegenseitiger Achtung für die Rechte und Gefühle beider Teile zu pflegen.

Oie unzufriedenen Philippinen.

Washington, 5. März. (DNB.) Im Presse­klub hielt der Präsident der Philippinen, Manuel ß. Quezon, eine Ansprache, in der er heftige An­griffe gegen die Vereinigten Staaten erhob. Quezon wies daraufhin, daß man den Philippinen U n - abhängigkeit gewährt habe, ihnen jetzt aber nach und nach eine wirtschaftliche ßa ft nach der anderen aufbürbe. Die Dollar- abmertung habe ben Philippinen z. B. viele Millionen Dollar gekostet. Ms das Unabhängigkeits- gefetz in Kraft trat, habe das Volk geglaubt, es als einen Vertrag zwischen zwei Völkern bewerten zu können, stattdessen versuche der Bunbes- kongreß, in jeher Tagung immer ein schnei- benbere Beschränkungen her Einfuhr aus den Philippinen durchzuführen. Entweder solle Amerika die Insel wieder zurücknehmen, oder aber wirkliche volle Unabhängigkeit gewähren. Quezon versuchte bann, bie Philippinen als desonbers wertvoll erscheinen zu lassen, inbem er erwähnte, baß reiche Goldselber entdeckt worden seien. Die Philippinen seien daher kein zu verachtender Bundesgenosse. Die Freundschaft mit ihm fei daher wert, gepflegt zu werden.

Bolschewistischer Angriff auf Oviedo zurückgeschlagen.

Salamanca, 6. März. (DNB. Funkfpruch.) Aus Oviedo meldet der Sender San Sebastian, baß bie bolschewistischen Truppen am Freitagmorgen im Osten her Stabt, unterstützt von ihrer Artillerie unb sowjetrussischen Tanks, einen Angriff auf bie Stabt versuchten. Nationale Tankabwehrge­schütze machten zwei sowjetrussische Ian k s unbrauchbar. Ein bolschewistischer Flieger wurde abgeschossen. Auch an der Teruel-Front wurde ein sowjetrussisches Flugzeug abgeschossen Auf Grund bes steten Vorrückens her nationalen Truppen im Südosten Spaniens haben die Mar­xisten bie sofortige Räumung des Ortes Guabix, östlich Granabas, angeorbnet. An her Asturien- Front besetzten bie nationalen Truppen einige bol­schewistische Schützengräben unb fügten dem Gegner große Verluste zu. Don der Madrider Front war außer leichtem Geschützfeuer nichts neues zu melden.

Berlin, 5. März. (DNB.) Zu Beginn der ber­liner Tagung des W e l t r u n d f u n k v e r e i n s überbrachte Staatssekretär Funk bie Grüße her Reichsregierung unb insbesondere des Reichs­ministers für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels. Staatssekretär Funk führte u. a. aus: Sie sind als Rundfimkleute, also als politisch und künstlerisch geschulte Menschen sicherlich besonders gute Beobachter und werden daher bas völlig ver- änberte Bild, bas das neue nationalsozialistische Deutschland gegenüber dem Zustand vor der Macht­ergreifung bietet, alsbald auf allen Gebieten wahr­nehmen.

Auch das Rundfunkwesen hat in Deutschland seit­dem einen gewaltigen Aufschwung genommen. Dies beweist allein die Tatsache, bah sich die Zahl her Rundfunkhörer in den letzten Jahren m-e h r als verdoppelt hat. Der Rundfunk ist für die politische Führung zu einem der wichtigsten Mittel der Volksaufklärung und Volkserziehung ge­worden. Der Rundfunk ist insonderheit das Instru­ment, mit dem wir die ganze Welt über unsere politischen Ziele aufklären, und er ist daher in sei­nem heutigen hochentwickelten Stand in erster Reihe dazu berufen, her Verständigung unter Öen Völkern und demFrieden derWelt zu dienen. Ihr Verein ist einer der stärksten Be­weise für die völkerverbindende Kraft bes Runb- funfs. Aus ben Anfängen eines gelegentlichen unb nur nachbarlichen Austtmsches von Runbfunküber- tragungen ist bas große Arbeitgebiet des inter­nationalen Programm-Austausches entstauben, bas heute bie ganze Welt erfaßt. Aus ben anfänglichen Versuchen, gegenseitige technische Wellen- ftörungen freundschaftlich zu beheben, ist bie i n -

gäbe 1934), Vorberseite; die Rückseiten zu 5. und 6. haben einen Adler; 7. und 8. l-RM.-Stück (Ausgabe

1936), Vorder- und Rückseite (Scherl-M.)

Der Mörder von Schloß holte zum lobe verurteilt.

Das Schwurgericht Bielefeld sprach ben Robert Schöler bes Korbes in Schloß Holte schulbig unb verurteilte ihn zum Tobe. Ferner erhielt Schöler wegen versuchten Morbes in brei Fallen unb wegen schweren Rückfallbiebstahls 15 Jahre Zuchthaus. Die bürgerlichen Ehrenrechte würben ihm auf ßebenszeit aberkannt. In der Urteilsbe­gründung führte der Vorsitzende aus, Schöler sei bei der Ausführung der Tat mit größter Kaltblütig- (eit vorgegangen. Er habe mit Ueberlegung Blut vergossen und müsse die Tat mit feinem ßeben sühnen

Drei Menschen verbrannt.

Durch die Unvorsichtigkeit einer Bäuerin ereig­nete sich in der Nähe von Cosenza (Kalabrien) ein U n glutfs f all, bei dem brei Tote unb zwei Schwerverletzte zu beklagen sinb Am Kü­chenherb fingen bie Kleiber der Frau Feuer, bas, als sie sich ins Freie retten wollte, auch einen Hau­fen trockener Maisblätter in Branb setzte. Bei bem Versuch, her Frau zu Hilfe zu kommen, kamen auch her Mann unb ein Kind ums ßeben, während zwei andere Söhne lebensgefährliche Brandwunden ba- oontrugen.

Acht Menschen bei einer Feuersbrunst in Tokio ums Leben gekommen.

In einer Gaststätte auf der Hauptstraße Tokios brach Feuer aus, das rasend schnell um sich griff. Von den Flammen wurden acht Kellnerinnen und ein Koch eingeschlossen, so daß ihnen keine Hilfe zuteil werden konnte. Die acht Angestellten v e r« brannten.

Vorsätzliche Brandstiftung.

In Magdeburg war, wie bereits gemeldet, in dem Tischlereibetrieb der Firma ßübke ein ver­heerendes Großfeuer ausgebrochen, dem fast die gesamten Betriebseinrichtungen und Warenvorräte und z. T. auch das Gebäude selbst zum Opfer fielen. Jetzt wurde festgestellt, daß vorsätzliche Brandstiftung vorliegt. Wegen dringenden Tatverdachtes wurde der Betriebsführer festgenom­men und dem Richter zugeführt.

Spielendes Kind verschuldet den Tod von drei Menschen.

Im Dachgeschoß eines Hauses in Ribnitz (Meck­lenburg) entstand durch ein spielendes Kind ein Brand, der sich rasch ausbreitete. Als die Feuer­wehr in die vom Brand ergriffene Wohnung ein­drang, fand sie dort die Ehefrau des Kraftfahrers R a d l o f f mit ihren beiden jüngsten Kindern, einem fünfjährigen Mädchen und einem einjährigen Kna­ben offenbar durch die Rauchentwicklung e r - stickt tot auf. Das dritte Kind, ein Junge, der den Brand verschuldet hat, hatte sich rechtzeitig in Sicherheit gebracht.

Vom Spiel in den Tod.

Der 12jährige Schüler Helmut W e y e l, Sohn einer Witwe in Breitscheid (Dillkreis), hatte sich mit mehreren gleichaltrigen Kameraden in ein benach­bartes Tal begeben, wo er sich kurze Zeit allein in einem Dickicht aufhielt. Als er wieder zum Vorschein kam, sahen seine Spielgefährten ihn plötzlich tau­meln und zusammenbrechen. Wie sich herausstellte, hatte sich der Junge mit einem Messer schwere Stichverletzungen in der Brust beigebracht. Es muß angenommen werden, daß der Junge aus« gerutscht und in bas Messer gefallen ist. Seine Ver­letzungen waren so schwer, baß er halb nach seiner Einlieferung ins Haigerer Krankenhaus g e ft o r benist.

Unglück im Abwässerkanal.

Im Abwässerkanal im Mannheimer Stadtteil Waldhof ereignete sich ein schweres Unglück. Drei Kanalarbeiter wurden bei Ausübung ihrer Tätig­keit in bem unterirdischen Kanal plötzlich von Gasen überrascht. Zwei von ihnen wurden mit starken Vergiftungserscheinungen am Fuße des sechs Meter tiefen Einsteigschachtes aufgefunden, während der dritte Arbeiter vom Kanalwasser etwa zwei Kilometer abgetrieben wurde unb nach stun- benlangem Suchen nur noch als ßeiche geborgen werben konnte.

Fast die ganze Besatzung des griechischen Dampfers Lukia" umgekommen.

Wie zu bem Untergang bes an her spanischen Küste auf eine Mine gelaufenen griechischen Vetro- le-mndampfersßutia" bekannt wirb, bestaub bie Be­satzung aus 24 Mann, die alle bis auf einen Ma­trosen, der in schwerverletztem Zustande gei ettct werden konnte, ums ßeben gekommen sind. Das Schiff ist nach der Explosion her Mine buch­stäblich in zwei Stücke zerbrochen.

Die obenstehenden Silbermünzen werden vom 1. April ab aus dem Verkehr gezogen. 1. l-RM.-Stück (Ausgabedatum 1924), Vorderseite; 2. Rückseite l-RM.-Stück; 3. 5-RM.-Stück, Rückseite, und 4. 5-RM.-Stück, Vorderseite. Außerdem werden alle 5-RM.-Erinnerungsmünzen der Jahre 1925 bis 1932 außer Verkehr gesetzt; 5. l-RM.-Stück, Vorder­seite; 6. I-RM.-Stück, Rückseite (Ausgabedatum vor 1933). (Scherl-Bilderdienst-M.)

Aus alter Wett.

EiueLeistuugsschau des Bäckerhandwerks.

Berlin, 5. März. (ZdR.) Der Reichsinnungs­verband des Bäckerhandwerkes hat in den Ausstel­lungsräumen im Hause des Reichsstandes bes beut» schen Hanbwerks eine gelungene ßeistungsschau er­öffnet. Wenn bas Bäckerhanbwerk biefc Ausstellung unter bas Kennwort:Frühmorgens, wenn bie Hähne krähn" gestellt hat, so bringt es bamit sehr glücklich zum Ausbruck, baß her Bäcker­meister mit feinen Gefolgschaftsmitgliedern schon in aller Frühe am Werk ist, um bie Brot- unb Back- warenoersorgung her Bevölkerung sicherzustellen. Es wirb bie Umstellung auf neue Mehltypen bar- gestellt, es wirb her Anteil des Bäckermeisters am Kampf bem Verberb gezeigt. Anschließenb zeigt eine befonbere Ausstellung bie Zusammenarbeit zwischen bem Bäckerhanbwerk unb her NS.-Frauenschaft durch Hinweise auf die Verwendbarkeit von Brot- unb Gebäckabfällen. Eine internationale Schau be­titelt sich:21 n b e r e 5 Stäbtchen , anderes Brödche n". Man hat schon oft von der Vielfalt unb Eigenart beutschen Kleingebäcks gehört. Man ist aber hoch erstaunt, welchen Raum eine einiger­maßen umfassenbe Uebersicht über beutsches Klein­gebäck einnimmt. Zu ben Besonderheiten der Schau gehört ein Riesennapfkuchen, der etwa mannshoch ist und ein Gewicht von vier Zentnern hat. In der