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gl6er-Treffen 1937 in Gießen.

lekder den Tod airf der Stelle. Der 5kraftfahrer lle- ferte das Wild beim zuständigen Jagdpächter ab.

** Holzoer st eigerungen werden durch Bekanntmachungen in unserem heutigen Blatte an­gekündigt. Interessenten mögen die Bekanntma­chung beachten.

**'& örungvonPrivatvatertieren. Die Anmeldung aller nach dem 1. September 1936 neu eingestellten Privatvatertiere zur Körung bei der zu­ständigen Dienststelle (Tierzuchtamt Gießen) betrifft eine Anmeldung der Stadtverwaltung in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die besonders hinge­wiesen sei.

Amtsgericht Gießen.

Bor dem Amtsgericht Gießen fand gestern die Verhandlung gegen ein Ehepaar aus Gießen we­gen Kindesmißhandlung statt. In der Hauptver- yandlung hat sich herausgestellt, daß die Ehefrau chr Kind gröblich mißhandelt hatte, weil es in der Schule sein Frühstücksbrot fortgeworfen und im Papierkorb nach anderen Brotresten aesucht hatte. Der Ehemann glaubte, berechtigt zu sein, sein Kind zu mißhandeln, weil es zu ftaufe nicht richtig ge­gessen habe. Die Angeklagten versuchten ihr Ver­halten als harmlos hinzustellen. Das Gericht stellte fest, daß die Handlungsweise der Angeklagten sich als eine Roheit darstellt. Es ging daher über die gesetzlich angedrohte Mindeststrafe hinaus und ver­urteilte die Ehesrau zu einer Gefängnis st rase von sechs Monaten und den Ehemann zu einer Gefängnisstrafe von vier Mona- t e n. Den Angeklagten würben die Kosten des Verfahrens auferlegt.

Schöffengericht Gießen.

Der 23jährige S). F. aus Alsfeld wurde wegen schwerer Urkundenfälschung in Tateinheit mit Be­trug unter Annahme mildernder Umstände zu drei Wochen Gefängnis und zur Kosten­tragung verurteilt. Der Angeklagte war geständig, unter Mißbrauch des Namens seines Bruders eine Quittung gefälscht und dadurch erreicht zu haben, daß ihm die Sparkasse in Lauterbach einen seinem Bruder zustehenden Betrag von 10,64 RM. aus­zahlte, den der Angeklagte für sich verbraucht hat.

Von der Anklage der fahrlässigen Tötung nach § 222 StGB, wurde der 27jährige Gustav D i l - lenburger aus Södel f r e i g e s p r o ch e n. Die Kosten hat die Reichskasse zu tragen. Der Ange­klagte befuhr mit seinem Personenkraftwagen, in dem noch zwei weitere Personen saßen, am 9.12. 1935, morgens gegen 4 Uhr, die Straße Fried­bergBad-Nauhetm. Tags zuvor war geringer Schneefall eingetreten, die Straße war durch das Befahren und erngetretenen Frost erheblich glatt. Der Angeklagte wollte einen in gleicher Richtung fahrenden Radfahrer überholen und mußte nach links ausweichen. Als er wieder nach rechts steuerte, kam der Wagen ins Rutschen, stteß mit einem Kot­flügel gegen einen Baum, drehte sich dann und fuhr in rückwärtiger Fahrtrichtung gegen einen fast 10 Meter entfernt stehenden Baum. Hierbei wurde der 26 Jahre alte R. O. so schwer verletzt, daß er bald darauf im Krankenhaus verstarb. Das Gericht hat als nicht nachgewiesen angesehen, daß der An­geklagte den Unfall verschuldet hat, da er im zwei­ten Gang gefahren ist und somit eine Geschwindig­keit von zirka 20 bis 30 Kilometer anzunehmen sei. Nach Ansicht des Gerichts ist der Unfall auf unglückliches Zusammenwirken verschiedener Um­stände zurückzuführen, für die der Angeklagte die Schuld nicht trage. Es mußte daher Freisprechung erofqen.

Kleine Strafkammer Gießen.

In der Berufungssache gegen den L. I. aus Büdingen wegen Uebertretung und Vergehen war der Angeklagte bei Aufruf der Sache nicht er­schienen. Die Berufung des Angeklagten wurde baher unter Kostenbelastung verworfen.

Auch der Angeklagte W. aus Büdingen, der wegen Körperverletzung angeklagt war, war weder erschienen, noch hat er sich durch einen Anwalt vertreten lassen. Auf Antrag wurde die Berufung ebenfalls auf Kosten des Angeklagten verworfen.

Sodann beschäfttgte sich die Kleine Strafkammer mit der Berufungssache des K. Sch. aus Gießen. Der Angeklagte war vom Amtsgericht Gießen wegen Körperverletzung zu einer Gefängnisstrafe von fünf Monaten verurteilt worden. Die Be­rufungsverhandlung ergab zwar, daß der Ange­klagte an der Schlägerei in der Nacht vom 17. auf 18. Mai 1935 in der Nähe des Selterswegs be­teiligt war, doch konnte ihm nicht einwandfrei nach- gewiesen werden, daß er derjenige war, der dem Verletzten die Fußtritte ins Gesicht versetzt hatte, also der Haupttäter war. Das Gericht hob daher das erstinstanzliche Urteil auf und stellte das Ver­fahren auf Grund des Straffreiheitsgesetzes vom 23. April 1936 ein, da die auszusprechende Strafe einen Monat Gefängnis nicht übersteigen würde.

Der L. B. aus Gambach war vom Amtsgericht Butzbach wegen Beleidigung und übler Nachrede zu einer Gefängnisstrafe von zwei Mona­ten und zwei Wochen verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hatte der Angeklagte Berufung eingelegt. Auf Grund der Beweisaufnahme kam das Berufungsgericht zu dem gleichen tatsächlichen Ergebnis wie in erster Instanz. Der Angeklagte hatte dem Flurschützen B., der ihn wegen eines Flurschadens zur Rede stellen wollte, unberechtiater- weise beleidigende Aeußerungen zugerufen. Auch den Gerichtsvollzieher K., der bei ihm in dienstlicher Eigenschaft erschienen war, überschüttete er mit Aeußerungen, die eine Beleidigung des Gerichts­vollziehers darstellen. Auch das Berufungsgericht erblickte in dem durch nichts gerechtfertigten Ver­halten des Angeklagten eine üble Nachrede im Sinne des § 186 und in Tateinheit damit einer Beleidigung im Sinne des § 185 StGB, des Flur- schützen sowie des Gerichtsvollziehers. Auch die in erster Instanz verhängte Strafe erschien dem Ge­richt durchaus angemessen, zumal das Verhalten des Angeklagten die Art feiner Einstellung Be­hörden gegenüber kennzeichnet. Die Berufung des Angeklagten wurde daher auf seine Kosten zurück­gewiesen.

Weiter hatte sich das Gericht mit der nunmehr 21jährigen Erna Berghäuser aus Weidenau (Kreis Siegen) zu befassen. Wegen mehrerer schwe­rer und leichter Diebstähle hatte das Amtsgericht Gießen sie am 27. November 1936 zu einer G e - samtgefängnisstrafe von sechs Mona­ten und zur Tragung der Kosten des Verfahrens verurteilt. Gegen dieses Urteil hatte die Staats­anwaltschaft wegen der Strafhöhe Berufung ein- gelegt. In der Zeit von Januar bis Ende Mai 1936 mißbrauchte die Angeklagte das Vertrauen ihrer

Der vorbereitende Ausschuß für das Treffen der ehemaligen und der aktiven 116er in Gießen hat für diese kameradschaftliche Begegnung den 2 9. und 3 0. Mai vorgesehen.

Die Wiedersehensfeier Der einstigen Angehörigen des ehemaligen Gießener Infanterie-Regiments Nr. 116 und seiner Kriegsformationen, die im Rah­men der Gesamtoeranstaltung stattfinden wird, soll ihr besonderes Gepräge durch die Vereinigung aller ehemaligen Regimentskameraden an diesem Tage und durch die Vertiefung der kameradschaftlichen Gemeinschaft mit den jungen Soldaten des wieder­erstandenen Infanterie-Regiments Nr. 116 erhalten. Es wird als selbstverständlich angesehen, daß kein ehemaliger 116er und kein Kamerad der Kriegs­formationen des alten, ruhmreichen Regiments es versäumen werden, die Tage und Stunden dieses Beisammenseins mit den jungen Kameraden des aktiven Regiments zu verleben und dabei zu sehen, was die junge Mannschaft in der feldgrauen Uni­form zu leisten vermag.

Die Vorbereitungen zu den verschiedenen Ver­anstaltungen werden durch die Gießener Kamerad­schaften im Einvernehmen mit dem Regiment ge-

Gestern nad)mittag wurde Geheimrat Prosessor Dr. Robert Sommer auf dem Neuen Friedhof zu Grabe getragen. Eine stattliche Trauergemeinde hatte sich eingefunden, um dem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen.

Mit dem Largo von Händel fand die Trauerfeier ihren Auftakt. Pfarrer Bechtolsheimer hielt die Gedenkrede und gab dabei einen umfassenden Ueberblick über das Leben des verstorbenen Ge­lehrten. Er würdigte seine bedeutungsvollen wissen­schaftlichen Forschungen, sprach von seinen Vor­fahren, denen er sich immer eng verbunden fühlte, wie er auch seiner schlesischen Heimat immer die Treue bewahrt habe. Pfarrer Bechtolsheimer be­zeichnete den Dahingeschiedenen als ein brennendes und leuchtendes Licht, dem viele Glück und Segen zu verdanken hatten, schilderte ihn als einen Men­schen, der gleichweise von Fernweh und Heimweh erfüllt gewesen sei und bis kurz vor seinem Ende noch weite Reisen unternahm, um seinen Forschun­gen nachzugehen. An Leib und Seele sei er ein Jüngling gewesen bis in seine letzten Tage; und viele Plane habe er noch mit ins Grab nehmen müssen. Nachdem Pfarrer Bechtolsheimer noch man­chen wertvollen menschlichen Zug des Wesens des Verstorbenen in die Erinnerung zurückgerufen hatte, insbesondere aber sein aufopferndes Bemühen um die kranke Gatttn geschildert hatte (die ihm um ein­einhalb Jahre vorausgegangen war), schloß er mit Gebet und Segen.

Ein feines Erlebnis war der Trauergemeinde dann beschieden mit einem alten schlesischen Volks­lied (Vom Lebensbrünnlein"), das Herr Greif (Stadttheater) fang und das in innigster Beziehung zum Verstorbenen zu verstehen war.

Nach der geistlichen Einsegnung traten viele Män­ner unserer Stadt an den Sarg, um dem Verstor­benen ehrende Nachrufe zu widmen und als äußere Zeichen der Wertschätzung Kränze niederzulegen.

Oberbürgermeister Ritter bezeichnete den Ver­storbenen als einen Freund und Helfer aller, der den Ruf unserer Stadt weit in das Reich getragen habe. Aus ursprünglicher lebendiger Kraft habe er gegeben und uns zu dauernder Dankbarkeit ver- pflichtet.

Seine Magnifizenz, der Rektor der Universität, Professor Dr. Pfähler, stellte den Dahingeschie­denen in die Reihe jener Generation, die den Ruf der Universität weit hinausgetragen habe, in die Reihe mit König, Hirt und Behaghel, die ihm vor­ausgegangen waren. Er erinnerte daran, wie der 31jährige junge Gelehrte nach Gießen kam, der da­mals schon mit vielen wissenschaftlichen Arbeiten hervorgetreten war und sich bedeutenden Ruf er­worben hatte. Rückblickend müsse gesagt werden, daß all das, was er in den Jahren von 1895 bis 1937 geschaffen habe, in Vollendung und Weite vor

Dienstherrschaft und stahl aus offenen oder mittels eines angefertigten Nachschlüssels aus verschlossenen Behältnissen Geldbeträge in Höhe von 600 bis 700 Mark. Ferner entwendete sie mehrere wertvolle Schmuckstücke. Selbst nach ihrer Entlassung von dieser Dienstherrschaft behielt die Angeklagte die sich selbst verschafften Wohnungsschlüssel und be­nutzte ihre genaue Sach- und Ortskenntnis dazu, nachts oder sogar in einem Falle bei Tage Besuche bei ihrer früheren Dienstherrschaft zu machen, um bei dieser Gelegenheit immer ansehnliche Geldbe­träge mitzunehmen. Die auf diese Art entwendeten Gelder machen einen Betrag von über 1000 Mark aus. Die Angeklagte trieb ihren Vertrauensbruch negenübpr ihrer alten Dienstherrschaft soweit, daß sie, nachdem teilweise ihre Verfehlungen herausge- foramcn mären und sie versprochen hatte, die Be­träge zurückzuerstatten, neue Einbrüche verübte, um dann am nächsten Tage einen Teil des neu ge­stohlenen Geldes dazu zu benutzen, es dem Pe- stoblenen als Abschlagszahlung für die früheren Diebstähle anzubieten. Aber auch in ihrer neuen Stellung besorgte sie sich Nachschlüssel und er­leichterte damit die Kasse ihres neuen Dienstherrn um ansehnliche Beträge.

Du 5 Berufungsgericht war in der gestrigen Hauptoerhandlung nicht in der Lage, bei der Viel­zahl der Fälle und der Art und Weise, wie sie be­gangen waren, dem Vorderrichter hinsichtlich der Bemessung der Strafe zu folgen. Es hob daher das erstinstanzliche Urteil auf und verurteilte die Ange­klagte zu einer Gesamtgefängnisstrafe von zehn Monaten und zur Tragung der ge­samten Kosten des Verfahrens. Da die Angeklagte geständig war, wurde ihr die Untersuchungshaft von sieben Wochen auf die ernannte Strafe ange­rechnet. Der Vorsitzende hob in seiner Urteilsbe­gründung hervor, daß, du die Angeklagte noch sehr jung und bisher noch unvorbestraft sei, ihr auch mit Rücksicht auf ihr Geständnis mildernde Um­stände zuzubilligen seien, daß dies aber nicht soweit gehen dürfe, daß von einer gerechten Sühne nicht mehr gesprochen werden könne. Die Allgemeinheit habe für eine zu gelinde Behandlung und Beur­teilung der Tuten fein Verständnis, um so mehr, uls die Art und Weise und die Dauer des Vor­gehens auf eine Hartnäckigkeit des verbrecherischen Willens schließen lassen. Hinzu kommt noch, daß

troffen. Dis jetzt sind folgende Veranstaltungen vorgemerkt: Am Samstag, 2 9. Mai, nachmittags Gefallenen-Ehrung, abends Begrüßung tn der Dolkshalle, wobei die Regimentsmusik und die einzelnen Kompanien des neuen Regiments die Unterhaltung bestreiten und sich in ihren Leistungen zu übertreffen suchen werden. Am Sonntag, 3 0. Mai, vormittags, Besichtigung der Kasernen, anschließend auf dem vorderen Trieb bei Konzert gemeinschaftliche Verpflegung aus der Feldküche. Die Nachmittagsstunden des Sonntags werden auf dem Trieb ein großes Sportfest der Truppe mit mancherlei interessanten Vorführungen bringen.

Die Festlegung und gründliche Vorarbeit für die Durchführung aller Einzelheiten wird von den er­forderlichen Sonderausschüssen in Kürze in Angriff genommen werden.

Schon aus diesen kurzen Angaben über die vor­läufig geplanten Veranstaltungen ist ersichtlich, daß das 116er-Treffen 1937 in Gießen nicht nur den beteiligten alten und jungen Soldaten, sondern darüber hinaus der gesamten Bevölkerung von Stadt und Land viel Interessantes und Sehens­wertes bringen wird.

uns stehe. Jede Fakultät habe ihm wertvolle An­regungen zu verdanken. Er fei Hochschullehrer ge­wesen, nicht nur von der Wissenschaft, sondern auch vom Menschen her. Im Aufttag der Universität, wie auch gleichzeitig der Landesregierung, ferner für die Deutsche Gesellschaft für Psychologie legte der Rektor Kränze nieder.

Der stellvertretende Dekan der Medizinischen Fa­kultät, Professor Dr. Herzog, kennzeichnete den Verstorbenen als eine Persönlichkeit. Er erinnerte an seine Forschungen um die Vorfahren Goethes, seine Arbeit um die Erhaltung des Nachlasses Ju­stus von Liebigs, an feine Forschungen um die Edda, um den Limes und die großen deutschen Heerstraßen. Er kennzeichnete ferner feine Arbeit in wissenschaftlichen Gesellschaften und seine Bemü­hungen um die Erhaltung von Kulturdenkmälern oer Heimat.

Sodann sprach der Leiter der Unioersitäts-Nerven- klinik, Professor Dr. Sonina, zunächst ausführ­lich über die vielfältige wissenschaftliche Arbeit, die Robert Sommer leistete, sprach von feiner Arbeit als klinischer Direktor, in der er allen väterlicher Freund gewesen sei und schilderte in schöner Sinn- deutung, wie heute, in schweigender Trauerver­sammlung, die große Zahl feiner Pattenten an feiner Bahre stehe. Mit aufschlußreichen persönlichen Erinnerungen rundete Professor Dr. Böning das Bild, das er in kurzen Worten gezeichnet hatte.

Nachdem die Betriebsgemeinschaft der Universi­täts-Kliniken, insbesondere auch die Gefolgschaft der Universitäts-Nervenklinik, Kränze gewidmet hatte, sprach der Führer der Gießener Studentenschaft, Frank, der dankbar davon sprach, daß Professor Sommer ihralter Kamerad" gewesen sei. Ein Kamerad aus dem Kreise des NSDStB. sprach für die Medizinische Fachschaft ebenfalls Worte eines herzlichen Nachrufs. Für die Philosophische Fakul­tät sprach Professor Dr. Wei tz. Er hob hervor, daß sich Professor Sommer mit der Schaffung des Liebig-Museums ein unvergängliches Denkmal ge­fetzt habe.

Im Namen der Nachkommen Justus von Liebig's fand Amtgerichtsrat I ö ck e l herzliche Worte des Dankes und für die Heimatvereinigung Schiffenberg rühmte Oberforstmeister Nicolaus den ernsten Sinn und die schöne Bemühung des Verstorbenen um die heimatliche Landschaft. Auch Bürgermeister Schäfer von Watzenborn-Steinberg widmete dem Dahingeschiedenen herzliche Worte des Dankes und der Ehrfurcht für fein Wirken im Dienste der Hei­mat.

Nach einem Choral fand die Feier in der Grab­kapelle ihren Abschluß. In feierlichem Zuge wurde der Sarg bann von den Kameraden des NSDStB. zur Grabstätte gebracht, wo unter letztem Gebet der Verstorbene neben feiner Gattin zur Ruhe gebracht wurde.

die Angeklagte nicht etwa aus Not gehandelt, son­dern das Geld mit Freundinnen und Freunden ver­praßt hat. Wenn die (Straffammer noch unter der von der Staatsanwaltschaft beantragten Höhe der Strafe blieb, so nur deshalb, weil sie der Heber* zeugung ist, daß die Angeklagte doch noch nicht so schlecht ist, daß die ausgesprochene Strafe nicht aus­reicht, um sie auf den rechten Weg zurückzuführen.

(km Horst-Wesiel-Mal in Mainz.

Lpd. Mainz, 5. Febr. Durch den Neubau des Reichsbahngebäudes am Südende der Kai­serstraße muß der Horst-Wessel-Platz eine Neu­gestaltung erfahren, mit der bereits begonnen wurde. Die Neuanlage ist so gedacht, daß große Rasenflächen mit Staudenbeeten, Ruhebänken und Wasserbecken geschaffen werden. Inmitten dieser Anlagen wird sich ein Hör st-Wessel-Mal er­heben. Man hofft, die Arbeiten am Horst-Wessel- Platz gleichzeitig mit der Vollendung des Reichs­bahn-Neubaues zum Abschluß bringen zu können. Durch die Umgestaltung soll einem durchaus un­würdigen Zustand ein Ende bereitet und eine wirk­samere Grünlage als bisher geschaffen werden

Ausdehnung

des Ernöhrunoshil^werks.

LPD. Darmstadt, 4. Febr. Wir haben kürz­lich davon berichtet, daß in Darmstadt der erste Ver­such im Gau Hessen-Nassau gemacht wurde, im Rahmen des Ernährung s Hilfswerks die Haushaltsabfälle zu sammeln, um damit zusätzliche Schweinemästung durchzuführen. Die bisher ge­machten guten Erfahrungen haben dazu geführt, daß nunmehr mehrere Darmstädter Ortsgruppen neu eingeschaltet werden konnten. In diesen Tagen wird auch in G r i e s h e i m , der großen landwirt­schaftlichen Erzeugergemeinde, mit der Abfallfamm- fung begonnen, und man errechnet, daß aus den heimischen und einem Teil der Darmstädter Abfälle 150 Schweine in Mast genommen werden können. Die NSV. hat in Griesheim einige große Stallungen gepachtet, die von betreuten Volksgenossen freiwillig instand gesetzt wurden und nun ihre vierbeinige Be­legschaft aufnehmen sollen ein weiterer erfolg- racher Schritt im Rahmen der Erzeugungsschlacht.

Oberhessen.

>Aus der Lügenwelt zur Wahrheit!

(Eine begeisterte Anhängerin unseres Führers geworden.-

CO Harbach (Kreis Gießen), 5. Febr. Gegen­wärtig weilt bei einem hiesigen Landwirt eine Dame aus England zu Besuch. Sie kann sich nicht genug über die geordneten Zustände in ihrem Mutterlande wundern. Nach englischen Presseberichten und den dortigen Gerüchten hatte sie sich das nationalsozialistische Deutschland ganz anders vorgestellt. Ihre Befürchtungen waren so groß, daß sie beinahe dem Ratschlag ihres Gatten, von der Reise Abstand zu nehmen, gefolgt wäre. Nun kann sie sich mit eigenen Augen überzeugen, daß es tatsächlich bei uns keine Brotkarten gibt. Dieses Märchen ist nämlich, wie die Dame u. a. erzählte, überall im Jnselreich im Umlauf. Ferner kann sie sich überzeugen, daß es in unseren Bäcker­läden tagtäglich frisches Brot zu kaufen gibt. In England hatte man chr mit Bestimmtheit erklärt, im neuen Deutschland würde nur altes, hartes Brot verkauft, damit man es in den Haushaltun­gen nicht so schnell verbrauchen könne. Wie glück- nch wird ihr Gatte fztn, Daß sie ohne unter- wegs verhaftet worden zu fein ihr Reiseziel erreicht hat; denn dieses Schreckgespenst hatte man der Bedauernswerten in grellen Farben ausge» malt. Kurzum: die Dame ist sprachlos vor Ver­wunderung und in der kurzen Zeit eine b e g e i. fierte Anhängerin unseres Führers geworden. Nach ihrer Rückkehr wird sie jede Ge­legenheit benutzen, um ihren Freunden und Be­kannten ein wahres Bild vom neuen Deutschland zu geben. Als Geschäftsfrau sie betreibt mit ihrem Gatten eine Teestube wich es ihr daran nicht mangeln. Mr wünschen ihr noch schone, erlebnisreiche Ferientage und eine glückliche Heimreise!

Oer Kreis Schotten tagt.

* Schotten, 6. Febr. Zu der Meldung des NS.-Gaudienstes über die große Tagung des Krei­ses Schotten in der Kreisschule der Deutschen Ar­beitsfront wird dem Schottener Kreisblatt mitge­teilt, daß diese Tagung nicht für den 7. Februar, sondern für Sonntag, den 7. März 1937 vorgesehen ist. Mit Rücksicht auf das ungünstige Wetter, Schnee und Glatteis der vergangenen Tage, ist die Tagung in den Anfang März verlegt worden.

Landkreis Gießen.

> Staufenberg, 4. Febr. Mit Beginn die- ses Monats hat der neue Pächter Heinrich Koob aus Lollar den Wirtschaftsbe trieb auf der hiesigen Burg übernommen.

nsf. Daubringen, 5. Febr. Nach dem 15. Fe- bruar setzte in unserer Frauenschaft wieder eine rege Tätigkeit ein. Vor 14 Tagen wurde unfern Mitgliedern ein schöner Lichtbildervortrag von einer Teilnehmerin einer KdF.-Reise an die Nordsee ge- boten. Die Bilder lleßen die Frauen einen Ein­blick gewinnen in das Leben und Treiben der Inselbewohner. Nicht nur die Schönheit der Land­schaft, auch ihre Gefahren bei Sturm und Seenot waren aus den Bildern zu erschen. Am Montag schilderte ein Mitglied unserer Ortsgruppe ihre Er­lebnisse auf dem Reichsparteitag, ebenfalls mit Lichtbildern. Außerdem hörten die Frauen von den Nöten der Ausländsdeutschen. die in der Fremde unter seelischen und wirtschaftlichen Entbehrungen doch ihrem Vaterlande die Treue halten roolipn. Alle Frauen folgten den Ausführungen mit fielfter Anteilnahme und mit dem Wunsche, mithelfen zu können.

* A l l e n d o r f a. d. L d a., 5. Febr. Aus der Land­straße BeuernAllendors a. d. Lda. hielt heute Vor­mittag an einer schmalen Stelle ein Personen­kraftwagen, den ein Lastwagen aus Grünberg auf seiner Fahrt überholen wollte. Dabei verlor der Lenker des ßa ft mögens die Herrschaft über sein Fahrzeug; er fuhr mit dem Wagen in den Straßen­graben, sofort wieder aus dem Graben heraus und gleich noch einmal in den Graben hinein. Bei dem aufregenden Vorfall hatte der Fahrer viel Glück, denn es entstand nur Sachschaden; Personen wurden nicht verletzt.

£ Leihgestern, 6. Febr. Am heuttgen Sams­tag, 6. Februar, können der Landwirt Joh. Georg Häuser II. und seine Ehefrau Christine, geb. Wagner, Hindenburgstraße 34 dahier, ihre gol­dene Hochzeit in guter Rüstigkeit begehen.

4= Watzenborn-Steinberg, 5. Febr. In­folge der Schneeschmelze und des Regens in den letzten Tagen ist der L ü ck e n b a ch über seine Ufer getreten und hat den Wiesengrund un­terhalb unseres Dorfes überschwemmt. Auch im Talgrund nach Leihgestern zu sind weite Strecken des Wiesengeländes bis nahe an den Vergwald heran unter Wasser gefetzt.

O Allendors (Lah n), 5. Febr. Der hiesige Kirchengesangverein hielt am Donnerstag im Saale von Henkelmann einen Familienabend ab. Die Zehnjahresfeier der Gründung wurde da­mit verbunden. Eine Anzahl von geistlichen Liedern und Volksliedern wechselten mi* Gedichten und einem kleinen Sviel:Befiehl du deine Wege". Zur allgemeinen Freude waren neben dem Orts- geifttichen, Pfarrer Germer von Großen-Linden, noch Dekan Sattler von Wieseck und der Deka­natsvertreter der Kirchenchöre, Pfarrer Weisel von Heuchelbeim erschienen, die sämtlich die Bedeu­tung der .K'rchengesangvereine hervorhoben. Die rpfHnfe Bet"stiaunq der Mitglied"r mit ihren An­gehörigen, die den großen Saal füllten, beweist das kirchliche Interesse in unserer Gemeinde, Am Schluffe fand eine Sammlung für das WHW. statt, die den Betrag von 12,10 RM. ergab.

< Holzheim, 6. Febr. Der Landwirt Hein­rich Ernst S ch m a n d t feiert am morgigen Sonn- taa, 7. Februar, in völlig körperttcher und geistiger Frisch" im Kreise feiner Angehörigen leimn 8 0. Geburtstag. Der vor einiger Zeit ver- mißte Gg. L a u x ist bis heute noch nicht nach Hause zurückgekehrt. Laux batte das Fahrrad mit sich ge­führt, trug einen Mantel, Mütze und hat einen starken Bartwuchs. Da er schon einige Zeit an einem Nervenzusammenbruch leidet, wird allgemein ange­nommen, daß er sich ein Leid angetan hat.

nsf. Inheiden, 5. Febr. Ein Kurzl - br - gang vereinigte unsere Frauen an einem Abend, bei dem Fräulein Hechler mit der Vertrauens­frau der Abteilung Volkswirtschaft - Hauswirtschast über die Verwendungsmöglichketten des Seefisches sprach. Die abwechslungsreiche Zubereitung zeiate den Frauen, wie febr die Gerichte von Fisch. Z. B. auch H-ring, den Mittagsttsch bereichern können. Durch Kostvroben wurden alle von der Schmack-

Abschied von Geheimrat Sommer.

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