Hastigkeit dsr Speisen überzeugt. Hoffentlich wird das Gelernte überall ausgiebig angewendet.
A Saasen, 4. Febr. Am Dienstag fand hier im Schulhof der O b e r k l a s s e eine schlichte Feier statt. Nachdem alle Schüler im Jungvolk bzw. im Bund Deutscher Jungmädel sind, tonnte feierlich die HI. - Fahne gehißt werden. Nach dem einleitenden Lied „Auf hebt unsere Fahne" sprach Jungbannführer T a e ß l e r. Während dann die Fahne gehißt wurde, trugen die Schüler einige Gedichte vor. Durch Händedruck gelobte Lehrer B l e - s e r, die Fahne stets treu zu bewahren. Mit dem Gesang des Jugendliedes „Vorwärt, vorwärts" fand die Feier ihr Ende.
§ Queckborn, 3. Febr. Gestern abend fand in der vollbesetzten Kirche ein Filmvortrag der Inneren Mission über „Segensspuren der Liebe" statt. Diakon Hagebölling von der Inneren Mission Nassau-Hessen führte den Film vor und gab nähere Ausführungen dazu. Man sah die Anfangsstätten der Inneren Mission in Oberhessen, Arnsburg mit seinem Erziehungsheim, die Anstalten in Nieder-Ramstadt mit Krüppellehrlingsheim und Epileptischen-Anstalt, weiterhin die Heilanstalt Scheuern bei Nassau, das Mädchenheim auf der Glauburg, die Lehranstalt auf dem Geisberg bei Wiesbaden. Hierauf sahen wir die Stätten, wo die Schwestern der Inneren Mission (Diakonissen) ausgebildet werden: das Elisabethenstift in Darmstadt und das Paulinenstift in Wiesbaden. In der zweistündigen Vorführung wurde der Gemeinde so ein Einblick gegeben in die großen Aufgabengebiete der Inneren Mission. Es wurde klar, daß die Aufgabe der Kirche nicht begrenzt ist mit der Kirchenmauer, sondern daß sie hineinwirken muß ins Leben, besonders in das Leben, das wir sonst gerne nicht sehen wollen, an dem wir lieber vorübergehen, weil es die menschliche Unzulänglichkeit ungeheuer deutlich vor Augen stellt. Möchte dieser Abend vielen eine Aufklärung über diese Arbeit gegeben haben, eine Arbeit, die die evangelische Christenheit nie aufgeben darf, weil sie dazu verpflichtet ist durch das Wort der Schrift.
Kreis Schollen.
# Groß-Eichen, 5. Febr. Am Montagabend hielt der Ob st- und Gartenbauverein seine gut besuchte Jahreshauptversammlung ab. Gärtner Wilhelm Bork erstattete einen ausführlichen Bericht über die im vergangenen Jahre geleistete Arbeit. Der Verein zeigt eine gesunde Aufwärtsentwicklung. Drei Mitglieder sind dem Verein neu beigetreten, so daß sich jetzt die Zahl der Mitglieder auf 40 beläuft. Ferner wies der Vorsitzende auf die Wichtigkeit der Obstbaumpflege und der Schädlingsbekämpfung hin. Es wurde beschlossen, auch in diesem Jahre die Winterspritzung mit Obstbaumkarbolineum und die Sommerspritzungen durchzuführen.
# Großen-Eichen, 5. Febr. Heute fand hier ein Hofrundgang statt. Es wurden verschiedene Hofreiten besichtigt und besprochen, auch wurde der neuerbaute Ochsenstall einer eingehenden Besichtigung unterzogen und als gut befunden. Besonders gut gefiel das Vieh. Dr. D i e n st von der bäuerlichen Werkschule Grünberg leitete den Rund gang.
Kreis Alsfeld.
—.— Homberg, 5. Febr. In der Stadthalle veranstalteten dieser Tage die hiesigen Pimpfe des Fähnleins 22 einen Gemeinschaftsabend, zu dem besonders die Eltern eingeladen waren. Mit einem Liede leitete die Jugend ihren Abend ein. Fähnleinführer Reinhard (Deckenbach) begrüßte die zahlreichen Gäste und sprach dann über die Ziele der Hitler-Jugend, von der geistigen und körperlichen Schulung in der Hitler-Jugend und der Kameradschaftspflege. Im Verlauf des Abends war dann Gelegenheit geboten, über die prächtigen humorvollen Vorführungen der Pimpfe herzlich zu
lachen. Die Jungen ernteten viel Beifall. Nachdem der stellvertretende Ortsgruppenleiter Ihm die Eltern ermahnt hatte, ihre Kinder der Hitler-Jugend einzugliedern, und die HI. bei ihrer Arbeit zu unterstützen, fand der Abend mit dem Gruß an den Führer, sowie dem Gesang des Liedes der HI., des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes seinen Abschluß.
*!* Ruppertenrod, 5. Febr. Die hiesige Gefolgschaft der Hitler-Jugend hielt im Saale von Schmidt einen Dorfgemeinschaftsabend ab. Gefolgschaftsführer K. S t i e h l e r prach zu den Eltern und den übrigen Besuchern iber die Aufgaben und Ziele der HI. Einige Jungen trugen Gedichte vor, zwischen denen Lieder der HI. ertönten. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg.
*!* Aus d e m Ohmtal, 5. Febr. Bereits vor zwei Jahren mußten unsere Jäger die Beobachtung machen, daß einzelne Füchse an Räude erkrankt waren. Die Krankheit hat immer mehr um sich gegriffen, so daß in manchen Revieren bis zu drei Viertel aller Füchse an Räude erkrankt sind.
# Ober-Ohmen, 5. Febr. Der hiesige G e - sangoerein „Germania" brachte dieser Tage dem bejahrten Sangesbruder Konr. Stritt er III., der seit 50 Jahren dem Verein angehört, ein Ständchen. Mehrere Chöre gelangten zum Vortrag. Viele Volksgenossen hörten zu und dankten auch ihrerseits den Sängern mit lebhaftem Beifall.
fkL Kirtorf, 5. Febr. Am 7. Februar begeht der Arbeiter Konrad Dörr dahier seinen 73. Geburtstag. Seine Frau starb im Jahre 1921, er lebt seit dieser Zeit als Witwer. Seinen Lebensabend verbringt er bei seiner ältesten Tochter. Er ist jetzt schon dreizehn Jahre Austräger des Gießener Anzeigers. — Die Holzhauerarbeiten im hiesigen Stadtwald gehen ihrem Ende entgegen. Sie brachten vielen Arbeitern für längere Zeit Arbeit und Verdienst. Es wurden etwa 4000 Festmeter Holz geschlagen. — Diese Woche wurde eine Jagd im Fortstamtsbezirk Kirtorf durchgeführt. Es beteiligten sich hierbei alle Forstbeamten des Forstamtsbezirks und der angrenzenden Bezirke. Zwei Wildschweine konnten erlegt werden.
Kastnochtsumzug in Marburg.
* Marburg, 6. Febr. Am 9. Februar, Fastnachtdienstag, wird in Marburg viel Leben und Treiben sein, denn ganz Marburg feiert — F a st n a ch t. Die Marburger Fastnacht will aber durchaus nicht den rheinischen Karneval nachmachen, sondern sie will bewußt die Marburger Eigenart Herausstellen. Marburger Ereignisse in Verbindung mit größeren Zeitgeschehnissen bilden die Grundlage für den großen karnevalistischen Umzug, der sich am Fastnachtsdienstag ab 14.30 Uhr durch die Hauptstraßen von Marburg bewegen wird. Mit Rücksicht auf das 10jährige Jubiläum der Marburger Festspiele werden auch einzelne besonders ansprechende Szenen aus dem Spielplan in dem Umzug zur Darstellung kommen. Diese Gruppen bilden zusammen mit dem Wagen des „Großen Rates" die Prunkstücke des etwa fünfzig Gruppen zählenden Umzuges.
Vollstreckung eines Todesurteils in Mainz.
LPD. Mainz, 5. Febr. Am 5. Februar 1937 ist die 42jährige Frieda Vogler, geborene Zorn, aus Mainz-Kostheim hinYerichtet worden. Sie war vom Schwurgericht m Mainz wegen Giftmordes an ihrem Ehemann, dem Gastwirt Georg Vogler, und an dem Friseur Ludwig Seitz zweimal zum Tode und wegen Mordversuchs an ihrem Stiefsohn Georg Vogler und dem Installateur Kaim zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt worden.
Christl Cranz schneller als die Männer.
Akademische Welt-Winterspiele in Zell am See.
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Am vierten Tage der Akademischen Welt-Winterspiele in Zell am See stand als wichtigster Wettbewerb der Torlauf für Männer und Frauen auf dem Programm. Unsere Olympiasiegerin Christl Cranz befand sich in ausgezeichneter Verfassung und stellte mit ihrer Leistung sämtliche männliche Teilnehmer in den Schatten. Mit 55 Sekunden im ersten Lauf und 114,9 Sekunden für beide Läufe fuhr sie die absolute Tagesbestzeit heraus. Nach ihrem Sieg im Abfahrtslauf errang die Freiburgerin damit auch den Sieg in der Kombination und damit den Titel einer akademischen Weltmeisterin 193 7. Von den weiteren deutschen Teilnehmerinnen schied Ruth Z e n - neck durch Sturz aus, während unsere Läuferinnen S v e i d l e r und H ü t t e n h e i m den fünften und sechsten Platz belegten.
Bei den Männern erzielte der neue österreichische Meister Krallinger im ersten Durchgang mit
55,5 die beste Zeit, er schied aber schon im zweiten Lauf durch Sturz aus. So kam der Oesterreicher Dr. Egert, der beide Durchgänge in genau 58,5 Sek. schaffte, mit 117 Sekunden auf den ersten Platz. Hinter ihm belegte Geri Lantschner (Deutschland) mit nur 0,7 Sekunden Rückstand den zweiten Platz, während Beutter diesmal auf den achten Platz kam.
Am Start waren 108 Teilnehmer, darunter 17 Fronen. Die 600 Meter lange Strecke bewältigte einen Höhenunterschied von 150 Meter und wies 24 Tore auf. Es herrschte wunderbares Wetter. Die Kälte hatte aber die Bahn hart gemacht, so daß es bei den ersten Durchfahrten zahlreiche Sturze gab.
*
Der Führer gratuliert Christl Cranz.
Große Begeisterung weckte in den Abendstunden des Donnerstag in Zell am See die Bekanntgabe eines Telegramms des Führers on die Siegerin im Abfahrtslauf, Christl C r a n z, mit folgendem Wortlaut: .
„Zu Ihrem neuen Erfolg herzliche Glückwünsche. Adolf Hitler.
Krastfahrzeug-Winterprüfung 1937.
Die Zuverlässigkeitsfahrt.
Bet klarem Wetter wurden am Freitagmorgen die noch im Rennen liegenden 261 Teilnehmer der Krastfahrzeug-Winterprüfung nach der Startprüfung von Garmisch aus auf die erste Etappe der Zuoerlässigkeitsfahrt geschickt. Die Personenkraftwagen fuhren in östlicher Richtung in das Voralpengebiet, die Lastwagen hatten mit geringen Abkürzungen den gleichen Weg zurückzulegen und die Krafträder wurden in westlicher Richtung bis fast ins Allgäu hinein geschickt. Beide Strecken führten etwa 250 Kilometer über Gelände oder normale Landstraßen. Obwohl die Fahrtleitung in Anbetracht des geringen Schnees die Durchschnittszeiten auf 30 bis 60 Kilometer angesetzt hatte, rechneten die Fahrer bei der sehr günstigen Witterung mit einem leichten Tag. Sie mußten aber manche unangenehme Ueberraschung erleben. Die Krafträder hatten am Oberjoch einen völlig verschneiten und vereisten Hohlweg zu passieren, der schwerste Anforderungen an Fahr- und Steuerkraft stellte. Die Personenwagen kamen bei einer Steilabfahrt bei Feilnbach, die 1 Kilometer lang war und ein Gefälle von 15 v. H. aufwies, sämtlich ins Rutschen. Diele Wogen landeten im Walde. Drahtseile, Flaschenzüge und Winden muß-
Geschicklichkeits-
Wettbewerb beim
LerlinerAeitturmer
Das Jagdspringen der Klasse S a um den Geschicklichkeitspreis gewann Oberleutnant Brinck- mann, der auf „Baron" ritt und von den neun Fehlerlosen die schnellste Zeit erzielte. Hier beglückwünscht Rittmeister M o m m (rechts), der Leiter des Springstalles der Kavallerieschule Hannover, den erfolgreichen Sieger.
(Schirner-M.)
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Veitstanz
Veitstanz (Chorea), Name für Nervenerkrankungen, die mit Muskelunruhe, unwillkürlichen, ungeordneten Zuckungen, mit der Unfähigkeit zusammenhängender Bewegungen, oft auch mit Störungen der Stimmung einher- aehen. Es gibt zwei Arten von Veitstanz, die eine ist eine Infektionskrankheit, die durch denselben Erreger wie Rheumatismus hervorgerufen wird und die hauptsächlich im Kindesalter vorkommt. Diese Form des Veitstanzes geht nach einigen Wochen (6 bis 8) wieder zurück, besonders, wenn die Kinder richtig behandelt werden (man befrage den Arzt), und hinterläßt keine Folgen, außer unter Umständen genau wie der Rheumatismus eine Herzerkrankung. Daneben gibt es noch eine zweite Form, die sog. Huntingtonsche Chorea, die erst im späteren Leben auftritt, mit Verblödung einhergeht und erblich ist. Diele schwere Form ist aber doch sehr selten.
Velours, franz., kurzgeschorenes Gewebe aus Samt oder Seidensamt, das zu Decken und Teppichen verwendet wird.
Velvet, engl. Bezeichnung für kurzgeschorene Samtgewebe.
Venen oder Blutadern, die Gefäße, in welchen das sauerstoffarme Blut von den Körperorganen zur Lunge und von da nun aber als sauerstoffreiches Blut infolge des Gasaustausches in der Lunge zum Herzen zurückgelangt.
Ventilation
Venenentzündung ist eine mit Schmerzen, Rötung und einem Gefühl der Schwere einhergehende Entzündung der Venen besonders des Unterschenkels. Geneigt zu Venenentzündungen sind besonders Leute mit Krampfadern. Auch Frauen neigen während der Schwangerschaft und irr. Wochenbett oft zu V. Die Venenentzündung ist eine überaus ernste, bei Vernachlässigung unter Umständen zum Tode führende Erkrankung, darum größte Vorsicht und schon bei den ersten Anzeichen ärztliche Behandlung, die übrigens oft im Anschluß an eine Infektionskrankheit auftritt, bilden sich an der Wand der Venen Entzündungen, es wächst ein Blutpfropfen, der durch den geringsten Anlaß von der Gefäßwand abgelöst werden kann und dann als Embolus in das Herz oder in die Lungen gelangt und auf diese Weise die mit Recht so gefürchtete Embolie hervorruft. Bettruhe, Hochlagerung des Beines, keinerlei Massage, keine Bewegungen des Beines find unerläßliche Vorsichtsmaßregeln bei Venenentzündung.
Venezianische Seife, Marseiller Seife, aus Olivenöl bereitete, sehr milde Seife, die Gewebe und Farben nicht angreift. Sie wird auch als Fleckenentfernungsmittel bei Fettflecken und Schweißflecken verwendet.
Ventilation, lat., Bedeutung — Lüfung. Die natürliche Lüftung der Wohnung durch undichte Türen und Fenster genügt auch im Winter nicht. Die Fenster müs-
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