Zwischen Ost und West
zu
Wanö.
Eines der stolzesten und schönsten Kapitel deut-1 ihm in Kairo gegebenen Bankett nach seiner Rück- )er Forschung in Afrika, das leider heut schon! kehr aus Afrika Schweinfurth den Ehrenplatz
, wie der Njam Njam
zum Besuch der Fachhochschulen zugelassen werden.
cher Forschung in Afrika, das leider heut schon etwas in Vergessenheit geraten ist, ist überschrieben mit dem Namen Georg Schwei nfurth, der
ihren Abschluß kn einer zweisemestrigen schulpraktischen Bildung an den Hochschulen für Lehrerbildung finden. Es sei künftig auch strebsamen und begabten Gesellen und Meistern Gelegenheit zu geben, nach einer Eignungsprüfung — ebenso wie Abiturienten höherer Lehranstalten —
neben sich eingeräumt.
Das zweite wichtige Ergebnis dieser Reise war 11 ~ ‘ wilder und völlig unbekannter,
gen zu Frankreich begannen, habe Europa viel Illusionen und Enttäuschungen erlebt. Gerade in diesem Augenblick aber stellen wir die Lebenskraft der Beziehungen zwischen Warschau und Paris fest, eine Lebenskraft, deren Bekundung einen Höhepunkt gefunden hat in dem Besuchsaustausch zwischen General Gamelin und Marschall Rydz-Srnigly. Ich kann Ihnen erklären, daß zwischen der polnischen Regierung und der französischen Regierung völlige Uebereinftimmung über den Grundsatz besteht, daß das polnisch-französische Bündnis angesichts günstiger Vorschläge oder Verhandlungen aufrechterhalten werden muß. Ich habe die Möglichkeit gehabt, diese Sache mit meinem französischen Kollegen Delbos aufzuklären. Ich denke hier in erster Reihe an die schon im Zuge befindlichen Dertragsoerhandlungen zwischen den West machten, wodurch möglicherweise die alten Locarno-Verträge ersetzt werden sollen. Ich hoffe, daß ich auch die Mittel finden werde, damit im Lichte etwaiger neuer Vorschläge unser Bündnis seinen vollen Wert behalten wird.
Helfrttz wieder im Mittelpunkt des Interesses f Kleiner wurden mit den Jahren die Reisen, größer die Ehrungen, wie er denn beispielsweise bei der Begrüßung des aus Ost-Afrika zurückgekehrten Karl Peters 1890 die Festrede hielt. Erst <m Jahre 1888 hatte er seine ständige Wohnung m Kairo aufgegeben und sich in Berlin ansässig gemacht, reiste' aber jedes Jahr zu neuen Forschun- gen für lange Wintermonate nach Aegypten, manchmal auch nach Tunesien oder Algerien. Seme Pflanzensammlungen aus Aegypten bilden heute noch einen kostbaren Bestand der Berliner Sammlungen. Der Weltkrieg bedeutete auch für den schon gealterten Forscher einen tiefen Einschnitt. Im Mal 1914 verließ er Aegypten, um nie wieder seinen Fuß auf afrikanischen Boden zu setzen.
Er war im Auslande berühmter als in Deutschland, denn er tat sich nie hervor, und die deutsche Oeffentlichkeit war fast erstaunt, gelegentlich in der Presse zu hören, daß er noch unter den Lebenden weilte, ein Zeuge der Tage der großen Afrikaforschung, während sich in Afrika Deutsche und Engländer, sicher nicht zum Vorteil der gemeinsamen weißen Sache, bekriegten. Gleichwohl hat er an dem Plane, dem kämpfenden Lettow-Vorbeck den Zeppelin L 59 zu Hilfe zu senden, mehr Anteil gehabt, als die Oeffentlichkeit damals (1917) ahnte. — Leise und unbemerkt ging sein Leben zur Rüste, in Trauer über die schweren Zeiten für Deutschland, deren Zeuge er noch sein mußte, bis sein Tod im hohen Alter von 89 Jahren noch einmal die Aufmerksamkeit auf ihn lenkte.
„Er war von unerschütterlicher Willensstärke und eiserner Kraft, gepaart mit der größten Demut", schied Sven H e d i n über Schweinfurth. Als eine ausgeprägte, fest geschlossene Persönlichkeit, innerlich einsam, aber doch liebenswert, steht er vor der Erinnerung der Nachwelt. Und diesen liebenswürdigen, leichten Zug haben auch seine stilistisch raun« dervollen Bücher, von denen er allerdings nur wenige geschrieben hat. Sein Hauptwerk, „Im Herzen von Afrika", dessen erste deutsche Ausgabe in wenigen Jahren vergriffen war, wurde 1917, fast 50 ' Jahre nach Antritt jener großen For- chungsreise, wieder aufgelegt. Seine Schilderungen, wiewohl von unbestechlichster Genauigkeit und Wahrheitsliebe, lesen sich wie der allerphantastischste Roman eines Mannes, der auch die sehr notwendige Tugend hatte, Wilde, Primitive, richtig behandeln zu können. Im letzten Kriegsjahr wurden auch die wundervollen Zeichnungen von seinen Reisen, die Schweinfurth selber fast vergessen gehabt hatte, herausgegeben.
In dem Afrika, das er erforscht hatte, dem dunklen Erdteil, in dem die Zeit still stand über einer 1 uranfänglichen Menschheit, läuft heute, seit alle Woche die Flugzeuge es überkreuzen auf der Straße ; der Zugvögel, die Zeit genau so schnell und besinnungslos wie anderwärts, und der Name vom . dunklen Erdteil besteht kaum mehr zu Recht, wenn anders man ihn nicht auf feine Bewohner beziehen will. Wohin die Entwicklung geht, weiß niemand, aber eines bleibt: der Name dieses deutschen Forschers ist für immer eingeschrieben in das Geschichtsbuch dieses gewaltigen Kontinents ...
Der englische Kriegsminister Duff Cooper war zu einem privaten Besuch in Paris, er hat die Gelegenheit benutzt, Kriegsminister Daladier einen
Oer Führer
zum Tode des Admirals Behncke.
Berlin, 5. Jan. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat an die Gattin des verstorbenen Admirals Behncke folgendes Telegramm ge- richtet: „Zu dem schweren Verlust, den Sie durch das Hinscheiden Ihres Herrn Gemahls erlitten I)aben, spreche ich Ihnen meine herzliche Teilnahme aus. Die hohen Verdienste, die der Dahingeschiedene sich in Krieg und Frieden um sein Vaterland, insbesondere um den Neuaufbau der Reichsmarine erworben hat, werden im deutschen Volke unvergessen bleiben. Adolf Hitler."
Georg Schweinfurth
Ein großer deutscher Afrika-Forscher.
Von Or. Erich A. Keilpflug.
Reichsleiter Rosenberg hat im Einvernehmen mit den Reichsleitern Darrs, Hierl, Himmler und von Schirach in die Arbeitsgemeinschaft für deutsche Volkskunde als Sachbearbeiter berufen für das Referat Schulung SS.-Hauptsturmfüh- rer Dr. Hans Strobel, Stabsamt des Reichsbauernführers, für das Referat Feiergestal - tung Generalarbeitsführer Dr. W. Decker, für das Referat Dolkstumsarbeit Dr. Karl Haiding, Kulturamt der Reichsjugendführung, für das Referat Wissenschaft Dr. Karl Heinz H e n s ch k e, Referent beim Beauftragten des Führers für die Uebcrroadjung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP, und für das Referat Presse und | 6 d) r i f 11 u m Dr. Ernst Otto Thiele, Leiter
der englischen Unterorganisation der seiner Jahresversamm-
Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, hat folgendes Telegramm gesandt: „In tiefer Betrübnis über das Hin- scheiden Ihres Gatten bitte ich Sie, meines tiefen Mitgefühls versichert zu fein. Admiral Behncke wird fortleben als einer der hervorragendsten deutschen Seeofiziere, der in Unternehmungen und Entscheidungen von weltgeschichtlicher Bedeutung sein roßes Können erfolgreich einsetzte und der so hervorragenden Anteil hat am Ausbau unserer neuen Kriegsmarine. Die nationalsozialistische Bewegung dankt ihm in Sonderheit, daß er seine Erfahrungen und seine bewährten Kräfte in den Dienst derBetreu - ung des Auslandsdeutschtums gestellt hat und mitwirkte, die Bande zwischen Auslandsdeutschtum und Heimat eng zu gestalten. Ich werde ihn persönlich stets in Erinnerung behalten als einen Mann von außergewöhnlich vornehmem Charakter. Rudolf Heß."
Meine politische Nachrichten.
Der Führer und Reichskanzler hat folgende ehrenamtliche Mitglieder des Dolksge- richtshofes auf die Dauer von fünf Jahren ernannt: Den SA.-Obergruppenführer Böcken- Hauer in München, den SA.-Gruppenführ?r von H ö r a u f in München, den SA.-Brigadeführer Bunge in München, den SA.-Brigadeführer Hauer in Stuttgart, den SA.-Oberführer Kaul in Berlin, den Major der Schutzpolizei Meyß- ner in Berlin, den Major der Schutzpolizei Heske in Königsberg i. Pr., den Major der Schutzpolizei von Grolmann in Berlin und den NSKK.-Oberführer Paul in Freiberg in Sachfen.
Die Neugestaltung der Lehrerbildung.
Arbeitstagung des NS.-Lehrerbundes.
Bayreuth, 5. Jan. (DNB.) Im Hause der deutschen Erziehung wurde eine Arbeitstagung der Gauhauptabteilungsleiter für Erziehung und Unterricht des NS. - Lehrerbundes abgehalten. Der Hauptabteilungsleiter für Erziehung und Unterricht, Stricker, gab die Grund- ätze des NSLB. zur Neugestaltung der Lehrerausbildung bekannt. Die Lehrer und Erzieher an den Schulen aller Art müßten eine einheitliche Berufsausbildung erhalten, die den kulturellen Anforderungen entspreche. Die Ausbildung der Lehrer für die verschiedenen Schularten müsse möglichst weitgehend gemeinsam erfolgen, damit eine einheitliche erzieherische Grundausbildung
Der Reichserziehungsminister hat angeordnet, daß am 9. Januar an allen deutschen höheren Schulen des zehnten Todestages von Houston Stewart Chamberlain, des kerndeutschen Mannes und volksdeutschen Vorkämpfers, in würdiger Form gedacht wird. Der „Seher" des Dritten Reiches habe durch feine Forschungen und Mahnungen auf kulturellem und politischem Gebiet dem großen nationalsozialistischen Umbruch wesentlich den Boden bereiten helfen und als einer der ersten geistig Großen Deutschlands sich zum Führer bekannt.
Ladour-Party, beschloß auf , _ ,
hing in Manchester, s i ch bis zum äußersten jedem Versuch der Regierung zu widersetzen, d i e allgemeine Wehrpflicht offen oder in verschleierter Form einzuführen.
Frankreichs Rüstungsanleihe für Polen.
W a r s ch a u, 5. Jan. (DNB.) Der polnische Sejm trat zusammen, um das Gesetz über die f r a n z o - s i s ch e Anleihe zur Stärkung der polnischen Rüstungen anzunehmen. Außenminister Beck führte dazu u. a. aus, Polen sei erfreut über jedes neue Gewehr, das sich in den Händen feiner Soldaten befinde. Außerdem rufe die Anleihe keinen Zwiespalt hervor in seinem Gewissen als ein Außenminister, der für den Frieden arbeite. Damit Der Friede fein leeres Wort bleibe, feien nämlich Zwei Bedingungen erforderlich: 1. die Aufrichtigkeit in den Absichten des Staates, der dieses Wort in sein politisches Programm schreibt, und 2. die unerläßliche Kraft, um Dem politischen Programm Polens die gehörige Achtung bei anderen zu ftdiern. toeit 1921, dem Jahr, in dem die vertraglichen Beziehun-
Arbeitsgemeinschaft für deutsche Volkskunde.
Berlin, 5. Jan. (DNB.) Um eine ständige Zusammenarbeit auf volkskundlichem (9 e b ie t e zu gewährleisten, haben die Reichsleiter Darrs, Hisrl, Himmler, Rosenberg und von Schirach eine Arbeitsgemeinschaft für deutsche Volkskunde gegründet. Die Arbeitsgemeinschaft sieht ihre Aufgabe in der Abwehr Der weltanschaulichen Gegner des Nationalsozialismus auf dem Gebiete der 'volkskundlichen Forschung und der praktischen Volkskunde-Arbeit sowie in Der Beratung aller an volkskundlichen Fragen interessierten Parteidienststellen. Diese Aufgabensetzung läßt sowohl die eigenen Planungen, Aufgaben und Arbeiten der einzelnen Dienststellen und Organisationen wie Die absolute Verantwortlichkeit ihrer Führer unangetastet. Der Arbeitsgemeinschaft gehören an Hauptamtsleiter SS.-Brigadeführer Dr. R e i s ch l e als Beauftragter Des Reichsbauernfüh- rers und Des Reichsführers SS., General-Arbeitsführer Decker als Beauftragter Des Reichsarbeitsführers, Oberbannführer Brennecke als Beauftragter Des ReichsjugenDführers unD Hauptstellenleiter Dr. Ziegler als Beauftragter Des Reichsleiters Alfred Rosenberg. Die Arbeitsgemeinschaft wird geleitet von Re'ichsleiter Alfred Rosenberg. Die Entsendung von Beauftragten weiterer an volkskundlichen Fragen interessierten Dienststellen in dieser Arbeitsgemeinschaft wird begrüßt. Die Arbeitsgemeinschaft errichtet zur Durstführung ihrer Aufgaben Sachreferate, deren Leitung in den Händen von Dr. M. Ziegler, Leiter Der Hauptstelle „Weltanschauliche Informationen", liegt.
hängiger, selbstverantwortlicher Staaten ein erstrebenswertes Ziel und Die Garantie echten FrieDens.
Es ist interessant, im Lichte dieser grundsätzlichen Erkenntnis die jüngsten Vorgänge zu betrachten, die sich in und um Polen abgespielt haben. Es war auch Die Absicht Des Quai d'Orsay, bei - den Verhandlungen mit den Warschauer Regierungsoer- tretern eine Aussöhnung zwischen Polen und Der Tschechoslowakei herbeizuführen oder zum wenigsten oorzubereiten. Man Darf wohl annehmen, Daß Paris Den Versuch gemacht hat, diese Wiederversöhnung Der beiden Staaten zu einer politischen Voraussetzung für Die Gewährung finanzieller Hilfen zu machen. Diese aud) im Sinne Moskaus liegende Aktion ist jedoch völlig mißlungen, sie stieß auf Den hartnäckigsten Widerstand der Polen, die schließlich ihre Millionen auch ohne neue Verpflichtungen heimbringen konnten. Es ist immerhin bemerkenswert, daß Die französische Regierung trotz Des sowjetrussischen und tschechischen Einspruchs auf Der Weiterverfolgung Des ursprünglichen Bersöhnungiplanes nicht beftanDen hat.
Wie ein Riegel liegen Polen unD Rumänien zwischen Der asiatischen Steppe einerseits unD Der europäischen KulturlanDschaft anDerfeits. Diese schützenDe Barriere zu durchbrechen ist das offen eingeftanDene Ziel Des Bündnisses zwischen Prag und Moskau. Wenn es Dafür noch eines Beweises bedurft hätte, so liefert ihn in höchst anschaulicher und konkreter Weise ein Buch, Das kürzlich in Prag erschienen ;ft und Das Den Titel trägt „Sowjetruß- lanD und Die Kleine Entente in Der Weltpolitik". In diesem Buch wird u. a. Der alte Plan propagiert, Die Tschechoslowakei und Die Sowjetunion unmittelbar Durch einen Korridor z u verbinden, einen Korridor, der zum größeren Teil aus polnischem Gebiet und im kleineren Umfang aus rumänischem Gebiet her- ausgeschnitten werden soll. Diese Schrift würde es nicht verdienen, daß man ein so großes Aufheben von ihr macht, wenn sie nur der Phantasie eines Privatmannes entsprungen wäre. Das Buch, das im amtlichen Orbis-Verlag herauskam, hat jedod) einen hohen Regierungsbeamten, nämlich Den aktiven tschechoslowakischen GesanDten Jan Seba, zum Verfasser, und Der Prager Außenminister Krofta hat sich nicht gescheut, Den Wert des Buches noch Durch ein Vorwort zu betonen unD somit Die in ihm vertretenen Auffassungen zu billigen. Damit nicht genug, wurde Die Schrift, Die im übrigen ganz von bolschewistischem Geiste getragen ist, noch durch den Masaryk-Preis besonders ausgezeid)net. Man kann sich leicht vorstellen, daß Diese herausforDernDe Demonstration gegenüber Dem nörDlichen Nachbarn roeDer in Warschau noch in Bukarest mit Sympathie aufgenommen wurde. Denn auch Rumänien, Das neuerdings wieder freundschaftliche Beziehungen mit dem alten polnischen Bundesgenossen angeknüpft hat, soll ja Der leiDtragenDe Teil bei Diesem internationalen Komplott fein.
Wie im übrigen auch Sowjetrußland ganz unverblümt Den Druck auf Polen verstärkt, das geht nicht nur aus Den mobilmachungsähnlichen Manöver n hervor, welche Die Rote Armee unmittelbar an Der polnischen Grenze veranstaltete, sondern auch aus den Anw e i sungen Der Komintern an Die kommunistischen Agenten in Polen selbst. Nach den Moskauer Instruktionen soll das Frühjahr 1937 ein Wendepunkt für die kommunistische Aktion in Polen werden. Und zwar wird diese Aktion nicht auf Dem Wege des offenen Terrors, Des Kampfes gegen Die Religion und die nationalen Parolen vorwärtsgetragen, sondern man wird die kommunistische Zellenbildung in den polnischen Jugendorganisationen, in Den militärischen und halbmilitärischen Verbänden sorgsam Durch Das Eintreten für Demokratische unD liberalistische Losungen verschleiern. Es ist also die Ideologie Der Volksfront, Die auch hier Den fremden Staat von innen aushöhlen unD zum bolschewistischen Umsturz reifmachen soll. Die polnische Regierung wird auf Der Hut sein müssen, um diesen inneren und äußeren Gefahren rechtzeitig zu begegnen. Grenzwächter zwischen West und Ost, zwilchen Europa und Asien zu sein, Das ist Die geschichtliche Mission des polnischen Volkes und Staates. Ev-
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vor hundert Jahren in Riga geboren wurde. Ebenbürtiger Schüler eines anderen deutschen Asrika- orschers und eines Der größten überhaupt: von Heinrich Barth, ragt Schweinfurth aus jenen Zeiten, Da Die weißen Forscher oDer Wirtschaftspioniere sich noch ihren Weg mit Lebensgefahr Durch barbarische, menschenfresserische und heut längst verwehte Negerkönigreiche erkämpfen mußten, weit hinein in unsere Zeit (Schweinfurth starb hochbetagt 1925), Da man überall in Afrika in Der „sterbenden Wildnis" ungefährdet im Auto herumfährt.
Nun war zwar Riga, Schweinsurths Geburtsort, damals russisch, aber Der Forscher hat, wie Die Balten überhaupt, nie sein Deutschtum und insbesondere Die Abstammung seiner Familie aus Südwestdeutschland verleugnet, stets sich als zugehörig zur deutschen Kultur gefühlt, obwohl er erst mit 20 Jahren zum ersten Male Deutschland betrat; er wurde denn auch, obwohl er Damals noch in Aegypten unD Nordostafrika, seiner eigentlichen Forschungsdomäne ansässig war, auf Betreiben Des Fürsten Bismarck 1879 in DeutschlanD naturalisiert.
MerkwürDig an diesem Leben ist, wie klar sich das Ziel, Forscher zu werden, von Anfang an abzeichnet. Materielle Kämpfe um Die Erfüllung seiner Sehnsucht blieben Schweinfurth, Dem Sohn eines wohlhabenden Rigaer Weinimporteurs, völlig erspart. Schon währenD Der Schul- und Studenten- jahre diente alles einem „training“ auf Den künftigen Beruf. Unauffällig suchte er sich, auf großen Wanderungen, an Strapazen und Entbehrungen zu gewöhnen; im Jahre 1857 bestieg er sogar Den Großglockner in Den österreichischen Alpen, Damals noch eine unerhörte Leistung, zumal er Der achte nach Dem Erstersteiger war. Nach Abschluß seiner naturwissenschaftlichen, besonbers Der botanischen Studien an deutschen Universitäten, erhielt er von Der Mutter aus Der Erbschaft Des Vaters eine größere Summe überwiesen und betrat zu Weihnachten 1863 zum erstenmal in Alexandria Den BoDen seines künftigen Wirkungskreises: Afrika.
Die erste Reife ging schon tief ins Innere, an Der Küste Des Roten Meeres entlang bis Suakm und von Da in Den SuDan südlich von Chartum. Es war aber erst Die zweite, mit Den Mitteln Der HumbolDt-Stiftung in Berlin ausgeführte und Der botanischen Erforschung der Lander am oberen Nil unD am Bahr el Ghasal DienenDe Reise von 1868 bis 1871, die ihm Weltruhm brachte und ihn in Die erste Reihe der Afrikaforscher stellte. Denn hier entDerfte er, vom Gazellenfluß fubroarts oorDringenD, einen gewaltigen Fluß namens Ue lle Der nicht nach NorDen oDer Osten floß, sondern nach Westen und Südwesten, also kein Nebenfluß, geschweige Denn Der Oberlauf des Nils fein konnte, (fr mußte einem anderen ötromfpftem angeboren, welchem das war noch unbekannt.. Kurz gesagt, Schweinfurth war der erste Weiße, der femals über Die Quellflüsse Des Nils hinaus nach Süden vor- Drang unD Die Wasserscheide zwischen Nil und Kongo überschritt. Es wirkt wie eine Ironie des Schicksals, Daß gerade Stanley, Der anfangs Miene machte, Schweinfurths Entdeckung anzu- iweifeln. Da ja Livingstone bereits viel südlicher Den Quellfluß des Nils entdeckt habe (es roar aber Der Lualaba, Der Oberlauf Des Kongo), später Derjenige war. Der Diese Zusammenhänge aufklärte. Stanley hat Denn auch ritterlich auf Dem
önnen, das ist nir Den kMen M konnte. „Pamir anderthalb urde „Pamir vo ibe jmanjigtaufeiö je Pich der <*
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Die Entdeckung roilDer mächtiger Völkerstämme, unD Der Monbuttu. Die zu feinen Ehren Die Deutsche Flagge hißten; er war Der erste, Der KunDe von Den Zwergvölkern Afrikas nach Europa brachte. Leider verlor er durch einen Brand auf dieser Reise all seine Aufzeichnungen, 7000 barometrische Ablesungen, die Tagebuchauszeichnun- gen von 825 Tagen, alle anthropologischen Messungen und Wörterbücher. Aber Schweinfurth war ein Mann, an Dem Die erschlaffende Wirkung Der Tropen versagte — Die Eingeborenen glaubten, wegen seiner botanischen StuDien, er fresse Blätter und gewinne aus ihnen feine ungewöhnliche Kraft —, unD es ist bewunDernswert, wie er, aller Hilfsmittel beraubt und zum Rückzug gezwungen, nunmehr Die Entfernungen durch Zählen Der Schritte wah- renD Des Marsches zu schätzen versuchte, — er kam währenD Der restlichen 6 Monate Der Reise au über 1V4 Millionen!
Die Unzahl von kleineren Reisen, die Schweinfurth später noch ausgeführt hat, lassen sich schwer im einzelnen skizzieren; in der Hauptsache waren sie der geographischen, botanischen und prähistorischen Erforschung Aegyptens gewidmet, wobei unter Aegypten viel weniger das^Niltal als Die zum ägyptischen Staatsgebiet rechts vom Nil bis zum Roten Meer unD weit nach Westen hinüber sich erstreckenden Wüsten zu verstehen sind. Die erste dieser Reisen trat er schon 1874 nach Der Oase Chargeh an. 1875 wurde er auf Vorschlag von B r u g s ch - Pascha, Dem großen deutschen Aegyptologen, Der erste Vorsitzende der geographischen Gesellschaft in Kairo, 1876 schlug er, dieser Forschungsreisen wegen, Den ihm von Der Universität Leipzig angebotenen Lehrstuhl aus. Zahlreiche Ehrungen, Ehrenmitgliedschaften wissenschaftlicher Gesellschaften, Ehrendoktoren wurden ihm im Laufe der Jahre zuerkannt. So war er 1876 Mitglied Der von König Leopold nach Brüssel berufenen' Afrika-Konferenz, an Der auch Die Deutschen Forscher FerDinanD von Richt- Hofen, Gustav N a ch t i g a l unD GerharD R 0 hlfs teilnahmen. Von seinen Reisen sinD weiterhin zu erwähnen eine Forschungsreise nach Dem Libanon im Jahre 1880 und Die Erforschung Der Insel Sokotra, gelegen vor Der Ostspitze Afrikas, Dem berühmten. Der Gestalt eines ruhenden Löwen ähnlichen Kap Guardafui, sowie eine Reise mit Virchow, dem berühmten Arzt und Heinrich Schliemann, Dem Entdecker Trojas und Mykenes, nach Dem Fayum, einer westlichen Ausbuchtung Des Niltals oberhalb von Kairo. Im Jahre 1882 kam Schweinfurth in Alexandrien gelegentlich des europäerfeindlichen Aufftands von Arabi Pascha in Lebensgefahr, „der wohl einzigen Lebensgefahr, Der ich mich entsinne in Afrika ausgesetzt gewesen zu sein". (!) Schweinfurth war es auch, Der 1884 Die Engländer durch ein Telegramm an Charles Allen,' den englischen Vorsitzenden Der Antisklavereigesellschaft, Darauf aufmerksam machte, daß Gordo'n Pascha in Chartum sich in äußerster Lebensgefahr befinde und daß man schleunigst eine Expedition gegen die aufständischen Mahdisten ausrüsten müsse.'Da man indes Der Meinung war, Schweinfurth übertreibe, ging Die Expedition zu spät ab und Gordon kam um. Erst Kitchener hat dann die Mahdisten 1898 besiegt. — Das Jahr 1889 brachte noch eine große Reise nach fernen, Südarabien, Das heute durch Die Forschungen von
Als kürzlich Der polnische Marschall Rydz- Smigly, Der Nachfolger Des großen PilsuDski, in Paris weilte und wichtige Verhandlungen mit der französischen Regierung einleitete, Da wurde dieser Besuch von Der deutschen Oeffentlichkeit mit absoluter Ruhe ausgenommen, während Die Presse anderer Staaten, wie etwa der Tschechoslowakei und der Sowjetunion, ihren Argwohn nur schlecht verbergen konnte. Diese verschiedenartige Beurteilung der polnisch-französischen Annäherung, Die zu sehr qreifbaren Ergebnissen in Form von Millionen- Anleihen für Die wirtschaftliche unD militärische Aufrüstung Des Warschauer Bündnispartners ge» führt hat, erschien auf Den ersten Blick überraschend, denn im Gegensatz zu Berlin müßte Doch Moskau eigentlich alles Interesse an einem Ausbau Der militärischen Einkreisung Mitteleuropas haben. Die Erklärung Dieses vermeintlichen Widerspruchs liegt in Der Tatsache, daß Polen als Staat zwilchen Zwei Welten, Der östlichen und Der westlichen, mit Naturnotwendigkeit daraus angewiesen ist, eine bis zum äußersten selbständige ... _ r. t. n - Politik zu treiben.
und unabhängige .
Würde beispielsweise Die Warschauer Regierung dem Drängen der bolschewistischen Machthaber nachgeben, d.h. Die Moskauer FreunDschäft um Den Preis einer Feindschaft gegen Das übrige Europa erwerben, so roürDe es Damit sein eigenes Todesurteil unterschreiben. Weil Dem so ist und weil Die polnischen Führer diese unabhängige Linie trotz des engen Einvernehmens mit Frankreich eingehalten haben, Deshalb mürbe man in Moskau nervös unD deshalb blieb man in Deutschland ruhig. Denn die nationalsozialistische Außenpolitik sieht gerade in dem Miteinander und Nebeneinander unab-
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Reichsfachschaftsleiter Dr. Bargheer forderte als Ausbildungszeit für Lehrer an Volkschulen ein Studium von mindestens drei Jahren. — Reichsfachschaftsleiter Frank- Bayreuth gab einen Ueberblick über die Ausbildung der künftigen Lehrer an höheren Schulen. Ein dreijähriges fachwisfenfchaftliches Studium eines wissenschaftlichen Grundfaches und zweier wis- enschaftlicher Nebenfächer an den Universitäten müsse ergänzt werden durch eine gründliche Einführung in die Erziehungswissenschaften und in die Schulpraxis an den Hochschulen für Lehrerbildung. Dazu sei notwendig, die Hochschulen für Lehrerbildung entsprechend auszubauen. — Die Ausbildung der künftigen Lehrer an Berufsfchu- l e n sieht nach dem Bericht des Reichsfachschaftslei» $?.' Ä'ÄwM *
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