Ausgabe 
6.1.1937
 
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Zwischen Ost und West

zu

Wanö.

Eines der stolzesten und schönsten Kapitel deut-1 ihm in Kairo gegebenen Bankett nach seiner Rück- )er Forschung in Afrika, das leider heut schon! kehr aus Afrika Schweinfurth den Ehrenplatz

, wie der Njam Njam

zum Besuch der Fachhochschulen zugelassen werden.

cher Forschung in Afrika, das leider heut schon etwas in Vergessenheit geraten ist, ist überschrieben mit dem Namen Georg Schwei nfurth, der

ihren Abschluß kn einer zweisemestrigen schulprak­tischen Bildung an den Hochschulen für Lehrerbil­dung finden. Es sei künftig auch strebsamen und begabten Gesellen und Meistern Gelegenheit zu geben, nach einer Eignungsprüfung ebenso wie Abiturienten höherer Lehranstalten

neben sich eingeräumt.

Das zweite wichtige Ergebnis dieser Reise war 11 ~ wilder und völlig unbekannter,

gen zu Frankreich begannen, habe Europa viel Illu­sionen und Enttäuschungen erlebt. Gerade in die­sem Augenblick aber stellen wir die Lebenskraft der Beziehungen zwischen Warschau und Paris fest, eine Lebenskraft, deren Bekundung einen Höhepunkt gefunden hat in dem Besuchsaustausch zwischen General Gamelin und Marschall Rydz-Srnigly. Ich kann Ihnen erklären, daß zwischen der polnischen Regierung und der französischen Regierung völ­lige Uebereinftimmung über den Grundsatz besteht, daß das polnisch-französische Bündnis angesichts günstiger Vorschläge oder Ver­handlungen aufrechterhalten werden muß. Ich habe die Möglichkeit gehabt, diese Sache mit meinem französischen Kollegen Delbos aufzuklären. Ich denke hier in erster Reihe an die schon im Zuge befindlichen Dertragsoerhandlungen zwi­schen den West machten, wodurch möglicher­weise die alten Locarno-Verträge ersetzt werden sollen. Ich hoffe, daß ich auch die Mittel finden werde, damit im Lichte etwaiger neuer Vorschläge unser Bündnis seinen vollen Wert behalten wird.

Helfrttz wieder im Mittelpunkt des Interesses f Kleiner wurden mit den Jahren die Reisen, grö­ßer die Ehrungen, wie er denn beispielsweise bei der Begrüßung des aus Ost-Afrika zurückgekehrten Karl Peters 1890 die Festrede hielt. Erst <m Jahre 1888 hatte er seine ständige Wohnung m Kairo aufgegeben und sich in Berlin ansässig ge­macht, reiste' aber jedes Jahr zu neuen Forschun- gen für lange Wintermonate nach Aegypten, manchmal auch nach Tunesien oder Algerien. Seme Pflanzensammlungen aus Aegypten bilden heute noch einen kostbaren Bestand der Berliner Samm­lungen. Der Weltkrieg bedeutete auch für den schon gealterten Forscher einen tiefen Einschnitt. Im Mal 1914 verließ er Aegypten, um nie wieder seinen Fuß auf afrikanischen Boden zu setzen.

Er war im Auslande berühmter als in Deutsch­land, denn er tat sich nie hervor, und die deutsche Oeffentlichkeit war fast erstaunt, gelegentlich in der Presse zu hören, daß er noch unter den Lebenden weilte, ein Zeuge der Tage der großen Afrikafor­schung, während sich in Afrika Deutsche und Eng­länder, sicher nicht zum Vorteil der gemeinsamen weißen Sache, bekriegten. Gleichwohl hat er an dem Plane, dem kämpfenden Lettow-Vorbeck den Zeppelin L 59 zu Hilfe zu senden, mehr Anteil ge­habt, als die Oeffentlichkeit damals (1917) ahnte. Leise und unbemerkt ging sein Leben zur Rüste, in Trauer über die schweren Zeiten für Deutschland, deren Zeuge er noch sein mußte, bis sein Tod im hohen Alter von 89 Jahren noch einmal die Auf­merksamkeit auf ihn lenkte.

Er war von unerschütterlicher Willensstärke und eiserner Kraft, gepaart mit der größten Demut", schied Sven H e d i n über Schweinfurth. Als eine ausgeprägte, fest geschlossene Persönlichkeit, innerlich einsam, aber doch liebenswert, steht er vor der Er­innerung der Nachwelt. Und diesen liebenswürdi­gen, leichten Zug haben auch seine stilistisch raun« dervollen Bücher, von denen er allerdings nur we­nige geschrieben hat. Sein Hauptwerk,Im Her­zen von Afrika", dessen erste deutsche Ausgabe in wenigen Jahren vergriffen war, wurde 1917, fast 50 ' Jahre nach Antritt jener großen For- chungsreise, wieder aufgelegt. Seine Schilderungen, wiewohl von unbestechlichster Genauigkeit und Wahrheitsliebe, lesen sich wie der allerphantastischste Roman eines Mannes, der auch die sehr notwen­dige Tugend hatte, Wilde, Primitive, richtig behan­deln zu können. Im letzten Kriegsjahr wurden auch die wundervollen Zeichnungen von seinen Reisen, die Schweinfurth selber fast vergessen gehabt hatte, herausgegeben.

In dem Afrika, das er erforscht hatte, dem dunk­len Erdteil, in dem die Zeit still stand über einer 1 uranfänglichen Menschheit, läuft heute, seit alle Woche die Flugzeuge es überkreuzen auf der Straße ; der Zugvögel, die Zeit genau so schnell und be­sinnungslos wie anderwärts, und der Name vom . dunklen Erdteil besteht kaum mehr zu Recht, wenn anders man ihn nicht auf feine Bewohner bezie­hen will. Wohin die Entwicklung geht, weiß nie­mand, aber eines bleibt: der Name dieses deutschen Forschers ist für immer eingeschrieben in das Ge­schichtsbuch dieses gewaltigen Kontinents ...

Der englische Kriegsminister Duff Cooper war zu einem privaten Besuch in Paris, er hat die Ge­legenheit benutzt, Kriegsminister Daladier einen

Oer Führer

zum Tode des Admirals Behncke.

Berlin, 5. Jan. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat an die Gattin des verstor­benen Admirals Behncke folgendes Telegramm ge- richtet:Zu dem schweren Verlust, den Sie durch das Hinscheiden Ihres Herrn Gemahls erlitten I)aben, spreche ich Ihnen meine herzliche Teilnahme aus. Die hohen Verdienste, die der Dahingeschiedene sich in Krieg und Frieden um sein Vaterland, ins­besondere um den Neuaufbau der Reichs­marine erworben hat, werden im deutschen Volke unvergessen bleiben. Adolf Hitler."

Georg Schweinfurth

Ein großer deutscher Afrika-Forscher.

Von Or. Erich A. Keilpflug.

Reichsleiter Rosenberg hat im Einvernehmen mit den Reichsleitern Darrs, Hierl, Himmler und von Schirach in die Arbeitsgemeinschaft für deutsche Volkskunde als Sachbearbeiter berufen für das Referat Schulung SS.-Hauptsturmfüh- rer Dr. Hans Strobel, Stabsamt des Reichs­bauernführers, für das Referat Feiergestal - tung Generalarbeitsführer Dr. W. Decker, für das Referat Dolkstumsarbeit Dr. Karl Haiding, Kulturamt der Reichsjugendführung, für das Referat Wissenschaft Dr. Karl Heinz H e n s ch k e, Referent beim Beauftragten des Füh­rers für die Uebcrroadjung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP, und für das Referat Presse und | 6 d) r i f 11 u m Dr. Ernst Otto Thiele, Leiter

der englischen Unterorganisation der seiner Jahresversamm-

Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, hat folgendes Tele­gramm gesandt:In tiefer Betrübnis über das Hin- scheiden Ihres Gatten bitte ich Sie, meines tiefen Mitgefühls versichert zu fein. Admiral Behncke wird fortleben als einer der hervorragendsten deutschen Seeofiziere, der in Unternehmungen und Entschei­dungen von weltgeschichtlicher Bedeutung sein roßes Können erfolgreich einsetzte und der so hervorragenden Anteil hat am Ausbau unserer neuen Kriegs­marine. Die nationalsozialistische Bewegung dankt ihm in Sonderheit, daß er seine Erfahrungen und seine bewährten Kräfte in den Dienst derBetreu - ung des Auslandsdeutschtums gestellt hat und mitwirkte, die Bande zwischen Auslands­deutschtum und Heimat eng zu gestalten. Ich werde ihn persönlich stets in Erinnerung behalten als einen Mann von außergewöhnlich vornehmem Charakter. Rudolf Heß."

Meine politische Nachrichten.

Der Führer und Reichskanzler hat folgende ehrenamtliche Mitglieder des Dolksge- richtshofes auf die Dauer von fünf Jahren er­nannt: Den SA.-Obergruppenführer Böcken- Hauer in München, den SA.-Gruppenführ?r von H ö r a u f in München, den SA.-Brigadeführer Bunge in München, den SA.-Brigadeführer Hauer in Stuttgart, den SA.-Oberführer Kaul in Berlin, den Major der Schutzpolizei Meyß- ner in Berlin, den Major der Schutzpolizei Heske in Königsberg i. Pr., den Major der Schutzpolizei von Grolmann in Berlin und den NSKK.-Oberführer Paul in Freiberg in Sachfen.

Die Neugestaltung der Lehrerbildung.

Arbeitstagung des NS.-Lehrerbundes.

Bayreuth, 5. Jan. (DNB.) Im Hause der deutschen Erziehung wurde eine Arbeitstagung der Gauhauptabteilungsleiter für Erzie­hung und Unterricht des NS. - Lehrerbundes abgehalten. Der Hauptabteilungsleiter für Erzie­hung und Unterricht, Stricker, gab die Grund- ätze des NSLB. zur Neugestaltung der Lehreraus­bildung bekannt. Die Lehrer und Erzieher an den Schulen aller Art müßten eine einheitliche Berufsausbildung erhalten, die den kul­turellen Anforderungen entspreche. Die Ausbildung der Lehrer für die verschiedenen Schularten müsse möglichst weitgehend gemeinsam erfolgen, damit eine einheitliche erzieherische Grundausbildung

Der Reichserziehungsminister hat angeordnet, daß am 9. Januar an allen deutschen höheren Schulen des zehnten Todestages von Houston Stewart Chamberlain, des kerndeutschen Mannes und volksdeutschen Vor­kämpfers, in würdiger Form gedacht wird. Der Seher" des Dritten Reiches habe durch feine For­schungen und Mahnungen auf kulturellem und po­litischem Gebiet dem großen nationalsozialistischen Umbruch wesentlich den Boden bereiten helfen und als einer der ersten geistig Großen Deutschlands sich zum Führer bekannt.

Ladour-Party, beschloß auf , _ ,

hing in Manchester, s i ch bis zum äußersten jedem Versuch der Regierung zu widersetzen, d i e allgemeine Wehrpflicht offen oder in ver­schleierter Form einzuführen.

Frankreichs Rüstungsanleihe für Polen.

W a r s ch a u, 5. Jan. (DNB.) Der polnische Sejm trat zusammen, um das Gesetz über die f r a n z o - s i s ch e Anleihe zur Stärkung der polnischen Rüstungen anzunehmen. Außenminister Beck führte dazu u. a. aus, Polen sei erfreut über jedes neue Gewehr, das sich in den Händen feiner Soldaten befinde. Außerdem rufe die Anleihe keinen Zwie­spalt hervor in seinem Gewissen als ein Außen­minister, der für den Frieden arbeite. Damit Der Friede fein leeres Wort bleibe, feien nämlich Zwei Bedingungen erforderlich: 1. die Aufrichtigkeit in den Absichten des Staates, der dieses Wort in sein politisches Programm schreibt, und 2. die unerläß­liche Kraft, um Dem politischen Programm Polens die gehörige Achtung bei anderen zu ftdiern. toeit 1921, dem Jahr, in dem die vertraglichen Beziehun-

Arbeitsgemeinschaft für deutsche Volkskunde.

Berlin, 5. Jan. (DNB.) Um eine ständige Zusammenarbeit auf volkskundlichem (9 e b ie t e zu gewährleisten, haben die Reichsleiter Darrs, Hisrl, Himmler, Rosenberg und von Schirach eine Arbeitsgemeinschaft für deutsche Volkskunde gegründet. Die Arbeitsgemein­schaft sieht ihre Aufgabe in der Abwehr Der welt­anschaulichen Gegner des Nationalsozialismus auf dem Gebiete der 'volkskundlichen Forschung und der praktischen Volkskunde-Arbeit sowie in Der Bera­tung aller an volkskundlichen Fragen interessierten Parteidienststellen. Diese Aufgabensetzung läßt so­wohl die eigenen Planungen, Aufgaben und Ar­beiten der einzelnen Dienststellen und Organisatio­nen wie Die absolute Verantwortlichkeit ihrer Füh­rer unangetastet. Der Arbeitsgemeinschaft gehö­ren an Hauptamtsleiter SS.-Brigadeführer Dr. R e i s ch l e als Beauftragter Des Reichsbauernfüh- rers und Des Reichsführers SS., General-Arbeits­führer Decker als Beauftragter Des Reichsarbeits­führers, Oberbannführer Brennecke als Beauf­tragter Des ReichsjugenDführers unD Hauptstellen­leiter Dr. Ziegler als Beauftragter Des Reichs­leiters Alfred Rosenberg. Die Arbeitsgemeinschaft wird geleitet von Re'ichsleiter Alfred Rosenberg. Die Entsendung von Beauftragten weiterer an volks­kundlichen Fragen interessierten Dienststellen in die­ser Arbeitsgemeinschaft wird begrüßt. Die Arbeits­gemeinschaft errichtet zur Durstführung ihrer Auf­gaben Sachreferate, deren Leitung in den Händen von Dr. M. Ziegler, Leiter Der Hauptstelle Weltanschauliche Informationen", liegt.

hängiger, selbstverantwortlicher Staaten ein erstre­benswertes Ziel und Die Garantie echten FrieDens.

Es ist interessant, im Lichte dieser grundsätzlichen Erkenntnis die jüngsten Vorgänge zu betrachten, die sich in und um Polen abgespielt haben. Es war auch Die Absicht Des Quai d'Orsay, bei - den Verhandlungen mit den Warschauer Regierungsoer- tretern eine Aussöhnung zwischen Polen und Der Tschechoslowakei herbeizuführen oder zum wenigsten oorzubereiten. Man Darf wohl annehmen, Daß Paris Den Versuch gemacht hat, diese Wiederversöhnung Der beiden Staaten zu einer politischen Voraussetzung für Die Gewährung finanzieller Hilfen zu machen. Diese aud) im Sinne Moskaus liegende Aktion ist jedoch völlig miß­lungen, sie stieß auf Den hartnäckigsten Wider­stand der Polen, die schließlich ihre Millionen auch ohne neue Verpflichtungen heimbringen konnten. Es ist immerhin bemerkenswert, daß Die franzö­sische Regierung trotz Des sowjetrussischen und tsche­chischen Einspruchs auf Der Weiterverfolgung Des ursprünglichen Bersöhnungiplanes nicht beftanDen hat.

Wie ein Riegel liegen Polen unD Rumänien zwischen Der asiatischen Steppe einerseits unD Der europäischen KulturlanDschaft anDerfeits. Diese schützenDe Barriere zu durchbrechen ist das offen eingeftanDene Ziel Des Bündnisses zwischen Prag und Moskau. Wenn es Dafür noch eines Beweises bedurft hätte, so liefert ihn in höchst anschaulicher und konkreter Weise ein Buch, Das kürzlich in Prag erschienen ;ft und Das Den Titel trägtSowjetruß- lanD und Die Kleine Entente in Der Weltpolitik". In diesem Buch wird u. a. Der alte Plan propa­giert, Die Tschechoslowakei und Die Sowjetunion unmittelbar Durch einen Korridor z u verbinden, einen Korridor, der zum größeren Teil aus polnischem Gebiet und im kleine­ren Umfang aus rumänischem Gebiet her- ausgeschnitten werden soll. Diese Schrift würde es nicht verdienen, daß man ein so großes Aufheben von ihr macht, wenn sie nur der Phantasie eines Privatmannes entsprungen wäre. Das Buch, das im amtlichen Orbis-Verlag herauskam, hat jedod) einen hohen Regierungsbeamten, nämlich Den akti­ven tschechoslowakischen GesanDten Jan Seba, zum Verfasser, und Der Prager Außenminister Krofta hat sich nicht gescheut, Den Wert des Buches noch Durch ein Vorwort zu betonen unD so­mit Die in ihm vertretenen Auffassungen zu billi­gen. Damit nicht genug, wurde Die Schrift, Die im übrigen ganz von bolschewistischem Geiste getragen ist, noch durch den Masaryk-Preis beson­ders ausgezeid)net. Man kann sich leicht vorstellen, daß Diese herausforDernDe Demonstration gegenüber Dem nörDlichen Nachbarn roeDer in Warschau noch in Bukarest mit Sympathie aufgenommen wurde. Denn auch Rumänien, Das neuerdings wieder freundschaftliche Beziehungen mit dem alten pol­nischen Bundesgenossen angeknüpft hat, soll ja Der leiDtragenDe Teil bei Diesem internationalen Komplott fein.

Wie im übrigen auch Sowjetrußland ganz unverblümt Den Druck auf Polen verstärkt, das geht nicht nur aus Den mobilmachungsähnlichen Manöver n hervor, welche Die Rote Armee un­mittelbar an Der polnischen Grenze veranstaltete, sondern auch aus den Anw e i sungen Der Komintern an Die kommunistischen Agenten in Polen selbst. Nach den Moskauer Instruktionen soll das Frühjahr 1937 ein Wendepunkt für die kom­munistische Aktion in Polen werden. Und zwar wird diese Aktion nicht auf Dem Wege des offenen Terrors, Des Kampfes gegen Die Religion und die nationalen Parolen vorwärtsgetragen, sondern man wird die kommunistische Zellenbildung in den pol­nischen Jugendorganisationen, in Den militärischen und halbmilitärischen Verbänden sorgsam Durch Das Eintreten für Demokratische unD liberalistische Losungen verschleiern. Es ist also die Ideologie Der Volksfront, Die auch hier Den fremden Staat von innen aushöhlen unD zum bolschewisti­schen Umsturz reifmachen soll. Die polnische Re­gierung wird auf Der Hut sein müssen, um diesen inneren und äußeren Gefahren rechtzeitig zu be­gegnen. Grenzwächter zwischen West und Ost, zwi­lchen Europa und Asien zu sein, Das ist Die ge­schichtliche Mission des polnischen Volkes und Staates. Ev-

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vor hundert Jahren in Riga geboren wurde. Eben­bürtiger Schüler eines anderen deutschen Asrika- orschers und eines Der größten überhaupt: von Heinrich Barth, ragt Schweinfurth aus jenen Zeiten, Da Die weißen Forscher oDer Wirtschafts­pioniere sich noch ihren Weg mit Lebensgefahr Durch barbarische, menschenfresserische und heut längst verwehte Negerkönigreiche erkämpfen muß­ten, weit hinein in unsere Zeit (Schweinfurth starb hochbetagt 1925), Da man überall in Afrika in Der sterbenden Wildnis" ungefährdet im Auto herum­fährt.

Nun war zwar Riga, Schweinsurths Geburts­ort, damals russisch, aber Der Forscher hat, wie Die Balten überhaupt, nie sein Deutschtum und ins­besondere Die Abstammung seiner Familie aus Südwestdeutschland verleugnet, stets sich als zu­gehörig zur deutschen Kultur gefühlt, obwohl er erst mit 20 Jahren zum ersten Male Deutschland betrat; er wurde denn auch, obwohl er Damals noch in Aegypten unD Nordostafrika, seiner eigentlichen Forschungsdomäne ansässig war, auf Betreiben Des Fürsten Bismarck 1879 in DeutschlanD natura­lisiert.

MerkwürDig an diesem Leben ist, wie klar sich das Ziel, Forscher zu werden, von Anfang an abzeich­net. Materielle Kämpfe um Die Erfüllung seiner Sehnsucht blieben Schweinfurth, Dem Sohn eines wohlhabenden Rigaer Weinimporteurs, völlig er­spart. Schon währenD Der Schul- und Studenten- jahre diente alles einemtraining auf Den künf­tigen Beruf. Unauffällig suchte er sich, auf großen Wanderungen, an Strapazen und Entbehrungen zu gewöhnen; im Jahre 1857 bestieg er sogar Den Großglockner in Den österreichischen Alpen, Damals noch eine unerhörte Leistung, zumal er Der achte nach Dem Erstersteiger war. Nach Abschluß seiner naturwissenschaftlichen, besonbers Der botanischen Studien an deutschen Universitäten, erhielt er von Der Mutter aus Der Erbschaft Des Vaters eine größere Summe überwiesen und betrat zu Weih­nachten 1863 zum erstenmal in Alexandria Den BoDen seines künftigen Wirkungskreises: Afrika.

Die erste Reife ging schon tief ins Innere, an Der Küste Des Roten Meeres entlang bis Suakm und von Da in Den SuDan südlich von Chartum. Es war aber erst Die zweite, mit Den Mitteln Der HumbolDt-Stiftung in Berlin ausgeführte und Der botanischen Erforschung der Lander am oberen Nil unD am Bahr el Ghasal DienenDe Reise von 1868 bis 1871, die ihm Weltruhm brachte und ihn in Die erste Reihe der Afrikaforscher stellte. Denn hier entDerfte er, vom Gazellenfluß fubroarts oorDringenD, einen gewaltigen Fluß namens Ue lle Der nicht nach NorDen oDer Osten floß, sondern nach Westen und Südwesten, also kein Nebenfluß, geschweige Denn Der Oberlauf des Nils fein konnte, (fr mußte einem anderen ötromfpftem angeboren, welchem das war noch unbekannt.. Kurz gesagt, Schweinfurth war der erste Weiße, der femals über Die Quellflüsse Des Nils hinaus nach Süden vor- Drang unD Die Wasserscheide zwischen Nil und Kongo überschritt. Es wirkt wie eine Ironie des Schicksals, Daß gerade Stanley, Der anfangs Miene machte, Schweinfurths Entdeckung anzu- iweifeln. Da ja Livingstone bereits viel süd­licher Den Quellfluß des Nils entdeckt habe (es roar aber Der Lualaba, Der Oberlauf Des Kongo), später Derjenige war. Der Diese Zusammenhänge aufklärte. Stanley hat Denn auch ritterlich auf Dem

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Die Entdeckung roilDer mächtiger Völkerstämme, unD Der Monbuttu. Die zu feinen Ehren Die Deutsche Flagge hißten; er war Der erste, Der KunDe von Den Zwergvölkern Afrikas nach Eu­ropa brachte. Leider verlor er durch einen Brand auf dieser Reise all seine Aufzeichnungen, 7000 barometrische Ablesungen, die Tagebuchauszeichnun- gen von 825 Tagen, alle anthropologischen Messun­gen und Wörterbücher. Aber Schweinfurth war ein Mann, an Dem Die erschlaffende Wirkung Der Tro­pen versagte Die Eingeborenen glaubten, wegen seiner botanischen StuDien, er fresse Blätter und gewinne aus ihnen feine ungewöhnliche Kraft, unD es ist bewunDernswert, wie er, aller Hilfsmittel beraubt und zum Rückzug gezwungen, nunmehr Die Entfernungen durch Zählen Der Schritte wah- renD Des Marsches zu schätzen versuchte, er kam währenD Der restlichen 6 Monate Der Reise au über 1V4 Millionen!

Die Unzahl von kleineren Reisen, die Schwein­furth später noch ausgeführt hat, lassen sich schwer im einzelnen skizzieren; in der Hauptsache waren sie der geographischen, botanischen und prähistorischen Erforschung Aegyp­tens gewidmet, wobei unter Aegypten viel weni­ger das^Niltal als Die zum ägyptischen Staatsge­biet rechts vom Nil bis zum Roten Meer unD weit nach Westen hinüber sich erstreckenden Wüsten zu verstehen sind. Die erste dieser Reisen trat er schon 1874 nach Der Oase Chargeh an. 1875 wurde er auf Vorschlag von B r u g s ch - Pascha, Dem großen deutschen Aegyptologen, Der erste Vorsitzende der geographischen Gesellschaft in Kairo, 1876 schlug er, dieser Forschungsreisen wegen, Den ihm von Der Universität Leipzig angebotenen Lehrstuhl aus. Zahlreiche Ehrungen, Ehrenmitgliedschaften wissen­schaftlicher Gesellschaften, Ehrendoktoren wurden ihm im Laufe der Jahre zuerkannt. So war er 1876 Mitglied Der von König Leopold nach Brüssel berufenen' Afrika-Konferenz, an Der auch Die Deutschen Forscher FerDinanD von Richt- Hofen, Gustav N a ch t i g a l unD GerharD R 0 hlfs teilnahmen. Von seinen Reisen sinD wei­terhin zu erwähnen eine Forschungsreise nach Dem Libanon im Jahre 1880 und Die Erforschung Der Insel Sokotra, gelegen vor Der Ostspitze Afrikas, Dem berühmten. Der Gestalt eines ruhenden Löwen ähnlichen Kap Guardafui, sowie eine Reise mit Virchow, dem berühmten Arzt und Heinrich Schliemann, Dem Entdecker Trojas und Myke­nes, nach Dem Fayum, einer westlichen Ausbuchtung Des Niltals oberhalb von Kairo. Im Jahre 1882 kam Schweinfurth in Alexandrien gelegentlich des europäerfeindlichen Aufftands von Arabi Pascha in Lebensgefahr,der wohl einzigen Lebensgefahr, Der ich mich entsinne in Afrika ausgesetzt gewesen zu sein". (!) Schweinfurth war es auch, Der 1884 Die Engländer durch ein Telegramm an Char­les Allen,' den englischen Vorsitzenden Der Anti­sklavereigesellschaft, Darauf aufmerksam machte, daß Gordo'n Pascha in Chartum sich in äußerster Le­bensgefahr befinde und daß man schleunigst eine Expedition gegen die aufständischen Mahdisten aus­rüsten müsse.'Da man indes Der Meinung war, Schweinfurth übertreibe, ging Die Expedition zu spät ab und Gordon kam um. Erst Kitchener hat dann die Mahdisten 1898 besiegt. Das Jahr 1889 brachte noch eine große Reise nach fernen, Südarabien, Das heute durch Die Forschungen von

Als kürzlich Der polnische Marschall Rydz- Smigly, Der Nachfolger Des großen PilsuDski, in Paris weilte und wichtige Verhandlungen mit der französischen Regierung einleitete, Da wurde dieser Besuch von Der deutschen Oeffentlichkeit mit absoluter Ruhe ausgenommen, während Die Presse anderer Staaten, wie etwa der Tschechoslowakei und der Sowjetunion, ihren Argwohn nur schlecht ver­bergen konnte. Diese verschiedenartige Beurteilung der polnisch-französischen Annäherung, Die zu sehr qreifbaren Ergebnissen in Form von Millionen- Anleihen für Die wirtschaftliche unD militärische Aufrüstung Des Warschauer Bündnispartners ge» führt hat, erschien auf Den ersten Blick überraschend, denn im Gegensatz zu Berlin müßte Doch Moskau eigentlich alles Interesse an einem Ausbau Der militärischen Einkreisung Mitteleuropas haben. Die Erklärung Dieses vermeintlichen Widerspruchs liegt in Der Tatsache, daß Polen als Staat zwi­lchen Zwei Welten, Der östlichen und Der westlichen, mit Naturnotwendigkeit daraus ange­wiesen ist, eine bis zum äußersten selbständige ... _ r. t. n - Politik zu treiben.

und unabhängige .

Würde beispielsweise Die Warschauer Regierung dem Drängen der bolschewistischen Machthaber nach­geben, d.h. Die Moskauer FreunDschäft um Den Preis einer Feindschaft gegen Das übrige Europa erwerben, so roürDe es Damit sein eigenes Todes­urteil unterschreiben. Weil Dem so ist und weil Die polnischen Führer diese unabhängige Linie trotz des engen Einvernehmens mit Frankreich eingehal­ten haben, Deshalb mürbe man in Moskau nervös unD deshalb blieb man in Deutschland ruhig. Denn die nationalsozialistische Außenpolitik sieht gerade in dem Miteinander und Nebeneinander unab-

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gewährleistet sei.

Reichsfachschaftsleiter Dr. Bargheer forderte als Ausbildungszeit für Lehrer an Volks­chulen ein Studium von mindestens drei Jahren. Reichsfachschaftsleiter Frank- Bayreuth gab einen Ueberblick über die Ausbildung der künftigen Lehrer an höheren Schulen. Ein dreijähriges fachwisfenfchaftliches Studium eines wissenschaftlichen Grundfaches und zweier wis- enschaftlicher Nebenfächer an den Universitäten müsse ergänzt werden durch eine gründliche Einfüh­rung in die Erziehungswissenschaften und in die Schulpraxis an den Hochschulen für Lehrerbildung. Dazu sei notwendig, die Hochschulen für Lehrer­bildung entsprechend auszubauen. Die Ausbil­dung der künftigen Lehrer an Berufsfchu- l e n sieht nach dem Bericht des Reichsfachschaftslei» $?.' Ä'ÄwM *

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