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Dr. Lewald tritt zurück.
^kZellenz Lewald hat mit Rücksicht auf sein hohes Alter seine Mitgliedschaft im Jnternationa- len Olympischen Komitee niedergelegt. Der Führer und Reichskanzler hat Exzellenz bewald aus diesem Anlaß in einem persönlichen Schreiben Dank und Anerkennung für seine hohen Verdienste auf dem Gebiete des Sports ausgesprochen.
Mit Exzellenz L e w a l d verschwindet von der Sportbühne ein Mann, dessen Name weit über die Grenzen Deutschlands hinaus einen guten Klang besitzt. Schon um die Jahrhundertwende herum erkannte er den hohen Wert des Sportes und war bereits im Jahre 1900 in Paris und 1904 m St. Louis Mannschaftsführer dec damaligen deutschen Olympia-Teilnehmer. Im Jahre 1924 wurde er in das IOK. gewählt, das ihn seiner hervorragenden Fähigkeiten wegen zum Mitglied des Vollzugsausschusses wählte. Bis 1935 war Exzellenz Lewald Vorsitzender des deutschen Olympischen Ausschusses, um sich dann ganz der Organisation der XI. Olympiade Berlin 1936 zu widmen, die nicht zuletzt durch seine in der ganzen Welt anerkannte Tüchtigkeit zu einem so großen Erfolge wurde. Dr. Lewald war es auch, der 1925 allen Schwierigkeiten zum Trotz den Bau des Sportforums im Grünewald durchsetzte. Während des letzten JOK.-Kongresfes in Warschau legte er sein Amt als Mitglied des Vollzugsausschusses nieder und wurde auf Vorschlag Baillet-Latours durch Dr. Ritter Karl von Halt ersetzt. Jetzt hat Exzellenz Lewald, im 78. Lebensjahre stehend, auch auf seine Mitgliedschaft im Internationalen Olympischen Komitee verzichtet, so daß Deutschland im Augenblick dort nur noch durch Dr. Ritter von Halt und Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg vertreten ist. Die Wahl eines dritten deutschen Mitgliedes dürfte auf dem JOK.-Kongreß im Frühjahr 1938 in Kairo stattfinden.
Segelfliegerinnen-Staffel in Gießen.
Zur gemeinsamen Segelfliegerbetätigung unter der Aufsicht und Anleitung der Ortsgruppe Gießen im NSFK. suchen wir gleichgesinnte Kameradinnen und bitten, sich an untenfolgende Anschrift zu wenden. Nach den bestehenden Bestimmungen ist die Ausübung des Segelfliegens nur noch im Rahmen des Nationalsozialistischen Fliegerkorps möglich. Ulla Burg, Gießen, Frankfurter Straße 143. Fernsprecher 3401.
Gin Lahr Gausportschule in Marburg.
In diesen Tagen kann die Gausportschule in Marburg auf eine erfolgreiche einjährige Tätigkeit zurückblicken. Insgesamt wurden in 54 Lehrgängen 1236 Sportler und Sportlerinnen aus dem Gau Hessen und den benachbarten Gauen ausgebildet. Sie alle arbeiten jetzt an der großen Aufgabe mit, die Leibesübungen ins Volk hineinzutragen. Der letzte Lehrgang umfaßte landwirtschaftliche Lehrerinnen der Landesbauernschaft Hessen-Nassau.
65 Maschinen beim Weinstraßenflug.
Am „Flug zur Deutschen Weinstraße" (9. und 10. Oktober) werden sich insgesamt 65 Maschinen beteiligen. Davon entfallen auf das NSFK. 29, auf die Luftwaffe 16 und auf die Sportflieger 20 Flugzeuge. Die NSFK.-Gruppe 11 stellt sieben Maschinen, und zwar eine Sieglitz Fw 44 mit NSFK.-Gruppenführer von Molitor als Führer und NSFK.-Mann Schwab als Orter, eine Klemm 35 (der frühere Erb großherzog von Hessen und Seibert), zwei Klemm 25 (Erbprinz Solms - Lich , Lang und Fuchs) und
drei Sportflugzeuge mit den Besatzungen Sie- mers-Wageuführ, Steinhäusser-Mey- Höffer und Scherrer-Flebbe. Unter b|n übrigen Bewerbern befinden sich u. a. der Korpsführer des NSFK. Generalleutnant Christiansen, der Zweite der Deutschen Kunstflugmeifter- schaft Hoff. Falderbaum und der Gewinner des Luxemburg-Fluges K e n t e n i ch (Köln). Am Flug sind übrigens auch drei Frauen als Beobachter beteiligt, und zwar Frl. von Vissing, Frau Schmidt und Frau Bockelmann.
Ergebniße der Kreisklasse.
Dfv.-R. Gießen I — Klein-Linden I 9:1.
Bei diesem Spiel konnte VfB.-R. hoch gewinnen. Anfangs letzten sich die Klein-Lindener energisch zur Wehr und erzielten auch den 1. Treffer.
Leihgestern — Garbenleich 4:4.
Das Resultat entspricht dem Spielverlauf.
Im Hof der Kraftfahr-Kampftruppen - Versuchsabteilung in Wünsdorf starteten am Montag 199 Fahrzeuge des Heeres und der Kriegsmarine, die die erste Meisterschaft im Kraftfahrgeländesport als eigene Veranstaltung des Oberkommandos des Heeres durchführten. Unter den 90 Krafträdern mit und ohne Seitenwagen einschließlich der acht Kriegsmarine - Gespannmannschaften und 109 geländegängigen Personenkraftwagen, zu denen die Kriegsmarine zwei Mannschaften stellte, waren die Fahrzeuge sämtlicher motorisierten Truppenteile vertreten. Fahrer und Beifahrer erledigten die Fahrt in vorgeschriebenem Dienstanzug mit Stahlhelm und Waffe.
Den Auftakt bildete eine schwere Geländefahrt auf dem Wünsdorfer Zirkus, bei der Ueberschrei-
1900 Gießen II — Wahenborn-Skelnberg II 2:0.
Die Stemberger spielten mit nur 10 Mann, auch mußte noch ein Spieler auf Geheiß des Schiedsrichters den Platz verlassen, weil er sich gegen einen Gegner unsportlich verging.
Dieseck — Atten-Vuseck 1:4.
Hier waren die Alten-Busecker komplett und konnten die Wiesecker eindeutig schlagen.
Rodheim — Rüddingshaufen 2:1.
Ein gleichwertiges Spiel, bei dem Rodheim durch Glück gewann.
Lollar II — Heuchelheim 2:4.
Die Mannschaft von Heuchelheim erwies sich als die bessere und konnte die 2. von Lollar mit 2:4 schlagen.
Steinbach — VfB.-R. Gießen II 1:4.
Die 2. Mannschaft des VfB.-R. konnte bei diesem Spiel hoch gewinnen.
Lich — Hungen 7:1.
Trotzdem Lich seine besten Leute nicht zur Hand hatte, konnte die Mannschaft gegen Hungen ein hohes Torergebnis herausholen.
tung der Höchstzeit mit Schlechtpunkten gewertet wurde. Für die Ueb.erwindung der besonders schwierigen Geländehindernissen auf Anhieb gab es je zehn Gutpunkte. Der eigentliche Zirkus mit seinen zwei betonierten Steilauffahrten von 44 v. H. und 33 v. H. Steigung und der dazwischen liegenden Steilabfahrt über den Sandhang, sowie das „Brockenbett" stellten Höchstanforderungen, aber auch die übrige Wünsdorfer Strecke hatte es in sich- Spaten, und manchmal sogar Flaschenzüge, mußten die Festgefahrenen freimachen. Ausgezeichnet hielten sich die Soldaten der Kriegsmarine, denen doch das Gelände völlig fremd und unbekannt ist. Sämtliche Teilnehmer mußten ihre serienmäßige Dienstfahrzeuge benutzen.
Schon auf den ersten 25 Kilometer gab es Aus
Heer und Marine auf Meisterschastsfahrt.
Ln Nebel und Regen durch Gand und Schlamm.
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Bei derartig festgefahrenen Wagen bei den Heeresrneisterschaften im Kraftfahrgeländesport half nur noch das Ausbuddeln. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
fälle, und bann ging es von Wünsdorf aus auf Strecke. Rund 200 Kilometer waren auf Wald- und Feldwegen zurückzulegen. Dazwischen eingeschaltete Hauptverkehrsstraßen ermöglichten es, Zeitverluste bei falscher Orientierung oder bei besonders schwe- ren Wegestellen wettzumachen, lieber Jüterbog und Dessau ging es dem Endziel der ersten Etappe in Halle zu, wobei unterwegs militärische Sonderübungen eingeschaltet waren. Anfangs waren keine größeren Schwierigkeiten zu überwinden; erst als nach der Mittagsstunde Regen einsetzte, machten die bald verschlammten We-ge den Fahrern viel zu schaffen. Dem Truppenübungsplatz in Halle hatte das Unwetter stark zugeseht, so daß die hier aufgebauten Hindernisse einfach nicht zu nehmen waren und deshalb aus dem Programm gestrichen wurden.
Zwölf Fahrzeuge ausgeschieden.
Der Punktwertung in der Kraftfahr-Geländesport- Prüfung des Heeres und der Marine find am ersten Tage bereits zwölf Fahrzeuge zum Opfer gefallen. Bei den Krafträdern blieben zwei Maschinen auf der Strecke, wodurch auch die Mannschaft des XL AK. gesprengt wurde. Von den Seitenwagenmaschinen fielen fünf durch Panne aus, so daß auch die 1. Mannschaft des Panzerregiments 5 und die Mannschaften des Artillerieregiments 75 nicht mehr vollständig sind. Fünf Kübelsitzwagen schieden aus dem Wettbewerb aus, wodurch auch fünf Mannschaften in Mitleidenschaft gezogen wurden, und zwar AA. 5, II. AK., IX. AK., 2. Mannschaft des X. AK. und 1. Mannschaft der Marinestation dec Ostsee.
Kurze Sportnotizen.
Gottfried von Cramm mußte bei den Tennismeisterschaften der Pazifikküste in Berkeley eine glatte Dreisatzniederlage durch den amerikanischen Nachwuchsspieler Riggs hinnehmen. Der Amerikaner behielt mit 6:4 ,6.4, 6:2 die Oberhand und erreichte damit die Endrunde. Der Schlußrundenkampf im Männerdoppel zwischen v. Cramm- Henkel und Budge-Sabin wurde beim Stand von 4:6, 7:9, 6:3, 6:2, 9:9 wegen Dunkelheit abgebrochen.
Die Polin Kwasniewska stellte in Lodz mit einer Leistung von 62,77 Meter (rechts 41,39 Meter und links 21,38 Meter) eine neue Weltbestleistung im beidarmigen Speerwerfen auf. Bisherige Rekordinhaberin war die Münchnerin Gelius mit 62,43 Meter.
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Nürnbergs Schwimmer gewannen auch den zweiten Städtekampf gegen Darmstadt mit 50:25 Punkten ganz überlegen. Die Bayern siegten in allen Staffeln und waren auch im Wasserballspiel mit 8:3 (1:2) erfolgreich.
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Gisela Mauermayer startete in Tirol und erzielte u. a. im Diskuswerfen mit 45,10 Meter neue Jahresbestleistung. Außerdem gewann die Münchnerin den Fünfkampf und holte sich noch vier Einzel- Wettbewerbe.
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Hartmann (Frankfurt) gewann bei den Deutschen KeglerMeisterschaften in' Halberstadt am Sonntag erneut den Titel auf der I-Bahn mit 1540 Holz.
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Mar Syring unternahm bei einem Sportfest des K^N Wittenberg einen Rekordversuch über 15 000 Meter, der auch glückte. Mit 47:52,6 Minuten blieb der ®H+enberaer fast 38 Sekunden unter der von seinem Dereinskomeraden Schönrock gehaltenen bisherigen deutschen Bestleistung.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
D. Sch., D. Die Ehe' zwischen Kindern von Geschwisterkindern ist gesetzlich zulässig.
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Franke nwein
Was sieht der Besuch zuerst?
Die Dielei Sie muß also schon einen guten Eindruck machen. Und es ist ja so leicht, mit einer Flur-Garderobe die Diele recht nett emzurichten Lassen Sie sich bei Häuser die reiche Auswahl in Garderobenleisten, Schirmständern usw mal zeigen.
J. B. Häuser, Gießen, am Osroalbsgarten, Fernsprecher 2145/2146.
werden, zur Konservierung von Nahrungsmitteln darf man sich seiner nicht bedienen. Formalin- puder wird zur Bekämpfung von Schweißfüßen gebraucht.
Fotografie, griechisch, gute Verdeutschung Lichtbild, kann heute von jedermann gemacht werden. Die Anweisungen erhält man beim Kauf eines Apparates, die heute leicht zu bedienen sind. Das Entwickeln und Vervielfältigen der Bilder Überläßt man zweckmäßig den Fotogeschäften Familienlichtbilder reiht man in Mappen ein, sie eignen sich nur sehr selten als Wandschmuck.
Foyer, entbehrliches Fremdwort mit der Bedeutung „Feuerherd" Bezeichnung für den Vorraum eines Theaters oder Konzertsaales.
Frack, der Anzug des Herrn bei festlichen Gelegenheiten und offiziellen Veranstaltungen, hat vorne keine Schöße, dafür rückwärts die sogenannten Schwalbenschwänze. Zum Frack trägt man nur bei Beerdigungen schwarze Weste und schwarze Querschleife, sonst weiße Weste und weiße Querschleife, dazu Lackschuhe und schwarze Seidenstrümpfe.
Fragesucht nennt man das Ausarten des normalen kindlichen Wistendranges in eine sinnlose Fragerei. Fragen eines Kindes «ollen immer sachlich beantwortet werden, bei ausgesprochener Fragesucht kann man jedoch weitere Antworten verweigern.
Frankenwein, Wein aus den Maintälern ist vielfach als sogenannter Bocksbeutel im Han-
Formaldehyd ]
Ehegatte lehnt die F ab. Die f. G. kann auch durch einseitiges Testament von demjenigen Ehe- gatten ausgeschlossen werden, der erechtigr ist, dem anderen Ehegatten den Pflichtteil zu entziehen ober auf Aufhebung der allgemeinen Gütergemeinschaft zu klagen. Wird die Gütergemeinschaft fortgesetzt, so gehört der Anteil des verstorbenen Ehegatten nicht zu seinem Nachlaß, sondern zum Gesamtgut der f. G. Gesamtgut der f. E wird ferner alles, was der überlebende Ehegatte erwirbt. Das Vermögen und der Erwerb der Abkömmlinge fällt nicht in das Gesamtgut. Das Verwaltungs- und Derfügungsrecht über das Ee- famtgut steht dem überlebenden Ehegatten zu der die gleiche Stellung hat, wie sie der Mann bei der allgemeinen Gütergemeinschaft hat. Die f. G. endigt durch Aufhebungserklärung des überlebenden Ehegatten gegenüber dem Nachlaßgericht durch gerichtlichen oder notariellen Vertrag zwischen dem überleben, den Ehegatten und den Abkömmlingen, mit der Wiederverheiratung des Ehegatten oder mit desien Tob. Die Kinder können die Aufhebung der f. G. nur unter bestimmten Voraussetzungen im Wege der Aufhebungsklage verlangen.
Formaldehyd, aus Methylalkohol hergestelltes farbloses, giftiges Gas, dessen Lösung in Wasser (Formalin oder Formol) als Desinfektionsmittel dient. Formalin muß bei der Verwendung ju Waschungen 1:50 verdünnt
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