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da. In der DorftvirtschaftZum schwarzen Wal­fisch", wo sich die schöne Welt Gießens fast alltäg­lich einfand, löste man die Eintrittskarten zum Bergfried. Der Weg zur Ruine führte am alten Kirchlein vorbei.Sei mir gegrüßt, liebe kleine Kapelle!" sagt Duller.Warum drückst du dich so bescheiden an den Bergeshang? Gottes Wort braucht doch wahrhaftig dem weltlichen Leben nicht so aus- ^uweichen! Aber, wo es auch sei, man sucht es doch so gerne, wie das Kind seine Mutter in der Ecke."

Dann beschreibt Duller die Oberburg auf dem Gipfel, aus dessen Tiefeunterirdische Glut die mächtigen Basaltsäulen hervorgetrieben; die Urkraft des Menschen stützt sich hier auf die Urkraft der Natur". Wenn auch die weitere Geschichtsschilde­rung in manchen Einzelheiten nach dem heutigen Stand der Gleiberg-Forschung nicht stimmt, so er­quicken dennoch phantasievolle Ausmalungen, wie von dem Leben und Treiben auf der Burg in alter Zeit und ähnlichem den Leser. Die Abhandlung ercket mit der Beschreibung desWunderbildes , das sich dem Auge von der Zinne des Turmes bietet. Hier muß jeder Beschauer den Wunsch in sich aufsteigen fühlen:Dolce far niente! Hier kann man sich dir mit vollem Behagen ergeben!" P.

Dornotizen.

Tageskalender für Samstag.

SA.-Marine-Sturmbann 11/34: Kameradschafts­abend mit der Marine-HI. und der NS.-Marine- kameradschaft. Gloria-Palast (Seltersweg):Die göttliche Jette". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): Bor Liebe wird gewarnt". Gleiberg-Verein: 20.15 Uhr Turnhalle Krofdorf-Gleiberg Festabend mit AufführungIm Gasthof zur Spießpforte zu Gleiberg". Arttlleristen-Kameradschaft: 20.30 Uhr Hessischer Hof. Reichstreubund: 20.15 Uhr Burghof. Kameradentreffen 1880/1930: 20 Uhr Lahnbrücke.

Tageskalender für Sonntag.

Einweihung des Skagerrak-Platzes vor der neuen Pestalozzischule: 11 Uhr Pestalozzischule: 11.30 Uhr Eröffnung der Skagerrak-Kunstausstellung. Fünfzi­ger 1887/1937: 10.45 Uhr Kaiserallee bei der Fi­nale der Bezirkssparkasse Treffpunkt zur Einwei­hung des Skagerrakplatzes. Gloria-Palast (Sel­tersweg):Die göttliche Jette". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße):Vor Liebe wird gewarnt". Gleiberg-Verein: 15 Uhr Volksfest auf Burg Glei­berg. Schützen-Verein: 8 bis 19 Uyr Volksschie­ßen, 20.30 Uhr Schützenhaus Preisverteilung.

Sonne für Renate" im Stadttheater.

Aus dem Stadttheater wird uns geschrieben: Das Stadttheoter eröffnet am Dienstag, 8. Juni, seine diesjährige Sommerspielzeit unter der Devise: La­chen im Theater! Es geht das LustspielSonne für Renate" von Erich Evermayer in Szene. Spiel­leitung Anton Neuhaus. Die Intendanz macht dar­auf aufmerksam, daß kloine Sommerpreise gelten. Beginn der Vorstellung um 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr.

Die deutsche Rrbeitofront

N.9.-6emeinschäflfiraft durch Freude"

Der Botanische Garten im Frühling.

Kommenden Sonntag, 6.6. 37, findet im Rahmen des Deutschen Dolksbildungswerks der NSG.Kraft durch Freude" um 10 Uhr durch den Assistenten des Botanischen Instituts Pa. Dr. Heid eine Führung durch den Botanischen Garten statt. Jedermann ist herzlich eingeladen. 3908D

NSV., Ortsgruppe Sießen-Ost.

Vetr.: Lebensmittel-Opferring.

Die Sammlung wird Dienstag, 8., und Mittwoch, 9. Juni, von der NS.-Frauenfchaft durchgeführt. Die Mitglieder wollen die Pfundpäckchen bereithalten und bte Mitgliedskarte zur Eintragung vorlegen. Der Inhalt der Päckchen ist außen sichtbar anzu- geben.

Hitler-Zugend Bann 116 Gießen.

Betr.: Reichssporlwettkampf.

Die Gef. 517 erstatten Meldung nach dem Heft Die Gestaltung des Reichs-Sportwettkampfes der HI.", Seite 39. Termin: 10. Juni, nicht 15. Juni.

Wettkampflisten sind nicht mehr vorhanden. Wo noch welche fehlen, sind sie nach der obengenannten Vorschrift. Seite 20, selbst anzufertigen.

Betr.: Reichssporlwettkampf der Hiller-Jugend (Gef. 5/116 bis 17/116).

1. Meldungen über Ort und Zeit der Wettkämpfe abgeben.

2. Je Gefolgschaft 50 Siegernadeln bei der Ver- walmngsstelle des Bannes abholen.

Belr.: Beurlaubungen am 6. 3uni.

Am 6. Juni sind alle Beurlaubungen aufgehoben.

Betr.: Reichssporlwettkampf der hitler-3ugend, Unterbann 1/116.

Es treten an:

Univerfitätssportplah:

8.00 Uhr: Rlarinegefolgschaft 1/116,

8.45 Uhr: Gefolgschaft 3/116,

9.45 Uhr: Rachrichtenschar 1/116, INotorschar 1/116, Fliegergefolgschaft 1/116x Daldsportplah: (VfB.-Reichsbahn):

8.00 Uhr: Gefolgschaft 1/116,

8.45 Uhr: Gefolgschaft 4/116,

9.45 Uhr: Gefolgschaft 2/116.

Die Gefolgschaftsführer melden ihre Einheiten dem Leitenden und bleiben für die Dauer des Wett­kampfes bei der Leitung. Für sorgfältiges Ausfüllen der Wettkampflisken ist Sorge zu tragen. Apelle in Sportzeug abhalten. RUtzubringen: se Kamerad­schaft eine starke Pappe als Unterlage für die Wetlkampflisle und ein Bleistift.

Betr.: Reichssportwettkampf (Unterbann 1/116).

Alle Einheitsführer (vom Scharführer aufwärts) und Mitarbeiter haben am 6. Juni, pünktlich 7.45 Uhr, auf dem Universitätssportplatz anzutreten.

Die Siegerehrung für alle Gießener Einheiten (Gef. 1/116 bis 5/116 und Sonderformationen) fin­det am 6. Juni, um 12.30 Uhr, auf dem Universi- tätssportplatz statt.

Schützt $lur und Ernte!

V. A. Immer noch gehen Jahr für Jahr Mil­lionenwerte dem Volke durch böswillige und un­vorsichtige Beschädigung der Fluren verloren. Wie oft mutz man es z. B. beobachten, daß an den Wegerändern das Getreide zertreten ist. Nicht selten führen ganze Pfade durch die Felder, nur weil es

Jubiläumsfeier des Gleiberg-Vereins.

Der Gleibergverein vereinigte am gestrigen Frei­tagabend im Sale des Caf6 Leib seine Mitglieder und Freunde zur Feier des 100jährigen Bestehens. Die Feier nahm einen schlichten, schönen Verlauf. Zahlreiche Gäste nahmen daran teil.

Nach einigen einleitenden Darbietungen der Krof- dorfer Kapelle (Leitung Kapellmeister Re eh) hielt der

Dereinöführer, Kreisdirektor Or. Loh

eine kurze Ansprache, in der er die Vertreter der Partei und der Behörden, insbesondere Oberbürger­meister und Beigeordneten unserer Stadt, herzlich willkommen hieß, ferner begrüßte er den Vertteter des Rektors der Universität,' Professor Götze, den Vertreter der Studentenschaft Adam, die Freunde aus den anderen Heimatoereinigungen, nicht zuletzt auch den Orts rin gleiter des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat. Dem Oberbürgermeister der Stadt Gießen dankte er insbesondere für die stetige tatkräftige Unterstützung, die er der Sache des Glei- bergvereins angedeihen ließ. Der Redner wies dann auf eine kleine Schrift hin, in der die Geschichte des Gleibergvereins verankert sei und dankte dem Ver­fasser, dem Heimatforscher Lehrer Praß von Krofdorf, für seine liebevolle, sorgfältige Arbeit. Kreisdirektor Dr. Lotz dankte ferner dem Land­schaftsleiter des LandsschaftsbundesVolkstum und Heimat", Ministerialrat R i n g s h a u s e n, für die Uebernahme der Schirmherrschaft zu den Jubi­läumsveranstaltungen.

In seinen weiteren Ausführungen erinnerte der Redner an. alle jene Männer, die sich schon vor 100 Jahren der Sache der Erhaltung des Gleibergs gewidmet hatten, und vergaß auch jene nicht, die in den letzten Jahrzehnten der schönen Sache dien­ten. Oberbauinspektor Mohr überreichte der Der- einsführer ein schönes Bild des Gleibergs als An­erkennung für die stets geleistete Arbeit um die schöne und geschmackvolle Ausgestaltung der Räume der Burg. Er gab dem Wunsche Ausdruck, daß jeder­mann durchdrungen sein möge von dem Gedanken, den die WorteVolkstum" undHeimat" in sich schließen, daß dieser Gedanke weitergetragen wer­den möge und auch spätere Geschlechter das ihre tun werden, um den Gleiberg in seiner historischen Form zu erhalten, zur Freude aller Kommenden.

Er wies zum Schluß seiner Ansprache noch auf die enge Verbindung zwischen der Gießener Stu­dentenschaft und dem Gleiberg, insbesondere aber der ganzen Stadt Gießen und dem Gleiberg hin, dessen Bild aus dem Landschaftsbild unserer Heimat nicht sorizickenken ist. (Lebhafter Beifall.)

Lieder und Volkstänze.

Im weiteren Verlauf des Abends erfreute Frau Steiner (Hausen) durch den Gesang einiger ihrer Lieder, insbesondere des von ihr gedichteten neuen Gleibergliedes, in dem der feine Reiz, der den Gleiberg umgibt, schönen Ausdruck fand. Große Freude bereitete sie ihren Zuhörern mit den Lie­dernWenn ich wiederkehre" undMein kleines Dorf, wie schön bist du". Eine weitere Bereicherung fand der Abend durch frisch getanzte Volksreigen der Gleiberger und Krofdorser Burschen und Mäd­chen, die kraftvoll und anmutig zugleich, in derber bäuerlicher Kleidung, einen natürlichen und wahr­haft volkstümlichen Eindruck zu erwecken vermochten.

Glückwünsche.

Sodann wurden dem Verein Glückwünsche darge­bracht. Der Ortsringleiter des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat", Dr. Michel, überbrachte die Glückwünsche des Landschaftsleiters, Ministerial­rat Rings haus en, der gern die Schirmherr­schaft über die Jubiläumsfeier des Gleibergvereins übernommen habe. Man wisse, daß der Verein nickt nur seit 100 Jahren bestehe, sondern seit 100 Jah­ren wirke. Seine Arbeit werde geschätzt, denn nur in zähester Arbeit sei es möglich gewesen, die Burg zu erhalten und auszubauen. Durck den Ausbau des Albertusbaues zum Schulungslager sei der Gleiberg besonders nahe an die Volksgemeinschaft herangewachsen.

Dekan Guß mann sprach für die Heimatver­einigung Staufenberg herzliche Glückwünsche aus und übergab dem Vereinsführer des Gleibergver­eins, Krelsdirektor Dr. Lotz, ein Bildwerk vom Staufenberg, das von dem Gießener Maler und Zeichner Stephan, einem gebürtigen Staufen­berger, gemalt worden fei. Er betonte, daß der Gleibergverein bei Jeiner Arbeit nicht allein stehe, -sondern daß hinter ihm sowohl die Heimatvereini­gung Staufenberg, als auch die Heimatvereinigung Schiffenberg mit gleichen Zielen und Idealen stünden.

Professor Dr. Götze übermittelte im Auftrage des Rektors unserer Universität die Glückwünsche der Universität, dann brachte im Auftrag der Gie­ßener Studentenschaft Herr Adam Glückwünsche der Gießener Studenten dar, die sich wie in der Vergangenheit auch in der Zukunft dem Gleiberg verbunden fühlen würden.

Aufführung des Volksstücks.

Im Mittelpunkt des Abends stand dann, nach­dem die Krofdorf-Gleiberger Tanzgruppe noch mit einigen Volkstänzen aufgewartet hatte, die Auffüh­rung eines von Oberstudiendirektor Philipps (Friedberg) verfaßten VolksstückesIm Gasthaus zur Spießpforte zu Gleiberg", das an Sagen und Geschichten des Gleibergs und seiner Umgebung an­knüpft und sie in anschaulicher und sehr lebendiger Form in die Erinnerung zurückruft. Die Darstel­lung des Volksstückes geschah mit viel Liebe durch eine Spielfchcrr, die sich ausschließlich aus den Reihen der Krofdvrfer und Gleiberger Burschen und Mädchen zusammengefunden hat, die mit starker innerer Anteilnahme ihr Heimatstück wiedergab. Der verdiente Beifall blieb denn auch nicht aus.

Mt einer kurzen Schlußansprache beendete Kreis- direktor Dr. Lotz den unterhaltsamen Abend.

*

Am heutigen Samstag wird der Iubiläumsfest- abend des Gleibergvereins in Krofdorf in ähnlicher Form eine Wiederholung erfahren. Am morgigen Sonntag werden sich die Freunde des Gleibergs auf der Burg zum Volksfest einfinden.

Burgbeleuchtung und Feuerwerk.

Bei dem morgigen Volksfest auf der Burg Glei­berg wird nach Eintritt der Dunkelheit eine Burg­beleuchtung mit Feuerwerk der Festveranstaltung eine besondere Note geben.

einige Fußgänger unbequem finden, den vor ge­trieben en Weg zu gehen. Wenn der Bauer unter Einsatz aller Kräfte die Ernährung des Volkes sicherstellt, muß er es sich verbitten, daß auf diele Weise das tägliche Brot mit Füßen getreten wird. Ein übler Brauck ist es auch, auf Spaziergängen Sträucher von Oostbäumen abzubrechen, um sie zu Hause in ein Glas zu stellen. Dadurch versündigt man sich nicht nur am Ertrag der deutschen Scholle, sondern verunziert in der übelsten Weise das schöne deutsche Landschastsbild. Niemand hat das Recht, diese Schönheit nur für sich in Anspruch zu neh­men, während Tausende nach ihm sich über kahle Bäumchen und lückenhafte Hecken ärgern müssen. Es fit rücksichtslos und maßlos anspruchsvoll, so die Schönheiten der Natur zu mißbrauchen. Den Volks­genossen wird dadurch manch stille Freude genom­men, und der Volkswirtschaft werden Schäden zu­gefügt, die bei notwendiger Disziplin vermieden werden können. Achtet darum die Gaben der Natur und nehmt Rücksicht aus das deutsche Volksvermögen! Abordnung der Kriegsmarine in Gießen

Zu der Einweihung des Skagerrak-Platzes mit dem Ehrenmal für die gefallenen deutschen Skager­rak-Kämpfer am morgigen Sonntag um 11 Uhr trifft am heutigen Samstag um 14.39 Uhr eine Abordnung der Kriegsmarine in Gießen ein. Zu der Abordnung, die von der 1. Schiffsstamm-Ab­teilung der Nordsee in Wilhelmshaven kommt, ge­hören drei Offiziere, fünf Unteroffiziere und zehn Mann. Die Abordnung ist Gast der Stadt Gießen. Zum Empfang am Bahnhof werden Vertreter der Stadt, des SA.-Marine-Sturmbannes und der Marine-Kam-eradfchaft Gießen erscheinen. Die Ka­meraden von der Kriegsmarine werden auch an dem Kameradschaftsabend der Marine-SA. und Marine- Kameradschaft am heutigen Samstag im Cafä Leib teilnehmen, ebenso an allen Veranstaltungen im Rahmen der Skagerrak-Feier am morgigen Sonn­tag.

Wie uns von der Stadtverwaltung weiter mit­geteilt wird, werden anläßlich der Einweihung des Skagerrak-Platzes die öffentlichen Gebäude mit Flaggen geschmückt.

Ortsfrauenschastsabend Gießen-Nord.

Frauenschaft und Frauenwerk der Ortsgruppe Gießen-Nord kamen am Montag imBurghof" zu­sammen. Die Leiterin Frau S t a n d f u ß' gedachte der Toten derDeutschland" und ermahnte die Frauen, mehr denn je weiterzuarbeiten und zusam­menzuhalten. Es wurde beschlossen, daß jede Frau sich verpflichtet, bis zum Herbst etwas zu arbeiten für das HilfswerkMutter und Kind", oder für den Patengau Oberschlesien, oder für die Kinder­gärten der NSV. Fräulein Watz, die Leiterin der Abt. Hilfsdienst, sprach dann über die Ernte­kindergärten, die schon in manchen Orten des Krei­ses eingerichtet sind. Die Abt. Volkswirtschaft = Hauswirtschaft hatte für den Abend verschiedenes vorbereitet. Fräulein Reich sprach über die Ver­wendung einheimischer Kräuter mit reichem An­schauungsmaterial. Es folgte ein luftiges Spiel von 26 Frauen unter der Leitung von Fräulein Fisch Krach in der Küche, ein Streit zwischen inländi­schen und ausländischen Gewürzkräutern", das großen Beifall fand. Den Schluß bildete ein Film über Quarkspeisen, dabei wurden Kostproben und Kochoorschriften verteilt. F. K.

Blumenschmuck-Wettbewerb in Gießen

Der Fremdenverkehrsverein Gießen veranstaltet auch in diesem Jahre einen Blumenschmuckwettbe­werb. Der Verein ersucht alle Einwohner der Stadt, die Häuser, Balkons und Vorgärten mit Blumen zu schmücken. Dieses Ersuchen richtet sich insbe­sondere auch an die Geschäfts- und Wohnungs­inhaber der Innen ft a d t. Dlumengeschmückte Straßen sind für die Fremdenverkehrswerbung von großer Bedeutung. Wer sich an dem ausgeschriebe­nen Wettbewerb beteiligen will, besorge sich eine vorgedruckte Anmeldekarte bei der Auskunftsstelle des Fremdenverkehrsvereins, Seltersweg 89 (Reise- büro). Die Anmeldekarten müssen bis 20. Juni ein« gesandt werden. Für gute Leistungen werden von dem Fremdenver^hrsverein Preise ausgesetzt.

(Siebener Wochenmarktpreise.

* Gießen, 5. Juni. Aus dem heutigen Wochen­markt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, XA kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf. Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klas e S 11, Klasse A 10Y2, Klasse B 10, Klasse C 9%, Klas e D 9, ungezeichnete 8, Enteneier 10 bis 11, Wir ing, % kg, neuer, 10 bis 25, Weißkraut, neues, 12 bis 15, Rotkraut 18 bis 20, gelbe Rüben, neue, das Bündel 15 bis 20, rote Rüben 12, Spinat 18 bis 20, Römischkohl 12 bis 15, Bohnen, neue, grüne, 30 bis 40, Spargel, 1. Sorte 43 bis 52, 2. Sorte 37 bis 45, 3. Sorte 32 bis 29, 4. Sorte 15 bis 18, Erbsen 30 bis 35, Tomaten 50 bis 70, Zwiebeln 15, Rhabarber 10 bis 12, Kartoffeln, alte, % kg 5 Pf., 5 kg 46 Pf., 50 kg 3,85 bis 3,95 Mark, neue, Y» kg 13 bis 18 Pf., Aepfel 40 bis 80, Kirschen 50 bis 60, Erdbeeren 70 Pf. bis 1 Mark, Zwetschenhonig 45 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 20 bis 70, Salat 5 bis 10, Salatgurken 20 bis 45, Oberkohlrabi 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 5 bis 10 Pf.

* * 74 Jahre alt. Am heutigen Samstag, 5. Juni, kann Frau Katharine Hofmann in Gießen, Bruchstraße 14, ihren 74. Geburtstag fei­ern.

* * Viehmärkte in Gießen. Der nächste Rindvieh-(Nutzvieh-)Markt findet am kommenden Dienstag statt; der nächste Schweinemarkt ist auf den 30. Juni festgesetzt.

* * Die Herbstmesse wird vom 11. bis ein­schließlich 19. September auf Oswaldsgarten abge­halten. Meldungen der Aussteller müssen bis zum 27. Juni erfolgen.

* * Die Bezahlung der Strom- und Gasgelder wird von der Direktion der städti­schen Betriebe zur rechtzeitigen Leistung in Er­innerung gebracht. Die Beträge vom Monat April sind umgehend zu zahlen, andernfalls die Strom- und Gaslieferung gesperrt wird.

* * Fahrplan-Richtig st ellung: Auf der Strecke HungenMücke fährt der in unserem Ta­schenfahrplan für Sommer 1937 angegebene Zug ab Mücke 13.31 Uhr, an Hungen 14.13 Uhr nicht nur werktags, sondern an jedem Tage.

* * Sonntagsrückfahrkarten zum Sän- gerfest in Nieder-Ohmen. Vom Samstag, 5. Juni, bis Montag, 7. Juni, ist in Nieder-Ohmen Wertungssingen, verbunden mit Sängerfest. Die Reichsbahn gibt an diesen Tagen von den Bahn­

höfen der Strecken GießenLauterbach, Grunberg-^ Londorf und MückeLaubach nach Nieder-Ohmen Sonntagsrückfahrkarten aus. Diese gelten, wie die übrigen Sonntagsrückfahrkarten, von Samstag 12 Uhr bis Montag 24 Uhr.

* Preußisch - Süddeutsche Staats­lotterie. Die Ziehung der dritten Klasse der laufenden (49.Z275.) Lotterie findet am 16. und 17. Juni statt. Schluß der Erneuerung am 9. Juni. Kleine Strafkammer Gießen.

Der Peter Schnauz aus Bad-Nauheim war vom Amtsgericht Bad-Nauheim zu einer Gefäng­nisstrafe von sechs Wochen und Kostentragung ver­urteilt worden, weil er in einer Wirtschaft in Bad- Nauheim dem Ortsbauernsührer in Bad-Nauheim vorgeworfen hatte, er hätte sich beim Verkauf von Kartoffeln nicht so verhalten, wie die Volksgemein­schaft es erfordere. Er hätte für feine Kartoffel­lieferungen Ueberpreife verlangt. Die Beweisauf­nahme in der gestrigen Verhandlung ergab im Wesentlichen das gleiche Bild, wie die erstinstanz­liche Beweisaufnahme. Der Angeklagte, der bereits mehrfach wegen Beleidigung vorbestraft ist, er­klärte, eine Beleidigungsabsicht nicht gehabt zu ha­ben. Die Kammer hob das Urteil der ersten In­stanz im Strafmaß auf und verurteilte den Ange­klagten zu einer Gefängnisstrafe von drei Wochen.

Der K. E. R. aus Nidda hatte im Herbst v. I. eine Witwe und ihren Sohn verleumderisch da­durch beleidigt, daß er anonyme Briefe und Post­karten an sie schrieb und sie darin bezichtigte, sie habe ihrem jetzt verstorbenen Manne nicht die ehe­liche Treue gehalten. Den Sohn hatte er auf der Straße beleidigt, ihm abends bei Dunkelheit auf­gelauert und ihm einen Knüppel auf die Schulter und an den Kopf geworfen. Das Amtsgericht Nidda hatte den Angeklagten deshalb zu einer Gefängnis­strafe von zwei Monaten und einer Woche ver­urteilt. Gegen dieses Urteil hatte der Angeklagte Berufung eingelegt, wobei er behauptete, er sei

RUHL Seilersweg Nr. 67

adiO Telephon Nr. 3170 I

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seinerseits ebenfalls von der Witwe und ihrem Sohn beleidigt, er sei sogar von dem Sohn bedroht wor­den. Seine Berufung hatte teilweise Erfolg. In der geftrigen Hauptoerhandlung wurde jedoch die Rich­tigkeit der ihm zur Last gelegten Delikte festgestellt. Er wurde zu einer Gefängnis st rase von einem Monat und einer Woche und zur Kostentragung verurteilt.

Große Strafkammer Gießen.

Wie wir bereits berichteten, verhandelte die Große Strafkammer am vergangenen Dienstag gegen die Brüder A. und G. K. aus Ober-Ohmen, denen die Anklage verschiedene Vergehen gegen das Brannt- weinmonckpolgesetz vorwarf. Sie hatten gegen das Urteil des Schöffengerichts Gießen Berufung ein­gelegt.

Die am Dienstag unterbrochene Beweisaufnahme wurde am gestrigen Freitag fortgesetzt. Sie ergab im wesentlichen das gleiche Bild, wie die Verhand­lung erster Instanz.

Die Staatsanwaltschaft beantragte Verwerfung der Berufung. Der Verteidiger der beiden Ange­klagten plädierte auf Freispruch, da die zur Last gelegten Vergehen nicht bewiesen seien.

Das Gericht wies die Berufung der beiden An­geklagten zurück mit der Maßgabe, daß die gegen den Angeklagten G. K. erkannte Freiheitsstrafe auf eine Gesamtgefängnisstrafe von drei Monaten und zwei Wochen herabgesetzt wurde.

Aus der engeren Heimat.

Landkreis Gießen.

hst Dau bringen, 4. Juni. Am Mittwoch wurde unsere Hebamme Frau Elisabeth Frey zu Grabe getragen. Bürgermeister Deines, die Frauenschaftsleiterin Fräulein Schminke und die Vertreterin des Fachverbandes der Hebammen, Frau Ruckelshausen aus Staufenberg, widme­ten der Verstorbenen am Grabe herzliche Abschieds­worte. Joh. Will legte für die Alterskameraden einen Kranz nieder.

<£ Leihgestern, 4. Juni. Unter zahlreicher Beteiligung fand gestern auf dem hiesigen Friedhof nach der Beisetzung der Urne im Familiengrab die Drau er feier für den verstorbenen Major a. D. Carl Waydelin vom Gut Neuhof statt. Die Orts­gruppe der NSDAP. legte ihrem Mitglied einen Kranz nieder. Die Kriegerkameradschaft, der der Verstorbene seit seiner Verabschiedung als Kavalle­rieoffizier nach dem Kriege angehörte', erwies ihrem Kameraden die letzten militärischen Ehren. Ein all­seitig beliebter Mensch und eifriger Sportsmann, der sich um den Pferderennsport sehr verdient ge­macht hat, ist in dem Verstorbenen heimgegangen.

8. Lang-Göns, 5. Juni. Am 9. Juni können die Eheleute Johannes Heinrich Henrich und Frau Maria, geb. Bopf, Breitgasse, das Fest der goldenen Hochzeit begehen. Leider starb vor einigen Jahren der einzige Sohn des goldenen Ehe­paares. Zwei Enkel können die Feier mitbegehen.

8. Lang-Göns, 3. Juni. Am gestrigen Abend fuhr ein Auto in der Obergasse gegen die Stütz­stange des Stürmerkastens und richtete Schaden an einem Gebäude an. Das Auto mußte abge­schleppt werden. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon.

* Hungen, 4. Juni. Am Sonntag hatte die NS. - Frauenschaft, Ortsgruppe Hungen, alle über 70 Jahre alten Volksgenossen in den Saal des Darmstädter Hof" eingeladen. Nach Begrüßung durch die Leiterin wurden die lieben Gäste, die in sehr stattlicher Zahl dem Rufe gefolgt waren, mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Ansprachen des Orts­gruppenleiters K i r ch h ö f e r sowie Volkstänze und Schattenspiele des BDM. trugen zur Ausgestaltung und Verschönerung des gemütlich verlaufenen Nach­mittags bei. Die alten Leute fühlten sich unter der liebevollen Betreuung sichtlich wohl und werden hoffentlich im nächsten Jahre vollzählig wieder er­scheinen.

Kreis Alsfeld.

§ Groß-Felda, 4. Juni. Wie an anderen Orten, so wurde auch hier mit Hilfe der NSV. ein Erntekindergarten eingerichtet, der sich eines ausgezeichneten Besuches erfreut. Eine Kin­dergärtnerin betreut die Kleinen, was schon jetzt, da die Heuernte beginnt, sehr angenehm empfun­den wird und eine große Entlastung bedeutet. Ebenso trafen hier etwa 50 Arbeitsdienst- männer ein, die für die schnelle Bergung der Heuernte eingesetzt werden. So kann es nicht mehr wie in früheren Jahren, Vorkommen, daß das Heu auf den Wiesen verkommen muß, weil es an geeigneten Arbeitskräften fehlte.