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veranstalten, wie bereits gemeldet, zum 300. Ge-

kann. Das Schiff ist noch recht neu; es ist erst im burtstage des großen Lübecker Oraanisten Dietrick »?»m Stapel gelaufen und führt acht S uxtkh ule <34. 6 'staSTÄrfbat

Deutsche Buxtehude-Fe st. Sie ehren damit das Andenken eines bedeutenden Musikers des nord­deutschen Barocks. Buxtehude wurde als Sohn einer Dänin und eines deutschen Organisten, dessen Ah­nen aus dem bei Hamburg gelegenen Städtchen Buxtehude stammen, 1637 in der damals dänischen Stadt Hälsingborg geboren. Seine deutsche Wesens­seite konnte sich entfalten, als er mit 23 Jahren als Organist an der deutschen Kirche in Helsingör in Beziehung zum Deutschtum trat. 1668 erwarb er das Lübecker Bürgerrecht und wurde Organist an der Marienkirche. Als Organist und als Kompo­nist fand er Anerkennung und Bewunderung seiner Zeitgenossen und wurde zum Begründer des kir­chenmusikalischen Ruhmes der Hansestadt. 1707 starb er 70jährig in Lübeck. Wie die Reichsmusikkammer im Bach-Händel-Schütz-Jahr 1935 sich für die Werke dieser drei großen Meister einsetzte, so nimmt sie in diesem Jubiläumsjahr Gelegenheit, gemeinsam mit Lübeck die deutsche Oeffentlichkeit auf das Werk Buxtehudes hinzuweisen.

15,5 cm-Geschütze, vier 7,5 cm= und sechs 3,7 cm» Geschütze die letzteren beiden Kategorien zur

Aus aller Welt.

Starker Auslandsbefuch der ReichsausstellungSchaffendes Volk".

Bauerntechnik Bauernarbeit

Ein Kernpunkt der Münchener Reichsnährstandsschau.

Don unserem Sonderberichterstatter Zrithjos Melzer.

Flugabwehr sowie zwei Torpedorohre, Einrich­tungen für Bordflugzeuge und eine Anzahl Ma- chinengewehre mit sich. DieJeanne d'Arc" er­dichte bei ihrer Probefahrt mit 39 000 Pferde­kräften eine Geschwindigkeit von 27,8 Seemeilen eine Seemeile 1,85 km), während die schnell­ten kleinen Kreuzer Frankreichs ihre Maschinen- eistung fast um das Dreifache steigern mußten, um ünf bis sechs Seemeilen mehr heraus^uholen und eine Geschwindigkeit von 33 bis 34 Seemeilen zu erreichen!

Der britische SchulkreuzerFrobisher" ist erst päter Kadettenschiff geworden und gehört in die Kategorie der 10 000-To.-Kreuzer, also der sogen, chweren Kreuzer. Auch hier ist eine marinegeschicht­liche Erinnerung recht interessant. Der Kreuzer Frobisher" gehört eigentlich zum Typ derHaw- kins"-Klasse, die aber ursprünglich nur 19 cm-Ge- schütze führte, während derFrobisher" 20,3 cm-

(peumanns (p2r3=4pilfe unterstützt und regelt die klrdeitskrast Ohres Herzens. Hsumonns Herz.Hilfe ist unschädlich und aus rein pflanzlichen Heilstossen zu­sammengesetzt. »Zu Haden in den Apotheken für R2R. 2.50 die Packung. Sie reicht cq. 1 Monat.

Es gibt kein Gebiet aus dem weiten Bereich des Landlebens, das auf der Reichsnährstands-Ausstel­lung in München nicht berücksichtigt wäre. Wie der Reichsnährstand alles betreut, was zum täglichen Leben und zu den Feierstunden des Landvolks ge­hört, so spiegelt sich alles auch auf dieser Ausstel­lung wider. Doch die besondere Betonung liegt auf der wirtschaftlichen Seite, liegt in der Bereitstellung des Handwerkszeugs für die Pflichterfüllung im Bierjahresplan. Dabei stehen Pflanzenzucht und Tierzucht, Organisa­tionsfragen und Technik nebeneinander. Doch die größte Bedeutung hat in diesem Augenblick zwei­fellos die Bauerntechnik und im engen Zu­sammenhang damit die zweckmäßige Gestaltung Der Bauernarbeit. Hätten wir ein unerschöpfliches Men­schenreservoir, so wäre die Erzeugungssteigerung kein so schwieriges Problem. Wir müssen aber die Aufgabe bewältigen, die Mehrerzeugung ohne wesentliche Vermehrung des mensch­lichen Arbeitsaufwandes zu schaffen. Da­bei ist auch der Tatsache Rechnung zu tragen, daß die größten Leistungsreserven bei den mittleren und kleineren Bauernbetrieben liegen, die bis­her der technischen Erschließung aus verschiedenen Gründen bis zu einem gewissen Grade unzugäng­lich waren.

Nach dem Eindruck der Münchener Ausstellung kann der deutschen Industrie und der Wissenschaft das Zeugnis ausgestellt werden, daß sie es erfolg­reich verstanden haben, ganz allgemein arbeit­sparende Maschinen und Geräte zu entwickeln und vor allem Landmaschinen, die auch in kleinen Verhältnissen sich bewähren. Eine besondere Betonung findet eine Form der Arbeitsteilung, wie sie bisher im bäuerlichen Rahmen bei uns kaum üblich gewesen ist. Hatte man sich früher schon darum bemüht, einzelne Ma­schinen genossenschaftlich zu nutzen, gab es auch Lohnunternehmungen, die sich etwa in der Moor­kultur bewährt haben, so wird jetzt die gemein­schaftliche Maschinennutzung und die Uebernahme bestimmter neuzeitlicher' Arbeitsvor­gänge durch Fachbetriebe systematisch geför­dert. Damit erwächst auf dem Lande ein neuer Mittelstand, der den Bauernwirtschaften Arbeiten abnimmt, die sich für den einzelnen nicht lohnen würden, und die volkswirtschaftlich zur zweckmäßi­gen Verwertung örtlicher Ueberschüsse besonders nützlich sind.

Ein Beispiel dafür ist die Grünfutter­trocknung. Solche Anlagen könnte sich nur ein Großbetrieb leisten. Was an Grünfutter nicht als­bald verwertet werden kann, läßt sich für den eige­nen Wirtschaftsbedarf in Silos konservieren. Aber die Silomasse ist eben nur in dem eigenen Betrieb verwendbar; niemand wird sich also mehr hinlegen, als er mit Nutzen für fein Vieh braucht. Das ist ein wesentlicher Grund für den heutigen Zustand, wo außerordentlich große Werte, vor allem bei den Rübenblättern, verloren gehen, weil es für diesen Ueberschuß keinen Absatz gibt. Ein Lohn- unternehmen, das für einen größeren Bereich die Verwertung übernimmt, kann mit der Trocknung ein wertvolles Kraftfutter Herstellen, das beliebig

Geschütze führt. Dieser Unterschied bedeutet aber im Geschoß-Gewicht eine Zunahme von 90 auf 100 Ki­logramm!Frobisher", der als ein wohlgelungener Bau anzusprechen ist, wird nur bis zum Sommer 1937 als Schulschiff Dienst tun und dann durch ein Schwesterschiff ersetzt werden. D.

Kunst und Wissenschaft.

Hauptversammlung der Kaiser-Dilhelm-Gesellschafl.

Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften wird auf Einladung der Stadt Köln dort ihre diesjährige Hauptver­sammlung am 21. und 22. Juni abhalten. Die Ge­sellschaft, die im vorigen Jahre ihr 25jähriges Ju­biläum feiern konnte, unterhält zur Zeit 32 For­schungsinstitute im In- und Ausland. Auf der Ta­gesordnung steht u. a. der Jahresbericht des Prä­sidenten Professor Dr. H. Spatz wird überWege der Hirnforschung im Wandel der Zeiten" und Prof. Dr. A. Kühn überDie Auswirkung von Erb­anlagen" sprechen.

Feierliche Aufstellung einer Vruckuer-Vüsie in der Walhalla.

Am kommenden Sonntag erfolgt auf Veranlas­sung des Führers im Rahmen eines feierlichen Staatsaktes in der Walhalla bei Regensburg die Aufstellung der Büste Anton Bruckners. Die Walhalla wurde von König Ludwig I. von Bayern 1830 bis 1841 erbaut. Nach dem Willen ihres Schöpfers soll sie zur Aufnahme der Büsten her­vorragender deutscher Männer dienen. Zu dem Staatsakt werden führende Männer aus Partei und Staat, Wehrmacht und Behörden sowie zahl­reiche Mitglieder der Internationalen Bruckner-Ge­sellschaft erwartet. Eine Reihe von Festkonzerten wird die Feier umrahmen, bei denen die unsterb­lichen Werke Anton Bruckners erklingen werden. Am Montag hält die Internationale Bruckner-Ge­sellschaft eine Festsitzung ab, bei der der Präsident der Reichsmusikkammer, Dr. Peter Raabe und der Präsident der Internationalen Bruckner-Gesell­schaft, Prof. Max Auer- Wien sprechen werden.

Deutsches Vuxlehude-Fesi in Lübeck.

Die Reichsmusikkammer und die Stadt Lübeck

müssen auch wissen, wann die Reparatur nicht mehr behelfsmäßig auf dem Hof vorgenommen werden kann. Damit sind wir wieder bei der dörflichen Arbeitsteilung angelangt. Ist von dem Ein­satz der Technik der Erfolg der Erzeugungsschlacht und die Sicheruna der Nahrungsfreiheih abhängig, so muß auf dem Lande auch ein bodenständi - g e 5 Handwerk Aur Verfügung stehen, das den Bauern die Instandhaltung und rechtzeitige Ueber- holung der Maschinen gewährleistet.

Wir befinden uns also in einem Abschnitt der Agrargeschichte, in dem die Vorteile der Arbeits­teilung und die Ausnutzung der technischen Mög­lichkeiten, die für die Industrie seit Jahrzehnten selbstverständlich sind, auch ihren stürmischen Einzug auf dem Lande halten. Es ist freilich nicht daran zu denken, industrielle Erfahrungen schema­tisch auf das Land zu übertragen. Die natürlichen Voraussetzungen des Wachstums von Pflanze und Tier lassen stch nur bis zu einem gewissen Grade beeinflussen. Landtechnik hat also in der Praxis ein ganz anderes Gesicht als Jndustrietechnik und doch kommt es darauf an, nun auch in der landwirt­schaftlichen Erzeugung den Schritt aus dem 19. in das 20. Jahrhundert zu hin, in das Zeitalter der Technik. Es ist nicht die Schuld der breiten Bauern­massen, daß die deutsche Landwirtschaft in ihrem Leistungstempo den Gleichschritt mit der Industrie verloren hatte. Erst eine in volkswirtschaftlicher Ver­antwortung gebundene Agrarpolitik hat den Weg zur vollen Ausnutzung der Technik frei gemacht. Das Ziel dieser Befreiung von Bauerntechnik und Bauernarbeit hat der Reichsbauernführer bei der Eröffnung der Ausstellung gekennzeichnet: Deutsch­land wird in wenigen Jahren über die modernsten mittel- und kleinbäuerlichen Betriebe der Welt ver­fügen.

schen Besucher fanden die neuen Werkstoffe in ihrer vielfältigen Anwendungsform und der ge­diegenen Schönheit der Ausführung; vor allem die neuen Textilstoffe fanden allgemeine Bewunderung. Besonderrs die Inderinnen interessierten sich für die bunten Stoffe der Textilschau und erkundigten sich lebhaft, wo diese neuartigen Stoffe zu kaufen feien. Zu dem starken Eindruck trugen nicht wenig die ge- walttge Gartenschau im Schmucke der Millionen Blumen und die abendlichen Lichtwunder am Rhein bei.

Cin Hochverräter und ein Landesverräter hingerichtet.

Der wegen Verbrechens auf Grund des § 83 StGB. Mm Tode Verurteilte Helmuth Hirsch ist hin- gerichtet worden. Hirsch ist hn Auftrage hoch­verräterischer Kreise des Auslandes nach Deutschland eingereist, um hier Sprengstoffverbrechen durchzu­führen. Die beiden im Auslande hergestellten Höl- lenmaschinen, die er benutzten wollte, konnten sicher- gestellt werden. Ferner ist der vom Volksge­richtshof wegen Landesverrates zum Tode und dauerndem Ehrverlust verurteilte 20jährige Oskar Denner aus Villingen hingerichtet worden.

DampferOliva" in Manila.

Der auf hoher See in Brand geratene deutsche FrachtdampferOliva" liegt jetzt in Manila vor Anker. Die Hafenfeuerwehr ist an Bord, sie glaubt jedoch, daß das Feuer in sich selbst ausbrennen müsse. Kapitän M e i n h o l d berichtete über den Heldenmut des wachthabenden Seemannes Gen­th e r, der infolge seiner Brandwunden auf hoher See ftarb. Genther habe ungeachtet des sicheren Flammentodes feine Kameraden alarmiert und da­durch größere Verluste an Menschenleben verhütet.

Rlodellschiff-Flotte auf dem Rhein.

Seit einigen Tagen hat die kleinste Flotte Deutschlands auf ihrer Westmarkreise auch den Rhein erreicht. Es handelt sich bei dieser Flotte um naturgetreue und maßstabgerechte Nachbildungen unserer bekanntesten Kriegs- und Handelsschiffe, die geeignet sind, besonders unserer Heranwachsenden Jugend in anschaulicher Weise ein Bild der großen Schiffe, die die Weltmeere befahren und Deutsch­lands Ansehen im Auslande sichern, zu vermitteln. Die Flotte wird vom Oberrhein kommend in Bin­gerbrück landen und dann in Oberwesel, in St. Goar, in Koblenz, in Neuwied und in Remagen zu besichtigen sein.

Der dänische Minister des Aeußern, Munch, traf, von Genf kommend, in Berlin ein. Zu feiner Begrüßung hatten sich der Chef des Protokolls, Gesandter v. Bülow-Schwante, und der dänische Gesandte Zahle auf dem Bahn­hof eingefunden.

Aus sicherer Quelle wird gemeldet, daß Marschall Tuchatschewski vor fünf Tagen verhaftet worden sei. Die Verhaftung wird in Moskau ge­heimgehalten.

Auf dem englischen Goldmarkt kam es am Freitag zu einem Rekordangebot an Gold in Höhe von 4,2 Millionen Pfund. In Bör­senkreisen vermutet man, daß ein großer Teil die­ses Goldes noch s p a n i f ch e s Gold ist, das über Sowjetrußland auf den Markt geworfen wird. Der Preis des Goldes sank dabei um vier Pence je Unze auf 140 sh 5 d. Der Hauptkäufer war der englische Währungsausgleichsfonds.

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Prinzessin Mafalda von Hessen, die Gattin des Oberpräsidenten von Hessen-Nassau, ist in Rom von einem Sohn entbunden worden. Prinzessin Mafalda von Hessen ist die zweite Tochter des italienischen Königspaares. Aus ihrer 1925 geschlossenen Ehe mit dem Prinzen Philipp sind bisher zwei Söhne, die Prinzen Mo­ritz und Heinrich hervorgegangen.

Das Programm der Relchskhealerfestwoche.

Das endgültige Programm der Reichsthea­terfestwoche (13. bis 20. Juni 1937) sieht u. a. folgende Veranstaltungen vor: In Köln Eröffnung der Theaterausstellung im Theaterwissenschaftlichen Institut der Universität. Ansprache des Präsidenten der Reichstheaterkammer, Ministerialrat Dr. Schlösser. In Düsseldorf große Kundgebung der Reichstheaterkammer; Ansprache des Präsidenten der Reichskulturkammer, Reichsminister Dr. G o e b- b e I 5. In beiden Städten finden Festvorstellungen statt, desgleichen in Bochum, Duisburg, Essen und Worms (Die Nibelungen" von Hebbel).

Wetterbericht

des Retchswetkerdiensles. Ausgabeort Frankfurt

Während sich in den nördlichen und östlichen Teilen des Reiches noch die letzten Auswirkungen der Störungsfront mit starker Bewölkung und teil­weise auch leichtem Regen bemerkbar machen, konnte sich im Westen und Süden rasch wieder der Schön­wettercharakter Herstellen. Er wird vorerst auch ohne nennenswerte Störungen erhalten bleiben und mit neuer Wärmezunahme verbunden sein.

Aussichten für Sonntag: Heiter bis wolkig, trocken, tagsüber leichte Wärme, schwache Luftbewegung.

Aussichten für Montag: Im wesentlichen Fortdauer der Wärme und vielfach heiteres Wetter.

Lufttemperaturen am 4. Juni: mittags 23 Grad Celsius, abends 16,7 Grad; am 5. Juni: morgens 16 Grad. Maximum 23 Grad, Minimum heute nacht 10,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 4. Juni: abends 21,5 Grad; am 5. Juni: morgens 17,5 Grad. Sonnenscheindauer 4,6 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- leiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. V. 37: 9326. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr Emzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags

15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

handelsfähig ist und in jenen Gebieten willkommen fein wird, wo die eigene Grünfuttererzeugung nicht ausreickt. Das ist nur ein Beispiel für die notwen­digen Auswirkungen der neuen Agrarpolitik, das mit dem Zwischenfruchtbau besondere Bedeutung hat.

Nicht minder wichtig sind die vielen Neuerungen für den praktischen Gebrauch in jedem einzelnen Bauernbetrieb. Doch der technische Einsatz setzt vor­aus, daß der Bauer auch mit dem Gerät Um­zug e h e n versteht, daß auch der Landarbei­ter den vielseitigen Anforderungen der modernen Technik gewachsen ist. Die Landarbeit ist heute als gelernte Arbeit anerkannt. Der Reicksnähr- stand hat eine geregelte Lehre ein geführt, der sich künftig jeder Jungbauer und jeder Landarbeiter unterziehen wird, der nicht hinter dem Durchschnitt Zurückbleiben will. An diefe allgemeine Landarbeits­lehre schließen sich dann noch besondere Ausbildun­gen für Spezialarbeiter an, während für die Ar­beiten in den Spezialkulturen ein besonderer Aus­bildungsgang vorgesehen ist. Gerade im Zusammen­hang mit der Technik ist die Landarbeitsaus- bivdung wichttg. Die Pflege und Wartung der Land­maschinen setzt umfangreiche Kenntnisse des Mate­rials voraus. Nur bei sorgfältiger Behandlung wird die Maschine jederzeit arbeitsfähig sein und die normale Lebensdauer haben, bei der sich das Gerät erst bezahlt macht. Der Bauer und der Landarbeiter

Ab 12. Juni werden die Reststrecken der 100 Kilo­meter langen Reicksautobahn Königs­berg Elbing für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Die Vollendung dieses Werkes wird eine größere Beschleunigung des Fernverkehrs zwischen Ostpreußen und dem übrigen Reichsgebiet ermöglichen.

Nach einem Telegramm aus Sydney sind unter den Deutschen durch den Vulkanausbruch auf einer zum früheren Bismarck-Archipel ge- Jiörenben Insel keine Opfer zu beklagen. Alle Deut- chen sind wohlauf und soweit sie ihre gefähr­deten Wohnstätten verlassen mußten durch die amtlichen Hilfsmaßnahmen mitversorgt.

ZweineueGiitlichkeitsprozeffe in Koblenz.

Koblenz, 4. Juni. (DNB.) Vor der III. Großen Strafkammer des Landgerichts Koblenz hatten sich am Freitag der 34 Jahre alte ehemalige Franzis- fanerbrüt)er Böcken, genannt Bruder Arcadius, und der 31jährige Barmherzige Bruder Ernst Endres, genannt Bruder Kajetan, wegen wider­natürlicher Unzucht zu verantworten. Der eine, der als unbescholtener, streng religiös erzogener Junge ins Kloster eintrat und sich auch nach seiner Kloster­zeit einwandfrei geführt hatte, legte ein aufrichtiges Geständnis ab und zeigte den ernsten Willen zur Besserung, den er auch durch sein Ausscheiden aus dem Kloster bekundet hatte. Der zweite dagegen leugnete hartnäckig und gab schließlich nur das zu, was ihm schlagend und unwiderleglich be­wiesen werden konnte. Besonders erschütternd rft die Erklärung des Angeklagten Bruders Arcadius, er fyabe seine Oberen wiederholt ge­beten, ihn von den Kranken wegzunehmen. Schriftlich und mündlich habe er die wahren Gründe für feine Bitte angegeben, jedoch lediglich die Ant­wort erhalten, er solle zufehen , w i e er fertig werde (!). Jeder würde ja von Ver­suchern geplagt. Daß durch diese unverantwortliche Auffassung der Klosteroberen die Seuche der sitt­lichen Verbrechen immer weiter um sich greifen konnte, ist unter diesen Umständen allerdings fein Wunder. Nachdem Bruder Arcadius unermeßliches Unheil angerichtet hatte, bekam der Angeklagte zu Weihnachten 1931 aus Waldbreitbach dann schließ­lich die Mitteilung, daß er zu den Ewigen Ge- lüvden nicht zugelassen werden könne und trat aus dem Kloster aus.

In feinem Plädoyer betonte der Staatsan- rv a l t, der Angeklagte habe sich vollständig den im Kloster herrschenden Gepflogenheiten angepaßt. Bemerkenswert sei nur der Werdegang des Ange­klagten, der sich vor seiner Klosterzeit anständig ge­führt und auch nach seinem Austritt aus dem Kloster einwandfrei gelebt habe, also ausschließ- li ch während seines Klosteraufent- b alte s die Dinge begangen habe, die ihn nun ins Zuchthaus brächten. Darin liege die Tragik feines Lebens. Die Genossenschaft der Franziskaner tn Waldbreitbach biete das Bild einer allgemeinen

Die Zahl der ausländischen G ä st e der großen ReichsausstellungSchaffendes Volk" in Düsseldorf wird von Tag zu Tag größer. Immer mehr spricht es sich auch im Auslande herum, welche einzigartigen Ausstellungsgegenstände diese große Vierjahresplanschau am Rhein aufzuweisen hat. So wurde die Ausstellung von einer ausländischen Reisegesellschaft besucht, unter der sich auch mehrere Inder, Japaner, Chinesen und Mexikaner befanden. Alle zollten der im Aufbau, Gliederung und Reich­haltigkeit so eindrucksvollen Schau begeisterte An­erkennung. Das besondere Interesse der ausländi-

Studentenführertagung in Frankfurt.

NSG. Am Donnerstag, dem 3. Juni, fand im StammhausLangemarck" in Frankfurt eine Arbeitstagung der Studentensührer des Gaues Hessen-Nassau und der Mitarbeiter der Gaustudentenführung statt. Der Gaustudenten- ' führer Conrad betonte, daß die gegenwärtige Ar­beit entscheidend sei für die gesamte zukünftige Ent­wicklung des deutschen Studententums. Es gehe heute darum, in den Kameradschaften die dauer­hafter nationalsozialistische Lebens- form des deutschen Studenten zu prägen. Diese Lebensform müsse eine fruchtbare Verbindung dar­stellen zwischen den Erziehungsgrundsätzen der Be­wegung und den Forderungen der nationalsoziali­stischen Weltanschauung auf der einen Seite und den gesunden Werten' einer guten Tradition au der anderen Seite. Dabei könne die g e i ft i g e Hilfe, Rat und Erfahrungen des Alt­herrentums nicht entbehrt werden. Es fei nun unerläßlich, die organisatorischen Vorarbei­ten in der Studentenkampfhilfe, dem Alt- herrenbund der Deutschen Studenten, zu beschleu­nigen und die Alten Herren allmählich in per­sönliche Bindung zu den Kamerad­schaften zu bringen. Auf der Tagung sprach auch der Gauverbandsleiter der NS.-Studenten- kampfhilfe Gaupersonalamtsleiter Pg. H e y s e über die Aufbauarbeit der NS.-Studentenkampfhilfe im Gau Hessen-Nassau und über die Frage der Führer­auslese im deutschen Studententum. Pg. Heyse machte ferner aufschlußreiche Ausführungen über den Kampf des nationalsozialistischen Studententums um die deutsche Hochschule, den er selbst als Mit­begründer der nationalsozialistischen Hochschulgruppe an der Frankfurter Universität unmittelbar mit- eriebt hat.

Kleine politische Nachrichten.

Die deutsch englischen Flottenver­handlungen über den Abschluß eines qua­litativen Flottenvertrages als Ergänzung des deutsch-englischen Flottenabkommens vom 18. Juni 1935 sind am Freitag wieder ausgenommen worden und haben einen befriedigenden Verlauf ge­nommen.

Verseuchung. Der Verteidiger bat um mil­dernde Umstände, da die richtig Schuldigen die­jenigen seien, die solche Zustände in den Klöstern geduldet hätten. Die verlogene und scheinheilige Moralauffassung der Klöster sitze in Wahrheit auf der Anklagebank. Das Urteil lautete auf drei Jahre Zuchthaus und drei Jahre Ehrverlust.

Der Barmherzige Bruder Kajetan trat im Alter von 23 Jahren in die Genossenschaft der Barmherzigen Brüder in Montabaur ein. Ende 1931 kam er dann in das aus zahlreichen Prozessen be­kannte Herz-Jesu-Heim zu Fulda, wo er seine unter Anklage stehenden Straftaten verübte. Mit tiefer Erschütterung hörten die Anwesenden den Brief des Vaters eines im Herz-Jesu-Heim untergebrachten Zöglings an denehrwürdigen Herrn Brudervor- steher". Der Vater gibt seiner großen Freude dar­über Ausdruck, daß sein Sohn im Herz-Jesu-Heim Aufnahme gefunden habe und versichert mit rühren­den Worten das unbegrenzte Vertrauen zu diesen frommen Männern und feine unauslöschliche Dank­barkeit. Er spricht von dentreuen und unver­dorbenen Augen seines Jungen", den er mit frohem Herzen der Fürsorge der Barmherzigen Brüder übergebe. Wie sehr dieses rückhaltlose Vertrauen mißbraucht wurde und wie schändlich dieser unglück­liche Vater hintergangen wurde, ging mit er- chreckender Deutlichkeit aus den Aussagen der als Zeugen vernommenen früheren Pfleglinge der An- talt hervor. Das Urteil lautete auf Aweiein - ) alb Jahre Zuchthaus und drei Jahre Ehrverlust.

Geekadeften besuchen Deutschland.

Dor wenigen Tagen waren ein japanischer Kreuzer und zwei argentinische Schlachtschiffe Gäste in unseren Häfen. Am 8. Juni trifft der ranzösische SchulkreuzerJeanne d ' A r c" in Kiel und am 9. Juni der englische Schulkreu­zerF r o b i s h e r" in dem Standort der Marine- chule, Mürwik bei Flensburg zu einem mehr­tägigen Besuche ein. Der französische Schulkreuzer Jeanne d'Arc", der 6500 Tonnen hat, ist als Schul- chiff gebaut worden, das 160 Kadetten aufnehmen