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Volkes seine Grundlage sieht. In solchem Geiste wird auch die kommunalpolitische Schule den Willen des Führers erfüllen.

Bürgermeister Linder versicherte, daß die Ver­waltungsbeamten stets die Verbindung zum Leben sucken werden. Der Erfolg der Kommunalpolitik in unserem Gau äußere sich in der Tatsache, daß im Lande Hessen 90 v. $). der Gemeinden aus­geglichene Haushalte besitzen. Wenn 1933 die Situation ein genau umgekehrtes Verhältnis vorwies, so erkennen wir daran nicht nur den Er­folg, sondern auch die Pflicht, weiterhin für das notwendige geistige Rüstzeug zu sorgen.

wurden an den ersten beiden Volkstagen einmal 10 000 und einmal 12 000 Besucher mehr gezählt als an den gleichen Dolkstagen des Vorjahres! Ge­waltig ist auch oas Interesse und der Besuch aus dem Ausland: Waren es bisher hauptsächlich ausländische Pressevertreter und Fachleute, die von der größten Automobilschau Europas angezogen wurden, so sind es nun schon große Gruppen aus unseren Nachbarländern, einige auch aus Uebersee, die zahlreich nach Berlin kamen. Der Veranstalter konnte bisher 3750 ausländische Gäste begrüßen. Ausfallend stark ist in diesem Jahr das große Inter­esse und die Besucherzahl von Frankreich mit

28 Autoindustriellen an der Spitze. Diesem äußeren Erfolg entspricht auch das geschäftliche Er­gebnis. Soweit es sich bisher übersehen läßt, haben zahlreiche Fabriken so viele Aufträge er­halten, Daß ihre Fabrikation auf lange Sicht voll­kommen gedeckt ist. Manche Aussteller erklären, daß sie seit zehn Jahren keine so großen Abschlüsse mehr getätigt haben, wie bei der diesjährigen Ausstellung. Besonders auffallend ist das große Geschäftsinteresse desAuslandes,die getätigten Ausfuhrabschlüsse erreichen noch nie da­gewesene Ziffern.

Wie sieht es in derWirtschast aus?

Die Geschäftstätigkeit auf der Leipziger Technischen Messe hat am Donnerstag den Höhepunkt erreicht. Dom frühen Morgen an setzte an sämtlichen Ständen die Abschlußtätigkeit ein. Den Hauptteil dsr ausländischen Käufer stellen nach wie vor Großbritannien und Frankreich, dann fol­gen Südosteuropa, Polen, Italien und Skandina­vien. Jetzt tätigen auch die Besucher aus den über­seeischen Ländern, besonders auch Südamerika und Ostasien, in größerem Umfange Bestellungen. Ihr Interesse erstreckt sich vor allem auf die Bau­messe und die Werkzeugmaschinen- und P h o t o m e s s e. Bei den Maschinenfabriken wurde durch die Menge der Aufträge die Grenze der Lei­tungsfähigkeit erreicht, weshalb weitere Bestellun­gen abgelehnt werden müssen. Auch die Photomesse latte sehr erhebliche Verkäufe zu buchen. An Aus­ländern waren hier besonders Franzosen und Eng­länder am Markt. In der Innenstadt war das Geschäft weiter recht lebhaft. Die Meßgruppe für Sport- artikel, Möbel und .Textilien hatte bis zum letzten Augenblick ein so flottes Geschäft, daß kein Aussteller darauf verfiel, etwa vorzeitig einzu­packen. Auf der M ö b e l m e s s e liegen die Umsätze schätzungsweise um 40 v. H. über dem Vorjahr: die Aussteller erwarten auf Grund des außerordentlich lebhaften Interesses ausländischer Besucher eine gute Nachwirkung auf dos Exportgeschäft. Den größten Anteil an den Verkäufen dürften die Pol­stermöbel, den geringsten die Korbmöbel hoben. Die Aussteller sind im allgemeinen sehr zufrieden. An­stelle der technischen Spielereien, die in früheren Jahren als Neuheiten auftauchten, wurde diesmal eine Reihe praktischer technischer Einrichtungen ge­zeigt, die im Gegensatz zu früher auch an qualitativ guten Möbeln angebracht war. Auch in der Sportartikelmesse wurde ein Fortschritt gegenüber dem Vorjahre festgestellt, der neben der Rolle des Sportes in der körperlichen Betätigung der Jugend vor ollem auch der Werbewirkung der Olympischen Spiele zugeschrieben wird. Man nimmt in Ausstellerkreisen an, daß die Umsätze diesmal etwa 20 v. H. größer waren, als zur letzten Früh­jahrsmesse. Die Nachfrage erstreckte sich vor allem auf Lederartikel und Bekleidungsgegenstände. Auf der Textil- und Bekleidungsmesse machte sich starkes Kaufinteresse bemerkbar, das sich z. B. auf Strickwaren und Lederbekleidung, auf Sport- und Oberhemden, aber auch auf Teppiche, Damen-Oberkleidung und Strümpfe bezog. Die ver­gangenen Tage führten nicht nur dazu, eine schöne Zahl von Auslandbestellungen hereinzubrinaen, sondern auch zu zahlreichen neuen Geschäftsverbin­dungen mit dem Auslande. Durchweg wurden aus­kömmliche Preise gefordert und bewilligt, wenn auch das Ausland gelegentlich zu drücken versuchte. Die Zahl der Besucher war ebenso wie die der Aussteller noch stärker angestiegen als bisher. Gegen 8000 Aussteller 1936 wurden dieses Mal 8900 gezählt. Davon waren 914 Ausländer gegen 500 1936. Unter den 250 000 Besuchern wurden 3 3 0 0 0 Ausländer gezählt. Diese friedliche wirtschaftliche Verbindung auf der Leipziger Messe zwischen Vertretern fast aller Länder der Erde zeigte deutlicher als es wohlklingende Worte zu tun ver­mögen, den letzten und tiefsten Sinn des Wirtschafts­lebens nach deutscher Auffassung: Friedliche Zu­sammenarbeit zwischen den Völkern.

Die Internationale Automobil- und Mo­torradaus st ellung stellt einen gewaltigen Fortschritt nicht nur für die Motorisierung Deutsch­lands und einen durchweg glänzenden Erfolg für die Aussteller, sondern auch einen starken Impuls für das ganze deutsche Wirtschaftsleben dar. Der diesjährige Termin der Internationalen Automobil- und Motorradausstellung ist schon deshalb beson­ders günstig, weil er sich mit dem der Leipziger Mustermesse ergänzt, so daß diese beiden gro­ßen deutschen Ausstellungen sich gegenseitig dadurch sehr belebten, daß sehr viele Automobilausstellungs­besucher auch einen Abstecher nach Leipzig machten und umgekehrt viele Gäste der Leipziger Messe die Gelegenheit benutzten, auch die Autoschau zu be­sichtigen. Schon lange vor Beginn der Ausstellung waren fast sämtliche Berliner Hotels bis auf das letzte Zimmer und auf den letzten Platz ausver- kauft. Die gleiche Belebung wirkte sich auf das gesamte Berliner Gaststättengewerbe sowie sämt­liche Vergnügungsstätten usw. aus. Gewaltige Aus­maße nahm der Verkehr an: Bisher wurden allein 176 Sonderzüge aus dem Reich und aus dem Ausland durchgeführt, die teilweise Besetzun­gen bis zu 1200 Personen aufwiesen. Außerdem kamen noch 279 Omnibusse mit einer Durchschnitts­zahl von 32 Fahrgästen und Tausende von Per­sonenkraftwagen und Krafträdern. Hieraus erklärt sich auch der gewaltige Besuch der Ausstellung. Bisher wurden 560 000 Besucher gezählt, wobei zu bemerken ist, daß durch die eingeschalteten Käufer­tage mit erhöhtem Eintrittspreis der Besuch ab­sichtlich gedrückt wurde, um dem ernsten Inter­essenten Gelegenheit zu geben, die Fahrzeuge genau zu besichtigen. Niemand hätte es für möglich ge­halten, daß die vorjährige Besucherzahl noch überboten werden könnte; und trotzdem

Zur ersten Röstwoche des Gebieies Heffen-Aaffau

Von Äannführer Stänke, Schulungsleiier des Gebieies Heffen-Naffau.

NSG. Im Monat März gibt die Hitler-Jugend des Gebietes Hessen-Nassau den Erweis für ihre Gestaltungs- und Leistungskraft. In einer großen Ausstellung bringt sie die Schau dessen, was deutsche Jugend heute bereits vermag. Zugleich findet sie sich in der Rüdesheimer Jugend­herberge zu einem kulturpolitischen Arbeitslager zusammen, um die Träger der Kultur- und Schulungsarbeit des gesamten Gebie­tes für die kommenden Arbeiten mit neuem Wissen zu versehen.

Wir haben für diese Form des Lagers kein besseres Wort alsR üstwoch e" finden können. Ausgehend von der Erkenntnis, daß das Lager nicht die Studierstube und das Erlebnis in der Ge­meinschaft nicht den Fleiß des Einzelnen ersetzen darf, bemühen wir uns, die Träger der praktischen Arbeit in die Nähe der Männer aus Kunst und Wissenschaft zu bringen, die be­rufen sind, an einer neuen Kulturgesinnung ent­scheidend und bestimmend mitzuwirken. Zugleich sprechen wir damit wieder die Totalität aus, die maßgeblich ist innerhalb unferetf gesamten Er­ziehung und auch auf den einzelnen Sachgebieten Geltung haben muß. Wir wollen also nichtaus- rid)ten'>, wir wollen auch nicht geistig uniformieren, sondern dem einzelnen das zuteil werden lassen, was er auf Grund seiner Anlagen bewältigen kann und für die praktische Arbeit notwendig braucht. Die Wahl unserer Mitarbeiter mag zeigen wie ernst und groß das Bemühen um Klarheit und Eindeutig­keit ist, wie wir uns auch bewußt von der schönen Rede und Phrase absetzen, um im Dienste der Mannschaft auch die geistige Zucht zu pflegen.

Nun wird die Frage kommen: Darf es ein An­liegen der Hitler-Jugend sein, sich um große kul­

turpolitische Fragen, und überhaupt um wissenschaftliche Fragen zu mühen? Wie notwendig diese ernste Beschäftigung ist, wixd nur der vollauf begreifen und verstehen, der selbst einmal in einer Formation gestanden hat und vor allem nur der, der die Sorge um diese Dinge innerhalb national­sozialistischer Einheiten kennt.' Wir wollen aus dem HJ.-Führer keinen Wissenschaftler, wohl aber einen Wissenden machen, lieber Kund­gebung und Aufmärsche hinaus brauchen wir das Lager, das sich der ernsten und auch schwierig­sten Fragen des Volkslebens annimmt. Wir wollen hier nicht experimentieren und keineLösungen" erfinden, wir wollen den G e i ft aufge­schlossener und bereiter machen. Und nicht zuletzt ist es ein dringendes Erfordernis, daß Führer, die draußenan der Front" im angespann­ten Dienst stehen, von Zeit zu Zeit gestärkt werden in der Gewißheit, daß das Ringen um die Werte und Zeugnisse deutschen Geistes nicht ihn allein bewegt, sondern zutiefst alle lebendigen und akti­ven Kräfte erfaßt.

Sodann ist es nötig, daß die Träger der Schu- lungs- und Kulturarbeit innerhalb unseres Ge­bietes einmal ihre scheinbar kleine Arbeit in Be­ziehung stellen zu dem, was uns Köpfe aus Wissen­schaft und Kunst sagten bzw. noch zu sagen haben. Wir wollen rüsten, wir wollen unsere Führer fähiger machen und sie in dem Bewußtsein stärken, daß die Erhärtung und Erhöhung unserer geistigen Arbeit nötiger ist denn je zuvor. Wir haben den Auftrag wenngleich nichts Endgültiges, so doch Entscheidendes für die Zeit zu sagen, und stehen im Dienste einer Idee, die wir gestalten wollen.

Kinobegeisterung in Südamerika.

Deutsche Wertarbeit seht sich durch. - Ununterbrochen Programmwechsel. Bewunderung für unsere Wochenschauen.

Der deutsche Diplom-Ingenieur Kogl (Klang­film) ist monatelang kreuz und quer durch alle Länder Südamerikas gereift, um die südamerika­nischen Filmverhältnisse zu studieren und nach Mög­lichkeit die Länder unter der Tropensonne mehr und mehr für die deutsche F i l m i n d u st ri e zu er­schließen. Soeben nach Berlin zurückgekehrt, gibt er ein anschauliches Bild davon, was er gesehen, erlebt und erfahren hat. Es muß vorausgesetzt werden, daß der gesamte südamerikanische Film­markt zunächst einmal von der Filmindustrie der Bereinigten Staaten beherrscht wurde und zum großen Teil noch fast ausschließlich beherrscht wird.

Die deutsche Filmindustrie hatte also von vorn­herein in Südamerika Pionierarbeit zu leisten. Es ging darum, die Filmtheaterbesitzer von der Güte und Leistungsfähigkeit deutscher Apparaturen und Projektoren zu überzeugen. Wenn 1936 dann in nennenswertem Maße deutsche große Apparaturen für Tonfilm, kleinere Apparaturen in einer Reihe von repräsentativen südamerikanischen Kinos ein­gebaut werden konnten, so ist das ein Zeichen für die Güte deutscher 3ni)u ft rie arbeit. In Südamerika gibt es weit über hundert Kinos, die bis jetzt mit deutschen Tonfilmapparaten ausgerüstet sind, während die deutschen Projektoren aner­kannt' als die besten der Welt! teilweise den südamerikanischen Markt, so in Brasilien, vollständig beherrschen.

Genau wie die technische Industrie kämpft auch die deutsche Filmproouktion selbst um den süd- amerikanischen Markt. Hier sind die Verhältnisse schon schwieriger; einmal, weil die Südamerikaner fast ausschließlich den reinen Unterhaltungs­film bevorzugen, und dann, weil Filme mit ein­kopierten Titeln ziemlich schwer absetzbar sind. Auch ist die Zahl der Filmtheater, die sich in den Händen der großen amerikanischen Filmherstellungsfirmen befinden, außerordentlich hoch. Um ein Beispiel zu nehmen: In Chile, das keine nationale Film­produktion besitzt, beläuft sieh der Anteil der euro­päischen Filme auf rund 30 vis 35 v. H., von denen wiederum 10 bis 15 v. H. deutsche Filme sind. Die aufgeführten deutschen Filme sind in erster Linie Lustspiele und Operetten.

Man muß die Kinoverhältnisse in Südamerika betrachten, um sich ein umfassendes Bild machen zu können. Das kinofreudigste Land Süd­amerikas ist Argentinien. Es gibt in Buenos Aires ein richtiges Ktnoviertel. Da liegt Haus an Haus ein Kino, da tanken Nacht für Nacht die Reklamefeuer der Kinos über den Straßen, da gibt es drei Hauptfilm e in einem Pro­gramm. Dan kann man hintereinander Clark Gable in einem, Dolores bei R i o in einem zweiten und Greta Garbo in einem dritten abendfüllenden Film sehen. Wenn man um neun Uhr ins Kino geht, kommt man zwischen zwölf

und eins wieder heraus. Es gibt auch international gemischte Programme, einen deutschen, einen fran­zösischen, einen amerikanischen Film. Es gibt keine Serienvorführungen, sondern ununterbrochen Programmwechsel bis zu siebenmal in einer Woche!

In den meisten südamerikanischen Ländern gibt es Parkett und Galerie. Die Preise im Parkett sind gleich, ob einer in der ersten oder in der dreißigsten Reihe sitzt. In Santiago de Chile gibt es allein neun große Kinos mit 1500 bis 2000 Plätzen in jedem Kino. Die zweite Galerie, eine Art zweiter Rang, hat nicht immer hölzerne Klapp­stühle, sondern oft einfach nur Stufen, auf denen dann so viel Besucher sitzen können, wie eben Platz finden. Die zweite Galerie forgt auch meist für Kino im Ki n o". Wenn der Film reißt, wird nicht bösartig, aber sehr laut gejohlt, gepfiffen und gebrüllt, wenn ein Darsteller nicht gefällt, wird er durch die Stegreifconference der zweiten Galerie verhöhnt. Ja, und das ist bereits als grundsätzlicher Gegensatz zur europäischen Filmbetrachtung festzu­stellen. Der Südamerikaner geht ausschließlich des Darstellers wegen in einen Film. Es gibt Joan - Harlow - Gemeinden, Greta - Garbo - Klubs, Clark-Gable-Kränzchen usw. Diesen Schwärmern und Schwärmerinnen ist es völlig gleichgültig, ob der Film gut oder schlecht ist, die Hauptsache ist und bleibt: der Liebling spielt und spielt so, wie man es von ihm erwartet!

Jedes Kino in Südamerika hat eine Bar, da­mit keiner der Anwesenden in die Gefahr des Ver­durstens kommt. Jedes Kino wird mit einem ge­wissen Prunk ausgeftattet. Der ungeheure Verbrauch und 'Bedarf an Filmen bringt es häufig mit sich, daß für vier Theater, die am gleichen Abend, nur zu anderen Zeiten, den gleichen Film spielen, nur eine einzige Kopie da ist. Diese Kopie wird dann von einemfliegenden" Radfahrer von Kino zu Kino, von Vorstelluna zu Vorstellung gebracht. Fällt der Radfahrer auf Die Nase oder platzt ihm ein Schlauch, dann müssen die Besucher eben warten. Das tun sie allerdings meist in bewundernswerter Geduld.

Eine bedeutsame aufklärende Aufgabe in Süd­amerika kommt der deutschen Wochenschau zu. Als man drüben in der Wochenschau die deut­schen Autobahnen zum erstenmal sah, brach ein frenetischer Beifall los; wenn das LuftschiffHin­denburg" zu sehen ist, wenn sie im Bild den 1. Mai, den fröhlichen Feiertag des deutschen Volkes, mit- erleben können, dann geben die südamerikanischen Kinobesucher ihrer ehrlichen Bewunderung stürmi­schen und lauten Ausdruck. Eines haben alle süd- amerikanischen Länder miteinander gemeinsam: die Kinofreudigkeit.

Kunst und Wissenschaft.

Der Führer imRosenkavalier" in der Münchener Sfaafsoper.

Die zweite Aufführung der Neuinszenierung des R o s e n k a v a l i e r s" Der Münchener Staatsoper erhielt ihre besondere Bedeutung durch die An« Wesenheit des Führers, der bei seinem Er­scheinen in Der großen Mittelloge von dem bis auf den letzten Platz besetzten Haus mit erhobener Rechten begrüßt wurde. In der Begleitung des Führers befanden sich Botschafter von Ribben­trop, Obergruppenführer Brückner und Reichs­pressechef Dr. Dietrich. Ferner waren anwesend Reichsstatthalter General Ritter von Epp und der stellvertretende Gauleiter Nipp old. Die glanz­volle Ausführung der Strauß-Oper unter Leitung von Generalmusikdirektor Clemens Krauß fand schon nach dem ersten Akt starken Beifall, der sich nach Schluß der Vorstellung zu begeisterten Ovatio­nen für Krauß und die Träger der Hauptrollen Hildegarde Ranczak, Viorica Ursuleac, Adele Kern, Ludwig Weber und Georg Hann sowie für den Regisseur Rudolf Hartmann ge­staltete. Minutenlang jubelten die Besucher dem Führer zu, der diesen festlichen Abend, der von dem hohen Stande des Münchener Theaterlebens zeugte, in ihrer Mitte verlebt hatte.

Erzählerpreis derneuen linie.

Der Erzähler-Preis derneuen linie" wurde für 1937 in Hohe von 3000 RM. durch die Preisrichter Werner Beumelburg, Paul Fechter, Helene von Nostitz, Wilhelm von Scholz und Bruno E. Werner verteilt. Die sechs Preisträger werden im März-Heft vorgestellt: Eugen Roth (München), August S ch o l t i s (Berlin), Hubert Mumelter (Innsbruck), Carl Stephen son (Wien), Ma­rianne Bruns (Breslau) und Carl H a e n s e l (Berlin). Daneben wurden Charlotte Schultz (Ber­lin) und Otto Völckers (München) mit Preisen für Kurzgeschichten ausgezeichnet. Der Verlag zeich­nete ferner durch Ankauf ihrer Arbeiten folgende Autoren aus: Angela v. Britz en (Berlin), Hans Günther (Zeitz), Ole Horn (Berlin) und Suse von Hoerner-Heintze (Görlitz).

Filmvolkstag am 7. März.

Im Rahmen Der Jahrestagung der Reichsfilm­kammer findet am Sonntag, 7. März, ein Film- d o IE 5 t a g statt. In 2000 täglich spielenden Film­theatern mit einer Million Sitzplätzen wird an die­sem Tage eine kostenlose Filmvorstellung gegeben. Zu der Veranstaltung hat jeder Volksgenosse Zu­tritt, der die DruckschriftFilm und Volk" zum Preise von 20 Pfennigen an den Kassen der betref­fenden Filmtheater erwirbt.

Frühjahrsneuerscheinungen im Propyläen-Verlag und im Verlag Ullstein.

Der Propyläen-Verlag, Berlin, kündigt folgende Neuerscheinungen an: Theodor Kroger:Heimat am Don, Roman. Theodor Bohner:Das Licht und sein Schatten", Roman. Walter Voll­mer:Vor Tagesanbruch", eine Erzählung. Josef Martin B a u e r:Achtsiedel", Roman. Gottfried Kölwel:Irdische Fülle", Gedichte. Hans Friedrich Blunck:Nordische Welt".

Der Verlag Ullstein, Berlin, kündigt an: A. E. Johann:Pelzjäger, Prärien und Präsidenten", Fahrten und Erlebnisse zwischen Neuyork und Alaska. A. E Johann:Generäle, Geishas und Gedichte", Fahrten und Erlebnisse in Japan. M. E. Junge:Durch Urwald und Pampa". Paul Wiegler:Verräter und Verschwörer". Große und kleine Dramen der Weltgeschichte. Fred Erich Uetrecht:Jugend im Sturm". Franz Graf Zedwitz:Zaubervoller Balkan". C. R. Melitta:Die dankbaren Gartenstau­gen". Richard Maatsch:Pflanzen für Zim­mer und Balkon". Apotheker Dr. Werner L i e - bisch:Kräuterbuch".

Aus aller Welt.

Besonderer Wetterdienst für alle Reichsaukobahnen.

Der Generalinspektor für Das deutsche Straßen­wesen, Dr. Todt, hat die Nachgeordneten Stellen mit Weisungen für einen besonderen Wetter­dienst der Reichsautobahnen versehen. Er verpflichtet die Dienststellen der Reichsautobah­nen, von sich aus die Wetterwarten so zuverlässig und schlagfertig zu bedienen, daß, sie, was die Reichsautobahnen anlangt, tatsächlich aus erster Quelle über bestes Material verfügen. Er bestimmt, daß jeder Straßenmeister sich über die Witterungs- Verhältnisse laufend durch Mithören der Rundfunk­meldungen zu orientieren hat. Durch diesen neuen Dienst werde es möglich fein, wilde Gerüchte über Unbefahrkeit einzelner Strecken zu unterbinden. Der Generalinspektor hält es für zweckmäßig, daß die Meldung, die von den Obersten Bauleitungen täg­lich an die Wetterwarten gegeben wird, auch bei sämtlichen besetzten Wärterstationen und Tankstellen unter dem KennwortReichsautobahnwetterdienst" aufgehängt wird. Es muß jede Betriebsstelle über den Zustand der Gesamtstrecke Auskunft geben können.

Präsident Pastor Frick 60 Jahre alt.

Berlin, 4. März. (DNB.) Der Präsident des Z e n t r a l a u s s ch u s s e s für d i e In­nere Mission der Deutschen Evangelischen Kirche, Pastor Constantin Frick (Bremen) begeht am 5.März seinen 60. Geburtstag. Er begann seine pfarramtliche Laufbahn an der Frauenkirche in Bremen. Nach dem Kriege übernahm er dazu noch die Leitung des Bremer Diakonissenhauses. Im De­zember 1934 wurde Pastor Frick zum Präsidenten des Zentralausschusses für Innere Mission und da­mit an die Spitze der gesamten evangelischen Liebes­tätigkeit berufen, in deren Dienst er seitdem eine weitreichende Tätigkeit entfaltet hat. Er gehört dem Führerrat des Kaiserwerther Verbandes Deutscher Diakonissenmutterhäuser und dem Vorstand des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes an.

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