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Der spanische Gtaatschef mit Familie

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es also ab, ob die unglückseligen Bewohner Ma- über die körperliche Ertüchtigung, brids verhungern müssen oder wenigstens mit den!

es in der Note, hätten den Zweck, Ruhestörun- ---in Spanisch-Marokko yervorzurufen, damit so

Frage der Jugend. Besondere Anteilnahme fanden seine Ausführungen über die Maßnahmen der 5)3. auf sozialem und berufserzieherischem Gebiet und

vom Obersten Bundesgericht für nichtig erklärt worden. Man könne das Land nicht mit einem dreispännigen Gespann pflügen, wenn ein Pferd sich hinlege oder Seitensprünge mache.

Ein Drittel der Nation ist unterernährt, schlecht gekleidet und verfügt über schlechte, unzureichende Wohnungen: tausende von Bauern sind voller Sorgen, ob die Preise des nächsten Jahres ausrei­chen, daß sie ihre Hypothekenzmsen zahlen können; Tausende von Frauen und Männern arbeiten für ungenügenden Lohn in den Fabriken; Tausende von schulpflichtigen Kindern arbeiten in Bergwerken und Spinnereien; Streiks kosten uns Millionen von Dollars; Frühjahrsüberschwemmungen bedrohen unsere Flußtäler, Staubstürme beginnen ihre Zer­störungsarbeit. Wenn wir das Vertrauen des Vol­kes rechtfertigen wollen, so müssen wir sofort

stellung von Friede und Ruhe in Marokko über­tragen haben."

Da Friede und Ruhe in unmittelbarer Gefahr schweben zum großen Schaden für das dem Protektorat unterstellte Volk und mit entsprechenden Auswirkungen für den Frie­den Europas und den Status quo im west­lichen RNttelmeer sieht sich die spanische Ra­tionalregierung veranlaßt, sich an die Si­gnatarmächte der Algeciras-Akte zu wenden, auf der trotz späterer Verträge das internationale Regime ruht, damit sie in aller Eite eine internationale Kommis­sion ernennen, die die spanische Zone be­suchen, an Ort und Stelle die Ruhe und den Frieden, die im spanischen Protektoratsgebiet herrschen, feststellen und sich v o n d e n a n g e - führten Machenschaften überzeu­gen soll. Damit soll vermieden werden, daß im französischen Protektoratsgebiet und in der Tanger-Zone jene Manöver durch kommuni­stische Politik auf dem Wege über ähnlich ge­artete Regierungen den Weltfrieden bedrohen." Die Rote schließt:Wir zweifeln nicht daran, daß der Londoner Richtern- m i s ch u n g s a u s s ch u ß, der sich so sehr sur den europäischen Frieden interessiert, sofort Maßnahmen treffen wird, um solchen ver­brecherischen Manöver» zu steuern, die dem Zweck der Anwesenheit Frankreichs in Marokko und den Vereinbarungen zur Richteinmischung in spanische Angelegenheiten entgegengesetzt sind."

amtliche Stellen von Französisch-Marokko unter dem Vorwand der Wiederherstellung der Ordnung und der Vermeidung eines Uebergreifens der Ge­fahr auf französische Stämme in die spanische Zone einmarschieren lassen könnten, wo­durch die internationalen Verträge verletzt und eine gefährliche Lage für den Frie­den Europas geschaffen werden würde

Die Note fährt fort:Nachdem verschiedene Ver­suche einer Ruhestörung an der Loyalität des Ma­rokkovolkes und seiner Behörden gegenüber Spa­nien gescheitert sind, verstärken sich in diesen Tagen die Manöver zur Hervorrufung eines Aufstandes unter den spanischen Stämmen. Es werden heim­lich Waffen konzentriert. Gleichzeitig sind französische Militärkonzentrationen an der Grenze der Protektoratsge­biete festzustellen, womit unter den eingeborenen Grenzstämmen ein Zustand der Unruhe geschaffen wird."

Die spanische Nationalreaierung erklärt dann: Wenn wir auch eine entsprechende Antwort auf jeden Angriffsversuch im Gebiete des marokkani­schen Protektorats bereit haben, so stellen wir jedoch fest, daß die Haltung der amtlichen Stellen der französischen Volksfront eine flagrante Ver­letzung von Gei st und Buchstaben der Verträge vom 30. März und 27. November 1912 darstellt, die Frankreich und Spanien die Her­

Amerika braucht eine starke Zeniralregiernng

Roosevelt am Jahrestage seines Amtsantritts.

Salamanca, 4. März. (DNB.) Die spanische Nationalregierung hat an die Signatar­mächte der Algeciras-Akte eine Note ge­richtet, in der sie auf Machenschaften an der Grenze von Französisch- und Spanisch- Marokko hinweist. Diese Machenschaften, so heißt

Aus den Aussagen von Ueberläufern geht hervor, daß man in Madrid nur noch mit Erlaubnis von drei verschiedenenBehörden" überhaupt Lebens­mittel bekommen kann DieleBehörden" find der Hauswart, derBürgerrat" und der poli- tische Kommissar des betreffenden Stadtteils. Ohne die schriftliche Genehmigung dieser drei bolschewi­stischen Stellen ist jeder Einkauf von Nahrungs­mitteln unmöglich, und von ihrerGnade" hängt

kümmerlichen noch zur Verteilung gelangenden Le­bensmitteln bis zur Befreiung der Stadt vegetieren können.

An der Madrider Front bemerkten nationale Truppen, daß ein Parlamentär unter dem Schutz einer weißen Flagge auf sie zulief. Der Un­terhändler kündigte an, daß bolschewistische Milizen beabsichtigten, in das nationale Lager überzulaufen. 400 Mann trafen kurz darauf vollkommen bewaffnet bei den Nationalen ein. Sie erzählten, daß sie erst kürzlich mobilisiert worden seien.

Kleine politische Ttacbncbten

Der Führer und Reichskanzler sandte an die am 21. Jahrestage der Erstürmung der Panzerfeste Douaumont in Berlin versam­melten Douaumont-Stürmer das nachstehende Tele­gramm:Ihnen und den anderen aus Anlaß des Jahrestages der Erstürmung in Berlin versammelten Douaumont-Stürmern danke ich für die mir tele­graphisch übermittelten Grüße, oie ich im Gedenken an diese kühne Waffentat und in kameradschaftlicher Verbundenheit herzlich erwidere."

Auf Einladung des Reichskriegsministeriums sprach der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, zu den Abteilungschefs und dem Offizierskorps. Er schilderte die Organisa­tion der Hitler-Jugend, befaßte sich mit der Entwick­lung des jugendlichen Menschen und der religiösen

Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, spricht am 20. März 1937 in der Festhalle zu Frankfurt a. M., wo vom 7. bis 21. März im Bachsaal die Leistungsschau der HI. stattfindet.

Der Bund Deutscher Reichszollbeam­ten, die ehemals größte Zollbeamtenorganisation Deutschlands, hat sich a u f g e l ö st. Seine Mit­glieder sind dem Reichsbund der Deutschen Beamten e. 93. einzeln beigetreten. Als Zeichen des Bekenntnisses zur Einheit der Beamtenschaft sowie als Ausdruck ihres Vertrauens zur national­sozialistischen Führung der Beamten wurde das Vermögen des Bundes dem Reichsbeamtenführer Neef durch den Reichshauptstellenleiter Pg. M e h - l i n g zur Verfügung gestellt.

DerF r i d e r i c u s"- F i l m, der auf Drängen gewisser Kreise der Vaterländischen Front und des legitimistischen Anhanges in Wien vom Spielplan abgesetzt werden mußte und Anlaß zu einer wilden Pressepolemik der österreichischen Blätter gebildet hatte, wurde in gekürzter Fassung nach Be­gutachtung durch den Filmbeirat zur Äuffüyrung wieder zugelassen.

Auf Grund der Londoner Stadtratswahlen kann es als sicher gelten, daß die Labour-Party in der Stadtverwaltung Londons drei weitere Jahre am Ruder bleiben wird. Die La­bour-Party hat 54, die konservative städtische Re­formpartei hingegen nur 40 Sitze erhalten. Im al­ten Stadtrat waren 69 Labour-Abgeordnete und 55 Abgeordnete der städtischen Reformpartei. Die restlichen 30 Ergebnisse werden erst am Freitag bekannt werden.

Eine Aufnahme des nationalspanischen Staatschess General Franco mit seiner Gattin und seiner Tochter. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Die spanische Aationalregierung protestiert gegen Machenschaften an der Grenze Marokkos

Eine Note an die Signatarmächte der Algeciras-Akte.

könig und seinen Gouverneuren gemeinsam zu arbeiten, sondern das, was bei den Wahlen als Barlament in den einzelnen Provinzen auf den child gehoben worden ist, soll dazu dienen, die englische Herrschaft zu untergraben.

Indessen, es ist immer englischer Brauch gewesen, gepjöe, nach Indien als Vizekönige Männer zu Prtöpu, die nicht nur anpassungsfähig sind, sondern auch Fingerspitzengefühl für das haben, was in Indien möglich und nicht möglich ist. Der Vize­könig, der zu der Zeit in Delhi regierte, als es sich darum handelte, die Grundlagen für das Ver­fassungswerk zu schaffen, nämlich Lord I r v i n , hat immer wieder darauf hingewiesen, daß die ganze Arbeit dazu bestimmt ist, Indien mit dem Britischen Reich unlösbar zu verzahnen. Die Er­klärung dafür, daß außer der Labour-Regierung, die sich dazu verpflichtet hatte, auch die National- Regieruna sowohl unter Macdonald, wie unter Baldwin das Verfassungswerk für Indien vorwärts getrieben haben, wird wohl darin zu suchen sein, daß in Indien eine Verlagerung der Gewichte mög­lich ist, mit der die englische Regierung rechnet und fertig werden zu können glaubt. Diese Verlagerung besteht darin, daß die Unausgeglichenheit des Lan­des eine st raffe Zügelführung erfordert, keine Diktatur, aber einen harten Imperialismus. Wir sehen heute schon, daß sich die Wahlen auf die elf Provinzen beschränkt haben, daß es ferner nur ein geringer Teil der Bevölkerung ist, der das Wahlrecht erhalten hat. Endlich aber die Kongreß­partei, die das ganze Land in die Wirbel der Er­neuerung drängen will, ist nicht nur taktisch, son­dern auch grundsätzlich gespalten. Dem Feuerkopf Nehru stehen andere Männer gegenüber, die bereit sind, mit der englischen Regierung zu arbeiten, an­geblich deshalb, um durch diese Taktik die englische Herrschaft aus den Angeln zu heben.

Ueber das alles sind die Engländer sehr gut unter­richtet, wissen auch, welche Gegenzüge notwendig sind. Für die englische Herrschaft kommt vornehm­lich in Betracht, daß der Gegensatz zwischen Hindus und Mohammedanern unüber­brückbar ist, deshalb also auch ausgespielt werden kann. Eine Lockerung der englischen Herrschaft würde zu Bürgerkriegen führen, wie in China. In China ist Marschall Tschiangkaischek ursprünglich von kommunistischen Auffassungen ausgegangen, um dann erleben zu müssen, daß sich mit Moskau wohl ein Reich zugrunde, aber nicht aufrichten läßt. Wie wenig die englische Regierung daran denkt, das Verfassunhswerk und damit Indien den Nationa­listen zu überlassen, geht schon daraus hervor, daß sich London sowohl die Außenpolitik wie die Verfügung über die Wehrmacht vorbehalten hat. Es ist wenig Aussicht vorhanden, daß in ab­sehbarer Zeit die Verwaltung ausgewechselt werden kann, d. h. daß die englischen Beamten etwa indischen Beamten das Feld räumen. Der Verwaltungsdienst sowohl wie der Militärdienst verschlingen beträchtliche Summen, die bisher wenigstens fast ohne Ausnahme aus England ge­floßen sind. Im Zuge der englischen Aufrüstung ist ja vorgesehen, neue Flugplätze anzulegen, sowie die Luftwaffe zu verstärken; was indessen nicht nur für England selbst gilt, sondern vor allem der Sicherung seiner wichtigsten Kolonien. Außer in Singapore, das beträchtliche Seekräfte aufnehmen kann, werden wir wohl sehr bald erfahren, daß große Flugplätze auf dem Wege nach Indien und in Indien selbst in Ausführung sind. Die Kolonial­politik Englands rechnet das Flugzeug heute zu der sichersten Waffe für die Verteidigung des all- britifchen Reichs.

Englands Heer gleichfalls beträchtlich verstörst.

Der neue Voranschlag von rund einer Milliarde RM.

London, 4. März. (DNB.) Der Haushaltsvor­anschlag für die Armee für das Jahr 1937/38 stellt sich auf 63,1 Millionen Pfund (757,2 Millionen Reichsmark-, also um 7 Millionen Pfund höher als im Vorjahr. Der Voranschlag für 1936/37 ist um 6,6 Millionen Pfund durch Nachtragshaushalte er­höht worden, so daß die tatsächliche Erhöhung gegenüber 1936 13,839 Millionen Pfund Sterling beträgt. Der Kriegsminister beabsichtigt, noch rund 19 Millionen Pfund (228 Millionen Reichsmark) anzufordern für Ausrüstung und Fabrikanlagen. Die Gesamtausgaben für die Armee werden sich somit auf 82,2 Millionen Pfund (986,4 Millionen Reichs­mark) stellen, die höchste seit 16 Jahren.

Die Stärke der regulären Armee wird mit 168 900 Mann angegeben, gegenüber 158 400 im Vorjahre und 168 400 im Jayre 1914. Die Ver­mehrung des Personals wird besonders auf die Er­richtung von vier neuen Jnfanteriebatail- Ionen, die Vergrößerung des Tankkorps und der Luftabwehr zurückgeführt. Mehrere Re­gimenter werden noch mechanisiert werden, darunter fünf Kavallerieregimenter. Bei der Feld­artillerie hofft man die Mechanisierung beenden zu können. Für den Neubau von 14 Muni­tionsfabriken sind insgesamt rund 16,2 Mil­lionen Pfund vorgesehen (rund 10 Millionen mehr als im Vorjahre).

Die Armeereserve, die 121 900 Mann Ende 1936 betrug, wird auf 131 500 Mann erhöht. Fer­ner steht eine Ersatzreserve von 21130 Mann zur Verfügung. Die K r i e g s st ä r k e der englischen Armee stellt sich also auf rund 300 000 Mann, wo­bei die ,Heimatarmee" von rund 141000 Mann nicht berechnet ist, von der indischen Armee und den Armeen der Dominien völlig zu schweigen.

Der bolschewistischen Tyrannei entronnen.

Zivil und Milizen laufen über.

Toledo, 5. März. (DNB. Funkspruch.) In Toledo trafen 50 Zivilisten mit Frauen und Kindern ein, die die nationalen Linien an der Toledo-Front überschritten hatten. Sie erklärten, daß sie das Leben in den von den Bolschewisten terrorisierten Dörfern nicht mehr länger aushalten konnten. Die Bolschewistenbeschlagnahmten" sämtliche Nahrungsmittel und ließen der Zivilbevöl­kerung nicht einmal das allernotwendigste zum Leben.

Washinaton, 5. März. (DNB. Funkspr.) Am 4. März 1933 trat Roosevelt sein Amt als Präsident der Vereinigten Staaten an. Zur Erinne­rung an diesen Tag versammelten sich die Partei­genossen Roosevelts in allen Städten der Vereinig­ten Staaten, um den Wahlsieg zu feiern. Roosevelt hielt eine Rundfunkrede, in der er u. a. ausführte, daß der 4. März 1933 den Tod einer Aera und die Geburt einer neuen Epoche bedeutete. Er beab­sichtige, im Januar 1941 zurückzutreten, aber er wolle seinem Nachfolger bann ein Land über­geben, das wohlhabend fei, im Frieden mit der Außenwelt lebe und klares Verständnis für die Machtbefugnisse habe, mit denen es für die Wohl­fahrt des ganzen Landes sorgen könne. Das Land brauche eine starke Zentralregierung und die Möglichkeiten, tiefgreifende nationale Probleme , bald zu lösen. Alle bisherigen Maßnahmen feien handeln.

Generalmajor Tbomsen.

Zu seinem 70. Geburtstage am 10 März.

Generaloberst Göring, der Schöpfer der neuen Luftwaffe, hat an dem neuen Reichsluftfahrtmini' fterium eine Reihe von Reliefs anbringen lassen, in denen große deutsche Soldaten dargestellt sind. In diesen Darstellungen findet sich auch das Relief des Generalmajors Thomsen, dem die deutsche Luftwaffe im Weltkriege ungemein viel zu ver­danken hat. Thomsen, der als Oberst Chef des General st abes beim Kommandeur der Flieger war, hat im Dritten Reich noch eine nachträgliche Ehrung erhalten, indem er, der heute seines Augenlichts beraubt ist, zum Generalmajor ernannt wurde. Seine Kriegserfahrungen hat dieser selbstlose Offizier auch der neuen Luftwaffe zur Verfügung gestellt, und es ist deshalb nicht mehr als recht und billig, dieses Mannes an feinem sieb­zigsten Geburtstage zu gedenken, den er am 10. März 1937 feiert.

Wer die Tätigkeit und die Erfolge des Generals Thomsen würdigen will, der muß sich daran er­innern, daß wir nur mit schwachen fliegerischen Kräften in den Krieg eintraten, und daß um die Jahreswende 1914/15 die Ungleichheit im Luftkampf allmählich eine schwere Krisis unserer Fliegertruppe herbeiführte. Frankreich erntete damals die Früchte einer zielbewußten Vorarbeit für die Kriegsauf­gaben der Luftwaffe. Die französischen Kampf­flugzeuge brachten unseren Aufklärungsflugzeugen so schwere Verluste bei, daß die Durchführung von Fernerkundungen, ja sogar von taktischer Nahauf- Körung zur Seltenheit wurde. In seiner Geschichte der Luftwaffe hat Oberst FreiherrvonBülow auf diese Dinge eindringlich hingewiesen.

Gegen Ausgang des Winters 1914/15 begann die deutsche Fliegertruppe sich wieder vom Tiefstand ihrer Unterlegenheit gegenüber dem Feinde zu er­heben. Vielfache Erfahrungen auf taktischem und technischem Gebiet hatten die Grundlagen für eine umfassende Umgruppierung der Fliegertruppe ge­schaffen. So kam dann endlich Mitte März die dringend erforderlich gewordene Reorganisa­tion der Luftstreitkräfte zur Durchfüh- rung. An die Spitze dieser Luftstreitkräfte wurde als Feldslugchef der damalige Major Thomsen be­rufen, der wie kein zweiter geeignet war, diese außerordentlich schwere Aufgabe zu übernehmen. Ihm zur Seite stand als beratender Fachmann Major Siegert. Dem harmonischen Zusammen­klang dieser zwei Männer hat H. A r n b t in seiner Festschrift zu Ehren bes zwanzigsten ©rünbungs- tages der Fliegertruppe trefflichen Ausdruck ver­liehen:Thomsen, mit den Gedankengängen des Großen Generalstabes hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des Flugwesens vertraut, und durch­drungen von der Bedeutung und Zukunft der neuen Waffe, ging sogleich mit starker Hand, ungewöhn­licher Schaffenskraft und organisatorischem Weit­blick an die Arbeit, um im Frieden Versäumtes nachzuholen. An Siegert, dem alten Friedensflieger vom Straßburger Bataillon fand er eine wunder­volle Ergänzung. Phantasie auf der einen, nüchter­nes Wägen auf der anderen Seite, formten nun die Waffe, die dem Krieg ein neues Gepräge geben sollte."

Beiden Männern verdankt die Fliegertruppe in der gleichen Weise ihr Entwicklung. Dem neuen Feldflugchef stand eine riesige Aufgabe bevor. Er mußte zuerst eine völlige Neugliederung sämtlicher Fliegerverbände in Front und Heimat vornehmen, ferner war eine scharfe Aufgabentrennung der Flie­gerwaffe in Aufklärung und Kampf durchzuführen und endlich mußte der erforderliche Nachschub sicher- gestellt werben. Die neue Luftwaffe wuchs im Laufe des Krieges immer mehr an, ihre Aufgaben und ihre Bedeutung steigerten sich. Das sprunghafte Anwachsen der Fliegertruppe hatte in dem immer weit vorausdenkenben Feldflugchef bereits Ende 1915 ben Plan heranreifen lassen, sämtliche zur Luftwaffe gehörigen Formationen in erweitertem Rahmen zu einem Wehrmachtsteil neben Heer und Marine, zu einer selbständigen deutschen Luftmacht zusammenzuschließen. Die Oberste Heeresleitung verhielt sich diesem umstürzlerischen Gedanken gegenüber vorläufig ablehnend. Thomsen aber hielt an seiner Idee fest und legte ein umfas­sendes Reorganisationsprogramm vor, das bann auch angenommen würbe. Am 8. Oktober 1916 er­ging bie Allerhöchste Kabinettsorder, baß alle Luft­oerbände in einer Dienststelle zu vereinigen wären. An die Spitze ber nunmehr geeinigten Militärluft­fahrt trat einKommandierender General der Luft- ftreitfräfte" in ber Person bes Generalleutnants von Hoeppner, ihm zur Seite alsChef bes Generalstabes" der bisherige Feldflugchef Oberst Tbomsen.

Aus bie-fer Darstellung ist schon zu ersehen, daß Thomsens Gedanken über den Krieg hinaus i n ber neuen Luftwaffe eine neue Ausprägung erfahren haben. Die Luftwaffe ist dritter selbstän­diger Wehrmachtsteil geworden, so wie es Thomsen im Weltkriege vorgeschwebt hatte. Auf Grund der damaligen Erfahrungen ist weiter gebaut worden, und so hat auch der General Thomsen, wie an seinem 70. Geburtstage festgestellt werden darf, an der Schöpfung der neuen Luftwaffe feinen ideellen und praktischen Anteil. Das wiedererstarkte Deutsch­land wird ihm dafür stets dankbar sein.

Kommunalpolil'sche Schulung.

Nationalsozialistisches Beamtentum in den Gemeinden.

NSG. Im Gebäude der bisherigen Gauführer­schule in Frankfurt a. M. wurde die kommunal- politische Schule des Gaues Hessen-Nassau durch den Gauleiter eröffnet. Bürgermeister Lin­der wies darauf hin, daß in 56 Lehrgängen bis­her bereits 1750 Teilnehmer die Schulung des Amtes durchlaufen haben und dankte dem Gau­leiter, dessen Maßnahmen die Einrichtung bes Schulungsbetriebes unb nun auch das neue Heim verwirklichten.

Gauleiter Sprenger wies auf die Bindung ber Perfonalpolitik an die bestimmende En Schei­dung ber Partei hin. Durch biese Tatsache, bie in ber Reichsgemeindeorbnung rechtlich verankert ist, hat der Nationalsozialismus heute auch die Füh­rung in den Gemeinden. Dabei muß stets jene Wechselwirkung bedacht werden, nach der Die Partei in der Bevölkerung für die Resonanz der Maß­nahmen ber Verwaltung zu sorgen, die Verwaltung aber auf die berechtigten Forderungen des prakti­schen Lebens Rücksicht zu nehmen hat. Besonders in dieser Hinsicht ist die Schulung der Beamten zu Männern des nationalsozialistischen Geistes und Handelns von ungemeiner Bedeutung. Die Nach­wuchsschulung hat die Aufgabe, den Begriff des Verwaltungsbeamten von Gottes Gnaden" durch das Vorbild des Natio­nalsozialisten zu ersetzen, der nicht im toten Buchstaben, wohl aber im tätigen Leben des