Nr.3 Erstes Blatt
187. Jahrgang
Dienstag, 5.Januar 1937
Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholl«
Monats Bezugspreis:
Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt
Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach« richten: Anzeiger Siesten
Postscheckkonto:
Zrankfurt am Main 11686
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Druck und Verlag: vrühl'sche Universttats-Vuch- und Steindruckerei R.Lange in Sieben. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Lchulftrahe 7
Annahme von Anzeigen für die Mitlagsnummer bis8*/,Uhr des Vormittags
Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Te^t- anzeigen non70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Vereinbg.25O/„ mehr.
Ermähigte Grundpreise:
Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen 6Npf. Mengenabschlüsse Staffel B
Neuer Gewaltakt roter Freibeuter.
Berlin, 4. Ian. (DJIB.) Nach am Sonntag eingegangenen Nachrichten ist eine weitere flagrante Verletzung deutschen f) o- heitsrechtes durch rote spanische Bewachungsfahrzeuge an der spanischen Nordküste feftgeftellt worden. Der Kapitän des Dampfers „p l u t o“ meldet, datz das Schiff am 20. Dezember 2 1 Seemeilen nördlich von Bilbao von zwei großen roten Fischdampfern durch Beschießung angehalten worden ist und zwei Stunden zur Kursänderung auf Bilbao gezwungen wurde, hieraus geht hervor, daß die roten Machthaber in Spanien schon seit längerer Zeit ihren Seestreitkräften Weisung erteilt haben, gegen deutsche Handelsschiffe vorzugehen, und zwar offenbar auch dann, wenn sie sich weit außerhalb der spanischen Hoheitsgewässer befinden. Dies bestätigt ferner, daß der deutsche Dampfer „p a l o s“ gleichfalls weit außerhalb der spanischen hoheitsgrenze aufgebracht worden ist, was von den roten Machthabern bekanntlich abgeleugnet wird.
Piraten und Perücken.
Wieder hat ein deutsches Kriegsschiff, der Kreuzer „K ü n i g s b e r g", einen Dampfer der spanischen Bolschewisten aufbringen müssen, weil sich rote Militärfahrzeuge eine neue freche Provokation leisteten, indem sie ein wehrloses deutsches Schiff außerhalb der spanischen Hoheitsgewässer beschossen, anhielten und zur Kursänderung zwangen. Diese flagrante Verletzung deutscher Hoheitsrechte reiht sich würdig den übrigen Uebergriffen an, die der internationale Bolschewismus in Spanien seit Beginn des Krieges gegen deutsches Leben und Eigentum beging und die ihren Höhepunkt in der Beschlagnahme des Frachtdampfers „Palos" fanden. Es ist selbstverständlich, daß das Deutsche Reich es nicht dulden kann, wenn rote Seeräuber sich an unseren Schiffen, an ihrer Besatzung oder Ladung vergreifen. Die Häufigkeit der roten Vorstöße läßt darauf schließen, daß es sich um eine bewußte Herausforderung handelt. Sie zwingt uns zu energischen Gegenmaßnahmen^ damit auf der Gegenseite nicht etwa der Eindruck entsteht, man könne ungestraft die deutschen Belange verletzen. Uns liegt nichts an einer Zuspitzung der internationalen Verhältnisse. Die deutschen Maßnahmen werden lediglich zum Schutz des deutschen Eigentums und der deutschen Staatsbürger getroffen. Sobald also Passagier und Ladung der „Palos", die bisher widerrechtlich von den Roten zurückgehalten werden, freigegeben worden sind, gewinnt die ganze Lage auch für uns, ein neues Gesicht. Solange aber die Bolschewisten ihre illegale und provokatorische Haltung nicht aufgeben, wird sich auch an unseren berechtigten Vergeltungsmaßnahmen gegenüber den roten Piratenschiffen nichts ändern. Denn die Ehre und Sicherheit deutscher Staatsangehöriger im Ausland ist uns um keinen Preis der Welt feil.
Wenn in gewissen Diensträumen auswärtiger Regierungen oder in den Redaktionsstuben ausländischer Zeitungen, wo statt Menschen aus Fleisch und Blut offenbar Perücken regieren, über die deutsche „Empfindlichkeit" gezetert wird, so müssen mir die Gegenfrage stellen, was wohl andere Rationen tun'würden, wenn ihre Schiffahrt ebenso behandelt würde wie die unsrige. Wir glauben, daß f oin Land sich solche Uebergriffe widerspruchslos gefallen lassen würde. Wir erinnern nur an England, das sich niemals gescheut hat, Angriffe auf die britische Schiffahrt mit den aller ent schieden st en Maßnahmen und ohne jede Zimperlichkeit zu ahnden. Ja, wir wissen aus der Geschichte, daß die Engländer solche Zwischenfalle oft und gerne zum Anlaß nahmen, um nicht nur ihr Sühneverlangen, sondern auch ihr Bedürfnis nach machtpolitischer Expansion zu befriedigen.
Die Tatsache, daß gegenwärtig Deutschland em bevorzugter Gegenstand der bolschewistischen Ausschreitungen in Spanien ist, darf doch nicht darüber Hinwegtäuschen, daß auch andere Länder |orb dauernd den Vorstößen der roten Piraterie ausge= jetzt gewesen sind. Daß die Wut des rötens Pöbels sich in erster Linie gegen den deutschen Führerstaat richtet, ist erklärlich und für uns eine Ehre. Daß die Freibeuter aber auch die anderen Rationen nicht verschonten, bestätigt uns nur die Totalität der bolschewistischen Gefahr. Um den Charakter dieses roten Freibeutertums zu kennzeichnen, erinnern wir nur daran, daß die ausländischen Diplomaten in Barcelona schon seit langem ihren Kurierdienst eingestellt haben, um den immer mehr zunehmenden Verletzungen des Kuriergeheimnisses zu entgehen. Wir erinnern an den fortgesetzten Raub fremden Eigentums in den von den Roten noch besetzten spanischen Städten. Wir erinnern an den Abschuß des Flugzeuges der französischen Botschaft durch einen Madrider Jagdflieger. Wir erinnern an die Ermordung fünf französischer Flieger in Barcelona, die ihren Dienst in der roten Armee kündigten und nach Frankreich zurückkehren wollten. Wir erinnern an die Tätigkeit der fpawschen Anarchisten, die jenseits der Grenze in Sud frank- reich ihre Propaganda entfalten können, Die Dort ihren verbrecherischen Instinkten freien Lauf lassen und zu einer wahren Landplage in der Gegend von Perpignan geworden sind. Wir erinnern auch an die Tötung des belgischen Botschaftssekretärs in Madrid, der ebenfalls ein Opfer des roten Blutterrors geworden ift
Dies sind nur einige Beispiele aus den allerletzten Tagen. Sie beweisen eindeutig, daß sich die bolschewistische Freibeuterei in den verschieden st en Formen abspielt, daß sie sich nicht auf die Beschlagnahme deutscher Schiffe beschränkt, sondern gegen d i e Grundwerte menschlicher Ordnung und Gesittung überhaupt gerichtet ist. Es ist deshalb lächerlich, wenn in gewissen europäischen Hauptstädten die vorsintflutliche Ansicht verbreitet wird, es handele sich bei den spanischen Zwischenfällen um eine Auseinandersetzung von Ration zu Ration und man könne der kommunistischen Bewegung mit den alten Mitteln der Diplomatie Herr werden. Es mutet wie ein Witz an, wenn diese Leute in tragikomischer Verkennung der Sowjetidee sogar jene Cliquen als legale Regierung ernst nehmen und anerkennen, die sich in Valencia, Barcelona, Bilbao und anderswo aus der Hefe der Bevölkerung gebildet und zu einer kurzfristigen Gewaltherrschaft aufgeschwungen haben. Rein, gegen solche Raubgesellen und ihre Exzesse
helfen nicht die langatmigen Ergüsse und Ermahnungen diplomatischer Perücken, sondern nur unmißverständliche Handlungen. Und wenn da irgendeine Kommission in Valencia, die sich widerrechtlich noch Regierung nennt, irgendwelche Protestnoten wegen des Kreuzers „Königsberg" in die Welt herumschickt, dann entlockt uns diese unverschämte Anmaßung kaum mehr als ein Lächeln. Mögen auch die anderen Rationen den prahlenden Räuberhaupt- mann, der sich da als „Außenminister" der spanischen Republik ausgibt, nicht ernster nehmen, als er es verdient ... Ev.
Deutsche Gegenmaßnahmen gegen die rote Seeräuberei.
Berlin, 4. Jan. (DNB.) Der Kreuzer „Königsberg" Hal am 3. Januar mittags den raten spanischen Dampfer „M a r l a 3 u- quera“ an der nardspanifchen Küste aufgebracht.
Aus Befehl Moskaus.
Die Komintern als Schiedsrichter in den Richtungskämpfen der katalanischen Marxisten.
London, 5. Jan. (DRB. Funkspruch.) Moskaus Rolle in Spanien kommt, wie die „Times" aus Barcelona meldet, deutlich in einem Streitfall zum Ausdruck, der vorerst durch die Ausmerzung der P. O. U. M. Partido Obrera de Unificacion Marxista) einer kommunistischen Parteigruppe, zur Umbildung der katalanischen Kamarilla, die sich „Regierung" nennt, geführt hat. Die P. O. U. M. erklärt, daß die Umbildung aufBefehlMoskaus vollzogen worden sei. Moskau habe auch die Anweisung gegeben, die Partei mit denselben rücksichtslosen Methoden zu vernichten, die in Sowjetrußland gegen d i e Trotzki st en angewandt worden seien.
Der „Times"-Korrespondent schreibt, daß Katalonien alle seine politischen Befehle von JRos = kau entgegennehme unter der Drohung, die Sowjets würden Katalonien ohne Waffen und Munition lassen, wenn ihren Anweisungen nicht Folge geleistet werde. Das Programm der
Kollektivierung sei dort bereits soweit vorgeschritten, daß Katalonien als der erste kommunistische Staat in Westeuropa bezeiä)net werden könne.
Wie der nationale Sender berichtet, wurden in Madrid am Montag die Leichen von vier Mitgliedern des anarcho-syndikalistischen Gewerkschaftsverbandes aufgefunden. Da die Vermutung naheliegt, daß es sich bei der Ermordung der vier Personen um einen kommunistischen Racheakt handelt, erwartet man ernste Gegenmaßnahmen der Anarchisten. Bereits am Montagnachmittag fanden vor den Gebäuden des marxistischen Gewerkschaftsoerbandes Ansammlungen von Anarchisten statt, die eine drohende Haltung einnahmen. Um Ueberfällen vorzubeugen, werden die Eingänge der marxistischen und der kommunistischen Büros durch rote Doppelposten bewacht.
Me Hdtiondliflen
Wen denLSMidl zuzweiDritleln eingeschlvffen.
Aach nächtlicher Artillerievorbereitung erfolgreicher Angriff nationaler Truppen am linken Flügel der Front vor Madrid.
Leon
Barcelona
MENORCA,
Albacete
Cordoba*
’aert
Carfagena
enä
retuan
Sei/illa ^Cadiz
Gibraltar
5 iANTiScHe<e Tangen
Talauera^SMÄpRIO
Sebastian
BURGOS
77
ßilbaoJp^Hehdüye^
ydlencia *1^/
A MALLORCA S?lßlZA
^xT^fBadajos issabonl
Valladolid nues
?anca5eao^aragOSSj
Avila L
VAu cante
Murcia*
Eorte von Spanien. Das Gebiet, aus dem die Roten bereits vertrieben wurden, ist weiß gelassen. — (Scherl-Bilderd^enst-M.)
Salamanca, 4. Jan. (DRB.) Rach mehrtägiger Operationspause wurde auf dem linken Flügel der Madrider Front der Gegner bei B o a d i l l a del Monte h i n a u s g c ro o r f e n. Der Land- qeroinn umfaßt Villasranca del Castillo, ein Gebiet nördlich von Romanillos und Manilla. Die Rationalisten erbeuteten zwei schwere Sowjettanks mit eingebautem Kleinkalibergeschütz. Unter den Toten waren ein französischer M a j o r , Der eine Tankabteilung befehligte, und zahlreiche Franzosen des internationalen Bataillons. Der Sonderberichterstatter der Agentur Havas gibt eine kurze Geländebeschreibung. Das Gelände bildet eine Art Plateau, auf dem die Straße von Coruna entlang führt und wo sich die Dörfer Majadahonda und Las Rozas abheben. Rach links liegt, ourch eine Erhebung der Sicht entzogen, E s c o r i a l, das von den Schneebergen der Sierra beherrscht wird. Am Horizont hebt sich dann im Norden Der Ge
birgszug der Somosierra ab. Nach Süden und Südosten fällt das Gelände sanft nach Madrid ab. Auf diesem übersichtlichen, bei klarem Wetter wie eine Landkarte daliegenden Gelände rollte sich der Kampf ab.
Die ganze Nacht hatte die nationalistische Artillerie die roten Stellungen und die wichtigsten Konzentrationspunkte bombardiert. Marokkanische Kavallerie hatte in einem Olivenhain Aufstellung genommen und stürmten Dann beim Morgengrauen plötzlich gegen Majadahonda vor. Gleichzeitig brach Infanterie vom linken und rechten Flügel vor, während mehrere Geschwader dreimotoriger Bombenflugzeuge, geschützt durch nationalistische Jagdflieger, Bomben über den roten Schützengräben abwarfen. Die Roten mußten unter Ma- schinengewehrkreuzfeuer und heftigem Luftbombardement den Sturmangriff der Nationalisten, die mit Handgranaten auf beiden Flank-»» angriffen,
aushalten. Der Kampf war äußerst heftig, aber bereits um 8.30 Uhr rückten die Legionäre in Majadahonda ein. Auf der anderen Seite der Angriffslinie gaben die Roten aus Furcht abgeschnitten zu werden, den Widerstand auf. Um 9.40 Uhr erreichten die Nationalisten Villanueva del Tardillo. Somit war Escorial zu zwei Dritteln eingeschlossen. Die rote Artillerie beschoß besonders heftig Villanueva del Tardillo und Majadahonda, wo zeitweilig starke Rauchwolken aufftiegen. Die Schlacht ist noch nicht beendet.
Moskau hetzt in Bilbao.
Moses Rosenberg verhindert gütliche Regelung.
Paris, 5. Jan. (DNB. Funkfpruch.) „Moskau arbeitet daran, die Spannung zu verschärfen", schreibt der „2H atin". Die Aussicht für eine Entspannung auf Grund der Nichteinmischungsvor- schläge entspräche in keiner Weise den Wünschen Sowjetrußlands, und gerade in dem Augenblick, wo es sich gezwungen sähe, diese Vorschläge (wenn auch unter Vorbehalt) anzunehmen, komme dec Zwischenfall mit dem deutschen Dampfer „p a l o s. Mit einer unvergleichlichen Hast wendet der bolschewistische Jude Rosenberg seinen Einfluß auf, damit die Angelegenheit nicht auf freundschaftliche Weise beigelegt werde. Der Vertreter der Sowjets in Bilbao lutnanoff erhielt gleiche Anweisungen. Die Basken wollten gerade auf Grund von aus dem Ausland kommenden Ratschlägen zur Mäßigung eine Regelung treffen, die zu einer Entspannung geführt hätte, als bei Tumanoff zwei Sonderkuriere von Moses Rosenberg im Flugzeug eintrafen, die ihm geheime Anweisungen Rosenbergs brachten, auf Grund deren er bei den baskischen Machthabern erreichte, daß ein Teil der Ladung und der Passagier des deutschen Dampfers „palos“ fe st gehalten wurden. Gleichzeitig gab Moskau dem Kapitän der Sowjetmarine I u k o f f Befehl, die Operationen gegen deutsche Schiffe zu leiten. Die Roten in Valencia gehorchten dem Befehl Rosenbergs und ordneten die Verschärfung der Repressalien gegen die deutschen Schiffe an.
Mll England
auf das falsche Pferd setzen?
Eine Warnung Garvins.
London, 4. Jan. (DNB.) Jrn „Dbferoer" weist Garvin darauf hin, daß die britische Politik gegenüber Spanien starke Gefahren in sich berge, weil England auf Das falsche Pferd setze. Die Parteigänger sogenannter Volksfronten glaubten, aus Dem gegenwärtigen Stillstand vor Madrid Die Niederlage der Nationalisten in Spanien voraus- zusehen. Sie glaubten ferner, daß so etwas wie eine fortschrittliche Linke in Spanien herauskommen werde. Demgegenüber sei festzustellen, was sich auch immer ereigne, die Roten könnten niemals gewinnen. Die Extremisten seien eine Mischung widerspruchsvoller Minderheiten, die sich zusammengetan hätten, um zu zerstören und Wider- stand zu leisten. Falls sie gewinnen, würden sie sich bald gegenseitig den Hals abschneiden. In Spanien werde es nur ein nationales Spanien oder gar kein Spanien geben. Britische Konservative, die sich — Gott sei's geklagt — weigerten, das zu sehen, seien vom internationalen Kommunismus getäuscht, oder seien dessen Werkzeuge. Wenn England sich mit Paris in dieser Angelegenheit zu sehr verbinde, so gehe eine solche Politik gegen Die elementaren Interessen Des britischen Reiches und gegen den allgemeinen Frieden.
Der technische Unterausschuß des Nicht ein- m i s ch u n g s a u s s ch u s s e s , der sich mit der Freiwilligenfrage zu befassen hat, trat am Montag in London wieder zusammen. An den Beratungen des Ausschusses nahmen für Deutschland Konteradmiral Waßner und der deutsche Militärattache Generalmajor Freiherr Geyr von Schweppenburg teil.
Aote WterW.
Abscheuliche Methoden der katalanischen Bolschewisten.
Salamanca, 5. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die katalanischen Bolschewisten sind an Der französischen Grenze auf ein neues Manöver verfallen, um rechts stehende Flüchtlinge in die Falle zu locken. Sie hissen auf den Häusern dicht an der Grenze Die französische Flagge und bringen an den Hausmauern Anschläge an, in denen die Wohnungen als auf französischem B o - den liegend bezeichnet werden. Flüchtlinge, die glücklich der roten Hölle entkommen sind, glauben infolgedessen in diesen Häusern Zuflucht zu finden und wenden sich vertrauensvoll an die Bewohner. Sie werden dann aber von dem roten Mordgesindel sofort erschossen.
Einer anderen Hinterlist der Bolschewisten sind schon über hundert Menschen zum Opfer gefallen. Die vertierten Roten forderten in der katalanischen Presse rechtsstehende Personen, die sich verborgen hielten, auf, sich bis zu einem bestimmten Tage zu melden, wenn sie freie 21 u s r e i f c wünschten. Alle, Die Dieser Aufforderung Vertrauen schenkten und aus ihren Verstecken hervorkamen, wurden ermordet.


