Ausgabe 
5.1.1937
 
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Nr.3 Erstes Blatt

187. Jahrgang

Dienstag, 5.Januar 1937

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Eichener Anzeiger

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Neuer Gewaltakt roter Freibeuter.

Berlin, 4. Ian. (DJIB.) Nach am Sonntag eingegangenen Nachrichten ist eine weitere flagrante Verletzung deutschen f) o- heitsrechtes durch rote spanische Bewachungs­fahrzeuge an der spanischen Nordküste feftgeftellt worden. Der Kapitän des Dampfersp l u t o mel­det, datz das Schiff am 20. Dezember 2 1 See­meilen nördlich von Bilbao von zwei großen roten Fischdampfern durch Beschie­ßung angehalten worden ist und zwei Stun­den zur Kursänderung auf Bilbao ge­zwungen wurde, hieraus geht hervor, daß die roten Machthaber in Spanien schon seit län­gerer Zeit ihren Seestreitkräften Weisung er­teilt haben, gegen deutsche Handelsschiffe vorzu­gehen, und zwar offenbar auch dann, wenn sie sich weit außerhalb der spanischen Hoheitsgewässer be­finden. Dies bestätigt ferner, daß der deutsche Dampferp a l o s gleichfalls weit außer­halb der spanischen hoheitsgrenze aufgebracht worden ist, was von den roten Macht­habern bekanntlich abgeleugnet wird.

Piraten und Perücken.

Wieder hat ein deutsches Kriegsschiff, der Kreuzer K ü n i g s b e r g", einen Dampfer der spanischen Bolschewisten aufbringen müssen, weil sich rote Militärfahrzeuge eine neue freche Provokation leisteten, indem sie ein wehrloses deutsches Schiff außerhalb der spanischen Ho­heitsgewässer beschossen, anhielten und zur Kursänderung zwangen. Diese flagrante Ver­letzung deutscher Hoheitsrechte reiht sich würdig den übrigen Uebergriffen an, die der internationale Bolschewismus in Spanien seit Beginn des Krieges gegen deutsches Leben und Eigentum beging und die ihren Höhepunkt in der Beschlagnahme des FrachtdampfersPalos" fanden. Es ist selbst­verständlich, daß das Deutsche Reich es nicht dulden kann, wenn rote Seeräuber sich an unseren Schif­fen, an ihrer Besatzung oder Ladung vergreifen. Die Häufigkeit der roten Vorstöße läßt darauf schließen, daß es sich um eine bewußte Her­ausforderung handelt. Sie zwingt uns zu energischen Gegenmaßnahmen^ damit auf der Gegenseite nicht etwa der Eindruck entsteht, man könne ungestraft die deutschen Belange ver­letzen. Uns liegt nichts an einer Zuspitzung der internationalen Verhältnisse. Die deutschen Maß­nahmen werden lediglich zum Schutz des deutschen Eigentums und der deutschen Staatsbürger ge­troffen. Sobald also Passagier und Ladung der Palos", die bisher widerrechtlich von den Roten zurückgehalten werden, freigegeben worden sind, gewinnt die ganze Lage auch für uns, ein neues Gesicht. Solange aber die Bolschewisten ihre illegale und provokatorische Haltung nicht aufgeben, wird sich auch an unseren berechtigten Vergeltungsmaß­nahmen gegenüber den roten Piratenschiffen nichts ändern. Denn die Ehre und Sicherheit deutscher Staatsangehöriger im Ausland ist uns um keinen Preis der Welt feil.

Wenn in gewissen Diensträumen auswärtiger Regierungen oder in den Redaktionsstuben aus­ländischer Zeitungen, wo statt Menschen aus Fleisch und Blut offenbar Perücken regieren, über die deut­scheEmpfindlichkeit" gezetert wird, so müssen mir die Gegenfrage stellen, was wohl andere Ra­tionen tun'würden, wenn ihre Schiffahrt ebenso behandelt würde wie die unsrige. Wir glauben, daß f oin Land sich solche Uebergriffe widerspruchslos gefallen lassen würde. Wir erinnern nur an Eng­land, das sich niemals gescheut hat, Angriffe auf die britische Schiffahrt mit den aller ent schie­den st en Maßnahmen und ohne jede Zimper­lichkeit zu ahnden. Ja, wir wissen aus der Ge­schichte, daß die Engländer solche Zwischenfalle oft und gerne zum Anlaß nahmen, um nicht nur ihr Sühneverlangen, sondern auch ihr Bedürfnis nach machtpolitischer Expansion zu befriedigen.

Die Tatsache, daß gegenwärtig Deutschland em bevorzugter Gegenstand der bolschewistischen Aus­schreitungen in Spanien ist, darf doch nicht darüber Hinwegtäuschen, daß auch andere Länder |orb dauernd den Vorstößen der roten Piraterie ausge= jetzt gewesen sind. Daß die Wut des rötens Pöbels sich in erster Linie gegen den deutschen Führerstaat richtet, ist erklärlich und für uns eine Ehre. Daß die Frei­beuter aber auch die anderen Rationen nicht ver­schonten, bestätigt uns nur die Totalität der bol­schewistischen Gefahr. Um den Charakter dieses roten Freibeutertums zu kennzeichnen, erinnern wir nur daran, daß die ausländischen Diplomaten in Bar­celona schon seit langem ihren Kurierdienst eingestellt haben, um den immer mehr zu­nehmenden Verletzungen des Kuriergeheimnisses zu entgehen. Wir erinnern an den fortgesetzten Raub fremden Eigentums in den von den Roten noch be­setzten spanischen Städten. Wir erinnern an den Abschuß des Flugzeuges der französischen Botschaft durch einen Madrider Jagdflieger. Wir erinnern an die Ermordung fünf französischer Flieger in Barcelona, die ihren Dienst in der roten Armee kündigten und nach Frankreich zurückkehren woll­ten. Wir erinnern an die Tätigkeit der fpawschen Anarchisten, die jenseits der Grenze in Sud frank- reich ihre Propaganda entfalten können, Die Dort ihren verbrecherischen Instinkten freien Lauf lassen und zu einer wahren Landplage in der Gegend von Perpignan geworden sind. Wir erinnern auch an die Tötung des belgischen Botschaftssekretärs in Madrid, der ebenfalls ein Opfer des roten Blut­terrors geworden ift

Dies sind nur einige Beispiele aus den allerletzten Tagen. Sie beweisen eindeutig, daß sich die bolsche­wistische Freibeuterei in den verschieden st en Formen abspielt, daß sie sich nicht auf die Be­schlagnahme deutscher Schiffe beschränkt, sondern gegen d i e Grundwerte menschlicher Ordnung und Gesittung überhaupt ge­richtet ist. Es ist deshalb lächerlich, wenn in gewissen europäischen Hauptstädten die vorsintflutliche Ansicht verbreitet wird, es handele sich bei den spanischen Zwischenfällen um eine Auseinandersetzung von Ra­tion zu Ration und man könne der kommunistischen Bewegung mit den alten Mitteln der Diplomatie Herr werden. Es mutet wie ein Witz an, wenn diese Leute in tragikomischer Verkennung der Sow­jetidee sogar jene Cliquen als legale Regie­rung ernst nehmen und anerkennen, die sich in Valencia, Barcelona, Bilbao und anderswo aus der Hefe der Bevölkerung gebildet und zu einer kurz­fristigen Gewaltherrschaft aufgeschwungen haben. Rein, gegen solche Raubgesellen und ihre Exzesse

helfen nicht die langatmigen Ergüsse und Ermah­nungen diplomatischer Perücken, sondern nur un­mißverständliche Handlungen. Und wenn da irgend­eine Kommission in Valencia, die sich widerrechtlich noch Regierung nennt, irgendwelche Protestnoten wegen des KreuzersKönigsberg" in die Welt her­umschickt, dann entlockt uns diese unverschämte An­maßung kaum mehr als ein Lächeln. Mögen auch die anderen Rationen den prahlenden Räuberhaupt- mann, der sich da alsAußenminister" der spani­schen Republik ausgibt, nicht ernster nehmen, als er es verdient ... Ev.

Deutsche Gegenmaßnahmen gegen die rote Seeräuberei.

Berlin, 4. Jan. (DNB.) Der Kreuzer Königsberg" Hal am 3. Januar mittags den raten spanischen DampferM a r l a 3 u- quera an der nardspanifchen Küste aufgebracht.

Aus Befehl Moskaus.

Die Komintern als Schiedsrichter in den Richtungskämpfen der katalanischen Marxisten.

London, 5. Jan. (DRB. Funkspruch.) Moskaus Rolle in Spanien kommt, wie dieTimes" aus Barcelona meldet, deutlich in einem Streitfall zum Ausdruck, der vorerst durch die Ausmerzung der P. O. U. M. Partido Obrera de Unificacion Marxista) einer kommunistischen Parteigruppe, zur Umbildung der katalanischen Kamarilla, die sich Regierung" nennt, geführt hat. Die P. O. U. M. er­klärt, daß die Umbildung aufBefehlMoskaus vollzogen worden sei. Moskau habe auch die An­weisung gegeben, die Partei mit denselben rücksichtslosen Methoden zu vernich­ten, die in Sowjetrußland gegen d i e Trotzki st en angewandt worden seien.

DerTimes"-Korrespondent schreibt, daß Kata­lonien alle seine politischen Befehle von JRos = kau entgegennehme unter der Drohung, die Sowjets würden Katalonien ohne Waffen und Munition lassen, wenn ihren Anweisungen nicht Folge geleistet werde. Das Programm der

Kollektivierung sei dort bereits soweit vorgeschritten, daß Katalonien als der erste kommunisti­sche Staat in Westeuropa bezeiä)net wer­den könne.

Wie der nationale Sender berichtet, wurden in Madrid am Montag die Leichen von vier Mitgliedern des anarcho-syndikali­stischen Gewerkschaftsverbandes auf­gefunden. Da die Vermutung naheliegt, daß es sich bei der Ermordung der vier Personen um einen kommunistischen Racheakt handelt, er­wartet man ernste Gegenmaßnahmen der Anarchi­sten. Bereits am Montagnachmittag fanden vor den Gebäuden des marxistischen Gewerkschaftsoer­bandes Ansammlungen von Anarchisten statt, die eine drohende Haltung einnahmen. Um Ueberfällen vorzubeugen, werden die Eingänge der marxistischen und der kommunistischen Büros durch rote Doppelposten bewacht.

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Aach nächtlicher Artillerievorbereitung erfolgreicher Angriff nationaler Truppen am linken Flügel der Front vor Madrid.

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Eorte von Spanien. Das Gebiet, aus dem die Roten bereits vertrieben wurden, ist weiß gelassen. (Scherl-Bilderd^enst-M.)

Salamanca, 4. Jan. (DRB.) Rach mehrtägi­ger Operationspause wurde auf dem linken Flügel der Madrider Front der Gegner bei B o a d i l l a del Monte h i n a u s g c ro o r f e n. Der Land- qeroinn umfaßt Villasranca del Castillo, ein Ge­biet nördlich von Romanillos und Manilla. Die Rationalisten erbeuteten zwei schwere Sowjettanks mit eingebautem Kleinkalibergeschütz. Unter den Toten waren ein französischer M a j o r , Der eine Tankabteilung befehligte, und zahlreiche Franzosen des internationalen Bataillons. Der Sonderberichterstatter der Agentur Havas gibt eine kurze Geländebeschreibung. Das Gelände bildet eine Art Plateau, auf dem die Straße von Coruna ent­lang führt und wo sich die Dörfer Majadahonda und Las Rozas abheben. Rach links liegt, ourch eine Erhebung der Sicht entzogen, E s c o r i a l, das von den Schneebergen der Sierra beherrscht wird. Am Horizont hebt sich dann im Norden Der Ge­

birgszug der Somosierra ab. Nach Süden und Süd­osten fällt das Gelände sanft nach Madrid ab. Auf diesem übersichtlichen, bei klarem Wetter wie eine Landkarte daliegenden Gelände rollte sich der Kampf ab.

Die ganze Nacht hatte die nationalistische Artillerie die roten Stellungen und die wich­tigsten Konzentrationspunkte bombardiert. Marok­kanische Kavallerie hatte in einem Olivenhain Auf­stellung genommen und stürmten Dann beim Mor­gengrauen plötzlich gegen Majadahonda vor. Gleich­zeitig brach Infanterie vom linken und rechten Flü­gel vor, während mehrere Geschwader dreimotori­ger Bombenflugzeuge, geschützt durch nationalistische Jagdflieger, Bomben über den roten Schützen­gräben abwarfen. Die Roten mußten unter Ma- schinengewehrkreuzfeuer und heftigem Luftbombar­dement den Sturmangriff der Nationalisten, die mit Handgranaten auf beiden Flank-»» angriffen,

aushalten. Der Kampf war äußerst heftig, aber bereits um 8.30 Uhr rückten die Legionäre in Ma­jadahonda ein. Auf der anderen Seite der Angriffs­linie gaben die Roten aus Furcht abgeschnitten zu werden, den Widerstand auf. Um 9.40 Uhr erreich­ten die Nationalisten Villanueva del Tardillo. So­mit war Escorial zu zwei Dritteln eingeschlos­sen. Die rote Artillerie beschoß besonders heftig Villanueva del Tardillo und Majadahonda, wo zeitweilig starke Rauchwolken aufftiegen. Die Schlacht ist noch nicht beendet.

Moskau hetzt in Bilbao.

Moses Rosenberg verhindert gütliche Regelung.

Paris, 5. Jan. (DNB. Funkfpruch.)Moskau arbeitet daran, die Spannung zu verschärfen", schreibt der2H atin". Die Aussicht für eine Entspannung auf Grund der Nichteinmischungsvor- schläge entspräche in keiner Weise den Wünschen Sowjetrußlands, und gerade in dem Augenblick, wo es sich gezwungen sähe, diese Vorschläge (wenn auch unter Vorbehalt) anzunehmen, komme dec Zwischenfall mit dem deutschen Damp­ferp a l o s. Mit einer unvergleichlichen Hast wendet der bolschewistische Jude Rosenberg sei­nen Einfluß auf, damit die Angelegenheit nicht auf freundschaftliche Weise beigelegt werde. Der Ver­treter der Sowjets in Bilbao lutnanoff erhielt gleiche Anweisungen. Die Basken woll­ten gerade auf Grund von aus dem Aus­land kommenden Ratschlägen zur Mäßigung eine Regelung treffen, die zu einer Entspan­nung geführt hätte, als bei Tumanoff zwei Son­derkuriere von Moses Rosenberg im Flugzeug ein­trafen, die ihm geheime Anweisungen Rosenbergs brachten, auf Grund deren er bei den baskischen Machthabern erreichte, daß ein Teil der Ladung und der Passagier des deutschen Dampferspalos fe st gehalten wurden. Gleichzeitig gab Moskau dem Kapitän der Sowjetmarine I u k o f f Befehl, die Operationen gegen deutsche Schiffe zu leiten. Die Roten in Valencia gehorchten dem Befehl Rosenbergs und ordneten die Verschär­fung der Repressalien gegen die deutschen Schiffe an.

Mll England

auf das falsche Pferd setzen?

Eine Warnung Garvins.

London, 4. Jan. (DNB.) JrnDbferoer" weist Garvin darauf hin, daß die britische Politik gegen­über Spanien starke Gefahren in sich berge, weil England auf Das falsche Pferd setze. Die Parteigänger sogenannter Volksfronten glaubten, aus Dem gegenwärtigen Stillstand vor Madrid Die Niederlage der Nationalisten in Spanien voraus- zusehen. Sie glaubten ferner, daß so etwas wie eine fortschrittliche Linke in Spanien herauskom­men werde. Demgegenüber sei festzustellen, was sich auch immer ereigne, die Roten könnten nie­mals gewinnen. Die Extremisten seien eine Mi­schung widerspruchsvoller Minderheiten, die sich zu­sammengetan hätten, um zu zerstören und Wider- stand zu leisten. Falls sie gewinnen, würden sie sich bald gegenseitig den Hals ab­schneiden. In Spanien werde es nur ein nationales Spanien oder gar kein Spanien geben. Britische Konservative, die sich Gott sei's geklagt weigerten, das zu sehen, seien vom internationalen Kommunismus ge­täuscht, oder seien dessen Werkzeuge. Wenn England sich mit Paris in dieser Angelegenheit zu sehr verbinde, so gehe eine solche Politik gegen Die elementaren Interessen Des britischen Reiches und gegen den allgemeinen Frieden.

Der technische Unterausschuß des Nicht ein- m i s ch u n g s a u s s ch u s s e s , der sich mit der Freiwilligenfrage zu befassen hat, trat am Montag in London wieder zusammen. An den Be­ratungen des Ausschusses nahmen für Deutschland Konteradmiral Waßner und der deutsche Militär­attache Generalmajor Freiherr Geyr von Schweppenburg teil.

Aote WterW.

Abscheuliche Methoden der katalanischen Bolschewisten.

Salamanca, 5. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die katalanischen Bolschewisten sind an Der französischen Grenze auf ein neues Manöver verfallen, um rechts stehende Flüchtlinge in die Falle zu locken. Sie hissen auf den Häusern dicht an der Grenze Die französische Flagge und brin­gen an den Hausmauern Anschläge an, in denen die Wohnungen als auf französischem B o - den liegend bezeichnet werden. Flüchtlinge, die glücklich der roten Hölle entkommen sind, glauben infolgedessen in diesen Häusern Zuflucht zu finden und wenden sich vertrauensvoll an die Bewohner. Sie werden dann aber von dem roten Mordgesin­del sofort erschossen.

Einer anderen Hinterlist der Bolschewisten sind schon über hundert Menschen zum Opfer gefallen. Die vertierten Roten forderten in der katalanischen Presse rechtsstehende Personen, die sich verborgen hielten, auf, sich bis zu einem bestimm­ten Tage zu melden, wenn sie freie 21 u s r e i f c wünschten. Alle, Die Dieser Aufforderung Vertrauen schenkten und aus ihren Verstecken hervorkamen, wurden ermordet.