zu
Wehrgedanke und Schule
Aus -er engeren Heimat
Gießen gebracht werden-
Der uns:
Volksgenossen helft mit eure Anlagen zu schützen!
Oberbürgermeister der Stadt Gießen schreibt
Fachschaften Höhere Schule und VerMchule besuchten die Leistungsschau.
nesung zuwenden.
Vom Bezirksverwattungsgericht.
In der öffentlichen Sitzung des Bezirksverwaltungsgerichts Gießen am vorigen Samstag ergingen folgende Entscheidungen:
Der Klage des Wilhelm Spei er in Gießen wegen Versagung des Wandergewerbescheins für 1937 wurde stattgegeben.
Die Klage des Bezirksfürsorgeoerbands Frankfurt a, M. gegen den Bezirksfürsorgeverband Kreis Friedberg weg^n Erstattung von Wegekosten für Christine Henn wurde wegen Unzuständigkeit kostenpflichtig abgewiesen.
Die Klage des Bezirksfürsorgeverbandes Frankfurt a. M. gegen den Bezirksfürsorgeverband Kreis Lauterbach 'wegen Erstattung von Fürsorgekosten für Hedwig Klein wurde als unbegründet kostenpflichtig abgewiesen.
In der Sache: Klage des August Greulich in Freiensteinau, Kreis Lauterbach, gegen den Bescheid des Kreisamts Lauterbach wegen Entziehung des Wandergewerbescheins für 1937 erging Beweisbeschluß; die Verhandlung wurde vertagt.
Gießener Wochenmarktpreise.
In der Nacht vom 24. aus 25. November wurden in den Grünanlagen zwischen Plockstraße und Hln- denburgwall zwei wertvolle Koniferen, eine iapa- ni che Sicheltanne und eine sapamsche Hemloatanne, die vermutlich in Gießen sonst überhaupt nicht mehr vorgefunden werden, derart zugerrchtet, daß sie entfernt werden mußten.
Die Stadtverwaltung ersucht alle Volksgenossen dringend, an der Ermittlung der Tater mitzuhelfen damit sie streng bestraft, ihre Namen veröffentlicht und dadurch laiche Roheitsakte an öffentlichen Ein. richtunqen in Zukunft verhindert werden können. Ehrenpflicht jedes Volksgenossen muß es fern UN- fere Grünanlagen vor derartigen Rohlingen z
stützen. Ortsgruppenleiter Kahl dankte dem Redner für seine aufschlußreichen Ausführungen.
* L r l l a r , 2. Dez. Die NSDAP, veranstaltete im Saale „Zur Linde" einen Vortragsabend, in ich! dessen Mittelpunkt nach der Eröffnung durch den i Ortsgruppenletter Petra sch die Ausführungen
75 Jahre Vorschuß Verein Grünberg.
+ Grünbera, 3. Dez. Der Vorschuß- , Verein Grünberg e. G. m. b. H. blickt am 20. Dezember dieses Jahres auf ein 7 5 j ä h r i g e s B e st e h e n zurück. Er aehört seit seiner Gründung dem Deutschen Genossenschaftsverband (Schulze- Delitzsch) an. Ein Hauptförderer der Gründung war der damalige hiesige Apotheker Georg Stammler, der den Verein auch zunächst als Präsident leitete. Nach dem letzten Jahresbericht verzeichnet der Verein am 31. Dezember 1936 eine Mitgliederzahl von 439 und eine Bilanzsumme von rund 800 000 Mark bei einem Jahresumsatz von 9,5 Millionen. Die Verwaltung der Kasse hat eine Jubiläumsfeier für den 12. Dezember in der Turnhalle vorgesehen. Dabei wird Derbandsdirektor Dr. Frankenbach (Wiesbaden) einen Vortrag halten.
Einem Herzschlag erlegen.
Der am Donnerstagabend auf der Reichsautobahn- Baustelle in der Gemarkung Bersrod an einem Mast der elektrischen Stromleitung t o t aufgefundene 47 Jahre alte Bauführer Georg Berg aus Wiesbaden ist nicht, wie man zuerst vermutet hatte, durch einen Unglücksfall ums Leben gekommen, sondern nach den Feststellungen bei der ärztlichen Untersuchung einem Herzschlag erlegen. Die Leiche des Mannes wurde von der Staatsanwaltschaft zur Beerdigung freigegeben.
Unfälle auf dem Lande.
Der 40 Jahre alte Landwirt Richard Weller
burtstag feiern. Wir gratulieren!
Kreis Schotten
} Schotten, 3. Dez. Der Postomnibus- verkehr im Bezirk Schotten erfährt in Kürze eine wesentliche Verbesserung insofern, als bei den täglichen Fahrten der Kraftpost ein zehn« sitziger Wagen eingestellt und damit der Personenverkehr im Bezirk Schotten weit günstiger gestaltet wird. Auch die Orte des Niddertales (Sichenhausen, Burkhards, Kaulstos, Breungesheim) haben dadurch gute Fahrgelegenheit und Verbindung mit der Kreisstadt.
w Laubach , 2. Dez. Im Saale des „Solmser Hof" fand ein Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr statt, der sehr gut besucht war. Nach der Begrüßungsansprache des Hauptbrandmeisters Heinrich Kopp dankte Bürgermeister Högy der Wehr für ihre stete Einsatzbereitschaft und forderte zur weiteren Pflichttreue auf. Er überreichte im Auftrage des Vorstandes der Freiwilligen Feuerwehr dem Kameraden Wilhelm Pitz II. für seine langjährigen treuen Dienste in der Wehr eine Ehrenurkunde; gleichzeitig wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Anschließend sprach Kreisfeuerwehrführer Rausch (Schotten) zu den Kameraden, wobei er auch die Grüße des Kreis- amts Schotten überbrachte. Flotte Märsche und Konzertmusik umrahmten den ersten Teil des Abends. Sodann spielte das Streichorchester der Feuerwehrkapelle zum Tanz auf, und humoristische Einlagen und Vorträge, sowie ein Singspiel halfen den weiteren Teil des Abends verschönern, der »n echter Kameradschaft aus klang.
Zweiter Elternabend.
Der Elternabend für die Angehörigen der Schü- ler der Goethe- und der Alten Pestalozzischule erfreute sich gleichfalls eines sehr guten Besuches. Die Schüler des letzten Jahrganges gestalteten dieses Zusammensein mit Gedichten und Gesängen unter der Leitung von Lehrer Roth aus. Berufsberater Hoffmann vom Arbeitsamt gab den Eltern einen Einblick in die Arbeit der Berufsberatung. Er schilderte, wie aus den Ergebnissen der Schulzeugnisse, durch Zusammenarbett mit den Lehrern und der Hitler-Jugend und schließlich durch die psychologische Eignungsprüfung ein Bild der Anlagen und Fähigkeiten des Schülers gewonnen wird, nach dem dann die eigentliche Berufsvermi^ telung erfolgen kann. Dabei vermittelte er auch einen interessanten Einblick in die Verhältnisse von Berufswünschen und verfügbaren Lehrstellen. Be- rufsberater Hoffmann machte den Eltern verständlich, daß sie sich der notwendigen Forderung der Berufslenkung nicht verschließen sollten, sondern mithelfen möchten, daß für ihre Kinder der für sie nach Anlagen und Fähigketten geeignete Berus ermittelt werden könne. ~
Kreisschulrat Nebeling unterstrich diese For- berung des Berufsberaters und betonte, daß sie die Wünsche des einzelnen mit den Notwendigkeiten des Volkes in Einklang bringe. Die Viel- fälttgkeit der Berufe im Volte muh erhalten bleiben. Der Junge müsse sich da einsetzen, wo es die Notwendigkeiten des Lebens des Volkes erfordere, und dieser Weg werde auch für ihn der richtige sein. Er wies daraus hin, daß wir über die Seiten, in denen man den Beruf von außen betrachtete, ihn in Rangstufen einordnete und danach Ge- sellschaftsschichten geschaffen habe, hinaus seien. Heute werde die Arbeit nicht nach Aeußerlichketten eingeschätzt, sondern jeder Arbeiter, ganz gleich wo er stehe, werde danach beurteilt, mit welcher Hingabe und Leistungsfähigkeit er seinen Beruf ausfülle.
Nach dem mit Dem Treugruß an den Führer beschlossenen Elternabend war Gelegenheit zur Be- sichttgung der Ausstellung geboten.
Denn Staub frißt und zerstört bekanntlich Vieles. Legen Sie darum^aÄi/^»»Bodenbelag in alle Räume! Er macht die Zimmer staubarm. und damit auch gesünder.
zurück.
)( Lich, 2. Dez. Die beiden hiesigen evangelischen Frauenhilfen hielten einen gemeinsamen viertägigen Bibel- und Singekurs ab. An den Abenden nahmen etwa 30 bis 100 Frauen und junge Mädchen teil, darunter auch et,ne Anzahl Gäste aus der Gemeinde. Frau Ohly (Darmstadt), die den Kurs leitete, verstand es, den Teilnehmerinnen durch ihre anschauliche Art das Verständnis des göttlichen Wortes der Schrift nahezubringen und die Frauen und Mädchen für fröhliches Singen zu begeistern.
= Li ch, 2. Dez. Dieser' Tage konnten die Eheleute Georg Hofmann und Luise, geb. Dickel, das Fest der g o l d e n e n H o ch z e i t begehen. Von allen Seiten wurden dem Jubelpaar die herzlichsten Glück- und Segenswünsche übermittelt. Bereits am frühen Morgen des Festtags traf mit der Post cm Glückwunschschreiben und eine eigenhändig unterschriebene Ehrenurkunde des Führers ein. Reichsstatthalter Sprenger hat dem Jubelpaar unter gleichzeitiger Bewilligung einer Ehrengabe die Glückwünsche der Landesregierung übermittelt. Bürgermeister Geil überbrachte Glückwunschschreiben des Reichsstatthalters, des Kreisdirektors und der Stadtverwaltung Lich. Am Nachmittag erschien unter Führung des zuständigen Geistlichen eine Abordnung des evangelischen Kjrchenoorstandes und überreichte nach einer kurzen kirchlichen Feier und der Einsegnung der Eheleute eine Rudolf-Schäfer- Bilderbibel für die Gemeinde und ein Gedächtnis- blatt des Propstes von Oberhessen. Am Abend erschien der Posaunenchor und brachte ein Ständchen. Der Ehemann stand über 40 Jahre im Dienst der Reichsbahn und erfreut sich, wie auch seine Gattin, bester Gesundheit.
* Lang-Göns, 4. Dez. Unsere Einwohnerin Frau Katharine Elisabethe Artz, geb. Metzger, kann am Montag, 6. Dezember, ihren 7 4. G e •
LPD. Keine Lebens- und Genußmittelpakete an Insassen der Gefangene n a n st a l t e n. Die Justizpressestelle Frank- furt a. M. teilt mit: Es liegt Veranlassung vor, darauf hinzuweifen, daß die Zusendung von Lebens- und Genuhmitteln an die Insassen der Gefangenenanstalten nicht zulässig ist. Auch für die Weihnachtsfeiertage kann eine Ausnahme von die- [em Derbst nicht gemacht werben.
Landkreis Gießen.
* Klein-Linden, 4. Dez. Pfarramtskandidat Friedrich Morneweg wurde zum Pfarrverwalter der Gemeinde Bischofsheim bei Mainz ernannt.
gfs. Heuchelheim, 3. Dezember. In unserer Frauen schäft fand Im festlich geschmückten Sälchen des Heuchelheimer Mühlchens die feierliche Verpflichtung der neuen Mitglieder des Frauenwerks statt. Die stellvertretende Ortsfrauenschaftsleiterin Frau Hainer begrüßte die Frauen. Dann sprach Ortsgruppenleiter W o b k e r über die Mitarbeit der Frau im Dritten Reich. Er betonte die Notwendigkeit, sich freudig und opferbereit zu jeder Mithilfe zu stellen, und verpflichtete die Frauen auf den Führer. Die Mitgliedsbücher wurden überreicht. Passende Lieder hoben die Stimmung des festlichen Abends.
+ Heuchelheim, 2. Dez. Die Krieger- kameradschaft Heuchelheim vereinigte Kameraden und Angehörige zu einem unterhaltsamen Abend. Dereinsführer Dr. R e i iU sprach nach der Begrüßung in einem Lichtbildervortrag über die Germanen und widerlegte dabei manche
von Schulrat N e b e I i n g (Gießen) standen Der Redner schilderte die Verteilung deutschen Volks- tums in Europa und in der Welt und wandte sich bann besonders dem Kampf der Sudetendeutschen um ihre Eristenz zu. Er forderte dazu auf diese kämpfenden Volksgenossen nicht im Stich zu lassen, ondern sie über den Volksbund für das Deutschtum im Ausland nach Kräften zu unterstützen. Musik der SA.-Kapelle bereicherte den Abend.
# Saubringen, 2. Dez. Am gestrigen Mitt- woch feierten die Eheleute Ioh. Carle und tfrau Karoline, geb. Grölz, das Fest der silbernen Hochzeit. — Am kommenden Samstag können die Eheleute Heinrich Büttner und Frau Margarete, geb. Albach, das Fest der goldenen Hochzeit begehen. Wir gratulieren. — Dieser Tage fand hier eine Bauern versa m m l u n g unter Leitung des Ortsbauernführers Grolz statt. Es wurden die Preise für Schlachttiere bekannt-, gegeben, ferner wurden die Anträge auf Futtermittelzuteilung entgegengenommen.
< Beuern, 3. Dez. Die hiesigen Schweinehalter versammelten sich dieser Tage bei Gastwirt Dietrich, um über die Gründung eines Schweineverficherungsveresns zu sprechen. Für die Oberhessische Viehversicherungsanstalt erschien Herr S e y b v l d und legte den Anwesenden die Art der Versicherung und die Vorteile dar. Die anwesenden Landwirte und Schweinehalter entschlossen sich, einen Schweineversicherungsverein zu gründen, der der Oberhessischen Viehversiche-
von W i e s e ck erlitt, verursacht durch einen Sturz vom Wagen, einen Oberarmbruch. — Beim Schwellenabladen zog sich der 25jährige Arbeiter August Reitz aus Niederohmen eine schwere Verletzung des linken Fußes zu. — Der bei der Reichsautobahn beschäftigte Arbeiter Karl Hof- mann aus Lang-Göns erlitt erhebliche Gesichtsverletzungen. Beim Schwellenlegen wurde er von einer (Eifenplatte am Kopf getroffen. — Der ebenfalls bei der Reichsautobahn unweit Reiskirchen beschäftigte Arbeiter Johann Bürger aus Beltershausen (Kreis Marburg) erlitt eine schwere Stirnverletzung. Beim Steinspalten traf ihn ein Hammer mit großer Wucht. Die Verunglückten mußten in die Chirurgische Klinik nach
PROSPEKT 61 DURCH BALATUM-WERKE • NEUSS rungsanstalt angegliedert werden soll. — Dieser Tage wurden hier die Holzhauerarbeiten ausgenommen. Es konnte allerdings nur eine Rotte zusammengestellt werden. Da 4000 Festmeter Holz eingeschlagen werden, ist beabsichtigt, Arbeiter aus dem Vogelsberg zu beschäftigen und sie in Autobussen zur Arbeitsstelle zu bringen und wieder ch L au\. er, 4. Dez. Am Sonntag, 5. Dezember, kann unser Mitbürger Johann Groß in voller körperlicher und geistiger Frische fein 7 4. L e» bensjahr vollenden. Seit dem Jahre 1903 vergeht Herr Groß in unserer Gemeinde das Amt des Totengräbers und Friedhofswärters.
O Lich, 2. Dez. An der Gedächtnisfeier des A li c e f r a u e n oe r e i n s Gießen für dis verewigte Vorsitzende des Landesvereins, Großherzogin Eleonore von Hessen, und die entschlafene Landesleiterin des Bereitschaftsdienftes, Erbgroß- herzoain Cecilie von Hessen, nahmen u. a. auch 40 Mitglieder und Samariterinnen unseres Alicefrauenvereins teil. Insbesondere waren die Fürsttnnen Reinhard und Carl zu Solms- H-hensolms-Lich, zwei Schwägerinnen der Großherzogin, und die gerade zu Besuch hier weilende JBdronin Ledebour, eine Schwester der Großherzogin, ebenfalls bei der Trauerfeier anwesend. Alle Teilnehmerinnen kehrten aufs tiefste ergriffen von der würdigen und eindrucksvollen Feier und fest entschlossen im Geist der Heimgegangenen im Dienst des Roten Kreuzes weiterzuarbeiten, nach Haufe
Die letzte Abendveranstaltung aus Anlaß der Leistungsschau der Volksschulen des Kreises war dem Gedanken der Erziehung zum Wehrwillen gewidmet. Zu diesem Abend waren vor allem Offi- ziere des Standortes Gießen erschienen. Im Mittelpunkt der wieder von gemeinsamen Gesängen, die die Jungen der Goetheschule unter Leitung von Lehrer Müller vortrugen und diesmal auch von turnerischen Darbietungen der Schüler unter der Führung von Turnlehrer Mohr verschöllen Der- anftaltung stand ein Vortrag von Rektor Siegfried über „Wehrgedanke und Schule."
Er stellte seinen Ausführungen die Worte des Generalfeldmarschalls v. Blomberg: „Die Wehrmacht schützt das deutsche Volk und seinen Lebens- raum", voraus und begrüßte den unbedingten Schutz der hohen Güter der Natton als oberstes Wehr- gesetz. Die Voraussetzungen dafür sind eine wehrhafte Gesinnung des ganzen deutschen Volkes, die zu erreichen erste Ausgabe des Staates ist und schon mit der Erziehung in der Schule beginnt. Dem weltanschaulichen Grundgedanken der Volksgemeinschaft entspricht der politische Gedanke der Wehrgemeinschaft. Bei der Erziehung dazu fällt der Schule und den Erziehern ein Hauptanteil zu. Die Schule hat vor allem die innere Vorbereitung auf das Soldatentum, die geiftige und gefinnungs« mäßige Wehrhaftmachung zum Ziele. In seinen weiteren Ausführungen begründete der Redner die Wichtigkeit dieser Aufgabe. Die Erziehung zum wehrhaften Geist darf sich aber nicht nur auf Die männliche Jugend beschränken. Die Frau, als der seelische Mittelpunkt und Stützpunkt der Familie,
schützen.
Hoch einmal: „Tannenberg von der russischen Seite gesehen.^
Unserem gestrigen Bericht übet diesen Vortrag cm Donnerstagabend im großen Saale des Gesell- schgstsvereins, veranstaltet von der Ortsgruppe Gießen des Reichsverbandes Deutscher Offiziere und vom Gesellschaftsverein (Klub), ist als besonders interessant für unsere Stadt nachzutragen, daß an dieser großen Schlacht auch ein früherer Gießener Offizier an führender Stelle teilnahm. Generalmajor a. D. Rudolf Mohr machte darüber m feinem Schlußwort, das er als Vorsitzender der Ortsgruppe Gießen des RDO. nach dem Vortrag des ehemaligen russischen Generals Nos ko ff sprach, nähere Mitteilungen. Es handelt sich bei jenem alten Gießener Offizier um 6en General der Infanterie a. D. von Conta, der vor dem Kriege als Oberstleutnant in Gießen in Garnison stand und in der Schlacht von Tannenberg als Generalleutnant mit der von ihm geführten 1. Division allen wütenden Anstürmen russischer Truppen gegen feine Front siegreich standhielt, während von ihm gleichzeitig im Rücken seiner Front die Angriffe anderer russischer Kräfte abgewehrt wurden. Gene- ralmajor Mohr gedachte in seinem Schlußwort weiterhin des genialen Feldherrn Ludendor fs, dem sich gerade in diesen Tagen, da er schwer krank darniederliegt, die herzliche Gesinnung und die besten Wünsche unseres Volkes für baldige Ge-
Ein sehr reger Besuch der Leistungsschau der. Volksschulen war im Laufe des Donnerstages in der Pestalozzischule zu verzeichnen. Am NackMittag waren die Mitglieder der Fachschaften Höhere Schule und Berufsschule erschienen Ihnen schloß sich die Heeresfachschule an. Zunächst wurde wieder durch eine öffentliche Schulstunde im Rechnen und Deutschunterricht ein Einblick m die ®r3ie^n95’ Methode geboten. Anschließend sprach Kreisschulrat N e b e l i n g in der vollbesetzten Turnhalle über , Die Volksschule als Schule des Volkes." In einem Rückblick über die Entwickelung des Schulwesens zeigte er, wie in der Vorkriegszeit der Lehrer als Autorität vor der Klaffe stand und feine Schuler leitete, bis dann in der Nachkriegszeit eine sogenannte freiere Erziehungsmethode angewandt wurde, die darin bestand, daß die verschiedensten Typen ausprobiert wurden und alle Schäden und Schwächen in Erscheinung traten, die das System in M vereinigte. So vielfältig die Weltanschau- nngen der Lehrer und Eltern waren, so verschieden war auch die Erziehung. Erst durch den Nationalsozialismus wurde die Schule wieder so gerade ausgerichtet, wie es die nationalsozialistische Weltanschauung ist. Heute steht das vom Führer der Schule gestellte Proaramm als Forderung von Lehrern und Schülern. In längeren Ausführungen schilderte der Redner diese neuen Anforderungen und lenkte dabei auch die Aufmerksamkeit auf die größere Arbeit, die dadurch den Lehrern erwachsen ist. Er machte den Erwachsenen die Mühe verständlich, die ein Lehrer bei einer Klassenbesuchsziffer von 50 bis 60 Kindern aufzuwenden hat. Dabei führte er auch die vielen Einzelgebiete an, die neu hinzugekommen sind, damit die Schule ihre Aufgabe, den politischen Menschen zu formen, erfüllen kann.
Im Anschluß an feine Ausführungen überreichte Schulrat N e b e 1 i n g den Spendern der Geldmittel für den Erholungsaufenthalt bedürftiger Kinder im Schullandheim Kesselbach Anerkennungsurkunden. Dann wurden der Film von diesem Ferienaufenthalt und einige Unterrichtsfilme vorge- führt.
Taufende von Ratten kamen und fraßen auch das kleinste Krümchen auf. Was aber in Hameln die Ratten damals getan haben, das wird dem Jo rot, unserem wichtigsten Lebensmittel, heute noch oft durch Unverstand und Gleichgültigkeit angetan. Sv mancher kleine Schlingel wirft sein Schulbrot fort und denkt nicht daran, was er damit für em Unrecht tut. Nur eine kleine Schnitte Brot monatlich in jeder deutschen Familie vergeudet, würde bei den 17 Millionen Haushalten in Deutschland jährlich einen Verlust von acht Millionen Broten bedeuten.
In vielen deutschen Märchen und Sprichworten wird der bestraft, der Brot achtlos vergeudet, und manche Mutter hat ihr Kind dadurch Belehrt, daß sie ihm durch diese sinnvollen Erzählungen das Unrecht klargemacht hat, das darin liegt, ein so wertvolles Allgemeingut zu verschwenden.
* Gießen, 4. Dez. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg ! 1,57 Mark, seine Molkereibutter 1,52, Markenbutter ' 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 13, Klasse A 12%, Klasse B 12, ausländische, Klasse A 12, Wirsina, % kg 8 bis 12, Weißkraut 5 bis 6, Rotkraut 7 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 9, Karotten 8 bis 12, rote Rüben ß bis 10, Spinat 15 bis 20, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 20 bis 28, Feldsalat, Vio 10, Tomaten, % kg 15 bis 40, Zwiebeln 8 bis 9, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Kürbis 5 bis 6, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50kg 1. Sorte 3,45 Mark, 2. Sorte 3,25, 3. Sorte 3 Mark, Aepfel, % kg 10 bis 20 Pf., Birnen 10 bis 15, Nüsse 35 bis 50 Pf., Hähne 90 Pf. bis 1,10 Mark, Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Gänse 90 Pf. bis 1 Mark, Eyten 1 bis 1,10 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 10 bis 50, Endivien 8 bis 12, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pf.
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♦* Dienstjubiläum. Am 23. November waren es — wie uns verspätet mitgeteilt wird — 25 Jahre, daß das Gefolgschaftsmitglied Pfleger Georg Friedrich bei der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Gießen eingetreten ist. Der Betriebsführer Direktor Dr. Schneider beglückwünschte Den Jubilar zu seinem Ehrentag namens der ganzen Gefolgschaft und sprach ihm Dank und Anerkennung für seine treuen Dienste aus.
*♦ Das Städtische Wohlfahrtsamt ist bis auf weiteres an jedem Dienstag und Donnerstag für den Verkehr mit dem Publikum geschloffen.
** Die Bezahlung der Strom- und G a s g e l d e r betrifft eine Bekanntmachung der Direktion der Städtischen Werke Alle säumigen Zahler mögen diese Mitteilung sorgsam beachten.
muß frühzeitig mit den Gsdcmken der Wchrfreu- digkeit eines Volkes vertraut gemacht werden. Beide Geschlechter haben sich der Gemeinschaft der Nation zur Verfügung zu stellen. In der Bereitschaft, das Liebste zu opfern, liegt die Gröhe der Gesinnung der Frau. So hat die Schule bei den Mädchen ihre besonderen Aufgaben im Hinblick auf die Wehrerziehung.
Kreisschulrat Nebeling zeigte die Unterschiede in der Einstellung des Volkes zum Wehrgedanken im Wandel der Zeit auf und wies nach, wie der Lehrer der Systemzeit als Marxist, Pazifist und Kommunist oder Dolksfremder nicht in der Lage gewesen wäre, ein wehrpolitische Erziehung durchzuführen. Er sprach mit Anerkennung davon, daß gerade die Offiziere und Mannschaften des ruhmreichen alten Heeres die Tradition über diese Zeit hinweg bewahrt haben, bis der Führer das neue Volksheer geschaffen habe. Nun ist die Schule mit beauftragt, den Wehrwillen des Volkes zu wecken. Das geschieht nicht durch ein Lehrfach oder Spezialgebiet, sondern durch die ganze Ausrichtung des Kindes auf die Bedeutung der Wehrmacht des Volkes. An den Beispielen der ruhmreichen deutschen Vergangenheit zeigte Schulrat N e v e l i n g , wie der deutsche Soldat überall in Ansehen steht. Von diesem Stolz auf den deutschen Soldaten muß nicht nur die Jugend, sondern das ganze Volk erfüllt werden, damit in dem Reiche Adolf Hitlers, neben dem Arbeiter und dem Bauern, auch der Soldat feinen Platz ausfüllt. Anschließend an die Vorträge fand sich Gelegenheit zur Besichtigung der I Ausstellung, die am Sonntagabend geschlossen wirb.
falsche Vorstellungen über unsere Vorfahren. Er gab einen Einblick in die hohe Kultur, die den Germanen tatsächlich zu eigen war. Der Vortrag wurde mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Ehrenführer Böhmer schilderte in unterhaltsamer Weise seinen Erholungsaufenthalt im Kyffhäuserheim Edenkoben. Bei guter Musik, Gesang und Tanz vergingen die Stunden allzu rasch.
oo Alt en-Buseck, 2. Dez. Die NSDAP, hatte zu einem VDA. - Werbeabend in den festlich geschmückten Saal von Rühl eingeladen. Nach der Begrüßung durch Ortsgruppenleiter und Bürgermeister Kahl folgten zwei Gedichtvorträge. Redner des Abends war Studienrat Seydold (Gießen), der über die Verteilung unseres Volks- tums in der Welt sprach und die vorbildlichen kulturellen Leistungen der Ausländsdeutschen und ihren schweren Kampf um ihre Behauptung als Deutsche schilderte. Er forderte dazu auf, den Kampf dieser Volksgenossen mit allen Straften zu unter-


