Einzelbild herunterladen

*

vV'l v

MM

z "'>> 'dEMDD

«L.'.,'< >;>/

V *

' '-

*

< *» I r H RO>*:

MW-'--

'- ' M- ' - -" >-y

;z'v/;; -'

W

<

- MM8M

hinüberzufahren".

Zi.

in

big wiedergegeben sind.

Die Novelle ist von

Schicksale militärische,- Erfindungen.

Es ist ebenso aufschlußreich wie reizvoll, sich ein­mal zu vergegenwärtigen, wie man sich vor dem Weltkrieg einen künftigen Waffengang vorstellte und die praktische Brauchbarkeit neuer Erfindungen beurteilte. Wenn es auch gewiß nicht einfach ist, die Bedeutung einer neuen Erfindung für den Fall eines Krieges richtig einzuschätzen, so darf man heute doch etwas erstaunt sein, welche Beachtung man in den 80er Jahren einer französischen Er­findung schenkte, die als S i r e n e n g r a n a te be­zeichnet wurde und nicht nur wie jede Granate wirken, sondern dazu noch durch ihr starkes Heulen während des Fluges die Pferde der Artillerie und Kavalerie scheu machen sollte. Um dieses geräusch­volle Geschoß ist es bald recht still geworden.

Später wandte sich die Aufmerksamkeit der Fach­leute den wiederholten Versuchen zu, einen brauch­baren Panzerschutz für den Infanteristen zu finden. Auch hier wurden Vorschläge gemacht und Erfin­dungen erprobt, die offenbar von Theoretikern aus­gingen, wie z. B. die Anregung, die Truppen mit einem zwei Meter breiten und ein Meter hohen S t a h l s ch i l d auszustatten, wobei eine Anzahl Schildträger die Spitze marschierender Kolonnen schützen und hundert Schilde genügen sollten, Front und Flanken eines Bataillons gegen Gewehrkugeln zu decken. Häufig find die Nachrichten in den mili­tärischen Fachzeitschriften jener Jahre über kugel­sichere Brustpanzer, mit denen sogar noch im Welt­kriege auf deutscher wie französischer Seite Versuche angestellt wurden, die erneut zeigten, daß ein schuß­sicherer Panzer den Infanteristen viel zu unbeweg­lich macht.

Stärkere Beachtung verdient der Versuch, trans­portable kleine Panzertürme, die Raum für zwei Mann und ein Geschütz boten, zur Verteidi­gung wichtiger Punkte zu verwenden. Von diesem durch ein Pferd fortbewegten Panzerturm war der Schritt zu einem gepanzerten Kampfwagen mit selbsttätigem Antrieb nicht weit.

Das Panzerautomobil besaß nur bedingten mili­

Erwin Wittstock und eine vergnügliche Plauderei über die häusliche Wetterwarte von Werner Bergen- gruen. Der Modeteil bringt Abendkleider und Schmuck, verschiedenfarbige Ensembles, Schotten­stoffe für neue Wintermäntel, Skiblusen und Zu­behör für den Wintersport.

tärischen Wert, da es an feste Straßen gebunden war. Dieser schwerwiegende Nachteil konnte durch die Erfindung des österreichisch-ungarischen Ober­leutnants B u r st y n ausgeglichen werden, der einen Wagen konstruierte, der sich mit Hilfe eines endlosen Bandes, das um die Räder gelegt war, auch abseits der Straße im Gelände bewegen konnte. Dieses von seinem ErfinderM o t o r g e - schütz" genannte Kraftfahrzeug, dessen Einführung er 1911 vergeblich vorschlug, stellte also den ersten Kampfwagen dar und wurde von den Alliierten im Weltkrieg als Tank mit großem Erfolg eingesetzt.

Burstyns Erfindung hatte die Entwicklung des Kampfwagens, wie sie im Weltkrieg erfolgt ist, zum großen Teil schon oorweggenommen, denn sein Fahrzeug war schneller und kleiner als die Tanks unserer Gegner und besaß sogar schon eine Vor­richtung zur Umstellung vom Räderantrieb zum Antrieb ajuf Ketten. Das Schicksal Burstyns, der hier eine Erfindung anbot, die im Weltkrieg den Mittelmächten unschätzbare Vorteile geboten hätte, hat größte Aehnlichkeit mit dem Fultons, der Napoleon seine neue Erfindung, das Dampfschiff, zur militärischen Verwendung gegen England oor- schlug. Auch dieser Erfinder stieß auf Verständnis­losigkeit, die der Kaiser nach der Unterredung mit ihm im Gespräch zu seiner Umgebung in den Worten ausgedrückt haben soll:Der Mann schlägt mir vor, mit geheizten Kochtöpfen nach England

die Mutter, das gehl nicht. Wir haben ja auch Fixi zum Aufpassen, da brauchen wir keinen Mann. Ich werde ihn Frauke schenken, sie kann ihn mit ihrer Eva verheiraten, entschied sie ohne Be­dauern.

So ist sie nun damit beschäftigt, Frauke, ihrer Schwester, bei der Gründung einer Familie behilf­lich zu sein. Sie selbst will sich vorläufig nicht ver­größern.

3eiffd)riften.

Ist der Regisseur überflüssig? oder ist er mehr als der Schauspieler Verwirklichen der Handlung, der Grundfarbe und Tonart des Stückes bestimmt? Diese Frage stellt,die neue l i n i e" (Verlag Otto Beyer, Leipzig), in ihrem November-Heft zur Diskussion. Sie zeigt zu Beginn der Theater-Saison den tänzerischen Nachwuchs und bringt dazu einen Aufsatz von Harald Kreutz­berg. Vier Photographen machten Aufnahmen von drei bekannten Schauspielerinnen (Marianne Hoppe, Maria Bard, Gisela von Collande). Der Landschaftsaufsatz wurde von einem Maler geschrie­ben, dessen prachtvolle Temperabilder der Rhön far-

umschriebene Funktion zu erfüllen hat, es sei denn, daß er die Herde zusammenhalte, und das tut er auch getreulich, wenn Daidai jammert: Lotti ist weg, Fixi such! dann findet der kleine, weiße Plüschhund Lotti so prompt wieder, als habe er eine lebende Nase. Aber die anderen haben alle einen richtigen Beruf, darauf hält Daidai sehr. Ella ist Kinderverpflegerm, Hans (Negerknabe) ist Schornsteinfeger, Renny (mit rosa Ballettröckchen) natürlich Tänzerin, Lotti kocht, Brigitti nähmaschie- tet Was tut sie? nähmaschietet, Brüdie (Tiro­ler Bua) ist Straßensänger ja.

Zeitweise, das war im Sommer, gehörte noch ein gewissesFederli" zur Familie, ein körperloses Seelchen, das immer mit einem Fäbchen angebun­den werden mußte, damit es kein Luftzug ent­führte. Es war eine zarte, weiße Flaumfeder, nicht mehr und nicht weniger, aber es wurde behandelt, als habe es sich schon in etwas Menschenähnlichem materialisiert. Es bekam zu essen und zu trinken und wurde schlafen gelegt. Wohin mag es wohl ent­schwebt sein?

Familie Loring o wäre es bei anderen eben­so; ist am liebsten unter sich. Mutti, gehst du hier bald raus? kann daidai ebenso höflich wie dringend fragen und hat bereits alles um sich auf­gebaut. Die Tür ist noch nicht zugeklappt, da geht es schon los mit Reden, Zanken, Koseworten: Ihr schrecklichen Kinder! Renny, du hast deine Haar­schleife wieder verloren! Lotti, kannst du denn nicht endlich stillsitzen, deine Beine sind schon sowieso ganz wacklig. Komm, mein Liebchen mit dem wei­chen Puschelköpfchen, ich singe dir ein Liedchen! Und sie singt mit ganz leiser, süßer Stimme, das ist ein eigenes Lied für Familie Lorina, für die artigen Kinder der Familie, einJuxlied", wie sie es verlegen nennt, sie wollte den Text lange nicht verraten. Er lautet:

Auf dem goldnen Fliederbusch sitzen meine Lieder.

Klingen sie nicht Gold und Silber? Ich und Liebchen sitzen da, wer hierherkommt, freut sich ja.

Familie Loring mit den achtzehn Kindern.

Von Anke Ehlers.

Es wäre verlorene Liebesmüh, dieser Familie auf den Meldeämtern nachzuforschen, sie ist nirgends auf der ganzen Welt eingetragen, nur Wenigen ist ihr Dasein bekannt, und doch führt sie bei der Kinderzahl! ein höchst intensives Leben. Eine andere Merkwürdigkeit, um das gleich vorauszu- jchicken: Diese fruchtbare Familie hat zwar ein mütterliches, aber kein männliches Oberhaupt, nicht als ob ihr Erzeuger irgendwann mal durch Krank­heit ober Unglücksfall dem Schoß der Familie ent­rissen worden sei ober gar aus Verantwortungs­losigkeit sich ihr entzogen habe, nein er existiert einfach nicht, unb biefe biologische Unmöglichkeit fällt nicht einmal weiter auf.

Nun es finb Puppen, um bie es sich bei biefer Familie hanbelt, und Daidai oder Irma, wie sie eigentlich heißt, ist ihre Begründerin. Die den Na­men für das Geschlecht der Lorings hergab, die Ahnfrau sozusagen, ist freilich eine andere Sie ahnt von ihrer Rolle nicht das Germgste und laßt es sich nicht träumen, daß ihr Bildnis auf Gold­grund abgezogen unb alsgilmierie ber Packung einer bekannten Zigarettenmarke beigelegt, - baß also ihr lächelnbes Filmgesicht sie murbig erscheinen ließ, einer zwanzigköpfigen Familie ihren Namen zu geben. Zwanzigköpfig, denn außer ^er Mutter unb ben achtzehn Kinbern gehört auch noch

Mai? muß nun nicht aus biefer F'^p^nschaft schließen, daß die Puppen-Lonngs eine äußerlich sehr großartige Familie seien Ach, es sind alles nur 'winzige, billige Zelluloidpuppchen, davon nur ein paar mitechtem" Haar, und das Größte, also dl Mutter, ist nicht viel größer als Daibals Hand Denn nur bie Kleinsten, bie sich sonst so leicht ier fieren ober übersehen werben, hat sie vorsorglich in ihrer Familie zusammengeschlossen Die Großen, meint sie, verwahren sich schon von selbst aus ihrem Stühlchen unb im Puppenwagen. Manchmal nimmt sie wohl pflichtgemäß bie Parabe über sie ab, aber leben leben mag sie nur mit Familie Loring

Gs ist für einen Fremben keine Kleinigkeit, sich durch bie Gesellschaft hinburchzufinden. Daibai na­türlich kann es mühelos. Sie rattert, ohne zu stocken, der Reihe nach alle Namen ab: Lotti, Hans, Renny, Brübi Fixi heißt ber Hunb. Er ift ber einzige dieser 'buntgemischten Schar, ber feine genau

Ja, wirklich, wer hätte solch steinernes Herz ber Brust, sich ba nicht mitzufreuen baß Familie Loring auf biefe Weise in den Bestand deutscher Lyrik eingegangen ist.

Uebrigens ließ es eine alte Tante nicht ruhen, der Familie doch noch einen Vater, ein richtiges Oberhaupt in Gestalt eines blaubehosten Matrosen zu schenken. Daidai sah ihn wenig glücklich an:Er ist viel zu groß für Lorings, doppelt so groß wie

Rr.258 Drittes Blatt

Donnerstag, 4. November

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Huberiusiag Hubertusjagd

(Aufnahme: Neuer, Gießener Anzeiger.)

(Aufnahmen [3]: Neuner, Gießener Anzeiger.)

Rekrlfien unterwegs in die Kasernen.

heim und A tz b a ch zu, dann führte bie Strecke in weitem Knick nach Dutenhofen. Die Strecke war 5,3 Kilometer lang unb stellte an Pferbe unb Reiter erhebliche Anforberungen. 16 Hinbernisse waren zu nehmen, vor allem eine Anzahl von breiten unb tiefen Gräben, bie auf 100 Meter Länge markiert waren. In ber Nähe bes Zieles, auf ben letzten 400 Meter, waren außerbem noch vier künstliche Hinbernisse zum Springen aufgebaut. In schöner Geschlossenheit brachte ber größte Teil ber Reiterinnen unb Reiter bie Strecke hinter sich.

Nach kurzer Ruhepause für Pferb unb Reiter würbe in einem Felb von je 600 Meter Seitenlänge bie Fuchsjagb geritten. Oberleutnant Grisar (III. AR 9) alsFuchs" sprengte mit kurzer Vor­gabe bem Felb voraus. Er stellte seine Verfolger vor eine harte Aufgabe. Lange Zeit jagte bas starke Felb hinter ihm her, unb in einem fintenreichen

Bilb oben: Es war ein prächtiger Anblick, als bie vielen Reiter in tabel- loser Drbnung bie Lahn­brücke bei Heuchelheim passierten. Brücke unb Reiter boten sich vor der herbstlichen Landschaft wie ein reizvolles Ornament bar.

Neben st ehenb (oben): Die Spitze des ersten Feldes (Offiziere unb Gäste) nimmt kurz vor bem Ziel eines ber künst­lichen Hinbernisse. Dabei war zu beobachten, welche ausgezeichnete Schulung bas Pferbematerial er­fahren hat. Keines ber Tiere verweigerte bie Hinbernisse.

Darunter: General­leutnant O ß w a l b , ber Jagbherr ber Hubertus­jagd, verteilt bie Brüche. Soeben erhielt Oberst­leutnant Döring, ber Organisator ber Jagb (im Vorbergrunb rechts), bas banbgefchmückte Tannen­reis.

Ritt wußte sich berFuchs" auf seinem ausgezeich­neten Pferb immer roieber feinen Verfolgern zu entziehen. Schließlich gelang es Major Kau - mann benFuchs zu stellen unb ihm ben Fuchs­schwanz zu entreißen. DasHalali" bes Jagbherrn beschloß bie fesselnbe Jagb. Die nach vielen Hun- berten zählenben Zuschauer verfolgten bie Ereig­nisse mit großer Aufmerksamkeit. Für sie war mit großem Geschick ein Platz ausgesucht worben, ber einen Ueberblicf fast über bie ganze Strecke unb über bas Felb für bie Fuchsjagben gestattete.

Balb nach bem Felb ber Offiziere unb Gäste gingen auch bie Unteroffiziere unb Mannschaften an ben Ablauf Ein Felb stellte bie Infanterie, bas anbere bie Artillerie. Auch biefe beiben Felber brach­ten ben schwierigen Parcours schneibig hinter sich, unb nicht weniger aufmerksam folgten bie Zu­schauer bem Ritt über bie Strecke unb ben Fuchs­jagben. Diese Fuchsjagben fanben aber rascher ihren Abschluß, als bie bes ersten Felbes. Die Füchse" waren sehr schnell bas Opfer ber Verfol­ger. Dberfelbroebel Heinz ritt für bas Felb ber Infanterie alsFuchs". Der Fuchsschwanz mürbe ihm von Unteroffizier Wenzel (ber aufOlean- ber", bem Pferbe von Generalleutnant Oßwalb, ritt), entrissen. Für bas Felb ber Artillerie war Wachtmeister K a n o p k a berFuchs".Er würbe von Oberwachtmeister Roos gestellt. Oberstleut­nant Döring gratulierte ihm um so herzlicher zum Erfolg, als Roos am gestrigen Tage Ge­burtstag feiern konnte.

Prächtig schien bie Sonne, als bie Jagb mit ber Verteilung ber Brüche ihren Abschluß fanb. Zu­nächst tauschten ber Jagbherr, Generalleutnant Oßwalb, unb Oberst Zehler (Kommanbeur bes- AR. 9) bie Brüche. Dann bebachte ber Jagb­herr bie Reiterinnen mit bem banbgeschmückten

Gestern zogen wir berichteten bereits her­über roieber Rekruten in unsere Stabt ein. Aus allen Richtungen kamen sie an unb in mehr ober weniger starken Trupps begaben sie sich in bie Kasernen. Zum Teil wür­ben sie von Unteroffizie­ren am Bahnhof abge­holt unb in geschlossener Marschkolonne in bie Ka­sernen geführt. Auch heute werben noch viele Rekruten ankommen.

Die gestrige Hubertus- ---------

lagd ber Wehrmacht bes Stanborts Gießen fanb ihren Auftakt mit bem Jagdfrühstück im prächtig geschmückten Stabs-Stall der II1. Abt. A. - Rgt. 9.

Ein kräftiges Eintopfessen stärkte vorbereitend für die Jagd.

^ach dem Hornsignal Wohlauf Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd" verließ die stattliche Ka­valkade der Reiter (Sol­daten und Gäste von ber Reiter-SA. unb vom Gie­ßener Reiterverein) um 13 Uhr bie Artilleriekaserne unter Voranritt bes Trompeterkorps bes Art.-Regts. 9, bas für Siefen -tag nach Gießen beorbert war. Der schöne mili­tärische Aufzug lockte viele Volksgenossen an bie Straßen, bie bie Reiter auf ihrem Wege burch bie Stadt nach Klein-Linden unb zum Platz bes Stell­dicheins passierten. In schlankem Trab ging es von Klein-Linben aus über bie Wiesen zur Heuchel­heimer Brücke

Der Kommanbeur unserer Artillerie-Abteilung, Oberstleutnant Döring, in besten Hänben bie Organisation lag (bie Ausrichtung ber Jagb hatte die III. Abteilung Art.-Regt. 9 übernommen), gab zunächst eine kurze Schilderung bes Parcours. Dann würbe aufgesessen. Auf bas Zeichen bes Jagbherrn, Generalleutnant Oßwalb, preschte bas erste Reiterfelb ber Offiziere unb ber Gäste los. Zunächst ging es in Richtung nach Heuchel-

Tannenzweig, überreichte bie Brüche an bie Kom- manbeure Oberst Herrlein unb Oberstleutnant Döring, unb schließlich erhielten alle Reiter bas grüne Tannenreis. Insgesamt nahmen 185 Reiter an ber Jagb teil.

Nach kurzer Rast bas Trompeterkorps ber Artillerie liefe währenbbesten gute Musik hören brach man auf, um nach ber Stabt zurückzureiten. Die Jagb nahm bank ber ausgezeichneten Vor­bereitung einen glatten Verlauf Allen Teilnehmern wirb sie zu einem schönen Erlebnis geworben sein.

\ Allabendlich mit Nivea-Creme , die Haut geschmeidig machen. Dann trotzt sie Wind und Wet-

scheinung in ben Straßen, bie bie Menschen Ver­kehr nennen. Aber bafür hat er ja seine Herrin. Unb bie Herrin hielt sich an bie Weisungen unb wartete also, bis ber Fahrbamm zum Passieren frei fein würbe.

So weit war alles in schönster Drbnung. Jn- bessen schien bas Warten ben Tatenbrang Fiffis nicht zu befriebigen. Schließlich ist ja eine junge Hunbeseele auch nicht auf weise unb abgeklärte Ruhe eingestellt. Weshalb es Fiffi unterhaltsamer fanb, ben Fahrbamm zu betreten unb bort nach Hunbeart zu luftroanbeln Er konnte es tun, weil er nicht bie lästige Leine spürte. Selbstverstänblich hätte er es nicht tun bürfen. Aber was kann jemand gegen sein Schicksal?

Das Schicksal nahte in Gestalt eines Kraftwagens, ber fast lautlos bie Straße entlangfuhr. In biefem Augenblick hatte bie Hunbebesitzerin Fiffis Ver- schwinben unb zugleich bas brohenbe Verhängnis bemerkt. Einen Schrei ausstoßen unb auf bie Fahr­bahn springen, war bas Werk einer einzigen Se-

Aus ber Stabt Gießen.

Sprung auf die Fahrbahn.

Fiffi ist ein sympathischer junger Hunb. Er ge­hört zur Raste ber Schäferhunbe, aber bas tut hier wenig zur Sache. Wichtiger ist schon, baß Fiffi einer Dame gehört. Einer Dame, bie Fiffi mit Gunstbezeugungen gerabezu überschüttet.

Dieser Tage erschien Fiffi mit seiner Herrin ver­gnügt unb fchweiswebelnb an einer stark befahre­nen Straßenecke, wo ber Verkehrsposten seine Wei­sungen gab. Fiffi ist in jeber Hinsicht unerfahren unb keineswegs vertraut mit jener branbenben Er-

; ßegenspMde fairf M