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Oie Jagd im November.

Heut möcht' ich suchen, morgen treiben, und übermorgen winkt der Vogelherd!

O möcht' es Herbst im ganzen Jahre bleiben, das wär es, was mein Herz begehrt!"

Wo noch das Rotwild seine Fährte zieht, kommen die Wildjagden, die den Abschuß von Kahl­wild und Kälbern zum Ziele haben, jetzt zu ihrem Recht. Denn erhebliche Abscküsse sind vielfach zu erfüllen, die Zeit verlangen. Auch das Damwild soll in seinen Beständen aus Gründen der Landes­kultur erheblich heruntergesetzt werden. Da beißt es für den Jäger, die Zeit zu nutzen. In unseren oberhessischen Revieren steht allerdings der Abschuß weiblichen Rehwildes im Vordergründe, nach­dem die Schußzeit des Bockes zu Ende gegangen ist. Solange der Wald noch grün oder laubbehangen ist und solange der Bauer bei der Ernte der Hack­früchte oder bei der Herbstbestellung bis in die Abenddämmerung auf dem Felde ist, stößt der Ab­schuß immer auf gewisse Schwierigkeiten. Um so besser wird es nach dem Blattfall, wenn die ersten kalten Nächte alles Gold von den Bäumen ge­schüttelt und gerüttelt haben. Die Zelten sind vor­bei wo der Abschuß weiblichen Wildes als minderes Weidwerk galt, das man am liebsten anderen über­ließ. Heute ist der Jagdherr nicht nur für die Er­füllung des Abschusses verantwortlich, sondern dem richtigen Abschuß des weiblichen Wildes kommt eine so ausschlaggebende Bedeutung hinsichtlich der Ver­besserung unserer Wildbestände zu, daß der ver­antwortungsbewußte Jagdherr ihm seine vollste Aufmerksamkeit schenken muß und nur zuverlässige und erfahrene Jäger zu seiner Unterstützung heran­ziehen wird.

Dem Schwarzwild nachzustellen, wo urrd wie es möglich ist, wurde den hessischen Jägern zur Pflicht gemacht.

Und nun ist auch -ie Zeit gekommen, wo unser wichtigstes Wild wieder zur Geltung kommt: der Hase. Erhebliche Wildbretmengen sind es, die er alljährlich der Volksernährung liefert, ein ebenso wertvoller Rohstoff ist sein Balg. Nun naht die Zeit, wo beides vollwertig wird, Wildbret und Balg, und damit ist die rechte Zeit zur Jagd gekommen. Im November gilt das Jagen dem Waldhasen, später kommt der Feldhase daran. Der großen Be­deutung Mümmelmanns muß aber auch seine Be- jagung gerecht werden. Nur dann kann eine Hasen­jagd nachhaltig bejagt werden, d. h. alljährlich eine gute Strecke liefern, wenn sie am Ende der Jagd­zeit einen entsprechenden Besatz behält. Man kennt zur Genüge das auch heute noch nicht vollkommen verschwundene Bild der Hasensuche ohne Ende, bis der letzte Hase, den man erwischen konnte, im Ruck­sack verschwunden ist. SolcheJäger" gehören an den Pranger! Der Weg dorthin ist heute ja viel leichter zu finden wie früher. Sie schädigen alle Nachbarreoiere aus bloßem Eigennutz. Die jederzeit zu belegenden Erfahrungen solcher Reviere, die auch in schlechten Hasenjahren noch zufriedenstellende Strecken bringen, beweisen, daß die wirtschaftlichste und zugleich weidmännischste Jagdart die einmalige Treibjagd ist, bei der nach Möglichkeit noch der eine oder andere Revierteil alsSchonreoier" liegen bleibt. Für Küchenhasen gibt es immer noch abge­legene Reoierteile, die sich zum Treiben nicht eignen und hierbei ausgefpart werden. Wir versuchen auf allen Gebieten die Eigenerzeugung zu steigern. Den wenigsten Jägern ist es bekannt, daß unsere Strecke von fast 3 Millionen Hasen nicht ausreichte, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden und daß ausländische Hasen in großer Zahl eingesührt wurden. Um so eher muß jeder pflichtbewußte Jäger danach streben, sein Teil zu der Steigerung der Strecke bei gleichzeitiger Bestandserhaltung bei­zutragen.

Betonten wir eben schon den Wert des Hasen­balges als Rohstoff, so kommt dem roten Rock des Fuchses die gleiche Bedeutung zu. Was wäre eine Waldjagd ohne den roten Schelm? Nun

kommt die Zeit, wo sein Balg weißledrig und höchstwertig wird. Damit aber wird seine Jagd nicht nur interessant und immer wieder reizvoll für den Jäger, sondern auch eindringlich für die Jagd­kasse. Der Fuchsfang hat durch das Verbot des Tellereisens eine erhebliche Beeinträchtigung er­fahren. Um so nötiger ist die Bejahung des roten Freibeuters, der nicht nur ein hervorragender Mäusejäger, sondern gelegentlich auch em gerissener Geflügelräuber ist. Drum müssen Drück- und Treib­jagd, Sprengen und Graben mithelfen, seinen Balg auf das Spannbrett zu bringen.

Auch zum Graben des Dachses, dessen Schwarte jetzt am besten ist, ruft die Zeit.

Die Jagd auf diese Räuber aber ist auch nötig wegen der Niederjagd selbst. Die Jagd auf das Rebhuhn geht noch weiter, der Fasanen- abschuß ist in vollem Gange. Dabei wissen wir aus Erfahrung, daß die Niederwildbestände immer weiter zurückgehen, wenn wir ihnen nicht Hege und Pflege angedeihen lassen. Die schwerste Zeit für unser Federwild aber, der Winter, naht heran. Unsere beiden Wildhühner gerade verdienen in die­ser Zeit unseren besonderen Schutz. Denn wenn wir einerseits zu große Schalenwildbestände her­untersetzen sollen, wo volkswirtschaftliche Erwägun­gen dazu zwingen, muß umgekehrt aus gleichen Gründen eine zahlenmäßige Hebung der Wildarten eintreten, die für Land- und Forstwirtschaft eher förderlich als schädlich sind. Die zu gehenden Wege aber sind kurz zusammengefaßt: Rücksichtsloser Kampf gegen alles Raubzeug (Hund, Katze, Wiesel, Krähe und Elster), Regelung des Raubwildbestan­des (Fuchs und Dachs) nach den jeweiligen Revier- verhältnissen, Kurzhalten von Habicht, Sperber und Bussard, Kampf dem Wild- und Eierdieb, Schaf­fung von Deckung in Form von Hecken und Re­misen aller Art und schließlich ausreichende Winter­fütterung, die jetzt bereits einsetzen muß, auch wenn Schnee und Eis vielleicht erst im Dezember oder Januar kommen sollten. Denn es kommt darauf an, daß die Futterplätze bekannt sind! Wo dann noch eine vernünftige Bejagung hinzukommt, wird der Erfolg nicht ausbleiben: wertvolles, auch gut be­zahltes Wildbret und viel jagdliche Freude!

In diesem Jahre wird die deutsche Jägerschaft den Hubertustag in anderem Rahmen begehen als sonst. Denn dieses Mal werden die Weidmänner der ganzen Welt bei ihr zu Gast fein. Am 3. No­vember wird der Reichsjägermeister in Berlin die größte jagdliche Schau aller Zeiten, das Olympia der Jäger, wie er es nannte, dieInternationale Jagdausstellung" eröffnen. Groß ist das Interesse der Jäger aller Kulturländer, groß die Zahl der Trophäen, die sie geschickt haben, gewaltig der Ein­druck ihrer Wucht. Neben ihnen aber, die man z. T. schon früher auf großen Ausstellungen sah, wird die deutsche Jägerschaft stehen und deutsches Weid­werk zeigen in allen seinen Zweigen, nicht als ein Gebiet, auf dem es gilt Rekorde zu brechen, son­dern als ein Gebiet, wo Wild'hege und Wildpflege zusammenfließen mit der Freude an der starken Trophäe, wo der Jäger zugleich der Schützer seines Wildes ist, wo er zum Freunde der Natur und ihrem Betreuer wird, wo die Tradition der Väter noch gilt und altes Brauchtum gepflegt wird, kurz alles das zum Ausdruck kommt, was wir zusam­menfassen unter dem BegriffPeutsches Weid­werk", einzig in seiner Art auf der Erde und weiten Kreisen fremdländischer Jäger unverständlich. Dort­hin aber soll der deutsche Jäger kommen und sehen und schauen, was den meisten sonst verschlossen bleibt. Es wird eine Fülle von Eindrücken sein, die auf ihn einstürmt, die er mit sich nehmen soll nach Hause in sein Revier, um dort das in die Tat umzusetzen, was ihm in dem ihm gesteckten Rah­men möglich ist. Dann aber wird die Ausstellung mit ihrer nicht vorstellbaren Aufwendung an Ar­beit und Mühe unserer besten Jäger erst ihr wah­res Ziel erreichen, wenn sie befruchtend sich aus­wirkt auch im kleinsten Jagdrevier. Hubertus.

SJlXfpOTt

Schmelinq-Foord stark gefragt.

Bereits jetzt sind dreiviertel der gesamten Ein­trittskarten für den Schwergewichts-Boxkampf zwi­schen unserem Meister aller Klassen, Max Schme- I i n g, und dem Südafrikaner und früheren Em­pire-Meister, Ben F o o r d, am 30. Januar in der Hamburger Hanseatenhalle vergeben. Vor allem aus dem Auslande ist die Nachfrage überraschend stark, so daß die insgesamt zur Verfügung stehen­den 21500 Karten sicherlich schon bald vergriffen werden.

\ Fußball der (Sauliga Hessen.

Es'.ist leicht möglich, daß Hessen Hersfeld am Säpntag bei H a n a u 9 3 die führende Stellung einbüßk. Was dem Neuling Sport Kassel sogar in Hersfeld gelang, sollte den 93ern zu Hause keine Unmöglichkeit sein. Bisher haben sich die Mannen um Sonnrein allerdings noch nicht zu einem Sieg aufschwingen können. Der Lokalkamps zwischen Spielverein Kassel und SC. 0 3 Kassel verspricht ein Ereignis zu werden, denn der Spiel­verein hat noch nicht die Schlagkraft der vorigen Spielzeit erlangt und dem SC. 03 geht die Lei­tungskurve deutlich nach oben. Man darf gespannt ein, wer das bessere Ende behält. Sehr wichtig ür die Gestaltung der Spitzengruppe ist auch der Kampf zwischen Borussia Fulda und K e w a Wachenbuchen. Wir erwarten die Borussen in Front, würden aber einen Punktgewinn des Gastes keineswegs als eine Ueberraschung ansehen. Der VfB. Groß-Auheim hat am Sonntag Gelegen­heit, sich wieder etwas zuerholen", wir trauen jedenfalls Germania Fulda in Auheim keinen Erfolg zu.

Fußball-Ergebnisse der Kreisklassen.

Wißmar Daubringen 1:1.

Die beiden Mannschaften trafen sich zum fälligen Derbandsspiel. In scharfem Tempo wurde losae- legt, und beide Tore kamen abwechselnd in Gefahr. Die Hintermannschaften wehrten aber aufopfernd ab. Mitte der ersten Spiethälfte konnte der Mittel­stürmer von Daubringen den ersten und einzigen Treffer für seine Mannschaft erzielen. Nach der Pause Wißmar hatte umgestellt wurden die Gastgeber leicht überlegen, kamen immer wieder vor des Gegners Tor, aber der Torhüter verhin­derte zunächst jeden Erfolg. Erst bei einem Durch­bruch, kurz vor Schluß des Schieles, konnte Wiß­mar den Ausgleich erzielen. Was die Wißmarer durch den eigenen Platz an Vorteil hatten, glichen die Gäste durch Eifer aus.

AL. Saasen Arbeilerlager Winnerod.

Saasens 1. Juaend empfing am Sonntag eine Mannschaft des Autobahnlagers I Winnerod zum Freundschaftsspiel. Nachdem die Platzelf am vor­letzten Sonntag mit drei Ersatzleuten gegen das Autobahnlager Oppenrod mit 4:3 siegen konnte, rechnete man auch hier mit einem Sieg'. Nach einem torreichen Treffen konnte Saasen mit 8:6 einen sicheren Sieg erringen, nachdem die Gäste bei Halb­zeit mit 4:2 führten. Mittelstürmer und Mittelläufer' waren Saasens beste Leute.

Großes Wettschießen in Leihgestern.

Die Kriegerkameradschaft Leihgestern veranstaltete am Sonntag auf dem Kleinkaliberschießstand ein Wettschießen um eine Plakette. Hierzu hatte sie die Nachbarkameradschaften Garbenteich, Hausen, Gro- ßen-Linden, Lang-Göns, Klein-Linden und Watzen­born-Steinberg eingeladen, die außer Garbenteich mit einer oder mehreren Mannschaften am Schießen teilnahmen. Geschossen wurde in Gruppen zu je 4 Mann in den drei Anschlagsarten stehen frei­händig, kniend und liegend freihändig je 5 Schuß. Das Schießen verlief reibungslos.

Das Ergebnis:

1. Leihgestern I 507 R.; 2. Leihgestern II 470 R.; 3. Watzenborn-Steinberg I 438 R.; 4. Klein-Linden 426 R.; 5. Lang-Göns 414 R.; 6. Großen-Linden I 411 R.; 7. Hausen 396 R.; 8. Großen-Linden II 336 R.: 9. Watzenborn-Steinberg II 332 R.

Die Plakette fiel somit der Kriegskameradschaft Leihgestern zu. Die erreichte Durchschnittszahl für den einzelnen Schutzen betrug 103 Ringe. Wilh Konrad Drücke! (Lang-Göns) errang die bronzene Ehrennadel mit 123 Ringen und Bürgermeister Schäfer ^Watzenborn-Steinberg) die silberne Ehrennadel mit 131 Ringen. Ferner erreichten die vorgeschriebene Ringzahl für den Erwerb der Ehren­nadel: Wilhelm Krämer (Leihgestern) 142, Wilhelm Jakobi (Leihgestern) 132, Otto Nern (Lana-Göns) 130, Karl Staubach (Leihgestern) 129, Heinrich Weber (Klein-Linden) 124 und Karl Dem II. (Leih­gestern) 120 Ringe. Die Genannten waren bereits im Besitze dieser Auszeichnung. Beim Schießen auf eine Ehrenscheibe erwies sich unter 33 Mitbewerbern Kamerad Wilhelm Jakobi (Leihgestern) als bester Schütze.

Kurze <^>porinoiizen.

Die letzten Fußball-Länderspiele 19 37 bringen in den kommenden Wochen wieder eine Reihe von Begegnungen zur Weltmeisterschaft: u. a. spielt Deutschland am 21. November in Ham­burg gegen Schweden.

OaS Hohelied der weißen Kunst."

Der Skisport gewinnt immer mehr Freunde. Im­mer mehr wird dieser herrliche Sport zum Volks­sport. Wie viele Volksgenossen sich dem Skisport verbunden fühlen, war gestern abend wieder ein­mal bei der Skifilmoorsührung, die das Institut für Leibesübungen unserer Universität und der Skiklub Gießen veranstalteten, zu sehen. Die Neue Aula war fast bis auf den letzten Platz besetzt.

Der Leiter des Instituts für Leibesübungen. Dr. König, hieß die zahlreichen Teilnehmer /willkom­men. Er sprach von jenem Wandertrieb, der den deutschen Menschen, insbesondere die deutsche Ju­gend immer wieder hinaustreibe in die heimatliche Natur und in die Berge. Er sprach davon, wie dieser Wunsch von dem großartigen Jugendher­bergswerk unterstützt werde und wie dadurch die Jugend die Schönheiten der Heimat kennenlerne. Der gleiche Wandertrieb sei es aber auch, der die Freunde des Skilaufs immer wieder in die Berge führe und ihnen die Schönheiten der winterlichen Natur kennenlernen lasse. Der Film des heutigen Abends solle erneut die Schönheiten der winter­

lichen Bergwelt, aber auch die Freuden des Ski­sportes vor Augen -führen.

Anschließend sprack) in kurzen einführenden Wor­ten der Bergführer, Bergsteiger und Skilehrer M a rini (Stuttgart) zu dem Film und wies besonders auf die hohen ethischen Werte hin, die der Skilauf und das Erlebnis der Bergwelt in sich schließen-

Dann lief in einer Fülle schöner und interessan­ter Bilder der Film ab, der die Zuschauer lebhaft in Anspruch nahm und ihnen zunächst die span­nenden Rennen der Olympischen Winterspiele, aber auch der Internationalen Wintersportwoche von 1937 vor Augen führte. Der zweite Teil des Films brachte eine sehr unterhaltsame Skischule, die manche groteske Szene brachte und zu hellem Lachen reizte. Schließlich trugen auch die launigen erläuternden Verszeilen viel zur Erheiterung bei. Der dritte Teil des Filmes führte dann mit drei Bergsteiger- und Skikameraden in das Hochgebirge, in das Ort. lergebiet, auf die Höhen des Großglockners und auf den Gipfel des Piz Pali. Die Bilder zeigten dabei wundervolle Abfahrten über lange Hänge und rie­fen in allen Zuschauern lebhafte Wünsche wach.

Wirtschaft.

Rhein-Mainische Börse.

Mllagsbörse: Aktien wieder schwächer.

Frankfurt a. M., 3. Nov. Die Börse hatte überaus kleines Geschäft und am Aktienmarkt erneut etwas schwächere Tendenz. Obwohl nur sehr kleines Angebot herauskam, gingen die Kurse wei­ter etwas zurück, da die Unternehmungslust und Aufnahmebereitschaft schwach blieben. Die Mehr­zahl der Kurse blieben ohne Anfangsnotierungen. Etwas stärkeres Angebot verblieb in IG. Farben, die auf 155,25 bis 155 (156,25) nachgaben, Scheide­anstalt schwächten sich auf 255 (256,50), Deutsche Eroöl und Metallgesellschaft je 0,25 v. H. ab, etwas höher lagen in der chemischen Gruppe Goldschmidt mit 139,75 (139,25). Von Bergwerkswerten er­mäßigten sich Verein. Stahl auf 112,25 (113,13), Hoesch auf 121,75 (122,50), während Mannesmann mit 114,75 behauptet blieben und Ilse Genuß 1 v. H. gewannen auf 134,50. Im einzelnen kamen noch zur Notiz: Deutsche Linoleum bei nur kleinem An­gebot mit 160 (163,50), Bemberg rnit 138 (139), Reichsbank mit 204,50 (205), Gesfürel mit 145,50 (146,40), AEG. ntit 117,75 (118) und Daimler mit 133,90 (134).

Der Rentenmarkt lag zwar sehr ruhig, aber weiterhin gut behauptet. Kommunal-Umschuldung waren leicht gefragt mit 94,75 (94,70), Rentenbank- Ablösungsscheine 93,13 Geld. Reichsaltbesitz nannte man mit 129 bis 129,25 (129). Am Pfandbrief­markt bestand weitere Nachfrage. Von Goldpfand­briefen notierten Meininger Hyp. und Preuß. San« despfandbrief-Anstalt Berlin je 100 nach 99,75 bzw. 99,50 und 99,75, Rheinische wurden mangels An­gebot gestrichen. Kommunal-Obligationen notierten meist unverändert, 0,25 v. H. höher jedoch Preuß. Landespfandbrief-Anstalt. Liguidattonspfandbriefe blieben behauptet, Rheinische etwas fester. Stadt­anleihen lagen unverändert, etwas niedriger 4V2 v. H. Mainz mit 98,13 (98,50). Industrie-Obligatio­nen lagen uneinheitlich.

Im Freiverkehr normte man: Dingtet 83 bis 85, Elsass. Wolle 80, Wayß & Freytag 143, Katz & Klumpp 103 bis 105, Rastatter Waggon 53, Schuh Berneis 71 und Ufa 68,25. Tagesgeld un­verändert 2,50 v. H.

Abendbörse: Aktien knapp behauptet.

An der Abendbörse lag weiter etwas Angebot vor, das, obwohl es nur kleinen Umfana hatte, nur zögernd aufgenommen wurde. Die Umsätze be­wegten sich in sehr engen Grenzen. Sowohl gegen den hiesigen als auch gegen den Berliner Schluß überwogen Rückgänge von 0,25 bis 0,50 v. H. Licht

und Kraft lagen 1 v. H. niedriger mit 147,50, Gesfürel waren mit 145 (145,50) angeboten, wäh­rend Elektr. Lieferungen und Schuckert je 0,50 v. H. höher notiert wurden mit 128,75 bzw. 162,25. Die Farben-Aktie ermäßigte sich bei sehr kleinem An­gebot auf 154,50 (154,75). Von Montanwerten bröckelten Mannesmann auf 114 (114,25) und Verein. Stahl auf 111,90 (112,25) und Deutsche Erdöl auf 139,50 (140) ab. Weiter rückläufig w'ren ferner Bemberg mit 137 (137,50), MAN. mit 130 (130,50), Junghans mit 124 (124,50), Demag hie­ben behauptet mit 141, und Adlerwerke Kleyer konnten sich bei kleiner Nachfrage weiter etwas bessern auf 108,50 (108,25). Am Einheitsmarkt blie­ben Bankaktien behauptet, Henninger Bräu notier­ten nach Pause 1 v. H. schwächer mit 125, Schrift­gießerei Stempel ermäßigten sich auf 110 (110,50). Am Rentenmarkt hielt die Nachfrage an, mangels passenden Angebots kam es aber zu keinem Ge­schäft. Im Freiverkehr wurden Elsass. Wolle ange­boten mit 78 bis 79 nach 79,50 bis 80 im Mittags- oerkehr.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M 3. Nov. Es notierten ((Be­treibe je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Reichsmark: Weizen W13 206, W16 209, W19 213, W 20 215; Roggen R 12 191, R15 194, R 18 198, R19 200, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste und Futter­hafer nicht notiert. Weizenmehl, Type 812, W13 29,10, W 16 29,20, W 19 29,20, W 20 29,55; Rog­genmehl, Type 1150, R12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50, plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60; Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W20 11,20; Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot, Palmkuchen und Erdnußkuchen nicht notiert; Tre­ber 14, Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trocken­schnitzel nicht notiert; Heu 6,80 bis 7, dasselbe, drahtgepreßt 7,20 bis 7,40, Weizen- und Roggen­stroh nicht notiert. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 4. Nov. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 2143 Rinder (386 Ochsen, 209 Bullen, 1088 Kühe, 460 Färsen), 590 Kälber, 41 Härnmel, 24 Schafe, 1358 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 27 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 28 bis 44, Kälber 35 bis 65, Hammel 39 bis 45, Schafe 15 bis 38, Schweine 51 bis 55 Mark. Marktverlauf: Großvieh, Kälber, Schweine zugeteilt, Härnmel und Schafe ruhig.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdtskont 4 0 H., Lombardzinsfuß 5 0. H.

®citum

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927

4% Deutsche Reichsanl. von 1934

4¥i% Deutsche Reichsschatzanwet- sungen von 1935 . ..........

*y2% Deutsche Reichöschahanwei- sungen von 1935, II. Folge ...

*y2% Deutsche Reichsschatzanwei­sungen von 1936, 111. Folge ..

t>¥t% Voung Anleihe von 1930 ..

4y2% Heische Volksstaat von 1929

4¥i% Deutsche Reichspostschatz von

1934 I......................

4Vi% Deutsche Reichöbahnschatz von 1936 I..................

Reichsanleihe-Altbesitz-'..........

Oberhessen Provinz-Anlethe mtl

Auslos.-Rechten..............

4¥t% Hess. Landesbk. Darmstadl

Goldpse. R. 12 ...............

5%% Hess. LandeS-Hyp.-Banl Ligu. Goldpse...............

4¥i% Preuß. Landespsdbr.-Anst.

Goldpse. R. 19..............

4%% Preuß. Gold-Komm. R. 20

4y»% Darmstädter Komm.-Lan- oeSbaukR. 6................

Deutsche Komm.-Sammel-Anlethe

Auslos.-Rechte I..............

4y2% Franks. Hyp. Goldpse. R. 15

*y»% Franks. Hyp. Gold-Komm.

Obl. 2 3.................

6y2% Franks. Hyp. Liquidation Goldpse.....................

6y2% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpse.....................

Steuergutschein-BerrechnungSkure

A.G. für Verkehrswesen .... ey2

Hamburg-Südam. Dampfschiff 0

Hamburg-Amerika Paket...... 0

-Norddeutscher Lloyd..........0

Deutsche Reichsbahn Borz.-Akl. 7

Retchrbank................. 12

Berliner HandelSqeselttchaft 6%

Commerz- unö Prtvat-Bank ... 5

Deutsche Diskonto............ 6

Dresdner Bank.......... 4

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß- kurs

Schluß! Mittag- börse

2.11.

3.11.

2.11.

311-

101,65

101,65

101,6

101,65

99.3

99,13

91 13

99,13

99,4

99,4

99,4

99,4

99

99

99

99

105,13

105

104,9

100,25

100,25

100,4

100,4

100,5

100,5

99,65

99,65

99,65

99,65

129

129,13

129,13

129,4

137

137

99,5

99,5

99,5

102

102

99 75

99

98,65

98,65

133,5

133,55

133,8

133,8

99,75

99,75

99,75

100

98,75

98,75

102,25

102,25

102,4

102,65

102,13

102,4

111,2

111,2

111,3

126,25

126

126,13

126,5

-

I .

-II -

45

.

79,75

80,25

80

82,5

81,4

81,5

81

129,13

129

129,25 1 129,25

205

204

204,25

204

134

133,5

118,13

118

118.13

118

122,5

122

122,5

122

114,25

114

114.25

114

Damm

Accumulatoren-Fabrik.......14

Aschaffenburg Zellstoff........6

Bemberg...................0

Bekula.............. 8

Buderus Eisen............. 5

Gement Heidelberg...........7

Gement Karlstadt ............6

Gonti Gummi.............. 12

Daimler Motoren.......... 6y2

Dessauer Gas ............... 4

Deutsche Erdöl ..............5

Deutsche Gold- und Silber .... 9

Deutsche Linoleum.......... 10

Elektrische Lieferungen........6

Elektrische Licht und Kraft.....7

I. K. Farben-Jndustrie.......7

Felten & Guilleaume.........6

Gesfürel.................... 7

Th. Goldschmidt............. 6

Gritzner Maschinen........... 0

Harvener................. 8%

Hoesch Eisen............... 8y2

Philipp Holzmann........... 8

Ilse Bergbau................6

Ilse Genüsse................6

Kali Aschersleben............ 4

Klocknerwerke ............. 4y2

Kokswerke und Chemische Fabrik 7

Lahmeyer .................. 6

Mainkrast................... 4

Mannesmann.............4'/2

Mansselder Bergbau......... 7

Metallgeiellschafl............. 6

Crenftein & Koppel..........0

Rheinische Braunkohle....... 12

Rheinische Elektro............ 6

Rheinstahlwerke.............. 6

Rlieinisch-Destfälische Elektro .. 6

Rütgerswerke ............... 7

Salzdetfurth Kali............ 6

Schuckert & Go..............7

Schultheis Patzenhofer........4

Siemens & Halske .......... 9

Südbeulsche Zucker.......... 10

Vereinigte Stahlwerke...... 4*/2

Westdeutsche Kaufhof......... 0

Westeregeln Alkali............ 4

Zellstoff Walvhos............ 6

Olavi Minen ..............0,6

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- kurs

Schluß!. Abend- börie

Schluß- kurs

Schlußk. Mittag­börse

2.11.

3.11.

2-11.

3 .1

222

222,5

137,5

137,25

138

137,5

139

137

139

137,5

168

168

168,75

168,5

119,5

119

119,65

119

164,75

164,75

-

-

- -

187

186

186,13

185,25

134

133,9

134

133

-

116

116

140,25

139,5

139,75

139,5

256,5

255

163,5

160,5

162,25

160,5

129

128,5

129,25

128,75

146,5

147,5

146,25

147,5

156,25

154,5

156,5

155

129,5

129

129

129

146,4

145

146,25

145,25

139,25

139,5

139

139,5

49

48,75

48,5

177

177,25

177,25

177,5

122,5

121,5

122,5

121,5

149.75

149

149,5

148,75

160

158,5

133,5

134,5

134,75

135

112,25

112

112,75

120,25

119,25

120,13

118,75

-

151,75

151

126.5

125

94,5

94,5

114,75

114

114,9

114,25

153,5

153,5

154

147,25

147

147,5

146,65

106,13

105,75

229

230

230

230.25

126

145,25

144,5

145,25

144,25

128,25

128,25

128,5

127,65

144

144,5

143,75

143

158

158

159,75

162

162,25

162

163

/

95

94,5

198,5

200,5

200

203

203

205

200

113,13

111,9

113,13

112,25

56,75

56,25

56,5

56,13

111,5

112

111,25

112

145

144,75

144,65

144,5

29,25

29,25

29,25

Deoifenmarfl Berlin Frankfurt a Hl.

2 .November

3.November

2 .November

3.November

Uninull, Nonerui 0

Amu et), Noiieiuna

Amuickie Nvueruua

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B11.,

Buenos Arres.............

Brüssel...................

0,736

42,10

0,740

42,18

0,736

42,10

0,740

42,18

Jaoan....................

Jugoslawien .............

0,719

5,694

0,721

5,706

0,719

5,694

0,721

5,706

Rio de Janeiro............

0,137

0,139

0,137

0,139

Oslo ...................

62,02

62,14

62,05

62,17

Loten....................

47,00

47,10

47,00

47,10

Wien.....................

48,95

49,05

48,95

49,05

Kopenhagen...............

55,10

55,22

55,12

55,24

Lissabon..................

11,21

11,23

11,215

11,235

Tanzig............... ...

London ..................

47,00

47,10

47,00

47,10

Sivckdolm ................

63,63

63,75

63,65

63,77

12,34

12,37

19,345

12,375

Schweiz..................

57,44

57,56

57,42

57,54

Helsingfors................

Laris....................

vollanb..................

Italien...................

5,455

5,465

5,46

5,47

Spanien..................

15,48

15,52

15,48

15,52

8,392

137,50

C ,408

137,78

8,377

137,48

8,393

137,76

Prag.....................

Budapest.................

8,696

8,714

8,696

8,714

13,09

13,11

13.09

13,11

Neuyvrl..................

2,488

2,492

2,487

2,491