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teriellen Unterstützungen. Neben zahlreichen Liefe­rungen französischen Kriegsmaterials, das z. T. so­gar aus Hee^esbeständen stamme, die durch Vermittlung der sowjetspanischen Botschaft in Pa­rks gekauft und nach Spanien versandt wurden, seien auch 5 00 0 Techniker und andere Spezialisten, und zwar 1200 Sowjetrus- l e n und 3800 Tschechen in Paris eingetroffen, um nach Spanien gebracht zu werden. Der fran­zösische Luftfahrtminister C o t habe aus den Be­ständen der französischen Luftwaffe 18000 Ton­nen Benzin verkauft und einen Vertrag zur Lieferung von 17 Bombern und 2 2 Jagdflugzeugen modernsten Typs sowie von 15 000 Bomben unterzeichnet, die bis zum 15. No­vember in Sowjetspanien eintreffen sollen. Das Blatt erklärt, man müsse diese neuen Verletzungen der Nichteinmischung zugunsten der Bolschewisten, unter Mithilfe der französischen Volksfrontregie- rung, dem Nichteinmischungsausschuß mitteilen. Diese Nachrichten bewiesen aber auch, daß das Freiwilligenproblem, das man in Lon­don zum Abschluß bringen wolle, in Paris und Umgebung unter Mitwirkung der französischen Re­gierung weiter bestehen bleibe.

Wehrsteuer in Holland?

Den Haag, 3. Nov. (DNB.) Im Zusammen­hang mit den erhöhten R ü st u n g s a u s - gaben kündigt die holländische Regierung eine Reihe von Steuererhöhungen und neue Steuern an. In erster Linie sollen die Einkommen­steuer, ferner auch die Dividenden- und Tantiemen­steuer erhöht werden. Durch diese Maßnahme hofft man, 20 Millionen Gulden, die für Rüstungszwecke bestimmt sind, mehr aufzubringen. Da diese Summe jedoch bei weitem nicht genügt, um die Rüstungsausgaben zu decken, plant die hol­ländische Regierung auch die Einführung einer b e - sonderen Wehr st euer.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer hat bestimmt, daß keine Reden von ihm in Broschüren und Büchern, Sammelwerken oder Zeitschriften zum Abdruck kommen dürfen, die nicht Reichsleiter Bo uhler, dem Chef der Kanzlei des Führers und Vorsitzenden der Parteiamtlichen Prüfungs­kommission zum Schutz des NS.-Schristtums, vor­gelegen haben, da immer wieder bei dem Nachdruck von Führerreden in derartigen Schriftwerken durch willkürliche Auslassungen und Umstellungen Mängel in Erscheinung getreten sind.

Der Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg weilte in O st p r e u ß e n , wo er mit dem Kommandierenden General des I. Armee­korps General der Artillerie von Küchler einige Standorteinrichtungen im Wehrkreis I besichtigte.

Zu Ehren des italienischen Justizministers S o l - m i hatten Reichsminister Dr. Frank und Frau zu einem Empfang gebeten, zu dem Botschafter A t t o l i c o mit Frau, Reichsinnenminister Dr. Frick mit Frau, Reichserziehungsminister R,u st mit Frau, Reichsjustizminister Dr. Gärtner mit

Frau, sowie die Staatssekretäre Freißler und Schlegelberger mit Frau und Ministerial­direktor Gauß erschienen waren.

Zwischen der Reichsfilmkammer und der Kokusai Eiga Kyokai, dem japanischen Institut für die Pflege der internationalen Filmbeziehungen, wurde ein Kulturfilm-Austauschabkommen unterzeichnet, das der Verbreitung von Kulturfil­men in Lichtspieltheatern und Kulturfilm-Veranstal­tungen und der Förderung von Kulturfilm-Herstel­lern in dem Lande des anderen Vertragschließenden dient. Am 11. November 1937 wird die erste Vor­führung japanischer Kulturfilme in Berlin veran­staltet werden.

Die Besprechungen, die der Landwirtschaftsmini­ster P i e r l o t mit den bisherigen Regierungspar­teien über die Neubildung der b-e bg i s ch e n Re­gierung gehabt hat, sind infolge der ablehnenden'

Haltung der Sozialdemokraten gescheitert. Der Kö­nig wird Donnerstag eine andere Persönlichkeit be­auftragen, den Versuch einer Regierungsbildung zu übernehmen. Man hält es nicht für ausgeschlossen, daß der Ruf des Königs an den Außenminister S p a a k ergehen wird.

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König Carol von Rumänien und Kronprinz Michael sind zu einem Jagdbesuch in der Tschecho­slowakei eingetroffen. Sie begaben sich mit dem Präsidenten der Republik Dr. B e n e s ch nach Schloß Groß-Seelowitz und besichtigten unter Füh­rung des Kriegsministers Machmk die tschechoslowa­kischen Waffenwerke in Brünn.

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Havas meldet, die aufständischen Truppenteile i n Paraguay befänden sich im Rückzug und ver­suchten die brasilianische Grenze zu erreichen. Die von ihnen gefangen genommenen Offiziere seien von regierungstreuen Truppen befreit worden.

Aus aller Welt.

f papiere, die vermuten lassen, daß es sich um einen berufsmäßigen Autodieb handelte.

Fünf Tote

beim Zusammenstoß zwei« USA.-J(ug$euge.

In Seattle (Washington) stieß ein großes Ma­rineschwimmerflugzeug über dem Flugfeld mit einem kleineren Marineflugzeug zusammen. Bei dem Absturz des größeren Flugzeuges kamen fünf Marineflieger ums Leben. Die beiden In­sassen des kleineren Flugzeuges konnten sich durch Fallschirmabsprung retten.

3n zehn Zähren 11,5 Millionen Pfund Sterling gestiftet.

Lord Nuffield, der bekannte englische Auto, industrielle, der in den letzten Monaten durch seine Millionenspenden für wohltätige und wissenschaft­liche Zwecke von sich reden gemacht hat, hat wiederum 150000 Pfund Sterling zugunsten von Krüppeln gestiftet. Wie derDaily Expreß" im Zu­sammenhang damit feststellt, hat Lord Nuffield im Laufe der vergangenen zehn Jahre rund 11,5 Mil­lionen Pfund Sterling für derartige Zwecke ge­stiftet.

Pflege der deutschen Kunst nach dem Willen des Führers.

Auf einer Tagung der Landesleiter der Reichs­kammer der Bildenden Künste in München sprach Präsident Professor Z i e g l e r sich für eine gesunde Dezentralisation der kulturpolitischen Arbeit in der Reichskammer aus und bezeichnete die Landesleiter als die verantwortlichen Träger jener kulturpoli­tischen Entscheidungen, die aus dem Gebiet der Ma­lerei, Bildhauerei und Graphik überall im Reich notwendig werden. Die Voraussetzung für ihre Tätigkeit sei das tiefempfundene, rückhaltlose und lautere Bekenntnis zu dem unmißverständlichen Willen des F ü h r e r s. Professor Ziegler appe- lierte an die Landesleiter, sich jederzeit als treue Diener dieses kulturellen Gestaltungswillens des Führers zu fühlen und in seinem Geist als Pfleger der lebenden deutschen Kunst zu wirken.

Erdrutsche und Vrückeneinsturz an der Riviera.

Das Hochwasser ruft weitere Schäden hervor. Zahlreiche Erdlawinen machten Straßen unpassier­bar. In Dego ist ein Bauernhaus unter einer Steinlawine begraben worden. Das Elektrizi­tätswerk von Millesimo wurde überschwemmt. Die oberitalienischen Flüsse steigen weiter. Außer­ordentlich hoch ist der Stand des Po bei Piacenza. Bei Bergamo stürzte eine Betonbrücke über dem Wildbach Sonna ein, so daß der Verkehr völlig unterbrochen wurde.

Dichter Rebel

in England, Nordfrankreich und im Kanal.

In London und großen Teilen Englands herrschte in der Nacht zum heutigen Donnerstag teilweise so starker Nebel, daß der gesamte Verkehr zum Stillstand kam. In London selbst hatte man an Brennpunkten des Verkehrs Holzstöße angezündet, um den Verkehr einigermaßen leiten zu können. Trotz des sehr starken Nebels ist es bisher jedoch zu keinem ernsthaften Unfall gekommen. Der Verkehr im Kanal ist durch den Nebel fast völlig

zum Stillstand gekommen. Ein Dampfer, der den Hafen von Boulogne verließ, hat bei der Ausfahrt infolge des dichten Nebels einen französischen Fisch­dampfer gerammt, der wenige Minuten darauf sank. Die Besatzung konnte jedoch gerettet wer­den. Auch Nordostfrankreich hat unter diesem Nebel zu leiden. Nahe der Meeresküste ist der Kraft- wagenverkehr fast unmöglich geworden. Eine Frau stürzte infolge des dichten Nebels in Boulogne von einer Uferstraße in den Hafen und kam ums Leben.

Vulkanausbruch auf einer AleulenInsel.

Die Wetterwarte in Zettel (USA.) hat einen Funkspruch vom DampferBoxer" aufgefangen, wonach aus Junaska, einer Insel der Aleuten-Kette (im Beringmeer zwischen Nordamerika und Asien, zu Alaska gehörig) ein verheerender Vulkan­ausbruch erfolgt fei. Lava und Aschenregen hät­ten die anscheinend unbewohnte Insel bedeckt, und der Himmel sei weithin von dem riesigen Feuer­schein gerötet gewesen.

Aufregende Verbrecherjagd in Paris.

Mitten in Paris kam es zu einer aufregenden Jagd n ach e i n e m A u t o d i e b. Ein Radfahrer bemerkte in der Nähe des Justizpalastes einen Mann, der sich in verdächtiger Weise an einem Auto zu schaffen machte. Als er ihn zur Rede stellte, zog der Unbekannte einen Revolver und gab auf den Radfahrer zwei Schüsse ab, die ihn schwer verletzten. Ein Polizeibeamter nahm sofort die Verfolgung des Autodiebes auf, brach aber von einem Schuß des Flüchtenden tödlich getroffen zusammen. Zahlreiche Personen nahmen dann die Verfolgung auf. Der Flüchtende suchte am Seine- Kai unter einem Brückenbogen Deckung und machte schließlich feinem Leben ein Ende, nachdem er von mehreren Polizeibeamten eingekreist worden war. Bei der Untersuchung fand man in den Taschen des Toten 7 Revolver, 135 Schuß Munition, mehrere Personalausweise, Autoführerscheine und Auto-

Wetterbericht

des Reichswetterdiensies. Ausgabeort Frankfurt.

Deutschland liegt an der Südseite eines neu auf- gebauten Hochdruckgebietes und damit im Zufuhr­bereich kälterer, aber auch trockener Festlandsluft. Da, zudem noch begünstigt durch lebhafte Wirbel­tätigkeit im Raume England-Island, sich bei uns absteigende Luftbewegung eingestellt hat, ist vor­nehmlich im Westen und Süden des Reiches Auf­heiterung eingetreten. Der Hochdruckeinfluß wird vorerst wetterbestimmend sein.

Aussichten für Freitag: Stellenweise Frühnebel, sonst heiter bis wolkig, trocken, ver­einzelte leichte Fröste, tagsüber etwas wärmer, Winde um Ost.

Aussichten für Samstag: Fortdauer der vielfach heiteren Witterung, weiter ansteigende Tagestemperaturen.

Lufttemperaturen am 3. November: mittags 13 Grad Celsius, abends 4,6 Grad: am 4. November: morgens 4,4 Grad. Maximum 13,1 Grad, Minimum heute nacht 4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. November: abends 7,7 Grad.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschristleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr W. Lange; für Feuilleton: Dr.Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Emst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. X. 37: 10 031. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlick) 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der

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Gießen, den 4. November 1937.