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In der Reichsbauernstadt Goslar.

Ausklang des Erntedanktages.

Goslar, 3.Okt. (DNB.) Mit der gleichen Be­geisterung, die den Führer auf dem Wege vom Bückeberg zum Bahnhof Tündern begleitete, wurde Adolf Hitler auch auf der weiteren Fahrt zur Reichsbauernstadt Goslar gefeiert. Ueber- all jubelten begeisterte Massen dem Führer zu, an allen Bahnhöfen entlang der Strecke, die der Zug berührte, standen dicht gedrängt die Volks­genossen. Ein Meer von Fahnen und Fenster an Fenster strahlende Lichterketten, die Straßen über­zogen von Tannengrün und Girlanden, um die Straßenlampen Erntekränze, über den Kreuzun­gen bunt bebänderte Erntekronen, und zwischen all diesem reichen Schmuck das malerische Bild mittel­alterlicher Bürgerhäuser mit reichen Schnitzereien und Sinnsprüchen im Glanze der Scheinwerfer. In den Straßen aber harrt die begeisterte Menge dicht gedrängt am Rande der Fahrbahnen, tief ge­staffelt an den Straßenkreuzungen und überall an den Fenstern, in den Gärten, an den Brüstungen, in den Gaststätten und auf den eigens errichteten Tribünen zu Zehntausenden in froher Erwartung des Führers.

Als der Sonderzug des Führers in den Bahnhof einläuft, flammen zehn mächtige Scheinwerfer rings auf oen Höhen um Goslar auf. In der Kai­serpfalz erwarteten den Führer die Männer des Reichsnährstandes und Abordnungen der Bauern und Landarbeiter aus allen deutschen Gauen. Mäch­tige Hoheitszeichen ragten zwischen den riesigen Tannengirlanden an den Wänden. In der Mitte des Saales find die Geschenke ausgestellt, die dem Führer an diesem Ehrentag des deutschen Land­volkes überreicht wurden, spezifische Erzeugnisse jeder deutschen Landschaft.

Reichsbauernführer Darre begrüßt den Füh­rer mit einer kurzen Ansprache und stellt seine eng­sten Mitarbeiter vor, worauf der Führer zu den Abordnungen sprach und sich von dem Landesbau­ernführer die einzelnen Mitglieder vorstellen ließ. Die besten Dauern und Landarbeiter aus jeder deutschen Landschaft sind es, die dem Führer die

Hannover, 2. Okt. (DNB.) Vor der mit Erntekronen reich geschmückten neuen Gaststätte am M a s ch s e e erwartete schon in den Mittags­stunden eine freudig gestimmte Menschenmenge die Reichsminister Dr. Goebbels und D a r r £. Die Abordnungen der deutschen Bauern und Land­arbeiter trafen nach einer Stadtrundfahrt am Masch- see ein, wo sie sich zu der Ehrung der Reichssieger im Leistungswettkampf des deut­schen Landvolkes versammelten. Reichsminister Darre gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß das deutsche Bauerntum geschlossen und einig die vom Führer ausgegebene Parole zum Kampf für die deutsche Ernährungsfreiheit ausgenommen und befolgt habe und überreichte dann den Reichssiegern Urkunden und ein Buch des Reichsministers Darre mit seiner Unterschrift.

Reichsminister Dr. Goebbels betonte, wenn heute in Deutschland ein großes Fest begangen werde, so sei das nicht eine Sache allein des Volkes oder allein der Regierung, sondern eine Angelegen­heit, bei der die Regierung mit dem Volke und das Volk mit der Regierung zusammengehe. So sei auch das Erntedankfest nicht eine Angelegen­heit allein der Bauern, sondern es komme an die­sem Tage vor aller Oeffentlichkeit die Verbrü­derung der Klassen und Stände zum Ausdruck, die der Nationalsozialismus durchgeführt habe. Wieder vereinigte sich das deutsche Volk mit seinen Bauern in heißer Dankbarkeit zum Himmel für die gute Ernte, gleichzeitig bringe aber auch das ganze deutsche Volk dem Bauern seinen Dank für ein Jahr mühseliger und sorgenvoller Arbeit

Hand geben, Männer, die in der Erzeugungsschlacht ihre ganze Kraft für das Wohl des deutschen Vol­kes eingesetzt haben und nun die hohe Ehre und Auszeichnung genießen, dem Führer des Deutschen Reiches ins Auge blicken zu können. Der Führer bleibt da und dort stehen und spricht mit einzelnen Mitgliedern der Abordnungen. Besonders herzlich wendet er sich an das älteste Mitglied der Abord­nung Wildmeister Bruhn aus der Landesbauern­schaft Hannover, einem alten Ehrenzeichenträger, der mit feinen 84 Jahren es sich nicht nehmen ließ, den Führer persönlich zu begrüßen. Der Führer d a n k t e den Männern des deutschen Bauerntums für die geleistete Arbeit und umriß die Aufgaben, die in der Zukunft vor ihnen liegen. Er gab seiner großen Befriedigung Ausdruck über den Besuch des italienischen Regierungschefs Benito Mussolini im nationalsozialistischen Deutschland und wies ins­besondere auf die Bedeutung der durch diesen Be­such aufs neue dokumentierten Zusammenarbeit des faschistischen Italien mit dem nationalsozialisti­schen Deutschland für die europäische Politik und den Frieden der Völker hin.

Der Führer begab sich nun mit seiner Beglei­tung auf die große Freitreppe, wiederum von nicht endenwollenden Jubelrufen der Menge begrüßt. Rings um Goslar leuchteten in diesem Augenblick Leuchtfeuer auf, hoch überstraht von dem Lichtdom der Scheinwerfer. Zum ersten Male wurde der neu- geschaffene Jägerzapfenstreich durch das verstärkte Musikkorps des Goslarer Jägerbataillons gespielt. Der Zapfenstreich leitet über zum Gebet und klingt aus mit den Liedern der Nation. Unter klingendem Spiel rückt die Wehrmacht ab, jetzt besteigt der Führer seinen Kraftwagen und verläßt die Goslarer Kaiserpfalz. In seinem Wagen ste­hend nimmt er die Huldigung der begeisterten Menge auf der Fahrt durch die märchenhaft be­leuchteten Straßen noch einmal entgegen und be­gibt sich zum Bahnhof, von wo die Weiterfahrt angetreten roitb.

dar.Wir verdanken es vor allem dem Führer, daß der Bauer in den Augen jedes Deutschen wieder der Urquell unseres Volkstums und unserer Volks­kraft und der Schaffer unseres täglichen Brotes ist. Der nationalsozialistische Staat ist mit Bewußt­sein ein Bauern- und ein Arbeiter st aat. Er hat den Bauern wie den Arbeiter zum festen Fundament des ganzen Staates und des ganzen öffentlichen Lebens gemacht." In diesem Sinne be­grüßte Reichsminister Dr. Goebbels die Bauern und Landarbeiter herzlichst und gab dem Wunsche Ausdruck, daß diese Tage des Erntedankfestes für sie selbst und ihre Familien wie auch ihre Nach­kommen eine bleibende Erinnerung in ihrem schwe­ren und arbeitsreichen Leben sein mögen.

Im Namen der geladenen Ehrengäste des Land­volks dankte Reichsbauernführer D a r r 6 herzlich für diese Stunde. Daß nun auch der Städter Ver­ständnis für die Arbeit des Landmannes aufbringe, sei zum größten Teil mit das Werk von Dr. Goeb­bels, der den oom Lande entfremdeten Massen wie­der das Verständnis für die Landbevölkerung zu vermitteln gewußt habe. Daß wir auf unserem be­engten Raum mit unseren Lebensmitteln haus­halten könnten, daß die Lebensrnittel so vermehrt würden, wie die heimatliche Scholle sie hervorbrmge, das sei' der überzeugenden Aufklärungsarbeit des Reichspropagandaministers zu danken. Reichs­minister Dr. Goebbels setzte sich dann mitten unter seine Gäste, mit denen er sich eingehend über die Sorgen und Nöte des deutschen Landmannes unter­hielt.

Ernahrungsmöglichkeiten zu schaffen, sondern ge­sunde und glückliche Familien als Trä­ger der deutschen Zukunft zu verankern. Denn wir müssen uns darüber klar sein, daß die Großstadt in ihrer heutigen Struktur Völkermorden- bleibt, darum haben wir Hand angelegt und neue Dörfer, aber auch an Stelle der Mietskasernen in der V o r st a d t s i e d l u n g neue Wohnungs­möglichkeiten für eine gesunde Generation ge­schaffen. Da nur ein gesundes Volk stark und jung bleibt, gilt unsere ganze Arbeit der Sicherung und Erweiterung der Lebensmöglichkeiten unseres Vol­kes. In dieser Gemeinschaftsarbeit wird auch der weibliche Arbeitsdienst eingesetzt, der die Aufgabe hat, die Siedlerfrau zu unterstützen und so die Siedlerfrau vor einem frühzeitigen Altern und Verbrauchtsein zu schützen. Der Gemeinschafts­geist, der in den Lagern lebt, wird darüber hinaus die richtunggebende Schule für das Leben einer jeden Arbeitsmaid fein. Hier sehen wir praktisch, was Nationalsozialismus ist, und wir können sagen, wenn es irgendwo auf der Welt einen sozia­listischen Staat gibt, dann ist es das Dritte Reich. Nach der Grundsteinlegung wurde gemeinsam die Uebertragung vom Bückeberg angehört, und dann fuhren der Gauleiter, die zahlreichen führen­den Persönlichkeiten und die Gäste nach dem Erb­höfeweiler Rosengarten.

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Daß die Arbeit des nationalsozialistischen Staates die Arbeit des ganzen Volkes ist, zeigte klar und eindeutig die riesenhafte Beteiligung der Wormser Bevölkerung an der Einweihung des Erb­höfeweilers Rosengarten. Schon lange

Potsdam, 2. Okt. (DNB.) Aus Anlaß der fünften Wiederkehr des Reichsjugendtages von Potsdam 1932 nahm Reichsjugendführer Baldur von Schirach in Potsdam die feierlich^ Weihe des ersten Bauabschnittes der neuen Reichsfüh­rerschule der HI. vor. Wer heute, so sagte er, angesichts der im Nürnberg-Stadion oder im Olym­pischen Stadion zu Berlin angetretenen Jugend am Reichsparteitag und am 1. Mai die Frage stellt, wodurch in einer so kurzen Zeitspanne die Millio­nenmasse unserer Jugend diszipliniert wurde, hier steht die Antwort!

Während unsere Blicke hier iy Potsdam auf den bescheidenen Gebäuden weilen, die das Programm der deutschen Nationalerziehung mit verwirklichen halfen, sind in Braunschweig schon Hunderte von Arbeitern damit beschäftigt, die Fundamente der Reichsakademie für Jugendführer zu errichten. Jedes Gebiet der Hitler-Jugend, jeder Obergau schuf sich seine Führerschule; für die einzelnen Spezialgebiete der Jugendführung und Erziehung entstanden Fachanstalten. Was nun in Braunschweig tm Entstehen begriffen ist, ist eine einzigartige Hochschule der jungen Führer, die auch in ihrer äußeren Gestaltung ein strenger und schöner Ausdruck unseres erzieherischen Ideals sein wird."

Zu den Fragen der Führerbefähigung erklärte der Reichsfugendführer:Menschen, die nicht zum Führen geboren sind, werden auch nicht durch Führerschulen dazu befähigt. Man hüte sich vordem Wahn, zu glauben, daß man die Führerfrage einer Organisation mechanisch dadurch zu lösen vermöchte, daß man einem wahllos zusammengewürfelten Ar­beitskreis von Führeramtskandidaten eine Serie von mehr ober weniger wertvollen Vorträgen vor­setzt. Die Jugend unserer Führerschulen soll nicht Kurse absolvieren, fonbem von Erlebnissen ergriffen werben, die als Anregungen ein gan­zes Jahr hindurch fortroirfen. Unsere jährliche Bannführertagung ist eine Führerschule in diesem Sinne. Es gibt feinen Bannführer im Deutschen Reich, der nicht begeistert bestätigen wird, daß unser diesjähriges Reichsführerlager in Weimar ein hinreißendes Erlebnis war! Der wahre Erzie­her lehrt nicht, er lebt. Das heißt, was er voll-

vor Beginn der Einweihung zva ein ununterbroche­ner Menschenstrom über die Rheinbrücke durch den sonnigen Herbstnachmittag zu der Stätte, an der Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger die Ver­größerung der Stadt Worms verkündete, nach der Worms nun wieder wie vor mehr als hundert Jahren auf das rechte Rheinufer hinübergreift, durch den neuen Stadtteil Worms-Rosen- garten, der aus Gemarkungsteilen von Lam­pertheim, Bürstadt, Hofheim und Maulbeerau ge­bildet wird.

Auch die Chinadeutschen feiern das Erntedankfest.

Schanghai, 3. Okt. (DNB.) Die Deutschen Nankings versammelten sich auf einem S ch i f i i m Y a n g t s e k i a n g, um ihr Erntsdank- feft zu feiern. Inmitten der Fluten des Yangtsekiang war diese Feier wohl ein einzigartiger Festakt. Botschafter Trautmann begrüßte die Volksge­nossen herzlich, erfreut, sie alle inmitten der Ge­fahren gesund zu sehen. Mit treffenden Worten um- riß er die Geschichte des Deutschtums in Ehina, das ähnliche Krisenzeiten wiederholt erleben muhte. Auch in der deutschen Kolonie Schanghais drückte der Ernst der Lage dem Erntedankfest sei­nen Stempel auf. Der Festakt wurde eingeleitet mit Gottesdienst. Konsul Behrens wies dann auf die dem Ernst der Zeit entsprechende schlichte nationale Feier hin. Der Opferwille der deutschen Kolonie habe namhafte Geldbeträge zugunsten des deutschen Hilfsfonds für Volksgenossen aufgebracht, die unter der Auswirkung der Kämpfe leiden.

bringt, das leistet er durch feine Persönlichkeit. We- der verkündet er gesammelte Reden des Anstandes und der Moral, noch macht er den peinlichen Ver­such, aus dem Schatz seiner sogenannten Erfahrung mitzuteilen. Hebbel sagt irgendwo:Das Alter nennt seine gemachten Irrtümer Erfahrung". Ich behaupte, die Jugend wird weniger durch die Er­fahrung der älteren Generation bereichert als durch die notwendigen Irrtümer, durch die sie allein zu eigener Erfahrung gelangt. Nur diese ist lebendig. Weise werden kann man nur durch sich selbst, nie­mals durch andere. Die Grenze zwischen Wissen und Bildung ist dort gezogen, wo der jugendliche Mensch das Erlebnis begehrt. Nüchternes Wissen, Kenntnis von Material an Vorgängen oder Zahlen kann gelehrt werden. Um Jugend bilden zu können, bedarf es eines tapferen Herzens. Bin ich tapfer, folgen mir die Tapferen und ich bilde zu­gleich die Jugend zur Tapferkeit. Kein Wort ist wahr, wenn es nicht von einer wahrhaftigen Per- fönlichkeit gesprochen wird.

So ist die Krise der Erzieher nichts anderes als eine Krise der Erzieher, die Krise der Frömmig­keit eine Krise der Priester. Nur wer Mut hat, das Wort Nietzsches und den Lebensgrundsatz Mus­solinis, das da heißt:Lebe gefährlich", zum Motto seines Daseins zu erklären, wird hinter sich eine Gefolgschaft der Muttgen wissen. Dies trifft auch zu für die Monarchen. So lange der König steht, steht auch sein Thron. Denn so lange ein solcher Mensch an sich selbst glaubt, glauben auch andere an ihn.

In Potsdam sollen die Abteilungslei­ter der Gebiets stöbe von Zeit zu Zeit zu­sammengefaßt werden, um mit den führenden Män­nern des Reiches in Berührung zu kommen. Da eine solche Aufgabe nicht im Rahmen der bestehen­den Anlagen erfüllt werden konnte, habe ich den Architekten Professor March, den berühmten (Er­bauer unseres Olympischen Stadions, beauftragt, hier eine sportliche Anlage zu schaffen, die allen modernen Forderungen entspricht. Dieser Auftrag ist in vorbildlicher und origineller Weise erfüllt worden." Während das Flaggenlied der HI. erklang, stieg die Fahne am Mast empor.

Der Bauern-Empfang in Hannover.

Reichsminister Dr. Goebbels dankt Bauern und Landarbeitern.

Die neue Reichsführerschule der HI.

»Bildung im nationalsozialistischen Sinne wird vorgelebt/'

Der Mrer auf der Meldorfer Ausstellung Schaffendes Volk".

Die Vertrauenskrisis in Frankreich.

Oie neue Marschroute des Kabinetts Chautemps.

Düsseldorf, 2. Okt. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler besuchte am Samstag die Reichsaus­stellungSchaffendes Dol k". Seit den frü­hen Morgenstunden war die ganze Stadt auf den Beinen. Aus dem Niederrhein-Gebiet und aus dem Bergischen Lande trafen unaufhörlich Sonderzüge in Düsseldorf ein.

Am Eingang zur AusstellungSchaffendes Volk" sind sieben hohe Pylonen mit goldenen Hoheits­zeichen aufgestellt und weit über die Straße ge­spannte Spruchbänder grüßen den FührerWill­kommen in der Schlageter-Stadt!"Männer und Frauen des befreiten Rheinlandes danken dem Führer."

Der Führer besichtigte zunächst eingehend die Hallen, die den neuen deutschen Werk- st o f f e n , sowie der Stahl- und Eisenindustrie Vor­behalten sind. Anschließend auch die übrigen- Hallen, u. a. die des Reichsnährstandes, der Reichsbahn, der Reichspost, die Sonderhalle Gas und Elektrizi- tät, Holz, die Maschinen- und Werkzeughallen, die AbteilungDeutscher Lebensraum" und viele an­dere. Auch in der Gartenschau, der Wilhelm-Gust- lofs-Siedlung und in der Kunstausstellung verweilte der Führer einige Zeit. Der Führer unternahm fer­ner, begleitet von der jubelnden Begeisterung der in der Ausstellung tätigen Arbeiter und Angestellten, auf der Liliput bahn eine Rundfahrt durch das Ausstellungsgelände. Die Führung hatten Gauleiter Florian, der Leiter des Amtes für Roh- und Werkstoffe, Oberst Löb, Generaldirektor Dr. Ernst Poensgen und Direktor Dr. Mai­wald übernommen.

Um 13 Uhr traf der Führer von der Reichsaus­stellungSchaffendes Volk" kommend in Düssel­dorf ein. Die Straßen von der Ausstellung bis zum Parkhotel waren von einer nach Zehntausen­den zählenden Menschenmenge umlagert, die in ju­belnde Begeisterung geriet, als sie den Führer sah.

In der Reitallee haben die Ehrenformationen der Bewegung, eine Kompanie der Wehrmacht, die Alte Garde und die Blutordensträger des Gaues Düsseldorf Aufstellung genommen. Unter Tücher- schwenken und Jubelrufen schritt der Führer die Fronten ab. Dann betrat er durch das prächtige schmiedeeiserne Tor den Jägerhof, ein altes kurfürstliches Jagdschloß, das jetzt der Sitz der Gau­leitung Düsseldorf ist. Im Sitzungssaal erwarteten die führenden Persönlichkeiten aller Parteigliede­

rungen, der Wehrmacht, des Reichsarbeitsdienstes, des Reichsluftschutzbundes, des NSFK. und der Be­hörden, ferner sämtliche Oberbürgermeister der grö­ßeren Städte des Gaues sowie die führenden Män­ner der Wirtschaft, der Kunst und der Wissenschaft den Führer. Nachdem (Bauleiter Florian die Herren dem Führer vorgestellt hatte, unterhielt sich der Führer mit den einzelnen Persönlichkeiten. Hierauf trug er sich in das Goldene Buch der Stadt Düssel­dorf ein. Es folgte eine Besichtigung des Hauses der (Bauleitung. Noch einmal umfing den Führer bei seinem (Eintreffen am Hauptbahnhof die ganze Liebe des niederrheinischen Volkes. In einem ge­waltigen Chor klang mit immer wieder erneut auf­brausenden Heilrufen der Dank und die Freude der Tausende dem Führer entgegen. Unter den Jubel­stürmen der Männer durchschritt der Führer das Bahnhofsportal. Wenige Minuten später verließ der Sonderzug Düsseldorf.

Der Grundstein für Hessenaue.

Der StadtteilWorms-Rosengarten" durch den Gauleiter geweiht.

NSG. Leichter Herbstnebel lag über den Fluren, als sich am Erntedankfest die Vertreter der Partei, ihrer Gliederungen, des Arbeitsdienstes und der Wehrmacht sowie der Behörden unweit des Rheines bei Geinsheim versammelten zur Grundsteinlegung für das Neubauerndvrf Hessenaue. Nachdem Kreisleiter W e l l e n k a m p die Feier eröffnet hatte, sprach Landeskulturrat Reich über das neu- geschaffene Dorf und seine Vorgeschichte.

Der Gauleiter sprach dann von dem Neubau des Schulhauses aus. Unsere neue Bodenverteilung in Hessen ermöglicht eine intensive Bewirtschaftung auf größerer Grundlage nach den Plänen, die die Partei bereits in der Kampfzeit ausgearbeitet hat. Nicht nur die Pläne und Modelle haben bereits vor der Machtergreifung bei der (Bauleitung Vor­gelegen, sondern auch Gauarbeitsführer Faatz hat schon damals freiwillige Arbeitsdienst­lager im Ried errichtet, die mit der praktischen Arbeit begannen. Die Machtübernahme machte dann den Weg frei. Die Gesetze des Landes Hessen gaben die Unterlage für das heutige Schaffen. Der Sinn unserer Arbeit ist dabei nicht so sehr neue

Paris, 2. Okt. (DNB.) Noch vor Beendigung des am Samstag im Schloß Rambouillet ab ge­haltenen Ministerrates hat der Ministerrat festge­stellt, daß kein fachlicher Grund das kürz­liche spekulative Anziehen der französischen Wäh­rung rechtfertigt. Der Haushalt ist ausge­glichen, das Schatzamt entlastet. Die Oktober- Zahlungen sind sichergestellt, ohne daß der Staat dazu seine verfügbaren Mittel aus der Bank zu beanspruchen braucht. Die Finanzlage Frank­reichs ist somit gesund. Auf wirtschaftlichem Gebiet muß her Unterschuß der Handelsbilanz durch Steigerung der Erzeugung zurückge­schraubt oder ganz behoben werden. Zu diesem Zweck hat die Regierung eine Umlage angeord­net, deren Ergebnisse rasch und entschieden zur An­wendung gebracht werden müssen. Die Gerüchte, die bei den Kapitalinhabern Mißtrauen Hervor­rufen, beziehen sich hauptsächlich auf die internatio­nale Spannung, auf Befürchtungen hinsichtlich eines Wiederauflebens der sozialen Agita­tion, auf Zweifel, die Zusammenarbeit der Ar­beiter und Arbeitgeber bei der Organisierung der Arbeit zu erreichen. Der Ministerrat lehnt jeden Gedanken einer Währungskontrolle ab; er steht auf dem Standpunkt, daß der Schutz der Währung sich nur aus dem einmütigen Willen der Nation ergeben kann, ihren Wohlstand durch eine große Anstrengung der Arbeit, der Disziplin und der (Einigung zu verteidigen.

Die Regierung wird entschlossen die Friedens­politik aufrechterhalten. Im Einvernehmen mit Großbritannien gedenkt die französische Regierung, von den anderen Ländern die Achtung der Nichteinmischung in die inneren spanischen Angelegenheiten, ebenso wie sie sie selbst anwendet, zu erlangen. Die Regierung wird weiterhin ener­gisch die lebenswichtigen Belange Frankreichs ver­teidigen und sich dabei bemühen, ihre friedlichen Beziehungen zu anderen Nationen aufrechtzuer­halten.

Der Ministerrat beauftragt den Arbeitsminister, mit der Durchführung der Schlußfolgerungen des Untersuchungsausschusses zwecks Beschleuni­gung der Produktion, sei es durch Ratio­nalisierung der Unternehmen, sei es durch Anpassung des Arbeitsregimes unter den im Gesetz über die 40-Stundenwoche vorgesehenen Bedingungen. Die

Regierung appelliert an die Arbeitgeber und Ar­beitnehmer, unter dem Regime eines gerechten Schlichtungsverfahrens zur Beilegung von Konflik­ten, das von den Behörden organisiert wird, end­gültig auf alle Manöver und alle Un­gesetzlichkeiten (Verletzung der Arbeitsver­träge oder gewerkschaftlichen Freiheit, Besetzung von Fabriken und anderen Betrieben) zu verzich­ten, Ungesetzlichkeiten, die die Behörden entschlos­sen sind, sich nicht wiederholen zu lassen. Die Regie­rung beschließt, den Machenschaften und Umtrieben gewisser Ausländer auf französischem Gebiet ein Ende zu setzen. Der Mi- nifterrat billigt die Vorschläge, die die Ueberroa« chung aller ausländischen Agitatoren, gleichviel wel­cher Richtung, vvrsehen. Außerdem hat der Minister­rat die Lage in Algerien, Tunesien und Marokko geprüft. Die Regierung faßt die Be­rücksichtigung der berechtigten Forderungen der Be­völkerung ins Auge, ist aber deshalb nicht weniger bemüht, überall die Achtung vor der fran­zösischen Macht aufrechtzuerhalten und be­stimmt den Staatsminister Sarraut, die ein­heitliche Gestaltung der nordaftikanischen Dienst­stellen zu übernehmen.

Pessimismus in London.

London, 2. Okt. (DNB.) Die Londoner City bot ein Bild der (Erregung und Ratlosigkeit. Alle Anzeichen einer neuen Frankenkrise spiegelten sich in dem plötzliien Massenangebot franzö­sischen Geldes wider. Der Kurs des französi­schen Franken sank bis auf 152 zum Pfund, wäh­rend Freitag noch 144,50 Franken für das Pftind bezahlt wurden. Gold wurde für 714 000 Pfund an­gekauft, für einen Samstag eine noch kaum er­reichte Höhe. Insgesamt wurden vergangene Woche für vier Millionen Pfund Gold aüfge'fauft. Auch die Beschlüsse des französischen Kabinetts haben die Stimmung nicht beeinflussen können. So schreibt Eoening Standard": Wirtschaftlich wie politisch sehe die Lage in Frankreich sehr ungünstig aus. Sunday Expreß" glaubt prophezeien zu können, daß der Frank im Verhältnis zum Pfund in den nächsten Tagen auf 16 0 bis 175 finken werde. Man erwartet für Montag die Schließung der Pariser Börse, nachdem der Währungsfonds erschöpft sei. Der Frank stehe so niedrig wie noch nie seit elf Jahren.