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Fütterung des Roggens und Wetzens zu verbieten, so müssen wir auch vom Städter ver­langen, mit dem wichtigsten Nahrungsgut des Vol­kes, dem Brot, sorgsam umzugehen. Dazu gehört vor allen Dingen der Unfug vieler Haushaltungen, das Brot ausgeschnitten auf den Tisch zu bringen, wodurch die nicht gegessenen Brotschnitten im allge­meinen dem Verderb ausgeliefert werden. Hierhin gehört auch, daß dem dunkleren Brot und Mehlder Vorzug gegeben wird, nicht nur weil Deutschland mehr Roggen als Weizen bauen kann, ondern auch deswegen, weil Roggenbrot ge­ll n d e r ist. Ebenso ist nicht nur aus volkswirt- chaftlichen Gründen der Verzehr von frischem Brot Verschwendung, sondern er ist auch gesundheitlich schädlich.

Wir dürfen in diesem Jahre auf eine reiche Kartoffelernte hoffen. Wir haben vom Er­zeuger bewußt einen stärkeren Kartoffelanbau ver­langt, da dieser ergiebiger ist als der Getreidebau. Mit dieser Verlagerung der Erzeugung muß jedoch Hand in Hand gehen eine Verlagerung des Verbrauches. Es ist notwendig, daß auch der Verbraucher dieser Tatsache Rechnung trägt, indem er den Verbrauch von Brot zugunsten der Kartoffel einschränkt und z. B. abends mehr Kartoffeln statt Brot ißt.

Der Verbraucher muß in Zukunft die Rahrungs- güter bevorzugen, die uns unsere heimat­

liche Scholle reichlich zur Verfügung stellt, dagegen muh der Verbrauch solcher Lebensmittel eingeschränkt werden, deren Erzeugung auf deutschem Boden nicht in reichlichem Maße möglich ist. Stadt und Land müssen sich in der Befolgung dieser selbstverständlichen ernährungs­politischen Folgerung eng zusammen­schließen, denn nur eine einheitliche Aus­richtung der gesamten Verbraucherschaft auf den zweckmäßigen und richtigen Verbrauch kann, auf die Dauer gesehen, die Anstrengungen des deutschen Landvolks, die Ernährung des Volkes

zu sichern, zum vollen Erfolg führen.

Für den deutschen Bauern und Landwirt möchte ich, mein Führer, das Gelöbnis ablegen, daß der deutsche Bauer freudig seine Pflicht erfüllen wird. Wir werden unsere ganze Kraft zusammennehmen, um auch das kommende Jahr der deutschen Ernäh­rung erfolgreich zu bestehen. Wir bitten den All­mächtigen, uns beizustehen in unseren Bemühun­gen, damit auch künftig unsere Felder reiche Ernten tragen. Wir gehen an diese Aufgabe in dem Be­wußtsein heran, daß sie uns gelingen wird, weil Ihre Politik des Friedens, mein Führer, die Vor­aussetzung schafft, um dem deutschen Landvolk seine Arbeit auf der deutschen Scholle zu ermöglichen.

Cs kam nur eine Freiheit geben, die Freiheit des Volkes.

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Der Führer spricht von der Tribüne auf dem Bückeberg zum deutschen Landvolk. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Ser Führer spricht.

Deutsche Volksgenossen unb Volksgenossinnen!

Meine deutschen Bauern!

Unter den großen demonstrativen Gemeinschafts- kundgebungen des deutschen Volkes und des neuen Reiches nimmt das Erntedankfest einen ersten Platz ein. In ihm soll sich nicht nur das deutsche Bauerntum, sondern auch das deutsche S t a d t v o l k vor dem ganzen Volk zu den Grund­sätzen bekennen, die in erster Linie feine Unab­hängigkeit und damit fein Leben ermög­lichen.

Die Zeit vor unserer Machtübernahme wurde von anderen Prinzipien beherrscht als unseren jetzigen. Damals gab es eine liberale Parole, die lautete: .Leder kann tun, was er will!" Und dann folgte die marxistische Lebensparole, die lautete: ,Lede Klasse kann tun, was sie will, d. h. was zu tun sie stark genug ist." Heute aber gibt es nun nur eine Parole:Jeder muß tun, was allen nützt, was allen zugutekommt! (Lang anhaltender, stürmischer Beifall der Massen.) Wie wäre es möglich, eine Gemeinschaft aufzurichten, wenn in ihr jeder das tun wollte, was er glaubt tun zu können! Wir find hier versammelt eine gewaltige Kundgebung, eine gigantische Demonstra­tion! Und doch sind Sie alle in diesem Augenblick nur ein Teil eines gesamten Größeren! Darin liegt das Geheimnis jeder Leistung und jeden Er­folges!

Genau so unmöglich aber ist die Parole, daß jede Klasse tun kann, was sie tun will. Auch diese Parole haben wir in Deutschland kennengelernt. Sie hat ihren letzten Ausdruck gefunden in dem Satz:Und wenn dein starker Arm es will, dann stehen alle Räder still." Jawohl, die Rädersind stillge- ft a n b e n Aber man konnte sie auch nicht mehr in Gang bringen! Das Ergebnis dieser Parole haben wir tennengelernt: Sieben Millionen Er­werbslose, eine vernichtete Wirtschaft, ein ruiniertes Bauerntum.

Es gibt daher keine Freiheit des einzelnen, so roenig es eine Freiheit der Klasse gibt. Was heißt, meine lieben Bauern, Freiheit des einzelnen? Sie wissen selbst, wie sehr Sie von der Natur und von den Aufaaben Ihres Berufs gezwungen find, be­stimmte Arbeiten durchzuführen, ob sie Ihnen ge­rade gefallen oder nicht, ob das Wetter schön oder schlecht ist! Die Natur zwingt die Menschen un­

unterbrochen zu Arbeiten, die ihnen nicht gefallen, zu Leistungen, die nickt immer angenehm sind.

Das Leben würde vielleicht aber auch gar nicht schön sein, wenn alles so ginge, wie der ein­zelne es gerade haben wollte. 3m Gegenteil, Wider st ände z n überwinden, ist der höchste Triumph des Lebens! (Lang anhalten­der stürmischer Beifall der 'Millionenkund­gebung.) Ls kann nur eine Freiheit geben, die Freiheit des Volkes! Und diese Freiheit kann nur dann gewährleistet werden, wenn jeder einzelne bereit ist, dafür auch sein Opfer zu bringen. (Begeisterte Zustimmung der Massen.) Freiheit des Volkes aber heißt vor allem Sicherung der Ordnung des Lebens. Der nationalsozialistische Staat hat eine Autorität aufgerichtet, die nicht einer be- stimmten Klasse verschrieben ist. 3n unserer Partei hat sich das ganze deutsche Volk feine politische Organisation gegeben. Sie erfaßt das ganze Volk und trägt damit auch die ge­samte Verantwortung. Liner muh sie be­sitzen: wo käme auch nur der kleinste Bauern­hof hin, wenn nicht einer die Verantwortung fragen wollte! Wenn nicht einer bestimmen würde, was geschehen muh und wie es zu ge­schehen hat. Und im Großen ist es nicht anders als im Kleinen. 3n der Volksgemeinschaft nicht anders als einer Familie: Liner muh den Ge­samtüberblick haben, einer ist verantwortlich, nicht nur für die Organisation der Erzeugung, sondern auch für die Einteilung des Verbrauchs! Ls ist Aufgabe der Führung, dah sie dies alles überblickt und von ihrem Standpunkt aus der Gesamtheit die notwendigen Anweisungen für die Durchführung des Lebenskampfes gibt

Der nationalsozialistische Staat hat die Organisa­tion geschaffen, die es ihm ermöglicht, die großen Direktiven sowohl für die Produktion als für den Verbrauch zu erteilen. Er tut es nur des deut­schen Volkes wegen. Denn wenn wir heute irgendeine Anordnung herausgeben, wie im ver­gangenen Jahre z. B. die Regelung des Fettver­brauches, dann tun wir das nicht etwa den Schwei­nen zuliebe, sondern wir tun es für das deutsche Volk, um es vor bitteren Enttäuschungen und Not zu bewahren. (Brausende Zustimmung der Massen.)

Wir haben einen Anspruch ans unsere Kolonien.

Mr haben ungeheuer schwere Probleme zu lösen. Aber: Wir selbst müssen diese Probleme lösen und mit ihnen fertig werden. Die Umwalt hat nur Unverständnis oder unsinnige Bemerkungen dafür. (Zustimmung und Heiterkeit.)

Wenn wir heute sagen, dah unser Lebensraum zu klein ist, und dah wir daher unseren Lebens­raum unbedingt durch Kolonien er­gänzen müssen, dann geht so ein weiser Kopf irgendwo in der Welt daher und erklärt:Was brauchen Sie Kolonien? Kolonien würden Ihnen gar nichts nützen! Sie können ja kaufen!" So gescheit sind wir auch, dah wir kaufen können, wennwirGeldhaben. Man hätte uns nur nicht erst 15 Jahre ausplündern sollen, dann könnten wir heute taufen! (Stür- Mischer Beifall der Riesenkundgebung.) Es gibt reiche Leute, die sagen:Reichtum ist eine Last, an der man sehr schwer zu tragen Hal! Keiner sehne sich danach, dah auch er von dieser Last aufgebürbef bekommt!" Run möchte man mei­nen, dah, wenn Reichtum eine jo schwere Last

fein soll, sie dann froh fein mühten, etwas von ihr ab)ugeben. Allein, das wollen sie dann doch wieder nicht. So gibt es auch fremde Staatsmänner, die sagen:Kolonien sind eine schwere Last." Aber sie wo l l e n von dieser Lastnichtsabgeben! Sie sagenKolonien haben gar keinen Wert!" Aber trotzdem wollen Sie diesesWertlose" unter keinen Umständen dem rechtmähigen Besitzer zurück­geben! Wenn ich vom rechtmähigen Besitzer spreche, bann nur in einer Zeit unb in einer Welt, die erfüllt ist von den Idealen völker­bundsrechtlicher Sittlichkeit und Sittsamkeit. Und nach diesen Idealen haben wir Deutsche ja einst unsere Kolonien erworben. Und nach anderen Prinzipien» die vom Standpunkt der Völker­bundsmoral aus schärfstens zu verdammen sind, haben wir sie verloren.

Glauben Sie: Wir stehen schwereren Aufgaben gegenüber als andere Staaten und andere Länder: Zuviele Menschen auf einem zu kleinen Lebens­raum, es mangelt an Rohstoffen, mangelt an An­

baufläche, und trotzdem: Ist Deutschland nicht schön? Ist Deutschland nicht trotzdem wunderbar? Lebt unser Volk nicht trotzdem so anständig? Möchten Sie alle mit irgend etwas anderem tauschen? (Stürmische Niemals! -Rufe der Massen.) Ja, meine Volks- aenossen, woher kommt das, weshalb ist Deutsch­land heute wieder schön? Es ist schließlich das Ergebnis der Arbeit, des Fleißes und einer überlegenden Organisation! (Stürmi- cher Beifall und lang anhaltende Heil!-Rufe.) Sie wissen ja: Als ich zur Macht kam, da prophezeite man mir genau sechs Wochen Regierung. Und die Männer, die vor mir regierten, müßten das wissen, denn sie sind ja selbst meistens nicht länger da- ^ewesen als sechs Wochen. Seitdem sind nun bald ü n f Ja h r e vergangen. Was aber ist aus Deutsch­land geworden?! Ich lasse Ihnen nicht umsonst hier bei jedem Erntedankfest die Hebungen der Wehrmacht vorführen. Sie soll Sie alle erin­nern, daß wir hier nicht stehen würden, wenn über uns nicht Schild und Schwert Wache hal­ten würden. (Begeisterte Kundgebungen der Mas­sen.) Jawohl, wir haben den Frieden, aber nur, weil über ihm d i e neue deutsche Waffe gehalten wird. Das gibt uns den Frieden, das gibt uns die Sicherheit und das gibt uns die Voraus­setzungen für unsere Arbeit. (Erneute stürmische Kundgebungen.) Dieser Emporstieg Deutschlands ist aber kein Wunder. Die Grundsätze dieser Entwick­lung können wir in vier Punkten zusammenfassen.

Erstens: Wir haben dem Streit der Einzelnen und der Klassen untereinander, dem Streit der Stände, der Konfessionen und der Parteien unter­einander ein Ende gemacht! Wir haben über dem aufgerichtet das deutsche Volk, so wie Sie jetzt alle hier vor mir stehen. Wir haben diesem Volk die Ueberzeugung gegeben, daß es nur als Volk bestehen kann und nicht als eine Samm­lung von Individuen ober Parteien usw.

Zweitens: Wir haben darüber eine Autori­tät gestellt: Eine Autorität, die niemand anderem verpflichtet ist als dem deutschen Volk und die sich daher auch kraft dieses Mandats durch­gesetzt hat, durchsetzt und durchsetzen wird.

Und drittens: Wir haben vor allem einen Willen in Deutschland herausgearbeitet. Wie not­wendig aber ist doch das! Wir haben es erlebt im vergangenen Jahre, als die Verhältnisse uns zwan­gen, einen neuen Plan zur Durchführung zu bringen, den Vierjahresplan. Warum tun wir das? Weil nur durch eine solche gewaltige Anstrengung diejenigen Aufgaben zu lösen sind, die uns infolge unserer Verhältnisse nun einmal gestellt sind. Das kann aber nur ein Wille und nicht der Wille von 15, von 20, von 50, 100 oder gar von ich weiß nicht wieviel tausenden Menschen ober gar Vereinen und Verbänden. Aber nicht nur in der städtischen Wirtschaft, in der Industrie ist eine solche willensmäßige Führung notwendig, sondern auch in unserer Landwirtschaft. Auch hier muß man von Zeit zu Zeit große Parolen geben. Der Einzelne weiß ja gar nicht, was notwendig ist, da­mit alle bestehen können.

Es ist aber die Voraussetzung für jeden (Erfolg, daß der, der den Willen repräsentiert, auch in feinem Willen respektiert wird. Solange die deutsche Ration in allen Ständen einem einzel­nen Willen sich unferorbnet, solange werden alle Probleme zu lösen sein! Wir haben sie ja auch bisher gelöst! Aber ich konnte sie nur lösen, weil hinter mir das deutsche Volk stand! Deshalb, weil Sie mir nachmarschiert sind, konnte ich vorangehen! (Jubelnde Zustimmung der Massen.) Als ich im vergangenen Jahr den Befehl zur Besetzung des Rheinlandes gab, war das Entscheidende nicht, daß die Soldaten mar­schierten, sondern daß das deutsche Volk mitging, daß die ganze Ration sich hinter mich stellte. Dem haben Sie den Erfolg zu verdanken! (Stürmische Beifallskundgebungen.) Das gilt für nufere industrielle Erzeugungs- fchlacht genau fo wie für die landwirtschaftliche. Je mehr wir alle lernen, ich möchte fast sagen, auf ein Kommando in eine Linie einzuschwen­ken, um so größer wird der Erfolg sein.

Sie deutsche Arbeit ist die solideste Deckung der deutschen Währung.

Der vierte Grundsatz aber heißt, daß bei uns die Arbeit alles ist. Ich sage bei uns, denn in anderen Ländern ist es nicht so, unb bei uns war es früher auch nicht ber Fall. Bei uns war auch einmal bas Gelb alles. Das war in ber Zeit, in ber bie Stunbe erst mit 100 000 Mark unb bann mit einer Million unb endlich mit einer Billion honoriert wurde. Seit diese Zeit vorbei ist, kam das deutsche Volk etwas zum Nachdenken. Ader erst seit unserer Machtübernahme sind die Konsequen­zen aus diesen Erfahrungen gezogen worden. Die Konsequenz heißt: Geld ist garnichts, Produktion ist alles! (Stürmische Zustim­mung.) So können wir auch das Wunder erleben, daß in anderen Ländern, die mit Gold und De­visen vollgepfropft sind, die Währungen zugrunde gehen, und in Deutschland, wo hinter der Währung an Gold und Devisen gar nichts steht, bie Mark stabil bleibt! Hinter der deutschen Mark steht die deutsche Arbeit! (Brausende Beifallskundge­bungen ber Millionenmassen.) Das ist bie fi- cherste Währung, weil sie bie solideste Deckung hat. Die Arbeitskraft einer Nation von 68 Mil­lionen kann, zusammengefaßt, Wunder vollbringen. Sie gibt dem Geld erst seinen Wert. Denn: Wenn du mich fragst, deutscher Bauer, was deine land­wirtschaftliche Produktion für einen Wert hat/ dann kann ich dir sagen: Genau so viel Wert wie die Arbeiter in der Stadt dafür schaffen! Und wenn der Arbeiter in der Stadt mich fragt: Was haben die Güter für einen Wert, die ich erzeuge? so antworte ich ihm: Das, was der Bauer auf dem Lande für dich arbeitet. Jeder bekommt nur das, was der andere geschaffen hat, keiner kann mehr erhalten, als was von anderen erarbeitet und er­

zeugt wurde. Daher ist bas Problem unserer Le­benshaltung ein Erzeugungs Problem, ein Problem ber Arbeit, ber Organisation ber Arbeit unb ber Verteilung ihrer Ergebnisse.

Unb damit haben Sie bas ganze Wunder. Es ist nur ein Wunder der Vernunft, daß nämlich das deutsche Volk langsam fo vernünftig geworden ist und wieder denken gelernt Hal. Daß es heute Millionen von Arbeitern gibt, die allmählich begreifen, daß Geld an sich gar keine Rolle fpielt, dah das nicht entscheidend ist, was er an gedrucktem Geld bekommt, son­dern das, was er dafür kaufen kann! Und er kann nichts kaufen, was nicht andere wieder geschaffen haben! Dasselbe gilt auch für den deutschen Bauern. Auch er muh für feine Arbeit die Arbeit anderer einfau- fchen können. Denn, was wir auch produzieren, ob Getreide, Gemüfe oder Kartoffeln, ob Ar­beiter Kohle fördern oder Eifen schaffen, das geht nicht zu den Sternen in die höhe, das wird von uns allen wieder konsu­miert und nicht von den Millionären. Die Millionäre können die deutsche Kartoffelernte nicht aufessen, sie gehl in die Millionen­masse unseres Volkes. Daher ist die deutsche Lebensfrage eine Frage der Ar­beit, der Arbeitssteigerung, der Organisa­tion dieser Arbeit und der vernünftigen Ver­teilung ihrer Ergebnisse.

Wir haben ein Recht dazu, Feste zu feiern.

Und damit sind auch unsere großen Kundgebun­gen, die wir in Deutschland abhalten, immer nur wieder Tagungen, auf denen wir versuchen, unser Volk zu vernünftigem Denken zu bringen. Es ist so leicht, den Menschen etwas zu versprechen, aber unendlich schwer, es zu halten Und ich kann von mir wohl sagen, daß ich dem deutschen Volk nie etwas versprochen habe, was ich nicht auch zu halten in der Lage war. (Lang anhaltender stür­mischer Beifall.) Ich glaube sogar, ich habe mehr gehalten in den fünf Jahren, als einst ver- sprachen worden ist! (Erneute stürmische Zustim­mung.) Aber doch nur deshalb, weil es mir ge­lang, das deutsche Volk zu einem vernünf­tigen Mitgehen zu erziehen!

Wir freuen uns darüber, daß wir heute diesen «hier feiern. Denn wir haben den Grund- if der einen Seite arbeiten bis zum Aeußer- ften, und auf der anderen Seite dann aber auch Freude und Feste. Unsere Gegner sagen: Ihr feiert schon wieder ein Fest! Natürlich, wir haben ja auch ein Recht dazu! Ihr habt früher allerdings keinen Grund gehabt, Feste zu feiern, denn ihr habt ja auch nichts geleistet. Wir haben etwas ge­schaffen, und wir haben darum auch ein Recht, nach getaner Arbeit zu feiern! (Tosender Beifall.)

Eine große Arbeitsschlacht ist glücklich zu Ende gebracht worden. Wir haben wieder unsere Arbeit hinter uns, und darum können wir uns auch jetzt wieder freuen! Das können der deutsche Bauer und das ganze deutsche Volk an diesem Erntedank­fest. (Begeisterte Kundgebungen der Massen).

Wenn wir diesen Weg weitergehen, anständig, fleißig und redlich, wenn wir so brav und treu unsere Pflicht erfüllen, dann wird, das ist meine Ueberzeugung, auch in der Zukunft ber Herrgott uns immer wieder helfen. Er läßt anständige Menschen auf die Dauer nicht im Stich! Er kann sie vielleicht manchmal erproben, ihnen Prüfungen schicken, aber auf die Dauer läßt er doch immer wieder seine Sonne über sie strahlen und gibt ihnen am Ende seinen Segen. (Stürmischer Beifall der Massen.)

Es ist etwas Wunderbares, wenn wir durch dieses schaffende Deutschland hindurchfahren. Es ist wirklich- ein blühender Garten, es erscheint uns schöner als irgend etwas ande- res auf der Welt. Rur der, der Deutschland fo kennt, kann auch ermessen, wie wir an die­sem Deutschland hängen, wie besorgt wir sind, dah ihm kein Unheil zustoßen möge, vor allem daß ihm der Friede erhalten bleibt.

Wir haben keine Lust, mit irgend jemanden Händel anzufangen. Aber es fall auch jeder wissen: Den Garten, den wir uns bestellt haben, den ernten wir auch allein ab, und niemand soll sich einbilden, jemals in diesen Garten ein­brechen zu können! Das können sich die inter­nationalen jüdischen Bolschewistenverbrecher ge­sagt fein taffen: Wo immer sie auch hingehen an der deutschen Grenze stoßen sie auf ein eisernes Stop! (Lang anhaltende begeisterte Zustimmung.) Deutschland wird feine Freiheit, feine Unabhängigkeit und Sicherheit, feine Kultur und damit auch fein Leben schützen und bewahren!

Wenn wir alle in Stadt unb Land so zusammen, halten, wenn jeder einzelne auf dem Platz, aus dem er steht, anständig seine Pflicht erfüllt unb nicht nur an sich allein, sondern auch an feine Mit­menschen denkt, bann, glauben Sie, kann nichts kommen, was uns zerbrechen könnte. Wir werben bestehen! Auch im kommenden Jahr unb in ben kommenden Jahrzehnten! Wir haben an diesem heutigen Tag eine wunderbare Sonne. Ein Jahr vor uns gab es strömenden Regen. Was es bas nächste Jahr geben wirb, weiß ich nicht. Aber baß wir immer roieber hier stehen werben, bas weiß ich, ganz gleich wie das Wetter sein wird! (Stür­mischer Beifall der Millionenmassen.) Wenn wir uns aber nach einem Jahr hier wieder treffen, dann werden wir aufs neue bekennen können: Das Jahr ist um, unb es ist roieber alles gut ge­gangen. Alles ist noch schöner geworben. Es ist für uns ein Glück, in Deutschland leben zu dürfen. Unser Deutsches Reich unb unser beutsches Volk Sieg-Heil! *

Ein ungeheurer Sturm bes Jubels und der Be­geisterung braust über bie Höhe. Millionenfach stimmen bie Bauern und Bäuerinnen in bas Sieg- Heil ein, das (Bauleiter Rust auf den Führer aus­bringt. Die Lieber ber Nation steigen zum Abschluß ber großen Stunde zum Himmel empor. Der Füh­rer trat im Sonderzug die Weiterreise nach (B o s I a r an. Langsam zerstreute sich die Millionen­menge. Hunderttausende werden noch teilnehmen an denK d F." - V o l k s f e st e n, die in allen Orten ber Umgebung stattfinden.