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Nr. 2C6 Lrstez Blatt

187. Jahrgang

Samstag, September |937

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Mussolini besucht den Führer und Reichskanzler.

Adolf Hitler und Benito Mussolini, eine Aufnahme von der er st en Begegnung des Führers mit dem italienischen Ministerpräsidenten im Juni 1934 in Venedig.

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Berlin, 3. Sept (DBB.) 3n der zweiten Hälfte des September wird der italienische Regie­rungschef Benito Mussolini dem Führer und Reichskanzler auf dessen Einladung einen Besuch in Deutschland abstatten. Ls ist ein (Ereignis von einzigartiger, überragender Bedeutung, daß sich der Schöpfer des faschistischen Italiens und der Schöpfer des nationalsozialistischen Deutschlands in dieser Weise persönlich begegnen. Die Zusammenkunft soll und wird dazu dienen, aufs neue die enge ideelle Verwandt­schaft und Verbundenheit der gewaltigen revolutionären Bewegungen zu bekunden, die in den beiden Ländern zu einer Neugestaltung des gesamten völkischen und staatlichen Lebens geführt haben. Ml seinem Führer weih sich das ganze imRationalsozialismusgeeintedeut- sche Volk eins in der tief empfundenen Freude, den Duce des faschistischen Italiens demnächst auf deutschem Boden begrüßen zu können.

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Der Duce wird dem Führer einen Besuch ab- statten. Zwar ist von dritter Seite her nichts unter­lassen worden, um diesen Besuch zu hintertreiben, aber Mussolini hat sich allen Quertreibereien zum Trotz nicht davon abhalten lassen, seine Reisepläne in die Wirklichkeit umzusetzen. Er kommt als der Mann zu uns, der jeder Allianz gegen Deutschland von jeher abhold war und der in derartigen Allianzen noch niemals eine Friedensgarantie sah. Allerdings konnte sich diese Einstellung in der Ver­gangenheit uns gegenüber nicht so, wie das heute der Fall ist, äußern, denn das Deutschland der Nachkriegszeit befand sich in voller Gärung. Erst als die nationalsozialistische Revolution zum Siege geführt und eine neue politische Realität wurde, konnte Deutschland als politischer Machtfaktor für Italien in Betracht kommen. Die Aehnlichkeit von Formen und Ideen des Nationalsozialismus und des Faschismus ließ das neue Italien die national­sozialistische Machtübernahme herzlich begrüßen, und als der Führer im Juni 1934 Mussolini in Venedig besuchte, kam die Sympathie des italie­nischen Volkes temperamentvoll zum Ausdruck. Da­mals haben beide Staatsmänner erklärt, sie hätten lediglich den Frieden Europas zur Grund­lage ihrer Besprechungen gemacht. Sie lehnten jede Koalitionspolitik ab und wollten nur die Gewitter­wolken, die am politischen Horizont über Europa aufstiegen, verscheuchen und damit dem Frieden dienen. Ihr Streben sei lediglich darauf gerichtet, eine neue europäische Ordnung und einen Frieden der Gerechtigkeit und der Gleichberechtigung an Stelle der Friedensdiktate heraufzuführen.

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Ita­lien sind seit 1934 noch herzlicher geworden. Einst hatte das italienische Einigungswerk sich vollziehen können parallel zu Bismarcks Errichtung der na­tionalen Einheit Deutschlands. Nach dem Siege von Sedan über die Franzosen konnten italienische Truppen den Kirchenstaat besetzen, Rom wurde italienisch, als die letzten französischen Schutztrup­pen des Papstes abgezogen waren. Die Dreibund- Politik zerbrach im Kriege. Oesterreich hatte den Italienern einen großen Teil der Gebiete angeboten, die sie später durch den Sieg der Entente erhielten, aber der italienische Liberalismus stürzte Italien in den Weltkrieg, ohne ihm die nötige Rückendeckung zu verschaffen. So erhielt Italien keine Kolonien. Bei den Friedensoerträgen wurde es beiseite ge­schoben. Der Bolschewismus war in dem politisch enttäuschten, sozial in heftigen Spannungen liegen­den Italien eine ernste Gefahr geworden, als Mus­solinis Schwarzhemden die Marxisten aus den be­setzten Fabriken vertrieben und durch den Marsch auf Rom die Macht an sich rissen. Wie in Deutsch­land durch Adolf Hitler versank der Spuk der Par­teien, die Italiener wurden mit einem neuen Geist und neuer Kraft erfüllt, so daß die Nation zum ersten Mal in der Geschichte seit Jahrtausenden wirklich geeint und selbstbewußt wurde. Es ist be­zeichnend, daß sich dieses Land alter Mittelmeer­kultur zu einem Jmperiumsgedanken bekannte, den es durch die Eroberung Abessiniens und durch Aus­bau seiner Machtstellung im Mittelmeer gegen Eng­land und dessen zweckbewußte Völkerbundsideologie erfüllte. Rom ist das Kraftzentrum des Südens wie Berlin im erneuerten Deutschland das des Nordens geworden ist

Als Mussolini in feiner Mailänder Rede vorn Dezember 1936 das Wort von der politischen Achse BerlinRom prägte, stellte er eine Realität fest, die in der gleichen Grundrichtung der beiden Völ­ker verwurzelt ist. Beide Völker wollen sich selbst leben: beide Nationen sind im Bewußtsein ihrer völkischen Kraftfülle erzfeind dem internationalen Bolschewismus, der jede europäische Ordnung und Kultur vernichten will Im Abessinienkrieg hat Deutschland anerkannt, daß das italienische Volk ein Volk ohne Raum und ohne Rohstoffe war und daß sei heiliges Recht auf Siedlungsraum und Rohstoffe nicht geschmälert werden dürfe. Mit Italien kämpft es für die Niederwerfung und Ausrottung des Bolsche­wismus. Es kämpft für eine Neuordnung Europas und für ein friedvolles Zusammenleben der Völker. Mit anderen Worten: Es verwirft jene Koalitions- Politik, deren Gipfelpunkte die Friedensdiktate mit ihren schreienden Ungerechtigkeiten und der Völker­bund sind, der diese Ungerechtigkeiten schützen soll. Der französische Außenminister Barthou hatte jenen verhängnisvollen Pakt mit dem Bolschewismus ge­schmiedet, der gegen Deutschland gerichtet war und dessen Folgen ein neuer Weltkrieg gewesen wäre, wie der Weltkrieg 1914 (eine Wurzeln im russisch-

französischen Pakt hatte, wenn nicht Deutschland und Italien sich gesunden hätten und ein anderes Ideal, das eines zu einer Zusammenarbeit freier und gleichberechtigter Nationen entschlossenen Eu­ropa nachdrücklich vertreten hätten.

Gerade in der Zeit da der Bolschewismus die Gefahr eines europäischen Krieges mit allen Mit­teln heraufzubeschwören versucht, stehen der Füh­rer und der Duce für eine Neuordnung Europas ein, die diese Gefahr endgültig beseitigen soll. Ihr Werk ist das von Staatsmännern, die ihre Völker mit ganzem Herzen lieben, sie ertüchtigen und ihnen den Frieden sichern wollen. Das deutsche Volk be­grüßt aus vollem Herzen den Führer der befreun­deten und neu erwachten italienischen Nation, der wie Adolf Hitler bewies, daß nur Männer Ge­schichte machen. rt

Der Schöpfer des neuen Italien.

Benito Mussolinis Laufbahn ist fo glanzvoll wie wenige in der Geschichte. Am 29. Juli 1883 ist Mussolini in Dovia in der Romagna als der Sohn eines Dorfschmiedes geboren. Er wuchs in beschei­denen Verhältnissen auf. Nack kurzen Jahren in einem Lehrerseminar wurde der junge Mussolini Hilfslehrer in einem Gymnasium, er beteiligte sich eifrig am politischen Leben, mußte ins Ausland fliehen, hat dort als Maurer gearbeitet und doch den Drang zur Weiterbildung unermüdlich betätigt. Nach der Militärzeit war er in der Heimat Dorf­schullehrer, dann sozialistischer Arbeitersekretär, spä­ter Redakteur an Parteiblättern. Im Weltkriege vertrat er die schärfste nationale Linie und vollzog die völlige Loslösung von der Internationale. Als Korporal der Bergsaglieri stand er im Feuer und

Berlin, 4. Sept. (DNB.) Zu der Meldung über den bevorstehenden Besuch Mussolinis in Deutschland schreibt derVölkische Beobachter": Deutschland erwartet den Chef der italienischen Regierung, es wird in Mussolini aber auch den Führer und Schöpfer des Faschismus begrüßen und den Mann, der durch eine zielklare Außenpolitik und eine weitschauende innerpolitische Führung das heutige Italien zur st ä r k st e n Mittelmeermacht und zur Trägerin eines kolonialen Kaiserreichs gemacht hat Damit sind die geistig-politischen Umrisse gezeigt, die die Deutsch­landreise des Duce haben wird. In ihrem Pro­gramm ist vorgesehen, daß Mussolini nicht nur Ge­legenheit haben wird, die deutsche Wehr­macht kennenzulernen, sondern ebenso die Or­ganisation der nationalsozialisti­schen Bewegung und das d e u t s ch e V ol k in seiner Allgemeinheit. Diese drei Punkte des Be­suches zeigen deutlich, daß das Verhältnis zwischen Deutschland und Italien durch das Schlagwort von derAchsenpolitik" nicht allseitig gekennzeichnet wird, lieber die Tagespolitik hinaus haben beide Völker Gemeinsamkeiten, die den deutsch-italieni- scken Beziehungen eine besondere mora- liche Vertiefung geben. Wer die Notwendig­keiten der heutigen europäischen Politik nur in tak­tischen Schachzügen, im Gegeneinanderausspie^en von Heeresstärken sieht, schaut an den wirklichen Problemen vorbei. Es ist das Kennzeichen unserer Situation, daß die politischen Schwierigkeiten des Taaes mehr denn jeAusdrucke'nergrotzen aeistigen Krise sind. Und hier kommt es auch nur auf die Universalität des Standpunktes an, ob man dieser Krise den Namen Kulturkrise geben will oder soziale Not, völkische Auflösung, Balka­nisierung Europas oder Kommunismus. Dies eine jedoch steht fest, daß alle Nationen Europas in irgendeiner Form an diesem Umbruch eines Jahr­hunderts leiden, das im Weltkrieg begraben wurde Hier aber müssen die reinen Taktiker des Augen-

ist schwer verwundet worden. Nach dem für Ita­lien ungünstigen Frieden gründete Mussolini seine Organisation der Schwarzhemden, trat ins Parla­ment und machte 1922 den historischenMarsch nach Rom". Der König ernannte ihn zum Ministerprä­sidenten. Er ist im Laufe dieser Jahre der große Erzieher des italienischen Volkes geworden.

Mussolini hat seine polittsche Erkenntnis auf den Lehren der Nachkriegszeit aufgebaut. Er erkannte die Unfähigkeit des Marxismus, die Kraft wahrer sozialistischer Gemeinschaft, den Schwung der auf­bauenden Revolution. Er verband die Kraft des nationalen Gedankens mit der Opferfähigkeit des echten Sozialismus, er ordnete die Arbeiter in die Schicksalsgemeinschaft der Nation ein. Die große Ueberlieferung des alten Rom fand in ihm den stärksten Förderer und Deuter. Mussolini verwarf den Pazifismus und alle schwächlichen Verfallser­scheinungen und stellte jeden Staatsbürger in den Dienst der Gesamtheit.

So ward der Duce der Schöpfer des neuen Ita­lien. Die Bauten Roms, die Urbarmachung der Pontinifchen Sümpfe, neue Straßen und Brücken, die Motorisierung des Verkehrs, die Aufforstung weiter Gebiete, die Rückkehr zu Ordnung und Disziplin sind die äußeren Zeichen seiner Regierung. Ein modernes Heer bewies in einem glänzenden Kolonialfeldzug seine Leistungskraft, die Flotte stellt sich in imponierender Stärke dar, im Flugwesen steht Italien mit an der Spitze der Nationen. Die! Eroberung Abessiniens, einer Welt von Gegnern zum Trotz, fand ihre Krönung durch die Ausrufung des neuen Imperiums und die Proklamation des Königs aus dem Hause Savoyen zum Kaiser von Aethiopien.

blicks immer ratloser vor Ausgaben stehen, die nur große Charaktere bewältigen können. Die Zeit ist damit vorbei, wo es noch gelingen konnte, die europäischen Fragen von außen her, mit reinen Formänderungen zu lösen. Diese Methode versandete schließlich in den Kommissio­nen und Ausschüssen des Genfer Völkerbundes, jenes Instituts, das am deutlichsten die Unzuläng­lichkeit einer reinen außenpolitischen Taktik gegen­über Problemen nachweist, die nicht weniger und nichts anderes als den Neubau Europas fordern. Aus dieser letzten Wurzel politischer Betrachtung entstand die Gemeinsamkeit nationalsozialistischer und faschistischer Politik. Eine Gemeinsamkeit, die ihre Bestätigung eben nicht in taktischen lieber» legungen sieht, sondern in dem tiefen, verantwort­lichen Bewußtsein, daß die geistig-moralische Krise Europas, die ihren schärfsten Ausdruck in der Sowjetherrschaft im Osten findet, nur von einem n eu e n Willen und einer neuen Zucht der europäischen Völker überwunden werden kann. In dem Besuch Mussolinis in Deutschland findet die Gemeinsamkeit dieser Haltung, die völ­kische Verschiedenheiten keineswegs ausschließt, son­dern sogar bedingt, einen neuen Ausdruck. Deutsch­land begrüßt hier den Mann als seinen willkom­menen Gast, der mit der Revolution des Faschis­mus dem Zerfall des Nachkriegseuropas als erster auf italienischem Boden Einhalt gebot. Es begrüßt den Politiker, der als italienischer Ministerpräsident die deutsch-italienischen Beziehungen aufbaute, wie dies von deutscher Seite aus der Führer tat. Dabei erinnert sich Deutschland noch besonders, daß der Duce seinerseits ja Adolf Hitler schon im Juni 1934 auf italienischem Boden begrüßte Die Ereig­nisse der letzten Jahre haben bewiesen, daß jene erste Fühlungnahme zwischen den zwei Männern nicht ergebnislos war Inzwischen sind die Mittel und Kräfte der beiden Nationen gewachsen, das Ziel aber ist das gleiche geblieben: Das neue Europa1

Sendboten des Friedens

Die Woche vor Beginn des Nürnberger Reichs­parteitages gehörte der Auslandsorganisa­tion der NSDAP., die in Stuttgart, der Stadt der Ausländsdeutschen, aus allen Teilen der Welt, wo Reichsdeutsche wohnen und ihrem Beruf nach­gehen, zusammenkamen, um hier nun aus dem Munde führender Männer des Staates und der Bewegung Ausführungen grundsätzlicher Art über Deutschlands politische und wirtschaftliche Stellung in der Welt und zur Welt entgegenzunehmen. So haben hier in Stuttgart u. a. der Stellvertreter des Führers Reichsminister Rudolf Heß und der Reichsaußenminister Freiherr von Neurath 3U den Ausländsdeutschen gesprochen und aus beiden Reden klang ebenso wie aus den Darlegun­gen Gauleiter B o h l e s , des Chefs der Auslands­organisation im Auswärtigen Amt, das Erstaunen wider über den trotz aller unmißverständlichen Klar­stellungen böswillig fortgesetzten Verleumdungsfeld- 0ug, dem die Auslandsorganisation der NSDAP, in manchen Ländern, vor allem in England, aus­gesetzt ist. Es ist deshalb in Stuttgart noch einmal vor aller Welt von verantwortlicher leitender Stelle der Partei und des Staates mit erfreulicher Deut­lichkeit erklärt worden, was die Auslandsorganisa­tion ist, worauf sie ihre Berufung gründet und welche Aufgaben sie hat.

Die Auslandsorganisation soll alle reichsdeuffchen Staatsbürger umfassen, die im Auslande wohnen und dort ihrem Beruf nachgehen, sie hat also nichts zu schaffen mit den Volksdeutschen, die wohl deut­schen Bluts und deuffcher Abstammung sind und auch meist noch die deutsche Sprache sprechen, aber die fremde Staatsangehörigkeit erworben haben und meist in geschlossenen überwiegend deutschen Siedlungen leben. Die Auslandsorganisation will also die Reichsdeuffchen im Ausland um sich sam­meln, ihnen raten und helfen in ihren Sorgen und Noten, sie kulturell betreuen, daß sie ihres Deutsch­tums bewußt bleiben und vor allen Dingen ihnen das Gefühl geben, daß die Heimat stets hinter ihnen steht in ihrem oft fo schweren Lebenskampf.Die Heimat vergißt euch draußen nicht, denn ihr seid ein Teil von uns!" so hat in Stuttgart der Stell­vertreter des Führers den Ausländsdeutschen zu­gerufen, selber ein gebürtiger Auslandsdeutscher, dessen Eltern noch heute in der ägyptischen Hafen­stadt Alexandrien leben. Aus der engen Verflech­tung von Partei und Staat im nationalsozialistischen Reich nimmt die Auslandsorganisation der NSDAP, ihre Berufung her und der Führer und Reichs­kanzler hat diesen Auftrag noch einmal ausdrücklich unterstrichen, als er den Gauleiter Bohle zum Chef

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Ministerpräsident Goring bei den Ausländs­deutschen in Stuttgart; rechts Gauleiter Bohle.

(Scherl-M.)

der Auslandsorganisation im Auswärtigen Amt er­nannte und damit auch auf dem Gebiet der Be­treuung der Ausländsdeutschen die Verbindung von Partei und Staat herstellte.

Aus dem bisher Gesagten geht eindeutig hervor, daß die Auslandsorganisation mit der Betreuung der deuffchen Staatsbürger im Ausland eine Auf­gabe übernommen hat, deren Erfüllung auch für alle anderen großen Nationen eine Selbstverständ­lichkeit i[t. Sie ist ebenso wie die von ihr Betreuten verpflichtet, sich jeder Einmischung in die inneren Verhältnisse des Gastlandes zu enthalten und des­sen allgemeine Gesetze peinlich zu beobachten. Die Einsetzung eines Chefs der Auslandsorganisation im Auswärtigen Amt ist, wie Reichsaußenminister Freiherr von Neurath noch einmal ausdrücklich be­tonte, die beste Gewähr dafür, daß die Tätigkeit der Auslandsorganisation sich überall in den Grenzen hält, die der Minister ihr gesteckt hat. Das allem sollte genügt haben, den lächerlichen Verdächtigun­gen den Hals zu brechen, mit denen man nament­lich in England die Gliederungen der Auslands­organisation und ihre Angehörigen verfolgt hat. Der Hetze einer gewissen Presse, die ihre falschen Informationen aus Emigrantenkreisen bezogen haben mag, ist es gelungen, der englischen Oeffent- lichkeit ein wahres Zerrbild von der deutschen Aus­landsorganisation und ihrer Tätigkeit zu entwerfen. Nur so konnte man in einer gerade jetzt zu Beginn der großen englischen Auftüstung schon hysterisch

Deutschland in freudiger Erwartung des Duce.