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Aus der engeren Heimat

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Marscheinheit des GebietesHeffen-Naffau nähert sich dem Gammellager Fürth.

Die Früchte aus Nachbars Garten sollen hierbei un­angetastet bleiben. Doch sein Fallobst, das er um-

200 BDM.-MS-el aus -em Obergau Hessen Nassau fahren zum Reichsparteitag.

9.36 Uhr.

Ankunft in Bamberg um 13.58 Uhr.

Rückfahrt am 12. September ab Bamberg 10.36 Uhr.

tun, das Fallobst vor dem Verderb zu schützen? Ganz gewiß!

Wer das Recht zu ernten hat, der hat auch dle Pflicht zu ernten! Was der deutsche Boden trägt, muß für den deutschen Menschen ver­wertet werden.

Man braucht deshalb nicht gleich die Forderung zu erheben, die Zäune um die Gärten müßten nieder­gerissen werden. Aber wie wäre es, wenn der Be­sitzer des Gartens, der in der Stadt wohnt, einer in der Nähe des Gartens wohnenden Familie die Schlüssel zum Garten überläßt mit dem Recht, alles im Laufe der Woche sich ansammelnde Fallobst auf­zusammeln und zu verwerten? Wer dagegen Be­denken hat, kann sich an die NSD. wenden, die dann einer armen Familie die Verwertung des Fallobstes zuweist. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.

Aus dem württembergischen Obstanbaugebiet kam vor kurzem die Meldung, daß bereits 100 000 Zent­ner Fallobst der Marmeladeherstellung zugeführt worden sind. Fallobst, das sonst an Straßengräben und Wegrändern umkam, und das Hitler-Jugend und die Bevölkerung in diesem Jahr eifrig aufge­sammelt haben!

Fallobst ist Ernlegut wie jede andere Frucht, die auf unserem Boden reift. Dir können es uns nicht leisten, etwas verderben zu lassen.

Mädels wohlfühlten und sich weltanschaulich die ihnen bevorstehenden großen Aufgaben vor­bereiten könnten. In diesen Heimen solle die Jugend aus der Jugend heraus geschult werden zum Wohle von Volk und Vaterland. Die Frage der HJ.-Heim- beschaffung sei deshalb eine Angelegenheit, die die Bürgermeister ganz besonders angehe, und er sei als Bannführer fest davon überzeugt, daß in enger Zusammenarbeit der zuständigen Dienststellen bald in jedem Ort zweckentsprechende Heime gebaut würden, in denen sich die Jugend wohlfühlen werde.

Die Früchte aus Nachbars Garten

Fallobst ist Erntegut! - Nichts darf umkommen!

ZdR. Hat jemand einen Garten, so hat er auch einen Zaun, um ihn herumgemacht, mit Stachel­draht oder ohne, mit Selbstschüssen oder zum minde­sten mit einer Warnungstafel. Das ist fein gutes Recht, denn was er gesät und gepflanzt, das will er auch ernten. Die Früchte aus Nachbars Garten ge­hören niemand anderem als dem Nachbarn selbst.

Und wieder kommt nun langsam der Herbst ins Land. Aepfel, Birnen und Pflaumen reifen. Nicht jede Frucht aber bleibt auf dem Baum, bis ihre Reife vollendet ist. Regen, Hagel und Wind schlagen die Früchte oft vorzeitig herunter. Dann liegen sie im Grase, die Aepfel und Birnen, und niemand hebt sie auf. Zwar wer ständig in seinem Garten ist, der wird sich auch um das Fallobst kümmern und es eifrig aufsammeln, um Marmelade, Mus ober Süß­most daraus zu bereiten.

Aber wie oft kann man an Grundstücken am

Rande der Städte vorbeikommen, auf denen das

Fallobst in reichen Mengen am Boden liegt und zu faulen beginnt, ohne daß sich jemand be­müht, es aufzusammeln und zu verwerten.

Die Früchte aus Nachbars Garten und also auch fein Fallobst sind ja durch den großen Zaun ge­schützt, sonst könnte man hier leicht Abhilfe schaffen.

Warum wird das Obst nicht auf gesammelt?! Oft

Lebensfragen der Oorfgemeinschafi

Bürgermeister-Versammlung der Kreisabteilung Gießen.

NSG. Nachdem die Marscheinheit des Gebietes Hessen-Nassau des Adolf-Hitler-Marsches 1937 am Dienstagmorgen Kitzingen verlassen hatte, wo sie am Montagabend zusammen mit der Marsch­einheit Franken auf der Haldurg bei Volkach a. M. einen Kameradschaftsabend verbrachte, marschierte sie ihrem nächsten Tagesziel Marktbibat ent­gegen. Am Mittwoch führte sie der Weg nach Emskirchen, dem Ort, der für den letzten Ruhe- tag auserwählt war. Strahlender Sonnenschein lag über der Landschaft, durch die sie marschierten. Um 17 Uhr traf die Marscheinheit in Emskirchen ein, wo sie vorn Propagandaleiter im Auftrag des Bürgermeisters begrüßt wurde. Die Bannfahnen fanden vor dem Kriegerdenkmal Aufstellung. Auf chrem Marsch durch Städte und Dörfer wurden die Hitlerjungen wohl am herzlichsten von der Be­völkerung Neustadt-Aich begrüßt. Ueberall m den Straßen standen alt und jung und grüßten die schneidige Marscheinheit Hessen-Nassaus. Alles rannte, als die Märsche unseres Spielmannszuges erklangen.

Der Ruhetag in Emskirchen wurde zur Ablegung der sportlichen Hebungen für das HJ.-Leistungs- adzeichen benutzt. Den Geländeprüfungen hatten sich die Marschteilnehmer bereits während der Mittagszeit der vergangenen Tage unterzogen.

Mehr und mehr kommen jetzt die einzelnen Marscheinheiten des Reiches zusammen. Ueberall auf den Straßen um Nürnberg und Fürth mar­schieren die Kolonnen des Adols-Hitler-Marsches. Nur noch 25 Kilometer haben die Fahnenträger des Gebietes Hessen-Nassau zurückzulegen, dann haben sie das erste Ziel, das Sammellager Fürth, er­reicht. Am Freitag wird die Marscheinheit in der Burg Farrendach bei Fürth eintreffen, um dann am Samstag im Sammellager Fürth einzumar­schieren.

Mit dem Eintreffen in Fürth nähert sich der große Augenblick des gewaltigen Marsches der deutschen Jugend, der Vorbeimarsch am Führer. Die Jungen werden ihre Banner empor­reißen und sie leuchtenden Auges am Führer vor­beitragen. Mit dem Vorbeimarsch legen sie Zeug­nis ab von ihrer Treue und ihrem Glauben. Sie sind die Abgesandten der deutschen Jugend und bekennen sich mit chrem Marsch zum Führer. In wenigen Stunden ist der erste Teilpunkt des einzig­artigen Adolf-Hitler-Marsches 1937 erreicht.

Nach dem Reichsparteitag wird er nach Lands­berg am Le ch weitergeführt. Zum erstenmal werden damit die Strecke Des Adolf-Hitler-Marsches verlängert und die Leistungen der Jungen gesteigert werden.

NSG. In diesen Tagen werden die 200 Mädel benachrichtigt, die aus dem Obergau zur Teilnahme am Reichsparteitaa ausgewählt wurden. Für die Mädel ist die Fahrt eine besondere Anerkennung für ihre Arbeit und ihren Einsatz, denn wer möchte nicht am 9. September mit dem Sonderzug nach Bamberg fahren, das, wie im vergangenen Jahr, 5000 Mädel aus dem ganzen Reich beherbergen wird, und teilhaben an dem großen Erlebnis Der Jugendkundgebuna vor dem Führer, sowie der Feierstunde zur Wimpelweihe vor dem alten Bam­berger Dom. Wer erinnert sich nicht der überaus herzlichen Gastfreundschaft der Bamberger, die diese Stadt so liebenswert werden ließ!

Die in diesem Jahre geplanten Spiel- und Sing­veranstaltungen der Mädel sollen den Gastgebern eine heitere Gegengabe und den Kameradinnen manche Anregung vermitteln. Der Plan für Bam­berg sieht vor:

Donnerstag, 9. September: Anreise, abends Be- arüßung durch die Reichsreferentin, Spiele in der Allen Hofhaltung.

ausführlichen Sachverständigen - Gutachtens wurde die Schuld des Angeklagten einwandfrei festgestellt. Es ergab sich, daß der Angeklagte durch diese Ma­chenschaften Monopolabgaben in Höhe von 740 RM. hinterzogen hatte. Das Urteil lautete auf sechs Wochen Gefängnis, 2959,40 RM. Gelö­st r a f e, 314,40 RM. Werterfatzftrafe. Außerdem wurde die Beschlagnahme des noch vor­handenen Weingeistes in Höhe von 130 Liter und der Fässer angeordnet.

Die nächste Anklage wegen schwerer Urkunden­fälschung und unerlaubten Hausierens richtete sich gegen den Chinesen Wang Tsong Tsing. Der Ange­klagte hatte im Juli 1937 in Lauterbach, ohne im Besitze eines Wandergewerbescheins für 1937 zu sein, hausiert. Um nun in den Besitz einer gesetz­lichen Unterlage zu gelangen, fälschte der Angeklagte einen Wandergewerbesteuerzettel des Finanzamtes Schotten, indem er die Jahreszahl 1935 in 1937 ab» änderte, und erweckte damit den Anschein, als ob

Freitag, 10. September: Spiele und offenes Singen, Besichtigung der Stadt, abends Weihe der Untergaumimpel auf dem Domplatz.

Samstag, 11. September: Kundgebung der Hitler- Jugend im Nürnberger Stadion: fröhlicher Nach­mittag der Obergaue in Bamberg.

Die Verpflegung ist wieder durch den Hilfszug Bayern gesichert. Für die gesundheitliche Betreu­ung jedes Obergaues sorgen je fünf Mädel und eine Aerztin. In Bamberg selbst wird eine zentrale ärztliche Bereitschaft, verbunden mit zentraler Meldestelle eingerichtet. Der Fahrplan nach Bam­berg und zurück liegt bereits fest. Die Abfahrt er­folgt am 9. September

für den Untergau 288 in Rüdesheim 7.05 Uhr;

für die Untergaue 80, 87, 117, 118, 253 und den Dbergauftab in Wiesbaden 8.14 Uhr;

für alle übrigen Untergaue ab Frankfurt-Süd

er tatsächlich wandergewerbeberechtigt sei. Der An­geklagte war bezüglich der Urkundenfälschung ge- ständig, er gab auch zu, diese vorgenommen zu ha- den, um dem Hausiergewerve weiterhin nachzu­gehen, behauptete jedoch, noch keine Geschäfte getä­tigt zu haben. Er wurde jedoch durch die Beweis­aufnahme überführt. Das Gericht billigte dem An­geklagten, der noch unbestraft ist, mildernde Um­stände zu und erkannte wegen der Urkundenfälschung auf eine Gefängnis st rase von vier Mo­naten und wegen Verstoßes gegen die Gewerbe­ordnung auf 25 RM. Geldstrafe.

Weiterhin wurde gegen I. D. aus Wetter wegen widernatürlicher Unzucht in drei Fällen verhandelt. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Öffent­lichkeit statt und ergab die Schuld des Angeklagten. Das Gericht erkannte auf eine Gefängnis­strafe von sechs Monaten. Der Angeklagte nahm das Urteil sofort an.

Ganz besonders soll bei Neuanlagen eine vorteil« hafte Anpassung an das Gesamt-Dorfbild erreicht werden. Ueber die

Neuregelung der Obsterfassung

sprach bann Herr Heesen vom Gartenbauwirt« schaftsoerband Hessen-Nassau. In einem kurzen Re« ferat gab er den Bürgermeistern einen umfassenden Ueberblick über Sinn und Zweck dieser erstmalig in diesem Jahre durchgeführten Aktion, die sich aus der Notwendigkeit heraus entwickelt habe, einmal einen Ueberblick über das anfallende Obst über« Haupt zu erhalten, andererseits die Marktregelung und die Preisentwicklung besser überwachen zu ton­nen. Mit dieser Aufgabe sei der ©artenbauroirt« schaftsverband zusammen mit den örtlichen Stellen Der Bäuerlichen Hauptgenossenschaft Frankfurt a. M. treuhänderisch beauftragt worden. In besonders ein-, gerichteten Ortssammelstellen werde das anfallende Obst erfaßt und dann an den zuständigen Handel weitergeleitet. Etwas schwieriger gestaltet sich die Frage des Kelterobstes. Doch auch hier werde ein Ausweg geschaffen und alle Selbstkelterbetriebe, von denen es in Hessen besonders viele gebe, erhalten die zur Kelterung notwendigen Mengen bis zu 200 Zentner angeliefert. Im übrigen seien die von den Preisbildungsstellen angesetzten Höchstpreise streng einzuhalten. Lediglich die hochwertigen Obstsorten seien an die Festpreise nicht gebunden. Die Aktion verbilligte Marmelade" werde auch in diesem Jahre großzügig zur Durchführung kommen. Die notwen­digen Obstmengen wurden der Marmeladeindustrie bereits zur Verfügung gestellt.

Kreisdirektor Lotz und Dr. Heiß berichteten zum Schluß der Tagung über die neuen Verfü­gungen für den Bau von Arbeiterwoh­nungen, die Errichtung von weiblichen Arbeitsdienstlagern und die Beschäfti­gung von Notstandsarbeitern.

Nach einer regen Aussprache schloß Bürgermeister Euler die Tagung mit dem Gruß an den Führer.

kommt der Besitzer des Gartens nur am Wochen-

ende hinaus oder er hat gerade feinen Urlaub an- ....... , .

getreten und ist 14 Tage ober drei Wochen fort, kommen läßt oder zu dessen Aufsammeln er selbst Oder der Garten gehört alten Leuten, denen das nicht imstande ist, das soll und muß er auf einem der Bücken Mühe macht. Sollten diese Umstände aber vorgeschlagenen Wege ober auch anberroeitig zur unüberwindlich fein, und könnte man nichts Dagegen 1 Verwertung bringen lassen. Her.

Anschließend sprach Gartenbauinspektor Ger­mer über

Dorfverschönerung und Ariedhofskultur".

Die Dorfoerschönerungsaktion sei eine Angelegen­heit, die heute nicht genug Beachtung und Förde­rung erfahren könne, zumal im vergangenen ma­terialistischen Zeitalter dem Bauern jegliches 23er» tändnis für Die Gemüts- und Schönheitswerte sei­ner Ahnen verloren gegangen sei. Mit Dem großen Aufschwung Der Industrie erfolgten auch auf dem Lande starke Eingriffe in das Landschaftsbild. Auch onft fei eine allgemeine Dorf- und Landschaftsver- chandelung im Gange gewesen. Heute habe die Deutsche Arbeitsfront in enger Zusammenarbeit mit dem Reichsnährstand eine Reihe von Muster- börfern geschaffen, hie in ihrer Schlichtheit, Boden- tänbigteit und Anpassung an den Landschafts­charakter jedem Bürgermeister wirkliche Anregun­gen zur ähnlichen Ausgestaltung seines Dorfes sein könnten. Aber nicht nur in den Baulichkeiten, son­dern auch in der Natur, in Bäumen und Blumen müßten die Schönheiten unserer Heimat erhallen werden und sinnfälligen Ausdruck finden. So wie die Hausfrau in gewissen Zeitabschnitten ihre Woh­nung gründlich durchstöbere und reinige, so solle auch der Bürgermeister fein Dorf, die Straßen und Häuser einer gründlichen Entrümpelung unterziehen assen. Besonders wichtig sei hierbei, daß die boden- tänhige Eigenart und der natürliche Charakter des einzelnen Dorfes und der Landschaft erhalten bleibe und wenn möglich noch mehr betont werde.

Auch die Anlage und Ausgestaltung des Fried­hofs spiele in der Dorfoerschönerungsaktion eine be­sondere Rolle, sei er doch schon seit Jahrhunderten der Gradmesser des Kulturwillens der Ortsbewoh­ner. Welch große Bedeutung die Reichsregierung dieser Frage beimesie, beweise die Tatsache, daß sie eine neue Friedhofsordnung erlassen habe, die be­sage, daß auch in der Anlage und dem Gesamtein­druck eines Friedhofs der Wille der Dorfbewohner zur Volksgemeinschaft zum Ausdruck kommen solle.

Nach 23 Zähren

Andenken an einenGefallenen überreicht

* Leihg est em, 2. Scpt. Ueber den vermiß­ten Ludwig Müller aus Leihgestern, Landwehr­mann im ehemaligen Jnf.-Rgt. 116, der feit 15.9. 1914 vermißt wurde, konnte am 26. August 1937 an die Hinterbliebenen folgende Mitteilung gegeben werden:Bei den auf dem Kampffeld vom Massi­ges vorgenommenen Aufräumungsarbeiten konnte man die sterblichen Reste des am 15.9.1914 gefal­lenen Ludwig Müller auffinden. In dem ursprüng­lichen Grabe wurde unter anderem eine Erken­nungsmarke, 3 Dreimarkstücke und 3 Zweimark­stücke vorgefunden." Als letztes und ewiges Anden­ken wurden die vorerwähnten Gegenstände am 26.8.1937 an die Hinterbliebenen ausgehändigt.

Unfälle auf dem Lande.

Der 26jährige Arbeiter Heinrich Schmidt aus Niederrab, ber im Abschnitt Reiskirchen ber Reichsautobahn beschäftigt ist, mußte unter Der- dacht auf Schädelbruch in ärztliche Behandlung ge­bracht werden. Das vierjährige Töchterchen Hilde des Milchhändlers Gräf in Reiskir­chen mußte mit einem Ellenbogenbruch, den sich das Kind beim Spiel zuzog, in Die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Der Mau- rerlehrling Adolf Todt aus Wißmar zog sich bei einem Absturz vorn Baugerüst einen Bruch der linken Schulter zu. Der 23 Jahre alte Knecht Konrad Ziesenis aus Elpenrod mußte unter Verdacht auf innere Verletzungen in die Chirur­gische Klinik nach Gießen gebracht werden. Außer- dem erlitt er Verletzungen am linken Unterarm.

Der Sachbearbeiter für die HJ.-Heimbeschaffung Pg. Müller gab dann einige wissenswerte An­regungen über Die Durchführung Der Heimbauten und forderte die Bürgermeister auf, sich in allen diesbezüglichen Fragen mit Der Bannführung in Verbindung zu setzen.

Die BDM.-Untergauführerin Käthe Pfeffer wies anschließend auf die

Bedeutung des Mädeldieustes im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen

hin. Eine große Zahl von Mädeln der Jahrgänge 1916 bis 1920 sei nicht im Bund Deutscher Mädels organisiert. Da die Aufnahme in den BDM. ge­sperrt sei, wurde im Rahmen des Reichsjugend­gesetzes für diese Mädel ein besonderer Sportdienst aeschaffen, an dem sich diese Mädchen beteiligen sollen. Hier sollten die Bürgermeister tatkräftig mit­helfen, damit auch das letzte deutsche Mädchen (im Kreise Gießen sind es noch 1647) an den Sport­abenden teilnehme und so zur gesunden, einsatz­willigen und selbstbewußten Frau heranwachse.

Am Donnerstagvormittag hatten sich Die Bürger­meister Der Kreisabteilung Gießen des Deutschen Gemeindetags fast vollzählig im SaaleZum kühlen Grund" in Gießen zu einer Arbeitstagung eingefunden. Bürgermeister Euler, Der Vorsitzende der Kreisabteilung, begrüßte die Berufskameraden, besonders die Vertreter der Be­hörden und der Hitler-Jugend, und berichtete an­schließend über einige wichtige interne Verordnun­gen. Er gab ferner zur Kenntnis, daß Inspektor Jockel vom Kreisamt Gießen mit dieser Ver­sammlung seine Tätigkeit als Schriftführer der Äreisabteilung ausgenommen habe.

In längeren Ausführungen sprach anschließend Dannführer Rohrbach über die

Aufgaben ber Hitler-Jugend.

Er betonte, daß er mit ganz besonderer Freude zu den Bürgermeistern spreche, mit Denen er im Interesse Der HJ.-Heimbeschaffung eine enge Zu­sammenarbeit erstrebe. Der Bannführer ging auf Die Entwicklung Der HI. aus Den ersten Anfängen heraus ein unD erinnerte an die Einsatzbereitschaft, die das kleine Häuflein dieser Jungens während Der Kampfzeit durch die Tat bewiesen habe. 21 Kameraden hätten ihren Einsatz für das Dritte Reich mit dem Leben bezahlen müssen. Heute sei Die HI. zu einer Der mächtigsten Organisationen geworden, unter deren Fahne rast sieben Millionen Jungen und Mädel stünden. In jeder Stadt und in dem kleinsten Dorf sei der größte Tell der Jugend in der HI. organisiert, und nun sei es die Aufgabe Der Bürgermeister, für diese, ihre Jugend Heime zu schaffen, in denen sich Die Jungens und

Landkreis Gießen.

y Watzenborn-Steinberg, 2. Sept. Der hiesige Allbürgermeister Balthasar Hirz VI. wurde dieser Tage zu Grabe getragen. Achtzehn Jahre, von 1901 bis 1919, amtierte er als Bürgermeister und lenkte Die Geschicke unserer Gemeinde. In seine Amtszeit fallen der Bau des neuen Schulhauses mit seinen geräumigen vier Schulsälen im Jahre 1905, der Bau der Wasserleitung und Kanalisation 1909, sowie die Legung des elektrischen Lichtes im Jahre 1912. Bürgermeister Schäfer widmete am Grabe dem Verewigten einen herzlichen Nachruf.

<£ Leihgestern, 3. Sept. Am morgigen Samstag kann der auf dem Neuhof bedienstete Heinrich Winter bei guter Rüstigkeit feinen 81. Geburtstag begehen.

Kreis Friedberg.

A Münzenberg, 3. Sept. Bei sehr gutem Besuch gelangte in diesen Tagen im Saale des GaschausesZum Löwen" der TonfilmUnsterb­liche Melodien" durch die G aufilm stelle zur Aufführung. Die Wochenschau orachte u. a. Die Katastrophe Des LuftschiffesHinDenburg".

Kreis Alsfeld.

ch Deckenbach, 3. Sept. Der Arbeiter Hein­rich S e m m l e r von hier erlitt gestern an feiner Arbeitsstelle im Steinbruch bei Nieder-Ofleiden einen schweren Unfall. Beim Einladen von Pflastersteinen, die über eine Rutsche zur Ginlahe- stelle gelangten, fiel ihm ein schwerer Stein auf den Kopf. Er mußte mit einer erheblichen Kopfver­letzung nach erster Behandlung durch den Arzt nach Hause gebracht werden. Der Unfall ift für den Be­troffenen um so tragischer, als er bereits im April dieses Jahres einem Unfall zum Opfer fiel.

Die IreumJvvten Oetkeh.-3le*epte

Dh.Oeikj&is Hackpuli>&i ßackin!

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