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Unfallvechiilung im landwirlschastlichen betrieb.

Zum heutigen LlnfallverhütungStag.

Unter dem LosungswortKampf der Gefahr im landwirtschaftlichen Betrieb" ruft die Arbeitsge­meinschaft Schadenverhütung in den Gauen Kur­hessen und Hessen-Nassau gemeinsam mit der Hes­sen-Nassauischen landwirtschaftlichen Berufsgenossen­schaft in Kassel und der land- und forstwirtschaft­lichen Berufsgenossenschaft für Hessen in Darm­stadt zu einem Unsalloerhütungstag, zu einem Feld­zug gegen die zahlreichen Unfälle in der Landwirt­schaft auf.

In jeder Ortschaft findet in dieser Woche der auf­merksame Beobachter an den Anschlagtafeln ein Mahnbild, auf dem eine Landarbeiterin abgebildet ist, die beim Besteigen einer schlecht geflickten und ungesicherten Leiter herabstürzt. Das Bild weist auf den Unfallverhütungstag am 5.März hin und fordert allgemein zur Beachtung der Un­falloerhütungsoorschriften und zur Instandsetzung schadhafter Treppen und Leitern im Besonderen auf. Der Beschauer wird sich die Frage vorlegen: Birgt die Arbeit in der Landwirtschaft tatsächlich soviele Gefahren in sich, daß diese Sonderveranstal­tung geboten erscheint?"

3n den letzten Jahren sind bei den genannten beiden landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaf­ten zusammen alljährlich rund 19 900 land­wirtschaftliche Betriebsunfälle gemeldet wor­den, von denen in jedem Jahre rund 210 den Tod des Verunglückten zur Folge gehabt haben.

Diese Zahlen sollten jeden, den es angeht, zum Nachdenken veranlassen. Hinter ihnen verbirgt sich eine Unsumme menschlichen Leides, vernichteten Lebens- und Familienglücks und wirtschaftlicher Verluste für den Verunglückten und seine Familie. Die Kosten, die die Berufsgenossenschaft für die Heilung der Verletzten und für die Renten der Ver­letzten und ihrer Hinterbliebenen aufwenden muß, belasten die Betriebsunternehmer, die die Beiträge zur landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft aufz'u- bringen haben. Der plötzliche Ausfall von Arbeits­kräften bedeutet für die betroffenen Betriebe eine schwere Störung bei der Erledigung der oft drin­genden Arbeiten. Für die Landwirtschaft insgesamt, die ohnehin schon unter einem Mangel an Arbeits­kräften leidet, bedeuten die ständigen Ausfälle an

wertvollen Arbeitskräften einen unersetzlichen Ver­lust, der bei den Aufgaben der Landwirtschaft für den Dierjahresplan des Führers besonders schwer wiegt.

Diesen Schäden muß zum Besten der in der Landwirtschaft Tätigen, der landwirtschaftlichen Betriebe und der Volksgesamtheit nach 2Uög- tichkeit entgegengewirkl werden.

Diese Aufgabe ist keineswegs aussichtslos. Nach den Erfahrungen der Berufsgenossenschaften ist nur ein kleiner Teil der Unfälle unvermeidbares Schicksal. Der größte Teil hat vielmehr seinen Grund in un­genügenden Betriebseinrichtungen und unvorsich­tigem Verhalten, also in Fehlern, die vermieden werden können. Zur Förderung des Betriebsschutzes in der Landwirtschaft haben die Berufsgenossen­schaften, denen die Entschädigung der Unfallver­letzten und ihrer Hinterbliebenen obliegt, nach ge­setzlicher Pflicht Unfalloerhütungsoorschriften erlas­sen, deren Befolgung durch die Technischen Auf­sichtsbeamten überwacht wird. Trotz ständiger Auf­klärung über die notwendigen Schutzmaßnahmen mangelt es noch vielfach bei der landwirtschaftlichen Bevölkerung an dem nötigen Verständnis für die Unfallverhütung. Um dieses Verständnis in den wei­testen Kreisen der Landwirtschaft zu wecken und zu vertiefen, haben sich die beiden in Betracht kom­menden landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften, die Landesbauernschaften und die Reichsarbeitsge­meinschaft Schadenverhütung bei den beiden Gau­leitungen der NSDAP, entschlossen, eine umfas­sende Unfallverhütungswerkrung für die Landwirtschaft durchzusühren, die an dem Unfallverhütungstag am 5. März ihren Höhepunkt erreicht. Neben der allgemeinen Werbung für den Unfalloerhütungsgedanken bezweckt die Ver­anstaltung im besonderen, den Unfallschutz an Lei­tern und Treppen, der immer noch sehr mangelhaft ist, grundlegend zu verbessern. In allen Landgemein­den sind in den letzten Wochen die Mittler zwischen Staatsführung und Bevölkerung aufklärend tätig gewesen.

Am Abfchlußlage (5. 3. 1937) finden überall stichprobenweise Nachprüfungen landwirtschaft­

licher Betriebe in bezug auf den Zustand der Leitern und Treppen durch die Gendarmerie­beamten statt. In den Schulen wird auf die Bedeutung und den Zweck des Unfallverhü­tungstages nochmals hingewiesen. Die Veran­staltung findet ihren Abschluß mit einem am 5.3. über den Reichssender Frankfurt in der Zeit zwischen 19 und 20 Uhr gehenden Rund­funkvortrag über Unfallverhütung.

Bei der Bedeutung, die die Schadenbekämpfung im allgemeinen und die Unfallverhütung im beson­deren besitzt, ist zu hoffen, daß alle landwirtschaft­lichen Kreise sich bereitwilligst in den Dienst der guten Sache gestellt haben und durch Ausbesserung und Beseitigung schadhafter Leitern und Treppen beweisen, daß sie den Sinn der Aktion verstanden haben. Der Gewinn für sie selbst und die Volks­gesamtheit dürfte dann nicht ausbleiben.

preutzen.

Kreis Wehlar.

CD Wißmar, 1. März. Innerhalb der Orts­gruppe Launsbach des Reichsluftschutzbun­des, zu der 22 Orte gehören, fand eine Ver- dunkelungs-Uebung statt. Oberinspektor Kieh, Kreisfeuerwehrinspektor Dietz, Orts­gruppenführer Wagner und Mitglieder des Stabes der Ortsgruppe Launsbach des Reichsluft­schutzbundes unternahmen eine Besichtigungsfahrt durch die Ortschaften Kinzenbach, Atzbach, Dorlar, Dutenhofen, Launsbach, Wißmar, Krofdorf, Rod­heim und Bieber und konnten dabei feststellen, daß die Verdunkelungsübung einen sehr guten Verlauf nahm. Die Absperrung der Ortschaften hatten NSKK. und SA. übernommen. In Wißmar sprach die Kommission außerdem bei zwei Schulungslehr­gängen für erste Hilfe und Brandbekämpfung vor, die von der Bevölkerung gut besucht waren

Rundfunkprogramm

6 Uhr: Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Früh­konzert. In der Pause, 7: Nachrichten 8.05: Wetter­und Schneebericht. 8.10: Gymnastik. 8.30: Ein froher Morgengruß aus der Westmark. 10: Schul­funk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Landfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten, Nachrichten aus dem Sendebezirk 13.15: Mittags­konzert. 14: Nachrichten. 14.10: Engländer musi­zieren. 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Kinderfunk.

16: Wir wollen fröhlich sein an Mosel und Rheir. 17.30: Ton in des Schöpfers Hand. Aus dem Le­ben großer deutscher Komponisten. 17.50: Das aktuelle Buch. Franz Reuter,Schacht". 18: Blas­musik. 19: Kompositionen von Ernst Geutebrück. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: ... und abends wird getanzt! 22: Nachrichten.

Geschichte vom großen Frost

Was kommt dort von der Höh?

Das ist ein Wi WaWasserfall! Hatte etwa Frau Hase das Bad mit dem Kinde ausgeschüttet? Nein aber ein Rohr war geplatzt.Na, liebes Wasserwerk", sagte Hase. Fortsetzung folgt im Gießener Anzeiger.

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So schreibt Herr Ludwig Dörsch, Dekorateur, Köln, Stebachstraße 93,

am

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Stritzel, Strietzel, aus Hefeteig gepflochtene Zopfe, die in Öster- reick zu Weihnachten gebacken werden.

Strohblume (Helichrysum), zählt zu den Immortellen (s. diese), ist eine Einjahrspflanze, die im April vorgezogen und im Mai ausgepflanzt wird. Bei regen­freiem Wetter werden die noch geschlossenen Blüten zum Trock­nen geschnitten, gebündelt und mit abwärtshängenden Blüten schattig und luftig aufgehängt. Zur besseren Haltbarkeit schwe­feln.

Strohhut, aus Strohgepflecht ge­formte Kopfbedeckung. Stroh- Hüte, die naß geworden sind, stopft man mit Papier aus, formt ne und läßt sie trocknen. Den Rand des Strohhutes beschwert man ringsum. Nach dem Trock-

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nen bestreicht man die Außen­fläche mit einem käuflichen Hut­lack. Weiße Strohhüte reinigt man mit mildem Seifenwasser, dunkle durch Abreiben mit Ven- zintinktur.

Strohmatten bürstet und klopft man wie jeden Teppich. Vor ei­ner Reinigung mit Seifenwasser muß man bei gefärbtem Stroh vorsichtig nachprufen, ob die Far­ben echt find. Ausgefranste Rän­der umwickelt man mit Bast.

Strohmofaik, geflochtene Muster aus buntem Stroh, mit dem kleine Kästen beklebt sind.

Strohsack, Matratze aus Stroh, die bei richtiger Behandlung sauber und gesund ist. Zum Strohsack darf man nur langes Stroh verwenden, das in der Längsrichtung des Sackes liegen muß. Der Strohsack muß nach jedem Gebrauch gut aufgeschüt­telt werden. Die Verwendung von Strohsäcken eignet sich be­sonders für Massenquarttere.

Strudel. Mehlspeise aus Hefe­teig, vielfach mit Obst zubereitet, wie Apfelstrudel usw.

Strumpfhalter trage man am zweckmäßigsten an einem Hüft­halter, s. d. Runde, oberhalb des Knies getragene Gummibänder sind nicht sehr zu empfehlen, da sie, wenn sie zu fest sind, das Blut stocken lassen und wenn sie locke­rer getragen werden, die Strümp­fe nicht halten. Strumpfhalter für Kinder befestigt man am be­quemsten an einem Leibchen.

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