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die in Beträgen von durchweg 150 R M. ausgezahlt werden. Bon dem Ergebnis der zur Zeit im Gang befindlichen Sammlung wird es abhängen, ob die bisherige Unterstützungs­tätigkeit der von Hindenburg geschaffenen Stiftung fortgesetzt werden kann. Bis zum 30. Septem­ber nehmen die Postämter, Banken und Sparkassen Beiträge zur Hindenburg-Spende an.

Beförderungen in der Wehrmacht.

Berlin, 2. Okt. (DNB.) Der Führer und Reichs­kanzler hat mit Wirkung vom 1. Oktober 1937 be­fördert: Im Heer: zu Generalleutnanten: die Generalmajore Freiherr Geyer v. Schwep­pe n b u r g , Militärattache bei der deutschen Bot­schaft in London und den deutschen Gesandtschaften in Brüssel und im Haag; Busch, Kommandeur der 23. Division; Friderici, Militärattache bei der deutschen Gesandtschaft in Budapest und Sofia; v. Stülpnagel, Kommandeur der 30. Division; zu Generalmajoren: die Obersten: D e n e ck e, Kom­mandeur der H.-Dienststelle 2; Brand, Komman­dant von Königsberg (Pr.); Ott d. Gen.-St., Militärattache bei der deutschen Botschaft in Tokio; Freiherr v. Waldenfels, Kommandeur des Infanterie-Regiments 53; Clößner, Komman­deur des Infanterie-Regiments 14; Richter, Kommandeur des Infanterie-Regiments 75; Thei­sen, Inspekteur der Nebentruppen und für Gas­abwehr; Thiemann, Höh. Fi. Offz. 3; Beh- schnitt, Kommandeur des Infanterie-Regiments 15; Felber, Chef des Generalstabes des III. Armeekorps; Reinhard, zur Bert. d. Ob. d. H.

Mit dem 30. September 1937 sind aus dem aktiven Wehrdienst ausgeschieden: General der Artillerie Grün, Inspekteur der Artillerie; die Generalleutnante: F e s m a n n , Kommandeur der 3. Panzerdivision mit dem Charakter als Gene­ral der Panzertruppen; v. Boehm-Bezing, Kommandant von Breslau; Heinemann, Kom­mandeur der Artillerieschule; die Generalmajore: Sieglin, Kommandeur der Heeresdienststelle 5; v. Dufay, Höh. Kao. Offz. 4; Generalveterinär: Dr. Thieme, Gruppenveterinär 2; Oberstveterinär Dr. Zoeger, Dioisionsoeterinär der 16. Division.

Der Führer und Reichskanzler hat mit Wirkung vom 1. Oktober 1937 befördert: In der Kriegs­marine: zu Vizeadmiralen: den charakterisierten Vizeadmiral Lindau, Inspekteur der Wehrersatz­inspektion Elbing; die Konteradmirale: Götting, Inspekteur der Torpedoinspektion, zugleich Inspek­teur der Marinenachrichteninfpektion; v. Nord eck, Oberwerftdirektor der Marinewerft Wilhelmshaven; S t o b w a s s e r, Chef des Erprobungskommandos für Kriegsschiffneubauten; zu Konteradmiralen: die Kapitäne zur See: Mootz, Chef des Stabes des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine; Groß­mann, Inspekteur der Marineartillerie; Lüt- jens, Führer der Torpedoboote; Sch nie wind, Chef des Marinewehramtes.

Inder Luftwaffe: zum General der Flak­artillerie: den Generalleutnant Rüdel, Inspek­teur der Flakartillerie und des Luftschutzes; den Charakter als General der Flieger erhält: der Generalleutnant v. Witzendor ff, Abteilungs­chef im Reichsluftfahrtministerium.

Verbot der Ausbildung des theologischen Nachwuchses durch dieBekennende Kirche".

Berlin, 30. Sept. (DNB.) Der Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei im Reichs­ministerium des Innern hat folgenden Erlaß her­ausgegeben:

Die von den Organen der sogenannten B e - kennenden Kirche seit langem gezeigte Hal­tung, unter Mißachtung der vom Staate geschaffe­nen Einrichtungen, den theologischen Nach­wuchs durch eigene Organisation aus­zubilden und zu prüfen, enthält eine be­wußte Zuwiderhandlung gegen die Fünfte Verordnung zur Durchführung des Gesetzes zur Sicherung der deutschen evangelischen Kirche vom 2. Dezember 1935 und ist geeignet, das Ansehen und Wohl des Staates zu gefährden. Im Einver­nehmen mit dem Reichs- und preußischen Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung und dem Reichs- und preußischen Minister für die kirch­lichen Angelegenheiten ordne ich daher an: Auf Grund des § 1 der Verordnung des Reichspräsi­denten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 werden die von den Organen der sogenannten Bekennenden Kirchen errichteten Er­satzhochschulen, Arbeitsgemeinschaften und die Lehr-, Studenten- und Prüfungsämter a u f g e l ö st und sämtliche von ihnen veranstalteten theologischen Kurse und Freizeiten verboten."

Die Fünfte Verordnung zur Durchführung des Gesetzes zur Sicherung der Deutschen Evangelischen Kirche bestimmt:Soweit auf Grund des Gesetzes zur Sicherung der Deutschen Evangelischen Kirche vom 24. September 1935 und der Durchführungs­verordnungen bei der Deutschen Evangelischen Kirche und den Landeskirchen Organe der Kirchen- Leitung gebildet find, ist die Ausübung kirchen- regimentucher und kirchenbehördlicher Befugnisse durch kirchliche Vereinigungen oder Gruppen unzulässig. Zu den gemäß Ab­satz 1 unzulässigen Handlungen gehören insbesondere die Besetzung von Pfarrstellen, die Berufung von geisllichen Hilfskräften, die Prüfung und Or­dination von Kandidaten der evangelischen Landeskirchen, die Visitation in den Kirchengemein­den, die Anordnung von Kanzelabkündigungen, die Erhebung und Verwaltung von Kirchensteuern und Umlagen, die Ausschreibung von Kollekten und Sammlungen im Zusammenhang mit kirchenge­meindlichen Veranstaltungen sowie die Berufung

von Synoden. Die Freiheit der kirchlichen Verkün­digung und die Pflege der religiösen Gemeinschaft in kirchlichen Vereinigungen und Gruppen wird nicht berührt.

Oer Wallfahrtsort Covadonga von den Nationalen besetzt.

Salamanca, 2. Okt. (DNB. Funkspruch.) Im nationalen Heeresbericht heißt es: In Asturien be­setzten unsere Truppen das Dorf El Labra, ferner die feindlichen Stellungen zwischen Leranze und Ribadesella auf dem rechten Ufer des Sella-Flusses.

Ein heftiger Kampf entbrannte um den Wall­fahrtsort Covadonga. Nach erbittertem Widerstand der Bolschewisten gelang es den natio­nalen Truppen, das Kreuz von Covadonga, die Ba­silika, das Kloster Covadonga und schließlich das Dorf selbst zu besetzen. In Leon setzte eine unse­rer Kolonnen ihren Vormarsch bis zur Linie La BranaArregleresTolibia fort. Der Gegner hat das Dorf Tolibia-Abajo vor seiner Flucht i n Brand ge st eckt. Eine andere Kolonne besetzte die Berge im Norden von Tarna sowie im Norden von Majada Vega. Andere Streitkräfte marschieren auf Pena Agujas und das Lago-Gebirge zu.

halle über die besonderen Aufgaben der Ausländs­deutschen und der Auslandsorganisation. Die Blät­ter heben hervor, daß Gauleiter Bohle seinem Wunsche nach Verständigung mit Eng- land Ausdruck gegeben und gleichzeitig betont hat, daß die Auslandsorganisation keine Spitzel- organisation ist.

Unter freudiger Anteilnahme der Bevölkerung der Städte Karlsruhe und Durlach wurde die neue Reichsautobahn st recke Bruchsal Karlsruhe durch Generalinspektor Dr. Todt dem Verkehr übergeben. Eine befördere Note er­hielt das Ereignis durch die Anwesenheit von über 200 englischen Straßenbaufachleuten und Parla­mentariern.

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Das SchulschiffDeutschland" trat seine 170tägige Reise an über Teneriffa, Santos, San Francisko, Rio Grande do Sul und Pernambuco. Etwa Mitte März wird es in Bremerhaven zurück; erwartet.

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Reichserziehungsminister Rust feierte seinen 5 4. Geburtstag. Außer den Spitzen von Partei und Staat sandten der Führer und Minister­präsident Göring ihre herzlichen Glückwünsche. Ein Musikzug der Nationalpolitischen Erziehungs­anstalt Potsdam-Neuzelle und eine Abordnung von Jungen und Mädchen des Landjahres gaben der Verbundenheit der Jugend mit dem Reichserzie­hungsminister Ausdruck. Der Reichsstudentenführer überbrachte die Wünsche der studentischen Jugend.

Der Präsident des Danziger Senats empfing die polnischen Abgeordneten Budzynski und Lendzion. Präsident Greiser sicherte zu, daß die von ihnen vorgebrachten Beschwerden hinsichtlich der Lage der polnischen Minderheit in Danzig einer wohlwollenden Prüfung unterzogen und für den Fall, daß sie sich als berechtigt Herausstellen sollten, a b g e st e l l t werden würden.

Am Jahrestage der Ernennung von General Franco zum Staatschef wurde in der Kathedrale in Salamanca ein feierliches Tedeum abgehalten, an dem auch der deutsche und der italienische Botschaf­ter teilnahmen. Nach der Feier wurde ein Ge­ben k st e i n zu Ehren Francos enthüllt. Auch in den Kasernen wurden kurze Feiern abgehalten.

Der Chef des Generalstabes der italienischen Ar­mee, Marschall B a d o g l i o , ist aus Deutschland kommend zu einem mehrtägigen Aufenthalt in Budapest eingetroffen. Am Bahnhof hatte sich Honvedminister General Roeder eingefunden. Zum Empfang erschien auch die Tochter des Mar­schalls.

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Präsident Roosevelt stattete an Bord des ZerstörersPhelps" einen kurzen Freundschafts­besuch in Kanada ab. Bei seinem Eintreffen in der Hauptstadt Britisch-Columbiens, Victoria, wurde er von den Küstenbatterien mit einem Ehren­salut von 21 Schuß begrüßt.

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Der neue amerikanische 10 000-Tonnen-Kreuzer Brooklyn" wurde in Dienst gestellt. Er ist mit 15 15-cm-Geschützen ausgerüstet. In dem rechteckigen Heck des Kreuzers sind Flugzeughallen eingebaut.

Aus aller Well.

Tagung des Reichsverbandes für deutsche Jugendherberge.

Die diesjährige Tagung des Reichsver­bandes für deutsche Jugendherbergen findet vom 1. bis 5. Oktober in der Jugendherberge Aschberg bei Klingenthal im Vogtland statt. Die Tagung wurde durch Obergebietsführer Rod-atz eröffnet. Es nehmen an ihr alle verantwortlichen Mitarbeiter des Jugend-Herbergwerks und die Ab­teilungsleiter und Leiterinnen aus allen Gebieten der Hitler-Jugend und des BDM. teil. Die Tagung dient der einheitlichen Ausrichtung aller Mitarbei­ter. Sie ist um so wichtiger, als das gewaltige An­steigen der Großfahrten des Jugendherbergswerks vor neue wichtige Aufgaben stellt.

70 Jahre Kavallerieschule Hannover.

Ihr 70jähriges Bestehen beging am 1. Oktober die eng mit dem deutschen Pferdesport verbundene Kavallerieschule Hannover, die sich aus dem am 1. Oktober 1867 in Hannover neu eingerichteten Militär-Reitinstitut entwickelt hat. In früheren Jahren wurden neben der eigentlichen Reitausbildung der Offiziere und Unteroffiziere besonders das Jagd- und Rennreiten gepflegt, bis nach dem Weltkriege die heutige Kavallerieschule ent­stand, die durch zahllose Erfolge ihrer Reiter und Pferde auf allen Gebieten des Reit- und Fahr­sports Weltruf erlangte.

Zwölf Jahre Zuchthaus für einen Gattenmörder.

Vor dem Trierer Schwurgericht stand der 38jäh- rige Peter Behr aus Trier unter der Anklage, in der Nacht zum 6. Juli d. I. seine Ehefrau auf dem Nachhausewege ermordet zu haben. Der Angeklagte war zum zweitenmal verheiratet. Die Vernehmung ergab das Bild einer zerrütteten Ehe, die Frau kümmerte sich wenig um den Mann und betrog ihn fortgesetzt. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen Totschlags zu zwölf Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrenrechtsverlust.

Ärilisches Verkehrsflugzeug in Griechenland abgeflürzt.

*Ein britisches Verkehrsflugzeug ist in der Nähe von Alt-Phaleron in Griechenland in die See g e ft ü r 3 t und untergegangen. Soweit bisher fest- gestellt ist, sind vier Insassen getötet und sechs verletzt worden. Die britische Luftfahrtgesellschaft Imperial Airways teilt dazu mit, daß es sich um das zwischen Aegypten und England verkehrende FlugbootPourtier" handelt.

Die dritte Reichsfinanzschule eröffnet.

Wachsendes Steueraufkommen zeigt Deutschlands gesunde Finanzlage.

Meersburg (Bodensee), 1. Okt. (DNB.) Hier wurde durch Staatssekretär Reinhardt die dritte Reichsfinanzschule eröffnet. 400 Beamte aus allen Gauen werden in jeweils drei Monate dauern­den Kursen geschult. Mit dem 1. Oktober haben be­reits 400 Lehrgangsteilnehmer in der neuen Reichs­finanzschule ihren Einzug gehalten. Reinhardt legte dar, welche Leistungen mit den Reichsfinanzen in den letzten vier Jahren vollbracht wurden. Das Steueraufkommen sei in den letzten Jahren bedeutend gestiegen, es werde im Rech­nungsjahr 1937/38 um mindestens 2,5 Milliarden höher sein als 1936/37. Man könne damit rechnen, daß Deutschland in diesem Jahre ein Steuer­aufkommen von 14 Milliarden Mark erreicht gegenüber 6,6 Milliarden im Jahre 1934. In dieser Entwicklung sviegele sich der große Auf­stieg der deutschen Wirtschaft und die Verbesserung der sozialen Lage der Schaffenden in Deutschland wider. Trotz der noch bevorstehenden Aufgaben des Reiches werde unter allen Umständen daran festge­halten, daß der Haushalt des Reiches im Gleichgewicht bleibe. Seit Uebernahme der Macht sei das Reich noch kein einzigesmal in Kas­senschwierigkeiten gewesen. Das Reichsfinanzministe­rium trage sich mit fein en ©teuerer- Höhungsplänen. Alle Maßnahmen gingen nur darauf hinaus, eine Gleichmäßigkeit in der Besteuerung herbeizuführen im Rahmen der bestehenden Steuergesetze. Einer Ver­

feinerung der Veranlagungs- und Erhebungstechnik diene auch die Einrichtung der drei Reichsfinanz­schulen.

Seit August 1933 sind bereits über 800 000 Ehestandsdarlehen im Betrage von mehr als 500 Millionen Mark gewährt worden. Außer­dem werden rund 200 000 Ehestandsdarlehen jähr­lich weiter gewährt werden. Ab 1. Oktober werden Darlehen auch dann gewährt, wenn die künftige Ehefrau nicht aus ihrem Arbeitsverhältnis aus­scheidet. Den verheirateten Ehefrauen, die bereits ein Ehestandsdarlehen erhalten haben, ist es erlaubt, während des zweiten Vierjahresplanes wieder einem Erwerb nachzugehen. Gegenwärtig werden durchschnittlich rund 10 Millionen Mark monatlich als Kinderbeihilfe gewährt. Seit Oktober 1935 sind rund 500 000 einmalige Beihilfen gewährt worden im Durchschnittsbetrage von je 340 Mark. Außerdem wurden seit August 1936 laufend Kinderbeihilfen für Sozialversicherungspftichtige ge­währt, deren Verdienst 185 Mark monatlich nicht überstieg. Ab 1. Oktober wurde die Grenze für den Arbeitslohn von 185 Mark auf 2 0 0 Mark er- höht. Außerdem werden laufend Kinderbeihilfen für das fünfte und jedes weitere Kind auch an kin­derreiche Handwerker, Landwirte usw. gewährt, deren steuerliches Einkommen 2100 Mark jährlich nicht übersteigt. Eine Reichsfamilienkasse soll später den kindereichen Familien zugute kommen.

Vier Wochen in der Zitadelle von Chotan

Oie Besatzung des Pamir-Flugzeugs D-ANOY berichtet.

Kabul, 1. Okt. (DNB.) Am 27. September war das seit vier Wochen vermißte Lufthansaflug- zeug D-ANOYRudolf von Thüna" und seine Besatzung, die aus dem Direktor der Deutschen Lufthansa, Freiherrn von G a b l e n z , dem Flug­kapitän U n t u ch t und dem Oberfunkermaschinisten Kirchhoff bestand, unversehrt in Kabul (Afgha­nistan) gelandet, wo sie mit großem Jubel begrüßt wurden. Nach einer gründlichen Durchsicht der Ma­schine wurde am Freitag der Rückflug angetreten, und man rechnet mit ihrem Eintreffen in Berlin für Sonntag, 3. Oktober, wo auf dem Flughafen Tempelhof ein feierlicher Empfang stattfinden wird. Heber ihre Erlebnisse während ihrer Gefangen­schaft haben sie in Kabul eingehend berichtet.

Nachdem sie Ende August das Pamir-Gebirge auf dem Wege über den Wakhan-Paß zum erstenmal überflogen hatten, waren sie am 30. August von Anschi (China) zum Rückflug nach Kabul gestartet. Nach etwa achtstündigem glatten Flugverlauf be­merkte die Besatzung ein Nachlassen der Leistung des linken Motors des breimotorigen Flugzeuges und besonders starken Oeloerbrauch. Die Besatzung entschloß sich, bei der Oase Lob, etwa 30 Kilometer östlich der Stadt Chotan, eine Zwischenlan­dung vorzunehmen. In Inständiger Arbeit gelang es, die Motorstörung zu beheben. Als die D-ÄNOY zum Start rollte, um den Flug nach Kabul fort­zusetzen, bekam das Flugzeug plötzlich Gewehr- feuer durch herbeikommende Soldaten, wobei die Maschine mehrere Treffer erhielt. Freiherr von Gab lenz mußte daraufhin den Start abbrechen.

Die Besatzung wurde gefangen genommen und ge­fesselt auf Pferden ins Gefängnis von Lob gebracht. Später wurden die Gefangenen in die Zitadelle von Chotan übergeführt, wo man sie zahlreichen Ver­hören unterwarf. Der Kommandant nahm den Flie­gern die Pässe ab und sandte sie nach Jarkand, von wo er weitere Instruktionen erbat. Die Besatzung der D-ANOY mürbe bei schlechter Behandlung wochenlang festgehalten. Inzwischen brachen in Cho­tan Unruhen aus, die Zitadelle wurde von Auf­ständischen belagert und nach schweren Kämpfen eingenommen.

Der neue Kommandant stellte Herrn von G a b- lenz und seine Kameraden vor die Wahl, ent­weder innerhalb von 24 Stunden mit der D ANOY abzufliegen ober auf Pferden über den Karakorum-Paß nach Indien abgeschoben zu wer­den. Die Besatzung entschloß sich für bas erstere. Sie wurde zum Notlandeplatz zurückgebracht, wo es ihr nach acht Stunden angestrengtester Arbeit gelang, die drei Motoren ihrer Ju 52, die vier Wochen ohne Schutz im Freien gestanden hatte, wieder in Gang zu setzen. Am 27. September er­folgte der Start zum Weiterflug nach Kabul. Trotz schlechtesten Wetters erreichte die D ANOY nach fünfeinhalbstündigem Fluge ihr Ziel, nachdem aber­mals bas Pamir-Gebirge überflogen war. Freiherr von Gablenz unb seine Kameraden betonten, daß sie die friedliche Bevölkerung in angenehmer Erinnerung behalten hätten, jeboch mit äußerst ge­mischten Gefühlen an die Soldateska zurückdenken.

Frankreichs Finanzkalamität.

Meinungsverschiedenheiten im Kabinett ChautempS.

Paris, 2. Okt. (DNB. Funkspruch.) In Vorbe­reitung des heutigen Ministerrates haben den ganzen Freitag über Besprechungen stattgefunden, um eine Einigung zwischen den Forderungen des Ministerpräsidenten und der scharfen Opposition der sozialdemokratischen Minister zu finden. Die wichtigsten Fragen wird man jedoch bis nach den Kantonalwahlen o f f e n l a s s e n unb vorläufig nur eine Uebergangstöfung suchen. Ausgangspunkt ber Schwierigkeiten ist biß Finanzlage unb bas weitere Abgleiten ber französischen Währung. Ministerpräsident Chaufemps hatte im engen Einvernehmen mit den anderen radikal- sozialen Ministern seinen sozialdemokratischen Ka­binettskollegen Vorschläge unterbreitet, die eine bessere Verteidigung des Franken, eine geschmei­digere Gestaltung ber 40-Stundenwoche zwecks Erhöhung der Erzeugung, die Wieder­herstellung ber Ruhe und Ordnung in Frankreich und im Ueberfeegebiet und schließlich bas strikte Verbot ber Besetzung von Betrieben ermöglichen sollten. Der Ministerpräsident soll die Einführung einer 5V2 tägigen Arbeitswoche nach englischem Muster gefordert haben. Die sozial­demokratischen Minister sollen unter dem Druck des roten Gewerkschaftsbonzen I 0 uhaux, der an den Besprechungen teilnahme, es abgelehnt haben, in

irgendeiner Form die 40-Stundenwoche anzutasten, solange der Untersuchungsausschuß seine Arbeiten über den Stand der Erzeugung nicht abgeschlossen hat.

Auch in der Frage der Wiederherstellung der Ordnung in Nordafrika soll man sich in sozial­demokratischen Kreisen gegen die Absicht gewandt haben, den Staatsminister Sarr aut mit der Lei­tung ber zu treffenden Maßnahmen zu beauftragen. DieEpoque", oit bereits von einer Kabinettskrise spricht, will wissen, daß Finanzminister Bonnet vor wenigen Tagen seinen Rücktritt ange­boten habe, da er es angesichts ber Lage für un­möglich halte, ben Franken zu verteidigen. Man befürchtet, daß es zu einem offenen Bruch zwischen Sozialdemokraten und Radikalsozialen kommen werde.

Kleine politische Nachrichten.

Gauleiter Bohle stattete als Chef der Auslands­organisation im englischen Außenamt dem ständigen Staatssekretär des Außenamts Sir Robert Vansittart einen Besuch ab. Anschließend hatte der Gauleiter eine Unterredung mit Winston Churchill und sprach abends auf dem Ernte- dankfest der deutschen Kolonie in der Porchester-

ACHTEN SIE AUF DIE SCHUTZMARKE« DAS SCHACHBRETT!