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1. September 1937

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Auf jede gezogene Rümmer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II

Hof eine zusätzliche Gefahrenquelle, an die fast niemals gedacht wird. In der Nähe des Fehrbellin- sees wurde vor kurzem im letzten Moment durch die Umsicht eines Brunnenbaumeisters eine Katastrophe dadurch verhütet, daß er bei dem Herausziehen eines langen Brunnengestänges feine Augen nicht nur in den Brunnenschacht, sondern auch nach oben kehrte und sah, daß eine Starkstrom führende Leitung über den Brunnenschacht führte.

Also, Dauer und Siedler, zähmt gerade bei Brunnenbauarbeiten und Reparaturen eure sonst ja sehr lobenswerte Sparsamkeit und holt euch Fachleute heran, die derartige Arbeiten sachgemäß auszuführen in der Lage sind.

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Der Bürgermeister. Knopper.

Allgemeiner Verein für Armen- und Krankenpflege Oie Hauptversammlung findet Freitag, den io. September 1937, nachmittags 6 Uhr, im Saal der Krippe statt.

Tagesordnung: Jahresbericht

Rechnung Vorstandswahl Zusatz zu den ßh 1 und 21 der

Gewinnauszug

5. Klasse 49. Preußisch-Süddeutsche (275. Preuß.) Klassen-Lotterie

dessen Anlage sich deshalb zeitlich sehr ausdehnte, ebenfalls Gase am Boden bildeten und die ahnungs­los einsteigenden Arbeiter, die zwar schon bei zahl­reichen Brunnenbauten geholfen, selbst aber nicht ausgebildete Fachleute waren und den Auftrag ohne Hinzuziehung eines Brunnenbauers aus­führten, in den Tod rissen. Die gesamte Zahl dieser Unfälle erfahren wir ja gar nicht, da sie zumeist entweder überhaupt nicht oder nur in der örtlichen Presse gemeldet werden.

Daß bei diesen Arbeiten Gefahren auf Schritt und Tritt lauern, ist an sich auf dem flachen Lande wohl bekannt, denn es wird kaum einen Kreis in Deutschland geben, in dem nicht der­artige Unfälle im Verlauf einiger Generationen vor- aekommen sind, über die ja dann gerade auf dem Lande sehr eifrig gesprochen wird.

Und krohdem immer wieder dieselben Unglücksfälle!

Es ist schon so, wie wir anfangs sagten: Sinnlose Sparsamkeit, um fünf oder zehn Mark, die solche Reparaturen in der Regel ja nur kosten. Und bei Neubauten ist der Mehrpreis eines gelernten Brunnenbaumeisters ebenfalls nicht so welter­schütternd, überhaupt wenn man bedenkt, daß allein ein solcher Mann eine sachgemäße Anlage hinstellen kann, die richtige Tiefe und damit die genügende Ergiebigkeit des Brunnens auszuwählen vermag und schließlich ja auch die Garantie für seine Ar­beit zu tragen hat, nebst allen sonstigen Unkosten,

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Büchertisch.

Georg Müller-Giersleben: Frisch geschüttelt! Herausgegeben von Wendelin Ueberzwerch. Kartoniert 2 Mark, in Leinen 3,50 Mark. Verlag I. Engelhorns Nächst, Stuttgart. (164) Obwohl dieser dritte und letzte Band Schüttelreime diesmal nur von einem einzigen Ver­fasser stammt, bietet er ein solches Uebermaß von sprühenden Einfällen und trefflichen Gedanken, daß man meinen sollte, auch diesmal hätte sich eine ganze Schar witziger Köpfe vereinigt, um diese Auslese zusammenzutragen. Wie in den vorange­gangenen Bänden finden sich auch hier wieder die köstlichen und einprägsamen Zweizeiler neben lan­gen kunstvollen Schüttelergüssen, in denen sich zwanglos Vers an Vers reiht, in denen neben dem Humor auch ernste Gedanken zu ihrem Recht kom­men. Nicht nur zum eigenen stillen Genuß, sondern auch zum Vorlesen in größerem Kreis ist dieses Werk trefflich geeignet.

Obstverfleigerung.

Samstag, den 4. September 1937, findet die Obst- Versteigerung der Gemeinde Dorf-Gill statt.

Anfang der Versteigerung um 14 Uhr an der Schule. 5648V

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Es spricht sich herum, daß man bei

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Falsche Sparsamkeit bringt Gefahr!

Der Brunnen als Todesfälle für Bauern und Siedler.

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2 Gewinne zu 100000 RM. 220697

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72 Gewinne zu 500 RM. 40603 ----- ----- "

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ständen durch einstweilige Ver­fügung die Erlaubnis zum Be­treten der Wohnung des Mieters erwirken.

Haut, die Bekleidung der Ober­fläche des tierischen und mensch­lichen Körpers und der Körper- höblen. Im engeren Sinne ver­steht man darunter nur die Be­deckung der Oberfläche des Kör­pers, während die Bekleidung der Körperhöhlen mit Schleimhaut (s. d.) bezeichnet wird. Die Haut ist aber nicht nur Oberflächen­bedeckung des Körpers, sondern auch ein eigenes Organ mit man­nigfachen Aufgaben. Es dient dem Schutze des Körpers, regelt die Wärme des Körpers durch vermehrte oder verminderte Vlutzufuhr, ist Ausscheidungs­organ für Wasser und Salze (vgl Schweiß!). Die Haut des Menschen besteht aus verschie­denen Teilen: 1. Oberhaut mit der obersten oder Hornschicht und dem sog. Rete Malpighi in wel­chem die Farbstoffe abgelagert sind. 2. aus der Lederhaut 'mit sehr fein verzweigten Nerven und Gefäßen, mit Tastwärzchen, Haar- bälgen und Schweißdrüsen. Da die Haut ein lebenswichtiges Organ des menschlichen Körpers ist, muß man natürlich auf ihre Gesunderhaltung bedacht sein und sie sachgemäß pflegen. Häufiges Waschen mit milder Seife, Äb- frottieren, damit die Haut im- mer gut durchblutet ist, Luftbä­der, Einfetten mit guten Krems am Abend, damit die Haut auch richtig ernährt wird, Ab­reiben des überschüssigen Fettes und damit Reinigung der Po-

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die ein regulärer Handwerksbetrieb mit sich bringt.

Mit dem bloßen Appell an die Vernunft und mit der Aufklärung über die Gefahrenquellen kommen wir, wie die Erfahrung zeigt, leider nicht weiter. Wir werden hiermit auch in Zukunft weitere schwere Unfälle, die stets Männer in dem leistungs­fähigsten Alter aus den Reihen des Volkes reißen, nicht verhüten können. Mit Bestrafung kommen wir bei den zur Zeit geltenden rechtlichen Vor­schriften über den Brunnenbau auch nicht weiter. Es besteht kein Zwang, einen gelernten Brunnen­bauer zu Reparaturen und zur Reinigung von Kesselbrunnen heranziehen zu müssen. Und es be­steht auch kein unumgänglicher gesetzlicher Zwang, einen neuen Kesselbrunnen durch einen Brunnen­bauer ausführen lassen zu müssen.

Wenn Zwang am Platze wäre, dann hier in diesen Fällen. Mit den Verboten allein, ja selbst mit einer Konzessionierung der Brunnenbauarbeit, dürfte allerdings nicht allzuviel zu erreichen sein. Hinzukommen müßte als wirkungsvollstes Ab­schreckungsmittel ein Verbot an die Berufsgenossen­schaften, Angestellten-, Invaliden- und Lebensver­sicherungen, bei derartigen Unglücksfällen Renten- und Lebensversicherungen auszuzahlen.

Wer sich fo leichtsinnig in Gefahr begibt, wie es bei diesen Unfällen immer wieder vorkommt, der verdient nicht, daß die Allgemeinheit fein

Risiko mitträgt.

Der Laie sollte sich auch nicht einbilden, daß etwa allein mit der Aufklärung über die Behand­lung von Grubengasen die Unfälle zu verhüten wären, denn die Gefahren, die gerade dem Brun­nenbauer auflauern, sind zahllos. Ganz abgesehen von den vielen Einsturzmöglichkeiten, ist heute auch das Dorhandepsein von Stromleitungen auf dem

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V. A. Von Jahr zu Jahr mehren sich jetzt die tödlichen Unfälle, die dadurch passieren, daß Bauern und Siedler aus falscher Sparsamkeit sich entweder selbst mit der Anlage von Kesselbrunnen und ihrer späteren Reinigung befassen oder daß sie bei Brunnenbaumeistern beschäftigt gewesenes Hilfs­personal mit dem Bau solcher Brunnen beauftragen, da diese Leute sich anscheinend zu besonders günsti­gen Bedingungen anbieten. Die Folgen dieser sinn­losen Sparsamkeit melden dann die Zeitungen.

So am 3. August aus Schönermark bei Neu­ruppin: Dort stieg der 54 Jahre alte Bauer Karl Ingold in seinen Brunnen, um eine Reparatur vorzunehmen. Die beiden Söhne waren oben ge­blieben, um dem Vater das Gerät zuzureichen.

kaum war der Dauer unten im Brunnen­schacht, als er auch schon von den Gasen, die keiner vorher bemerkt hatte, betäubt war. Sein ' 21jähriger Sohn stieg nach, um den Vater 1 heraufzuholen, aber ehe er sein Rettungswerk i vollenden konnte, war auch er den giftigen 1 Gasen zum Opfer gefallen. 3n Verkennung

aller Gefahren stieg auch der zweite Sohn nach, um Vater und Bruder zu retten, und blieb als drittes Opfer.

Ein ähnlicher Vorfall spielte sich vor Jahresfrist in Britz in der Nähe von Eberswalde ab, wo sich bei der Anlage eines neuen Brunnens, der durch sehr harte Schichten geführt werden mußte, und

Heute Donnerstag Erstaufführung IPOILAX TMIEGIRII als Frau und Künstlerin

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Hausschwamm 1

nach Hause kommen). Rach Be­endigung des Mietverhältnisses muß der Mieter den vom Ver­mieter gelieferten Hausschlüssel dem Hauswirt zurückgeben. Das Anfertigen oder Anfertigenlas­sen von Hausschlüsseln ohne Ge­nehmigung des Hausbesitzers oder seines Stellvertreters (Hausver­walter) ist strafbar.

Hausschwamm, Pilz, der hauvt- sächlich in feuchten, dunklen Räumen auftritt, ein wattearti­ges Aussehen hat und eine übel­riechende Flüssigkeit absondert. Holz, das von Hausschwamm an­gegriffen ist, wird schnell zerstört und soll daher sofort verbrannt werden. Es gibt heute Möglich­keiten, den Hausschwamm zu be­kämpfen. diese können jedoch nur von Bausachverständigen beur­teilt und angewendet werden. (S. auch Hauskauf.)

Haustöchter nennt man jung; Mädchen, die bei Familienan­schluß in einen anderen Haus­halt gehen, um sich dort anlernen zu lassen. Dafür verrichten sie mit der Hausfrau alle hauswirt­schaftlichen Arbeiten und erhal­ten als Entgelt nur ein Taschen­geld. Haustöchter müßen bei der Krankenkasse angemeldet sein.

Hauswirt. Die Rechte des Haus­wirtes bestimmen sich nach dem Mietvertrag. Der Hauswirt darf die Wohnung des Mieters ohne dessen Erlaubnis nicht betreten, auch wenn der Mieter nach Be­endigung des Mietverhältnisses nicht rechtzeitig auszieht. Der Hauswirt kann aber unter Um-

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