einbarungen dar.
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dient gemacht hat.
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neuen Posten.
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Der Chef des polnischen Generalstabes Stachie- wocz begab sich in Begleitung seines Vertreters des Generals Malinowski und anderer hoher polnischer Generalstabsoffiziere nach Bukarest.
Bei einem geselligen Beisammensein nach der Eröffnung nahm Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs Gelegenheit, seiner Befriedigung über die hervorragende Ausgestaltung der Ausstellung Ausdruck zu geben. Besonders hob er hervor, daß die große französische Abteilung die Tatsache der großen Verbreitung des Freilichttheaters in Frankreich überzeugend erweise. Er sprach dem französischen Ausstellungskommissar RenLe Bruyez seinen herzlichen Dank aus und überreichte ihm zur bleibenden Erinnerung das Buch „Frankfurt a. M., die Stadt Goethes". Bruyez dankte herzlich für die Auszeichnung.
run9, der Partei und der deutschen Wirtschaft teilnahmen, vermittelte den ausländischen Gästen einen starken Eindruck froher deutscher Geselligkeit.
Bekenntnispfarrer wegen Kanzelhehe festgenommen.
Kleine politische Nachrichten.
Der F ü h r e r u n d Reichskanzler empfing den neuernannten Gesandten für Irland Dr. Eduard Hempel und den neuernannten Generalkonsul in Valparaiso Barandon zur Abmeldung auf ihre
Eröffnung der Frankfurter Ausstellung „Das Theater im Freien".
Eine Hebe des Reichskulturwalters Moraller.
Llngarns Reichsverweser.
Einräumung der Macht des nationalen Königtums.
B u d a p e st, 1. Juli. (DRB.) Der Reichstag hat einstimmig bei Stimmenthaltung der Sozialdemokratischen Partei den vom Ministerpräsidenten Daranyi rorgelegten Gesetzentwurf über die Wahl und die Erweiterung der Machtbefugnisse des Reichsverwesers angenommen. Zu Beginn der Sitzung verließen die sozialdemokratischen Abgeordneten den Saal. Der Berichterstatter Angyan teilte dem Hause den Beschluß aller Fraktionen mit, das Gesetz ohne Aussprache anzunehmen. Diese Stellungnahme des Parlaments bringe die nationale Ein- he i t und das gemeinsame Gefühl der Nation in den großen entscheidenden Fragen zum Ausdruck. Gerade jltzt müsse in erhöhtem Maße an der Idee des nationalen Königtumes festgehalten werden. Ministerpräsident Daranyi brachte den Dank ler Regierung für die geschlossene Stellungnahme !es Hauses zum Ausdruck. Die Vorlage sei von »er Regierung, nicht auf Wunsch des Reichs- lerwesers, eingereicht worden. Der verstorbene Ministerpräsident G ö m b ö s habe noch im vorigen ^ahre das Reichsoerwesergesetz, die Reform des Oberhauses und die Einführung des geheimen Wahl- ?echtes vorgeschlagen. Die Oberhausreform werd-e im Herbst, und auch das geheime Wahlrecht werde noch in diesem Jahre in Angriff genommen werden. Zum Schluß gab der Ministerpräsident der tiefen Verehrung des ganzen ungarischen Volkes für den Reichsverweser, Admiral von Horthy, Ausdruck. Sämtliche Abgeordneten erhoben sich von ihren Plätzen und bereiteten dem Reichsverweser eine begeisterte Kundgebung. Durch das neue Reichsverwe- sir-Gesetz werden dem Reichsverweser staatsrechtlich lie Machtbefugnisse des nationalen ungarischen Kö- nigstumes eingeräumt. Er kann auch seinen Nachfolger ernennen, besitzt aber nicht das Oberpatronatsrecht des Königs über die Kirche und das Recht zur Verleihung von Adelstiteln.
Wenn die Llrlaubszüge rollen...
Erholung für uns, Mehrarbeit für die Eisenbahner. — Organisaiionskunst am bildlichen Fahrplan.
Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg kehrte von seinem Besuch beim Reichsverweser Admiral Horthy von dessen Landsitz in Kenderes wieder nach Budapest zurück. Zu Ehren des Generalfeldmarschalls veranstaltete der deutsche Gesandte von Erdmannsdorff einen Empfang.
Die deutsch-schweizerischen Verhandlungen über die Regelung der Zahlungen im Waren-, Reise - und Kapitalverkehr ab 1. Juli 1937 haben zum Abschluß eines Abkommens geführt, das bis zum 30. Juni 1938 gilt. Das Abkommen stellt eine Anpassung an den gegenwärtigen Stand der wirtschaftlichen Beziehungen und eine Zusammenfassung der Bestimmungen des Verrechnungsabkommens und der verschiedenen Zusatzver-
Reichsminister Franz S e l d t e sind zu seinem Geburtstage aus allen Teilen der Bevölkerung so zahlreiche Glückwünsche zugegangen, daß es ihm unmöglich ist, jedem einzeln zu danken. Er bittet daher alle diejenigen, die seiner gedacht haben, auf diesem Wege seinen besten Dank entgegenzunehmen.
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Reichserziehungsminister R u st erschien überraschend im Bischöflichen Gymnasium Josephinum in Hildesheim. Der Minister wohnte 3% Stunden in verschiedenen Klassen dem Unterricht bei und griff selbst unterrichtend ein. Neben wichtigen geschichtlichen Problemen betrafen die von ihm gewünschten Unterrichtsstoffe u. a. Rasse, Vererbung und Sterilisation.
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Der Staatssekretär im Reichsjustizministerium Dr. Dr. Schlegelberger steht 40 Jahre im Dienste der deutschen Rechtspflege. Der Führer und Reichskanzler hat ihm als Zeichen seines Dankes und seiner Anerkennung sein Bild im Silberrahmen mit eigenhändiger Widmung überreichen
kaffen. Reichsjustizminister Dr. Gurin er sprach dem Staatssekretär die herzlichsten Glückwünsche der Reichsjustizverwaltung aus.
NSG. Im Hofe des früheren Karmeliterklosters in Frankfurt am Main wurde gestern die A u s - stellung „Theater im Freien" durch Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs eröffnet. Reichskulturwalter Moraller hielt eine grundlegende Rede über die deutschen Freilichtspiele.
Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs schilderte die Entstehung und Entwicklung der Freilichtspiele und konnte mit Stolz darauf Hinweisen, daß die Römerberg-Festspiele in Frankfurt, die mit dem gestrigen Tage eröffnet worden sind, neben den Reichsfestspielen in Heidelberg die hervorragendste Stelle einnehmen. Reichskulturwalter und Präsident des „Reichsbundes der deutschen Frei- licht- und Volksschauspiele", Moraller, führte aus, daß Frankfurt sich um das Freilichtspiel bedeutende Verdienste erworben und dem Theater im Freien eine Heimstätte gewährt habe. Die Ausstellung zeige, welche ungeheure Entwicklung das Freilichtspiel im nationalsozialistischen Deutschland genommen hat. Die Pionierarbeit, die schon in früherer Zeit für das Freilichtspiel geleitet wurde, habe die Erfolge nicht gehabt, weil die Voraussetzungen fehlten. Es verdiene einmal eindeutig herausgestellt zu werden, daß das deutsche Freilichtspiel niemals von dem jüdisch-liberalistischen Geist angeregt worden sei, sondern sich a us deutschem Wesen, aus echter deutscher Volkskunst entwickelt habe. In der freien Natur seien die ewigen Gesetze wirksam, und nur das Starke, Gewaltige und Echte habe dort Bestand. Es sei leichter, Kulissen zu vergewaltigen, als die Natur. Seinen stärksten Aus-
Der Führer und Reichskanzler hat dem amtierenden Präsidenten der Internationalen Handelskammer, Dr. Hendryk Fente- ner van Vlissingen, sowie dem zu seinem Nachfolger gewählten Herrn Thomas John Watson das Verdienstkreuz des Ordens vom Deutschen Adler mit dem Stern verliehen. Die Auszeichnungen wurden den Genannten durch den Präsidenten des Reichsbankdirektoriums Dr. Schacht überreicht. Dem Generalsekretär der IHK., Herrn Pierre Vasseur, wurde als Geschenk der Reichsreaie- rung ein wertvoller Kunstgegenstand aus der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Berlin überreicht, ein Reiterstandbild Friedrichs des Großen, das nach Arbeiten des zeitgenössischen französischen Bildhauers Bardou entworfen ist.
Ministerpräsident Generaloberst Göring und Frau Göring empfingen die Führer der Auslandsdelegationen des IX. Kongresses der Inter n a - ti analen Handelskammer mit ihren Damen im Charlottenburger Schloß. Der Empfang, an dem auch zahlreiche Mitglieder des Diplomatischen Korps, Vertreter der Reichsregie-
Wenn in diesen Wochen Millionen Deutsche nach einem Jahr voll Arbeit über blinkende Schienenwege dem ersehnten Sommeraufenthalt entgegenrollen, dann gibt es eine große Gruppe von Hunderttausenden von Menschen, die selten oder nie Sommerurlaub bekommen, die fast nur im Winter einmal ausspannen können, ob sie das schätzen oder nicht: das sind unsere braven, zuverlässigen und pflichttreuen Eisenbahner. Sie stehen um eine Zeit, wo wir an Entspannung und Ferienglück denken dürfen, in doppelt schwerem und verantwortungsvollem Dienst. Manchen Sonntag, manche Feierstunde müssen sie opfern, um den gewaltigen Strom der Reiselustigen pünktlich und sicher an die tausend verschiedenen Ziele in allen Gegenden unseres schönen Vaterlandes zu geleiten und um den verzehnfachten, oft verhundertfachten Verkehr zu bewältigen. Wer glaubt, daß die Deutsche Reichsbahn für den Sommerreiseverkehr über einen wesentlich verstärkten Beamten- und Bediensteten-Apparat geböte, der wird ebenso erstaunt sein wie wir, als wir bei einem Gespräch mit einem Herrn in der Eisen- bahnabteilung des Reichsverkehrsministeriums horten, daß der ganze S o m m e r r e i s e v e r k e h r im wesentlichen von dem gleichen Beamtenkörper bewältigt wird, der im übrigen Jahr für die Aufgaben der Reichsbahn zur Verfügung steht.
Die Anspannung aller Kräfte beginnt eigentlich mit dem Augenblick, wo der- Sommerfahrplan, zu seinem international festliegenden Termin, am 15. Mai herauskommt. Von diesem Zeitpunkt an beginnen die Sonderbesprechungen über die Maßnahmen der Reichsbahn für die Ferienzeit. Denn die Feriensonderzüae sind nicht etwa schon fester Bestandteil des Sommerfahrplanes. Sie werden in Zusammenarbeit mit Vertretern des Verkehrs, der Wirtschaft, der Industrie und der Bader, nicht zuletzt natürlich der Schulen, verabredet. Aber nicht allein um Sonderzüge geht es dabei, auch Vor- und Nachzüge zu den fahrplanmäßigen D-Zügen werden festgelegt und dabei alles, was überhaupt vorgesehen werden kann, genau im einzelnen bestimmt.
Der Laie kann sich kaum eine Vorstellung davon machen, was für eine Summe von Ueberlegungen und Arbeit in einem Fahr plan beschlossen ist.
Berlin, 1. Juli. (DNB.) Heute wurde der Bekenntnispfarrer Martin Niemöller aus Ber- I lin-Dahlem von der Geheimen Staatspolizei fest- genommen und dem Richter vorgeführt, der Haftbefehl gegen ihn erlassen Hut. Niemöller hat seit langer Zeit in Gottesdiensten und Vorträgen Hetzreden geführt, führende Persönlichkeiten des Staates und der Bewegung verunglimpft und unwahre Behauptungen über staatliche Maßnahmen verbreitet, um die Bevölkerung zu beunruhigen. Desgleichen hat er zur Auflehnung gegen staatliche Gesetze und Verordnungen aufgefordert. Seine Ausführungen gehörten zum ständigen Inhalt der deutschfeindlichen Presse.
gesichert bekommt und gewöhnlich nicht umzusteigen braucht.
Was nützt aber der schönste Fahrplan, wenn, wie der Referent lächelnd meint, die wenigsten Leute überhaupt einen Fahrplan lesen können! Auch hier hat die Reichsbahn weitgehendes Verständnis, obgleich ihre Geduld oft auf die härteste Probe gestellt wird. Sie gibt nicht nur häufig besondere Handzettel heraus, die den Sonderzug-Reisenden bei der Abfahrt in die Hand gedrückt werden und auf denen sie alle Einzelheiten über Fahrt und Anschlüsse, Ankunft, Aufenthalt usw. nachlesen können, nein, sie schult auch ihren gesamten Beamtenapparat vor dem Sommerbetrieb noch einmal gründlich durch, so daß jeder Beamte gegen alle Frage und Ansinnen gerüstet ist. Jeder Zugführer ist mit Taschenfahrplan und Kursbuch ausgerüstet; trotzdem kommt es vor, daß Reffende noch schlauer sind. Davon zeugen die täglich zu Hunderten einlaufenden Zuschriften mit freundlichen Ratschlägen, Anfragen und Vorhaltungen, aus denen die geduldige Reichsbahn alle Anregungen sorgfältig herausschält und sie — wenn es wirklich zweckmäßige Vorschläge sind — auch berücksichtigt.
Aber gewöhnlich macht sich der Laie nicht die richtige Vorstellung von den Zusammenhängen und urteilt in den meisten Fällen subjektiv, also falsch! Er vertraue sich nur getrost der Reichsbahn an, sie sorgt selbst im dicksten Ferientrubel nach Menschenmöglichkeit dafür, daß er seine Anschlüsse nicht verpaßt und, so schnell wie es irgend geht, an das ersehnte Ziel kommt. Steigt er dann aus und atmet entzückt die herbe Luft der Berge oder den frischen Salzhauch der See, dann gedenke er ruhig auch mit stillem Dank der Männer, die hinter ihm Zurückbleiben in schwerer Pflicht und die dafür gesorgt haben, daß er aufatmend zu seiner Ehehälfte sagen kann: „Gottlob, es hat ja alles soweit ganz gut geklappt!"
Dr. B u r e s c h.
gemacht worden. Der Angeklagte hatte i m Beichtstuhl eine Frau anzuborgen versucht. Aus Verärgerung darüber, daß die Frau diese Pumpmanöver zurückwies, überging der Pfarrer sie bei der Kommunion und begründete dieses Verhalten dann zynisch damit, daß der Sohn dieser . Frau Nationalsozialist sei und sich Christentum und Nationalsozialismus nicht vertrügen.
Der als Zeuge vernommene Generalvikar mußte nach anfänglichem Bestreiten unter Eid zugeben, daß er aus den Akten Biehls alle Schriftstücke aussortiert habe, die den Pfarrer belasteten. In der Urteilsbegründung wies der Vorsitzende darauf hin, daß viele Zeugen es nicht mit ihren religiösen Pflichten vereinbaren zu können glaubten, gegen einen Geistlichen auszusagen, auch wenn dieser ein noch so gemeiner Verbrecher sei. Wenn man weiter bedenke, daß die kirchlichen Behörden in geradezu unverantwortlicher Weise die Straftaten des Angeklagten vertuschen wollten und die Personalakten des Angeklagten offensichtlich nicht vollständig seien, dann sei die Annahme des Gerichtes begründet, daß die Hauptoerhandlung nicht einmal alle Straftaten erfaßt habe, die der Angeklagte tatsächlich beging. Anstatt die Wahrheit zu erforschen, seien die kirchlichen Behörden ängstlich bemüht gewesen, alles geheim zu halten, was den geistlichen Stand in Anbetracht der verbrecherischen Handlungsweise des Pfarrers Biehl hätte schaden können.
Wie ist es überhaupt möglich, nachträglich in einen fertigen Fahrplan von der Kompliziertheit und Reichhaltigkeit unseres gewöhnlichen Sommerfahrplanes noch immer neue Züge zu ganz verschiedenen Tageszeiten einzuschieben? Das Wunder wird verständlich, wenn uns der Referent den bildlichen Fahrplan vorlegt, ohne den kein Sonderzug verabredet und festgesetzt wird. Da sieht man zunächst ein wirres Durcheinander von Linien, Quadraten, Ueber- schneidungen und Zeichen. Aber unter den erklärenden Worten des Fachmannes entsteht plötzlich ein deutliches Bild von Strecken und Fahrzeiten. Jeder Zug hat seine Linie; seine Haltezeiten und Ueber- holungspunkte sind genau eingezeichnet. Man sieht ganze Bündel von D-Zügen zu verkehrsreichen Tageszeiten — etwa morgens und abends — losschießen, wie schwarze Blitze fahren sie als dicke Striche schräg durch den Bildplan. Ueber diese Pläne gebeugt, klügeln Beamte Tag und Nacht herum, ziehen Striche, kalkulieren, rechnen, planen, bis die Sonderzüge, die Vorzüge und Nachzüge eingezeichnet sind. Für jeden Tag wird ein Extra- Fahrplan aufgestellt, und liegt er fest, dann bekommt jeder Streckenbeamte Anweisung, ihn am Morgen des Tages, an dem er fährt, auf eine Tafel im Amtsraum seines Dienstgebäudes aufzuzeichnen, damit er immer daran erinnert wird und rechtzeitig daran denkt, die Strecke freizumachen, Zeichen zu geben usw.
Weshalb legt nun die Reichsbahn die Sonder- z ü g e ein, mit bepen man bekanntlich bedeutend billiger reisen kann als selbst mit Ferienrückfahrkarte, denn die Ferienkarte ist um 20 v. H. ermäßigt, während der Sonderzug die Reffe um 40 v. H.^verbilligt, nach Ostpreußen sogar um 60 v. H. Die Sonderzuge dienen vorzüglich der Entlastung, sie müssen helfen, den ungeheuren Ansturm zu Ferienbeginn, der ohnehin alle Züge bis zum Brechen füllt, zu verteilen. Deshalb fahren sie auch niemals gleich am ersten oder zweiten Ferientag, sie fangen einen Teil des Stromes ab, und befördern ihn, wenn der erste Stoß vorüber ist. Trotzdem ist das Interesse für die Sonderzüge immer groß, denn sie haben neben der Verbilligung für den Reisenden den Vorteil, daß er den Platz zu-
trieb konnte das Freilichtspiel erst erhalten nach der nationalsozialistischen Revolution, die die besten Grundlagen für die Erfüllung der Aufgaben geschaffen hat. Ganz besonders wandte sich der Reichskulturwalter an die Dichter, denen er zurief, sie sollten draußen den Raum mit ihrem Werk erfüllen. Die Arbeit sei zwar nicht leicht, aber es lohne sich, eine solche Ausgabe in Angriff zu nehmen und hier Pionierarbeit zu leisten. Wenn es gelänge, in den Freilichtspielen die Menschen seelisch so zu erfassen und zu packen, daß sie auch einmal einen Wolkenbruch mit in Kauf nehmen, sei das letzte Ziel erreicht.
Ein Musikstück leitete über zu einer Führung durch Professor N i e ß e n von der Universität Köln, der sich um den Aufbau der Ausstellung sehr ver-
Aus aller Wett.
Umvetterschäden in Bayern.
Ueber viele Gegenden in Bayern sind schwere Gewitter niedergegangen, die durch Hagelschlag und zündende Blitze großen Schaden verursacht haben. So wurden in der Hallertau die Hopfengärten in verheerender Weise verhagelt. Von den 10 000 Stöcken wurden schätzungsweise über 90 v. H. vollständig vernichtet. In Unter- und Oberappersdorf wurden die Hopfen- und die Getreideernte bis zu 50 v. H. verwüstet. Ein sehr schweres Gewitter ging im Gebiet des Vorderen Waldes und des unteren Isa- und Rottales sowie im Donaugebiet um Straubing nieder. Bei Arnstorf dauerte das Unwetter fast drei Stunden und richtete an den Fluren großen Schaden an.
Die Rößlwirtin aus St. Wolfgang mit dem Aulo verunglückt.
Die Besitzerin des Gasthofes „Zum Weißen R ö ß l" in St. Wolfgang am Wolfgang-See, Frau Petter, wurde das Opfer eines Kraftwagenunfalls. Ihr Kraftwagen schlug, als er einer Gruppe von Radfahrern ausweichen wollte, um, und Frau Petter wurde schwer verletzt. Auch ihr Mann erlitt nicht unerhebliche Verletzungen. Zwei Todesopfer eines Unlounglücks in der Rhön.
An der Sinnbrücke in Wildflecken (Rhön) ereignete sich ein schweres Autounglück. Ein Kraftwagen geriet beim Ausweichen vor einem Omnibus ins Schleudern, riß einige meterhohe Randsteine weg und kam dann an ber in der Kurve liegenden Brücke zum Sturz. Ein Insasse war sofort tot, ein weiterer sta r b auf dem Transport ins Krankenhaus. Der Wagen wurde vollständig zertrümmert.
Großfeuer in einer Kasseler Iulespinnerei.
In der Jutespinnerei und Weberei Kassel im Stadtteil Rothenditmold wurde im großen Lagerschuppen, in dem 1600 Ballen Jute lagerten, Feuer entdeckt. Erst nach mehrstündiger Arbeit gelang es, eine Ausdehnung des Brandes zu verhindern. Es dürsten sämtliche 1600 Ballen Jute durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen sein. Bei den Löscharbeiten erlitten einige Personen Rauchvergiftungen; sie befinden sich jedoch außer Gefahr. Die Brandursache ist noch nicht festgestellt.
Wetterbericht
des Reichswetterdiensles. Ausgabeort Frankfurt.
Durch den Abbau eines Hochdruckwirbels über dem Festland und die Nordwärts-Derlagerung der Wirbeltätigkeit hat sich zur Zeit die schlechte Witterung fortgesetzt. Sie wird mit starker Wärmezunahme verbunden sein, so daß sich sehr bald wieder erneut und in verstärktem Maße der Einfluß von Tiesdruckstörungen einstellen wird.
Aussichten für Samstag: Zunächst vielfach heiter sowie warm und schwül, dann von Süd- westen her Einsetzen der Störungstätigkeit gewittriger Natur, Winde meist um Süd.
Lufttemperaturen am 1. Juli: mittags 17,3 Grad, am 1. Juli: abends 16,6 Grad, am 2. Juli: morgens 14,1 Grad, Maximum 20,3 Grad, Minimum 12,4 Grad Celsius. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. Juli: abends 18,2 Grad, am 2. Juli: morgens 16,4 Grad, Niederschläge 12,4 mm, Sonnenscheindauer 0,7 Stunden.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Dr. Hans Thyriot. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein (beurlaubt). Vertreter: H. L. Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. V. 37: 9326. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags
15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
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