Ausgabe 
2.6.1937
 
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©JL-tfpont

Handball-Entscheidungsspiele zur Kreisjugendmeisterschast.

Mtv. Gießen 1. 3ab. Tv. Londorf Igd. 11:3 (7:2). Der Bann scheint gebrochen, die Gieße- ner konnten gestern erstmalig seit langer Zeit wie­der einmal gefallen. Sie waren ihrem Gegner in jeder Beziehung klar,überlegen und haben für die überraschende Niederlage im Vorspiel Revanche ge­nommen. Leider ließ sich Londorf zu einem Spiel- aübruch hinreißen.

Mtv. Gießen 2. Igd. To. Wißmar Igd. 8:7. Auf eigenem Platze empfing die 2. Jugendelf des Männerturnoereins die Jugendmannschaft des Tv. Wißmar zum fälligen Rückspiel und konnte nach schönem Kampfe einen knappen Sieg landen. Das Spiel schien zuächst eine eindeutige Angelegenheit der Gäste zu werden. Nachdem Wißmar in der ersten Halbzeit mit 7:0 in Führung ging, stand wohl ein Sieg der Gäste nicht mehr in Frage und dennoch schafften es die Mtv.-Jungens! Zwei­fellos gebührt der Mannschaft für diese Leistung besonderes Lob.

Tv. Lang-Göns Tv. Münchholzhau­sen 11:12. Man muß schon sagen, daß Münchholz­hausen bsi seinen Spielen mehr Glück hat, als bei­spielsweise der Mtv. Die Mannschaft konnte erst gestern wieder äußerst knapp gewinnen. Lana-Göns hatte auf alle Fälle weit mehr vom Spiel und hätte dem Verlauf nach auch eindeutig gewinnen müssen.

Freundschaftsspiele.

Tv. Garbenheim Tv. Allendorf an der Lahn 7:4 (1:4). Die Gäste hatten auch gestern keine komplette Mannschaft zur Stelle, so daß es zu dem Spielverlust kommen mußte. In der ersten Halbzeit konnte zwar nach gutem Zusammenspiel eine klare Führung herausgearbeitet werden, die aber später auf die Gegenseite überging. Das Ju­gendspiel verlor Allendorf klar und eindeutig.

Tv. Garbenteich Tv. L i ch 6:8 (5:5). Mit etwas Glück konnte Lich gegen die aufstrebenden Garbenteicher zu einen knappen, nicht ganz verdien­ten Sieg kommen. Die Platzmannschaft weist auch heute immer noch kleine Schwächen auf.

To. Nauborn Igd. Tv. Hausen Igd. 8:6 (3:4). Trotz aller Anstrengungen gelang es Hausen nicht, seine knappe Halbzeitführung zu halten.

Lichtbilder-Vortrag von Neichsbundlehrer Brox.

Am morgigen Donnerstagabend hält der Reichs­bundlehrer des Gaues Hessen, B r o x (Marburg), seinen letzten Grundschulungs- und Leichtathletik- Lehrgang in Gießen (1900er-Sportplatz) ab. Im Anschluß daran findet ein Lichtbilder-Vortrag im Schützenhaus" statt. Es laufen Leichtathletik-Lehr­filme, sowie ein Film über die 11. Olympischen Spiele. Man wird nicht fehlgehen in der Annahme, daß Interessantes zu erfahren und zu sehen sein wird und vor allem wertvolle Anregungen gegeben werden. Eintritt wird nicht erhoben.

Vorletztes Spiel in der Bezirksklaffe.

VfV.Reichsbahn Gießen Vissenberg 3:1.

Der VfB. konnte sein letztes Spiel siegreich be­enden und gewann 3:1 verdient. Bissenberg trug eine unnötige Härte in das Spiel. Mit diesem Spiel hat sich der VfB. einen guten Abgang ver­schafft.

Das letzte Spiel in dieser Klasse ist noch die Be­gegnung zwischen 1900 Gießen und 05 Wetzlar. Beide Vereine haben sich für die Austragung dieses Spieles auf einen Samstag geeinigt. Das Spiel wird wahrscheinlich am nächsten Samstag stattfinden.

Aufstiegspiele zur Bezirksklaffe.

Offenbach Watzenborn- Steinberg 2:2. Heuchelheim Niedergirmes 2:4.

Wenn in der Vorschau an gekündigt wurde, daß die Teutonen in Offenbach einen schweren Stand haben würden, so ist das durch den unentschiedenen Ausgang des Spiels bestätigt. In Offenbach wird noch mancher Verein Punkte lassen müssen.

Die Heuchelheimer verloren, wie vorausgesagt, aber auch nur deshalb, weil sie die nötige Härte für diese Spiele noch .nicht aufbringen. Trotzdem zeigte der SV. 20 guten Fußball.

Gießener Ruderersolge in Heidelberg.

Auf der herrlichen Rennstrecke des Neckars fand in Heidelberg am vergangenen Sonntag bei schönem, teils schon zu heißem Wetter, die zweite diesjährige Regatta statt. Heidelberg wurde damit eine Prüf­stätte für alle diejenigen Ruderer, die eventuell noch über Trier und Heilbronn auf der in zwei Wochen in Mannheim auszutragenden ersten der dies­jährigen Hauptregatten mit den west- und nord­deutschen Ruderern zusarnrnentrefsen werden.

Mit den gezeigten Leistungen konnte man zu­frieden sein. Die Großregatten (Mannheim, Mainz, Frankfurt a. M. usw.) werden in Kürze beweisen müssen, daß für die vielen Olympia-Ruderer, die in diesem Jahre nicht mehr dabei sind, geeigneter Nachwuchs zur Verfügung steht.

Sieger im 1. Achter und im 1. Vierer ohne Steuermann wurde jedesmal man kann hier von einer Ueberraschung sprechen der Regens­burger RV. 1898, und zwar im Achter vor der Franfurter RudergesellschaftGermania" und im Vierer vor der Rudergesellschaft Wiesbaden-Biebrich. Sieger im 1. Vierer mit Steuermann wurde die Frankfurter RudergesellschaftGermania" mit ihrem altbewährten Schlagmann Hüllinghoff vor Regensburg.

Die beiden anderen erstklassigen Rennen, und zwar der 1. Liner sowie der 1. Senior-Zweier

ohne Steuermann, wurden beide eine Deute der Gießener Rudergesellschaft 1877.

Im 1. Einer startete Friedel I ö d t für die hiesigen Farben und hatte folgende Gegner: Walter Beck vom Ruderverein Friedrichshafen, Hermann Sauer vom Frankfurter Ruderverein sowie John Coulson vom Argonaut Rowing Club Toronto (Kanada). Nachdem Coulson und Sauer anfänglich die Führung übernommen hatten, lief Jödt bei etwa 1000 Meter, genau wie am vorigen Sonntag in Hanau, mit langen ruhigen Schlägen zu seinen Gegnern auf und ging nach einem famosen Spurt bei 1300 Meter auf und davon und gewann schließ­lich das Rennen mit 4 bis 5 Längen. Sämtliche Boote steuerten einwandfrei.

Im Senior-Zweier ohne Steuermann star­tete für Gießen die Mannschaft Ernst Meister- Hermann D u i l l. Ihre Gegner waren RV. Hellas Offenbach und Frankfurter RE. Griesheim. Nach­dem die Boote gut vom Start abgekommen waren, versteuerte sich bald das Gießener Boot. Das Rennen wurde daraufhin bei etwa 1000 Meter vom Schiedsrichter abgebrochen. Es erfolgte dann ein neuer Start. Gießen übernahm sofort die Führung, die sie bis zum Ziel nicht mehr abgab, vielmehr bis auf ungefähr fünf Längen ausdehnete. Auch in diesem Rennen versteuerte sich wieder das Gießener Boot, doch hatte dies auf den Ausgang des Ren­nens keinerlei Einfluß.

Erfolge Gießener Leichtathleten in Marburg.

Bei den Ausscheidungskämpfen für die hessische Gaumannschast.

Da sich die hessische Leichtathletik-Gaumannschaft in diesem Jahre vor besonders schwere Aufgaben gestellt sieht, haben sich die. verantwortlichen Män­ner entschlossen, auf die Ausbildung der Gaumann­schaft ihr besonderes Augenmerk zu richten. Am ver­gangenen Sonntag fanden in Marburg die ersten Qualifikationskämpfe statt, um diejenigen Athleten festzustellen, die durch ihre Placierung sich das Recht erwerben, den Gau Nordhessen bei den in dieser Saison stattfindenden Gaukämpfen zu vertreten. Es ist für die Stadt Gießen sehr ehrenvoll, daß sich neben den beiden bisher stets aufgestellten Sportlern L u h und Kilo zwei weitere Spitzen­könner durchsetzen konnten. Zunächst stellte Peters (1900) sein Können unter Beweis, indem er über 8 0 0 Meter in der für den Anfang der Saison sehr guten Zeit von 2:03,8 Min. als erster ans Ziel kam. Seine Leistung erhält dadurch noch eine be­sondere Bedeutung, als er am Sonntagmorgen in Gießen bei den Kämpfen der SS., seinem Sturm über 1500 und 400 Meter zu einem schönen Sieg

verhalf und außerdem noch zwei Staffeln mitlief.

Der zweite Leichtathlet, der sich durchsetzen konnte, war Herrmann (DfB.-R.), der junge und viel­seitige Wurfathlet, der hier in Marburg mit einer Leistung von 6,40 Meter sich den ersten Platz im W e i t s p r u n g sicherte und damit erneut be­wies, daß er in ^aft allen Hebungen sehr beacht­liche Ergebnisse zu erzielen vermag. Er nahm außerdem am Kugelstoßen (2. Platz mit 13,26 Meter) teil und belegte im Diskuswerfen und Speerwerfen beachtliche Plätze.

Im Kugelstoßen bewies einmal Luh (VfB.-R.), daß er immer noch Nordhessens bester Kugelstoßer ist, denn er gewann die Hebung unangefochten mit der für ihn allerdings noch nicht besonders guten Leistung von 13,48 Meter.

Das gleiche gilt auch für Kilo, der zwar mit vier Meter Abstand vor dem Zweiten den Diskussieg sicher in der Hand hatte, aber mit einer Leistung von 40,36 Meter noch weit von feiner Bestleistung entfernt ist.

FE.Teutonia"Watzenbor»-Gteinberg

Offenbach (Dillkreis) I

gegen Teutonia Watzenborn-Steinberg I 2:2 (1:2).

Zum drittletzten Aufstiegspiel mußten die Teu­tonen nach Offenbach. Sehr viel Siegesaussichten waren nidjt vorhanden, zumal die sehr spielstarke Mannschaft von Wetzlar-Niedergirmes auch schon Sieg und Punkte dort lassen mußte. Hnd trotzdem gingen die Teutonen mit großem Siegeswillen in den Kampf, und es wäre ihnen auch der Sieg ge­lungen, wenn nicht die Verteidigung und der Sturm je eine schwache Halbzeit geboten hätten. Die Teutonen traten mit Happel; K. Schmandt, Jung; W. Schmandt, Hch. Schmandt, Euler; Häuser, Lang, K. Haas, O. Haas, Fett an.

Bald waren die Gastgeber und bald die Teutonen mit gefährlichen Bällen vor des Gegners Tor. Happel mußte alles Können unter Beweis stellen. Die Teutonen gingen mit 1:0 in Führung. Bald glichen die Offenbacher aus. Zur Halbzeit gelang es den Teutonen abermals, die Führung an sich zu reißen. Nach der Pause setzten sich dach die Gäste besser gegen die körperlich weit überlegenen und sehr hart spielenden Offenbacher durch und niemand hätte geglaubt, daß es noch zu einem Hnentschieden kommen würde. Kurz vor Schluß glichen die Gast­geber auf 2:2 aus.

Fußballklub 1926 Großen Buseck.

FL. 1926 Großen-Duseck gegen Spo. Ober-Mörlen 5:2.

Am Sonntag hatte die 1. Mannschaft von Gro- ßen^Buseck die spielstarke Elf des Spv. Ober-Mör- len zu Gast. Es entwickelte sich ein spannender Kampf, der die Gäste im Vorteil sah. Nach einer Kombination des Gästesturms wurde durch einen Schuß des Halbrechten, den der Torhüter nur mit den Händen abzuwehren vermochte, zum Führungs­treffer eingedrückt. Dies rüttelte die Busecker auf, und durch einen wunderbaren Kopfstoß des ein­heimischen Mittelstürmers wurde der Ausgleich er­zielt. Die Freude dauerte nicht lange. Die Gäste gingen wieder in Führung. Trotz aller Anstrengung gelang es den Einheimischen nicht, den Ausgleich bis zur Halbzeit zu erzielen. Durch die Hitze etwas beeindruckt, spielen beide Mannschaften anfänglich schlaff. Eine schön hereingegebene Flanke von links wurde an der 16-Meter-Grenze mit der Hand ab­gewehrt. Der verhängte Strafstoß brachte den Aus­gleich. Jetzt sah man die Einheimischen wieder etwas geschlossener, so daß Erfolge nicht ausblieben. Bald wurde der Führungstreffer der Einheimischen durch einen Fehlschlag des Gästetorhüters erzielt, dem dann noch zwei weitere Tore folgten.

Fußball in Wieseck.

Klein-Llnden I wieseck I 3:2 (2:1).

Beide Mannschaften traten mit vier bzw. zwei Ersatzleuten an. Wieseck hatte zu Beginn des Spie­les erst neun Mann zur Stelle und mußte bis zu dem Zeitpunkte, wo die Mannschaft sich vervoll­ständigte, auf Abwehr einstellen. In dieser Periode gelang es Klein-Linden, den Führungstreffer zu erzielen. Als Wieseck mit voller Stärke einsetzte, war das Spiel ausgeglichener, und Wieseck konnte mit Elfmeter den Ausgleich Herstellen. Klein-Linden gelang es bis zur Pause, abermals die Führung an sich zu reißen. Nach der Pause litt das Spiel stark unter der glühenden Sonne. Wieseck gelang es in der 15. Minute, wieder auszugleichen. Bei einem Durchbruch der Gäste machte der Wiesecker rechte Verteidiger Hand. Der verhängte Elfmeter wurde abgewehrt, aber der Nachschuß entsprechend ver­wandelt. Nach beiderseitigen Tormöglichkeiten, die jedoch nicht verwertet wurden, fand das Spiel sein Ende. Die Gäste konnten als glücklichere Sieger den Platz verlassen.

Staufenberg I Lollar II 2:4.

Die 1. Elf von Staufenberg trug am vergange­nen Sonntag einen Freundschafts(ampf gegen die 2. Mannschaft von Lollar in Lollar aus.' Trotz einem schönen ausgeglichenen Spiel beider Mann­schaften mußten sich die Staufenberger mit 2:4 Toren geschlagen bekennen.

Saasen Garbenteich 5:0.

Saasen hatte Garbenteich zu Gast und siegte mit 5:0 Toren. Das Spiel litt sehr unter der sommer­lichen Hitze. Bis zur Pause führte Saasen 2:0 um nach der Pause drei weitere Tore zu schießen.

Kurze Sportnoiizeu.

Einen großartigen Tenniserfolg errangen die Amerikaner im Davispokal-Schluß- spiel der Amerikazone mit 5:0 gegen Australien. Budge schlug Bromwich 6:2, 6:3, 5:7, 6:1 und Grant gewann über Crawford 6:0, 6:2, 7:5. Allerdings muß man berücksichtigen, daß die Amerikaner, die nun auf den Europa-Sieger treffen, auf Adran Quist verzichten mußten.

*

Hans Nüßlein traf in London auf Tilden und gewann 10:8, 6:3, nachdem er vorher Plaa und Stoeffen geschlagen hatte. Im Turnier um die Königs-Trophäe" siegte Fred Perry 6:4, 6:4, 12:10 über Dines.

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Or double

Or doublt franz., Bedeutung Doppelgold, meist nur als Dou­blt bezeichnet, mit Gold über­zogenes Kupfer, das zu Schmuck­sachen verwendet wird.

Organ, Körperbestandteile, die aus verschiedenartigen Geweben zusammengesetzt sind und eine Einheit in ihren Aufgaben und Verrichtungen bilden, z. B. Auge, Ohr etc. ergänzen.

Organische Krankheiten sind sol­che. die mit sichtbaren Verände­rungen im erkrankten Körperteil (Organ) einherqehen. Der Ge­gensatz dazu sind funktionelle Krankheiten, bei denen man mit unseren heutigen Methoden keine Veränderung am Organ wahr, nehmen kann, aber eine Stö­rung in der Verrichtung des Or­ganes vorliegt.

Organdi, franz., dünnes, gesteif­tes Gazegewebe zu Blusen und Kleidern.

Orient, lat.. Bedeutung Morgen, Osten, das Morgenland im Ge­gensatz zum Abendland.

Original, lat. Bedeutung ur­sprünglich, die Urschrift oder das Urbild, in übertragener Bedeu­tung ein Sonderling. Originell bedeutet eigenartig.

Ornament, der Geometrie (Krei­se, Vierecke usw ). Pflanzen- oder Tierwelt entnommene Schmuck­form bei Handarbeiten in Linien oder Flächen gehalten.

Orthopädie. Die Lehre von der Entstehung, Verhütung und Be­handlung der angeborenen oder erworbenen Fehler des Skelett­systems. Die Behandlung ge­schieht mittels besonderer Appa-

Ovation

rate, Bandagen Operationen, gymnastischer Üoungen, Massa­gen und dgl. Ärztlichen Rat ein­holen.

Oskar, männl. Vorname germ. Herkunft mit der Bedeutung Speer Gottes".

Osterblume, s. Narzisie.

Ostereier färbt man am besten mit fertigen giftfreien Ostereier- farben, nach der Gebrauchsan­weisung. Die Eier werden vor dem Färben hart gekocht und nachher mit einer Speckschwarte abgerieben, damit sie Glanz be­kommen. Statt mit käuflichen Farben kann man die Eier mit gekochten Zwiebelschalen braun färben, mit Spinat grün, mit Rotkohl rot. mit Brennesielwur­zel gelb.

Ostern, das Fest der Auferstehung Christi, benannt nach der germa, Nischen Frühlingsgöttin Ostara. Oswin, männl. Vorname germ. Herkunft mit der Bedeutung Freund Gottes".

Otternfell, seidenartiges Fell der Fischotter mit grauer oder braunroter Farbe und weißen Haarspitzen.

Otto, männl. Vorname germ. Herkunft, Kurzform von Otto­kar,Stammsitz-Hüter" oder Ottomar.der durch Erbsitz Be­rühmte". weibl. Form Ottilie.

Ottomane, franz., Bedeutung tür­kisches Sofa, eine Liegestatt ohne Füße und Rückenlehne, dafür aber mit zwei seitlichen Polster­rollen.

Ovation, lat., Bedeutung: Hul- diguug.

3r>1

Welcher Ofen ist der richtige?

Bei Anschaffung eines Dauerbrandofens ist an so vieles zu denken. Wie groß muß der Ofen fein? Welche Brennstoffe eignen sich am besten dafür? Paßt die Form und Farbe ins Zimmer? Bei Häuser werden Sie auch darin gut beraten.

3. B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146.