Der Gauenlscheid im Reichsbemssweiikampf.
Eröffnungsappell in Darmstadt.
ift billigte das Gericht dem Angeklagten mildernde Umstände zu, um ihn dadurch vor dem Zuchthaus zu bewahren. In Anbetracht der Intensität des verbrecherischen Willens mußte aber auf eine erhebliche Strafe erkannt werden. Das Gericht verurteilte ihn daher zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und sechs Monaten.
Die Angeklagte D. hatte sich wegen Beihilfe zu einem der schweren Diebstähle des I. zu verantworten. Die Angeklagte, die bereits mehrfach vorbestraft ist, versuchte durch Leugnen die Tatsachen zu verdrehen. Sie gab an, nicht gewußt zu haben, was der Angeklagte vorhatte. Obwohl sie mit dem Angeklagten I. sich zur Nachtzeit in ein fremdes Anwesen eingeschlichen und dem Angeklagten I. bei der Ausführung des Diebstahls geleuchtet hatte, will sie erst später erfahren haben, daß der I. sich die Därme unberechtigterweise genommen hatte. Das Gericht konnte dieser Einlassung der Angeklagten keinen Glauben schenken und hielt sie der Beihilfe für überführt. Sie wurde zu einer G e - fängnisstrafe von sechs Wochen verurteilt. Drei Wochen der Untersuchungshaft wurden ihr auf die erkannte Strafe angerechnet.
Der Angeklagte Sch. hatte sich ebenfalls wegen Beihilfe zu einem der Diebstähle des I. zu verantworten. Trotz hartnäckigem Leugnen konnte der Angeklagte überführt werden, daß er dem I. bei der Ausführung eines Diebstahls wissentlich Hilfe geleistet hatte. Er wurde zu einer Gefängnis- strase von sechs Monaten verurteilt. Erschwerend kam für ihn in Betracht, daß er nicht aus Not gehandelt hatte und daß sein Auftreten vor Gericht nicht geeignet war, bei ihm Milde walten zu lassen. Den Angeklagten fallen außerdem die Kosten des Verfahrens zur Last.
Schwerer Verkehre Unfall bei Lang-Göns.
Heute morgen ereignete sich unweit von Lang- Göns zwischen Großen-Linden und Lang-Göns in Lichtem Nebel ein Derkehrsunfall. Zwei Kraft- wagen, der Wagen des Betriebsführers einer
NSG. Am 31. März endete das Winterhilfswerk 1936/37 des deutschen Volkes, das auch im letzten Winter wieder von unzähligen bedürftigen Volksgenossen die Not abwendete, und schon am 1. A p r i l beginnt die NSV. mit einer großen 1 0 t ä g l - gen Werbeaktion für ihre Sommerarbeit, die der versorgenden Gesunderhaltung des deutschen Volkes dient.
Gegenüber einer früheren Jugendpflege hat der nationalsozialistische Staat die neue Art der Pflege der Jugend gestellt, die nicht fürsorgliche, sondern vorsorgliche Maßnahmen umfaßt. In der Sommerarbeit der NSV. nimmt die Kinder- landverschickung^ die sich auch gegenüber früher dadurch unterscheidet, daß die Kinder nach erbbiologischen Werten beurteilt und in erster Linie bedürftige Kinder verschickt werden, während früher die Konfessionszugehörigkeit den Ausschlag gab, einen breiten Raum ein. Auch erschöpft sich die Aufgabe der NSV. nicht darin, Kinder zur Erholung in Heime zu schicken und ihnen einen Landaufenthalt zu vermitteln, sondern es soll mit der Kinderlandverschickung und der Erholung auch eine nationalsozialistische Ausrichtung gewährleistet werden.
Die Kinder sollen das Gefühl erhallen, daß sie Glieder einer das ganze Volk umfassenden Gemeinschaft sind. Dieser Gesichtspunkt bestimmt ebenso die Heimgestaltung, wie auch die Auswahl der Pflegestellen. Das Kind soll auch eine Vorstellung davon bekommen, daß jeder einzelne, der eine Pflegestelle zur Verfügung stellt, der Gemeinschaft dient und zur Gesun-
Frankfurter Bekleidungsfirma und ein Wagen aus Heuchelheim (VO 8339), in dem drei gegenwärtig in Lang-Göns beschäftigte Männer zu ihrer Arbeitsstelle fahren wollten, stießen heftig zusammen. Nach einer Darstellung des Chauffeurs des Frankfurter Wagens kam ihm der Wagen aus Heuchelheim auf der linken Straßenseite entgegen, und der Zusammenstoß wurde trotz heftigen Bremsens unvermeidlich, da der Frankfurter Kraftwagenführer im Augenblick der höchsten Gefahr auf die noch freie linke Straßenseite fahren wollte, während der andere Kraftwagenführer im gleichen Augenblick von sich aus auf die rechte Straßenseite abbog. Am Straßenrand fuhren beide Wagen dann so heftig zusammen, daß die Motorhauben, Kühler, Schutzbleche und Motor zu einem f a st unkenntlichen Gewirr zusammengedrückt wurden.
Die Insassen der beiden Wagen, insgesamt fünf Personen, wurden mehr oder weniger schwer verletzt, glücklicherweise nicht lebensgefährlich. Die drei Verletzten aus Heuchelheim bzw. Kinzenbach wurden auf ärztliche Anordnung durch die Gießener Sanitätskolonne vom Deutschen Roten Kreuz in die Chirurgische Klinik gebracht. Auch der Frankfurter Betriebsführer, der eine erhebliche Kinnverletzung erlitten hatte und einige Zähne verlor, wurde in die Klinik gebracht. Der Kraftwagenführer des Frankfurter Wagens konnte, obwohl auch er Verletzungen erlitten hatte, bei den Wagen bleiben, die beide abgeschleppt werden mußten.
lieber die Verunglückten und ihre Verletzungen ist folgendes zu melden: Der 28 Jahre alte Betonpolier Hermann V i e h m a n n aus Heuchelheim hat Brustquetschungen und eine Wunde über dem linken Auge davongetragen; der 35 Jahre alte Zementfacharbeiter Karl Stroh aus Kinzenbach erlitt einen Unterarmbruch und Hautabschürfungen am Kopse; der 31 Jahre alte Einschaler Heinrich Sehl aus Gleiberg kam mit Hautabschürfungen und einer Wunde im Gesicht davon; der 28 Jahre alte Matthäus H e r 11 e i n aus Frankfurt liegt mit einer Unterkieferverletzung darnieder.
düng des Volkes durch eine gesunde Jugend beiträgt. Das Kind soll in sein Kinderland hinausfahren, es soll dort aufwachsen und sich später einmal verantwortlich fühlen für das Schicksal seines Volkes. Aus der Pflegefamilie fall das Kind dann um ein Erlebnis reicher, das sich vielleicht tief in das junge herz eingepflanzt hat, wieder zu feinen Eltern zurückkehren.
In der Kinderlandoerschickung werden Bande zwischen Stadt und Land geknüpft, und die Kinder, die vorn Osten in den Westen und vorn Norden in den Süden fahren, empfangen ein Bild ihres Vaterlandes und schlagen Brücken zwischen allen Teilen unserer Heimat. Fern vom Elternhaus muß sich das Ferienkind in eine neue Gemeinschaft hineinfinden. Alles, was es in diesen Erholungswochen aufnimmt, wirkt erzieherisch und weitet den Blick. Als höchstes Bewußtsein soll aber in diesen Wochen jedem, Gastgeber sowohl wie Pflegekind, bewußt werden, daß der Führer und mit ihm das ganze deutsche Volk für die Gesunderhaltung der Jugend eintreten.
In der Gestellung der Freiplahspenden kann jeder Volksgenosse beweisen, daß das gesamte Volk sich schützend vor seine Jugend stellt. Eine der ersten Pflichten der Nation ist es, den Nachwuchs gesund und stark heranwachsen zu lassen.
Unserer heutigen Gesamtauflage liegt ein Prospekt der NSV. bei, auf den wir besonders Hinweisen.
Darmstadt, 1. April. (LPD.) Nach den Prüfungen in den Kreisen ift nunmehr der 4. Reichsberufswettkampf in u n ferm Gau Hessen-Nassau in das entscheidende Stadium, den Gauwettkampf, getreten, der in diesen Tagen zmn größten Teil in Darmstadt durchgeführt wird. Am Donnerstag ist bereits der größte Teil der Wettkampfteilnehmer aus allen Teilen des Gaues in Darmstadt eingetroffen.
674 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, größtenteils in der Uniform der HI. und in der Kluft des BDM., zum Teil mit Spezialwerkzeugen ihres Handwerks unter dem Arm, marschierten unter Führung des Kreis-Jugendwalters vor der Festhalle zu Darmstadt zu dem Eröffnungsappell auf. Nach dem Lied „Ein junges Volk steht auf" begrüßte der Gau-Jugendwalter der DAF. und Berufsreferent im Gebiet 13 Hessen- Nassau, Unterbannführer W. Sauer (Frankfurt a. M.), die angetretenen Jungen und Mädel und dankte dem Kreisleiter Wamboldt für die tatkräftige Unterstützung zur Durchführung des Gauentscheids in Darmstadt. Insbesondere sprach er der Bevölkerung Darmstadts, die für alle Teilnehmer Privatquartiere freiwillig zur Verfügung gestellt hat, den Dank der jungen Mannschaft aus.
„Schämst du dich nicht?"
Mein Vater war sonst nicht so, aber einmal hat er mich doch gründlich verhauen. Es ist lange her, es war noch vor dem Kriege, als wir Ueberfluß an allem hatten. Da warf ich einmal eine Brotschnitte, nachdem ich die Wurst abgegessen und die Butter abgeleckt hatte, in den Mülleimer, und dort lag sie neben einem hartgetrockneten Brontkanten, den meine Schwester hatte verschwinden lassen.
„Schämst du dich nicht?" sagte mein Vater. „Brot ist eine Gabe des Himmels. Der Bauer, der Müller, der Bäcker haben sich abgemüht, um dir diese Brotschnitte zu verschaffen, und du willst sie verderben lassen?"
Darauf bekam ich meine Strafe, auch für den Brotkanten, für den ich gar nichts konnte.
Um ein Stück Brot! grollte ich damals; ich begriff den Zorn des „alten Herrn" nicht. Heute verstehe ich ihn. Heute, da wir die bitteren Erfahrungen des Krieges hinter uns haben, liegt er mir wie eine Prophezeiung in der Erinnerung. Ein Stück Brot! Wer es heute verderben läßt, begeht ein Verbrechen. Altes Brot? Eine Brotsuppe mit Backpflaumen ist auch für Feinschmecker nicht zu verachten! F. W.
Die Auspuffklappe.
Anhaltende Trockenheit hat den Waldboden ausgedörrt. lieber eine mit dürrem Gras und Reisig besäte Lichtung führt die an dieser Stelle besonders steile Waldstraße. In scharfer Fahrt erklimmt ein mit zwei Leuten besetzter Sportwagen die freie Anhöhe. Der am Steuer sitzende jüngere von beiden schaltet noch einmal den letzten Gang ein und öffnet fast gedankenlos die Auspuffklappe des Vergasers. Flugfunken werden von der über die Anhöhe streichenden Luftbewegung fortgetragen und finden in dem dürren Grafe, wie auch in dem verstreut umherliegenden Reisig gute Nahrung. Erst später wird von einem Hütejungen der Waldbrand bemerkt, der sich in der Zwischenzeit, begünstigt vom Winde, erstaunlich schnell ausgebreitet hat. Wassermangel an dieser Stelle erschwert die Löscharbeiten. Das Feuer muß durch schnell aufgeworfene Gräben
Kreisleiter Oberbürgermeister Wamboldt hieß anschließend die Teilnehmer am Reichsberufswettkampf in Darmstadt herzlich willkommen und wies auf die große Bedeutung hin, die dem Reichsberufswettkampf im Dritten Reich zukomme. Deutschland, das feinen Platz an der Sonne erstrebe, müsse diesen Platz noch erkämpfen durch Tüchtigkeit und Treue, durch Treue zum Beruf, Treue zur Nation und Treue zum Führer.
Dem vom Gaujugendwalter zum Ausdruck gebrachten Treuegelöbnis zum Führer folgte das Lied der Jugend, worauf den Teilnehmern ihre Quartierscheine und eine Theaterkarte für den gemeinsamen Besuch des Lustspiels -„Der Etappenhafe" im Hessischen Landestheater übergeben wurde.
Die stärksten Gruppen des Wettkampfes stellen die Gruppen Eisen und Metalle mit 125 Teilnehmern, Nährstand mit 110 Teilnehmern, Hausgehilfinnen mit 75 Teilnehmerinnen, während die Gruppen Nahrung und Genuß und Handel je 70 Teilnehmer zum Gauwettkampf entsenden. Am Freitag beginnen die fachlichen und sportlichen Wettkämpfe der Teilnehmer des Gauberufswettkampfes.
eingedämmt werden. Viele Hunderte von alten Stämmen werden ein Raub des zerstörungswütigen Elementes.
Unser deutscher Wald ist zum überwiegenden Teile Staatsforst; er ist Volksgut und bildet einen beträchtlichen Teil unseres Volksoermögens. Sein Holzreichtum liefert den Rohstoff zur Fabrikation für eine Unmenge von Gebrauchsgegenständen. Deutscher Erfindungsgeist und Lebenswille versuchen immer von neuem, uns in dieser Hinsicht von der Einfuhr unabhängig zu machen. Ist es da nicht verantwortungslos gehandelt, wenn man nur an sein eigenes Vergnügen denkt, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, daß durch leichtsinniges Verhalten kostbarster Rohstoff vernichtet wird? Sch.
Die Ottilien-Mühle bei Wixhausen abgebrannt.
Lpd. Darmstadt, 1. April. Aus bisher noch unbekannter Ursache entstand heute morgen in der Ottilien-Mühle (zwischen Wixhausen und Gräsenhausen) ein schweres Schadenfeuer, dem trotz eifrigster Anstrengungen der Feuerwehr die Mühle, sowie das Treppenhaus und der Dachstuhl des an gebauten Wohnhauses zum Opfer fielen. Die übrigen Teile des Wohnhauses, sowie die Scheunen und Stallungen konnten vor dem Vernichtungswerk des Feuers bewahrt werden. Der Schaden ist sehr erheblich, da erst kürzlich neue Maschinen in die Mühle eingebaut worden sind. Die im ersten Stock wohnende Inhaberin der Mühle, Frau Enkel Witwe, wurde durch ein verdächtiges Geräusch aufgeschreckt. Als sie nachsah, stand bereits das Treppenhaus in Flam- m e n. Ihr im Erdgeschoß wohnender Sohn konnte sich mit seiner Familie durch einen Sprung aus dem Fenster retten, während die Besitzerin von der Feuerwehr auf einer Leiter aus dem brennenden Haus geholt werden mußte.
Hunderttausende von Kindern warten!
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Schöps, andere Bezeichnung für Hammel, ein kastriertes männliches Schaf.
Schokolade, mit Zucker, Gewürzen und anderen Beigaben bearbeitete Kakaomasse, wegen ihres Gehaltes an Fett und Zuk- ker ein wertvolles Nahrungsmittel, besonders für Kinder und Kranke. Schokolade wirkt leicht stopfend und begünstigt Fettansatz.
Schokoladeslecke entfernt man aus Wolle und Seide mit lauwarmem Wasser^ evtl, unter Zusatz von Elyzertn, aus Leinenwäsche durch Einweichen in lauwarmem Wasser mit etwas Alaunzusatz sowie nachheriges Auswaschen mit Seifenwasser.
Scholastika, weibl. Vorname lat. Herkunft mit der Bedeutung „die Lernende".
Schollen, weitverbreitete, wohlschmeckende Fischart, zu der u. a. Maischolle, Flunder, Rotzunge, Goldbutt, Heilbutt und Steinbutt gehören.
Schonung, Pflanzung von jungen Waldbäumen, deren Betreten verboten ist.
Schorf ist die aus eingetrocknetem Blut und Eewebsaft zusammengesetzte Bedeckung von Wunden, oft auch eingetrocknetes Sekret aus Eiterbläschen. Ruhig abwarten, bis der Wundschorf von selbst abfällt, unter Umständen mit Ol und Salbe aufweichen.
Schornstein, Esse, Kamin, Schlot, Abzugskanal für Rauchgase, mutz richtigen Zug haben, wenn der Ofen oder Herd gut brennen soll. Bei ungenügendem Zug mutz bet
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oder geistigem Gebiet, hervorgerufen durch eine gewaltige Erschütterung des Organismus oder eine heftige Erregung des Nervensystems. In schweren Fällen tödlicher Ausgang. Anzeichen für Schock: Der Patient ist blatz, verfallen, das Gesicht ist schweitz- bedeckt, der Puls kaum fühlbar. Auf jeden Fall sofort den Arzt rufen.
Schönen, das Wiederbeleben einer Farbe auf Geweben oder das Klären von Wein und Vier mit Hausenblase.
Schönheits-Pflästerchen, kleine schwarze Taftstückchen, die in früheren Zeiten von Frauen als Schmuck und zum Verdecken von Hautfehlern ins Gesicht geklebt wurden.
Schönheitspflege zu treiben, sollte für jede Frau Pflicht sein, was nicht bedeutet, sich Übertreibungen hinzugeben und sich lächerlich zu machen. Zur Schönheits- oflege gehört sorgfältiges Behandeln des Haares, das immer sauber gewaschen und frisiert sein mutz, Gesichtspflege durch Masia- ge und Entfernen von Milesiern und Pickeln, ohne datz man sich zu pudern und zu schminken" oder die Augenbrauen auszurasieren braucht, sowie Pflege der Zähne, der Hände und Fütze sowie Reinlichkeit des Körpers überhaupt, ferner das Geschmeidigerhalten des Körpers durch Turnen und Freiübungen. Wer Zeit und Geld dazu hat, kann sich eingehender der Schönheitspflege in sogenannten Schönheitssalons widmen.
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