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die der

Die lehen

Geburt von Kindern bereits 25 Millionen Mark überschritten.

jedes in der Ehe lebend geborene Kind werden 25 v. h. des Darlehens-

Zum ersten italienischen Botschafter bei der spanischen Nationalregierung ist Roberto C a n t a l u p o ernannt worden, der zur Zeit die italienische Botschaft in Rio de Janeiro leitet.

land geben wird.

Die Zahl der Eheschließungen ist in den drei Jahren, 1933 bis 1935, um 420000 oder 2 6 o. H. h ö h e r gewesen als in den drei letzten Jahren zuvor. Wenn wir in unsere Berechnung noch das Jahr 1936 einbeziehen, so greifen wir nicht zu hoch, wenn wir die Zahl der Ehen, die insbesondere we­gen der Möglichkeit der Erlangung eines Ehestands- darlehens zustande gekommen sind, mit 500 000 an­nehmen. Der Arbeitsmarkt ist um mindestens 150 000 entlastet worden durch die weiterhin andau­ernde Zunahme des Beschäftigungsstandes in der Möbel-, der Hausgeräte- und der sonstigen Industrien, die als Lieferindustrien für Haushaltun­gen in Betracht kommen. Der Finanzbedars der Arbeitslosenhilfe ist um rund 375Mil­lionen RM. jährlich infolge Mehrentlastung des Ar- beitsmarktes um 650 000 Arbeitskräfte durch die Ge­währung von Ehestandsdarlehen vermindert wor­den. Die Erhöhung der Umsätze, der Ein- kommen und des Verbrauches, die sich auf der Hingabe der bis heute rund 420 Millionen RM. an Ehestandsdarlehen unmittelbar und mittelbar in der deutschen Volkswirtschaft ergeben, hat eine entsprechende Erhöhung des Aufkommens an Steu­ern zur Folge gehabt.

Die Zahl der Lebendgeborenen im Deutschen Reich einschließlich Saarland hat sich wie folgt entwickelt: 1933: 971 174; 1934: 1 198 350; 1935: 1 261 273. 3n den mit Ehe­standsdarlehen gegründeten Ehen sind bis Ende Januar 1937 rund 500 000 lebende Kinder geboren worden. Das find im Verhältnis fastdoppeltfovielkinder wie in den Ehen, die seit 1933 ohne Ehestands­darlehen geschlossen worden sind. Die Ehe­standsdarlehen werden zinslos gegeben. Sie sind mit 1 v. h. monatlich zu tilgen. Für

ettanschauung und Propaganda

Eine preffetagung des Roten Kreuzes in Bad-Nauheim.

doner Außenamt wieder ausgenommen worden.

stäbe für die Ertüchtigung des ganzen Volkes, für die Erziehung der Jugend. Seine Grundsätze sollen nach seinem "Willen die Grundlätze jedes einzelnen Polen werden, nämlich: Liebe zur Heimat, solda­tische Ehre und Pflichtgefühl.

Kunst und Wissenschaft.

Geh. Rat Professor Dr. Reinhold Braune t-

Vor einigen Tagen wurde Geheimrat Professor Dr. Reinhold Brauns in Bonn von einem Straßenbahnwagen angefahren und schwer verletzt-, an den Folgen ist er letzt gestorben. Professor Dr. Brauns war auf seinem Fachgebiet, der Mine- ralkunde, ein weit bekannter und geschätzter For­scher, der besonders das Laacher See-Gebiet und die Edelsteinindustrie von Jdar-Oberstein behandelt hatte. Seit 1917 gab er das Neue Jahrbuch für Mineralogie heraus. Viele wissenschaftliche Gesell­schaften des In- und Auslandes hatten ihn zum Ehrenmitglied ernannt.

Kleine politische Nachrichten.

Die deutsch-englischen Besprechungen über den Abschluß eines qualitativen Abkommens in Er­gänzung des deutsch-englischen Flot­tenoertrages vom Juni 1935 sind im Lon-

befragte erlassen. Die Folge dieser Maßnahme ist eine wesentlich größere Fort- pflanzungefreudigkeit dieser Ehen. Die Summe, die infolge der Geburt von Kindern erlassen worden ist, hat bereits 70 Millionen Mark und Summe der Tilgungsauesehungen infolge

Mittel zur Gewährung der Ehestandsdar­werden aufgebracht durch eine erhöhte Einkommensteuer der Ledigen. Die Rückflüsse aus den gewährten Ehestandsdarlehen werden verwendet zur Gewährung von Kinder­beihilfen an kinderreiche Familien. Es wurden seit Oktober 1935 bis Ende Januar 1937 an 350 000 minderbemittelte kinderreiche Familien

positive Bevölkerungspolitik

Oie Ehestandsdarlehen und Kinderbeihilfen.

zeitig die unerhörte Fähigkeit, diese Welt-Anschau­ung, seine Idee, seinen Mitmenschen zu vermitteln. Der Kreis der Männer um Adolf Hitler ist jedoch o groß geworden, daß diese Aufgabe einer b e - sonderen Organisation überwiesen wer­den mußte: der Propaganda. So wie die Menschen verschieden sind, muß auch ihre Behandlung im einzelnen variieren, ohne auch nur einen Augenblick dasKämpferische als hervorstechendste Eigen­schaft der Propaganda zu vergessen. Adolf Hitler hatte als Soldat gelernt, die Sprache des Volkes zu sprechen. Der gelehrte und der einfache Mensch sind im Ausdruck und im Aufnehmen naturgemäß verschieden; um sie zu erfassen, müssen die Mittel der Mentalität beider angepaßt sein. Die beiden Hauptpropagierungsmöglichkeiten: die Redner und die Presse, haben diese Aufgabe zu erfüllen. Die Propagandamittel müssen ehrlich sein, sonst wir­ken sie nicht auf das Volk, das ein feines Gefühl dafür hat. Die Propaganda hat nur eine einzige Absicht: die Idee des Führers Wirklichkeit werden zu las en. Daß der Erfolg ihr bisher nicht versagt geblieben ist, beweist die Tatsache, daß heute tm deutschen Volk nach den Jahren der Revolution eine absolute Beruhigung eingetreten ist. Sogar der Ge- sichtsausdruck der Menschen ist andere geworden; ein beredtes Zeugnis einer inneren, seelischen Wand­lung Der Anspruch der Partei, allein Propaganda zu machen, ist unabänderlich, wenngleich wir eine Zensur ablehnen. Jedes Mißtrauen einzelner Schich­ten gegeneinander muß bekämpft werden. Es muß ernst sein mit der Volksgemeinschaft. Die Lei­stungen des D e u t s ch e n R o t e n K r e u z e s sind so groß, daß darüber sich jedes Wort erübrigt. Als höchstes Dankeszeichen wurde dieser Organi­sation die Schirmherrschaft Adolf Hitlers zuteil. Wir müssen bereit fein, den kommenden Gefahren zu begegnen; wir müssen helfen können, wenn cs nötig fein würde. Aus diesem Grund wird das Deutsche Rote Kreuz durch die NSDAP, mit allen Mitteln gefördert und unterstützt.

Die Logik -es polnischen Eiaatsgedankens.

J3on Or.Max Krull.

Neben den Bildern des polnischen Staatspräsi­denten und Marschall P i l s u d j k i wird m Zu- fünft in allen Amtsstuben und Schulen das Bitt) des Generalinspekteurs Ry dz-Sm.l gly hangen, der am Vorabend des polnischen Nattona jelertages der auf den 11. November fallt, die WurdeZ eines Marschalls von Polen aus der Hand des höchsten Repräsentanten des Staates empfangen hat. Damit vollzog sich em Akt der Logik des polnischen Staatsgedankens, eme Tradition wird weiterqeführt, deren inneren Geha t man erst be­greift wenn man die staatspoliüsche Bedeutung dessen kennt, von dem er diesen Titel geerbt, des Marschall Pilsudski. Es hat - .will man von der formalen Ehrung des Generals Fach durch Ver­leihung dieses Titels absehen immer nur e i n e P Marschall von Polen gegeben, und so soll sich auch in Zukunft das a u t o r i t a r e P r i n z i p mili­tärisch und politisch in einer Einzelperson ver- ^Nach' einem Jähre des Uebergangs das gleich­zeitig ein Jahr der Trauer um den ersten Marschall war ist Rydz-Smigly m die Stellung emgeruckt, die 'ihm das Testament des Verstorbenen zuwies. Nickt daß ein Dekret des Staatspräsidenten ihn bereits in der Nacht, die dem Tode Pilsudskis folgte, zum General-Inspekteur der Armee ernannte, war das Entscheidende, sondern erst die Ernennung Rndz-Smiglys zumersten Mann im Staate -nach dem Staatspräsidenten", erfüllte Pilsudskis letzten Willen, daß alle Funktionäre des Staates, mit dem Ministerpräsidenten an der Spitze, ihm Ehrerbietung und Gehorsam schuldeten. Nun aber tritt in dem durch die Pietät gegen den Schöpfer des neuen Polen gebotenen zeitlichen Abstand zur Höch st en militärischen Gewalt und zur ausschlaggebenden politischen Stellung auch die h ö ch st e Würde, die der Staat zu vergeben hat und die durch das große Vorbild ihres ersten Trägers noch ihren besonderen Adel empfangen

Berlin, 1. Febr. (DNB.) Staatssekretär Fntz Reinhardt hat in einem Aufsatz in derDeut­schen Steuerzeitung" u. a. folgende erfreuliche Er­gebnisse bekanntgegeben: Als Dauermaßnahme aus dem Gesetz zur Verminderung der Arbeitslosigkeit vom 1. Juni 1933 bleibt für immer d i e Gewäh­rung der Ehestandsdarlehen bestehen. Wir "haben seit August 1933 bis zum 30. Januar dieses Jahres 700 000 Ehestandsdarlehen im Durch­schnittsbetrag von 600 RM., insgesamt also 420 Millionen Reichsmark, gewährt. Wir werden weiterhin monatlich rund 15 000 Ehestands­darlehen gewähren, so lange wie es heiratsreife Volksgenossinnen im Arbeitnehmerstand in Deutsch-

einmalige Kinderbeihilfen tm Durchschnittsbetrag von 350 RM. gewährt. Die Gesamtsumme beträgt 123 Millionen Reichsmark. Dadurch sind zwei M i l l i o n e n K i n d e r mit durchschnittlich je 62 Reichsmark bedacht worden. Außerdem werden seit August 1936 laufende Kinderbeihilfen an kinder­reiche Familien gewährt. Die Kinderbeihilfen unter­liegen keinerlei Abzug in Form von Steuern ober Sozialversicherungsbeiträgen. Die Erhöhung der Kaufkraft z. B. einer Arbeiterfamilie mit sieben Kin­dern und 40 RM. Wochenlohn beträgt demgemäß seit August 1936 etwa 20 v. H. Die Zahl der Familien, an die seit August 1936 diese lausenden Kinderbeihilfen gewährt werden, beträgt gegenwär­tig 237 000, die Zahl der Kinder 300 000. Anrech­nung der Kinderbeihilfen auf Arbeitslosenunterstüt­zung, Wohlfahrtsunterstützung oder dergleichen ist nicht zulässig. Die Kinderbeihilfen stellen demnach unter allen Umständen eine Verbesserung der sozialen Lage der Kinderreichen, eine volkswirtschaftlich und bevölkerungspolitische Aus­gleichsmaßnahme dar. Die Gewährung der laufen­den Kinderbeihilfen wird nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Mittel ausgebaut werden bis zu dem Zeitpunkt, in dem es möglich fein wird, durch Schaffung einer Reichs-Familienaus­gleich s k a f s e einen vollständigen Familienlasten­ausgleich herbeizuführen. Der Kreis derKinderbeihilfe- berechtigten wird soweit wie möglich zunächst auf d i e Nichtlohnempfänger, insbesondere also auf die Handwerker, Kleingewerbetreibenden usw. mit nicht mehr als 2 2 2 0 RM. Jahres­einkommen ausgedehnt werden und dann wird die Einkommenshöchstgrenze allmählich erhöht werden.

Hoheitsgebiet von sowjetrusstschen Grevz- Wächtern fest genommen und nach Sowzet- ruhland gebracht worden. Von den estnischen Be­hörden sind Schritte zur Freilassung der Fischer unternommen worden. *

Eine antikommuni st ische Schau wird im Londoner Westend durch den Unterhaus­abgeordneten Sir Henry Page Crost eröffnet. Die Schau zeigt in erster Linie Bilder von den bolschewistischen Greueltaten in Sowjet ruß» land und Spanien.

Aus aller Welt.

KreuzerEmden" in Schanghai.

Zu einem siebentägigen Aufenthalt traf der deut­sche KreuzerEmden" in Schanghai ein. In Wu- sung begrüßten die deutschen P r o f e s o r e n der Tu ngchi-Universität die Besatzung, während beim Morgengrauen in Point Island die Hitler-Jugend durch ein großes Feuerwerk ihrer Freude über das Eintreffen des Kreuzers Ausdruck gab. Die deutsche Kolonie in Schanghai ist begeistert, daß nach sechsjähriger Spanne em Schiff'der deutschen Kriegsmarine ihnen Gruße aus der Heimat bringt. Die chinesische Presse be­grüßt ebenso herzlich den Kreuzer als Namensträ­ger des großen Schiffes, dessen Kriegsruhm noch in ganz Ostasien lebendig ist. Gleichzeitig unterstreicht man, daß das deutsche Volk durch den Führer von fremden Fesseln befreit wurde, ein Erfolg, der auf den unbeugsamen Willen zur Einigkeit zurückzuführen sei, die China sich zum Vorbikde nehmen könne.

Mehrfacher Raubmörder entflohen.

Der ungarische Innenminister von Koszma ist zurückgetreten, da die Kleinlandwirtepartei eine heftige Agitation gegen ihn entfaltete und er durch sein Ausscheiden ein Zusammenarbeiten zwischen dem Ministerpräsidenten Daranyi und der Klein- landwirteparte ermöglichen will. Koszma wird mit der Leitung des gesamten ungarischen Filmwesens betraut und an die Spitze der ungarischen Rund­funkgesellschaft und des ungarischen Telegraphen- und Korrespondenzbüros zurückkehren, deren Prä­sident er vor Uebernahme des Innenministeriums war. Die Leitung des Innenministeriums wird zu­nächst Ministerpräsident Daranyi mit übernehmen.

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Don der estnisch-sowjetrussischen Grenze wird ge­meldet, daß ein estnischer Grenzwächter spurlos verschwunden ist. Ende vergangener Woche sind zehn estnische Fischer beim Fisch­fang auf dem Peipus-See angeblich in estnischem

Die lleberfchwemmungen im Missifsippital.

Mit atemloser Spannung verfolgt das ganze Land den verzweifelten Kampf der Städte im Mist sisfippital gegen das Hochwasser aus dem Ohio. Bei Cairo (Illinois), wo der Ohio in den Mississippi mündet, erreichte das Hochwasser am Montag die Krone des Schutzwalles, aus dem ein ein Meter hoher Notdamm aus Sandsäcken und Brettern er­richtet worden war. An einigen Stellen sickerte be­reits Wasser durch. Vorsichtshalber wurden sämt­liche Frauen und Kinder dieser rund 15 000 Ein­wohner zählenden Stadt angewiesen, den Ort so­fort zu verlassen. In der Nähe von Weilersbessie (Tennessee) durchbrach der Mississippi einen Dor­damm-Deich. Der Hauptdamm hielt den Fluten je- doch stand. Dennoch haben sich die Bewohner dieser Gegend sämtlich in Sicherheit gebracht.

Schwere Schneestürme an der Pazifik-Küste von USA.

Schwere Schnee st ürme wüten an der Pazi­fikküste nördlich von San Franzisko und nament­lich in Portland und Oregon. In Oregon, wo sämt­liche Schulen geschlossen wurden, sind zahlreiche Ortschaften völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Auch werden verschiedene Todesfälle gemeldet. Die Polizei Oregons schätzt die Zahl der Personen, die auf den Landstraßen durch Schnee aufgehalten werden, auf 50 000. Frostwe11er suchte auch Teile Südkaliforniens heim und richtete schweren Schaden in den Obstplantagen an.

Beamte des Stuttgarter Fahndungsdienstes nah­men dieser Tage einen angeblichen Paul Kaiser fest, weil er einen verdächtig hohen Geldbetrag bei sich hatte und im Besitze von Papieren war, die auf den Namen Franz Rothfuß aus Mitteltal lau­teten. Bald wurde festgestellt, daß es sich um den schon seit 1935 steckbrieflich verfolgten Josef Schä­fer aus Betra (Hohenzollern) handelt, der wegen Eigentumsvergehen und Notzucht wiederholt, zuletzt mit acht Jahren Zuchthaus, vorbestraft ist. Schäfer hatte gleich nach feiner Entlassung aus der Straf­anstalt erneut Einbrüche begangen und gestand nun bei seiner Vernehmung schließlich auch ein, daß er die Papiere des Franz Rothfuß nicht, wie er zuerst glauben machen wollte, gefunden, sondern dadurch an sich gebracht hat, daß er Rothfuß in der Nähe von Rottweil in eine Falle gelockt und getötet hat. Den Getöteten hat er mit einem Pickel auch noch den Schädel zertrümmert, um die Leiche un­kenntlich zu machen. Die Leiche und die KleDer hat er verscharrt. Sie wurden an den vom Täter bezeichneten Plätzen aufgefunden. Schäfer hat dann gestanden, noch drei weitere Personen auf ähnliche Weise ermordet zu haben. Es will ihm dabei in der Hauptsache um die Erlangung ein­wandfreier Legitimationspapiere zu tun gewesen sein. Schäfer hat aber auch feine Opfer ausgeraubt. Wie die Kriminalpolizeit weiter mitteilt, ist Schäfer im Walde bei Oberndorf während der Suche nach einer dort von ihm verscharrten Leiche ent­flohen. Er hält sich vermutlich tagsüber in Wäl­dern und Dickichten auf und wird versuchen, nachts in Richtung der Grenze vorwärts zu kommen.

NS G. Im Kerckhoff - Institut des Hessischen Staatsbades Nauheim fand am Sonntag eine Tagung statt, auf der die Aufgabe der Pressesach­bearbeiterinnen des Deutschen Roten Kreu­zes, Reichsfrauenbund und ihre Zusammenarbeit mit der Propagandaleitung der NSDAP. Gau Hessen-Nassau und dem Deutschen Frauenwerk bestimmt wurde. Die Provinzial-Pressesachbearbeite- rin des Deutschen Roten Kreuzes, Gräfin Sier­st orpff, begrüßte Gaupropagandaleiter Müller- Sch e l d , Gauschulungsleiter Ruder und die Ver­treterin der Gaufrauenschaft Hessen-Nassau. Daraus sprach Gsuschulungsleiter Ruder über denN a - tionalsozialismus als Weltanschau­ung". In eindringlichen Worten machte er den Frauen klar, daß die Aufgabe der Nationalsozia- listischen Deutschen Arbeiterpartei durch ihre dogma­tische Stellung als Weltanschauung Ewigkeits­charakter besitzt. Ihre Grundsätze gilt es immer und immer wieder dem deutschen Volke mitzuteilen, da­mit sie als einziger Allgemein-Nenner Richtschnur des Handelns bleiben. Die Nationalsozialisten der Kampfzeit waren eine ausgesprochene Minderheit, die aus sich selbst die Auslese schuf. Heute muß die L e i st u n g die Führerpersönlichkeiten heraus- kristallisieren. Die höchste Leistung kann aber nur in der Gemeinschaft vollbracht werden. Daraus er­wächst die große Erziehungsaufgabe der NSDAP. Aus der Leistungsaemeinschaft muß dann als letztes Ziel eine ewige Volksgemeinschaft angestrebt wer­den, die aus den Gesetzen des Blutes und der Rasse aufgebaut ist.

Gaupropagandaleiter und Landesstellenteiter Müller-Scheid

sprach dann Über Propaganda und Weltanschauung. Reklame und Propaganda werden oft miteinander verwechselt. Ein elementares Gesetz ist, daß die Propaganda immer einer Idee dient, wäh­rend die Reklame versucht, wirtschaftliche Erfolge zu erzielen. Der Führer hatte als erster National­sozialist ein umfassendes Weltbild und besaß gleich-

Warum liegt gerade in diesem Vorgang die innere Konsequenz einer nach Stetigkeit strebenden Staatsführung? Oft hat Rydz-Smigly Beschämung darüber geäußert, daß neben der Ausweitung der Macht der Regierung und der Vermehrung des An­sehens Polens in seinen zwischenstaatlichen Bezie­hungen ihm die organisierte Lenkung des Volkswillens nicht so gelang, wie er es mit unverhohlener Bewunderungjenseits der Grenze feststellte. Alle Versuche, diese Volksgemeinschaft auf einer festen weltanschaulichen Basis zu formen und aufzubauen, haben noch zu keinem abschließenden Erfolge geführt, und die Geburtsstunde des neuen Lagers der nationalen Tat", an dem fein ihm treu ergebener Freund und Mitarbeiter Oberst Koc seit Monaten arbeitet, ich schon mehr­fach vertagt worden. Zu groß waren noch die Spannungen innerhalb der Jnteressentengruppen, und die polnische Geschichte war eine zu gute und harte Lehrmeisterin, als daß sich eine verantwort­liche Staatsleitung entschließen könnte, die Geschicke des Landes noch einmal zum Spielball jener Kräfte werden zu lassen, denen dasLiberum veto" als verhängnisvolles Erbgut vergangener Geschlechter noch tief im Blute steckt.

Nun aber trat Rydz-Smigly mit der Losung der Verteidigung Polens als des moralischen Rückgrats der Nation hervor, und wo er damit vor dem Volke erschien, jubelte es ihm zu und ge­lobte ihm oft in spontanen Kundgebungen Gehorsam und blinde Gefolgschaft. Es war fein einziges nationales Postulat. Er gewann mit die­ser Parole die Herzen seiner Landsleute, auch wenn sie parteipolitisch noch ihren organisatorischen Rück­halt in der Opposition sanden. So erging es ihm mit den Bauern, die an ihrem im Exil leben­den Bauern sichrer Witos hängen, somit der Ju­gend aus dem Lager der nationalen Frondeure, und auch die Kirche, die eine außerordentlich starke Macht im katholischen Polen darstellt, mußte sich hinter diesen glühenden Patrioten stellen. So wurde er zu der Persönlichkeit, die die Stabilität der Zukunft verkörperte, mochten auch politische Ziele und wirtschaftliche Pläne, mochte das Niveau des staatlichen Lebens auch noch so großen Schwan­kungen unterworfen sein.

Den Charakter des neuen Marschalls formte der gemeinsame Kampf mit Pilsudski um die Wieder­erstehung Polens. So konnte die polnische Presse bei der ersten Kunde von der bevorstehenden Er­nennung versichern: das durch Joseph Pilsudski ver­waiste " höchste Zeichen militärischer Berufung, Würde, soldatischer Ehre und soldatischen Ruhms im befreiten Vaterland findet einen würdigen Er­ben. Obwohl aus dem Kreise der patriotischen Ver­schwörer und Haudegen des polnischen Schützenver­bandes hervorgegangen, besitzt er nicht das Martia­lische, das manchem alten Pilsudski-General eigen ist, vielmehr gehört er zu jener Gruppe von welt­männischen Offizieren, die sich auch auf dem diplo­matischen und gesellschaftlichen Parkett zu bewegen wissen. Deshalb auch versteht er es gut, sich politisch nicht festzulegen, und noch niemand in Polen hat ergründen können, wie dermaßgebende Faktor" sich zu kommenden Problemen einstellen werde. Daß die alten Legionäre gleichzeitig Politiker waren, gab der jungen Armee eine ungeheure politische Stoßkraft, solange mit Mitteln der Illegalität gear­beitet werden mußte, solange die Feinde des neuen Polens im Lande selbst saßen. Rydz-Smigly scheml der Meinung zu sein, daß diese Haltung den Offi­zieren der Armee im stabilisierten Polen nicht mehr zukomme.Wenn Politik nötig ist, treibe ich sie selbst", ist der Ausspruch, mit dem er die politische Ausgabe der von ihm geführten Armee umgrenzte. Wie viele alte Pilsudskisten vereinigt Rydz-Smigly mit jugendlich-frischem soldatischem Draufgängertum einen Hang zu Literatur und Kunst, der sie oft zu eigener schöpferischer Tätigkeit ermunterte. Der her­vorragendste Typ in dieser Hinsicht ist der Stadt­kommandant Wieniawa-Dlugoszewski, Mittelpunkt aller Warschauer ästhetischen Salons. Rydz-Smigly hat nicht die leichte und selbst zu Streichen aufge­legte Art dieses geistvollen Plauderers, um den sich bereits ein Kranz luftiger Anekdoten gesponnen hat, aber es gehört zur Abrundung seines Wesensbildes, daran zu erinnern, daß er Kunstmaler war, bis ihn die politischen und militärischen Ausgaben, die der Beginn des Weltkrieges stellte, ganz in ihren Bann zogen. In der Wehrmacht fand er feine Grundlage, von diesem Blickpunkt aus schuf er sich die Maß-

Wetterbericht

des Retchswetterdlenstes. Ausgabeort Frankfurt.

Mit zunehmender Wirbeltätigkeit hat die lieber» flutung des europäischen Festlandes mit Meeres­luft weitere Fortschritte gemacht und jetzt auch dem mittel- und ostdeutschen Gebiet erhebliche Frost­milderung gebracht. Dom Westen her eingedrungene kalte Meeresluft bedingt zur Zeit Witterunasbesse- rung, die allerdings teilweise durch Nebelbildung gestört wird. Doch wird das Eingreifen eines neuen Atlantikwirbels voraussichtlich schon am Mittwoch wieder zunehmende Unbeständigkeit herbeiführen.

Aussichten für Mittwoch: Zunächst viel­fach aufgeheitert, doch teilweise Frühnebel, nachts leichter Frost, dann wieder Bewölkungszunahme und Aufkommen von Niederschlagsneigung, auf Südwest drehende Winde.

Aussichten für Donnerstag: Bei Luft­zufuhr aus Süd bis West unbeständiges, ziemlich mildes und zu Niederschlägen geneigtes Wetter.

Lufttemperaturen am 1. Februar: mittags.3 Grad Celsius, abends 2,1 Grad; am 2. Februar: morgens 1,4 Grad. Maximum 3,2 Grad, Minimum heute nacht 1 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. Februar: abends 0 Grad; am 2. Februar: morgens 0 Grad. Schneehöhe 7 cm.

Wintersport-Wetterbericht.

Vogelsberg, Hoherodskopf: Sprühregen, + 2 Grad, 20 Zentimeter Gesamtschneehöhe, Papp­schnee, Ski und Rodeln mäßig.

Rhön, Wasserkuppe: Bewölkt, 1 Grad, 30 Zentimeter Gesamtschneehöhe, gekörnt, Sportmög­lichkeiten gut.

Schwarzwald, Feldberg: Bewölkt, 1 Grad, 90 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 2 Zentimeter Neu­schnee, Pulverschnee, Ski und Rodeln gut.

man sehr erfolgreich so: Je ein Lhloffel «-»«frau.M.lissengUst

und ßiuf« in «In« Kaffeetafie gut um rühren. -i«auf kochende- Wasser zugießen en» 1-2 Portion«, diese- Hesendheit-grog- I

. möglichst heiß vor dem Schlafengehen trinken. I

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S>(o|tevfrau Melissengeist