Einzelbild herunterladen

Samstag, 16. Januar in Dorheim, nachmittags und abends;

Sonntag, 17. Januar in Wölfersheim, nachmit­tags und abends;

Montag, 18. Januar in Reichelsheim.

Den FilmDer höhere Befehl" zeichnen eine auf- rklttelnde, dramatische Handlung, die von Leben, Liebe, Taten und Kampf eines aufrechten Deutschen in Zeiten bitterster vaterländischer Not erzählt, und eine schöpferisch gestaltende Jnszenierungskunst, die Wucht und Spannung, Tragik und Heroismus, packende Milieuschilderung und überwältigende Dra­matik zur Auslösung bringt, aus. Ein Film vom Kampf des starken Herzens, von Triumph der un­wandelbaren Treue und vom Sieg des ewigen Deutschtums.

Krühjahrs-Kaufmannsgehilfenprüfung

Die Industrie- und Handelskammer Gießen teilt uns mit:

Die nächste Kaufmannsgehilfenprüfung findet im Februar 1937 statt. Ihr haben sich alle kaufmän­nischen Lehrlinge, die bis zum 30. Juni 1937 im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Gießen auslernen, zu unterziehen. Anmeldepflichtig sind die Lehrherren, die die Lehrlinge unter Beifügung der nachstehenden Unterlagen auf dem bei der Jndüstrie- und Handelskammer Gießen erhältlichen Vordruck bis spätestens 2 0. Januar 1937 bei der Industrie- und Handelskammer Gießen a n m e l - den müssen.

Mit der Meldung sind vom Lehrherrn folgende Unterlagen einzureichen: 1. Das Schulentlassungs­zeugnis; 2. Alle Zeugnisse der Berufs- und Han­delsschulen. 3. Der Lehrvertrag. 4. Ein Vordruck, der die Dauer der Lehrzeit, den Ausbildungsgang, die bisherigen Leistungen und die Führung des Lehrlings bescheinigt. 5. Ein vom Lehrling handge­schriebener Lebenslauf. 6. Ein vom Lehrling aus­zufüllender Fragebogen. 7. Das gegebenenfalls ge­führte Lehrlingsbuch.

Die unter 1 bis 3 genannten Unterlagen sind im Original, oder in beglaubigter Abschrift beizu- sügen. Voraussetzung zur Zulassung ist u. a. die voll­ständige Einrichung der angeforderten Unterlagen. Mit der Anmeldung ist vom Lehicherrn für jeden Lehrling eine Prüfungsgebühr von 3 Mark zu ent­richten.

Der Bezirk der Industrie- und Handelskammer Gießen umfaßt die Kreise Gießen, Alsfeld und Lau­terbach.

Geschästsstenographenprüfung Herbst 4936.

Die Industrie- und Handelskammer Gießen teilt mit:

An der letzten Geschäftsstenographenprüfung der Industrie- und Handeskammer Gießen im Oktober vorigen Jahres nahmen insgesamt 44 Bewerber teil. Das Meldeergebnis kann als sehr erfreulich bezeichnet werden, da die Zahl der Prüflinge wesentlich höher als bei den bisherigen Prüfungen lag. Immer mehr fetzt sich die Erkenntnis durch, daß es für das Fortkommen im kaufmännischen Leben von höchster Wichtigkeit ist, auch auf dem Gebiet der Schnellschrift über besondere Fertig­keiten zu verfügen. Die Praxis wird es zukünftig vielleicht in noch stärkerem Maße als früher be- grüßep, hervorragende Kräfte zu erhalten, die nicht nur die Schnellschrift bestens beherrschen, sondern vor allem auch eine in jeder Weise einwandfreie Uebertragung der Niederschrift des diktierten Stoffes gewährleisten.

Von den 44 Bewerbern konnten 14 die Prüfung bestehen. Nachstehend das Ergebnis:

180 Silben: Fritz Reh aus Gießen mit der Note: bestanden.

150 Silben: Gertrud Herrmann aus Gießen mit der Note: gut; Dorothea Linkmann aus Bad-Nau­heim: gut; Georg Schaaf aus Gießen: gut; Greta Jochum aus Gießen: bestanden; Wilhelm Krausch aus Gießen: bestanden.

Die Vorprüfung in 120 Silben bestanden: Käthe Becker aus Gießen, Willi Heidlindemann aus Gie­ßen, Else Kompf aus Gießen, Otto Kampf aus Gießen, Ilse Lettow aus Gießen, Käthe Prümer aus Gießen, Else Reuschling aus Gießen, Otto Weigel aus Klein-Linden.

Kartoffelhöchstpreise bis 34. Januar 4931.

Lpd. Für die Abgabe von Speisekartoffeln an die Verbraucher bis 31. Januar 1937 sind für die Städte Frankfurt a. M., Alt-Wiesbaden mit Biebrich, Dotz­heim, Schierstein und Sonnenberg, Mainz, Offen­bach a. M., Darmstadt und Bingen folgende Höchst­preise festgesetzt worden (Preis je 50 Kilogramm, die erste Zahl für weiße, rote und blaue, die zweite Zahl für gelbe Speisekartoffeln):

Bei Abgabe ab Lager oder Waggon des Emp­fangsverteilers bis zu 3. und 3,30 Mk.; bei Zu­fuhr frei Keller des Verbrauchers oder Kleinvertei­lers durch den Empfangsverteiler bis zu 3,15 und 3,45 Mk.; bei Abgabe von 50 Kilogramm durch den Kleinverteiler bis zu 3,35 und 3,65 Mk.; bei Abgabe von 5 Kilogramm bis zu 0,40 und 0,43 Mk.

Für mittlere Städte und Orte, in denen die Speisekartoffeloersorgung überwiegend durch Ver­teiler erfolgt, werden folgende Höchstpreise fest­gesetzt: 2,95 und 3,25, 3,05 und 3,35 Mk., 3,25 und 3,55 Mk., 0,39 und 0,42 Mark.

In allen übrigen Orten, in denen die Belieferung der Verbraucher überwiegend durch den Erzeuger unmittelbar erfolgt: 2,75 und 3,05 Mark.

Für dieJuli" (Niere) erhöhen sich die vorstehen­den, für die gelbfleischigen Sorten festgesetzten Ver- brauchechöchstpreise um 1 Mark je 50 Kilogramm, fürRote Hörnchen" die für weißfleischige Sorten festgesetzten Preise um 2 Mark je 50 Kilogramm und fürGelbe Hörnchen" die für gelbfleischige Sorten festgesetzten Preise um 2 Mark je 50 Kilo­gramm.

Der Kartoffelwirtschaftsverband Hessen-Nassau bestimmt im Bedarfsfälle mit Zustimmung des Reichsstatthalters in Hessen Landesregierung Darmstadt und des Regierungspräsidenten für den Regierungsbezirk Wiesbaden, welche Ortschaften oder Ortsteile in die an zweiter Stelle genannte Kategorie fallen.

Der Versandverteilerzuschlag darf höchstens 0,20 Mark je 50 Kilogramm einschließlich des Beitrags an den Kartoffelwirtschaftsverband betragen und ist in den festgesetzten Verbraucher-Höchstpreisen enthalten.

Gießener Wochenmarktpreise.

* Gießen, 2. Jan. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: D. f. Molkereibutter, % kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche Klasse S 14, Klasse A 13, Klasse B 12, ungezeichnete 10, holländische, Klasse B 11, Wirsing, % kg 8 bis 10, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben

8 bis 10, Spinat 25, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 28 bis 30, Feldsalat 80 bis 90, Tomaten 60, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 20 bis 30, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3 bis 3,40 Mk., Aepfel, Vi kg 15 bis 20 Pf., Tafeläpfel 25 bis 30, Birnen 10 bis 25 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Gänse 80 Pf. bis 1 Mk., Tauben, das Stück 50 Pf., Blumenkohl 30 bis 70, Endivien 5 bis 8, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15 Pf.

*

** D i e Stunde der Jahreswende kün­digte sich in unserer Stadt schon lange vorher recht geräuschvoll an. Die Jugend ließ es sich sehr ange­legensein, den Siloestertag mit vielem Krach zu begehen. Schon in den Morgenstunden knallten in vielen Ecken und Winkeln der Stadt die Feuer­werkskörper und als der Abend hereinbrach, da zischten Frösche und Raketen überall in den Stra­ßen. Selbstverständlich wurde der Hauptoorrat für die Mitternachtsstunde aufgehoben und so war es nicht verwunderlich, daß es auch in diejem Jahre wieder sehr lebhaft zuging, nachdem die Turmuhr zwölf Uhr zu schlagen sich anschickte. Neben den Papierwarengesch^ften und Drogerien, die in die­sem Jahre sicherlich einen regen Absatz an Feuer­werkskörpern hatten, war auch für die Spirituosen­handlungen ein großer Tag, denn viele Volksge­nossen wollten den letzten Tag des Jahres nach Möglichkeit fröhlich begehen. Schöner alter Sitte gemäß hatten auch die Bäcker ihr Teil zum Sil­vestertag beigetragen, denn vielfach sah man in den Schaufenstern viele Silvesterbrezeln, die gern ge­kauft wurden. Darüber hinaus brachten die Bäcker in großen Körben die Brezeln in die Häuser ihrer Kunden. In den Gaststätten fanden sich ebenfalls

viele Volksgenossen ein und begingen den Jahres­wechsel bei Musik und Tanz. Schönen Höhepunkt der Nacht zwischen den Jahren bildete das volle Geläut der Glocken in den Kirchtürmen über unse­rer Stadt.

** Eine Fünfundsiebzigjährige. Am morgigen Sonntag kann Frau Anna Dörr, Hessenstraße 3, die Verwalterin des Hessenhauses, in geistiger und körperlicher Frische ihren 75. Ge­burtstag feiern.

** Einstellung von technischen B e - amten-Anwärtern bei der Reichsbahn. Die Deutsche Reichsbahn stellt, beginnend ab 1. Ja­nuar 1937, für das Geschäftsjahr 1937 etwa 1200 technische Dienstanfänger sowohl für die Laufbahn im gehobenen mittleren technischen Dienst, als auch für die technische Assistentenlaufbahn neu ein, die sich auf die 27 Reichsbahndirektionen verteilen. Es handelt sich dabei um die bautechnische, maschinen­technische und vermessungstechnische Fachrichtung. Diese Fachrichtung umfassen auch den Hochbau, das technische Sicherungswesen und die Elektrotechnik. Während der jetzt abgekürzten Ausbildungszeit werden gegenüber früher erhöhte Beschäftigungs­tagegelder gezahlt. Die Lebensaltersgrenze für die Einstellung ist auf 28 Jahre heraufgesetzt. Alle näheren Auskünfte erteilen die Reichsbahndirektio­nen, an die auch die Bewerbungen zu richten sind.

** Unfall. Am letzten Tage des alten Jahres erlitt die 60jährige Witwe Margarete Wagner, Friedensstraße 25, einen Unfall. Als die Frau einen Kuchen vom Bäcker holen wollte, kam sie zu Fall und erlitt einen schweren Oberschenkelbruch. Die bedauernswerte Frau mußte durch die Sani­tätskolonne vom Deutschen Roten Kreuz in die Chirurgische Klinik gebracht werden.

Aus der Tätigkeit der Deutschen Lebensrettungsgesellschaji.

Bezirk Oberheffen im Jahre 4936.

lieber die Tättgkeit des Bezirkes Oberhes­sen der Deutschen Lebensrettungs- Gesellschaft soll auch am Ende des Jayres die Bilanz gezogen werden. Mit Freuden kann man feststellen, oaß die Erkenntnis für die Erlernung des Rettungsschwimmens von Jahr zu Jahr sich steigert. Die DLRG. beurkundet drei Fähig­keit s st u f e n im Retten Erttinkender, einschl. Wiederbelebung, sobald die verschiedenen Leistun­gen, die immer nur Mindestleistungen ausmachen, nach den bestehenden Anforderungen erfüllt sind. Die Urkunden tragen die Bezeichnung:

A. Grundschein (Prüsung für Anfänger).

B. Leistungsschein (Prüfung der gesteiger­ten Leistungen).

C. Lehrschein (Abschlußprüfung zur Erwer­bung der Lehrfähigkeit).

Jede Urkunde ist für sich in der angegebenen Reihenfolge zu erwerben. Sämtliche Prüfungen können nur von Lehrscheininhabern abgenommen werden. Die Lehrscheininhaber stellen sich in ehren­amtlicher Tätigkeit für diese edle Sache zur Ver­fügung.

Vom Jahre 1923, seit Bestehen des Bezirkes wurden insgesamt 1186 Prüfungen abgenommen, davon entfallen auf Lehrschein 47, Leistungsschein 196, und Grund schein 977. Im vergangenen Jahre 1936 wurden alleine 5 Lehrscheine, 38 Leistungs­scheine und 196 Grundscheine erworben. Die Be­dingungen für die erste Prüfungsleistung sind folgende:

1. 15 Minuten schwimmen, davon 5 Minuten in Rückenlage ohne Armbewegungen.

2. 100 Meter angekleidet schwimmen (ohne Schuh­zeug).

3. Daran anschließend: In der Schwimmlage oder beim Wassertreten entkleiden im 2 bis 3 Meter tiefen Wasser.

4. 17 Meter Streckentauchen. Abgang mit Kopf­sprung aus 1 bis 2 Meter Höhe.

5. Von der Wasseroberfläche aus zweimal inner­halb 6 Minuten 2 bis 3 Meter Tieftauchen und dabei einmaliges Heraufholen der Tauchpuppe.

6. 30 Meter Retten eines über 14 Jahre alten Menschen, der den Ertrinkenden darstellt, unter beliebig wechselnder Anwendung von Achsel- und Kopfgriff.

7. Praktische Ausübung der Rettungs- und Be­freiungsgriffe an Land und im Wasser als Vorführung.

8. Theoretische Erklärung und praktische Aus- führung der Wiederbelebungsmethoden nach Schäfer und Kohl^ausch.

Alle diese Bedingungen müssen innerhalb sechs Wochen erledigt sein. In engster Zusammenarbeit mit der freiwilligen Sanitätskolonne werden Lehr­gänge abgehalten, die zur Ausbildung der Rettungs­schwimmer in der Schwimmfettigkeit im Retten, sowie in den Rettungsgriffen und Wiederbelebung dient.

Wenn in dem Bezirk Oberhessen schon über 1000 ausgebildete Rettungsschwimmer hervor­gegangen sind, so kann wohl schon von einer segensreichen Arbeit gesprochen werden. Trotz der erhöhten Badeziffern sind die Ertrinkungs­fälle nicht höher geworden. Ueberall stehen aus­gebildete Rettungsschwimmer auf der Wacht, die sich in selbstloser Weife einsehen werden, ein Menschenleben vom Ertrinkungstode zu erretten.

Wir erwarten von allen gesunden deutschen Volks­genossen, daß sie sich als Rettungsschwimmer aus­bilden lassen, damit der Wille unseres Führers, des deutschen Volkes Schaffenskraft zu erhalten, erfüllt wird.

Oberheffen.

CanMreis Gießen.

X Wiefeck, 1. Jan. Am 2. Januar können die Eheleute Heinrich Rodenhausen IV. und Anna Maria, geb. Duchardt, gebürtig aus Lauterbach, das Fest der goldenen Hochzeit begehen.

* Wiefeck, 1. Jan. Der hiesige Turn ve rein hielt, entsprechend einem alten Brauch, im Saalbau Braun seine S i l v e ft e r f e i e r ab. Die Ver­anstaltung war sehr gut besucht. Eine Musikkapelle wartete mit guter Musik auf, die Gesangsabteilung des Turnvereins brachte unter Leitung von Chor­meister Meyer einige Lieder zu Gehör; ein Teil des Abends wurde mit der Aufführung eines Volks­stückes und eines Singspieles ausgefüllt. Gegen Mitternacht hielt der Vereinsführer D a u p e r t eine Ansprache, in der er ausführlich über die turne­rischen Erfolge des Vereins im Jahre 1936 berich­tete. Gleichzeitig sprach er über das große Erlebnis der Olympischen Spiele und die großen deutschen Erfolge. Mit dem Wunsche, daß die Arbeit unseres Führers zum Wohle unseres Vaterlandes auch wei­terhin gesegnet sein möge und mit einem Gedenken des Führers schloß der Redner. Im weiteren Ver­lauf des Abends wurden verschiedene Mitglieder mit Auszeichnungen bedacht. Heinrich Hoffmann erhielt für 50jährige treue Mitgliedschaft ein ae- rahmtes Diplom, Ernst Schöffmann, der bei den deutschen Geräte-Meisterschaften den 33. Sieg in der Meisterklasse errang, wurde Unfalls mit einer Urkunde bedacht. Für 25jährige Mitglied­schaft wurden folgende Kameraden ausgezeichnet: Heinrich Frank, Otto Göbel, Ernst B i e r a u, Johann Schneider, Adolf Ju n g und Wilhelm Deibel. Mit einigen humoristischen Darbietungen und kameradschaftlichem Beisammensein fand Der Abend seinen Abschluß.

00 Staufenberg, 1. Jan. Dieser Tage hielt der hiesige Schw e i n e v e r si ch e r u n g s v e r e i n in der Wirtschaft von Heibertshausen seine Generalversammlung ab. Die Einnahmen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 1883 RM., Die Ausgaben betrugen 1338 RM. 200 RM. des Überschusses wurden dem Reservefonds zugewiesen und 345 RM. auf neue Rechnung vorgetragen. Heinrich Vogel IV. wurde wiederum zum ersten Vorsitzenden bestimmt.

ch Lumda, 29. Dez. Die hiesige Krieger­kameradschaft hielt am zweiten Feiertag einen Gemeinschaftsabend mit Konzert ab. Der Saal von Schultheis war bis auf den letzten Platz besetzt. Der Kameradschaftsführer hielt eine kurze Ansprache, wies auf den Sinn des Abends hin und umriß Dann die Geschehnisse der Gegenwart. Er forderte zum Opfermut für unsere deutsche Sache auf. Der besondere Gruß des Kameradschastsfüh-

rers galt den jungen Soldaten, die zum ersten Male auf Urlaub gekommen waren. Zwei Theater­stücke, die im Laufe des Abends zur Aufführung gelangten, fanden ungeteilten Beifall.

<£ Saasen, 1. Jan. Hier sind seid einiger Zeit Baumfrevler am Werk. Im vergangenen Frühjahr wurden an der Kreisstraße Saasen Bollnbach mehrere junge Obstbäume gepflanzt. Im Laufe des Sommers wurde ein Bäumchen aus der Erde gehoben, ein anderes glatt abgebrochen. Nun wurden wiederum weitere vier Bäumchen ab­gebrochen. Hoffentlich gelingt es, der Täter bald habhaft zu werden und sie der gerechten Strafe zu- zusühren.

X Hausen, 1. Jan. Unser früherer langjähriger Kirchenvorsteher, Zimmermann Ludwig Schlund!., kann mit seiner Ehefrau Elisabetha, geb. Reitschmidt, am 2. Januar das Fest der goldenen Hoch­zeit feiern.

* Hausen, 1. Jan. Am morgigen Samstag, 2. Januar, kann unser Mitbürger, der Zimmer­mann Ludwig S ch l u n d t I. und Frau Elisabetha, geb. Reifschmidt, bei guter Gesundheit das Fest der goldenen Hochzeit feiern.

Watzenborn-Steinberg, 2. Jan. Heute kann Frau Elisabethe Häuser Witwe, Bahnhofstraße 26, in verhältnismäßiger körper­licher und geistiger Frische ihren 8 2. Geburts- t a g feiern.

Kreis Schotten.

)( Ruppertsburg, 1. Januar. Dieser Tage konnten der hiesige Landwirt Friedrich Diehl III. und Frau Katharine, geb. Lein, das Fest der sil­bernen Hochzeit feiern. Der Gesangverein brachte seinem Mitglied ein Ständchen, wobei der Chorleiter die Verdienste hervorhob, die sich der Jubilar im Laufe der 25 Jahre, die er dem Verein angehört, erwarb.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

+ Kinzenbach, 29. Dez. Im Saalbau Peusch hielt der MännergesangvereinFor­tuna" seine Weihnachtsfeier ab. Musik und Chor­vorträge leiteten den Abend ein. Der Dereinsführer begrüßte die Teilnehmer. Gemeinsam gesungene Lieder und Chordarbietungen des Vereins leiteten über zu einer Theateraufführung, die sehr beifällig ausgenommen wurde.

ö Krofdorf, 1. Jan. In den letzten Tagen des abgelaufenen Jahres waren in unserer Ge­meinde dicht hintereinander eine Reihe von Sterbe­fällen zu verzeichnen. Am Silvestertag wurde der älteste männliche Einwohner von hier und zu­

gleich der letzte Veteran von 1870/71 Philipp Krombach zur letzten Ruhe geleitet. Der Ver­storbene erreichte nach einem arbeitsgesegneten Le­ben ein Alter von über 89 Jahren. Die durch die Pensionierung des Konrektors W. Drescher seit einem Vierteljahre vakante Lehrerstelle an der hie­sigen Schule wurde ab 1. Januar 1937 mit dem Lehrer Friedrich Schmidt aus Berghausen, Kreis Wetzlar, besetzt. Der bis zu den Weihnachtsferien die Stelle verwaltende Schulamtsbewerber Gerhard Haag erhielt seine Ueberweisung zur Uebernahme eine Schulstelle in den Regierungsbezirk Trier.

< Wißmar, 28. Dez. Der hiesige Turnver­ein hielt am zweiten Weihnachtsfeiertag feinet Weihnachtsfeier ab, die sehr gut besucht war^ Mit Musik wurde die Feier eingeleitet, dem eirt gemeinsam gelungenes Weihnachtslied folgte. Der­einsführer Hermann hielt eine kurze Begrü­ßungsansprache und schilderte den Zweck solcher Feiern im Verein. Die Turner zeigten Freiübungen und Uebungen am Barren und Pferd. Der Dietwart des Vereins, W. Todt, hielt eine Ansprache, der das gemeinsam gesungene LiedO Deutschland hoch in Ehren" folgte. Die Spielschar brachte zwei Theaterstücke zur Aufführung, die großen Anklang fanden. Bei kameradschaftlicher Unterhaltung blieb man noch einige Stunden beisammen.

<£ Wißmar, 1. Jan. Nach der kirchlichen Sta­tistik der Kirchengemeinde Wißmar-Launsbach wur­den im vergangenen Jahre 35 Kinder in Wißmar und 5 Kinder in der Klinik zu Gießen getauft. 22 Knaben und 23 Mädchen wurden konfirmiert. Ge­traut wurden 26 Paare. Für Launsbach wurden 18 Taufen, 9 Konfirmationen und 12 Eheschließun­gen verzeichnet. In Wißmar verstorben 25, in Launsbach 6 Gemeindeglieder.

ED Dutenhofen, i. Jan. Bei einer dieser Tage in der hiesigen Gemarkung abaehaltenen Treib­jagd wurden 28 Hasen, 1 Fasan und 2 Rehe ge­schossen. Der hiesige Turnverein hielt in der GastwirtschaftGambrinus" fein Winteroergnügen. Lehrer Gaß schilderte dabei den Werdegang der Turnerei im Orte und sprach dann über die Ziel­setzungen der Turnerei im Dritten Reich. Eine Theateraufführung, von Mitgliedern des Vereins bestritten, fand alle Anerkennung. Eine Musikkapelle trug zur weiteren Unterhaltung bei.

Kreis Biedenkopf.

m. Gladenbach, 1. Jan. In einer nächtlichen Feierstunde versammelte sich die Einwohnerschaft Gladenbachs auf dem Hindenburgplatz zur Eröff­nung des 700. Jahres nachweisbarer Gladenbacher Geschichte. Bürgermeister Müller gab zunächst einen Rückblick auf das Jahr 1936, auf die wirt- chaftlichen Besserungen, die es gebracht hatte und levmittelte dann einen Ausblick auf das bevor- tehende Jahr. Insbesondere wies er auf die Feiern anläßlich des 700. Bestehens der Stadt hin. Orts­gruppenleiter Eckhardt sprach über den Sinn der historischen Feier, in der eine Bindung an die Heimat, an Blut und Boden zum Ausdruck komme. Mit dem Gruß an den Führer und dem Gesang der Nationallieder klang die historische Feierstunde aus.

25 Jahre Opel.

Bon der Schlosserwerkstatt zum großen Automobilwerk.

FWD. Frankfurt a. M., 31. Dez. Für die Opel-Werke und damit für die gesamte Auto­mobilindustrie Europas bedeutet das Jahr 1937 einen Markstein in der Entwicklungsgeschichte des Automobilbaues der gesamten Welt. Aus einer winzigen, kleinen Nähmaschinenschlosserei, gegründet 1862 von dem damals 25jährigen Schlosser Adam Opel, ist in 75 Jahren ein Welthaus geworden, das weit über die Grenzen unseres Vaterlandes hinaus zu einem für den internationalen Auto­mobilmarkt wichtigen Faktor geworden ist. Mit einer Jahresproduktion 1936 von über 120 000 Wagen hat dieses Werk sich einen Platz in der vordersten Reihe der Automobilproduzenten der Welt errun­gen. Uebertroffen nur von den nordamerikanischen Giganten steht Opel heute etwa an achter Stelle der Weltrangliste. Was das für den deutschen Auto­mobilexport bedeutet in vielen Ländern der Erde zählt Opel heute zu den meist gelieferten Wa­gen zeigen folgende Zahlen: Der Opelinlands­absatz ist 1936 gegenüber 1935 um 16 v. H., der Auslandsabsatz dagegen um 40 v. H. gestiegen. Mit Schrecken gedenkt man in Rüsselsheim des Kata­strophenjahres 1932, in dem es trotz verzweifelter Anstrengungen nicht möglich war, mehr als ins­gesamt 20 913 Wagen, also knapp ein Sechstel der letztjährigen Jahresproduktion, abzusetzen, und mit freudiger Zuversicht blickt man dort heute, geschützt und gefördert vom Nationalsozialismus, dem Opel- Jubilaumsjahr 1937 entgegen, dem Jahr, in dem man außer dem 75jährigen Bestehen des Werkes, den 100. Geburtstag seines Gründers und die 500. Wiederkehr des Gründungsjahres der Stadt Rüsselsheim, der Opelstadt, zu feiern haben wird.

Schweres Unglück am Silvesterabend.

Ein junger Wann getötet, zwei Personen schwer verletzt.

Lpd. Frankfurt a. M., 1. Jan. Am Silvester­abend ereignete sich in der Schneckenhofttraße im Stadtteil Sachsenhausen ein schweres Unglück. Ein 18jähriger junger Mann namens Oser versuchte» mehrere mit Karbid gefüllte Büchsen zum Explo-