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dieren zu bringen. Beim Anzünden flogen die Büchsen, die sich schon zu stark mit Gasen gefüllt hatten, auseinander. Die Splitter trafen den jungen Mann so unglücklich, daß er auf der Stelle getötet wurde. Eine dabeistehende Hausange­stellte und ein weiterer junger Mann wurden schwer verletzt. Während Ke Hausangestellte in hoffnungslosem Zu st and darnje­de rl i e g t, mußte t)fm verletzten jungen Monn noch in der Nacht ein Arm amputiert werden.

Versuchter Kaub in der Neujahrsnacht.

Lpd. Frankfurt a. M., 1. Jan. Am 31. De­zemder gegen 20.30 Uhr wurde im Goldbergweg im Stadtteil Oberrad ein von der Arbeit kommender Radfahrer von einem Unbekannten zum A b st e i - gen aufgesordert. Als er trotzdem weiter­fuhr, wurde er nach zehn Meter von einem zweiten Mann vom Rade gerissen und aufgefordert, fein Geld herauszugeben. Der Radfahrer setzte sich zur Wehr und versetzte dem Mann einen Tritt in den Unterleib, so daß der Täter zusammenbrach. Da inzwischen der erste Täter herankam, ergriff der Radfahrer die Flucht. Als er nach kurzer Zeit an den Tatort zurückkehrte, waren die beiden Män­ner verschwunden. Es ist anzunehmen, daß sich die beiden verabredet hatten, den Radfahrer gemein­sam zu überfallen und. zu b e r a u b e n. Wahrschein­lich hat der eine Täter durch den Tritt in den Unterleib ern st hafte Verletzungen er­litten.

Wieder sehr große Schweinezufuhren.

Fwd. Frankfurt a. M., 30. Dez. Der Frank­furter Schlachtviehmarkt nahm nach den Feiertagen den erwarteten stillen Verlauf. Die Zu­fuhren lagen im Vergleich zu denen der Weihnachts­woche schwächer und waren für den erfahrungs­gemäß verringerten Verbrauch mehr als aus- reid)£ertt). Die Beschaffenheit der Tiere entsprach im großen und ganzen den Anforderungen, yn preis­licher Hinsicht ergaben sich bei Rindern, Schafen und Schweinen nur geringe Abweichungen, wäh­rend Kälber infolge des Ueberangebots einen merk­lichen Nachlaß hinnehmen mußten. Die Märkte wurden im wesentlichen ausverkauft.

Abermals sehr starken Zutrieb hatte der S ch w e i n e m a r k t, an dem mit 7286 noch mehr Tiere als für den wesentlich höheren Feiertags­bedarf zum Verkauf standen (in der Vorwoche 7227). Die bisher in Kraft gewesenen Preise wur­den zum letztenmal notiert. Mit Beginn des neuen Jahres treten bekanntlich an Stelle der starren Jahrespreise Saisonpreise, die insbesondere für fette Schweine etwas niedriger liegen. Infolge­dessen war das Angebot an Fettschweinen auch nochmals sehr groß, da die Erzeuger möglichst noch den alten Preis mitnehmen wollten. Während Fleischschweine den Metzgern zugeteilt wurden, kam der größte Teil des Fettschweineangebots der Vor­ratsbewirtschaftung zugute, wo es hauptsächlich wie in 1934 zu Dosenkonserven verarbeitet wird.

Das Angebot an Großvieh ging auf 643 (1060) Stück zurück. Die Qualität war mittel, bei fast unveränderten Preisen wurden die Tiere den Metzgern zugeteilt; Kühe der Klassen C und D wurden frei verkauft. Neue Preise erfahren auch Rinder, wo in den Frühjahrs- oder Sommer­monaten geringe Zu- und Abschläge erhoben wer­den, um den Versand nach den jeweiligen Zuschuß­gebieten, zu denen auch die Märkte im Rhein- Main-Gebiet gehören, zu lenken.

Das Geschäft am Kälbermarkt nahm einen sehr schlappenden Verlauf, da wider Erwarten sehr starkes Angebot vorlag, das sich nur bei Preis- konzessionen und da nur mit Mühe räumen ließ. Die Zufuhr stellte sich auf 1210 (1426) Stück. Wäh­rend beste Tiere ihren vorwöchigen Preis etwa be­haupten konnten, ließen mittlere und geringere Qualitäten bis zu 10 Mark je 50 Kilogramm

Lebendgewicht nach. Die angelieferten Tiere waren durchschnittlich von mittlerer Be chasfenheit.

Am Hammel - und Schafmarkt war noch keine Anregung im Absatz zu verspüren. Immer­hin wurden die zugeführten 116 (102) Tiere bei mittlerem Geschäftsgang zu den letzten Preisen ausverkauft. Ab 1. Januar treten bekanntlich auch für Hümmel und Schafe Höchstpreise in Kraft, so daß nunmehr alles Schlachtvieh an ein Fest­preissystem gebunden ist.

Zuchthaus für einenHellseher".

LPD. Darmstadt, 1. Januar. Die Große Strafkammer verurteilte den 51jährigen Jo­hann Wiederhold aus Darmstadt wegen Be­trugs usw. zu drei Jahren und vier Monaten Zuchthaus. Die weaen Beihilfe Mitangeklagte 40jäh- rige Frau K. aus Langen wurde mangels Beweises freigesprochen.

Wiederhold hatte als Hellseher" gegen Entgelt Handschriften gedeutet, Diebstähleaufgeklärt", in Ehe - und Liebessachen Ratschläge er­

teilt. Er behauptet, schon als Kind hellseherische Fähigkeiten gezeigt zu haben. In späteren Jahren hat er dann seine Kunden insbesondere auch zum Lotteriespiel angeregt, wobei er sich, auf seine Be­ziehungen zur Generaldirektion der Preußisch-Süd­deutschen Klassenlotterie hinweisend, bestimmte Los­nummern mit hohen Gewinnchancen durch Summen bis zu 200 Mark bezahlen ließ, ohne daß natürlich jemals ein Los durch seinen Einfluß gewonnen hätte. In einem Falle hat er sogar davon gespro­chen, er könne mittels Geldzuwendungen an den Herrn Oberstaatsanwalt schwebende Ver­fahren für Öen betreffenden Kunden aünftig beeinflussen. Tatsächlich hat der Angeklgate mit der Frau K., mit der er ein Liebes­verhältnis hatte, dieses Geld auf Reisen usw. durch­gebracht. Er hat sich auf diese Weise, ohne in irgend­einem Fall wirklich Hilfe zu leisten, im Verlauf weniger Jahre im ganzen rund 13 000 Mark verschafft. Von einem Postschaffner hat er 3- B. für dieBearbeitung" einer Erbschaftssache nach und nach 2600 Mark bekommen.

Rundfunkprogramm

Sonntag, 3. Januar.

6 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Morgenmusik. 9: Kath. Morgenfeier. 9.45: Bekennt­nisse zur Zeit. 10:Uns ist gegeben, auf keiner Stätte zu ruh'n. 10.45: Chorgesang. 11.15: Erzäh­ler unserer Zeit. 11.30: Vom wahren Opfer. 12: Musik am Mittag. 14.: Kinderstunde. 14.45: Das Volk erzählt. 15: Deutsche Scholle. 15.45: Hörbericht vom Endspiel um den Tschammer-Osten-Pokal zwi­schen VfB. Leipzig Schalke 04 im Olympia- Stadion, Berlin. 16: Musik zur Unterhaltung. 18: Der ganzen Welt ein glückliches und gutes neues Jahr!" 18.30: Das Spiel von der Zeit. 19.50: Sportbericht. 20: Bitte woi... ter! Tanzabend. 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sende­bezirk. 22.15: Sportspiegel des Sonntag. 22.30: Wir bitten zum Tanz!" 24 bis 2: Nachtkonzert.

Hlonfag, 4. Januar.

6 Uhr: Choral, Morgenspruch. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.05: Arbeiter, fanget an! Betriebsappell zum Arbeitsbeginn des Jahres 1937. 8.45: Musik zur Frühstückspause. 9.45: Nach­richten. 11: Hausfrau, hör' zu! 11.30: Landfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Schloßkonzert. 13: Nach­richten; anschließend Nachrichten aus dem Sende­bezirk. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Wunschautomat frisch aufgefüllt! 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Kinderfunk. 15.45: Unterhaltungs­konzert. 16.45:Ein auslandsdeutscher Dichter kämpft für sein Volkstum". Eine Würdigung des

siebenbürgifchen Erzählers Erwin Wittstock. 17: Unterhaltungskonzert. 17.30:Zwoa Brettln, a gführiger Schnee..." Mit KdF. in den Schwarz­wald. 18: Musik für alle. 19: Aergern ist Unfug. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Klänge aus der Westmark (1). 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sende­bezirk, Sportbericht. 22.30: Nachtmusik. 24 bis 2: Nachtmusik.

Dienstag, 5. Januar.

6 Uhr: Waldandacht, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werkskonzert. 9.30: Musik am Morgen. 10: Nachrichten. 11: Hausfrau hör zu! 11.30: Landfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittags­konzert. 13: Nachrichten; anschließend Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Nach Tisch gönnt euch ein wenig Rast / Seid bei Frau Musika zu Gast! 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Die deutsche Frau. Maria Theresia Mutter und Kaiserin. 16: Unterhal­tungskonzert. 17.30: Die Kunstschätze im Prado von Madrid. 17.45: Nachtflugpost über Deutsch­land! 18: Konzert. 19: Mädel bei Spiel und Sport seit wann gibt's denn das? Hörfolge. 19.30: Kampf dem Verderb! 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Orchester­konzert. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. Sportbericht. 22.30: Tanz- und Volksmusik. 24 bis 2: Nachtkonzert.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, 3. Januar.

Gießen. Sladlkirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Becker; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde, Pfarrer Becker; 17: Pfarrverwalter Damerau. Mittwoch, 6. Januar. 20: Abendandacht. Johannesklrche. 9.30: Pfarrer Trapp; 11: Kinderkirche für die Jo- hannesgemeinde; 17: Pfarrer Bechtolsheimer. Bibel- desprechstunde am 3. Januar, 20 Uhr, fällt aus. Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Missionar Walther; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Missionar Walther. Pekruskapelle (Wetzlarer Weg 59). 9.30: Pfr. Ausfeld; 10.45: Kinderkirche für die Petrus- gemeinde. Dieseck. 10: Gottesdienst; 11: Kinder­kirche. Steinbach. 10: Gottesdienst. Albach. 12.30: Gottesdienst. Rödgen. 10: Gottesdienst. Annerod. 13: Gottesdienst. Heuchelheim. 10:

Hauptgottesdienst; 11: Kindergottesdienst 1. Abtei­lung; 13: Kindergottesdienst 2. Abteilung. Kirch­berg. 10: Gottesdienst. Lollar. 13.30: Gottes­dienst. Klein-Linden. 10: Gottesdienst; 11.15: Kindergottesdienst. Garbenteich. 10: Gottesdienst. Hausen. 13: Gottesdienst. Wahenborn-Slein- berg. 13: Gottesdienst. Cid). 10: Stiftspfarrer Naumann. Rieder-Bessingen. 10: Stiftsdechant Kahn. Langsdorf. 11: Gottesdienst. Betten­hausen. 9.30: Gottesdienst. Rluschenheim. 11: Gottesdienst. Birklar. 14: Gottesdienst. Mün­zenberg. 11: Gottesdienst. Trals-Münzenberg. 9: Gottesdienst. Dirberg. 10: Gottesdienst. Veitsberg. 13: Gottesdienst.

Evangelische Stadtmission, Löberstr. 14 (Christ­liche Gemeinschaft innerhalb der Landeskirche). Sonntag, 3. Januar. 8.30 Uhr: Morgenandacht; 15: Gemeinschaftsstunde (Mitglieder); 20: Allianz-Ver­

sammlung. Mittwoch, 6. Januar. 20.30: Allianz- Gebetstunde in der Stadtmission. Donnerstag, 7. Januar. 20.30: Allianz-Gebetstunde in der Stadt­mission.

Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirchliche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Sonntag, 3. Ja­nuar. 20.30 Uhr: Evangelisationsstunde. Mittwoch, 6. Januar. 20.30: Bibelstunde. Donnerstag, 7. Ja­nuar. 20.30: Jugendbundstunde.

Baptistengemeinde, Gartenstraße 13. Sonntag, 3. Januar. 11 Uhr: Kindergottesdienst; 16: Predigt.

Die Opferbereitschaft der SA., der SS. und des RSKK. am 2. und 3. Januar soll allen Vorbild sein. Opfert für die 4. Reichsslraßen- fammlung des WHD.

Dienstag, 5. Januar. 20.15: Allianz-Gebetstunde. Freitag, 8. Januar. 20.15: Allianz-Gebetstunde.

Reuapostolische Gemeinden. Händelstt. 1, Eder- straße 13. Sonntag, 3. Januar. 16 Uhr: Gottesdienst.

katholische Gemeinden.

Samstag, 2. Januar.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.

Sonntag, 3. Januar. Sonntag nach Neujahr.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7 Messe, Kommunion der Männer; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Pre­digt; 11.15: Messe mit Predigt; 17.30: Andacht. Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. Hungen. 17.30: Vortrag und Andacht. Laubach. 10: Hoch­amt mit Predigt; 14.30: Christenlehre und Andacht. Cid). 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht. Ridda. 8.15: Hochamt mit Predigt. Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt.

Mittwoch, 6. Januar.

Hungen. 7.30 Uhr: Messe.

Oeffentlicher Sonntagsdienst.

Polizei: Telefon 2751, nur in dringende» Notfällen Telefon 01.

Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Tele­fon 02.

Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.

Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr.

Sanitätstolonne: Telefon 2500.

Aerztlicher Sonntagsdienst.

(Falls behandelnder Arzt nicht zu erreichen.) Aerzte: Dr. Hofmann; Dr. W. Klein. Zahnarzt: Dr. Buchinger.

Apotheke: Engel-Apotheke. *

Autohilfe: Rufnummer 04 beim Postamt Gießen.

Büchertisch.

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Die beiden Verfasser des vor kurzem er schienenen Kommentars zum Reichsnafur. schuhgefeh haben hier auf Grund ihrer lang' jährigen Erfahrungen und ihres weitgehen den Einblicks in das Werden der neuen Na^ lurschutzverordnung, die nun für das ganze Reich gilt, die Verordnung und alle dazu­gehörigen bisher erschienenen Lrgänzungs- bellimnmngen nach juristischen, verwaltungs­technischen, wistenschaftlichen und praktischen Gesichtspunkten ausführlich erläutert und geben damit jedem eine gründliche Aufklärung, der mit dem Natur­schutz, mit der Natur überhaupt, fe­es beruflich oder als Liebhaber und Naturfreund, in Berührung steht. Nicht nur die amtlichen Stellen, nicht nur Wissenschaftler, Lehrende und Lernende, Ticr­und Pflanzenfreunde, nicht nur Erzieher, Richter und Rechtsanwälte müflen über die Fragen des Naturschutzes unterrichtet sein, sondern auch botanische Vereine, Na­turalien- u. Hervarien-Handlungen und Lehrmittelgeschäfte, Präpara­toren, Ausstopfer, Pflanzensamm­ler, Schmuckreisig-Verkäufer, Kran?- Linbereien und die mit der über- rvachung der Märkte beauftrag en Beamten, Feldhüter, Polizeistellen usw. - Bestellungen durch alle Buchhandlungen. Hugo Bermühler Verlag

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Zwillinge

Zwickel

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Zwiebelschneiden

gehört nicht zu den angenehmsten Arbeiten. Ader Sie brauchen heute nicht mehr dabeiweinen", Ihre Augen nicht mehr dem beißenden Ge­ruch aussetzen: der neue praktische Zwiebelschneider hilft dem ab; Sie erhalten ihn in verschiedenen Ausführungen und für wenig Geld bei J. B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146.

Hier abschneidenl

Zwickel, meist rautenförmiger Einsatz im Schritt von Unter­hosen, Badeanzügen usw., um ihn dehnbarer und haltbarer zu machen. Zwickel oder Raupen nennt man auch die aufgestepp­ten dicken Nähte auf Hand­schuhen.

Zwicker, Kneifer, Bezeichnung für Augengläser, die durch eine Klammer auf dem Nasenrücken festgehalten werden.

Zwieback, Zweiback, Weizenmehl­gebäck, das in Scheiben geschnit­ten und geröstet ist. Zwieback ist sehr leicht verdaulich und daher als Brei mit Milch zubereitet, schon für kleine Kinder bekömm­lich. Zwieback, der durch langes Lagern an Schmackhaftigkeit ver­loren hat, läßt sich nochmals auf­rösten oder zu Aufläufen und Süßspeisen verwenden.

Zwiebel, unentbehrliches Küchen­gewürz. a) Winterzwiebel: gelbe und rote Sorten durch Aussaat im März in alt-gediingten. locke­ren Boden ziehen. Nicht zu dicht setzen. Oder vorjährige haselnuß- große Zwiebeln als Steckzwiebel im März stecken. Bei genügender Dicke Laub einknicken und nach völligem Welken die Zwiebel an der Luft trocknen, b) Frühlings­oder Weiße Zwiebeln: durch Saat vorziehen und auspflanzen. Liefern im Frühsommer oen Küchenbedarf; sind nicht so scharf und werden deshalb auch zum Füllen mit Fleisch usw. geschmort als Gemüse genossen, c) Kopf­oder Luftzwiebel, auch Ewige Zwiebel genannt: tragen auf langem Schaft kleine Vrutzwie-

beln. di Schalottenzwiebeln set­zen in der Erde um die Mutler- zwiebel herum Brutzwiebeln an. e) Perlzwiebeln, s. dort.

Zwiebelgeruch wird ebenso ent­fernt wie Knoblauchgeruch.

Zwiebelmuster, blaues Orna­ment auf weißem Porzellan, sehr beliebt bei Kaffeegeschirr. Das Muster geht von der Meißener Porzellanrnanufaktvr aus und ist chinesischen Motiven nachgebil­det.

Zwiegenäht, Bezeichnung für Schuhe, bei denen zum Schutz gegen Nässe ein Lederftreifen zwischen Sohle und Oberleder eingenäht ist.

Zwielicht, gleichzeitige Beleuch­tung durch natürliches und künst­liches Licht ist für die Augen schädlich und soll daher am Ar­beitsplatz sowie beim Lesen ver­mieden werden.

Zwilch, fester Leinenstoff, s. unter Drell.

Zwillinge sind Mehrlingsgebur­ten. Unter etwa 80 Geburten findet eine Zwillingsgeburt statt. Die eineiigen Zwillinge find gleichen Geschlechtes, sehen sich ähnlich wieein Ei dem ande­ren". Die zweieiigen Zwillinge können auch verschiedenes Ge­schlecht haben und müssen sich durchaus nicht ähnlich sehen. Die Zwillinge sind meist kleiner als einzelne Kinder, daher geht die Geburt auch gewöhnlich ziemlich leicht vonstatten. Obwohl Zwil­lingskinder bei der Geburt öfters kleiner und auch leichter find, so sind sie doch gewöhnlich ebenso lebenskräfttg wie die anderen Kinder.