Oie Erntedankfestfeier in Gießen.
Die Feier des Erntedankfestes wird von den vier Gießener Ortsgruppen der Partei am kommenden Sonntagmittag im Cafs Leib gemeinsam begangen. Beginn der Feier um 12.30 Uhr. An der Veranstaltung nehmen Abordnungen sämtlicher Gliederungen der Partei statt; selbstverständlich sind auch alle Volksgenossen zu der Feier eingeladen. Erstmalig werden auch die Werkscharen dabei beteiligt sein. Zahlreiche Fahnen der Partei und ihrer Gliederungen werden dieser Gemein- schaftsfeier ein besonders festliches Gepräge geben.
Zunächst wird der neue Kreisleiter Backhaus von der Kreisleitung Wetterau der NSDAP, zu den Teilnehmern der Gießener Erntedankfestfeier sprechen. Anschließend folgt der Gemeinschafts-
Die Zagd im Oktober.
Nun ist die Zeit da, in der Maler Herbst Feld und Wald noch einmal in die buntesten Farben tauchen läßt, in der das Feld frei wird, in der auch das Jungwild schußbar ist, die Zeit, von der der Dichter und Jäger wünscht: „O könnt es Herbst im ganzen Jahre bleiben, das wär es, was mein Herz begehrt!"
Noch ist im Rotwi ldrevi er die Jagd aus den edlen Hirsch auf ihrem Höhepunkt; denn die Brunft ist im Gange, um gegen Monatsmitte abzuklingen. Dann aber setzt der Abschuß des Kahl- wildes ein, dem in diesem Jahre verstärkte Bedeutung zukommt. Es ist allen Jägern genügend oft klargemacht worden, daß es entgegen einer früheren Abschußgestaltung in diesem Jahre im Interesse unserer Dolksernährung darauf ankommt, daß der Abschuß an Schalenwild unter allen Umständen erfüllt wird. Diese Forderung wird bekanntlich am leichtesten beim männlichen Wilde erfüllt, während von vielen Jägern nicht genügend erkannt wird, daß die Frage genügenden Abschusses von weiblichem Wild zu einer Schicksalsfrage unserer Schalenwildbestände überhaupt werden kann.
In der Tagung der hessischen Kreisjägermeister am 28. September wurde daher noch einmal seitens des Stellvertreters des Landesjägermeisters mit allem Nachdruck betont, daß vor allem der Abschuß an weiblichem Rot-, Damund Muffelwild erfüllt werden muß. Es ist seitens des Landesjägermeisters bewußt darauf verzichtet worden, irgendwelche Richtlinien für den Abschuß dieses Wildes zu geben, da es zunächst einmal darauf ankommt, seine Zahl überhaupt herabzufehen. Es ist dabei mit gleichem Nachdruck festgestellt worden, daß überall da, wo die Jagdausübungsberechtigten ihre pflicht nicht tun, entsprechend der Ermächtigung durch das Reichsjagdgeseh geeignete Personen mit dem Abschuß von Amts wegen betraut werden, für deren Tätigkeit dem Jagdausübungsberechtigten gewisse Unkosten erwachsen.
Es dürste deswegen zweckmäßiger sein, wenn sich der Jäger bemüht, dadurch Herr im eigenen Hause zu bleiben, daß er dem Kcchlwildabschütz die nötige Beachtung schenkt.
Der Damhirsch tritt um die Monatsmitte in die Brunft.
Die Sauen, die seither einen gut gedeckten Tisch hatten, sind feist. Ihrer Jagd muß unablässig die Aufmerksamkeit aller Jäger dort gelten, wo Schwarzwild wechselt. Es entspricht einer klaren Anweisung des Landesjägermeisters, daß mit Rücksicht auf die hohe Landeskultur Schwarzwild in Hessen nicht geduldet werden wird. Daraus erwächst die Verpflichtung zu seiner Bejagung bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Führen auch Pirsch und vor allem Ansitz zur Zeit noch am ersten zum Ziel, so kann auch jetzt schon auf die Treibjagd nicht verzichtet werden, der allerdings die meiste Aussicht auf Erfolg erst im Winter, wenn Schnee liegt, zukommt.
Um einen erhöhten Anreiz zur Dejagung des Schwarzwildes zu geben, die ja mit erheblichen körperlichen Anstrengungen verbunden sein kann, werden in kürze wieder Abschuhprämien in Hessen zur Einführung kommen. Am 15. Oktober endigt die Schußzeit des Reh- b o ck e s, nur noch eine kurze Zeit, um den Ab- schuß zu erfüllen, der noch nicht überall in wünschenswerter Weise getätigt wurde. Dann steht in den meisten unserer Reviere der Abschuß des weiblichen Rehwildes im Vordergrund. Es ist gut, sich dabei das in Erinnerung zu bringen, was vorher über den Abschuß von Kahlwild geschrieben wurde. Dem Wahlabschuß des weiblichen Wildes kommt für die Hebung des Rehstandes hinsichtlich seiner Güte eine verstärkte Bedeutung zu. Die von dem Landesjägermeister gegebenen Richtlinien wollen in
empfang der Feier auf dem Bückeberg mit der Rede des Führers.
Falls der Saal des Caf6 Leib für die Unterbringung der Feierteilnehmer nicht ausreichen sollte, wird eine Parallel -Versammlung im Saale des „Frankfurter Hof" stattfinden, wohin auch der Gemeinschaftsempfang vom Bückeberg übertragen werden wird.
Die Gießener Ortsgruppen als solche werden in diesem Jahre nicht geschlossen zu den Nachbarorten hinausziehen. Jedoch wird den Angehörigen der einzelnen Ortsgruppen empfohlen, sich am Sonntagnachmittag mit ihren Familien zwanglos nach den benachbarten Dörfern zu begeben, um dort gemeinsam mit den Volksgenossen der Landorte das deutsche Erntedankfest zu feiern.
diesem Sinne wirken. In manchen Teilen Hessens, wo das Wild in großen zusammenhängenden und unübersichtlichen Waldgebieten ohne Wiesenschlänken und Feldmarken steht, wird es sich nicht umgehen lassen, auch die Drückjagd (wenige Jäger und noch weniger Treiber) anzuwenden, um den chohen Abschuß zu erfüllen.
Es sei jedoch ausdrücklich befonf, daß der Abschuß von Rehwild gelegentlich von Treibjagden nach der Auffassung des Landesjägermeisters unweidmännifch ist und deswegen untersagt ist. Die Kreisjägermeister sind angewiesen, im Falle der Zuwiderhandlung die nötigen Schritte wegen Verstoßes gegen weidgerechtes Jagen einzuleiten.
Es kann daher auch in diesem Falle des Rehwildabschusses dem Jagdausübungsberechtigten nur der Rat gegeben werden, die günstige Zeit auszunutzen und bald mit dem Abschuß zu beginnen, ihn zahlenmäßig zu erfüllen und dabei im eigensten Interesse eine richtige Auswahl (Schonung des Gesunden, Ausmerze des Schwachen) eintteten zu lassen.
Der Oktober bedeutet auch das Ende der sorglosen Zeit für den Hasen, dessen Jagdzeit beginnt. Das ist nach der Ansicht vieler Jäger reichlich früh. Man trifft gelegentlich der Hühnerjagd noch überall geringe Hasen an; hinzukommt die Gefahr, daß die Jahreszeit noch zu warm ist, um das Wild längere Zeit halten zu können. Daraus sollte der verantwortungsbewußte Jäger den Schluß ziehen und den Hasenabschuß im Oktober auf den Abschuß einzelner Küchenhasen beschränken, um dann später um so wertvolleres Wild auf den Wildmarkt zu liefern.
Das Rebhuhn, nunmehr im allgemeinen voll ausgewachsen, ist in der Mauser. Schöne sonnige Oktobertage lassen dann die Hühner oft noch ausgezeichnet halten, so daß noch ein erfolgreicher Abschuß möglich ist, wo es seither daran fehlte.
Erfreulich lauten die Nachrichten aus allen Revieren, wo man dem Fasan Pflege und Sorge angedeihen ließ. Er scheint in diesem Jahre Mühe und Kosten lohnen zu wollen und damit die Lücke auszufüllen, die der Hühnerbesatz mancherorts aufweist. Vom ersten Oktober an kann der bunte Hahn besagt werden, während die Zunahme des schönen Jagdvogels sicherlich in starkem Maße der freiwilligen Hennenschonung zu verdanken ist. Ziehen wir auch dieses Jahr die Folgerung daraus!
Die Waldschnepfe ist auf dem Zuge nach Süden und kann mit dem Hunde gesucht oder auf dem Striche besagt werden.
Die Enten ziehen ebenfalls. Sie haben die Mauser hinter sich. Die Erpel tragen ihr Prachtkleid und erfreuen dann den Jäger ganz besonders als schmucke Beute.
Grimbart, der Dachs, ist feist, und die beste Zeit, um ihn zu graben, kommt heran. Es ist an dieser Stelle schon wiederholt ausgeführt worden, daß seine Zahl bei uns unbedingt zu hoch erscheint. Wenn er nun bejagt wird, stellt er zugleich auch den größten wirtschaftlichen Wert dar, den er im Laufe des Jahres erreicht.
Der Raubvogelzug ist im Gange. Neben Habicht und Sperber können auch Mäuse- und Rauhfußbussard besagt werden. Zweifellos ist die Zahl der Mauser in manchen Revieren so hoch geworden, daß sie eine gewisse Gefahr für die Niederjagd darstellt, zumol sich unter den Räubern „Spezialisten" ftjr Hühner- und Fasanen- fütterungen herausbilden. Hier einzugreifen, ist dem Jäger nun möglich.
Ueberall in den Städten fallen jetzt die braunen Früchte der Roßkastanie, die von dem Jäger immer gern für sein Wild erworben worden sind. Wenn auch in diesem Jahre die Kastanien für andere Verwendung gesammelt werden, so ist doch ausdrücklich festgestellt, daß der Winterbedarf für das Wild sichergestellt sein muß. Vor allem der Rotwildjäger soll sich die Gelegenheit, ein gern genommenes, hochwertiges Futter bekommen zu können, nicht entgehen lassen. Hubertus.
gaffe; von 15 bis 18 Uhr: Kreuzplatz, Löberstraße, Löwengasse, Lonystraße, Ludwigstraße, Mäusburg, Maigasse, Marktplatz, Marktstraße, Mühlstraße.
Dienstag, 5. Okiober, von 9 bis 12 Uhr: Neuenweg; von 15 bis 18 Uhr: Neustadt, Plock- straße, Rittergasse, Schanzenstraße.
Mittwoch, 6. Oktober, von 9 bis 12 Uhr: Seltersweg; von 15 bis 18 Uhr: Sandgasse, Teufelslustgärtchen, Tiefenweg, Wagengasse, Weidengasse, Wolkengasse.
Heil Hitler!
gez. S ch e l h o r n, Ortsgruppenamtsleiter.
BOM-undIM. llntergau 116,Gießen.
Dienstbefehl!
Betr.: Zielwandern für das Leistungs- abzeichen.
Am Samstag, 2.10., wird um 14.15 Uhr und um 16 Uhr Zielwandern für das BDM.-Leistungs- abzeichen abgenommen. Antreten am Ludwigsplatz.
Die Ringsportwartin von Gießen-Stadt.
Dienflbefehl!
Am Montag, 4.10., kommen alle Schulungsmädel des JM.-Untergaues, die Gruppenführerinnen von 1, 2, 3, 5, 9, 14/116 und die Führerinnen der Gruppen 6, 17, 19/116 um 18 Uhr auf die Dienststelle des Untergaues zu einer Besprechung. Erscheinen ist unbedingte Pflicht!
Heil Hitler!
Die Führerin des JM.-Untergaues 116.
Einzug der Arbeitsdienstrekruten.
Am heutigen Freitag halten etwa 75 Olef inten als erster Ersatz für die bereits ausgeschiedenen Bauernsöhne ihren Einzug in der Reichsarbeitsdienstabteilung 5/222 „Justus von Liebig", Gießen, um ihren Ehrendienst am deutschen Baden zu erfüllen. Der diesmalige Ersatz kommt aus der Kasseler und der Düsseldorfer Gegend. Gerade das Winterhalbjahr wird manche Anforderung an die jungen Menschen stellen, da es nicht immer leicht ist, bei Wind, Regen, Schnee und Eis die schwere Arbeit mit Hacke und Schaufel, zumal sie für die meisten ungewohnt ist, zu vollbringen. Sie werden alle genau so freudig wie ihre Vorgänger chre Leistungen erfüllen, um die vorn Führer gerade für den Arbeitsdienst vorgesehenen Arbeiten durchzuführen, denn es ist bestimmt ein großes Gefühl für den jungen deutschen Menschen, wenn er nach Ableistung seines Arbeitsdienstes wieder in seinen Beruf, oder zur Erfüllung seines Wehrdienstes hinauszieht, und die Gewißheit mitnrmmt, daß auch feine Arbeit mit dazu beigetragen hat, aus Oedland, Sumpf oder Heide wertvolles Ackerland gewonnen zu haben, damit unsere Nachkommen nicht von den Brotkörben anderer Nationen abhängig sind. Nicht allein bei der Arbeit draußen am Boden wird der junge Arbeitsmann den hohen Wert des Arbeitsdienstes erleben, sondern auch zu Hause in seinem Lager, welches ihm für das halbe Jahr zur zweiten Heimat wird. Von diesem Erlebnis im Arbeitsdienst wird er für die Zeit seines ganzen Lebens zchren und ewig ein berauchbares Glied des deutschen Volkes sein.
Ortsgruppenabend der Frauenfchast Gießen-Tlord.
Ein besonders festlicher Anblick bot sich den Mitgliedern der Frauenschaft und des Frauenwerks von Gießen-Nord bei ihrem Ortsgruppenabend am 27. September im Caf6 Leib. In unermüdlicher Arbeit hatten die Amtswalterinnen die für den Patengau Schlesien angefertigten Handarbeiten bei den Mitgliedern gesammelt und auf 10 schön mit Blumen geschmückten Tischen in geschmackvoller Zusammenstellung ausgestellt.
Die Leiterin Frau Stand fuß begrüßte die Frauen nach den Ernteferien und sprach rückschauend über die Eindrücke vom Parteitag der Arbeit. Eingehender berichtete sie über die stolze Leistungsrechenschaft der Reichsfrouenführerin Frau Scholtz-Klink, und verkündete die jetzt einsetzende Werbung für die Jugendgruppen der NS.- Frauenschaft, in denen die Mädchen in fröhlicher Kameradschaft zusammengefaßt, zur Fest- und Feiergestaltung der Frauenschaftsabende mit Musik und Volkstanz herangezogen werden und durch gemeinsame Wanderungen und Ausübung von Sport eine feste Gemeinschaft bilden werden.
Ein Film „Bollwerk im deutschen Osten" und „Land an der Grenze" machte die Frauen bekannt mit dem Patengau Schlesien, für den die Handarbeiten bestimmt waren. Der Abend war sehr gut besucht; es waren 200 Mitglieder anwesend.
F.K *
**. 40jähriges D i e n st j u b i l ä u m. Am heutigen Tage blickt Herr Prokurist Richard H ü n i g auf eine ununterbrochene 40jährige Tätigkeit bei der Firma Tribus L-Sundheim in Gießen zurück. Am 1. Oktober 1897 trat er nach beendeter aktiver Militärdienstzeit als Buchhalter bei diesem Unter- nehmen ein und wurde im Jahre 1920 mit Prokura betraut. Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma sowie die verschiedenen Fachorganisationen werden Herrn Hünig, der sich in unserer Stadt und im weiten Umkreis allseitiger Beliebtheit und Achtung erfreut, in Würdigung seiner Verdienste mancherlei Ehrungen zuteil werden lassen.
** Doppeljubiläum im Hause W. & G. Schuchard. In Anwesenheit des Kreisobmanns der Deutschen Arbeitsfront, Pg. Wagner, fand heute morgen bei der Hutgroßhandelsfirma W. & G. Schuchard (im Seltersweg) ein Betriebsappell statt. Der Appell galt insbesondere der Würdigung der Verdienste treuer Mitarbeiter. Es wurde des Betriebsführers Georg Schuchard gedacht, der feit 25 Jahren Teilhaber der Firma ist. Ferner wurde der Reisende Albert Duchardt geehrt, der seit
ebenfalls 25 Jahren im Dienste der Firma steht. Worte der Dankbarkeit wurden auch dem Reisenden Karl Jäckel gewidmet, der sich nach über 40jäh- riger Tätigkeit im Hause vom geschäftlichen Leben zurückzieht. Der Appell nahm einen würdigen Verlauf.
** M i e t j u b i l ä u m. Am heutigen Tage wohnt Frau Minna I e n b t, Witwe, ununterbrochen feit 30 Jahren im Hause Hitlerwall 27, dessen Besitzer der Schreinermeister Wilhelm Bender ist. Das Mietjubiläum zeugt von bestem gegenseitigem Einvernehmen.
** 50 Jahre Schreinerei. In diesen Tagen kann die Inhaberin der Schreinerei Beil, Wwe. Beil, Kaiserallee 16, auf ein 50jähriges Be
stehen des Geschäftes zurückblicken. Die Firma ist feit Jahrzehnten mit der Herstellung von Schutzgerüsten für Dachdecker und Spengler hervorgetreten, die nach eigener Erfindung gefertigt werden.
** <5 t e r b e f ä 11 e in Gießen. Es verstarben vom 14. bis 30. September in der Stadt Gießen: 14. September: Gottlob Karl Schulze, Versicherungsbeamter i. R., 67 Jahre, Im Gartfelo 8; 15.: Daniel Sand, Schriftsetzer, 65 Jahre, Löwengasse 20; 18.: Marie Weber, geb. Pfeil, ohne Beruf, 63 Jahre, Marktstraße 15; 19.: August Steuernagel, ohne Beruf, 81 Jahre, Wetzlarer Weg 11; 20.: Katharine Arnold, geb. Müller, ohne Beruf, 70 Jahre, Licher Straße 17, Magdalene Ruppenthal, 1 Monat, Frankfurter Straße 140; 21.: Ger
trud Weyl, geb. Eichenauer, 45 Jahre, Liebig- straße 32, Heinrich Klein, Händler, 71 Jahre, An der Kläranlage 4; 22.: Philippine Luft, geb. Lich, ohne Beruf, 80 Jahre, Am Riegelpfad 24, Johannes Günther, Obertelegraphensekretär i. R. 73 Jahre, Cderstraße 21; 24.: Karl Kolbe, Kirchendiener, 64 Jahre, Bleichstraße 42, Ludwig Wolf, Reichsbahnwagenmeister i. R., 76 Jahre, Bahnhofstraße 66; 26.: Elise Schmitt, geb. Rieffel, ohne Beruf, 73 Jahre, Alicenstraße 36; 29.: Marie Christine Rinn, geb. Ulm, ohne Berus, 49 Jahre, Kirchenplatz 3.
LPD. Wer von der Steuer kommt, muß sich ausweisen. Jeder im Außendienst tätige Steuerbeamte ist im Besitz eines amtlichen, mit Lichtbild versehenen Personalausweises, den er unaufgefordert den Volksgenossen, die er amtlich besuchen muß, vorzuzeigen hat. Die Steueroollzugs- beamten haben sich außerdem noch mit dem Vollstreckungsauftrag auszuweisen. Wer in steuerlichen Angelegenheiten aufgesucht wird, dem wird empfohlen, sich stets den Ausweis zur Einsichtnahme oorzeigen zu lassen, damit er Gewißheit darüber erhält, daß er nicht einem falschen „Steuerbeamten" in die Hände fällt, wie dies in letzter Zeit sehr häufig zum Schaden einzelner Volksgenossen vorgekommen ist.
** Motorradunfall. Am Mittwochabend ereignete sich in der Rodheimer Straße ein Motorradunfall. Der Händler Hermann Röder und sein Bruder, Kläranlage 92, gerieten, als sie einem Leiterwagen ausweichen wollten, neben die Straße auf weiches Erdreich. Beide Fahrer stürzten und erlitten Verletzungen an Kopf und Händen; beide mußten durch die Sanitätskolonne vom Deutschen Roten Kreuz in die Chirurgische Klinik gebracht werden.
Aus der engeren Heimat.
Wechsel auf dem Lauterbacher Kreisdirektorposten.
* Lauterbach, 1. Oft. Kreisleiter und Kreisdirektor Z ü r tz, der bisher das Kreisamt Lauterbach leitete, ist vom 1. Oktober ab aus dem Amte des Kreisdirektors ausgeschieden, um künftig seine ganze Kraft dem Amt des Kreisleiters des neuen Großkreises Alsfeld-Lauterbach der NSDAP, zu widmen. Mit Wirkung vom 1. Oktober 1937 ab ist der Regierungsrat B o n - Hard von Worms mit der kommissarischen Wahrnehmung der Dienstgeschäfte des Kreisdirektors des Kreises Lauterbach beauftragt worden.
Neuer Landrat des Kreises Biedenkopf.
LPD. Biedenkopf, 29. Sept. Mit der land- rötlichen Verwaltung des Kreises Biedenkopf, der seit der Berufung von Landrat Dr. P ö n i s ch im Frühjahr dieses Jahres an die Regierung in Breslau kommissarisch, zuletzt von Regierungsassessor Becker, verwaltet wurde, ist durch Erlaß des Reichs- und preußischen Ministers des Innern Landrat Dr. Burghof aus Baumholder beauftragt worden.
Unfälle auf dem Londe.
Der 37jährige Schreiner August Römer aus Bersrod kam beim Obstpflücken zu Schaden. Er stürzte, da die Leiter brach, ab und erlitt Prellungen an den Seinen. Da Verdacht auf innere Verletzungen bestand, wurde er zu ärztlicher Behandlung nach Gießen gebracht. — Das sechsjährige Töchterchen des Metzgermeisters Behrmann aus Ulrichstein erlitt einen Unterschenkelbruch. — Der 19 Jahre alte Landwirt Walter H o r st aus Quetfborn zog sich bei einem Sturz eine schwere Knieverletzung zu. Sämtliche Verunglückte wurden in die Chirurgische Klinik nach Gießen eingeliefert.
Landkreis Gießen.
T Lollar, 30. Sept. Gestern abend sand in der „Linde^ eine öffentliche Kundgebung derNSDAP. statt, die einen starken Besuch aufzuweisen hatte. Nach der Eröffnung der Kundgebung durch den Vertreter der Kreisleitung Wetterau, Pg. Holländer, sprach der Reichs- und Stoßtruppredner Pg. H o l z k ä m p e r. In seiner oft humorvollen Art wußte er die Zuhörer zu fesseln.
8. Lang-Göns, 1. Oft. Die zweite 23erftei- gerung des Gemeindeobstes in den letzten Tagen des Septembers, bei der die Wintersorten und Kelterbirnen verfauft wurden, erbrachte wiederum eine schöne Summe. Aus beiden Versteigerungen fonnte die Gemeinde über 1100 RM. lösen. Das ist eine Summe, die noch nie bei einer Obstversteigerung erzielt wurde, trotzdem es heuer nur eine fnappe Mittelernte gab. Die Liebhaber von guten Sorten tarnen bei der Versteigerung des Obstes auf den Provinzial st raßen noch zu billigen Aepfeln. Die Bäume hatten verhältnismäßig wenig Früchte angesetzt, dafür waren sie gut ausgebildet. Es kam vor, daß einzelne Steigerer auf 10 bis 20 Bäumen für 2 bis 4 RM. einen Zentner erstklassiges Tafelobst ernteten. Zur Zeit werden die Obstbaumbesitzer aufgefordert, bis zum 5. Oktober Klebgürtel zur Abwehr des Frostspanners anzubringen. Die Bäume von denjenigen, die dieser Aufforderung nicht nachkommen, werden auf ihre Kosten mit Klebgürteln versehen. — Die Kartoffelernte macht bei günstigem Wetter sehr gute Fortschritte. Zur Aushilfe der Bauern sind zur Zeit etwa 50 2Ir6eitsbien ft männer hier stationiert, bie wacker mithelfen. Die Aussaat bes Winterroggens hat begonnen.
Kreis Hriedberg.
— Butzbach, 29. Sept. Gestern nachmittag ereignete sich auf der verkehrsreichen Weiseler Straße ein Unglücks fall, der beinahe ein Menschenleben gefordert hätte. Eine Frau hatte mit dem Kinderwagen die Straße überquert und lief nun
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