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Wie sieht es in der Wirtschaft aus

Am 1. Oktober 1927 wurde die Reichsan st alt für Arbeitsvermittlung und Arbeits­losenversicherung ins Leben gerufen. Zehn Inhre sind zwar keine lange Zeit, dennoch lohnt es sich, einen kurzen Blick auf das bisherige Dasein dieser sozialen Einrichtung zu werfen. "Wir ihr Name besagt, sollte sie in erster Linie Arbeit vermitteln und dann erst Unterstützungoer­pflichtungen erfüllen. Aber mit der Arbeitsvermitt­lung war es schlecht bestellt, fehlte doch jeder ins Gewicht fallende Aufbauwille, also damit auch die beste Gegenwirkung gegen die hereinbrechende Ka­tastrophe der Arbeitslosigkeit Statt Arbeitsplätze ßu beschaffen mußte die Versicherungsanstalt den in immer größerer Zahl erwerbslos werdenden Volks­genossen Unter st ützungen auszahlen. Nun war es bis 1927 so, daß das Unterstützungswesen in den Ländern und Gemeinden keineswegs ein­heitlich gehandhabt wurde. Die sich mehrenden finanziellen Lasten führten zu der Erkenntnis, daß es zweckmäßiger sei, das Unterstützungswesen auf eine neue einheitliche Grundlage zu stellen und die Unterstützung selbst von der Erfüllung bestimmter Beitragslei st ungen abhängig zu machen. So entstand die Arbeitslosenversicherung, die sich unter normalen Verhältnissen selbst getragen hätte. Doch die steigende Erwerbslosigkeit machte einmal von Zeit zu Zeit Reichszuschüsse erforderlich und zum andern eine fortlaufende Steigerung der Bei­tragssätze. Auf diese Weise konnte die Reichsanstalt auf keinen grünen Zweig kommen. Erst mit der Machtübernahme durch den Führer trat ein Um­schwung ein. Die Zahl der Arbeitslosen ebbte rasch ab, dafür füllten sich die Kassen der Versicherung wieder, so daß sie nun sich auch auf ihre eigentliche Pflicht, die Arbeitsvermittlung umschalten konnte. Hier hat sie Aufgaben zu erfüllen, die angesichts der ständigen Verknappung an Arbeitskräften mancherlei Kopfschmerzen verursachen. Aber um wieviel angenehmer sind dieseSchmerzen" gegen­über dem einstigen Zustand! Werfen wir noch einen Blick auf die finanzielle Seite der letzten zehn Jahre. Rund 16,7 Milliarden Reichsmark wurden vereinnahmt, rund 16,5 Milliarden verausgabt. Don den 16,5 Milliarden entfallen etroa 12 Milliar­den auf die Zeit vor 1933, und zwar ausschließlich für Unterstützungszwecke. Allein dieser Posten zeigt, welche Werte dem deutschen Volke verloren gegan­gen sind, weil die Willensstärke Aufbaukraft fehlte. Zwölf Milliarden Mark als Löhne ausbezahlt hät­ten Glück und Freude ausgelöst und ungeheure volkswirtschaftliche Werte geschaffen. So müssen wir jetzt nachholen, was damals versäumt wurde und zur Bildung unübersehbarer Armeen von Erwerbslosen führte.

Die industrielle Arbeit hat sich nach Ueberwin- duny der Sommerflaute im August wieder auf allen Gebieten gehoben. Nach der Jndustrieberichterstat- tung des Statistischen Reichsamtes Hut die Zahl der beschäftigten Arbeiter von 110,2 im 3uli auf 110,8 im August zugenommen. Das Ar- beitsvolumen, d. h. die Summe der geleisteten Ar­beiterstunden, hat sich von 108,9 im Juli auf 110,6 im August erhöht. Die durchschnittliche tägliche Ar­beitszeit ist von 7,43 abf 7,51 Stunden gestiegen. Nach vorläufigen Berechnungen hat die Zahl der beschäftigten Industriearbeiter von 7,00 auf fast 7,05 Millionen, also um beinahe 40 000, zugenommen. Die Arbeitergefolgschaften sind im August sowohl in den Produktionsgüterindustrien als auch in den Derbrauchsgüterindustrien erhöht worden. Die Summe der geleisteten Arbeiterstunden ist von 1250 auf 1271 Millionen gestiegen. Der inustrielle Auf­trieb ist im August überwiegend von den Ver­brauchsgüterindustrien geführt worden. Hier haben nach der sommerlichen Atempause die Vorbereitungen für das Herbstgeschäft begonnen. So hat in fast allen Zweigen der Textilin­dustrie die Beschäftigung bei gleichbleibender Ar­beiterzahl wieder zugenommen. Ebenso haben sich die meisten Zweige der Bekleidungsin­dustrie im August weiter entfalten können. Mit geringen Ausnahmen hat auch die Hausrat- rndustrie ihre Tätigkeit unter dem Einfluß der Vorbereitungen für das Herbst- und Weihnachts­geschäft steigern können. Dabei haben die meisten 3meine ebenfalls nach vorheriger saisonmäßiger Einschränkung das Arbeitsvolumen im Auaust erst­mals wieder ausgedehnt. In der Rundfunk- industrie hat sich der Aufstieg mit der gleichen Kraft fortgesetzt. Auch die Nahrungs- und Genußmittelindustrien haben ihre Be­schäftigung weiter erhöht. Am stärksten war die Belebung in der Fischindustrie.

Auch nach dem Bericht der Arbeits am­te r ist eine ähnliche Entwicklung festzustellen. Die Inanspruchnahme zeigte für die Bewegung des Arbeitseinsatzes die typischen Merkmale des som­merlichen Höchststandes der Beschäftigung. Die Zahl der Zu- und Abgänge an Arbeitsgesuchen war ver­hältnismäßig gering und betrug nur 1,07 Millio­nen. Im August des Vorjahres war die Zahl der Beschäftigten um 1,3 Millionen niedriger, die Zahl der Zu- und Abgänge lag dagegen mit 1,3 Millio­nen höher als in diesem Jayre. Der Zugang an offenen Stellen hielt sich im August mit rund 818 000 etwa auf der gleichen Höhe wie im Juli. Trotz der vorgerückten Jahreszeit blieb die 23 er- mittlungstätigkeit noch recht rege. Die Zahl der erzielten Vermittlungen war mit 696 000 nur um 20 000 geringer als im Vormonat. Ins­gesamt haben die Arbeitsämter im August bei der Unterbringung von etwa 774 000 Arbeitssuchenden mitgewirkt.

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Der Monat August hat einen Ausfuhrüber- fch u ß von 59 Millionen erbracht, und damit scheint die sommerliche Flaute der deutschen Außenwirt- sckast überwunden zu sein. War die Einfuhr schon vom Juni zum Juli, wenn auch nur wenig, zurückgegangen, so hat sie sich vom Juli zum August abermals, und diesmal etwas mehr, ver­ringert. Genau umgekehrt liegen die Verhältnisse bei der Ausfuhr, die bereits zur Halbjahres­wende die stetige Aufwärtsentwicklung fortgesetzt hatte, und nunmehr im Auaust mit 541 Millionen einen neuen Höhepunkt erreicht hat. Für die aber­malige Verminderung der Importe ist vor allem ein weiterer Rückgang der Lebensmittel­einfuhr maßgeblich, und darin kommt nichts anderes zum Ausdruck als die Tatsache, daß die heimische Ernte inzwischen der deutschen Dersor- aungslage zugute gekommen ist und die hilfsweisen Importe, vor allem an Getreide, in den letzten Monaten des Erntewirtschaftsjahres entbehrlich ge­worden sind. Auf der Ausfuhrseite ist die Aufbesse­rung diesmal weniger bei den Fertigwaren zu suchen, die nur ein Mehr von 2 Millionen Mark ober noch nicht einmal 0,5 v. H erreichten: hier schlägt vielmehr eine Erhöhung der Ausfuhr an R o h st o f f e n zugut, die knapp 10 Millionen oder

Oie-euischenArbeiiervonderpariserWeliaussteNung beim Führer zu Gast.

Berlin, 30. <5ept. (DNB.) Mehr als taufend deutscher Arbeiter, Werkmeister und Betriebsführer, die in Paris beim Bau des Deutschen Haus es auf der Weltausstellung mit­gewirkt haben, waren Gäste des Führers zu einem Mittagessen im Festsaal bei Kroll. Als der Füh­rer den Saal betrat, grüßten ihn die Arbeiter mit erhobener Rechten. Mit dem Führer kamen Reichs­minister Dr. Goebbels und der Reichsorganisa­tionsleiter Dr. Ley, sowie Architekt Professor Speer, und der Reichskommissar für die Welt­ausstellung, Ministerialdirektor Dr. R u p p e l. Reichsminister Dr. Goebbels begrüßte den Führer im Kreise der Arbeiter mit folgenden Worten:

Mein Führer! Es sind hier vor Ihnen tausend deutsche Arbeiter versammelt, die mit einem bei­spielhaften Fleiß und einer beispielhaften Disziplin das deutsche Gebäude auf der Pariser Weltausstel­lung aufgebaut haben. Sie haben damit dem gan­zen deutschen Volk ein leuchtendes Bei­spiel deutschen Arbeitseifers gegeben. Es ist Ihr Wunsch gewesen, mein Führer, daß die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" diesen Ar­beitern zum Dank und zur Belohnung eine Er­holungsreise vermitteln sollte, die sie nun ab­geschlossen haben. Diese Arbeiter haben zum gro­ßen Teile die erhebenden Tage des Mussolini - Besuches mitgemacht und sie erleben nun die schönste Stunde ihrer Reise, da Sie, mein Führer mitten im Kreise dieser Arbeiter erschienen sind, um zu ihnen zu sprechen."

Von langanhaltenden Heilrufen begrüßt, hielt der Führer eine herzlich gehaltene Ansprache an die Arbeiter. Er sprach ihnen den Dank aus für ihre vorbildliche Gemeinschaftsleistung, die sie im Aus-

Unser Bild zeigt den Führer, Reichsminister Dr. Goebbels und Reichsorganisationsleiter Dr. Ley während der eindrucksvollen Mittagsstunde bei Kroll. (Scherl-Bilderdienft-M.)

lande vollbrachten, und für den Fleiß und die Sorgfalt, mit der sie den großen Entwurf des Bau­meisters Professor Speer in so vollendeter Weise verwirklichten. Die stürmischen Kundgebungen, mit denen die begeisterten Arbeiter die Worte des Füh­rers begleiteten, und ihre donnernden Heilrufe nach Schluß der Ansprache zeigten, daß der Führer

ihnen aus dem Herzen gesprochen hatte, und dankbaren Herzens grüßten sie den Füh« rer immer wieder, bis er den Saal verlassen hatte. Die Arbeiter blieben sodann noch lange Zeit zum Mittagessen und freudigen Austausch ihrer vielen Erlebnisse zusammen.

Eine Festpostkarte für -en Erntedanktag

Voraussetzunae st u n g s f ä h i g e B

e n genügend waren, daß l e i

Fritz

gedacht. Sie hat volkswirtschaftlich Vollbeschäftigung Rohstoffknappheit außergewöhnliche

ihren Zweck erfüllt. Es würde verfehlt sein, sie in der Zeit der der Maschinenindustrie und der bestehen zu lassen. Auch der Finanzbedarf des Reiches gebie­

tet, daß die Möglichkeit der Erzielung steuerlicher Ersparnisse beseitigt wird. Die Vorschrift des § 6 Ziffer 1 Satz 4 EStG, wird bereits für das Wirt­schaftsjahr 1937 auf gehoben werden.

11 v. H. mehr erbrachten. Es handelt sich dabei vor allem um Steinkohle: Dieser reichlich vor­handene deutsche Rohstoff erzielte im Durchschnitt der ersten acht Monate des Jahres einen monat­lichen Auslandsabsatz von 35 Millionen Mark, im August allein aber mehr als 42 Millionen Mark. Aehnlich liegt es bei Kalirohsalzen.

ft ungefügige Bahnlinien mit sechs Ein- und Ausladebahnhösen für Hunderttausende von Fahrgästen vorhanden waren, daß wich­tige und ausreichende Straßen für b e n mo­to r i f t e r t e n Verkehr in der Nähe vorbei­führten. Das Vorhandensein und Zusammentreffen all dieser Voraussetzungen war entscheidend. Der Bückeberg wurde eine Fest stä11e des ge­samten deutschen Volkes. Heute, wo zum fünften Male Hunderttausende aus allen Gauen des

an Steueraufkommen erzielen können. All unser Sinnen und all unsere Maßnahmen laufen auf eine restlose Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichmäßigkeit der Besteuerung hinaus. Solche Maßnahmen durchzuführen, ist für die Reichsfinanzverwaltung zwar wesentlich schwie­riger und arbeitsreicher als die bequeme Maßnahme der allgemeinen Steuererhöhung. Wir glauben jedoch, daß die Steuerpflichtigen für eine fortge­setzte Verfeinerung der Veranlagungs- und Er­hebungstechnik und für einen Ausbau der Be­triebsprüfung mehr Verständnis haben wer­den als für allgemeine Steuererhöhungen. Die Be­triebsprüfung ist nicht da, um gegen verdächtige Personen eingesetzt zu werden, sondern um in Zwei­felsfragen zu klären und Meinungsverschiedenheiten zu beseitigen. Das Verhältnis zwischen Finanzbe­hörde und Steuerpflichtigen muß ein solches gegen­seitigen Vertrauens werden.

Staatssekretär Reinhardt wies auch mit beson­derem Nachdruck auf die unbedingte Notwendigkeit, das S t e u e r g e h e i m n i s zu wahren, hin, und kündigte eine23efeitigung der Bewertungsfrei­heit für kurzlebige Wirtschastsgüter des Anlagever­mögens an. Diese Vorschrift war als Maßnahme im Kampf um die Verminderung der Arbeitslosigkeit

imin, UHU ytiuut utsyuiü muajie ich im Jahre 1933 an höchster Stelle den Vor­schlag, den durch Gesetz zum nationalen Feiertag erhobenen Erntedanktag alljährlich am Bücke - b er g zu feiern. Kein anderer Platz erschien mir geeigneter als dieser. Hier war ein Berghang, groß genug zu einer machtvollen Kundgebung, hier bot sich dem Besucher ein Blick in eine herr­liche Landschaft Am Fuße des Berges ent­lang zieht sich das leuchtende Band der' Weser, ringsum bis zu den die Sicht begrenzenden Ge­birgen fruchtbarstes Ackerland, freundliche Dörfer,

In der Kampfzeit bin ich durch meine Partei- tätigfeit in fast allen Gauen Deutschlands herum­gekommen. Ich kann wohl sagen, daß ich sowohl

besiedelt mit einem Menschenschlag gesündesten nie­dersächsischen Bauerntums. Das Studium alter Quellen bestätigte das jahrtausend alte Geschehen entscheidender deutscher Geschichte in dieser Gegend. Schließlich fand sich, daß auch die technischen

ihre Glückwünsche dar. Stellvertretender Gauleiter Siekmeier sprach dem Gauleiter den Dank für feine Führung aus. Das Vertrauen zum Gauleiter solle durch die Gründung einerFritz-Sauckel- Stiftung Leistung der Schaffenden" zum Ausdruck kommen. 2Beit über 2000 Betriebe Thüringens werden monatlich soweit das möglid) ist eine Heber stunde leisten. Damit sollen Maßnahmen durchgeführt werden, die allein

Reiches hier zusammenkommen werden, ist der Bückeberg dem deutschen Volke schon mehr als ein Begriff geworden Hier ist dem neuen Deutschland eine Stätte der Tradition entstanden, von der Jahr für Jahr neue Kraft- ströme sich in das Volk ergießen, an der in späteren

Warum Bückeberg?

VonMmisterialrai Gutterer, Leiter desOrgani. wtionsstabes für das Erntedankfest

Aus Anlaß des Erntedankfestes gibt die Reichspost diese Festpostkarte heraus, die als Wert- stempel die 6-Pf.-Marke mit dem Bilde des Führers und auf der linken Hälfte die Abbildung einer Bauerngruppe mit Erntekranz trägt. Die Postkarte wird am 1. Oktober in allen Post- anstalten für 26 Pf. abgegeben. Der Unterschiedsbetrag fließt dem Kulturfonds des F ü h r e r s zu. (Scherl-Bilderdienft-M.)

den Schaffenden wieder zugute kommen. Gauleiter Sauckel dankte für die Ehrung und erklärte, er wolle dieses Geschenk der Thüringer Arbeiter dem Führer zur Verfügung stellen mit der Bitte, bei der Verteilung der Spenden auch Thüringen zu berücksichtigen. An einer der schönsten Stellen des Thüringer Landes soll ein modernes und schönes A r b e i t er e r h o l u n g s - und Ferienheim entstehen, und mit dem Bau eines modernen Müt­ter-Erholungs-, Schulungs- und Ent­bindungsheims solle der deutschen Mutter ein Denkmal gesetzt werden.

Keine Gieuererhöhungen.

Staatssekretär Reinhardt spricht zu Betriebsprüfern der Reichs­finanzverwaltung.

Berlin, 30. Sept. (DNB.) Staatssekretär Reinhardt hat auf einer fachwissenschaftlichen Tagung der Betriebsprüfer der Reichsfinanzver­waltung in München zur Fraae allgemeiner Steuererhöhungen gesprochen und dabei u. a. ausgeführt: Es wird seit einiger Zeit oiel geredet und geschrieben von Steuererhöhungen, es werden in einer Wirtschaftszeitschrift Steuerer­höhungen geradezu gefordert. Ich kann dazu nur sagen, wir befassen uns im Reichsfinanzministerium nicht mit der Frage allgemeiner Steuererhöhun­gen, sondern wir sinnen einzig und allein unent­wegt, wie wir die Leistungsfähigkeit der Reichsfinanzverwaltung steigern und grundsätzlich im Rahmen der bestehenden Steuergesetze ein weiteres bedeutendes Mehr

Eine Frih-Sauckel-Stistung der Schaffenden.

Weimar, 30. Sept. (DNB.) Zu Ehren _ . z. __u ____

Sauckels, der nun zehn Jahre Thüringens!Städte als Landschaften fast' im ganzendeutschen Gauleiter ist, hatten die Einwohner Weimars Vaterlande gut kenne, und gerade deshalb machte ihre Häuser mit Fahnen geschmückt, und die alten,no° '" 'r' ~

Kampfgefährten brachten ihm in der Weimar-Halle

Auch die A u t o m o b i l a u s f u h r hat sich wei­ter günstig entwickelt. Nach den amtlichen Angaben wurden im Juli 7382 Kraftwagen ins Ausland ver­kauft gegen 7734 im Vormonat, 3910 im Juli des Vorjahres, 2879 im Juli 1935 und nur 1319 im Juli 1934. Damit stellt sich die deutsche Kraftwagen- aussuhr in den ersten sieben Monaten des laufen­den Jahres auf 40 758 Wagen im Werte von 67,6 Millionen Mark. Die entsprechenden Zahlen für die gleiche Zeit in den Vorjahren lauten 1936: 22 094 Wagen im Werte von 41,3 Millionen Mark, 1935: 13 431 im Werte von 25,3 Millionen Mark, 1934: 8243 im Werte von 17,4 Millionen Mark. Bei weiterhin günstiger Entwicklung wird die Auto­mobilausfuhr Deutschlands im laufenden Jahre größer sein als die gesamte deutsche Automobil­erzeugung des Krisenjahres 1932, die sich insgesamt auf nur 51 600 Wagen belief. Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll, welchen steilen Weg aufwärts die deutsche Motorisierung genommen hat und welche belebenden Wirkungen auf die gesamte Wirtschaft gerade von der Kraftfahrzeugindustrie ausgehen. Die Steigerung der Automobilausfuhr zeigt aber noch weiter, daß sich auch in diesem Wirtschaftszweig die deutsche Qualitätsarbeit eindeutig durch- gesetzt hat. Diese Erfolge sind um so anerkennens­werter, als seit einem Jahre mit ein großer Markt für deutsche Kraftwagen, Spanien, durch die Bür- gerkriegswirren der deutschen Ausfuhr weitgehend verschlossen ist.

Im Herbst pflegen nach Beendigung der som­merlichen Urlaubszeit die internationalen Eisen- verhandlungen regelmäßig wieder aufzu­leben. Die deutsche Ausfuhr von Eisen und Eisen- halbwaren wird weitgehend von der Ordnung auf den internationalen Märkten bestimmt, die wieder­um von dem einwandfreien Funktionieren der internationalen Eisenverbände abhängt. So tagte bereits in Paris der Verbändeausschuß der Inter­nationalen Rohstahl-Exportgemeinschaft. In dieser Sitzung beschäftigte man sich mit der Frage der von England beantragten neuen Zusatz­kontingente für die Einfuhr nach England. Die nächste Sitzung wird am 12. Oktober in Warschau stattfinden. Der Internationale Feinblechver­band tagte in Brüssel, um laufende Markt- und Preisfragen zu erörtern. Die der internationalen Röhrenpreiskonvention angehörenden Ländergruppen werden nach mehrmonatiger Ferien­pause ihre Besprechungen demnächst wieder aufneh­men. Vom 30. September bis 4. Oktober findet in Duisburg die zweite Reichstaqung der Reichs­betriebsgemeinschaft VIEisen und Metall" statt, unter dem LeitgedankenLei­stungskampf Vierjahresplan". Verbunden mit der Tagung ist die AusstellungVier Jahre Reichsbe­rufswettkampf vier Jahre Leistungssteigerung." In der deutschen Eisen- und Metallindustrie sind 2V- Millionen Menschen tätig. Zählt man vom Handwerk noch Vz Million hinzu, die mit Eisen und Metall zu tun haben, so können wir mit rund 3 Millionen Menschen rechnen, also mit einem Sechstel aller Schaffenden in Deutsch­land. Die deutsche Eisen- und Metallwirtschaft stellt den Schwerpunkt der deutschen Industrie dar. In­folgedessen beanspruchen alle Ereignisse und Maß­nahmen, die mit ihr im Zusammenhang stehen, die Aufmerksamkeit der Oeffentlichkeit im besonderen Maße.

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