Nur Frankfurt: Gaunachrichtcn. 11.50: Landfunk. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten — Offene Stellen. Nachrichten aus dem Sendebczirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Schallplattenpremiere! Neues im April. 15: Volk und Wirtschaft. Allerlei Neuigkeiten. Zeitangabe, Wirt- fchaftsmeldungen. 15.15: Wir bemerken dazu ...! Freizeitlager. 15.30: Frisch auf, singt all' ihr Mu- sici! Betzdorfer BDM.-Mädel fingen und spielen. 16: Froher Funk für alt und jung. 18: Sportschau. 18.30: Militärkonzert. 19.30: Der Zeitfunk bringt die Wochenschau. 19.55: Ruf der Jugend! 20: Nachrichten. 20.10: Im Wiener Wurstelprater. Ein heiterer Abend. 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.15: Sportbericht: Bericht vom Gau-Hallenhandball-Turnier in Frankfurt am Main. 22.30: Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtsendung: Tag und Nacht vergnügt sein!
Kunst und Wissenschaft.
Chirurgentagung in Berlin.
In Berlin begann die 61. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Professor Dr. Stich (Göttingen) eröffnete die Tagung mit einer Begrüßung der Gäste des In- und Auslandes. Der Vierjahresplan gebe dem deutschen Chirurgen Möglichkeiten zu einer täglichen aktiven Mitarbeit. Die deutsche Chirurgie trete dafür ein, daß internationale Monopole und Kartelle bei ihrer Machtprobe dem deutschen Volke gegenüber versagen. Eines der ungelösten Probleme stelle auch heute noch die Krebskrankheit dar. Die deutsche Chirurgie helfe mit an den erbbiologischen Tagesfragen des Staates. Das große Ziel bleibe das Volk. Die ersten Verhandlungen standen im Zeichen der Hirn- und Nervenchirurgie. Professor Schön- bauer (Wien) nahm zur Vorbereitung von Hirnoperationen Stellung. Professor T ö n n i s (Würzburg) sprach zuv Behandlung der Schädigung der Hirngefäße. Im Auftrage der Neichsregierung sprach Ministerialdirektor-- Dr. Gütt. Die deutsche Chirurgie habe das Vertrauen des deutschen Volkes nie verloren. Professor Bauer (Breslau) hielt das
Hauptreferat über „Fortschritte der experimentellen Krebsforschung". Er legte dar, daß nur das Experiment an die Ursache des Krebses heranführen kann, und zeigte vier Möglichkeiten zur experimentellen Krebsforschung auf. Die weiteren Vorträge galten ebenfalls dem Krebsproblem. Es sprachen Professor Sauerbruch und K n a a ck über Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit.
hessische Landesmusikschule in Darmstadt.
Aus Grund eines Erlasses des Reichserziehungsministers hat der Reichsstatthalter in Hessen, Landesregierung, der bisherigen städtischen Akademie für Tonkunst in Darmstadt die Bezeichnung „Hessische L a n d e s m u s i k s ch u l e D a r m st a d t" verliehen. Die Hessische Landesmusikschule besteht aus der fachlichen Vorschule und der Fachschule für Berufsausbildung, denen nach wie vor die Musikschule und das Musiklehrerseminar angeschlossen sind. Ein wesentlicher Fortschritt ist der Ausbau der an der Akademie vorhandenen Opernschule zur Theaterschule. Als Lehrer wurden bewährte Kräfte des Hessischen Landestheaters verpflichtet. Die Oberaufsicht über die Theaterschule, die sich aus je einer Abteilung für Opern, Schauspiel und Opernchorgesang zusammensetzt, hat der Generalintendant des Landestheaters Franz Everth übernommen. Die Gesamtleitung liegt in den Händen des Direktors der Landesmusikschule, des Komponisten Bernd Zeh. Das neue Semester beginnt am 15. April.
Deulschlandreise der ungarischen Philharmoniker unter Professor von Donahnyi.
Der ungarische Dirigent und Komponist Prof von Donahnyi unternimmt in diesen Tagen mit dem königlich-ungarischen philharmonischen Orchester eine Konzertreise durch Deutschland.« Prof, von Donahnyi, der im 60. Lebensjahre steht, ist die führende Persönlichkeit des ungarischen Musiklebens. Sein großes musikalisches Können als Dirigent, als weltbekannter Pianist und Komponist, sein hinreißendes Temperament und seine gewinnende Liebenswürdigkeit haben ihm eine unangefochtene Stellung im ungarischen Kulturleben geschaffen. Von 1905 bis 1915 wirkte er als ordentlicher Professor an der Berliner Hochschule für Mu
sik und stand in persönlicher Zusammenarbeit und Freundschaft mit Brahms, Hans Richter, von Schuch. Prof, von Donahnyi gilt als einer der besten Interpreten von Beethoven. Dennoch trägt die Kunst Donahnyis ausgesprochen national-ungarischen Charakter. Das 72 Mann starke philharmonische Orchester, mit dem Donahnyi die Konzertreise durch Deutschland unternimmt, konnte vor kurzem sein 85jähriges Bestehen feiern. Unter der Stabführung Donahnyis hat dieses Orchester internationalen Ruf gewonnen. Die Konzertreise, so erklärte Donahnyi, sei Ausdruck der engen kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Ungarn.
Furtwängler gastiert in der nächsten Spielzeit an der Wiener Staatsoper.
Zwischen Generalmusikdirektor Dr. F u r t w ä n g- l e r und der Leitung der Wiener Staatsoper geführte Verhandlungen haben zu dem Ergebnis geführt, daß der Künstler in der nächsten Spielzeit einige Male in Wien am Dirigentenpult erscheinen wird.
Italienische Auszeichnung für einen Frankfurter Wusikschriftsteller.
Der König von Italien hat den Musikschriftsteller Dr. Karl Holl in Frankfurt in Anerkennung seiner Beiträge zur Jahrhundertfeier des Komponisten Wellini zum Ritter des Ordens der Krone von Italien ernannt.
Büchertisch.
— E. G. Kolbenheyer: Wie wurde der deutsche Roman Dichtung? Eine Rede. 16 Seiten. Broschiert 50 Pf. Verlag Albert Sangern Georg Müller, München, 1937. — (37) — Kolben- Heyer gibt hier eine Deutung der künstlerischen Entwicklung des deutschen Romans im Zeitraum des letzten Jahrhunderts. Er verfolgt das Ringen um die neue Kunst des Romans und seine eigene Gesetzmäßigkeit und erkennt als bleibenden Gewinn des literarischen Naturalismus die Entdeckung des Formgesetzes, daß jeder dichterische Stoff seine eigene, nur ihm gemäße Form verlangt. Erst die Erfüllung
dieses Gesetzes führt zur eigentlichen bildnerischen Wirkung des Romans. Organisch gewachsen unter dem Zwang der biologischen Entwicklung des Volkes und der Rasse, ist so der Roman allmählich zur Dichtung geworden.
— Karl Kelber von Franken: Koni- gund und Kunrad. Die Bewährung einer Liebe im Dreißigjährigen Krieg. Mit Buchschmuck von I. Geyer. 374 Seiten, Kart. 3,80, Ganzleinen 4,80 Mk. Huß-Verlag, Konstanz. — (32) — Die Erzählung berichtet in einem altertümlichen Chronikton von der Liebe zwischen Königund und Kunrad in den Wirren und Nöten des Dreißigjährigen Krieges; eine Heimatgeschichte, in der sich Historie und freie Erfindung die Waage halten. In den Text eingeftreute Zeichnungen veranschaulichen die Darstellung.
— William Thvmi: Das Zauberboot. Roman. 360 Seiten. Schützen-Verlag, Berlin. — (6.) — Thomi, der für diesen Roman mit dem schweizerischen „Prix du Feuilleton“ ausgezeichnet wurde, erzählt hier ein Abenteuer in einem Fischerdörfchen am See von Neufchatel. Ein geheimnisvoller Fremder verwirrt die Herzen der Fischer. Für eine Weile regieren Mißtrauen und Eitelkeit und sogar Verbrechen. Aber dann beruhigen sich die Wogen allmählich, und wieder wird das Leben der Fischer zum klaren Spiegel, der das Bild einer großartigen Landschaft im Rhythmus der Jahreszeiten zurückstrahlt.
— Paul M. Brandt: Das Glück der Mutter. Und andere Märchen. Mit Illustrationen von Prof. Alois Kolb. Halbleinen 2,50 RM. Bernhard Sporn Verlag, Zeulenroda i. Thüringen. — (10.) — „Wenn ich durch meine Schriften dazu beitragen sollte, ein wenig dem Fortschritt und der Wahrheit zu dienen, werde ich sehr zufrieden fein", schreibt der Verfasser, der in diesem Bande dem unerschöpflichen Vorrat der deutschen Märchen einige neue hinzufügt, die sich manche junge Freunde gewinnen werden.
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Schuhbänder
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Schulden
brennen, reibt man innen mit Spiritus aus. Die haltbarsten Lederschuhe sind aus Kalbsleder lBoxcalf) hergestellt, Ziegenleder (Chevreaux) ist weniger haltbar, aber weicher und besser im Aussehen. Schuhe aus Hellern fieber sind empfindlicher als dunkle Schuhe. Die Form eines Schuhes bleibt gewahrt, wenn man sie sofort nach dem Ausziehen auf Leisten zieht und einen naß gewordenen Schuh nicht am Ofen trocknet, sondern mit Zeitungspapier ausstopft und langsam trocknen läßt. Stoffschuhe, Wildlederschuhe und Lackschuhe bedürfen besonderer Pflege.
Schuhbänder, Schnürsenkel reißen nicht so leicht, wenn man sie öfter so umzieht, daß nicht die gleichen Stellen gescheuert werben. Gerissene Schuhbänber näht man zusammen, statt sie zu knoten.
Schuhbürsten müssen von Zeit zu Zeit gesäubert werben. Man weicht sie in Sobawasser ein unb wäscht sie in Seifenwasser mit Salmiakzusatz, gut ausspülen unb trocknen lassen.
Schuhkrem, Masse aus Fett, Terpentin unb Farbstoffen zum Reinigen. Ginfetten unb Haltbarmachen der Schuhe. Zu Hellen unb farbigen Schuhen kauft man zweckmäßig gleichzeitig ben passenden Schuhkrem. Schuhkrem muß immer dünn aufgetragen werben unb darf erst nachpoliert werden, wenn er gut eingezogen ist Die Dosen müssen immer gut verschlossen sein, eingetrockneten Schuhkrem erweicht man wieder mit Terpentin.
Schuhplattler, oberbayerischer Volkstanz, bei dem der männliche Tänzer aufstampft unb sich rhythmisch auf bie Schenkel unb Schuhsohlen schlägt.
Schuhputztücher reinigt man burch Auswaschen in Seifenwasser mit« Salmiakzusatz. Vorher in Sobawasser einweichen. Gut nachspülen.
Schuhsohlen soll man rechtzeitig erneuern lassen, wenn sie bünn werben. Sohlen von Wanber- schuhen macht man burch wieber- holtes (Einreiben mit warmem Leinöl wasserdicht. Sollen größere Wanderungen unternommen werden, so läßt man sie ähnlich wie Bergstiefel nageln.
Schularbeiten soll man Kinder grundsätzlich allein machen lassen. Können sie bie ihnen gestellten Aufgaben nicht lösen, so soll bie Hilfe, bie man ihnen an- gebeihen läßt, nur zeigen, wie bie Aufgabe zu losen ist. Die eigentliche Arbeit muß von bem Kinbe selbst gemacht werben.
Schulden. Für Sch. bes Mannes haftet beim gesetzlichen Güterstau!) der Verwaltung unb Nutznießung nur bas Vermögen bes Mannes. Dessen Gläubiger können sich nicht an bas Vermögen ber Frau, auch nicht an bas eingebrachte Gut halten, wohl aber an bie Nutzungen. Die der Mann aus bem eingehrachien Gut zieht, soweit biese nicht mr Bestreitung bes stanbesgemäßen Unterhalts ber Familie, zur Erfüllung ber Schulben ber Frau ober zur Erhaltung unb Aus-
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