ulens Quellen seien gerade erst angerührt, und esl habe alle Aussicht, den Rüstungslauf länger durch- zulxrlten, als irgendein anderes Land. — Der „Dail l) E x p r e ß" schreibt, daß der Schatzkanzler zufrieden sein könne, daß der Fehlbetrag trotz der hohen Rüstungsanforderungen nur so klein sei. Für Chamberlain sei es gut, daß ein Fehlbetrag vorhanden sei, denn ein Ueberschuß hätte es dem Schatzkanzler schwer gemacht, dem Volk neue Steuerlasten zuzumuten. — Das Arbeiterblatt „Daily H e r a l d" macht dem Schatzkanzler den Vorwurf, einen Fehlbetrag herbeigeführt zu haben, um damit eine Steuer.erhöhung begründen zu können, die das riesige Rüstungsprogramm bedinge. Chamberlain hätte das Finanzjahr sehr wohl mit einem Ueberschuß abschließen können, wenn er von der ihm gegebenen Vollmacht Gebrauch gemacht hätte, für die Schuldenrückzahlung zu borgen.
Ständig steigender Brotpreis in England.
London, 1. April. (DRV. Funkspruch.) Der Ernährungsrat Englands hat sich in seinem Bericht für 1936 auch sehr ausführlich mit den Auswirkungen des ständig steigenden Brotpreises auf die Lebenshaltung der ärmeren Schichten befaßt. Aus den Feststellungen geht hervor, daß das Brot jetzt in England seinen Höch st en Preis seit 1 9 2 8 erreicht hat. Da aber in England Brot und Mehl etwa 20 Prozent der Gesamtausgaben der ärmeren Familien für Lebensmittel ausmachen, ist es klar, welche Einwirkung jede Brotpreissteigerung auf die Lebenshaltung der minderbemittelten Schichten ausmachen muß.
11 neue englische Groß-Verkehrs- Flugzeuge.
London, 1. April. (DNB. Funkspruch.) Für die Imperial Airways, die britische Luftverkehrs-Gesellschaft, werden zwölf riesige Maschinen mit je 3400 PS gebaut, die sowohl für den europäischen wie für den Empire-Dienst eingesetzt werden sollen. Fünf dieser Maschinen befinden sich bereits im Bau. Die neuen Flugzeuge werden viermotorige Apparate sein, die ganz aus Metall gebaut sind. Sie sollen 42 Fluggäste auf europäischen Routen aufnehmen können. Die Flugzeuge für den Empire-Dienst werden für 27 Passagiere und eine größere Postladung eingerichtet. Diese neuen Flugzeuge sollen die schnellsten ihrer 21 r t in der Welt werden. Man will eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 320 Stundenkilometer erreichen. Die Baukosten jeder dieser Maschinen werden sich auf 40 000 Pfund belaufen.
Gorgen der französischen Rüstungsindustrie.
Blum soll mit Franco verhandeln.
Paris, 31. März. (DNB.) General Franco hat im Februar die Lieferung von Schwefelkies an Frankreich untersagt. Die französische Regierung soll verschiedentlich versucht haben, eine Aushebung dieses Ausfuhrverbotes zu erlangen. Der „Jour" weist auf die Haltung der englischen Regierung hin, die eine Abordnung nach Spanien geschickt hatte, um mit General Franco wirtschaftliche Vereinbarungen zu treffen, obwohl sie keine offiziellen Beziehungen unterhält. „Frankreich", so schreibt das Blatt, „braucht jährlich etwa eine Million Tonnen Schwefelkies für feine Rüstungsindustrie und ist gezwungen, wenigstens die Hälfte davon einzuführen. Die schwedische und portugiesische Erzeugung ist bereits von anderen Mächten im voraus aufgekauft, so daß für Frankreich nur noch der spanische Markt offen steht. In unterrichteten Kreisen erklärt rstan, daß dje Vorräte höchstens noch für drei Monate genügen. In militärischen Kreisen ist man darüber beunruhigt.Der Sieg der spanischen Nationalisten unterliegt heute keinem Zweifel mehr, und früher oder später wird die französische Regierung doch gezwungen sein, mit General Franco in Verbindung zu treten. Man versteht deshalb nicht, warum sie so lange zögert, zumal die französische Landesverteidigung dabei auf dem Spiele steht."
Der französische Kriegsminister D a l a d i e r wird sich demnächst nach Marokko begeben, um die Verteidigungslage Französisch-Marokkos zu prüfen.
Frankreich
und die Kleine Entente.
Schlechte Aussichten für den geplanten Beistandspakt.
Paris, 1. April. (DNB. Funkspruch.) Anläßlich der Eröffnung der außerordentlichen Ratstagung der Kleinen Entente befaßt sich das „Oeuvre" mit der vermutlichen Stellungnahme Jugoslawiens zu dem französischen Vorschlag eines gegenseitigen Beistandspaktes Frankreich mit der Kleinen Entente gegen jeden Angreifer. Falls, was zu befürchten sei, Stojadinowitsch endgültig den Vorschlag zurückweisen sollte, hätte Frankreich auf dem Balkan eine große Partie verloren. Der Artikel 2 des italienisch-jugoslawischen Abkommens gebe Jugoslawien die Möglichkeit, im Falle eines Konfliktes volle Neutralität zu wahren. In diesem Falle aber würde die Balkanpolitik für Frankreich eine unangenehme Wendung erhalten.
„Echo de Paris" sagt, man dürfe sich nicht verhehlen, daß die Kleine Entente nur noch ein Phantom darstellen werde, falls Stojadinowitsch seine Politik fortsetzen sollte. Der jugoslawische Ministerpräsident habe der Kleinen Entente und der Balkan-Union kurz hintereinander zwei Schläge versetzt. Im Januar habe er mit Sofia den b u l - garisch-jugoslawischen Freundschaftspakt geschloßen, der die Balkan-Union durch die Sonderfreundschaft der beiden südslawischen Länder schwäche, und in der vergangenen Woche habe er diese sein Unabhängigkeit durch den Abschluß des Abkommens mit Italien noch einmal unter Beweis gestellt. Früher hätten die Tschechoslowakei und Rumänen die italienische Feindschaft auf sich gelenkt, weil sie mit Jugoslawien zusammenstehen und nicht getrennt mit Italien verhandeln wollten. Jetzt aber habe Jugoslawien ohne sich um die beiden anderen Länder zu kümmern, einen eigenen Vertrag abgeschlossen.
Das „Petit Journal" will aus gut unterrichteten römischen Kreisen wissen, daß der französische Vorschlag eines gegenseitigen Beistandspaktes mit der Kleinen Entente in keiner Weise mit dem italienisch-jugoslawischen Abkommen in Einklang gebracht werden könne.
Oie Geburissiunde Groß-Hamburgs.
Hamburg, 31. März. (DNB.) Hamburgs Ehrengäste zu dem feierlichen Staatsakt anläßlich des Inkrafttretens des Großhamburggesetzes aus der Reichshauptstaht trafen am Mittwochabend auf dem Dammtor-Bahnhof ein, darunter der Stellvertreter des Führers Reichsminister Rudolf Heß, Reichsinnenminister Dr. Frick, Reichssinanzmini- ster Graf Schwerin von Krosigk und Reichsverkehrsminister Dr. Dorpmüller. Bei dem feierlichen Staatsakt im großen Saal des Hamburger Rathauses sprach Reichsminister Dr. Frick.
Das Volk, so erklärte er u. a., ist das Maß aller Dinge. Das ist der Leitgedanke nationalsozialistischer Staatsführung, und aus diesem Gedanken heraus mußte im Interesse des Volkes und seiner Glieder ein organisatorischer Zusammenschluß erfolgen. Daß diese Lösung gerade jetzt erfolgt ist, hat seinen Grund auch in den Notwendigkeiten des V i e r j a h r e s p l a n e s, der mit seinen' besonderen Zielsetzungen geradezu den äußeren Anstoß für eine großzügige und umfassende Lösung des Großhamburg-Problems gegeben hat. Wir find durch den Führer dahin verwöhnt worden, auch die größten staatsmännischen Leistungen aus den verschiedenen Gebieten als etwas fast Selbstverständliches hinzunehmen. Es ist heute Gemeingut aller Deutschen, daß es ein „Unmöglich" nicht mehr gibt. Wir dürfen andererseits dadurch nicht Blick und Verständnis für die Größe, Bedeutung und Einmaligkeit der großen Aufbaumaßnahmen des Führers verlieren.
An diesem historischen Tage, der auch für das gesamte Reich von heute noch nicht zu übersehender Tragweite ist, wollen wir für einen Augenblick uns die 'staatsrechtlichen Zustände vor Augen führen, wie sie noch vor fünf Jahren bestanden: Reich und Länder standen nebeneinander, ja vielfach gegeneinander. Ein machtloses Reich ohne eine vom ganzen Volk getragene Idee war der Spielboll von Parteien, Klassen und Ländern, die auch untereinander ängstlich auf die Wahrung vermeintlicher Sonderinteressen bedacht waren. Der Einheits- und Gemeinschaftsgedanke war den Ländern genau so fremd wie den Parteien. Gerade im Stromspaltungsgebiet der Elbe trat die Sinnlosigkeit des Neben- und Gegeneinander mehr oder weniger souveräner Länder besonders deutlich in Erscheinung. Der Wendepunkt zu der Neuordnung, die wir hier heute abend feierlich begehen, kam'mit der Machtübernahme durch den Führer. Den staatsrechtlichen Wendepunkt bildete der erste Jahrestag der Machtübernahme. Das Neuaufbaugesetz entkleidete die Länder ihrer Staatlichkeit und machte sie zu Verwaltungsbezirken und Gebietskörperschaften des einheitlichen Reiches. Erst der Nationalsozialismus, die erste wahrhaft große Volkwerdung der Deutschen, konnte Souveränitätsgrenzen und bürokratische Hemmungen beseitigen, indem er über alle Sonderwünsche und Einzelinteressen als einzigen Leitgedanken stellte das Interesse der im Reich geeinten Nation.
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■Bisheriges hamburgisches und bei Hamburg verbleibendes Gebiet.
Hamburg übergehendes bisheriges preußisches Gebiet. SAn Preußen übergehendes bisheriges hamburgisches Gebiet.
Die Neuordnung im Großhamburgraum ist die erste größere Maßnahme auf dem Gebiet der regionalen Reichsreform. Die Erfahrungen, die wir hier im Raum Großhamburgs machen, werden für die allgemeineNeuordnung von großer Bedeutung sein. Das Großhamburggesetz wird in zwei großen Etappen durchgeführt. Die erste tritt am morgigen Tage in Kraft: Mit dem Uebertritt dreier preußischer Stadtkreise und einer Reihe preußischer Gemeinden in das Land Hamburg. Drei große preußische Städte mit großer Vergangenheit und klangvollen Namen, Altona, Wandsbek und Harburg-Wilhelmsburg, werden nunmehr hamburgische Städte. Das Gesetz leitet darüber hinaus die gemeindliche Zusammenfassung des Stromspaltungsgebietes zu einer Einheits- gemeinde H a n s e st a d t"H a mb u r g ein, die spätestens am 1. April nächsten Jahres ihren Abschluß erreicht haben wird.
Hamburg wird noch stärker als bisher nach der kommunalen Neugliederung nächst der Reichshauptstadt die weitaus größte Stadt des Reiches sein; es wird dazu ein Selbstverwaltungskörper mit starker Eigenart werden. Richtschnur muß sein, d i e
Verwaltung in dieser Großgemeinde so volksnah wie möglich, d. h. dezentralisiert zu gestalten, andererseits aber auch unter allen Umständen die einheitliche Führung zu gewährleisten. Die Einheit der regionalen uhb der örtlichen Verwaltung muß das oberste Prinzip eines künftigen Verwaltungsaufbaues des Reiches fein. In der Hand der Reichs st atthalter müssen die Fäden aller Verwaltungen ihres Amtsbezirkes zusammenlaufen. Die Reichsstatthalter müssen die verantwortliche Mittelinstanz des Reiches bilden. Auch in dieser Beziehung wird die Verfassung und Verwaltung der Hansestadt Hamburg wichtige Fingerzeige für die zukünftige Entwickelung im Reiche geben.
Ich hoffe, daß die Entwicklung, die durch das Großhamburggesetz eingeleitet ist, alle unsere Erwartungen erfüllen wird, und wünsche, daß Hamburg getreu seiner Tradition bis' in die fernsten Zeiten Künder deutschen Wollens und deutschen Könnens in aller Welt fein möge zum Wohle des Reiches und im Dienste unseres Führers Adolf Hitler, dem wir auch diese Tat zu danken haben.
Rach Inkrafttreten der indischen Verfassung.
Von unserem G. L.-Äerichierstaiier.
Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!
(Durch Flugpost!)
Der uns durch Flugpost soeben.zugegangene Bericht unseres Berichterstatters ist abgesandt worden, ehe die neuerliche Schwenkung der Kongreßpartei erfolgte, die jetzt, wie es scheint, die Regierungsbeteiligung a b l e h n t, wo sie die unbestrittene Mehrheit hat. Der Brief ist durch seine Einzelheiten aber doch so interessant, daß sich seine Veröffentlichung auch jetzt noch rechtfertigt.
N e w D e l h i, 22. März 1937.
Die Wahlen in Indien sind vorüber. Sie waren ohne Beispiel in der Geschichte dieses Landes sowohl in ihren Ausmaßen wie in der leidenschaftlichen Beteiligung seitens aller Bevölkerungs- teile. Es war bestimmt nicht einfach, 30 Millionen eines Volkes an die Wahlurne zu bringen, das zu neun Zehntel aus Analphabeten besteht. Die Begeisterung war zum Teil ungeheuer. Kranke und Gebrechliche ließen sich zu den Wahllokalen bringen, geduldig wartete man oft in langen Schlangen vor den Lokalen, bis man feine Stimme abgeben konnte. Ganz besonders rege war natürlich d i c Wahlpropaganda des Kongresses, und sein Präsident, Pandit Jawaharlal Nehm, hatte unter Benutzung von Flugzeug, Auto, Eisenbahn, Dampfern, Elefanten, Kamel, Pferd und Fahrrad, also sämtlicher ältester und modernster Fahrzeuge die ganze Halbinsel bereist und vor begeisterten Massenversammlungen gesprochen. Aber auch die übrigen führenden Leute des Kongresses sind mit einer bewundernswerten Ausdauer für ihre Sache tätig gewesen, wie die bekannte Inderin Sarojini Naidu, die zwei Wochen lang täglich auf micht weniger als sieben Versammlungen gesprochen hatte. Rührende und luftige Anekdoten werden aus dem Wahlkampf berichtet. In Karatschi hatte sich ein Kandidat ein riesiges Plakat auf den Rücken gebunden, auf dem zu lesen war: „Vote for me, or I die!“ (Stimme für mich, oder ich sterbe!)
Während die Wahlbeteiligung im Pand- schab mit 50 Prozent die schlechteste war, war sie in der Provinz Bihar mit 90 Prozent am höchsten. Lustige Geschichten werden von Frauen erzählt, die auf dem Wege zum Wahllokal ihren Kandidaten vergessen hatten und bann im Lokal auf Befragen des Wahlleiters, wen sie wählen wollten, „unseren Mann" antworteten! Andere Wähler wieder hatten zum ersten Male in ihrem Leben einen Bleistift in der Hand und mußten von Wahlleitern mit dem Gebrauch desselben vertraut gemacht werden. In Gudscherat weigerte sich ein Wähler, feinen Stimmzettel in die U.rne zu werfen, weil er ihn seinem Kandidaten persönlich übergeben wollte. Ein anderer wollte sich nach Erledigung seiner Wahlpflicht von der Wahlleitung zehn Rupies auszahlen lassen mit der Begründung, dies sei ihm versprochen worden, wenn er für diesen Kandidaten seine Stimme abgebe. Ein anderer Wähler hatte feinen Stimmzettel in zwei. Teile gerissen und wollte je eine Hälfte für einen Kandidaten und seinen Gegenkanditen abgeben, auf Befragen erklärte er, er wollte jedem eine halbe Stimme zukommen lassen! In Amballa übertrafen die Frauen die Männer an Wahleifer, die Beteiligung derselben dürfte mit 92 Prozent die höchste überhaupt gewesen sein.
Der Ausgang der Wahlen war ein glänzender Sieg f ü r den Kongreß und somit ein Sieg des Pandit Jawaharlal Nehm, der auch die Engländer überrascht haben dürfte. In sechs von elf Brovinzen hat der Kongreß die absolute Mehrheit über sämtliche anderen politischen Parteien errungen und nur mit Ausnahme des Pand-
schabs ist er in den übrigen Provinzen zur zahlenmäßig stärksten Partei aufgerückt und wird nun mit einer gewaltigen Stärke in die gesetzgebenden Körperschaften einziehen. Die Verteilung der Mandate in den „Legislative Assemblies" (gesetzgebenden Versammlungen) der einzelnen Provinzen wird daher folgendermaßen aussehen:
in der Provinz Madras: von insgesamt 210 Mandaten 155 für die Kongreßpartei
„ „ Bombay: „
..
175
88
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a.
aa
ff
den Zentralprovinzen: „
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112
68
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a a
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„ Vereinigten Provinzen: „
e.
228
133
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der Provinz Bihar:
..
152
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„ „ Orissa:
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50
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36
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„ „ Pandschab:
175
18
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„ „ Bengalen: „
249
53
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„ „ Assam:
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108
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35
II
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„ „ North West Frontier: „
..
50
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„ „ Sind: „
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7
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PANDSCHAB
ASSAM.
SIND
Jimgress-fSartei in derMnderkeit
Mücke Staaten
1 l
Der Kongreß ist, wie früher berichtet, mit der Losung „Sturz der neuen Verfassung" und für die „v o l l st ä n d i g e Unabhängigkeit Indiens in den Wahlkampf gezogen. Die Frage der „Office acceptance", (Ann 'ahme vonAem - fern undPosten) war bis nach den Wahlen zurückgestellt worden. Seit Wochen geht nun schon der Kampf innerhalb der verschiedenen Kongreßorganisationen um diese Frage, der sozialistische Flügel wie auch der Präsident Nehm selbst waren nach wie vor gegen die Annahme von Aemtern. Es tagt nun seit einigen Tagen hier der vom Kongreß zusammenberufene AllindischeNationalKon- v e n t. Man hat die wichtigste Frage, von der der ganze weitere Verlauf der politischen Dinge in Indien wesentlich abhängig ist, entschieden, und zwar durch einen Kompromiß. Der Arbeitsausschuß hat folgende Resulution dem Allindischen Kongreßkomi
tee zur Abstimmung vorgelegt: „In der schwebenden Frage der Annahme von Aemtern und in Verfolg ber in den vorgehenden Artikeln aufgeführten politischen Richtung autorisiert und g e st a 11 e t das All- Indische Kongreßkomitee die Annahme von Mini- sterialämtern in solchen Provinzen, wo der Kongreß eine führende Mehrheit in den Gesetzgebenden Versammlungen besitzt, vorausgesetzt, daß Ministerposten nicht angenommen werden, sofern der Führer der Kongreßpartei in der Gesetzgebenden Versammlung nicht befriedigt und nicht imstande ist, öffentlich festzustellen, daß, solange als er und sein Kabinett im Rahmen der 23er- fassung (within the Constitution) handelt, d e r Gouverneur von seinen besonderen Machtbefugnissen der Interferenz oder Außerachtlassung der Ratschläge der Minister keinen Gebrauch machen wird."


