Einzelbild herunterladen

Nach heißen und erregten Debatten im All-Indi­schen Kongreßkomitee für und gegen die Formel, wurde die Formel vom Arbeitskomitee noch etwas abgeändert, und zwar wurden die Worte:Within the Constitution (inj Rahmen der Verfassung) durch den Satzin Hinblick auf ihre verfassungs­mäßige Tätigkeit" ersetzt und mit einer geringeren Pkchrheit als man ursprünglich erwartet hatte, nämlich mit 127 gegen 70 Stimmen angenom­men. Der marxistische Flügel protestierte leiden­schaftlich und veranstaltete Demonstrationen in Delhi gegen diese Lesung. Die All India Socialist Party hielt eine Versammlung ab, in der sie die Entscheidung traf, die vorstehende Resolution des All-Indischen Kongreßkomitees nicht anzuer­kennen, und die Erklärung abgab, daß ihre Politik davon nicht berührt würde.

Nicht nur von britischer Seite, sondern auch von der All India M o s l i m League wurde es begrüßt, daß 'der Kongreß die günstige Gelegenheit, an entscheidender Stelle für das Wohl des indischen Volkes verantwortlich mitzuarbeiten, nicht ungenützt vorübergehen lassen will. Nehm wird sich resigniert dem Mehrheitsbeschluß des Kongreßkomitees fügen, seine Gesinnung wird sich dadurch aber kaum In­dern. Ob der Kongreß den richtigen Weg zu seinem eigentlichen Ziel, der endgültigen Unabhängig­keit des Landes, beschritten hat, erscheint fraglich

Das Inkrafttreten der Verfassung.

Noch vier Provinzregierungen fehlen.

London, 31. März. (DNB.) In der Mitter­nacht zum Donnerstag tritt ein Teil der neuen in­dischen Verfassung in Kraft. Er sieht den Ueber- gang der Regierung auf die Provinz- parlamente vor. Offensichtlich um den Eindruck zu verwischen, den die Verweigerung der Regierungsübernahme durch die indischen Nationalisten der Kongreßpartei in sechs Pro­vinzen gemacht hat, wird von englischer Seite darauf hingewiesen, daß es trotz dieser Nichtbeteili­gung der Kongreßleute bisher in sieben Pro­vinzen gelungen sei, Regierungen zu bilden, und daß nur in vier Provinzen Regie­rungen fehlten. Man hoffe jedoch, daß es auch in diesen vier Provinzen gelingen werde, Regierun­gen aus den Minderheiten der Parla­mente zustande zu bringen. Das muß bis Don­nerstagnacht geschehen kein, damit die Verfassung zu arbeiten beginnen kann. Inzwischen hat der Präsident des Kongresses, Jawaharlal Nehm, eine Sitzung des Arbeitsausschusses des Kongresses zum 10. April zur Besprechung der Lage einberufen. An der Sitzung wird auch Gandhi teilnehmen. Man erwartet, daß erst nach dieser Sitzung weitere Ent­wicklungen eintreten werden.

Daily Telegraph" schreibt, es sei die Hoff­nung der Kongreß-Partei gewesen, die Verfassung bei ihrem Inkrafttreten s o in Mißkredit zu bringen, daß große Teile nicht mehr in Kraft gesetzt werden könnten. Dieses Ziel habe sie nicht erreicht. Die Provinzregierungen seien, wie die Ver­fassung es vorsehe, in indische Hände gelegt wor­den, wobei allerdings die Minister keine Unter­stützung bei ihren Parlamenten fänden. DieM o r n i n g Post" schreibt, daß die Kongreß- Politiker nichts anderes wünschten, als die Englän­der aus Indien zu vertreiben. Wenn die britische Regiernng aber ihre Stellung schützen wolle, müsse sie der Kongreßpartei folgende Ant­wort geben:Weigert ihr euch nicht, mitzuarbeiten, tun wir es 'auch nicht. Seid ihr nicht bereit, loyal innerhalb der Verfassung zu regieren, werden mir unsere frühere Verwaltungsform wie­der aufnehmen."

Eine Botschaft des Königs.

London, 1. April. (DNB. Funkspruch.) Der König hat nach Inkrafttreten der neuen Verfassung für Indien eine Botschaft an die Inder gerichtet. Die Botschaft lautet:

Heute tritt der erste Teil jener verfas­sungsmäßigen Reformen in Kraft, auf die Inder und Engländer gleichviel Arbeit und Mühe verwandt haben. Ich kann diesen Tag nicht vor­übergehen lassen, ohne meinen indischen Untertanen zu versichern, daß meine Gedanken und guten Wünsche bei ihnen sind. Ein neues Kapitel wird uns eröffnet, und es ist meine sehnsüchtige Hoffnung und mein Gedanke, daß die jetzt gebote­nen Gelegenheiten klug und edelmütig für das dau­ernde Wohlergehen aller meiner indischen Völker genutzt werden."

Gleichzeitig hat der König a n B u r m a, das mit dem heutigen Tage von Indien getrennt wird, eine besondere Botschaft gerichtet und dem Gouverneur von Burma eine hohe Auszeichnung verliehen^

Der nationale Heeresbericht.

Salamanca, 1. April. (DNB. Funkspruch.) General Queipo de Llano bestätigte im Sender Sevilla die Mittwoch morgen eingesetzte nationale Offensive an der baskischen Front. Die

nationalen Truppen hatten 100 Gefangene gemacht und Kanonen und Gewehre erbeutet. An der Süd­front haben die Nationalen ihre Stellungen in Alcaracejos und Villanueva del Duque aufge­geben, da die durch Artilleriebeschießuna völlig zerstörten Ortschaften keine taktische Bedeutung hatten. Einige beherrschende Stellungen des gleichen Frontabschnittes im Gebirge von Los Pedroches wurden besetzt. Feindliche Vorstöße an der Cor­doba-Front wurden durch Artilleriefeuer und einen Gegenvorstoß der nationalen Infanterie ab- gewiesen.

Italiens Spanien-Politik.

Keine Aenderung des Kurses strenger Nichteinmischung.

Rom, 31. März. (DNB.) Der italienische Pro­pagandaminister Alfieri ist auf einem Empfang der ausländischen Presse mit aller Bestimmtheit dem Verleumdungsfeldzug gegen Italien entgegengetre­ten. An den Meldungen über neue italieni - s ch e Freiwilligentransporte nach Spa­nien sei kein wahres Wort. Das Verbot von solchen Transporten würde von Italien mit aller Strenge eingehalten. Ebenso falsch seien die Angaben, wonach weitere italienische Divisionen zur Ausreise nach Spanien bereitstünden. Auch über 23 e r I u ft e der italienischen Frei­willigen in Spanien seien ganz übertrie­bene Gerüchte veröffentlicht worden. Sie be­liefen sich nicht auf tausende, sondern auf einige hundert Tote und Verletzte. Die Haltung Italiens habe keinerlei Aenderung erfahren. Italien ver­lange jedoch, daß die Kontrollbestimmun­gen für alle Staaten in gleichem Um­fang zur Anwendung kommen. Sollten andere Länder mit der Entsendung Freiwilliger nach Spa­nien fortfahren und sich damit weiterhin in offenen Widerspruch zu der übernommenen Verpflichtung stellen, dann werde selbstverständlich auch die ita­lienische Regierung sich zu einer neuen Prüfung ihrer Haltung genötigt sehen. Völlig undenkbar sei es, daß die einschränkenden Maßnahmen nur auf Italien Anwendung finden fallen und jene Kräfte, die die Bolschewisierung Spaniens wollten, freies Spiel erhielten. Der Krieg in Spanien wäre längst entschieden, wenn die italienischen Vorschläge schon im letzten Sommer zur Annahme gelangt wären. Entsprechende Maßnahmen seien aber von jenen Mächten, die der Bolschewisiemng Spaniens den Weg offen halten wollen, erst empfohlen worden, -als sie die Ziele ihrer Unterstützungen scheitern sahen.

Mit aller Schärfe wenden sich die rönstschen Blät­ter gegen die italienfeindliche Pole­mik der englischen Presse. Giornale d'Ita- lia widerlegt Meldungen über eine angebliche Le­bensmittelknappheit in Addis Abeba und die Aus­weisung von 200 britischen Staatsangehörigen aus Äthiopien. Alle diese Lügenmeldungen bezweckten nichts anderes als die englisch-italienischen Beziehun­gen zu trüben und die internationale Unruhe zu erhöhen.

Geraubte Edelsteine für die bolschewistische Propaganda.

Paris, 1. April. (DNB. Funkspruch.) Der Matin" berichtet von einer weit verzweigten V e r k a u f s v r g a n i sa t i o n" der Anarchisten und des bolschewistischen Gewerkschaftsverbandes in Spanien auf den Märkten von Amsterdam, Brüssel und Paris für geraubte Edelsteine und Schmuck- gegenstände, die zum Teil aus dem Besitz von Pri­vatpersonen, zum Teil aus Klöstern und Kirchen stammen. Das bisher flüssig gemachte Geld, etwa 6 0 Millionen Peseten, sei zunächst in Barcelona, Valencia und Alicante zurFestigung der anarchistischen Organisationen" verwandt wor­den. Jetzt scheine es auch außerhalb Spa­niens untergebracht worden zu sein. Die ver­stärkte Tätigkeit der bolschewistischen und anarchisti­schen Organisationen im kommunistischen Gürtel von Paris lasse darauf schließen.

Die GV!l. baut Kanäle mit politischen Gefangenen.

Moskau, 31. März. (DNB.) Die Sowjetblätter melden, daß der seit fünf Jahren im Bau befind­liche Binnenkanal, der die Wolga mit dem Moskwa-Fluß verbindet und auf diese Weise einen Schiffahrtsweg von Moskau bis zum Kaspischen Meer Herstellen soll, in wenigen Monaten beendet sein werde. Für die Kanalbauten ist ein Heer von meist politischenStraf­gefangenen" eingesetzt worden. An dem Ka­nal sieht man Tausende von Opfern des Sowjetterrors aller Nationalitäten (Russen, Ukrainer, Tartaren, Kaukasier, Mittelasiaten usw.) unter scharfer Bewachung von Militär und GPU. ihre schwere Arbeit verrichten, oft mit überaus kümmerlichen Hilfmitteln. Die Leitung des Kanal­baues liegt, ähnlich wie beim Bau des Ostfee-Weiß- meer-Kanals, völlig indenHänden jüdischer G PU. - Einpeitscher. Der Chef des Kanal­baues ist der stellvertretende GPU.-Chef selbst, B ermann, sein Stellvertreter Firin, Chef­

architekten sind die GPU.-Jngenieure Schuk, Kogan, Friedland, Baumholz und andere. Nack Beendi­gung des Wolga-Moskwa-Kanals will Die GPU. neue Verkehrsbauten unternehmen: Den Ausbau der Flußschiffahrtshäfen von Rybinsk und Uglitsch und den Wolga-Don-Kanal bei Stalingrad. Das dazu benötigte riesige Menschenmaterial an Strafgefangenen scheint also nicht zu versiegen.

öte Freizeitgestaltung im Einzelhandel.

Die DAF. für den Sanistagfrühschlutz.

Berlin, 31. März. (Fwd.) Die bisherige Rege­lung der Ladenschlußzeit der offenen Verkaufs­stellen und insbesondere des Einzelhandels brachte es mit sich, daß die in diesen Betrieben tätigen zwei Millionen Menschen immer den Wunsch äußer­ten, durch eine Neufestsetzung der Laden- schlußzeiten auch in den Genuß einer freien Zeit zu kommen, die für eine wirkliche Freizeit- gestaltung von Bedeutung ist. Wie der Leiter der Sozialabteilung RBG.-Handel, Dr. Siebert, in derDeutschen Arbeitskorrespondenz" ausführt, wiesen die Bemühungen des Reichsarbeitsministe­riums sowie des Sozialamtes der Deutschen Ar­beitsfront darauf hin, daß sich die höchsten Reichs­und Parteistellen diesem Wunsche nicht länger ver­schließen wallen. Rund 150 Arbeitsausschüsse aus den verschiedenen Gauen des Reiches haben sich für eine Neugestaltung der Freizeit entschieden durch die Einführung des Samstagfrühfchlufses. Nur der Samstagnachmittag bietet in Verbindung mit dem Sonntag die Möglichkeit der Ausnutzung des Wochenendes. Die weitaus größten Berufsschichten können den Samstagnachmittag als Freizeit aus­nutzen, dadurch ist die Möglichkeit eines gemein­samen Wochenendes sowohl im Kreise der Familie als auch in anderen Vereinigungen gegeben. Als Bedingung für die Einführung des Wochenend- frühfchluffes wurde gefordert: 1. daß die Lohn­zahlungstermine auf den Donnerstag ver­legt werden müßten, damit breite Schichten des Volkes die Möglichkeit haben, bereits am Freitag größere Einkäufe vorzunehmen; 2. daß die neu fest- zufetzende Ladenschlußzeit auf alle offenen Verkaufs st eilen ausgedehnt wird; 3. daß eine vernünftige Regelung der Sonntagsruhe als Voraussetzung für das Wochenende geschaffen werden muß. Die durch den Frühschluß f o r t f a l - lende Arbeitszeit an den übrigen Wochen­tagen auszu gleich en, erscheint nach Auffassung des Verfassers nicht notwendig, denn es muß zunächst berücksichtigt werden, daß gerade im Einzelhandel die 48-Stunden-Woche häufig überschritten wird, und daß auch Pausen in vielen Fällen, besonders in kleineren Geschäften, der Gefolgschaft nicht voll zur Verfügung stehen, da die Kunden meist auch während dieser Zeit bedient werden müssen. Als wesentlichste Voraussetzung für jede Veränderung der Verkaufszeiten wird einstimmig eine E r - ziehung de s Verbrauchers, insbesondere der Hausfrau, genannt.

Die Landkrankenkasse.

ZdR. Im Jahre 1883 wurde das erste Kranken- oerficherungsgefetz erlassen. Es umfaßte zunächst nur einen Teil der gewerblichen Arbeiter und wurde schrittweise auf alle ausgedehnt. Eine Wei­terausdehnung des Derficherungszwanges auf die Land- und Forstarbeiter war vorgesehen. Zunächst entstand eine ganze Reihe von kommu­nalen Krankenkassen für Landarbeiter. Nach der Gesindeordnung und nach dem § 617 BGB. bestand für das Gesinde schon ein Anspruch auf Krankenbehandlung und Weitergewährung der Verpflegung gegen denArbeitgeber". Im Jahre 1911 entstand dann die Reichs Versicherung s- ordnung. Durch diese wurden die Landarbeiter und das landwirtschaftliche Gesinde sowie das Haus- personal in die Krankenversicherung mit einbezogen. Die näheren Bestimmungen über die Landkran­kenkassen traten schließlich am 1. Januar 1914 in Kraft. Diese gesetzliche Regelung war dringend notwendig geworden. Die Gefolgschaftsmitglieder auf dem Lande mußten in Krankheitsfällen ord­nungsmäßig betreut werden, viele landwirtschaft­liche Betriebsführer konnten ihre Betriebe bei Er­krankung der Mitarbeiter nicht mehr belasten.

Die Landkrankenkaffen wurden somit reichsgesetz- liche Pflichtoersicherungseinrichtungen und umfassen alle in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigten Arbeiter und Angestellten (bis zu einem Jahreseinkommen von 3600 Mark), sowie die Hausgehilfinnen. Wir haben augenblicklich in Deutschland 369 Landkrankenkassen mit durchschnitt­lich 1 800 000 Versicherten. Neben dieser Pflichtver­sicherung können nichtversicherungspflich- tige Personen, z. B. Betriebsführer und ihre Familienangehörigen, f r e i H i g der Landkran- kenkasse beitreten, wodurch auch sie in den Genuß der vorgeschriebenen Leistungen bei Krankheitsfäl­len gelangen. Mithelfende Familienmit­glieder werden bei regelmäßiger und fester Ent­lohnung zwangsläufig Mitglieder der Landkranken- faffe (und der Invalidenversicherung) wie der Land­arbeiter usw. und genießen dann denselben gesetz­lichen Schutz in Krankheitsfällen.

Aus aller Wett.

Feuer im Kloster Mariental.

Das Franziskanerkloster Mariental im Rhein­gau wurde von einem Großfeuer heimgesucht. Vermutlich durch einen Kaminbrand entstand wäh­rend des Gottesdienstes im Dachstock ein Feuer, das sich rasch ausbreitete, so daß bald der ganze Dach­stuhl in Flammen stand. Trotz energischem Ein­greifen der gesamten Wehren des Rheingaues, Der SA. und HI. brannte Der Dachstock völlig aus. Hier­bei wurde auch ein Teil der wertvollen Kloster- blbliothek vernichtet. Die Kapelle blieb unversehrt. Mariental wurde im 14. Jahrhundert von Mönchen besiedelt. Die Wallfahrtskapelle wurde 1330 ein« geweiht. 1463 haben Die Mönche eine eigene Drucke­rei gegründet. Der Wallfahrtsort Mariental wird jährlich von etwa 300 000 Menschen besucht.

Auf der Flucht vom Zuge überfahren.

Ein. trauriges Schicksal ereilte Den Gärtnergehil­fen Matthias Waltl in Wien, Der während Der politischen Kämpfe Der vergangenen Jahre zum ToDe verurteilt und dann zu 15 Jahren schweren Kerkers begnaDigt worden war. Durch die Amnestie am 25. Juli erlangte er seine Freiheit wieder. Aber er wurde später wegen Betätigung für Die nationale Opposition roieDerum verhaftet. Bei einer erneuten, auch noch so geringen Bestrafung wäre nach den Be­stimmungen Der Amnestie seine alte Strafe wirksam geroorben. Als er in das LanDesgericht Salzburg gebracht werben sollte, riß er sich von seiner Be­gleitmannschaft los und stürzte sich aus dem fahren­den Eisenbahnzug. Er geriet unter die RäDer und erlag nach einigen Stunden seinen Verletzungen.

Trauriges Ende eines Zauberkünstlers.

Dieser Tage starb. Den M. N. N. zufolge, int Krankenhaus in Saaz in Böhmen ein Mann namens Pschitel bettelarm. Er war einst einer Der Großen seines Faches, Der Zauberkunst. Auf Der Höhe seines Könnens, vor Dem Kriege, unterhielt er Könige und Kaiser. Er erfreute sich der Gunst des Zaren und hatte im Laufe feines Lebens nicht weniger als 5 4 Orden für feine wunderbaren Leistungen erhalten. Die russische Revolution raubte ihm sein riesiges Vermögen. Da er im Alter auch seine Fähigkeiten verlor, starb er in tiefster Not.

Beim Spiel mit einer gefundenen Granate getötet.

Bei einem Dorf im wolhynifchen Kreise Horocjow fanden Kinder auf Dem FelDe eine noch aus Dem Weltkrieg stammende Granate. Beim Spielen explodierte Das Geschoß. Zwei Kinder wurden getötet und ein drittes schwer verletzt.

Jüdischer Betrüger aus Danzig geflüchtet.

Der Inhaber der Reederei und Schiffsmaklerei Karlsberg, Spiro & Co. in Danzig, der Jude Mischa Freydberg alias Freudenberg hat unter Hinterlassung einer großen Schuldenlast Danzig im Flugzeug bei Nacht und Nebel verlassen und ist nach Schweden geflüchtet. SeineFirma", die angeblich ausländische Reedereien in Danzig vertrat, arbeitete mit rund 200 000 Gulden Unterbilanz und hätte schon vor Jahren Konkurs anmelden müssen. Es haben sich bereits zahlreiche Kreditgeber und son­stige Gläubiger aus Danzig und aus dem Auslands gemeldet. Eine ganze Reihe von Firmen ist durch den Juden Freudenberg betrogen worden. So wurde u. a. eine Londoner Schiffahrtsgesellschaft um rund 3000 Pfund Sterling geschädigt. Eine polnische Bank in Gdingen wurde um 50 000 Zloty betrogen. Die Bank hat gegen Freudenberg Strafantrag gestellt.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt

Das Hochdruckgebiet hat seinen Schwerpunkt nach Westruhland verlagert, so daß fein Einfluß auf Die Witterung Deutschlands, Der geraDe im Westen und SüDen Des Reiches roiDer Erwarten ganz vorüber- gehenD zur Geltung kam, rasch nachgelassen hat. Wir werben für Die Folge im Bereiche flacher TiefDruck- ftörungen bleiben, Die weiter fortschreitenDe MilDe- rung wird, aber trotz gelegentlicher Aufheiterung be= stänDiges Wetter nicht aufkommen lassen.

Aussichten für Freitag: Gelegentlich aufheitemD, Doch überwiegend bewölkt unD zeitweise auch leichter Regen, schwache in Richtung veränDer- liche Winde, fortschreitende MilDerung.

Lufttemperaturen am 31. März: mittags 7,7 Grad Celsius, abends 5,1 Grad; am 1. April: morgens 4,3 Grad. Maximum 7,7 Grad, Minimum heute nacht 3,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 31. März: abends 5,2 Grad; am 1. April: morgens 4,3 Grad..

Hauptfchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange.

Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumfchein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für Den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. II 37: 10 933. Druck- und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Emzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags

15 Pf., mit Der Illustrierten 5 Pf. mehr

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

Wollen Sie eine Million gewinnen?

©4

Jedem deutschen Volksgenossen bietet die Staats­lotterie die Möglichkeit, eine so große Summe zu ge­winnen. Sogar zwei Haupttreffer in dieser höhe ver­zeichnet der amtliche Gewinnplan und außerdem noch weitere 342 998 Gewinne. Insgesamt werden in 5 Klassen 67 660 180 Reichsmark ausgespielt. Die Ge­winne sind einkommensteuerfrei. Rur 800000 Lose sind im Spiel fast jedes zweite Los gewinnt also!

Bei solchen Aussichten kann der Entschluß, mit­

zuspielen, nicht schwer fallen! Denn es braucht ja nicht gleich ein ganzes Los zu seinschon ein Achtellos kann 100 000. Reichsmark gewinnen und kostet doch nur 3. Reichsmark je Klasse. Am 23. April beginnt die

Ziehung der 1. Klasse der 49. Preußisch-Süddeutschen (275. Preußischen) Klassenlotterie. Den amtlichen Ge­winnplan und soweit verfügbar Originallose erhalten Sie bei allen staatlichen Lotterie-Einnahmen.

Die neue Lotterie beginnt! Wer kein Los hat, kann nicht gewinnen!

2 Gewinne zu je 1OOOOOO. RM

2 Gewinne zu je 500000. RM

2 Gewinne zu je 300000. RM

(Auszug aud dem amtlichen Gewinnplan)

2 Gewinne zu je 200 000. RM

10 Gewinne zu je 100000. RM

2 Gewinne zu je 75000. RM

12 Gewinne zu je 50000. RM Außerdem 342968 weitereGewinne im Gesamtbetrag von 61910180. RM

Der Präsident der Preußisch

Süddeutschen Staatslotterie