Ausgabe 
1.2.1937
 
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reich und Deutschland keinen Gegenstand des Strei­tes sehe und an Belgien sowie Holland ähnliche Worte gerichtet habe, so daß man sich fragen könne, ob man nicht am Vorabend einer völli­gen politischen Stabilisierung an der deutschen West grenze stehe. Es sei nicht nötig zu sagen, daß man sich dazu beglückwünsche. Vielleicht sei die Stunde gekommen, nun d i e europäische Regelung, von der Leon Blum gesprochen habe, in Angriff zu nehmen. Der sozia­listischePopolaire" schreibt, die Erklärung des Führers schalteten die Gefahr eines bal­digen Krieges aus. Sie gäben aber keine Garantien für die endgültige Organisierung des Friedens.

Prag stellt Entspannung fest.

Prag, 31. Jan. (DNB.) Zur Rede des Führers schreibt dieLidove Nooiny", deren gute Beziehun­gen zum Prager Außenamt bekannt sind, u. a.: Der Eindruck der Rede bei den Prager verantwort­lichen Stellen ist nicht ungünstig. Man glaubt, daß nunmehr die Wege zur friedlichen Be­reinigung verschiedener Mißverständnisse be­schritten werden könnten.

Es ist nicht von geringer Bedeutung, wenn der tatsächliche Führer des deutschen Volkes vor der ganzen Welt feierlich verkündete, daß jetzt das Ende der fogenanten Ueberraschungen gekommen ist. Als dies Europa hörte, konnte es auf atm en. Hitler erklärte seine Bereitwilligkeit zur breitesten Zusammenarbeit. Es scheint, daß sich die deutsche Politik entschlossen hat, die Armee niemals als Kriegsinstrument, sondern als Machtmittel zur Un­terstützung ihrer diplomatischen Forderungen zu be­nutzen. Die Rede Hitlers, von der wir nochmals betonen, daß sie eine Friedenskundgebung ist, weil wir keinen Grund haben, sie anders auf­zufassen, stellt einen gewissen Rahmen auf, in dem man erst die künftige Entwicklung des Bildes hin­einzeichnen muß. Im ganzen können wir auch bei der größten Vorsicht annehmen, daß die Welt noch nicht am Vorabend tragischer Begebenheiten steht. Das ist ein großes Kapital, mit dem wir weiterarbeiten können.

Das Hauptblatt der tschechisch-katholischen Volks­partei,Lidove Lisch", erklärt, die Ausführungen Hitlers über die Minderheitenfrage feien gewiß keineswegs als eine Einmischung in die in­neren Angelegenheiten der Tschechoslowakei aufzu­fassen. Auch diese Stelle gibt durchaus die Möglich­keit guter Beziehungen zum Deutschen Reich. Der tschechisch-agrarischeVenkov" sagt, man müsse mit dem Reichskanzler übereinstimmen, wenn er sich entschieden gegen die unverantwortlichen Verbreiter falscher und hetzerischer Nachrichten wendet. Das linksdemokratischePrager Tagblatt" findet, daß Hitler nicht entgegenkommend genug gesprochen habe. Selbstverständlich ist auch das tschechisch-sozial- demokratischePravo Lidu" mit Hitlers Rede un­zufrieden.

Das Scho in Warschau.

W a r s ch a u , 31. Ian. (DNB.)Gazeta Polska" weist auf die Ruhe und Selbstsicherheit hin, die aus der Rede des Führers gesprochen habe. Bei der Aufzählung der Bedingungen für eine Befriedung Europas habe der Reichskanzler zum erstenmal die Minderheitenfrage erwähnt; Polen könne gegen eine derartige Formulierung natürlich nichts einwenden. DerKurjer Poranny" meint, die wich­tigste Frage, nämlich die der Abrüstungsbeschrän­kungen, sei so formuliert worden, daß man nicht hoffen könne, auf diesem Gebiet positive Ergebnisse zu erreichen. (?) Adolf Hitler schaue auf Europa und die Welt mit anderen Augen als die westlichen Staaten. Für Hitler sei der Bolschewismus eine gefährliche Pest. Man müsse zugeben, daß der Nationalsozialismus in hohem Ausmaß einen wich­tigen Grundsatz der Demokratie verwirklicht Hube, nämlich dasRecht der kleinen Leute", höchste Stellungen im Staate einzunehmen. Die Ausfüh­rungen des Kanzlers Über Produktion und Arbeit seien die wirtschaftliche Doktrin eines Menschen, der die Schwachen und Armen versteht. Das Argument über die Notwendigkeit, die Produktion von synthe­tischem Benzin und Kautschuk fortzusetzen, sei über­zeugend gewesen. Wenn Deutschland auf diese Weise wirklich 20 000 Menschen beschäftigen könne, dann seien alle anderen Gesichtspunkte gegenstandslos. Der Vierjahresplan des Kanzlers sei die Maß­nahme einer lebensstarken und arbeitswilligen Nation, die sich nicht unter die Diktatur Der Bankiers begeben wolle.

Der schwerindustrielleKurjer P o l s k y" be­tont den friedlichen Charakter der außenpolitischen Ausführungen. Die polnische Oeffentlichkeit nehme mit größter Befriedigung die Worte des Kanzlers auf, die die Beziehungen Deutschlands zu Polen kennzeichnen Ihr friedlicher Charakter könne nicht bestritten werden. Auch der konservative C z a s" geht auf die Sätze der Rede, die sich mit Polen befassen, besonders ein. Die Reichskanzler vor Adolf Hitler hätten die Finktion von demSaifon- ftaat" Polens aufrechterhalten. Diese eines ernst­haften Politikers unwürdigen Rechnungen feien nicht aufgegangen. Die positiven Worte, mit denen Hitler Polest erwähnte, seien ein ernsthafter Faktor für die Nachbarbeziehungen zwischen Deutschland und Polen, die erst dann beiden Nationen wirklich Nutzen bringen würden, wenn sie sich auf ein volles gegenseitiges Vertrauen stützen. Man könne wohl ohne Uebertreibung sagen, daß die Rede des Reichskanzlers ein wesentlicher Beitrag 3ur Entspannung der internationalen Beziehungen sei.

Erleichterung in Washington.

Washington, 31. Jan. (DNB.) Die Rede des Führers wurde mit großem Interesse studiert. In politischen Kreisen der Bundeshauptstadt herrscht ein Gefühl der Erleichterung über den friedlichen, versöhnlichen Ton Adolf Hitlers vor. Als besonders beruhigend sieht man überall die Ver­sicherung des Führers an, daß d i e Zeit der Ueberraschungen nun vorbei sei. Die Be­merkungen über Kriegsschuld, Reichsbahn und Reichsbank betrachtet man vorn deutschen Stand­punkt aus als verständlich. Dabei wird hier hervorgehoben, daß die Versailler Behauptung von der deutschen Kriegsschuld in den Vereinigten Staa­ten schon seit Jahren als ungtaubwür- d i g galt. Neben diesem erfreulichen Bekenntnis, daß das amtliche und politische Amerika ebenso wie die Reichsregierung die Lüge von der deutschen Kriegsschuld für tot hält, wird jedoch in politischen Kreisen Enttäuschung darüber geäußert, daß der außenpolitische Teil der Rede angeblich keine konstruktiven Vorschläge für die aller­seits dringend ersehnte Befriedung Europas mache. In diesem Sinne schreibt auch die der Regierung in außenpolitischen Fragen nahestehendeWashington Post".

freundlicher, als vielleicht erwartet wurde."

Oer erste Eindruck der führerrede in London.

London, 31. Jan. (DNB.) Ueber den ersten Eindruck, den die Führerrede in London gemacht hat, verbreitet das Reuter-Büro einen Bericht, der u. a. besagt:Der allgemeine Eindruck in London geht dahin, daß Hitlers Rede die Dinge nicht för­dert. Die Aera der Ueberraschungen ist zwar vor­über, aber die Aera der Zusammenarbeit scheint noch nicht begonnen zu haben. Reuter erklärt, daß die besonderen Punkte, die Außenminister Eden in feiner kürzlichen Unterhausrede in Bezug auf eine europäische Generalregelung erwähnte, von Herrn Hitler etwas unbestimmt behandelt worden seien. Z. B. scheine Edens Argument, daß alle Na­tionen als potentielle Partner ausgenommen wer­den müßten, durch eine Bekräftigung des Stand­punktes beantwortet zu werden, daß Deutsch­land es ablehne, irgendetwas mit dem Bolschewismus zu tun zu haben, und sich derDoktrin der Zweiblocks" zuwende, die anderswo nicht angenommen worden sei. Der Füh­rer spreche davon, daß der Völkerbund um­zubilden sei. Aber es sei in London nicht klar, was er sich darunter vorstelle. In gewissen Stellen seiner Rede betont Herr Hitler, daß Deutschland keinen Wunsch nach Isolierung hat, aber das Gewicht, das er an anderen Stellen seiner Rede auf einen ausschließlich deutschen Gesichtspunkt legt, wird in London dahin ausgelegt, daß er eine Haltung beizubehalten wünscht, die im Gegensatz zur britischen Politik steht. Die Aufkündigung der Kriegsschuldklausel des Versailler Vertrages stellt aber nichts neues bar. Auch wird in London der Ankündigung Hitlers keine besondere Bedeutung bei­gelegt, daß er beschlossen habe, die deutsche Eisenbahn und die Reichsbank ohne Vorbehalt unter die Ober­hoheit der Regierung zu stellen.

Preß Association schreibt u. a.: Hitlers Rede wird, wenn sie erst einmal gründlich geprüft worden ist, in britischen Kreisen wahrscheinlich einen etwas enttäuschenden Beigeschmack hinterlassen, obwohl ihr allgemeiner Tenor gegen­über England ausgesprochen freundlich klingt. Trotzdem die Darlegungen, die sich auf Edens Unterhausrede gestützt haben, ziemlich kritisch sind, hat Hitler erneut seine Bereitwilligkeit bekundet, zusammen mit England an der Sicherung des Friedens zu arbeiten, ohne jedoch irgendwelche greifbaren Vorschläge zu machen. Der ganze Ton der Rede ist, selbst wenn sie konstruktive Vorschläge vermissen läßt, gegenüber gewissen Kreisen freund­licher, als vielleicht erwartet worden war. Ihre Bezugnahme auf die Sowjetunion war vorsichtig, und die Tschechoslowakei wurde nicht er­wähnt. Die Furcht, die Frankreich immer empfun­den hat, ist vielleicht infolge der Erklärung des Führers etwas zerstreut worden.

Sunday Times" schreibt, daß der Führer seine Botschaft an Europa nicht mit einer alar­mierenden Geste begleitet habe. Seine Aufkündigung der Schuldklausel habe nur das amt­lich gemacht, was die meisten Deutschen mit Recht ober mit Unrecht ftänbig gesagt hätten, seitdem die­ser Vertrag unterzeichnet worden sei. Hitler habe wieder an seine früheren Abrüstungsan- geböte erinnert, die alle abgelehnt worden sind, mit Ausnahme des englisch-deutschen Flottenabkom-

mens. Wenn das bedeutet, daß er noch immer einen englisch-französisch-deutschen ßuftpaft wünschen sollte, so wird er London immer noch bereit finden, dabei zu helfen, daß ein solcher ausgehandelt wird. Ton und Stimmung seiner Antwort auf die kürz­liche Rede Edens legten feinen Wunsch für eine weitere Erörterung nahe. Britische Staatsmänner wünschten das gleiche.

Observer" hebt hervor, die Rede sei wegen ihres friedlichen Tones bemerkenswert und ihre friedliche Note werde willkommen geheißen. In London habe Hitlers beispielhafte Zurückhaltung den besten Eindruck hervorgerufen.Sunday Expreß" schreibt, wenn Hitler erkläre, daß ein Krieg zwi- Deutschland und Frankreich unmöglich fei, so sage er das, um die Befürchtungen derjenigen Fran­zosen zu beruhigen, die glaubten, daß Deutschland eines Tages über den Rhein westwärts fegen und Frankreich überrennen werde. Wegen dieser Be­fürchtung habe Frankreich seinen Pakt mit Ruß­land geschlossen. Durch eine Beruhigung dieser Furcht hoffe man, in Frankreich die Bewegung gegen diesen Pakt zu stärken.

Lord Londonderry, der frühere englische Luftfahrtminister, ging in Seccham Harbour bereits auf die Führerrede ein. Die Behandlung Deutsch­lands seit dem Kriege sei eine tragische Dummheit gewesen. Die Staatsmänner Europas im Jahre 1815 hätten Frankreich ebenso behandeln können. Die Klugheit von Castelreagh und Wellington hät- ten aber Frankreich und Europa davor bewahrt. England habe aber dieses Mal unglücklicherweise Frankreich die Möglichkeit gegeben, eine Politik zu treiben, die die Rehabilitierung Deutschlands im­mer wieder hinausgeschoben habe. Diese Politik sei auf das starre Festhalten am Vertrag von Versailles zurückzuführen, der an Unfähigkeit und Nutzlosigkeit nichts Gleiches aufzuweisen habe. Ohne deutsche Mitarbeit sei es unmöglich, auf eine Aera des Friedens hinzuarbeiten. Ein Verständigung könne nur erreicht werden, wenn man anerkenne, daß man mit Deutschland auf der Grundlage der Gleichberechtigung verhandeln müsse, wenn man weiter anerkenne, daß Deutschlands Schwierigkeiten größer seien als die englischen und daß man dar­über hinaus daran festhalte, daß Hitler Frieden wünsche.

Lebhafte Zustimmung in Italien.

Ro.m, 31.Jan. (DNB.) DerMessagero" stimmt in seinem Kommentar der Führerrede voll und ganz zu. Die Erklärung, derzufolge die Zeit der Ueberraschungen abgeschlossen sei, habe über­all Beruhigung hervorgerufen. Der Führer habe damit wahrhaft dem Frieden gedient. Ander­seits seien die Ablehnung des Bolschew i s- m u s und des Begriffes eines unteilbaren Frie­dens Grundsätze der deutschen Außenpolitik, die von allen in Rechnung gestellt werden müßten, die zur europäischen Zusammenarbeit bereit sein wollten. Die Rede verschließe keine Wege, sondern öffne fie für alle Verständigungen, die auf einer klaren Einsicht beruhen. Die wiederhol­ten Hinweise auf das Italien Mussolinis seien ein erneuter Beweis für die richtige Ein­schätzung der Kräfte des heutigen und zukünftigen Europas. Man könne nur den Wunsch hegen, daß eine solche richtige Wertung sich überall in Europa siegreich durchsetze. Dann würden viele Probleme, die heute noch unüberwindlich zu sein scheinen, sich leicht lösen lassen.

Die TurinerS tamp a" bezeichnet die Rede als ein Dokument der Klärung und der Orientie­rung in der gegenwärtigen europäischen Lage. Zu­rückziehung der erzwungenen Unterschrift unter den Versailler Vertrag sei keine Herausforderung, son­dern der Abschluß einer Reihe von einseitigen Hand­lungen, durch die Deutschland die Gleichheit und die Ehre wiedererlangt habe. Der Weg sei von den Ueberbleibseln des Krieges, die einer offenen Und vollständigen Zusammenarbeit des deutschen Volkes mit den anderen europäischen Staaten entgegenstanden, gesäubert worden. Der Kanzler habe auf die Sympathie und die Freund­schaft zu dem stolzen Italien angespielt, was in den Herzen der Italiener den stärksten Wi­

derhall auslösen müsse. Mit seinen Darlegungen über den wirtschaftlichen Vierjahresplan habe der Führer denen eine Lektion erteilt, die sich einbilden, ein wirtschaftliches und finanzielles utopisches Netz als Universalmittel gegen alle liebel ber Mensch, heit schaffen zu können. Hitler habe sich mit allem Nachdruck gegen die von Eden behauptete unsinnige Gleichstellung von Faschismus und Bolschewismus, die die gefährlichste Ansicht der gegenwärtigen Zeit darstelle, gewandt.

Auch das halbamtlicheVoce d'Jtalia" sagt: Es kann keinen Aufbau und keine Zusammenarbeit in Europa geben, wenn man den Ko m rnunis- mus zuläßt, der nach Ursprung und Zielsetzung das direkte Gegenteil davon ist. Der Kampf gegen den Kommunismus ist daher gleichbedeutend mit dem Schutz der nationalen Kulturgüter und eine Vor­aussetzung für die internationale Solidarität. Zwi- schen Italien und Deutschland herrscht darin vollkom. mene Uebereinstirnrnung, nicht aber zwischen Hitler und Eden, der weiter auf dem Irrtum einer Gleich» stellung des Faschismus und des Kommunismus beharren will. Das Blatt geift dann die Worte über das Recht Deutschlands auf Kolonien heraus, die, wie es hinzufügt, unmittelbar einleuch' ten. Mit ihrem Hinweis auf die hohe deutsche Pro- duktionsfähigkeit und mit ihrer Klarstellung in Sachen Portugals sind sie direkt an jene beiden Mächte gerichtet, die in Paris das deutsche Kolo­nialreich untereinander aufgeteilt, haben. Nach An­sicht der halbamtlichenVoce d'Jtalia" ist nun­mehr eine zielbewußte, bestimmte und unablässige Aktion Deutschlands zur Wiedererlangung sein er Kolonien zu erwarten. Dabei will Deutschland dramatische Ueberraschungen vermeiden, was aber nicht die unerbittliche Einhämmerung der deutschen Kvlonialansprüche ausschließe.

festlicher Ausklang des ZO.Januar.

Der historische fackelzug zur Reichskanzlei.

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Der Fackelzug vor der Reichskanzlei. Rechts hinter dem Führer Generalfeldmarschall von Blomberg und Reichsminister Rudolf Heß. Im Vordergrund Stabschef Lutze und der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach. (Presse-Illustration Hosfmann-M.)

Berlin, 30. Jan. (DNB.) Zu einem unvergeß­lichen Erlebnis gestaltete sich beim Abschluß des vierten Jahrestages der nationalen Erhebung der Fackel­zug der SA. durch das Brandenburger Tor. Die Wilhelmftraße ist seit Anbruch der Dunkelheit in ein Meer von Licht getaucht. Im Lichte ungezählter Scheinwerfer, die auf den Dächern montiert sind, leuchtet eine wahre Farbensymphonie in Not und Gold hervor. Auch der Wilhelmplatz ist überstrahlt von ungezählten Lichtbögen, die ihn wie mit einem Dach überdecken. Scheinwerfer tauchen die lange Front der Staatsgebäude und ihre blutroten riesi­gen Fahnen mit den goldblitzenden Bändern in taghelles Licht.

Ein bitterkalter Wind fegt durch die Straßen. Aber je näher der Beginn des Fackelzuges heran­rückte, desto breiter wurden die Menschenmauern, die den Marschweg säumen. Und mehr und mehr wurde aus den Massen, die den Wilhelmplatz und die Bürgersteige füllten, ein einziges wogendes Meer. In der Siegesallee versorgten Feldküchen der NSV. nicht nur die Teilnehmer des Fackel­

zuges, sondern auch die vielen frierenden Zuschauer.

Kurz nach 20 Uhr setzt sich der Fackelzug in Be­wegung. Unter den Klängen des Badenweiler Mar­sches marschiert die Spitze durch das Brandenburger Tor. Voran der Führer der SA.-Gruppe Berlin- Brandenburg Obergruppenführer v. I a g o w. Ihm folgt in Zwölferreihen der Gruppenstab, und dann die Feldzeichen der SA. An der Spitze die Standarten Horst-Wessel, Kütemeyer, Hans Eber­hardt Maikowski und das alte Berlin-Spandauer Feldzeichen. Nach den SA.-Männem tauchen die glänzenden Sturzhelme des NSKK. auf, dann fol­gen die politischen Leiter, HI., die Ehrenabordnung der NSBO., die Werkscharen, der Arbeitsdienst, der NSDStB., die NSKOV., der RLB., die TENO., die DLV., der Reichstreubund und der Kyffhäuser. Jubelnd grüßen die Massen auch die schwarzen Ko­lonnen der SS. Den Abschluß bildet die Leib- st and arte, die im Stahlhelm und mit angezo­genem Gewehr durch das Brandenburger Tor marschiert.

Als der Fackelzug von den Linden her dem Wilhelmsplah näher kommt, tritt der Füh­rer auf den Balkon. Und nun bricht auf dem stanzen weiten Platz ein Jubelsturm los, in dem öie klänge der Musik untergehen. Um den Führer sind alle seine engsten Mitarbeiter ver­sammelt. Neue Scheinwerfer flammen auf und lassen den Balkon in blendend weißem Licht erstrahlen, vom Dach der Reichskanzlei leuchten Scheinwerferkegel dem Zug entgegen. Und bann Zieht die SA. vor ihrem obersten Führer vor­bei. Kolonne um Kolonne, hart und ehern ist der Marschtritt dieser braunen Garde. In der Linken halten die Männer die lodernde Fackel, die Rechte streckt sich zum Gruß empor und ihre Blicke gehn hinauf zum Balkon, sind fest auf den einen Mann gerichtet, den Lenker der deutschen Geschicke, den geliebten Führer der Nation.

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