GlehenerAnzeiger
Dienstag, AO Dezember
Erbitterte Kämpfe bei 20 Grad Kälte
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Das Ritterkreuz
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ilnsere Soldaten im Osten brauchen nöliger als Du warme Kleidung! Denke daran!
In der Gebend um Balange neu gelandete Truppen bedrohen den Abschnitt im W e st e n Manilas. Die Zerstörung verschiedener Flugbasen um Manila durch japanische Luftangriffe hat die Luftwaffe der Philippinen praktisch außer Gefecht gesetzt.
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29. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
An der O st f r o n t halten die Abwehrkämpfe In unverminderter Härte an. Vor Leningrad erzielte schwere Artillerie des Heeres fünf Treffer auf einem sowjetischen Schlachtschiff.
vei erneuten Luftangriffen gegen feindliche Truppen- und Schiffsbewegungen in der Straße von fierffd) wurden ein Transporter versenkt und sechs weitere Transporter sowie zahlreiche kleinere Fahrzeuge beschädigt.
In vordafrika fühlte der Feind gegen die deutsch-italienischen Stellungen im Raum von Agedab ia vor. In erfolgreichem Gegenangriff wurden 58 britische Panzerkampfwagen sowie eine größere Anzahl von Panzerspähwagen und Kraftfahrzeugen vernichtet. In derLyrenaika wurden Flugplätze und Truppenansammlungen des Feindes bombardiert.
Im Seegebiet nördlich Tobruk erzielten deutsche Kampfflugzeuge mehrere Treffer auf einem britischen Zerstörer und einem im Geleit fahrenden Handelsschiff.
Ein deutsches Unterseeboot griff auf der höhe von Warsa Watruk einen militärischen Geleitzug an. versenkte zwei britische Transporter mit zusammen etwa 9000 VRT. und beschädigte ein weiteres Schiff durch Torpedotreffer.
Auf der Insel Malta griffen deutsche Kampfflugzeuge bei Tag und Rächt mit guter Wirkung britische Flugplätze und Hafenanlagen an.
Britische Bomber griffen in der Rächt zum 29. Dezember Orte in Westdeutschland und im norddeutschen Küstengebiet an. Die Zivilbevölkerung hatte besonders in Emden Verluste an Toten und verletzten. Renn der angreifenden britischen Bomber wurden abgeschossen. Lin weiteres britisches Flugzeug wurde beim Versuch, am Tage in die besetzten Gebiete einzufliegen, zum Absturz gebracht.
Bei den Abwehrkämpfen der letzten Tage zeichnete fich Oberleutnant Muegge als Führer eines Jnfanteriebataillons in hervorragendem Maße aus. Mit den sehr schwachen Kräften seines Bataillonsstabes tovrf er den eingebrochenen, weit überlegenen Feind aus eigenem Entschluß lm Gegenangriff zurück, nahm eine vom Feind besStzkr Ortschaft und hielt diese gegen weitere starke Angriffe. Der Führer hat dem Oberleutnant Muegge das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.
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Der Wehrmachtbericht.
DRB. Aus dem Führerhauptquartie
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innerhalb weniger Tage die erforderlichen Streitkräfte für den konzentrischen Angriff auf Serb-cn bereitgestellt wurden und dennoch der Angriff auf Griechenland nicht verschoben wurde. Dabei wagte
man es auch trotz der großen Geländeschwierigkeiten, den Schnellen Truppen von vornherein kriegsentscheidende Aufträge zu geben und, man hatte sich, wie die Ereignisse bald zeigten, in ihrer
Kriegsanstrengungen, als vielmehr dem Studium der chinesischen Frage. Die letzte Entwicklung in Ostasien hat nach Londoner Meldungen in britischen Kreisen die Befürchtung ausgelöst, daß Tschungking-China als Faktor für die strategischen Pläne der Antiachsenmächte infolge der japanischen
Truppenteil beherrscht das Wasser-Reservoir, aus dem das Elektrizitätswerk Manilas gespeist wird.
Erfolge in Fernost bald ausfallen könnte, wenn nicht in großem Ausmaße unterstützt werde.
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Mitkämpfer für eine bessere Zukunft.
Unsere Ausländskorrespondenten berschten an der Jahreswende aus den befreundeten Nationen.
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Englands Bittgänge um Hilfe
Churchill in USA., Eden bei den Bolschewisten.
Slowakische Bewährung.
Von unserem L.-Berichterstatter.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Preßburg, Ende Dezember 1941.
Der Krieg ist die Bewährung der jungen Völker des neuen Europa. Er entscheidet über ihr Schicksal und ist die Schwelle zu einer besteren, gerechteren Zukunft, lieber der Slowakei stand auch im Jahre 1941 der Krieg. Und schon heute kann man sagen, daß die slowakische Nation diese erneute Bewährungsprobe bestanden hat. Zum zweiten Male innerhalb Zweijahresfrist steht sie in hartem Kampf an der Seite Deutschlands, dessen höchste Anerkennung für die vorbildliche Bündnistreue ihr aus dem Munde des Führers selbst zuteil wurde, der bei dem Besuch der slowakischen Staatsmänner im Hauptquartier erklärte: „In den Slowaken haben wir uns nicht getäuscht."
Die Bewährung eines Volkes liegt aber nicht allein im Kriege. Sie zeigt sich vor allem auch in der inneren Disziplin und dem Standhalten an der Heimatfront. Aus dem Blick für die Notwendigkeiten einer im Umbruch befindlichen, sich evolutionär aufbauenden neuen Welt entspringt die große Verpflichtung, durch Ausrichtung des Innenlebens und der Kraftreserven des Volkes die Voraussetzungen für den Sieg zu schaffen. Die slowakische Nation ist an diese gewaltige Aufgabe sofort nach Erringen des selbständigen slowakischen Staates gegangen und hat in mühevoller Arbeit, während fich ringsum bereits allenthalben weltpolitische Entscheidungen in atemberaubendem Tempo anbahnten, ihren Aufstieg vorbereitet. Das Jahr 1941 diente dem Ausbau des Erreichten. Es gelang, die Wirtschaft in mustergültiger Ordnung weiterzuentwickeln. Die Arbeitslosigkeit wurde restlos zum Verschwinden gebracht, das soziale Niveau des arbeitenden Menschen gehoben. Der Außenhandel nimmt ein immer größeres Volumen an. Die Jnvestitions- und Aufbauarbeiten finanziert sich heute der slowakische Staat in einem Ausmaß, wie es früher nie möglich war. Der slowakische Arbeiter erhält den Familienlohn. Der Boden und die Landwirtschaft gehen aus jüdischen Händen in den Besitz des einheimischen Bauern über, die landwirtschaftliche Erzeugung wird gehoben. Auch der Gewerbetreibende und der Kaufmann gewinnen durch die Entfernung des jüdischen Elementes und der slowakische Intellektuelle kann sich in allen Zweigen des öffentlichen Lebens, in der Staatsführung ebenso wie in Wirtschaft und Kultur geltend machen. Das markante Zeichen für die allgemeine Entjudung der Slowakei, die im Jahre 1941 ihren Höhepunkt erreichte, ist der Judenkodex, der auf der Grundlage der Nürnberger Gesetze die Ausmerzung des Judentums nach rassischen Gesichtspunkten gesetzlich regelt. Theore-
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Berlin, 29. Dez. (DNB.) Trotz der starken Latte von tedroeife mehr als minus 20 Grad er- kberten am 28. Dezember die Truppen eines beut« hen Armeekorps im mittleren Frontab - chnitt in harten und erbitterten Kämpfen ein ei einem bolschewistischen Angriff vorübergehend
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Jpoh von japanischen Truppen genommen.
Tokio, 29. Dez. (Europapreß.) Japanische Streitkräfte haben am Sonntagmittag die strategisch wichtige Stadt I p o h angegriffen und erobert. Die Japaner stoßen in Verfolgung der zurückweichenden Briten weiter nach Süden vor. Der Fall der Stadt Jpoh, die das Zentrum der britischen Zinngewinnung und gleichzeitig einer der wichtigsten Punkte der an der Westküste von Malaya entlangführenden Eisenbahnlinie ist, gibt den Japanern die Möglichkeit, ihren Nachschub zum Vorstoß auf Singapur schneller heranzubringen. Wie „Tokio Asahi Schim- bun" ergänzend berichtet, hatten die Engländer i m Gebiet des Perak-Flusses st arte Verteidigungsanlagen angelegt; die von der 11. Division — hauptsächlich Indern — unter dem Oberbefehl des Generalleutnants Dion gehalten wurden. Die Japaner warfen den Feind jedoch nach kurzen, äußerst heftigen Kämpfen aus diesen Stellungen und zwangen ihn durch Verfolgung zu schnellem Rückzug. Nach dem Uebergang über den Perak-Fluß setzten die Japaner ihren Vorstoß nach Süden fort und haben bereits Jpoh, die Hauptstadt der malaiischen Provinz Perak, genommen.
Manila von den Japanern bedroht.
Tokio, 29. Dez. (Europapreß.) Jrn südlichen Teil der Insel Luzon gelandete japanische Truppen besetzten einen strategisch wichtigen Platz an der Eisenbahn st recke nach Manilck sowie den
kerlorengegangenes Höhengelände zurück. Stärkere sindliche Kräfte, die das Gelände vergeblich zu ver- Itibigen suchten, würben von ben beutschen Trup- ben, bie am Nachmittag des 28. Dezember ihren Angriff umfassend vortrugen, eingeschlossen knb stehen vor ihrer Vernichtung. In zahlreichen hegenangriffen und Entlastungsvorstößen mit Pan- prunterstützung versuchten die Bolschewisten bis- ?r, der Einschließung zu entgehen, ober den beut« hen Ring zu burchbrechen. Neun feindliche Pan- L'rfampfroagen wurden vernichtet. Die Kämpfe auerten in ben Abenbftunden des 28. Dezember joch an. .
Das deutsche Heer im Jahre 1941.
Von General der Artillerie z.V. Ludwig.
Dank ber gewaltigen Siege der deutschen Wehrmacht waren zu Beginn des Jahres 1941 die günstigsten Vorbedingungen für den Entfcheidungs- kampf in Europa geschaffen. In weitem Halbkreis stand die deutsche Wehrmacht zum Angriff auf England bereit. Niemand zweifelte daran, daß sie jeden ihr gestellten Auftrag erfüllen würde. Mit berechtigter Sorge sah daher England dem kommenden Schlage entgegen. Zur Ablenkung bemühte es sich mit allen Mitteln, die Achsenmächte aus anderen Kriegsschauplätzen zu verwickeln und ihren Zusammenhalt zu lockern. Durch einen Ucberraschungs- angriff in Nordafrika gelang es ihm, ben Italienern die Cyrenaika zu entreißen. Aber in bewährter Bundestreue eilte bas Afrikakorps unter bem tapferen General Rommel zu Hilfe und entriß ben Briten in zwölf Tagen das, was sie in drei Monaten erobert hatten. Was hier deutsche Soldaten unter den ihnen völlig fremden Kampsoerhältnissen des Wüstenklimas geleistet haben, wird für alle «t zu den schönsten Ruhmesblätttern der beut« riegsgeschichte gehören.
Den vereinten Bemühungen Churchills, Roosevelts und Stalins gelang es dann, auf bem Balkan ben ersehnten neuen Kriegsschauplatz bock; noch zu schaffen. Dort war im März eine bcutsche Heeresgruppe in bem befreunbeten Bulgarien zur Unterstützung des italienischen Kampfes mit Griechenland bereitgestellt worden. Der durch britisch-amerikanisches Gold herbeigeführte Staatsstreich in Belgrad vom 27. März mit seinen deutschfeindlichen Demonstrationen aber schuf eine völlig neue Lage. Wenn es England gelang, den Serben Verstärkun-
Welt eine große Rolle spielen müßten. Das kann kaum etwas anderes heißen, als dem Bolschewis- mus in ber britischen Innenpolitik Tür und Tor zu öffnen. Es muß mit Englands Macht schon recht bergab gegangen sein, wenn bie „Times" mit solchen sehr zweischneibigen Empfehlungen sich bei dem bolschewistischen Bundesgenossen lieb Kind zu machen sucht.
„Wo bleibt die LtGA -Flotte?"
Sorgenvolle Betrachtungen Liddell Harts zur Lage in Ostasien.
Stockholm, 30. Dez. (DNB. Funkspruch.) Der bekannte englische Militärkritiker Liddell Hart sagt in einem Sonderbericht für die südamerikanischen Zeitungen: In ber dritten Kriegswoche habe sich die Situation in Ostasien zweifellos bedenklich verschlechtert. Außer ber Offensive in Malakka hätten die Japaner auch zur See glückliche Operationen in ständig wachsendem Maße durchgeführt. Ihre Geleitzüge gelangten ohne nennenswerte Schwierigkeiten zum Malaiischen Archipel und schifften Truppen auf wichtigen britischen und norbarnerikanischen Besitzungen aus. Hongkong sei gefallen, bie Philippinen in schwerster Gefahr. Auf Malakka seien die wichtigsten Zinngruben und Kautschukplantagen besetzt, auch sei Sumatra und Singapur bedroht. Die Schnelligkeit dieser Erfolge überrasche. Möglicherweise seien sie auf bas Verschulben ber örtlichen Militärbehörden zurückzuführen. Sie beruhten auf der „zumindest augenblicklichen japanischen Seeherr- schaft" und hätten durch eine Aktion der USA.- Flotte vermieden werden können, falls diese eingesetzt worden wäre, bevor die Japaner festen Fuß faßten. Die anglo-amerikanische Stellung breche zusammen, nur eine sofortige nordamerikanische Flottenaktion könne die Lage retten.
Churchill in Ottawa eingetroffen.
Stockholm, 29. Dez. (Europapreß.) Ministerpräsident Churchill ist am Montagmorgen zusammen mit bem kanabischen Ministerpräsibenten Mackenzie King in Ottawa eingetroffen.
Cden auf dem Wege nach Tschungking.
Vichy. 29. Dez. (Europapreß.) Die Nachricht von der Reise Edens nach Moskau hat hier nicht sonderlich überrascht, zumal da sie nur eine Etappe auf bem Wege des britischen Außenministers nach Tschungking ist. Wie in neutralen Beobachterkreisen verlautet, gilt bie Reise Edens nicht so sehr einer Koordinierung der britischen und sowjetischen
|9l. Jahrgang Nr. 508
Krickiemt täglich, außer Sonntags und feiertags
Beilagen:
Meßener Tvcimilienblättex Heimat imBild DieSchoUe
Bezugspreis:
Nonatlich... RM.1.80
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Berlin, ?9. Dez. (DNB.) Der Führer und tderste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh das Merkreuz an Generalleutnant Laux, Komman- mr einer Infanteriedivision; Generalleutnant
i 111) ö f t, Kommandeur einer Jnfanteriedivi- bn; Oberst Wagner, Kommandeur eines Jn- fnterieregiments; Oberst Fries, Kommandeur enes Infanterieregiments; -Brigadeführer und keneralmajor der Waffen-^ Bittrich, Kommcm- biur eines ^-Regiments.
tisch ist damit das Judenproblem in der Slowakei gelöst. Der praktische vorläufige Schlußstrich ist spätestens im Frühjahr 1942 zu erwarten, wenn alle Juden in 14 Ghettostädten zum Abtransport im Zuge ber europäischen ©eneralbereinigung gesammelt sein werben. Auf diesem Gebiete ist bie Slowakei mit unter ben ersten Staaten, die frühzeitig die zur Konstituierung eines neuen Europa erforderlichen Maßnahmen nicht nur erkannten, sondern dieser Erkenntnis entsprechend auch realisierten.
Die Slowakei denkt heute durchaus gesamteuropäisch. Sie tat dies schon zu einer Zeit, da die europäische Solidarität noch weit außerhalb der politischen Linie der meisten Völker des Kontinents lag. Diesem Denken gemäß ist auch ihr Handeln. Beides zusammen, Gesinnung und Tat, befähigen und berechtigen bie kleine Slowakei, an ber Seite der Großen mitzukämpfen für eine bessere Zukunft. Das Jahr 1941 zeigt nicht bas geringste Abweichen von der großen politischen Linie. Zu Beginn des Jahres erneuerte Ministerpräsident Dr. Tuka in feierlicher Form das Bekenntnis ber Slowakei zu den Prinzipien des slowakischen Nationalsozialismus und prägte dieses in die berühmten 14 Punkte von Trentschin-Teplitz. Der 24. Juni brachte den Kriegseintritt gegen ben bolschewistischen Weltfeind, um in schwerem Kampfe ber in Pistyan am 20. September 1936 beschlossenen ideologischen Absage an ben Kommunismus treu zu bleiben. Am 25. November folgte bie formelle Bestätigung des antikommunistischen Weltbündnisses im Kreise der sich zur Antikominternfront zusammenschließenden Weltmächte. Dazwischen liegt im Oktober ber Besuch ber Staatsmänner Tiso, Tuka, Mach und General Catlos im Führerhauptquartier und ein zweiter Besuch des Staatspräsidenten Dr. Tiso bei den slowakischen Soldaten an ber Ostfront.
Die Slowakei hat im vergangenen Jahr auch ihre zwischenstaatliche Stellung wesentlich gefestigt. Besonders enge Fäden knüpfte sie zu ber deutschen Garantiemacht. Wiederholt kam deutscher Besuch zu Gast in die Slowakei, so die Reichsminister Dr. Goebbels, Dr. Frick und Funk. Auch slowakische Staatsmänner weilten verschiedentlich im Deutschen Reiche, wie letzthin wieder Innenminister Sana Mach und Wirtschaftsminister Dr. Medricky. Die Gründung der Deutsch-Slowakischen Gesellschaft in Berlin und Wien sind sichtbarer Ausdruck der herzlichen Beziehungen zwischen beiden Völkern.
So geht die Slowakei unbeirrt ihren Weg an ber Seite ber Ordnungsmächte des neuen Europa als Mitkämpferin für eine bessere Zukunft. Sie hat sich dank ber Voraussicht ihrer führenden Politiker rasch in ben größeren Rahmen hineingefunden, der das neue Europa kennzeichnet, und sich einen Platz gesichert, dessen sie sich auch auf Grund der zukünftigen Leistungen würdig erweisen wird.
In harten und erbitterten Kämpfen, die bis in te Abendstunden des 28.12, andauerten, wiesen je deutschen Truppen im Süd teil der Ostfront rehrere bolschewistische Vorstöße, die von Jnfan- l-rie, Kavallerie und Panzerkampfwagen geführt rurden, erfolgreich ab. lieber einen Bahndamm nroeg griff der Feind mehrfach die deutschen Stel- .ngen an. Alle Angriffe kamen jedoch im zusam- engefaßten deutschen Abwehrfeuer zum Stehen. :mei feindliche Panzerkampfwagen wurden ver- chtet. Erst in den Abendstunden stellten die Bol- yroiften ihre Vorstöße nach schweren Verlusten n und zogen sich zurück. An einer Stelle des ampsgebietes war es feindlicher Kavallerie ge= mgen. die vorgeschobenen deutschen Sicherungen i durchstoßen und in die deutschen Stellungen ein- ibrechen. Im Gegenangriff, der sich bis in die acht hinein hinzog, wurden die bolschewistischen eiter von deutscher Infanterie niedergeworfen, uch im Nachbarabschnitt kam es zu einem harten .impf um einen Bahnhof, gegen ben ber Feind mit iirfen Kräften einen Vorstoß führte. Auch hier urde ber bolschewistische Angriff von ben deutschen ruppen ab gewiesen, der Bahnhof blieb fest in deut-
yo?ti tot H686 Srantf vrühlscheUniversttätrdruckerei8.La«ge General-Anzeiger für Oberhessen -iehen^Zchulstrahe 7-9
gen zuzuführen, waren die in Albanien kämpfenden italienischen Truppen in der Flanke bedroht. Der Gegner rechnete ohne Zweifel damit, daß in dem schwierigen Gebirgsgelände Serbiens starke deutsche Kräfte für lange Zeit gebunden sein würden. Der Führer aber kam allen diesen Ueberlegungen und rx • ~ . v , n-. ■ v , Möglichkeiten mit blitzschnellem Entschluß zuvor. Es
südlichen Zugang zur Stad^ Em anher er | roar Meisterleistung deutscher Strategie, wie T rntMnyntu'if nonorrtmt nrt« MUntier^’Rolt'rnnii* mt« :_______r. << ... n- J < • - ... a —.
Berlin, 29. Dez. (DNB.) Wenn es den Briten sstecht geht, halten sie Reden oder inszenieren Kon- srenzen. So reifte Churchill nach Washington 8; Roosevelt, und so weilt Eden bei Stalin in Moskau, um dort Hilfsgesuche anzubringen. Denn in etwas anderes handelt es sich bei diesen Reisen licht. Es sind Bittgänge um Hilfe. Wenn auch das eglische Nachrichtenbüro Reuter aus Washington reibet: „Man fühlt hier, daß die Besprechungen, : i? in den letzten Tagen in Washington und in
Moskau stattfanden, das Schicksal Deutschlands be- (igelt haben, dessen Niederlage jetzt nur noch eine fkiche ber Organisation und der Zeit ist." .Mit so lächerlichen Redensarten kann man die Welt längst nicht mehr hinters Licht führen. Entscheidend ist nirnlich in diesem Krieg nicht das Gerede von Chur- fel oder seines Außenministers. Entscheidend ist vielmehr der Erfolg der Waffen. Und diese sind dr den Briten, Bolschewisten und Roosevelt-Jün- zc7n bisher immer unterlegen gewesen.
Tinen für Englands schwierige Lage bezeichnen« ’n Kommentar zu Edens Verhandlungen in Mos- lei enthält ein bemerkenswerter Leitaufsatz ber ; Firnes", der sich mit ben Grundlagen der britischen feßenpolitik beschäftigt und die Forderung nach II n f d) a 11 u n g ber Sowjets in die euro- pci-sche Politik an führender Stelle nach Beendi- 8lrig dieses Krieges aufstellt. Es klingt eigenartig, p gerade bie konservative „Times" sich zur Ver- Mcrin einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen ®iofibritannien und dem Bolschewismus macht und den gemeinsamen Anstrengungen dieser beiden
Minder das stärkste Bollwerk für die Wahrung des siedens der Welt sieht. Man rede manchmal da- so heißt es in dem Artikel weiter, daß Eng- die Wahl habe zwischen einer Politik, die sich ll~ Europa beschränke ober einer Politik, die über [h Atlantik gehe. Diese Annahme fei aber falsch, hn militärische und wirtschaftliche Faktoren veröl'en es England, den kontinentalen ober den ozea- "'chen Aspekt aus seinem Gesichtskreis auszufchlie- ■ Großbritanniens Außenpolitik könne nur auf festen Grundlage der Zusammenarbeit mit den
Ml. im Westen und mit der Sowjetunion im en beruhen. Diese gemeinsame Politik könne nur durch eine wachsende Gemein- ®nnfeit der politischen Ideale zustande Raunen. England könne nicht nur viel bei ben P'mofratien auf der anderen Seite des Atlantik 4 ®frnen, sondern auch bei den Bolschewisten, deren y y.fftrin der Tradition Großbritanniens zwar fremd t deren soziale und wirtschaftliche Erfolge aber :’He Länder bereits praktisch und theoretisch beein- "vt hätten und bei der künftigen Neuordnung der


