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Samstag, 30. / Sonntag. 31. August 194t

GietzenerAnzeiger

Blick über den Hafen von Reval.

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bislang die Plutokraten und Kapitalisten diesen An. teil für sich mit Beschlag belegten.

Für diefe Plutokraten kämpft England, kämpfte Frankreich und im Solde dieser Plutokraten steht heute Moskau. Das alte französische Regime ist ge- stürzt, ganz Europa hat sich der Idee der euro­päischen Neuordnung zugewendet und die gewal­tigen Siege und Vernichtungsschlachten gegen den Bolschewismus bahnen und öffnen mit einem sel­tenen Elan endlich dem neuen Europa den Weg ins Freie. Gerade am Tage, da der Duce zum Führer kommt, sind neue gewaltige Erfolge er­rungen worden. Der Kriegshafen Reval ist in deutscher Hand, der modernste Kriegshafen der Bolschewisten, Baltisch-Port, trägt jetzt die Hakenkreuzflagge, zahlreiche bolschewistische Trans­porter sind versenkt, Kriegsschiffe beschädigt und zerstört worden. Unsere Truppen stehen mit fin-

1939/40 den Ausbau non Baltisch-Port und Reval zu höchst modernen Kriegshäfen und Landstützpunk­ten mit Hochdrnck begonnen. Das Ergebnis ist zu- sammensassend: Das ganze Baltikum ist in deutscher Hand. Es bedeckt eine Fläche von 166 000 qkm, ist also größer als England (ohne Schottland). Aber das Baltikum ist wiederum noch nicht der fünfte Teil der gewaltigen Ländermasse, die deutsche Truppen in 67 Tagen besetzt haben.

Die Einnahme der Kriegshäfen Reval und Baliisch-port.

flugzeuge in der vergangenen Nacht aus einem ge­sicherten Geleitzug westlich Pembroke zwei 5)andelsschiffe, darunter einen großen Tanker mit zusammen 12 000 BKT. Einige Luftangriffe richte- ten sich gegen englische Flugplätze.

Versuche der britischen Luftwaffe, am gestrigen Tage im besetzten Gebiet, am Kanal und an der holländischen Küste anzugreifen, brachen in der deutschen Abwehr zusammen. Der Feind verlor 3 1 Flugzeuge, darunter 17 Bomber. Davon schossen Jäger und Flakartillerie 23, Vorpostenboote und Marineartillerie sieben britische Flugzeuge ob. Ein feindliches Jagdflugzeug wurde durch Tnfanterie- befchuß zum Absturz gebracht.

In Nordafrika führten deutsche und italie­nische Sturzkampfflugzeuge vernichtende Angriffe gegen Hafeneinrichtungen, Ftakstellun^en und Ma­teriallager in Tobruk aus. Deutsche Kampfflug­zeuge griffen in der Nacht zum 28. August militä­rische Anlagen im Hafen von Suez wirksam mit Bomben an.

Britische Flugzeuge warfen in der letzten Nacht an einigen Orten Westdeutschlands Spreng- und Brandbomben. In Wohnvierteln entstanden Ge­bäudeschäden. Flakartillerie und Nachtjäger schossen sechs der angreifenden Äomber ab.

Hauptmann Hermann I o p p i e n , Inhaber des Eichenlaubes zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, kehrte nach feinem 70. Luftsieg vom Feindflug nicht zurück. Mit ihm verliert die Luftwaffe einen ihrer kühnsten und erfolgreichsten Jagdflieger.

Der Wehrmachibericht.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 29. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, nahmen Truppen des deutschen Heeres am 28. August im Zusammenwirken mit der Kriegs­marine und der Luftwaffe nach hartem Kampf den stark befestigten Kriegshafen Reval. Auf dem Her­manns-Turm der alten Hansestadt weht die Reichs­kriegsflagge.

Roch am gleichen Tage stießen Truppen des deut­schen Heeres zu dem nach modernsten Gesichtspunk­ten angelegten Kriegshofen Baltisch-Port vor und nahmen ihn. Mehrere tausend Gefangene wur­den eingebracht. Sechs Küstenbotterien und weiteres unübersehbares Kriegsmaterial fielen in unsere Hand.

Im Kriegshafen Reval wurden 19 mit Trup­pen und Kriegsgerät beladene Transporter, ein Z e r ft ä r e r und neun andere kriSgsfahrzeuge versenkt. Der Schwere KreuzerKirow", ein Zer­störer und fünf weitere Kriegsschiffe wurden schwer beschädigt.

Im Finnischen Meerbusen versenkte die Luftwaffe drei Sowjettransporter mit zusammen 13 000 BRT. und erzielte Bombentreffer auf einem Zerstörer.

Auch an den übrigen Teilen der Oft fron f sind die Operationen im guten Fortschreiten.

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Zwischen Narwa und Luga.

Berlin, 29. Aug. (DNB.) Im Roum zwischen Narwa und Luga erreichten die deutschen Truppen an allen Stellen die befohlenen Ziele und fügten den Bolschewisten in ständigem Vordringen blutige Ver­luste zu. 5000 Gefangene wurden in diesem Front­abschnitt eingebracht, 23 sowjetische Panzerkampf­wagen, 45 Geschütze verschiedenster Kaliber und eine große Anzahl von Maschinengewehren und Granat­werfern, Infanteriegeschützen und Handfeuerwaffen wurden erbeutet oder vernichtet.

Oer KreuzerKirow-.

Mit dem Schweren KreuzerKirow", der in den Kämpfen vor Reval schwer beschädigt wurde, ist eines der mobernften Kriegsschiffe der sow­jetischen Kriegsmarine außer Gefecht gesetzt worden. Der Kreuzer ist 1936 in Dienst gestellt worden. Er ist der erste Kreuzer seiner Klasse, dem fünf weitere der gleichen Art für die sowjetische Ostseeflotte folgen sollten. Der Kreuzer hat eine Wasserverdrängung von 8000 Tonnen und entwickelte eine Geschwindig­keit von 33 Knoten. Er ist mit neun 18-cm-Ge- schützen, je vier 10,2 cm- und 3,7-cm-Flugabwehr- geschützen und vier Maschinengewehren bestückt. Dar­über hinaus verfügt der Kreuzer über zwölf Tor­pedorohre modernster Art und eine Katapultvorrich­tung für zwei bis drei Seeflugzeuge. Er hatte eine Besatzung von 624 Mann und konnte auch als Minenleger eingesetzt werden.

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Der Duce im Führerhauptquartier.

Erörterung aller politischen und militärischen Fragen.-Llnabänderlicher Witte der Achsen machte zur Fortsetzung des Krieges bis zum siegreichen Ende.

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lln den politischen und militärischen Besprechun- |e nahmen von deutscher Seite auch der Neichs- nnifter des Auswärtigen von Ribbentrop der Lhef des Oberkommandos der Wehrmacht, 8-neralfeldmarschall Keitel, teil.

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Im Angesicht neuer Siege.

Von unserer Berliner Schristleitung.

Sieber einmal steht bie Welt unter dem Einbruck Zusammentreffens der Führer der beiden ledsenmächte. Das Verhältnis zwischen Deutschland roi Italien ist heute in jedem Angehörigen der eben Nationen fest und unverrückbar verankert. )ii Welt selbst weiß diese Begegnungen ebenfalls i ihrer Bedeutung zu schätzen, sie schließt aus item Zusammentreffen der beiden Führer ohne öf teres auf bevorstehende gewaltige Ereigmste. Vinn sich diesmal der Führer und der Duce im Kitschen Führerhauptquartier treffen, Jo Ut öas !ie zehnte Begegnung. Sie wird wie jedes anderen Treffen aus diesmal die innigen und tofrauensDoIIen Beziehungen und die klare Zu-

...........

DRV.Aus dem Führerhauptquartier, r.August. Der Führer und der Duce hatten li der Zeit zwischen dem 25. und 29. August eine Zusammenkunft i m Führerhaupt- parlier.

In den Besprechungen, die im Führerhauptquar- ftr der Nord- und Südfront ftattfanden, wurden s lernititärifchen und politischen Fra g: n, die die Entwicklung und die Dauer dis Krieges betreffen, eingehend erörtert Dic Augen wurden im Geiste der engen Kameradschaft mfc der Schickfalsverbundenheit geprüft, der die Lziehungen zwischen den beiden Achsenmächten kcrnzeichnet. Die Besprechungen waren durchdrun- g, von dem unabänderlichen Witten der beiden I lker und ihrer Führer, den Krieg bis zum sieg- pchen Ende fortzusehen.

Die neue europäische Ordnung, die aus fcfem Siege hervorgehen wird, soll möglichst weit- g,end die Ursachen beseitigen, die in der Argangenheit zu den europäischen Kriegen Beran- Ir ung gegeben haben. Die Vernichtung der blfchewisiifchen Gefahr und der plu- lilratlfchen Ausbeutung wird die Mög- li- feit einer friedlichen, harmonischen und siuchtbaren Zusammenarbeit aller kvilker des europäischen Kontinents sowohl aus pitischem als auch auf wirtschaftlichem und ful- twüem Gebiet schaffen.

5m Verlaufe dieses Besuches begaben sich der Zihrer und der Duce zu bedeutenden Punk- Itn der Oft front, wobei auch eine der im Äimpf gegen den Bolschewismus eingesetzten i t a - Ionischen Divisionen besichtigt wurde. An- < Mich des Besuches der Sübf ronf wurden der Zjhrer und der Duce durch Generalfeldmarschall üi n Rundftedt begrüßt Außerdem fanden Be- W in den Hauptquartieren des Reichsmar- süa11s und des Oberbefehlshabers des h, eres statt

Jn der Begleitung des Duce befanden sich der IKlienische Botschafter in Berlin, Dino Alfieri, i|kt Lhef des italienischen Wehrmachtgeneralstabes, Sinetal Eava11ero, der Kabinettschef Gefand- h Anfufo in Vertretung des durch Krankheit «-hinderten Außenministers Graf Liano, die Ge- z eräle Marras und Gandin sowie eine Reihe m lerer höherer Generalstabsoffiziere. Der deutsche i Silschaster von Mackensen und der deutsche InWtärattache in Rom, Generalleutnant von Rin- lcl e n, nahmen gleichfalls an der Fahrt des Duce

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'öfenagenturen nichts anderes zu tun wußten,

dem Aushören der Achse zu fabeln. Sie hatten "'m immer noch nicht erkannt, baß der ^vlutionäre Schwung bie beiden Staaten ein , f ihre Bünbniskrast und ihr Derantwortungs^ -?d»ußtsein so stark waren, baß sie eine Neuordnung *NPQ5 in Angriff nehmen konnten, die enSUly

diesem zerteilten und den höllischen Emsluss _ £ englischen Plutokratie und des Moskowitertum^ Umliegend en Festland ein Gebilde machen w - Nrt)alb dessen jeder Staat und jeder einzelneEU- ^Der Brot und Arbeit und einen gerechten

01 den Produktionsgütern finden soll, wayrerw

>rmenarbeit vertiefen.

^iefe Zusammenarbeit wurde eingeleitet mit der lieffini en frage, ->l- sich Deutschland vor- ?laltlos auf die Seite Italiens stellte und dazu iiihalf, den von Genf aus unter Edens Führung frr Italien verhängten Wirtschaftskrieg zu zer- rchen. Sie erfuhr eine besondere Verstärkung, als die beiden Achsenmächte an der Net t ung anien5 vor dem von England gewollten 2Zoi- hwismus aktiv teilnahmen und das Blut der oeul- N und der italienischen Kämpfer in Spanien mit der nationalbewußten Angehörigen des eye- s so großen spanischen Reiches einen »nt bi N der bisher allen Belastungsproben gewachten Bc" und jetzt im Endkampf gegen das Moskowiter- seine besondere Bewährung sindet.

Vs hn März 1940 sich der Führer und der Duce N erstenmal auf b em Brenne r trafen, hatten Irland und in feinem Schlepptau Frankreich

Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer biS 8'/,Ubr des Bormittags

An-eigen-Preise:

Ameigenteil 7 Rpf. je mm bet 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite

Nachlässe:

Wiederholung Malftaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/° mehr

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Das Baltikum in deutscher Hand.

e>m Zusammenwirken mit der Kriegsmarine und der Luftwaffe wurden nach hartem Kampf der stark Lfeftiate Kriegchafen Reaalund der weiter west­lich gelegene Kricgshasen B a l 11 s ch - P o r t ge­nommen Schon in Len letzten Tagen wurde b-rich- ftt daß zahlreiche Sowsetdampter ,m S'nmschen Meerbusen durch die Marine, durch die Lustwaftc und durch Minen zum Sinken gebracht wurden Die Bolschewisten haben noch auszuraumen versucht und das um so mehr, als d.e Kriegsmaterialoer,or- aung non Petersburg knapp wird, nachdem -etzt d,°

Bahn PetersburgMoskau von unftrer Infanterie erreicht und unterbrochen ,ft Diese Absichten find gescheiter^ Im chafen non Menal li-n/n 19 mit Truppen und Kriegsmaterial be- *eh9pne Transporter, die versenkt wurden. Genau so ^,e n den anderen eroberten baltischen S)äfCn pbau Windau. Aiga und Pernau wird unsere Kriegsmarine nicht faul s°m. ihre Bergungsschiffe einzusetzen Die 19 versenkten Transporter sind mit

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nischen, slowakischen, ungarischen unb rumänischen Verbänben tief in Feinbeslanb, unb es ist ganz felbstoerftänblich, baß italienische Truppen an biefem Vernichtungsselbzug gegen ben bolsche­wistischen Drachen genau so teilnehmen wie beutsche Truppen in Italienisch-Norbafrika bie gemeinsame Sache Schulter an Schulter mit ben Italienern verfechten. Wenn bie freimaurerisch-jübischen Po­tentaten ber englisch sprechenben Plutokratien von irgenbwo im Atlantik ihre Weltversklavungsziele verkünbeten, ohne bie Macht unb bie Kraft zu haben, sie ben Europäern aufzuzwingen, bann ist bie Begegnung bes Führers mit bem Duce ein klarer Beweis dafür, daß die Fahne der Achsen­mächte über Europa weht und dieses neu zu orb- nende Europa ein Fels ist, an bem jeher Ansturm ber plutokratisch-bolschewistischen Feinbe ber gerech­ten Neuorbnung Europas zerschellen wirb. E. 8.

Zwei Jahre Seekrieg.

Bon Hans Pochhammcr, Fregattenkapitän z. V.

Die Augen unseres Volkes, ja ber ganzen Welt finb auf die Sowjetunion gerichtet, wo Heer und Luftwaffe ben Bolschewismus nieberringen. Gleich­zeitig aber geht ber unsichtbare Kampf gegen bie britische Seetyrannei, ben seit zwei Jahren in vorderster Front bie deutsche Kriegs­marine trägt, unerbittlich weiter. Erkennbarer als bei Ausbruch des Weltkrieges trat Englanb dies­mal als unser Hauptwiderpart schon in Erscheinung, als der Führer noch hoffen burfte, bie festländischen Fragen ohne bie ozeanische Störung glätten zu kön­nen. Jeber Krieg aber, an bem England teilnimmt, ist ein Seekrieg unb muß also auf ber salzigen Flut entschieben werben. So ungeheuer groß bie beutschen ßanbfiege in unser Bewußtsein treten, ihre Krönung finden sie erst in ihrer Auswirkung auf Englanb.

Die Jahre ber Aufrüstung genügten wohl, bie deutsche Schlagkraft zu Lande und in ber Luft kriegsstark zu machen, aber nicht zu r See, so emsig auch bart gehämmert unb geübt würbe. Ein großes Kriegsschiff z. B. hat vier Jahre Bau­zeit, eine U-Bootserie mag bis zur Gefechtsbereit­schaft mit ber Hälfte auskommen. Aber gerade in ben Kleinkampfmitteln ftanben wir doch neben ben etwa 20 Zerstörern, 6 Leichten Kreuzern, drei Panzerschiffen unb 2 Schlachtschiffen so, daß wir ben uns aufgezwungenen Kampf auch auf bem Meere mit gutem Gewissen aufnehmen konnten!

Der Ablauf bieser zwei Seekriegsjahre hat das bestätigt. In ber Ostsee war hn polnischen Feld- zug mit geringem Einsatz die Ausgabe schnell ge­löst: Flankenschutz des Heeres gegen englische Be- brohung burch die Belte, Sicherung Danzigs und ber Sßerbinbung mit Schweden unter Ausschaltung ber' polnischen Seestellung, Unterbindung bes fe^nd- liehen Handels mit ben Dftfeeftaaten, im ganzen also Beherrschung dieses Raumes. Ist mit ber Sow­jetunion auch hier ein zahlenmäßig stark überlege­ner neuer Gegner erwachsen, so schreitet seine Nie- bertämpfung zur See doch ebensoplanmäßig" fort, wie zu ßanbe.

Die Nordsee hat ihre wehrgeographische Be- beutung seit bem Weltkriege wesentlich gcänbert. Die Mine und der Torpebo, getragen von U-Boot, Schnellboot unb Zerstörer, dazu die Luftwaffe ha­ben die einstigeHochsee" in einKüstenvorfeld" gewanbelt, bas große Ueberwasfereinheiten zu mei- ben haben. Solche standen auch 1939 in weit gerin­gerer Zahl zur Verfügung als 1914, bei sechsfacher Ueberlegenheit ber britischen Flotte über die deutsche. So wandte der Seekrieg sich von vornherein der eigentlichen Hochsee, den Ozeanen zu, während es in ber Norbsee leer unb still wurde. Dafür sorgte schon ein großesWarngebiet", das wir sofort in ihre Mitte legten, ähnlich wie England den süd­lichen Ausgang zum Weltmeer, den Kanal mit Mi­nen sperrte. Der Nordausgang aber, die Shet- land e n ge , blieb offen und ist es, anders als im Weltkriege, noch heute. Durch ihn brachten wir im Winter 1939/40 unter oft tollkühnem Einsatz ihrer Besatzungen noch 84 Handelsschiffe ein, mit 478 928 BRT., voran dieBremen". Hier taufen unsere U-Boote aus und ein; durch ihn stoßen un-

91. Mrgang Ur. 206

Lrfcheint täglich, außer Sonntags und feiertags

Beilagen:

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Bezugspreis:

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ihren Ladungen durchaus nicht verloren. So oder so kommen sie uns zugute.

In ben zusammenfassenben Sondermelbungen vom 6. Auaust hieß es aus-brücklich, baß bie Opera­tionen an oer finnischen Front und der Kampf ber Kriegsmarine einer späteren Berichterstattung Vorbehalten bleiben müssen. Aber jeder Deutsche weiß, baß bie Sowjets eine recht stattliche Ostsee- flotte teils mobernifiert, teils neu erbaut hatten. Diese Ostseeslotte ist offensiv überhaupt nicht zur Wirkung gelangt. Wichtige Transporte mürben von ber beutschen Kriegsmarine absolut gesichert. Dar­über hinaus würben offensive Vorstöße gemacht. Unsere Schnellboote finb in bravourösem Einsatz wieberholt zu Schuß gekommen. Der Sowjetflotte bleiben jetzt nur noch bie Inseln Dagö und Oesel, die Festungen Hangö, Kronstadt und Petersburg selbst als Stützpunkte. Entscheidend ist, daß die sow­jetische Ostseeflotte von drei Seiten durch bie beutsche Luftwaffe kontrolliert wirb.

Daher auch der überaus erbitterte Wiberstanb der Bolschewisten in dem an sich aussichtslosen Kampf um die Norbecke von Estlanb. Sie haben jcrfort nach ihrem Krieg mit den Finnen im Winter

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