Bessarabien restlos vom Feinde befreit
1
G
Möglichkeiten,
Verbesserung in der Rentenversicherung
(Nachdruck verboten.)
'Fortsetzung.
b
er
a
it* * *
iS
ß e
Ü
S
I» r 0 (1
Westlich des Pelpus-Sees find feindliche Kräfte durch die mit der Säuberung Estlands beauftragten Verbände ebenfalls elnge- fchlosten und flehen vor ihrer Vernichtung.
Stärkere Kampffliegerverbände bombardierten in der letzten Nacht mit guter Wirkung Rüstungswerke, Versorgungsbetriebe und Verkehrsanlagen der Stadt Moskau.
3m Kampf gegen England verfenkte die Luftwaffe nordwestlich der Shetland-Inseln ein Handelsschiff von 1000 BRT. Vor der englischen Südostküste erhielt ein großes Handelsschiff einen Bombenvolltreffer. Weitere Luftangriffe richteten sich in der vergangenen Nacht gegen Hafenanlagen an der Nordost- und Südostküste der 3nfeL Ein Vorpostenboot fchoh ein britisches Flugzeug ab.
Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichsgebieten fanden weder bei Tage noch in der Nacht statt.
rumänische Truppen haben das Wündungs- (Mct des Dnjesir erreicht. Bessara- \a ist damit restlos vom Feinde befreit. 3n der Ukraine schreiten die Operationen etlg fort.
Vie im Zuge des Durchbruchs durch die Stalin-
9 ß nj 11 tk
u iö
e
Die Dominiks.
Roman trän Hellmuth Nl.Dottcher.
Verdunkelungszelt
30. Juli von 21.16 bis 5.35 Uhr.
„Fünfhundertfünfzigtausend!" sagt Frinzka. Ablassen kann man ja noch immer. „
„Herr Lind interessiert sich auch für die Aktien.
„So?" lächelt Dominik. „Dann wäre es doch das beste, Sie brächten die Verhandlungen mit Herrn Lind zunächst einmal zum Abschluß. Mein Vor-
)!■ ö
V
if
und Einfluß in der Aktiengesellschaft gesehen — heute hängt davon Gedeih und Verderb ab.
Nissen sucht Frinzkas letzten Vries heraus und ieht nach dem Datum, an dem das Angebot abläuft. . .
„Uebermorgen! Das sieht aus wie eine Fügung... Gerade noch zwei Tage Frist. Man braucht also bloß auf seinen letzten Brief zu antworten."
Soweit ist man also.
Friedrich Dominik beschließt, mit Frmzka gleich für morgen eine Zusammenkunft telephonisch zu verabreden. Auch das klappt.
Und nun reckt sich wieder die Frage auf: Wie bezahlen wir die Aktien? ...
Mit Leihgeld von der Werft? Der Kampf Mit den Aktionären ist ja sowieso da. Und mit der Majorität kann Dominik das Darlehen ebenso genehmigen, wie den Kauf von Birk & Co.
Krach wird es also auf alle Fülle geben — fo oder so! , . ,
Da ist es schon gleich, ob es noch em bißchen dicker kommt.
Aber durch den Erweiterungskauf und durch die Südamerika-Aufträge find alle Mittel der Werft disponiert. Schon für die Löhne der nächsten Monate wird das Bankguthaben kaum mehr reichen. Die Materiallieferungen wird man bereits mit den Akzepten begleichen müssen.
Doch die Mittel für Frinzka sind auf feinen Fall übrig. Da muß ein anderer Weg gefunden werden.
Welcher?
Bankkredit...? „
Es gibt keine andere Möglichkeit. Freilich: Welche Bank leiht heute einem Privatmann eine halbe Million. Immerhin ist in diesem Falle der Privatmann Direktor und Aktionär der Dominik-Werft. Sein Vermögen bietet vielfache Sicherheit, und die Geloumsätze der Werft sind für eine Privatbank recht ansehnlich.
Das wird man also mit Gottes Hilfe schaffen!
^geführten Kür- Ruhegelder wer-
jjtlt-in bet Richtung auf Smolensk überrannten Mstegruppen des Feindes sind nunmehr im roe- Mlichen aufgerieben. Der letzte Kessel o st- v,Sßts Smolensk gehl seiner Vernichtung fli(gtgen. Große Zahlen an Gefangenen und Deute ginnen als Ergebnis dieser gewaltigen Vernich- ß^schlacht In wenigen Tagen gemeldet werden.
Mskau als Industrie-
Starke Verbände der deutschen Luftwaffe haben
Aus der Stadt Gießen.
Oie Klingel.
Eben hast du dich auf dem Sofa ausgestreckt, um ein Diertelstündchen zu ruhen, da klingelt es an der Korridortür. Der Ton ist laut und vernehmlich. Seufzend begibst du dich aus deiner horizontalen Lage. Es begehrt jemand Einlaß, soviel steht fest. Vielleicht ist es eine wichtige Angelegenheit, vielleicht wartet sogar der Depeschenbote, wer kann es wissen? Es zeigt sich jedoch, daß draußen nur em kleines Mädchen steht: „Können Sie mir nicht sagen, ob hier im Hause Frieda Schulze wohnt?" Deine Spannung ist im Augenblick zusammengesackt wie ein lädierter Luftballon. Dazu also muß man dich vom Sofa holen, es ist zum Verzweifeln. Nein, eine Frieda Schulze wohnt nicht hier, sagst du und würdest gern noch etwas mehr sagen. Etwas Saftiges und Befreiendes natürlich, aber du schluckst es hinunter.
Ja, so ist es mit der Klingel. Sie scheint eigens dazu geschaffen, als- Gradmesser für die Empfänglichkeit des Menschen zu dienen. Zwar läßt es sich nicht bestreiten, daß es Menschen mit dickem Fell gibt, die sich durch den Lärm der Klingel nicht in ihrem Gleichgewicht stören lassen, im allgemeinen aber ruft schon das Ertönen der Klingel bei allen Familienmitgliedern eine sichtbare Reaktion hervor. Selbst der Zweijährige stürzt bereits zur Tür, als gelte es, eine unerhörte Sache zu erleben. Bezeichnend ist überhaupt, daß die verschiedenen Lebens-
jjiosfau und Umgebung rund 250 Betriebe, bar« unter befinden sich eine Reihe von Kombinaten, d. h. kirrßbetrieb en mit Zusammenfassung ver- s'Mener Produktionsstufen. Der Anteil Moskaus en her industriellen Gesamterzeugung beträgt rund 21) i h., bei einzelnen Industriezweigen ist der An- tül jedoch noch wesentlich höher. So ist der Bezirk |6|au z. B. am gesamtsowjetischen Maschinen- Elaii mit 25 v.h. beteiligt. Ferner beherbergt er zsoei Personenkraftwagenfabriken von drei Fabriken
iusaezahlt. . ,.
Lis allen Beiträgen, die vom 1. Januar 1924 bis ; m Ablauf des auf das Kriegsende folgenden Ka- l Mrjahres entrichtet sind, gilt die njd a r t » schift für Versicherungsfälle, die seit dem 26. Sluguft 1939 eingetreten sind, als erhalten.
Mr zum Bezug einer Rente aus der Invaliden- liier Angestelltenversicherung berechtigt ist, wird für den Fall einer Krankheit ver- jüchert und erhält die Leistungen der Kranken- t >Tpf)erung mit Ausnahme der Barleistungen. Zur ^eikmg der Ausgaben wird von den Jnvaliden- tlitten und den Ruhegehältern — nicht jedoch von Lrn Witwen-, Witwer- und Waisenrenten — mo= Mich 1 RM. einbehalten. Eine Kürzung der Rente tÄjedoch dadurch nicht ein, weil die Zuscklage und die krhöhunq der Grundbeträge in dem Gesetz auf S M. festgesetzt sind, so daß die Rentner den Zu-
Dorriottzen.
Tageskalender für Mltwoch.
Gloria-Palast, Seltersweg: „hohe Schicke".— Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die blonde Chrrsll .
Sprechstunde des Kreisleiters.
Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 31.7.41, nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen statt.
Berufsschulausbildrrng für Rechtspflegerlehrlinge.
Bon der Kaufmännischen Berufsschule zu Gießen wird uns mitgeteilt, daß mit der — wie bereits gemeldet — neu errichteten Derwaltungsberuss- schule eine Abteilung für Rechtspflegerlehrlinge (Bürolehrlinge der Rechtsanwälte, Notare und Gerichtsvollzieher) als Teil der Kaufmännischen Berufsschule mit ins Leben gerufen wurde. Die fraglichen Lehrlinge haben wöchentlich an zwei hcckb- taqen acht Unterrichtsstunden (zur Zeit infolge der Kriegsverhältnisse ermäßigt) in Wirtschaftskunde mit Schriftverkehr, Buchführung, Rechnen, Kurzschrift, Maschinenschreiiben, Deutsch und Reichs- kunde. Außerdem haben sie in Rechtskurse als spezieller Berufskunde wöchentlich zwei Unterrichts
schlag von 6 RM. zu ihrer bisherigen Rente ungekürzt erhalten. Die Krankenversicherung wird m Kürze durchgeführt werden. Die Rentenerhöhungen bleiben bei Prüfung der fürsorgerechtlichen Hilfsbedürftigkeit außer Ansatz.
Gleichzeitig konnte der Reichsarbeitsmmrster die Reichszuschüsse für Kleinrentner erhöhen. Die Erhöhung erfolgt mit Wirkung vom 1. Juni 1941 ab. Sie beträgt je nach der Größe der Gemeinden bei Kleinrentnern ohne mitunterstützte haushaltsangehörige 5 bis 6 RM. monalllch, bei Kleinrentnern mit einem mitunterstutzten haushaltsangehörigen 7 bis 8 RM. monatlich. Für jeden weiteren mitunterstützten haushaltsangehorigen erhöht sich der Reichszuschuß außerdem um je 5 RM. monatlich. Die neuen Beträge werden den Kleinrentnern von den Bezirksfürsorgeverban- ben baldigst gezahlt werden. Ein Antrag ist nicht erforderlich.
Japanische Exportkontrolle für Rohseide und Seidenfaser.
T o k i o, 30. Juli. (DNB. Funkspruch.) Als weitere Gegenmaßnahme gegen Roosevelts Em- frierungsorder ordnete das japanische Handels- und Jndustrieministerium die Exportkontrolle für Rohseide und Seidenfaser an, deren Hauptbezieher die USA. sind. Gleichzeitig wurde Britisch-Borneo auf die Liste der Länder gesetzt, deren . Guthaben blockiert sind. Ferner sind weitere elf britische Firmen bekanntgegeben worden, die unter die neuen Blockierungsmaßnahmen fallen.
: fier Vater dreht sich ärgerlich herum. Er spielt :• 01 Jun,r äs 0liegt auf der Hand. Dominik wird üirt & Co. selbst übernehmen müssen ...
Mn er denn das? hat er denn das Geld dazu? Üiü was soll er damit anfangen?"
I ■■ 8hb beunruhigen diese Sorgen des Herrn £o iiimt nicht. , _ .
;: ,6eine Sache, mein Mäuschen Seme Sache, iMitt er das Geld nicht hat — ich [b'.enfeJ"Lr/ S Es nicht haben — bann mag er feine Dominik Mn verkaufen! Es wird allerdings fchwerhalten, nach dem Krach in der Generalversammlung, i-i icher kommt, werden sich fürs erste_bu £eute mbie Dominik-Mtien nicht g°s"de reißen Uns Ärt wieder vor sich hin. „Na fchlietzlich muß Üminit sie eben mit Verlust abstotzen.
„IInb dann kaufst du sie?" forscht!Frau Lind/
! .Lewjß", bestätigt ihr Mann. „Wenn st-f niedrig iier.ua stehen, kaufe ich sie. Warum auch mcht. -ichhabe noch nie ein gutes Geschäft ausgeschlagen.
Dominik kann sich dann der Sanierung von Uil & Co. widmen. Zeit genug hat er ja.
»eit aenua — hat — er — bann? Frau LiM> lirngt die Aborte nur stoßweise heraus. ge- iruz hat er bann — was soll bas heißen?Er kann ttoh nicht zwei Firmen, die Konkurrenzgeschäfte be- irebrn, gemeinsam letten."
.»raucht er auch Nicht, EN Schätzchen erklatt I Ai Lind. „Braucht er auch nicht. Die Sorge um ‘ii Oominik-Werst nehmen wir ihm natürlich ab. Üiin alter Busenfreund wird von der Keneralver Itmlung wegen seiner Verfehlungen tmt s°f°rti° ! )ei Wirkung abberufen und —
-Unb - noch etwas?" flüstert Frau Linb zitternd.
.Sur noch eine Formalität, ^ne Rems °n wirs licfnil den Vorkommnissen eingehender beschäftigen lyi-je nach den Ergebnissen - dann Herr !ftei»rich Dominik so oder so gerichllich zur
<Aaortung gezogen ..."
alter eine verschiebene Empfänglichkeit für bie Klingel zeigen, wie Schopenhauer anschaulich nachweist. Der junge Mann und das junge Mäbchen inb voll Eifer babei, bem Abenteuer ober bem Glück bie Tür zu öffnen. Sie träumen jebenfalls bavon, baß es einmal Einlaß begehren könnte, weshalb sie um Himmels willen ben Augenblick nicht versäumen wollen. Der Mann in gesetzterem Alter benft beim Läuten eher an realere Möglichkeiten, boch hat er auch bereits pessimistische Anwanblun- aen. Je mehr Lebenserfahrung aber gesammelt wirb, um so größer ist bas Mißtrauen vor bem Deffnen der Tür. Zuletzt möchte man am liebsten bie Klingel ganz unb gar abstellen.
Doch bas geht lewer nicht. Eine abgestellte Klm- gel ist wie ein, taubes Ohr. Es könnte boch mal sein, baß jemand vor der Türe steht, ber etwas seht Erfreuliches mitzuteilen hat. Unb ba wir im Grunde alle mit biefer Möglichkeit rechnen, bleibt bie Klingel wo sie ist unb tönt, wenn jemand auf sie drückt. In früheren Jahren stand häufig ein Hausierer draußen, ber bringenb Heftpflaster ober Schnürsenkel anbot Damit ist es aus, und bas ist kein Schaben. Aber auch jetzt wirb man manchmal noch hervorgelockt, ohne daß eine Notwenbigkett besteht. Solchen Situationen gegenüber sollte man den Gleichmut eines Philosophen bezeugen unb sich sagen, baß es schließlich noch besser ist, eme Klm- gel zu haben, als überhaupt nicht geärgert zu werben. H. w. Sch.
unb Mungszentruln.
in ber Sowjetunion überhaupt. Don der fein- mechanischen und optischen Industrie liegen über 50 v. H. im Moskauer Gebiet, indem sich des weiteren rund 30 v. h. der installierten Leistung ber sowjetischen Kraftwerke befinben, unb außerbem zahlreiche Werke ber Textil-, ber Leber- unb Bekleibungs- und ber Le- bens - unb Genußmittelindustrie. Als wichtigstes Rüstungszentrum besitzt Moskau z. B. über 50 v.h. des bolschewistischen Flugzeugbaues, den weitaus größten Teil der F l a k g e - schützproduktion, derZünderfertigung für Artilleriemunition usw.
Schließlich ist Moskau infolge seiner zentralen Lage unter wehrwirtschaftlichen Gesichtspunkten noch besonders wichtig als Verkehrsknotenpunkt ersten Ranges. Es stellt nicht nur ben be- herrschenben Eisenbahnknotenpunkt dar, sonbern in ihm laufen alle Fluglinien unb Nachrichtenmittel zusammen. Endlich bildet Moskau einen wichtigen Schnittpunkt des bolschewistischen Binnen was- s erstraß en netz es. Der Moskau—Wolga-Kanal verbindet Moskau mit der Wolga, ber Haupt- Wasserstraße im europäischen Rußland, und damit auch mit bem Kaspischen Meer, sowie über bas Marienkanccksystem mit dem Weißen Meer und der Ostsee.
Ein • 0ope*** Arznei mittel ist ein Heilmittel aus den weltberühm- fen • Forschungsstätten.
Tausende von Ärzten verordnen ■ ßayefr« - Arzneimittel und erzielen damit glänzendeErfolge. Jede - Arzneimittelpackung gAYEER] ist kenntlich am - Kreuz.
< e y vV
0er Wehrmachiberichi.
DJtB. Aus dem Führerhauptquarller, jii(L Das Oberkommando der Wehrmacht gibt
„So ober so?" , .
„Jawohl", bestätigt Lind. „Vielleicht auch so — unb so. Zivilrechtlich auf alle Fälle. Vielleicht interessiert sich auch der Staatsanwalt für den Fall.
Triumphierend drehte er sich halb um, um die Wirkung seiner Worte zu beobachten.
Da liegt Brigitte vor ihrem Sessel ohnmächtig auf ber Erde.
„halbseidenes dummes Ding!
Frau Lind will aufspringen unb Helsen. O Gott, wie schwer ihr die Beine sinb. Sie kann sich kaum Vorwärtsschleppen. Mattheus Linb klingelt nach bem Mäbchen unb telephoniert nach bem Arzt.
Albernes Getue!
Die ganze Laune ist ihm verdorben. *
Friedrich Dominik spricht doch noch auf alle Fälle bei seinem Anwalt Dr. Klarer vor. Aber auch der kann ihm keine Hoffnungen machen, daß bie Sache ^,L°zu ist ja schließlich der Aufsichtsrat nach dem Willen bes Gesetzgebers ba, baß er Aufsicht fuhrt. Und wenn Ihr Statut ausbrücklich bestimmt, baß Erweiterungen nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werben dürfen? — ich verstehe nicht, mein verehrter Herr Direktor, warum Sie sich da in biese Gefahr begeben konnten! Herr Luid ist boch schließlich kein Unmensch, wo's ums Gelbver- bienen geht. Unb bie Notwendigkeit bes Kaufes von Birk & Co. hätte ihm sicher eingeleuchtet, wenn Sie sie ihm klar geschildert hätten."
Der Anwalt geleitet seinen Gast bis Zur Tur.
„<5ie sollten versuchen, mit ben übrigen Aktionären Fühlung zu nehmen", rät er als Abschiebstrost.
So bespricht beim nun Friebrich Dominik alle Fragen eingehenb mit Nissen. Der Junge ist verhältnismäßig gefaßt, obwohl ihn Lmbs Brief schwer getroffen haben muß.
Alle Möglichkeiten werben beleuchtet, alle Wege in Gedanken weiter verfolgt.
Es gibt nur einen: die Beschaffung der Majorität.
Koste es, was es wolle.
hat man früher mit dem Gedanken, die Frmzka- fchen Aktien zu erwerben, nur gespielt — heute ist er die einzige Rettung, hat man früher m der Majorität einen angenehmen Zuwachs von Macht
stunden, die von Rechtsanwalt Köhler, hier, er* teilt werden.
Arbeitseinsatz der ausländischen Kräfte.
NSG. (Sauleiter unb Reichsstatthalter Sprenger hatte die Leiter ber Arbeitsämter im Gau Hessen-Nassau zu einer Sitzung in bas Adolf-Hitler-Haus zu Frankfurt zusammengerufen, um ben Arbeitseinsatz von auslänbischen Arbeitskräften unb Kriegsgefangenen zu regeln. An biefer Sitzung nahmen außerdem alle an dieser Frage interessierten Behörbenleiter teil. Eine Aussprache biente ber Klärung bieses Fragenkomplexes sowie zur Ergreifung grundsätzlicher Maßnahmen.
*
** Der Front würdig ... In unvergleichlichem Siegeszug zerschlägt unsere Wehrmacht im Osten die zum Einfall in deutsches Land bereitgestellten Jnvasionsarmeen der Sowjets. Einen nicht geringeren Einsatzwillen — und sei es aus noch o bescheidenem Platz — praktisch zu betätigen, das ist bie ethische Forberung, bie sich für joben Volksgenossen aus bem gewaltigen Vorbild unserer kämp- enben Truppe ergibt. Der beutsche Luftschutz ist sich biefer Verpflichtung stets bewußt! Weit über eme Million Amtsträger bes Reichsluftschutzbunbes helfen in treuer, ehrenamtlicher Arbeit bie Abwehrfront gegen feinbliche Luftangriffe schmieden. Der inneren Befriedigung, bie immer ber schönste Lohn für diese Einsatzfreube im Selbstschutz sein wirb, entsprechen auch bie bem Reichsluftschutzbunb und seinem Wirken zuteil gewordenen Werterkenntnisse führender Persönlichkeiten aus Staat unb Partei. Einige in biesem Sinne befonbers markante Äußerungen veröffentlicht „Die Sirene", bie große illustrierte Zeitschrift des Reichsluftschutzbunbes, in ihrem neuesten heft.
** Ein Meifterabenb froher Unterhaltung, ber unter bem Titel „8 von ber Tankstelle froher Laune" am 4. August im Gloria-Palast Gießen durchgeführt werden wirb, wirb Gelegenheit geben, mit einer Reche bekannter Künstler des Runbfunks, des deutschen Operettentheaters, des Kabaretts und ber Varietebühne einige Stunben hei
teren Erlebens zu verbringen.
** Wohnungsjubiläum. Am 1. August werben 50 Jahre vergangen fein, in denen die Familie M o o tz, später W e h r u m in bem Hause bes Spebitions- unb Fuhrunternehmers Joh. heinr. Preiß, Wetzlarer Weg 80, wohnt. Dieses seltene Jubiläum ist sowohl für die Wohnungsmieter, als auch für den Vermieter eine Auszeichnung, denn es bekundet die schöne Harmonie' bie währenb eines halben Jahrhunberts in gutem Gemeinschaftsgeist zwischen ben beiben Familien geherrscht hat.
Gießener Schlachtviehmartt.
Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schilachtvieh-Derteilungsmarkt) in der Diehver- steigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 42L bis 47, Bullen 41 bis 51,5, Kühe 19,5 bis 48,5, Färsen 27 bis 46,5, Kälber 30 bis 57, Schafe 28 Rpf. je Vz Kilogramm Lebendgewicht. Für Schweine wurden je Kilogramm Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,26, bl (135 bis 145,5 kg) 1,26, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,24, c (100 bis 119,5 kg) 1,20, d (80 bis 99,5 kg) 1,14, e—f (unter 80 kg) 1,10, gl (fette Sauen) 1,26, i (Altschneider) 1,24, g2 (andere Sauen) 1,14, h (Eber) 1,14 RM. Marktverkauf: regelmäßig, alles zugeteilt.
kaufsrecht bebeutet ja juristisch nicht, baß ich Ihnen ein Gebot machen soll. Zeigen Sie mir ein schriftliches Kaufgebot bes Herrn Linb. Ich werbe mir bann überlegen, ob ich gemäß unserem Vertrage eintrete."
Frinzka antwortet nicht gleich. Von Lind heute ein auch nur einigermaßen erträgliches Angebot zu bekommen, ist nach ber vorgestrigen Aussprache aus- geschlossen. Linb weiß, baß bie Zeit für ihn arbeitet Wenn Frinzka ihm wenigstens nicht versprochen hätte, in ber Generalversammlung gegen Dominik zu stimmen! Damit hat er seinen besten Trumps aus ber hanb gegeben. Zu bumm! Daß so ein Kar- binalfehler einem alten Fuchs wie ihm unterlaufen mußte!
„Der Vorkaufsvertrag ist aber boch nicht gültig!
versucht er zu lavieren, trotzbem er mit biefer Behauptung schon einmal in bie Sackgasse geraten war.
Bums! Sitzt er roieber drin.
„Einverstanden!" lächelt Dominik. „Sie kennen meinen Standpunkt auch für die Eventualität."
Frinzka wirb noch zaghafter.
Ist sich Dominik seiner Position in der Aktiengesellschaft so sicher, daß er es auf das äußerste ankommen läßt, ankommen lassen darf? Man möchte es fast annehmen, womöglich hat er gar bereits mit Lind irgendein geheimes Abkommen getroffen? Lind steht immer da, wo das meiste Geld verdient wirb. .Vielleicht hat Dominik ihm anbere Vorteile geboten? Vielleicht ist ber letzte Austrag bes Kampfes zwischen ben alten Feinden noch einmal vertagt? Kann auch sein, daß Lind aus diesem Grunde seit Monaten nicht mehr auf das Namborner Gespräch zurückgekommen ist.
Oder die Frauen haben ihre Hand im Spiel? Auffällig genug ist doch, daß ber junge Dominik im Hause Linb ein- unb ausgeht. Da kann der haß nicht mehr so groß sein. Vielleicht ist die Feindschaft überhaupt schon begraben, und das Gespräch in ber Weinstube von vorgestern war vielleicht bloß ein raffiniertes Gaukelspiel, mit bem Lind ihn aus- horchen wollte.
Kann sein — alles das kann fein.
Frinzka findet sich nicht zurecht. Eine vertrackte Geschichte. Er verlegt sich aufs handeln.
(Fortsetzung folgt)
Berlin, 29.M. (DNB.) Das neue Gesetz über bie Verb esserung ber ß Blutungen tih 1 er Rentenversicherung vorn 24.Juli 141 gewährt zu ben lausenden Renten Zu- s^läge in höhe ber 1932 burchgeführten Kur- । npigen. Die Invalidenrenten unb Ruhegelder wer- ■ S[n um 6 RM., bie Witwer- und Witwenrenten o5 RM. und die Waisenrenten um 4 RM. er« 1 bläht. Bei ben künftig sestzustellenben Renten wird d!er Grund betrag entsprechend höher UHsetzt. Die Zuschläge zu den laufenden Renten
NtUn rückwirkend vom 1. Juni 1941 ab ge- rin und erstmalig mit ber Augustrente ausbe- 11 M In der Angestelltenversicherung wirb bie Er- , I ichng in den ersten Tagen des August gesondert
liiere militärische Ziele in Moskau SUgyriffen. Das Ergebnis waren große Zerstörun- ST ird) Sprengwirkung unb Bränbe. Was biese en Angriffe für bie sowjetische Widerstanbs- u bebeuten haben, wirb ersichtlich, wenn man hie Tatsache vor Augen hält, baß die Stabt unb Raum von Moskau eine ber bret großen itiuftrie« unb Rüstungszentren ber onjetunion darstellen, ja hinsichtlich bestimmter rotuktionszweige sogar eine Monopol st el- iing einnehmen.
Mgemein stellt der Raum um Moskau den Sichoerpunkt der Eisen- und Metallverarbeitung dar. Er ist das außerdem wichtigste LMngszentrum des Landes und enthält wertvolle Uolstoffe, von denen mengenmäßig der bebeu» tMe bie Braunkohle ist. Insgesamt liegen


