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Roosevelts wirtschaftliche Unterjochung Südamerikas

Ltnverhüllte Eingriffe in die wirtschaftlichen Hoheitsrechte der ibero-amerikanischen Staaten.

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Ludwig von Schröder, 1884 in Kiel geboren, war ein Sohn des im Weltkrieg berühmt gewordenen Admirals von Schröder, des »Löwen von Flan­dern". Auch er trat in die damalige kaiserliche Ma-

durch Reden führender Leute der Roosevelt-Clique ein gewaltiger wirtschaftlicher Propagandafeldzug entfesselt. Die amerikanische Ein- und Aus-

genheiten verletzt habe. AbSr Bolivien hätte das chrn aus verdächtiger Hand zugespielte Beweisstück einer Einmischung in Bolivien mit größerem Ernst prüfen müssen. Run könne Bolivien einwandfrei an

richteten Kampagne vor allem dem wirtschaftlichen Bereich besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Rach

Finnland bricht die diplomatischen Beziehungen zu Großbritannien ab.

men. Die Tatsache, daß heute unter den durch den Krieg in Europa geschaffenen Verhältnissen die Ver­einigten Staaten der wichtigste Käufer südamerika­

brecherischen Methoden die nordamerikanischen Kriegsschürer im eigenen Lande und in den ibero« amerikanischen Staaten bestrebt sind, ihrer Kriegs« Politik den Weg zu ebnen und diesen Staaten eine Angriffspolitik aufzuzwingen im Dienste der poli­tischen, finanziellen und wirtschaftlichen Weltherr« schaftsgelüste der Vereinigten Staaten. Aus dem Fall Belmonts könnten die ibero-amerikanischen Staaten neue und nützliche Lehren ziehen.

Der italienische Bericht.

Rom, 29.Juli. (DNB.) Der italienische Wehr- machtbericht vom Dienstag hat folgenden Wort­laut:

Unsere Schnellboote, die die in der Nacht zum 26. Juli in den Hafen von La Valetta ein­gedrungenen Sturmkampfmittel unterstützt hatten, stießen bei ihrer Rückfahrt mit feindlichen leichten Einheiten und Flugzeugen zusammen, gegen die auch italienische Flugzeuge wirksam eingriffen. Ein von einem Schnellboot torpedierter englischer Zerstörer wurde von unseren Flugzeugen sinkend gesichtet. Zwei un­terer Schnellboote sind nicht zu chren Stützpunkten zurückgekehrt.

In N o r d a f r i k a hat ein deutscher Verband lln Verlaufe eines am Nachmittag des 27. an der Sollum-Front durchgeführten Vorstoßes Ge­fangene gemacht und den vorgeschobenen feindlichen Einheiten Verluste beigebracht und sie zum Rück­zug gezwungen. An der Tobruk- Front lebhafte beiderseitige Artillerietätigkeit,

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In keinem Falle hat sich die Heuchelei der pluto- kratischen Mächte deutlicher erwiesen als in ihrer Stellung gegen Finnland. Als die Finnen 1939 durch die Erpressungen der Sowjets gezwungen

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können. Es verrät aber vollends eine Verkennung der Sachlage und gänzliche Urteilslosigkeit, heute, im Jahre 1941, uns mit der Katastrophe Napoleons einen Schrecken einjagen zu wollen. Das ist aber gegenwärtig der Sinn der englHhen und sowjeti­schen Propaganda. Da die Engländer und die Sow­jets schon nicht Sieger waren, so versuchen sie, uns mit dem Schatten Napoleons Angst einäujagen. Das aber ist ein Versuch am untauglichen Objekt, denn die Dinge liegen inr Jahre 1941 ganz an­ders, als sie im Jahre 1812 gelegen haben. Na­poleon hat ja seine großen Fehler nicht erst auf dem Rückmarsch gemacht, sondern er mußte schon auf dem Marsch nach Moskau erkennen, was ihm drohte. Ein unverdächtiger Zeuge dafür ist in dem Herzog von Vicenza, dem Großstallmeister des Kai­sers, dem General Caulaincourt erstanden, dessen Denkwürdigkeiten auch bei uns vor wenigen Jahren veröffentlicht wurden. Caulaincourt schildert den Marsch nach Moskau und schreibt:

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Der finnische Bormarsch östlich des Ladoga-Sees.

Helsinki, 30. Juli. (DNB. Funkspruch.) Amt« sich wird mitgeteilt: Ueber die Kriegsoperationen in Ladoga-Karelien kann mitgeteilt werden, daß bie N o r d o st k ü st e des Ladogasees vol^ ständig in unserem Besitz ist, und zwar bis Tuulos, jenseits der alten Grenze, wie auch die Inseln Mantfinsaari und Lunkulansaari. Landungs« versuche des Feindes auf Mantsinsaari sind für diesen mit schweren Verlusten zurückgeschla« gen worden, wobei der Feind mehrere Hundert Ge­fallene verlor. Die in den Kämpfen eroberte Kriegs­beute ist bedeutend. Die finnischen Truppen haben östlich des Ladoga-Sees in weniger als drei Wochen ein viele Male größeres Gebiet er­obert als die sowjetischen Truppen während des letzten Krieges in drei Monaten besetzten, und be­deutend mehr, als was im Osten den Bolschewistert durch den Moskauer Frieden zufiel.

Wie der Kaffer hatte auch der König Neapel geglaubt, durch seine täglichen Märsch, zehn bis awöls Meilen jeden Augenblick auf die Russen stoßen zu müssen. Diese Hoff­nung auf den Erfolg des nächsten Tages hatte ihn abgehalten, sich darüber klar au werden, was er täglich durch seine Gewaltmärsche verlor. Seit er nun in fester Stellung war, stellte er bei der Un­tersuchung seiner Verluste mit Schrecken fest, daß die Mehrzahl seiner Regimenter bereits auf die Hälfte zusammengefch Auf Drängen des Generals Belliari. _________ __ __

dem Kaiser. Fourage und alles übrige fehlte, weil man stets in Gefechtsbereitschaft zusammengeschlos­sen marschierte. Man hatte in den ersten Tagen keine Ordnung in die Verteilungen bringen können, und die Kosaken machten es bereits unmöglich, sich von den gerade besetzten Punkten zu entfernen. Die Pferde waren nicht mehr beschlagen; die Ausrüstung befand sich im schlechtesten Zustand; die Feldschmie­den waren, wie die übrigen Wagen, zurückgeblieben. Der größte Teil von ihnen war sogar im Stich gelassen worden und nun verloren. Es gab keine Nägel, keine Arbeitskräfte, kein Eisen, das zur Ver­arbeitung geeignet gewesen wäre. Da für nichts Vorsorge getroffen war, fehlten selbst die unentbehrlichsten Dinge. Seit ein paar Tagen war man daran, Getreide mahlen zu lassen, und die Backöfen, die auf Befehl des Kaisers errichtet wor­den waren, arbeiteten. Er versuchte, seine unerrnüd- licke Tätigkeit auf die anderen zu übertragen, aber alles ging nur lässig voran. Bereits zehn Tage nach der Ankunft mußte man das Futter für die Pferde zehn bis zwölf Meilen weit herholen. Ueberall hat­ten sich die Einwohner, soweit sie nicht geflüchtet waren, bewaffnet. Man fand daher auch keinerlei Transportmittel vor. Um Lebensmittel zu holen, mußte man Pferde abstrapazieren, die Ruhe nötig hatten, und setzte sie, ebenfalls wie die Mannschaf­ten, der Gefahr aus, von den Kosaken gefangen oder von den Bauern abgeschlachtet zu werden, was oft genug geschah."

In Ostafrika Aktionen vorgeschobener Posten und Artillerietätigkeit.

Gestern nachmittag haben englische Flugzeuge im Tiefflug einige Ortschaften Siziliens angegrif­fen. Es gab einige Verwundete und unbedeutende Schäden. Unsere sofort zum Einsatz gekommenen Jagdflugzeuge haben etwa dreißig Kilometer von Augusta ein Flugzeug vom Typ Beaufighter in Brand geschossen. Das Flugzeug ist ins Meer ge­stürzt.

Eines unserer im Atlantik unter dem Befehl von Kapitän zur See de Giacomo operierendes U-Boot hat einen vollbeladenen Petroleumtanker von 7000 BRT. versenkt.

General von Schröder -fr.

Berlin, 29.Juli. (DNB.) Der Militärbe« fehlshaber in Serbien und stühere Prä­sident des Reichsluftschutzbundes, Ge­neral Ludwig vonSchröder,ift in Hohenlychen, wo er von den Folgen eines Mitte Juni in Belgrad erlittenen Flugzeugunfalls Heilung suchte, plötzlich an einer Embolie verstorben. Der Name des Generals von Schröder wird für alle Zeiten mit dem 13 Millionen Deutsche umfassenden Reichslust- schutzbund verbunden bleiben, der sich unter seiner tatkräftigen Führung zu einer wirkungsvollen zi­vilen Schutzorganisation und stets einsatzbereiten Ergänzung der militärischen Luftabwehr entwickelt hat.

Napoleon hat das erstrebte Ziel, die Schlacht an der Grenze, nicht erreicht. Barclay-de- Tolly, der russische Oberbefehlshaber, wich ihm aus, bis das französische Heer tief in Rußland stand. Diesmal ist den Sowjetrussen dank der genialen deutschen Führung ein solcher Rückzug von der Grenze aus nicht möglich gewesen; denn gleich hinter der Grenze begann die erste Vernichtungsschlacht, und auch der ver- suckte Rückzug der Sowjets ist von weiterer Ver­nichtung begleitet gewesen. Im übrigen wirkt auch der Napoleonschreck heute nicht mehr auf das Aus­land. Ein türkischer Militärschriftsteller, General Sabri sch, hat festgestellt, daß die Deutschen vom 10. Mai bis 23. Juni 1940, also in 45 Tagen, 260 Kilometer nach Dünkirchen beziehungsweise der Somme-Mündung und 320 Kilometer bis Abbe­ville vorgestoßen seien. Beim Feldzug im Osten seien die Truppen vom 22. Juni bis 11. Juli, also in 20 Tagen, 530 Kilometer in das Sowjetgebiet eingedrungen und hätten unter immer neuen Ver­nichtungsschlägen gegen die sowjetrussische Armee auch die Stalin-Linie durchbrochen. Der serbische Militärschriftsteller Stanislaus Krakow hat sich ebenfalls mit der falschen Parallele auseinanderge­setzt, die zwischen dem deutschen Ostfeldzug und dem Feldzug Napoleons angestellt wurde. Er unter­streicht, Napoleon habe einen Staat bezwingen wollen, um ihn in sein System der Kontinental­sperre hineinzuzwängen. Der Führer hingegen wünsche ein internationales, ja anti-nationales Ge­bilde zu beseitigen, das schon durch sein bloßes Be­stehen ein Herd der Weltrevolution gewesen sei. Napoleon hat im Zeitalter des Vordringens von 15, höchstens von 20 Kilometer täglich gefochten, während heute im Zeitalter der 60-Stundenkilometer auf der Erde und der 600-Stundenkilometer in der Luft gekämpft wird. Schließlich müsse man noch be­denken, daß Wege und Gesundheitsverhältnisse Na­poleon gezwungen hätten, seine Operationen auf einen höchstens 200 Kilometer breiten Raum zu beschränken. Nun aber dehnt sich über 2000 Kilo­meter Länge vom Nördlichen Eismeer bis zum Schwarzen Meer eine einzige Front von Stahl und Feuer. Der Führer hat im Gegensatz zu Na­poleon auch den Raum als Gegner besiegt. Wenn man noch dazu bedenkt, daß neben unseren ver­bündeten Waffenkameraden in Finnland, Ungarn, der Slowakei, in Rumänien, aus Italien und den Freiwilligenkorps aus Spanien fast alle europäi­schen Staaten ein einiges geschlossenes Heer mit den besten Waffen, den besten Transportmitteln, der besten Ausbildung und der besten Führung gegen die Sowjetarmee kämpft, dann wissen wir und dann weiß auch die Welt, daß die Drohung mit dem Napoleonschreck nicht verfangen kann. Wer im Jahre 1941 seine Hoffnungen auf den Napoleon von 1812 setzt, der wird jämmerlich enttäuscht werden.

W. S.

eine ein, zeichnete sick im Weltkrieg in Flandern aus und kämpfte nach dem Kriege imFreikorps Löwenfeld" gegen den Kommunismus. 1920 wieder in die Reichsmarine aufgenommen, wurde er 1922 Korvettenkapitän und 1928 Fregattenkapitän. Als Festungskommandant von Kiel und Swinemüde schuf er die Vorbedingungen für den militärischen und zivilen Luftschutz der Ostseeküste. Als Komman­dant des KreuzersKöln" wurde er im Mai 1932 in der Oeffelltlichkeit bekannt, als er Adolf Hitler und feine Getreuen zur Besichtigung seines Schiffes einlud. Nach der nationalsozialistischen Erhebung wurde der oamalige Konteradmiral von Schröder in die Partei aufgenommen und zum ^-Brigade- führe-r ernannt. 1937 wurde er Vizepräsident des Reichsluftschutzbundes, dessen Präsident er 1939 als Nachfolger des Generalleutnants von Roques wurde. Seine Verdienste um den Luftschutz hatte der Führer bereits durch Ernennung zum General der Flakartillerie gewürdigt.

Oer neue Befehlshaber in Serbien.

Belgrad, 29. Juli. (DNB.) Zum Befehlshaber in Serbien wurde General der Flieger Danckel- mann ernannt Er hat die.Dienstgeschäfte bereits übernommen. Der neue Befehlshaber trat 1909 als Offizier in ein Dragoner-Regiment ein und machte den ganzen Weltkrieg mit. Seit 1917 ist er Gene­ralstabsoffizier und war an führender Stelle beim Aufbau der neuen Wehrmacht tätig. Nachdem er Kommandeur eines Reiter-Regiments gewesen war, wurde er bei Aufstellung der Luftwaffe als Chef des Generalstabes eines Luftkreises übernommen. Anschließend mar General Danckelmann Befehls­haber in einem Luftgau.

nischer Ausfuhrgüter und gleichzeitig der wichtigste Lieferant des notwendigen Einfuhiwedarfs wurde, ist dabei rücksichtslos zu den übelsten Erpressungen ausgenutzt worden. Nur so ist es erklärlich, daß eine ganze Reihe südamerikanischer Länder Peru, Guatemala, Brasilien, Chile, Columbien, Ecuador, Costarica, El Salvador, Mexiko und Bolivien den amerikanischen Forderungen nachgaben und eine Ausfuhrkontrolle für kriegswichtige Rohstoffe einführten. Es ist bezeichnend, daß die Vereinigten Staaten im Zusammenhang damit von den süd- amerikanischen Ländern sogar eine Sperrung der in ihren Ländern befindlichen Guthaben der Achsenmächte verlangte, damit allerdings bis jetzt ohne Erfolg blieben.

Allen diesen Erfolgen in der wirtschaftlichen Un­terjochung Südamerikas hat Roosevelt mit der Ein­führung seiner Schwarzen Listen durch die Proklamation vom 17. Juli 1941 die Krone aufge­setzt. Da sich unter den über 1800 Personen und Firmen, die auf der amerikanischen Schwarzen Liste verzeichnet sind, nicht nur Firmen deutscher und italienischer Staatsangehöriger befinden, sondern auch solche südamerikanischer Staatsangehöriger, die mit Unternehmen der Achsenstaaten in Geschäftsbe- ziehungen stehen, womit auch die in Amerika be­findlichen Guthaben dieser südamerikanischen Be­triebe gesperrt werden, stellen diese Maßnahmen das bisher anmaßendste Eingreifen in die Handels­beziehungen der südamerikanischen Länder und deren innere Verhältnisse dar. Unter unerhörtem Druck haben die Vereinigten Staaten auch in diesem Falle wieder eine Reihe ibero-amerikanischer Regierun­gen zu einer Unterstützung dieser völlig rechtswid­rigen Maßnahmen gezwungen. Die Tatsache, daß auf der panamerikanischen Konferenz in Panama vom September 1939 Chile, unterstützt von Argen­tinien, den Antrag einbrachte, daß amerikanische Staaten die Anwendung Schwarzer Listen durch kriegführende Staaten nicht dulden sollten, weil der­artige Maßnahmen den Handel innerhalb der ein­zelnen Staaten einschränken und deren Souveräni­tät verletzen müßten, kennzeichnet deutlich genug die Erpressung, mit deren Hilfe die Vereinigten Staaten ^ine Anzahl der südamerikanischen Länder wirtschaftlich unterjocht haben. Für diese skrupel­losen Methoden Roosevelts ist es kennzeichnend, daß zur Aufstellung der Schwarzen Listen etwa 5000 ibero-amerikanische Firmen vom Büro Rockefeller überwacht würben und daß dabei das USA.=ameri= kanische Handelsdepartement und das Staatsdepar­tement sowie Außenhandelsvereinigungen und etwa |

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südamerikanischer Staatsangehöriger mit Deutschen verlangt.

Eindeutig ergibt sich, daß Roosevelt planmäßig eine völlige wirtschaftliche Unterjochung Südameri, kas und die absolute wirtschaftliche Oberhoheit der Vereinigten Staaten mit einer zwangsläufig sich daraus ergebenden politischen und kulturellen Vor. Herrschaft erstrebt. Es liegt ganz im Rahmen dieser Politik, wenn nordamerikanische Staatsmänner be. reite mehrmals als Vorstufe der endgültigen öko­nomischen Einverleibung die Bildung einer gesamt, amerikanischen Zollunion forderten, ein Ver, langen, das bereits im Januar 1941 Marineminister Knox stellte. Südamerika soll wirtschaftlich völlig und ohne jeden Vorbehalt an die Vereinigten Stoa, ten gefettet werden, um Roosevelt auf diese Weise die unbedingte Verwirklichung seines beabsichtigten Vorstoßes gegen Europa zu ermöglichen.

Rom zum Kall Belmonie.

Rom, 29. Juli. (Europapreß.) Bolivien sei von i ,, der Diplomatie der Vereinigten Staaten betro« K. gen worden, so urteilt die römische Presse. Ein Handeln im guten Glauben der mit Recht eifer« IX, süchtig auf die nationale und internationale Un« abhängigkeit Boliviens bedachten bolivianischen Re« gierung könne zugebilligt werden, wenn auch die Form dieses Handelns alle diplomatischen Gepflo«

der Berufung Nelson Rockefellers zum Leiter einer neu ins Leben gerufenenZentralstelle zur Koordinierung der Handels- und Kulturbeziehungen zwischen den amerikaniscben Republiken" wurde alsbald in den tonangebenden Zeitungen und Zeit­schriften Neuyorks, Chikagos und Washingtons,

terjochungspolitik wird noch durch das Vorgehen der nordamerikanischen Diplomatie in Südamerika abgerundet, die in verschiedenen Staaten bereits amtlich Maßnahmen der Regierungen gegen die auf den Schwarzen Listen stehenden Firmen ihrer Län, der forderte, ferner die Entlassung deutscher Angestellter in den Firmen, die Herausnahme der Kinder südamerikanischer Staatsangehöriger aus deutschen Schulen und die Aufgabe des Verkehrs

Helsinki, 29. Juli. (DNB.) Das finnische Außenministerium erklärte am 28. Juli dem Ge­sandten Großbritanniens in Helsinki: Als ein Er­gebnis verschiedener Maßnahmen, die Großbritan­nien gegen den Seeverkehr und den Außenhandel Finnlands seit Juli 1940 getroffen habe und die zu einer völligen Blockade des finnischen Handels mit den überseeischen Ländern führten, haben die normalen diplomatischen Beziehungen zwischen Finnland und Großbritannien bezüglich des Außenhandels und der Seefahrt in Wirklichkeit aufgehört. Anderseits führe Finnland den Krieg auf der gleichen Seite wie Deutschland, während Groß­britannien dagegen mit der Sowjetunion ein Mili­tärbündnis geschlossen und erklärt habe, daß es alle in seiner Macht stehenden Mittel anwenden werde, um die Sowjetunion zu unterstützen. Ange- ichte dieser Tatsache könne ein normaler diploma­tischer Verkehr ohne Schwierigkeiten nicht mehr auf­rechterhalten werden. Diese Ansicht scheine ja auch die britische Regierung zu teilen, wie aus einer an das Parlament gerichteten Regierungsmitteilung hervorgeht, laut welcher die Beziehungen zwischen Finnland jeden Augenblick abgebrochen werden kön­nen. Bei der Beurteilung der gegenwärtigen Lage ei die finnische Regierung zu der Schlußfolgerung gekommen, daß als logische Folge der eingetretenen Umstände die finnische Gesandtschaft in London ihre Tätigkeit bis auf weiteres e i n ft e 111.

wurden, zu den Waffen zu greifen, erhob sich in England und Nordamerika eine baute Klage über die Bedrückung dersymbolischen Demokratie", als welche man Finnland bezeichnete. England und Nordamerika haben aber nichts unternommen, um der finnischen Demokratie diejenige Hilfe zu bieten, auf die es in der Stunde der Not allein ankommt. Schöne Worte und Versprechungen auf Waffen­lieferungen und Anleihen können in dieser Lage wenig nützen. Das einzige, worauf es den West­mächten im Winter 1939/40 ankam, war die Durch­führung des Planes, über Norwegen und Schweden einen Verbindungsweg nach Finnland zu schaffen. Dieses Durchmarschrecht sollte sich aber nur zum Schein für Finnland auswirken, tatsächlich ging die Absicht dahin, bei dieser Gelegenheit die Erzaus­fuhr aus Norwegen und Schweden nach Deutschland au sperren. Dieser Plan ist mißlungen. Jetzt steht das tapfere finnische Volk im erneuten Freiheits­kampf gegen seine bolschewistischen Unterdrücker. England und Nordamerika zeigen öfter nicht die ge­ringste Neigung, die finnische Demokratie gegenüber dem Bolschewismus zu retten. Der britische Ge­sandte ist zwar in Helsinki geblieben und gab sich den Anschein, als wäre die Welt unverändert. An­dererseits übte England gegenüber Finnland alle möglichen Repressalien aus, insftefonbere durch die Beschlagnahme derjenigen Schiffe, die sich in eng­lischen Gewässern befinden. Finnland hat nun eine klare Lage hergestellt, indem es die Beziehungen mit London abgebrochen hat. Es führt seinen Frei­heitskampf an der Seite des Großdeutschen Reiches und ist auf englische Heucheleien nicht mehr ange­wiesen.

17 000 amerikanische Firmen Beihilfe leisteten. Die, ses Bild yankee-imperialistischer wirtschaftlicher Un« W

Berlin, 29. Juli. (DNB.) Seit Mitte 1940 hat > kategorischer gleichartige Ausfuhrkontrollmaßnah- Präsvdent Roosevelt im Rahmen seiner gegen Südamerika und dessen Beziehungen zu Europa ge-

Im Wehrmachtbericht vom 29. Juli tritt das große Aufräumen hinter der vordersten Frontlinie klar hervor. Am gleichen Tage haben die Sowjets in ihrem Wehrmachtbericht nurKämpfe in den Ab­schnitten Smolensk und Schitomir" gemeldet und hinzugefügt, daß auf den übrigen Frontabschnitten keine größeren Kämpfe ftattfanben. Diese letzte Be« - merkung ist sogar nicht ganz unrichtig. Der Todes­kampf der eingekesselten Sowjettruppen fand wirk­lich nicht an der vordersten Front statt, sondern 100 bis 150 Kilometer dahinter. Von diesenParti- sanen"-Kämpfen haben die Sowjets ein großes Wesen gemacht. Jetzt werden diese großen Parti- sanen-Verbände vernichtet. Am Sonntag meldete schon eine besondere Mitteilung, daß ein bedeuten­der Kessel bei Mogilew eingedrückt worden sei; dort hat sich auch die Zahl der Gefangenen gegenüber der ersten Meldung noch wesentlich erhöht. Der Wehrmachtbericht vom 29. Juli berichtet, daßdie in der Richtung auf Smolensk überrannten Kräfte« gruppen des Feindes nunmehr im wesentlichen auf« gerieben sind"; daßder letzte Kessel ostwärts Smo­lensk seiner Vernichtung entgegengeht" und daß westlich des Peipus-Sees feindliche. Kräfte durch die mit der Säuberung Estlands beauftragten Ver­bände ebenfalls eingeschlossen sind und vor ihrer Vernichtung stehen". Es ist also keineswegs so zu« gegangen, wie der Frühbericht der Sowjets vom 29. Juli glauben machen will. Sehr im Gegenteil. Westlich des Peipus-Sees sind allein die Reste von zwei Armeen im Kessel gewesen! Im Gebiet des Dnjepr sind es kaum weniger, wahrscheinlich mehr gewesen. Die zu erwartenden Gefangenenzahlen das Ergebnis kann nach wenigen Tagen gemeldet werden werden die Größe der im Abschnitt von Smolensk und in Estland erzielten Erfolge auch dem dreistesten Sowjetlügner klarmachen. Dabei er­innern wir uns jener kurzen, aber tiefgreifenden Bemerkung des Wehrmachtberichtes über den Ab­schluß der Doppelschlacht von BialystokMinsk, ht der es hieß, daß die blutigen Verluste ein Mehr« faches der Gefangenenzahlen ausmachen.

In der Ukraine schreiten die Operationen der deutschen, slowakischen, ungarischen und rumänischen Verbündeten stetig vorwärts; in Bessarabien ist Akkermann an der versandeten Dnjestr-Mündung erreicht, womit Bessarabien in feiner Gänze vom Feind gesäubert ist, der hier vor allem in den verhältnismäßig wenigen Städten seineZer­störungsdetachements" eingesetzt hat. Oestlich des Ladoga-Sees haben die Finnen in drei Wochen ein Gelände erobert, wofür die Sowjets im Winter 1939/40 sechs Monate gebraucht haben. Diesseits des finnischen Meerbusens, also in Estland, sind Baltisch-Port und Reval als Basen der sowjetischen Ostseeflotte bedroht.

fuhrftank als ausführendes Organ für finan­zielle Durchdringungspläne der U8A.-Regierung nahm mit fast allen südamerikanischen Staaten Verhandlungen über Kreditgewährung auf, wobei niemals versäumt wurde, die endgültige Zusage der zunächst stets großzügig in Aussicht gestellten Anleihen von der Annahme bestimmter aus Wa­shington diktierter Bedingungen abhängig zu machen. Wir wissen, daß die USA.-Regierung durch ihre diplomatischen Vertreter bereits im März süd- amerikanischen Staaten eine Beschlagnahme der in ihren Häfen liegenden deutschen und italienischen Schiffe nahelegte. Staats­sekretär Hüll hat nach der Ende März in den ame­rikanischen Häsen erfolgten polizeilichen Besetzung der dort liegenden deutschen, italienischen und dä­nischen Schiffe freimütig erklärt, daß die Vereinig­ten Staatenaus Gründen der amerikanischen Soli­darität" den anderen amerikanischen Ländern Mit­teilung von ihrem Vorgehen gemacht hätte. Aus der Kenntnis dieser Aktion wird es erklärlich, daß un­mittelbar darauf Anfang April gleichartige^ Vor­gänge in einigen mittel- und südamerikaniscken Staaten Mexiko, Costarica, Venezuela, Ecuador und Peru zu verzeichnen waren. Die USA.» Regierung hat damit erreicht, daß mehrere mittel- und südamerikanische Länder im Gegensatz zu ihrer öffentlichen Meinung sich im noro amerikanischen Interesse zu bedenklichen rechts- und neutralitäts- widrigen Handlungen verführen ließen, die gegen die eigenen wirtschaftlichen Interessen gehen, da der Wohlstand Jbero-Amerikas nicht von Nord­amerika, sondern ausschließlich vom Handelsverkehr mit Europa abhängt.

Die Vereinigten Staaten hatten durch chr Aus­fuhrkontrollgesetz vom 2. Juli 1940 die Grundlage geschaffen, um jede direkte ober indirekte Ausfuhr gewisser Waren und Materialien nach den Staaten des Dreimächtepaktes alsfür die nationale Verteidigung schädlich" zu unterbin­den. Vom März 1941 ab forderte die U8A.-Regie- rung von den ibero-amerikanischen Ländern immer