Einzelbild herunterladen

Mittwoch.30.Juli Ml

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Ubr des Vormittags

Ameigen-Preife:

Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbrerte

Nackläsfe:

Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstanel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/° mehr

Verugsvreis: Monatlich........RM 1.80

Zustellgebühr... -.25 cuch bei Nichterscheinen tcn einzelnen Nummern ftfolge höherer Gewalt kernivrechanschlutz 2251 Orahtanschrist:Anzeiger" Postscheck 11686 Franks ^M.

Metzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen rssaags*

M. Jahrgang llr. 17- ! erscheint täglich,, außer ! Sonntags und Feiertags

Beilagen:

|l MetzenerFamilienblätter Heimat vnBild DreScholle

neue wird

Deutscher Ll-Bootserfolg im Atlantik.

19 Dampfer mit 116500 BRT aus stark gesichertem Geleitzug versenkt.

meist zwei Wochen vor Ausbruch des deutsch-sow­jetischen Krieges, woraus klar hervorgeht, daß der Krieg von der Sowjetseite systematisch vorbereitet war. Aus dem Dorfe Mahala haben die Bolsche­wiken allein 140 Bauernsamllien mit rund 1000 Kopsen abtransportiert.

Bukarest, Ende Juli 1941.

Den ganzen Tag lang hat uns der Zug durch die /ügellandschast Rumäniens und der westlichen Mol­dau getragen, an fruchtbaren Weizen- und Mais- f dern vorbei, die eine gute Ernte versprechen. Der Island der Strecke, der starke Verkehr auf ihr, b; unversehrten Städte, die wir durchfahren, all ist, hier in der Nähe der vordersten Etappe, ei einziger Hohn auf jeneglorreiche" Sowjetluft- tnffe, von der einmal so viel Aufhebens gemacht

DVB. Aus dem Führerhauplquarlier, 29. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Deutsche Unterseeboote errangen in der Atlantikschlacht wiederum einen großen Erfolg. Von Zerstörern, Korvetten, Unterseebootssallen und Hilfs­kreuzern hart bedrängt, bekämpften sie tagelang einen britischen Geleitzug und versenkten ins­gesamt 19 Dampfer mit 116 500 BRT. Ferner wur­den von den Sicherungsstreitkräften ein Zerstörer und eine Korvette vernichtet.

England braucht Schiffe.

G e n s, 30. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der frühere Schiffahrtsminister Sir Ronald Croß, der zum britischen Oberkommissar in Australien ernannt wurde, machte bei seiner Ankunft in Sydney seinem gequälten Herzen mit dem Aufschrei Luft:Wenn Australien Schiffe bauen kann, so soll es sie uns um Himmels willen geben!" Deutlicher kann man Englands Schiffsraumnot nicht ausdrücken als mit den Worten dieses Spezialisten für Schiffahrts- fragen. Damit ist die englische Behauptung von der Wirkungslosigkeit des deutschen Handelskrieges wie­der einmal eindeutig widerlegt. Als neuer Kom-

Atlantik.

Dieselbe Sorge, den schlechten Eindruck zu ver­wischen, den die kürzliche Unterhausaussprache in

Die Weiterfahrt ist mit Hindernissen verbunden. Regen hat eingesetzt und die ohnehin schlechten Wege aufgeweicht, einige Brücken über größere Bäche, u. a. auch über den bisherigen Grenzfluß Sereth, sind gesprengt, wenn auch oft nur sehr mangelhaft, und wir müssen mit unseren schweren Autobussen über die schmalen Behelfsstege, die da­neben errichtet sind, balancieren. Aber alles geht gut, und am Abend sitzen wir wieder wohlbehalten in unserem Eisenbahnzug.

Beginn des Wiederaufbaus.

Bukarest, 29. Juli. (Europapreß.) In der Nordbukowina und in Bessarabien beginnt über­all der iWederaufbau. Eine Hauptsorge bei der durch die Sowjets und den Abzug von Rumänen und Deutschen begünstigten Berjudung der Städte ist die Frage der Heranziehung rumänischer Ele­mente. Bor allem Techniker und Gewerbe­treibende haben hier fast unbegrenzte Wir­kungsmöglichkeiten. In Czernowitz erledigt das Bür­germeisteramt innerhalb von zwanzig Minuten alle Formalitäten von Antragstellern, die einen Handel betreiben wollen, und teilt diesen gleich eines der vielen im Zentrum der Stadt leerstehenden Ge­schäftslokale zu. Hunderte von Oltenen (Bewohner Südwestrumäniens, die im ganzen Lande, vor allem in Bukarest, als fleißige und ehrliche Händler be­kannt sind) sind bereits nach Czernowitz gekommen, um dort ihren Obst- und Gemüsehandel zu betrei­ben.

auf London auch die optimistischsten Engländer zu glauben. Eine fieberhafte Tätigkeit auf dem Gebiet der Luftabwehr habe eingesetzt. Man versuche, den Feuergürtel zu verstärken und neue Unterstände zu bauen. Trotzdem reichten, so schreibt derVa"-Korrespondent, die Luftschutzräume auch nach zwei Jahren Krieg nicht einmal für die stark vermindeter Londoner Bevölkerung aus. Vor den Kellern der großen Warenhäuser des Westends stän­den die Leute Schlange nach einer Zulaßkarte. Zu­gleich habe ein allgemeiner Wettlauf zu den Häu­ern aus Eisenbeton eingesetzt; es habe sich herum- zesprochen, daß man in ihnen verhältnismäßig sicher ei. Während in einigen Stadtvierteln in ganzen Straßenzügen die Luftschutzkeller leerständen, könne man sich in den Kellern der Eisenbetonhäuser vor Uebersüllung kaum regen. Auch das sei ein Zeichen ür die schlechte Organisation des engli- chen Luftschutzes, wenn sich die Leute in stärker gebaute Häuser flüchten müßten, weil ihnen der Staat nicht genügend sichere Zufluchtsräume bieten könne.

Erfolglose Gegenwehr der Sowjets.

Berlin, 29. Iuli. (DBB.) Der Angriff der deulsch-rumänischen und ungarischen Truppen gegen die Bolschewisten am Südabschnill der Ost­front führte trotz schwieriger Wegeverhältnisse am 28. Juli zu größerem Geländegewinn. Die Bolschewisten versuchten in zusammenhanglosen örtlichen Kämpfen sich dem Vorstoß der deulsch- rumänischen und ungarischen Verbände zu wider­sehen und das Vordringen der verbündeten Truppen aufzuhalten. Der sowjetische Widerstand brach unter blutigsten Vertu st en für d i e Bolschewisten zusammen. Dabei fanden sich Tausende von bolschewistischen Ueberläufern bei den deutsch-rumänischen Truppen ein.

*

Deutsche Truppen drängten am 28. Juli die i m Raum von Smolensk eingeschlossenen sowje­tischen Truppenteile weiter zusammen. An mehreren Stellen unternahmen die Bolschewisten Ausfall­versuche. Dabei wurden in einem hartnäckigen Daldgefecht an einer Stelle zwei Sowjetbalaillone und zwei Batterien v e r n i ch t e t. Die Bolschewisten erlitten auch an den anderen Abschnitten bei ihren verzweifelten Ausfallversuchen blutige Verluste.

Mißglücktes britisches Epähtrupp- unternehmen vor Tobruk.

Berlin, 30. Juli. Ein am 26. Juli von den Briten aus Tobruk vorgeschickter australischer Spähtrupp blieb mit schweren Verlusten vor den deutsch-italienischen Stellungen liegen. Die Reste versuchten sich in ihre Ausgangsstellungen zurück- zuziehen. Gutliegendes deutsches Artilleriefeuer ver­sperrte ihnen die Flucht durch das Niemandsland. Erst im Schutze der Dunkelheit gelang es einzelnen australischen Soldaten unter Zurücklassung ihrer Waffen in die Festung zurückzukehren.

Deutsche und italienische Aufklärungsträfte stießen am 27. Juli an d e r Sollum-Front in ägyp­tisches Gebiet vor. Die britischen Sicherungen wichen einer Berührung mit den Achsentruppen aus und zogen sich in die südliche Wüste zurück. Es wurden wertvolle Ertundungsergebnisje erzielt.

missar fühlte sich Sir Ronald, um den Schiffsbau­eifer des jüngsten Erdteils anzuspornen, noch zu der Feststellung veranlaßt, daß Australien nicht zu befürchten brauche, die englische Industrie würde mit argwöhnischen Augen über die Errichtung von Schiffswerften in Australien wachen. Sie stehe nämlich unter zu scharfem Druck, um sich mit solchen Konkurrenzfragen beschäftigen zu ton­nen. Man sieht, daß der neue Kommissar alle Hemmnisse der Australier aus dem Wege zu räu­men wünscht, um feinem Mutterland den so drin­gend benötigten und vermißten Schiffsraum zu ver­schaffen. Er fühlt sich sogar veranlaßt, Versprechun­gen für die Zukunft zu geben, deren Einhaltung er natürlich nicht in der Hand hat. f

Das Echo in Rom.

den Vereinigten Staaten hervorgerufen hat, be­wegte Churchill auch in seinen weiteren Ausführun­gen, in denen er sich vor allem gegen die Vorwürfe hinsichtlich der Flugzeugproduktion zu ver­teidigen suchte. Er erklärte, er freue sich, daß die britischen Frühjahrs- und Sommermodelle an Flug­zeugen in diesem Jahre der gleichzeitigen deutschen Produktion weiter voraus seien als im vergangenen Jahr. Der Ausgang der britischen Luftoffensive, deren Höhepunkt den Abschuß von 87 britischen Flugzeugen innerhalb von 30 Stunden an der Ka­nalküste brachte, spricht allerdings eine andere Sprache.

Auch die in der Aussprache vorgebrachte Be­hauptung, daß die britische Industrie nur zu 75 v. H. ihrer Leistungsfähigkeit arbeite, hat auf Churchill offensichtlich peinlich gewirkt. Er meinte, dies sei eine ernste Angelegenheit und er müsse an die Wir­kungen in Australien denken, wo sich die Parteipoli­tik in etwas robuster Weise auf eigenen Wegen ab­spiele. Die australischen Truppen, die in hervor­ragender Weise an dem schweren Teil der Kämpfe im mittleren Orient beteiligt waren, müßten mit Schmerz vernommen haben, daß Großbritannien nur 3/< seiner Leistungsfähigkeit aufbringe, und in den USA. müsse eine derartige Erklärung ein Fest­essen für die Isolationisten gewesen sein. Churchill versuchte die schweren Vorwürfe gegen die britische Rüstungsindustrie zu entkräften, wobei er bemer­kenswerterweise neben anderen Gründen auch die tödliche Gefahr der deutschen Luftangriffe" als Entschuldigung anführte. Schließlich bat Churchill das Haus, sich mit seiner Versicherung zufrieden zu geben, daßFortschritte ohne Unterbrechung vor­wärtsgetrieben würden". Ein wirklich magerer Trost!

OasBombardemeniLondons

Madrid, 29. Juli. (Europapreß.) Der erste deutsche Luftangriff auf London nach elf­wöchiger Pause hat wieder alle englischen Wunsch­träume zerstört. Die Hoffnung, die deutsche Luft­waffe sei mit ihren ganzen Kräften im Osten fest­gehalten und müsse nun die britische Insel in Ruhe lassen, sei, so schreiben am Dienstag die Londoner Berichterstatter der Madrider ZeitungenABC" und Va", der Furcht vor einem noch schreck­licheren Herbst und Winter gewichen, als sie die Engländer im vergangenen Jahr erlebten. Diese Prophezeiung, die kürzlich Churchill schon machte, die man aber für übertrieben hielt, be­gännen nach dem neuen deutschen Bombardement

Das Versagen der britischen Rüstungsproduktion

Beschönigungsversuche Churchills im Unterhaus.

Fahrt in das befreite Buchenland

Von unserem H.-Korrespondent.

Auf der Rückfahrt nach Süden nehmen wir einen anderen Weg, der uns erheblich mehr Kriegszer­störungen zeigt als der Hinweg. In dem Städtchen S t o r o j i n e tz hat es Straßenkämpfe gegeben. Auch hier Haden die Bolschewiken beizeiten alle größeren Gebäude mit Dynamit gesprengt. Etwa 20 der bedeutendsten Rumänen des Ortes sind von ihnen verschleppt worden, einige samt ihrer Familie.

Der Napoleonschreck.

Es war im November 1918. Ein badisches Land­wehrregiment hatte damals den Auftrag, den Brückenkopf von Orscha am Dnjepr zu halten. Als nun'biß Kunde von der ausgebrochenen Nooemberrevolte auch zu diesem Regiment drang, da war es verständlich, daß eine gewisse Nervosität und Unruhe Platz griffen. Viele von den Regiments­angehörigen waren Familienväter, die um jeden Preis nach Hause wollten. Es bedurfte erst ein­gehender Aufklärung, um die Landwehrtruppen zur Vernunft zu bringen. Als wirksamstes Argument wirkte damals die Schilderung der Rückkehr Napoleons und die Katastrophe beim Ueber- gang über die Beresina vor 106 Jahren. Hier wur­den einmal Lehren aus der Geschichte gezogen. Es gelang, die deutschen Soldaten ungefährdet im Fußmarsch bis zur deutschen Grenze, die immerhin 600 Kilometer entfernt lag, zu bringen, obwohl es verschiedene Schwierigkeiten innerer und äußerer Art gegeben hatte.

Wenn die damalige achte und zehnte Armee im wesentlichen ohne Verluste die Heimat erreichte, so verdient der Rückmarsch der einzelnen Truppenteile aus dem Schwarzen -Meer-Gebiet ein Sonderlob. Insbesondere war es die bayrische vierte Kavallerie-Brigade, die im Gouvernement Daurien gelegen hatte und deren Aufgabe in der Beobach­tung der Küsten des Schwarzen Meeres bestanden hatte. Sie kämpfte sich mit Tapferkeit durch die in der Ukraine entstandenen Wirren hindurch. Die Forschungsanstalt für Kriegs- und Heeresgefchichte weist in ihren Darstellungen aus den Nachkriegs­kämpfen deutscher Truppen und Freikorps darauf hin, daß die Bewältigung des fast 2000 Kilometer langen Weges in die Heimat bei den Unbilden des Klimas eine scheinbar kaum zu lösende Aufgabe war. Dazu kam, daß die Bekleidung mangelhaft, die Mäntel zu dünn, die Handschuhe nicht haltbar und die Wäsche unzulänglich war. Die 2000 Kilo­meter mußten von der Brigade zu Fuß zurückge­legt werden, und diese 3umutung hat bei keinem zu ungebührlichem Drängen geführt. Der Rück­marsch dieser Brigade war also schwieriger als der Rückmarsch, den Napoleon im Jahre 1812 durchzu- führen hatte.

Die Katastrophe der napoleonischen Armee hatte ihre Ursachen in den Umständen und in den Feh­lern Napoleons; sie hätte wohl vermieden werden

gnrbe.

3n Adancata erreichen wir das befreite , Lichenland. Adancata war ein Jahr lang s o w - ' sitrussische Grenzstation. Abgesehen da- 1 Din, daß die Strecke bis Czernowitz an verschiede- 1 nm Stellen zerstört ist, war eine Weiterfahrt auch »>gen der hier beginnenden größeren russischen fcmrroeite nicht möglich. Mit Erstaunen stellen wir fcit, daß Gleisanlagen, Bahnhof und Umgebung k, ne Spuren des Krieges aufweisen. Ein Oberst des rmänisthen Hauptquartiers führt uns. Zwei Orn- Muffe sollen uns nach Czernowitz bringen, fr den Gepäcknetzen finden wir noch bolfchewisti- stes Propagandamaterial, das aus irgendeinem fl-unbe hier liegen geblieben ist. Durch erntereife i Z ider und freundliche Dörfer, durch die schönen Eichenwälder, die der Landschaft den Namen gege- bn haben, geht es nach Czernowitz. Rein äußer- H ist kaum etwas davon zu spüren, daß hier vor k^zem noch der Krieg tobte. Nur hier und da hngen noch einige rote Fetzen an einem Haus, bl verkünden, daß einstmals der Ortssowjet hier smen Sitz hatte. Auf den Feldern arbeiten die

; gjmern, die nicht von den Bolschewiken verschleppt irden sind. Schon von weitem leuchten die blauen urb weißen Trachten der Rumänen. Kolonnen von frben aller Schattierungen sind mit Sttaßenarbei- tei beschäftigt. Scheu blinzeln diese Lieblingskmder hi geflohenen Systems uns an, die bisher nur A Drohnen des Sowjetsystems ihren Rassenhaß

1 flt der Bevölkerung ausließen. Ihre sonnengebraun- iei Gesichter zeigen, daß die Arbeit in der freien ii fiuft auch für sie gesund ist.

; Czernowitz bietet in Anlage und Atmosphäre dos typiche Bild der k. k. Provinzstadt. Der gip­serne Lenin vor dem Nationaltheater hat uns wil es als Symbol erscheinen in den Ereig­nen der letzten Wochen seinen Kops verloren. 6n Bauplatz in der Nähe ist zu einem wahren jciedhof von Gipsgöttern sowlettscherHeroen Lworden. Die ganze seelenlose sowjetische Bonzen- Irebrunq ist hier von derLiebe des arbeitenden Mes" auf einen Haufen gesammelt worden. Vor din schnell eingerichteten rumänischen Banksiualen sichen die Menschen Schlange, um ihre Rubel ein- zuwechseln. Bezeichnend für den Kredit, den man dir Sowjetunion noch gibt, ist, daß d?r Umwech- sbingskurs einen Lei (1,5 Pf,) für einen Rubel b - trigt. Und auch das ist nur em Gnadenkurs für die stwerqeschädiqte Bevölkerung, die vor einem Jahr, nl; die Sowjetunion die 9JW

31,bei mit 40 Lei (damals 80, heute 662/s Pf ) be- ^Je"m^hr^wir in den Stadtkern kommen, desto stcrker häufen sich die Zeichen des Krieges Hier und de liegen die ausgebrannten Reste von Kraftfahr­zeugen umher. Die Synagoge ist völlig aussebrannt. Dann kommt eine Reihe von Geschäftshäusern, mlche die Bolschewisten vor ihrem Abzug mutwillig in die Luft gesprengt haben. Die Börseist em em- mer Trümmerhaufen. Das eine der beiden Elek­trizitätswerke ist nur teilweise zerstört Die herab- Itllrzenden Gebäudetrümmer haben viele der Zunv- leitungen zerschlagen, so daß em ieil der 9 nur leicht beschädigt wurde. 820 Kilogranmi^Dyna- mit haben die Rumänen nach ihrem Emmarsch allein aus dem einen Elektrizitätswerk herausgeho^ Da ein Dieselmotor schwer beschädigt ist, kann die Straßenbahn die von hier aus mit Strom beliefert wrbe, noch 'nicht verkehren. Die Versorgung mit Licht, Strom und Wasser ist dagegen gestch°^

Die weiträumige Residenz des Metropotiten, die- ![< wundervolle Bauwerk orthodoxer Kirchenkunst ist völlig unversehrt geblieben. Das innere der schönen Sale ist beinahe so, ,wu: es vor emem Lhr vor dem sowietischen Einmarsch war. Wei »er grötzte Teil der Anlage von den Bolschew'ken als Museum eingerichtst war blieb sie vor, der Ze siirung bewahrt, chingegen haben die Sowiets in I her Kapelle wüst gehaust. Hier war zuletzt em ® iangnis, und heute, fast dre, Wochen nach d r Be hvninti ist aus diesem Raum der Geftanr nocg nicht gewichen, wenn auch der ler hier angehauft war, inzwischen beseitigl n. Bis zu den Kellcrräumen allerdings, wo die prnn tiren Gesangenen-Pritschen stehen, konnte Re,-

mgungswerk auch heute noch nicht voll ständig^durch bringen. Und was wir da an Schmutz sahen und rochen, veranlaßte uns öU schneller Flu h. , len Gewölben hat mancher politische Gesangene unter den Kugeln der GPU. geendet.

Ein schweres Problem der immer Hon stark Kisch durchsetzten Stabt ist die 3ud f B Burd; die Umsiedlung der Volksdeutschen, de Fluch eines großen Teiles der Rumänen vor emem >jay tzw. durch umfangreiche Deportierungen nach & birien sind die übrigen Devolkerungsteile I zu^ dnimengeschrumpst, daß die ^uden h !5 v in der noch vorhandenen Stadtvevoireraag nismachen. Rumänien macht iedt.,d>e groß en dengungen, um das gesunde rumänische und °Es leutsche Element in diese ^tädt nn,d ihre Umge^ King zu bringen und zum Trager "on -rd'chandel zu machen die zu einemwesen^ich n Beil noch in jüdischen chihden sind Die Juder. will mn, bis sie vollständig aus diesem! ErenzgeMet mtsernt werden, möglichst von der übrig lerung isolieren. Ein erheblicher Dell der nach der Besetzung verbliebenen rum a n i s che lerung, vor allem Leute mit etwas Bes tz, len nach Sibirien deportiert, und zwar

Stockholm, 29. Juli. (DNB.) Im britischen Unterhaus fand am 9. Juli eine Aussprache über d i e Rüstungsproduktion Groß­britanniens statt, in deren Verlauf erstaunliche Ein­zelheiten über das mangelhafte Arbeiten der mit diesen Aufgaben betrauten Behörden und über das Durcheinander in der industriellen Erzeugung zu­tage kamen. Churchill leugnete mit Nachdruck, daß es in der britischen Rüstungsproduktion irgendein Chaos gäbe und erklärte:Dieses in finsteren Far­ben gemalte Bild eines chaotischen und krampfhaften Kampfes der drei Rüstungsdepartements, die ohne Leitung und Plan arbeiten, wird ohne Zweifel bei unteren Feinden Freude erwecken!" Er glaube je­doch, daß es glücklicherweise in keiner Beziehung zu den Tatsachen stehe. Trotzdem mußte Churchill zu- qeben, daß die drei Rüstungsdepartements bei der Ausführung des vom Kriegskabinett beschlossenen Rüstunqsplanes Mangel an Energie gezeigt hätten, und daß sich auf Grund von Uebereifer Strei­tigkeiten und Kompetenzüberfchreitungen unter ihnen ergeben hätten. Zur Entschuldigung fugte Churchill hinzu:Wir sind kein totalitärer Staat, aber mir arbeiten uns stetig und so schnell wie möglich in den Zustand einer totalen Knegsorgam- fation hinein." . v ....

Einen breiten Raum nahm in den Ausführungen Churchills die Tätigkeit desNordamerika- nifchen Lief er ung saus schuss es em so­wie die Wirksamkeit der britischen Emkaufskommis- sion in den Vereinigten Staaten. Churchill gab zu, daß es in dieser Hinsicht noch viel Platz für Ver­besserungen und Verfeinerungen gäbe:Wir sinQ natürlich mit unseren amerikanischen Freunden und Helfern zu einem genau umriffenen Abkommen ge­langt. Sie übernehmen in der gemeinsamen Sache ungeheure Anstrengungen und v e r l a n g e n d a - her natürlich sehr vollständige An- aben darüber, was mit den von ihnen gelieferten lütern geschieht und ob irgendwelche Verschwen­dung oder schlechte Leitung besteht. Es ist unsere Pflicht, sie darüber zu beruhigen, daß es kein Durch­einander gibt und daß sie für ihr Geld den entsprechenden Gegenwert bekommen. Wir begrüßen ihre Kritiken, denn diese sind gleich­zeitig gründlich, freundschaftlich und gut unter- ri£J)iefe Ausführungen liefern einen klaren Beweis für die völlige Abhängigkeit Albions von dem früher hochmütig belächelten Vetter jenseits des

Später haben wir die Ehre, von dem an diesem Tage zusammen mit dem jungen König M i - cf) a eI dort weilenden Staatsführer General An­ton e s c u , der sich inmitten der deutschen und ru­mänischen Offiziere seines Stabes befinoet, begrüßt zu werden. Man hat den Eindruck, daß dieser Mann, der am Ende des sechsten Lebensjahrzehntes steht, unter der Wirkung der letzten Ereignisse sichtlich jünger geworden ist. Er spricht zu uns einige Worte der Freude über die Befreiung dieses urrumänischen Bodens, über das Werk des Bauern und die geplante Neuorganisation.

Rom, 30. Juli. (DNB. Funkspruck.) Der große Erfolg deutscher U-Boote im Atlantik von Agenzia Stesani stark hervorgehoben. Die qua­litative und quantitative Stärke des Geleits habe den Angriff nicht verhindern können, sondern die Liste der englischen Verluste noch vergrößert, da auch ein Torpedobootzerstörer und ein anderes Geleit­schiff versenkt wurden. Wieder einmal. hätten die deutschen U-Boote den hohen Wert ihrer Mann­schaften und ihrer Kampftechnik bewiesen.