Eichener Anzeiger
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Berlin, 29. Mai. (DBB.) Dav Oberkommando
Das Empire befinde sich einem Feind gegenüber, der England technisch und in der Zahl seiner Flugzeuge und Tanks tausendmal überlegen sei. Er bringe aus England die Ueber- zeugung mit nach Hause, das; das Empire geschlagen werde, wenn nicht der einzelne Australier dazu gebracht werde, den Krieg als seine Angelegenheit und nicht als die irgendeines anderen zu betrachten.
Deshalb müsse das australische Volk einig untereinander werden. Er, Menzies, lege keinen besonderen Wert darauf, den Posten eines Premiers zu bekleiden, sondern wünsche vielmehr, daß derjenige Ministerpräsident Australiens.fei, der ein geeintes Volk hinter sich habe. In bfn nächsten sechs Mona-
stärkten Erwägungen amerikanischer Kreise, ob man die Lieferungen nach England nicht doch durch Geleitschiffe „sichern" solle, — Erwägungen, die anscheinend wegen der Gefährlichkeit ihrer praktischen
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41 000 BRT. durch ein Kriegsschiff versenkt, das damit insgesamt über 100 000 BRI. vernichtet Hal.
Das Schlachtschiff „Bismarck" schoß am Abend des 24. Mai fünf britische Flug- zeuge ab, versenkte in der Rächt zum 27. Mai einen der angreifenden feindlichenZerstörer und schosz einen weiteren in Brand.
Auf der Insel Kreta verfolgen deutsche (0e- birgstruppen nach erfolgreichen Kämpfen den geschlagenen Feind. Sie errreidjten die Bucht von A r m i n i und brachten wiederum eine größere Anzahl Gefangene ein. Die bisher von den Briten als Flottenstützpunkt benutzte Suda-Bucht ist vom Feinde frei. Die deutsche Luftwaffe griff auch gestern mit stärkeren verbänden von Kampf- und Sturzkampfflugzeugen britische Stellungen an der Rordostküfte Kretas wirksam an und versenkte im Seegebiet der Insel ein Handelsschiff und ein Borpostenboot. Flakartillerie schotz zwei britische Kampfflugzeuge ab.
Italienische Truppe-n landeten auf der Insel Kreta.
3n Nordafrika wiesen die deutsch-italienischen Truppen erneute örtliche Ausfallversuche der in Tobruk eingeschlossenen Briten unter Verlusten für den Feind ab. Deutsche Kampfslugzeuge belegten Munitionslager des Feindes bei Tobruk mit Bomben, die mehrere Explosionen hervorriefen.
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Deutsche Zerstörerflugzeuge veruichlelen o st w ä r l s S o H u m britische Panzer und eine größere Zahl von Kraftfahrzeugen. Nördlich Marfa Malruk geriet ein grofzes feindliches Handelsschiff nach Bombenwurf in Brand.
Flugzeuge der bewaffneten Aufklärung Verse n k l e n bei *Tage westlich Irland aus einem starken britischen Flottenverband heraus einen Zerstörer der Tribal-Klasse und erzielten auf einem leichten Kreuzer einen Bombentreffer.
Eine Fernkampfbatterie der Kriegsmarine an der Kanalküste beschoh einen britischen Geleilzug bei Folkestone.
In der letzten Nacht bombardierten Kampfflugzeuge mit guter Wirkung britische Häfen an der $ ü b o ff - und Westküste der Insel.
Deutsche Jäger schossen beim Versuch des Feindes, in die besetzten Gebiete und in die Deutsche Bucht einzufliegen, ohne eigene Verluste vierbritische Kampfflugzeuge und zwei Jagdflugzeug e ab. I
Der Feind warf in der letzten Nacht mit einzelnen Flugzeugen im norddeutschen Küstengebiet Spreng- und Brandbomben, die nur geringe Schaden anrichteten. Marineartillerie schotz eines der angreifenden Flugzeuge ab.
In der Zeil vom 22. bis 28. Mai verlor der Feind zusammen 52 Flugzeuge, hiervon wurden 30 Flugzeuge in Luftkämpfen ober burch Flakartillerie unb 12 durch Einheiten der Kriegsmarine abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen 35 eigene Flugzeuge verloren.
Bei den Operationen In Afrika zeichneten sich 2ltafor hecht, Führer einer Flakkampfgrnppe fo-
Genf, 29. Mai. (DNB.) Die „Times" vom 27. Mai berichtet: Eine sehr e r n st e Schilderung der Lage des britischen Empire gab der australische Premierminister Menzies vor einer großen Zu hprermenge in der Stadthalle von Sydney, als er dort am 26. Mai nach seiner Rückkehr aus Eng. land sprach. Menzies erklärte u. a., er sei mit der Ueberzeugung nach Australien zurückgekehrt, daß das Land mehr für Großbritannien tun müsse, als es je getan habe.
In Australien halte man sich nicht genügend vor Augen, daß man in einem Krieg, der bereits zwei
Verfolgung des geschlagenen Zemdes ans Kreta.
3m Kreuzerkrieg 52000 BAT. versenkt. - Schlachtschiff „Bismarck" vernichtete fünf Flugzeuge und eineti ^erftörer. - Suda-Bucht vom Feinde frei.
die Kämpfe um Kreta und Libyen, sondern auch die Möglichkeit einer Ausdehnung der Kampfhandlungen auf P a l ä st i n a und Gibraltar. Allen voran aber stehe die Schlacht auf detti Atlantik, die eine der entscheidensten Schlachten in der Geschichte der Menschheit darstelle.
Die Räber in USA. brehkn sich noch zu ckangsam; bas britische Empire sei beshalb für die nähere Zukunft ganz allein auf sich selbst gestellt.
Australien müsse sich seiner Verantwortung bewußt werden und dürfe sein Geld nicht durch unwesentliche Produktion oder Einfuhr vergeuden.
Für England in die „Hölle von Kretg".
Boston, 30. Mai. (DNB. Funkspruch.) Nach Berichten aus Adelaide und Wellington herrscht in Australien und Neuseeland tiefste Niedergeschlagenheit infolge der schlechten Nachrichten aus Kreta. Es hat überall große Entrüstung 'hervorgerufen, daß abermals fast ausschließlich a u st ru l i s ch e und neuseeländische Truppen in die „Hölle von Kreta", wie man in London sage, hineingcroorfen wurden. Ueberall wird mit Entrüstung festgestellt, daß das britische Haupt quartier in Kairo australische und neuseeländische Truppen immer wieder auf aussichtslose Posten stelle. Die Verluste neuseeländischer und australischer i Einheiten feien heute schon bedeutend größer als ten gehe das ganze Empire durch tiefe G e - die Verluste der Armee des britischen Mutterlandes wässer und große Nöte. Es gebe nicht nur' im ganzen Kriege.
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Eingeständnisse des australischen Ministerpräsidenten Menzies.
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19b Jahrgang Nr. 127 erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags erlagen: Die Illustrierte ßietzener Familienblätter eimat imBild DieSckolle lonats-Bezugövreiö: Ut 4 Beilagen RM.1.95 >hne Illustrierte . 1.80 ustellgebühr... „ -L5 xuck bei dttchterscbeinen on einzelnen Stummem infolge höherer Gewalt
Fragwürdige amerikanische Lieferungen für England.
Fühlbarer Mangel in der amerikanischen Industrie.
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Maschinenfabriken selbst Maschinen, von denen 71 v. h. über 10 Jahre alt sind, und zahlreiche dieser alten Aggregate werden jetzt von angelernten Hilfsarbeitern bedient.
Drittens soll nach Möglichkeit die Werkzeugmaschinenindustrie eine Ausweitung und Erneuerung ihrer Anlagen vornehmen, das heißt für sich elbft Maschinen bauen.
Auf den ersten Blick scheint es nun, als könnte durch Exportdrosselung eine stärkere Entlastung erzielt werden, denn 40 v. h. der amerikanischen Produktion an Werkzeugmaschinen sind in rüheren Jahren ausgeführt worden. Im Jahre 1940 waren es sogar 44 v. h. Eine Exportdrosselung kann aber, bie Englandhilfe auch nicht mehr fördern, denn 90 bis 95 v. h. aller ausgeführten Werkzeugmaschinen gingen schon im Jahre 1940 nachEng - land oder 8 c in britischen Empire.
Soweit also fertiges oder halbfertiges Kriegsmaterial in Frage kommt, werden sich nach alledem die amerikanischen Möglichkeiten einer Hilfe für England nur in sehr engen Grenzen halten können. Und was schließlich auf den Weg nach England gebracht werden kann, unterliegt noch der Gefahr, in Auswirkung der deutschen Seekriegführung auf den Boden des Meeres versenkt zu werden. Wie groß diese Gefahr ist, geht nicht nur aus den laufenden Meldungen des deutschen Oberkommandos der Wehrmacht hervor, sondern auch aus den neuerdings ver-
Ein Blick hinter die Kulissen.
Washington, 29. Mai. (DNB.) Der USA- Landwirtschajtsminister Wickard gab bekannt, daß, um die Versorgung Großbritanniens mit Milchprodukten sicherzustellen, die Verteilung von B u 11 c r a n be8ürftige Farni 1 i e n e i n g e st e l l t werde.
Roosevelt empfing einen Bericht über die Lage auf dem S t a h l m a r k t, der vom Erzeugungsbüro vorbereitet war. Aus ihm geht ein voraussichtlicher Fehlbetrag von 1 400 000 Tonnen Stahl für das laufende Jahr hervor. Roosevelt gab bekannt, daß b{c militärischen und zivilen Bedürfnisse 25 bzws 75 o. h. der Erzeugung in Anspruch nähmen und sagte, man erörtere zur Zeit die Frage, ob man den zivilen Verbrauch beschneiden ober die Er- zeuguugsmöglichkeiten der Stahlindustrie vergrößern sollte. Der Präsident ließ nicht durchblicken, welcher dieser beiden Möglichkeiten er den 'Borrang gäbe.
Diktatur in USA?
Washington, 29. Mai. (DNP3 Mit 217 gegen 116 Stimmen nahm laut „New Port Times" das Abgeordnetenhaus die Vorlage zur Bildung von Regierungsstellen an, die ermächtigt sind, Anordnungen des Präsidenten in bezug auf das R ü st ungsprogra m m in Verbindung mit dem Bundesanleihedirektor durchzu,führen. Gegner der Vorlage bezeichneten sie als einen Schritt zur Bildung eines diktatorischen Amerikas. Die Vorlage gehl nunmehr dem Senat zu.
wie Leutnant Vetter und Leutnant Vogelfang einer Flakabtettnng im Lrdkampf besonders aus.
Zwischen zwei Feuern.
R o m, 29. Mai. (DNB.) Die Landung italienischer Truppen auf der Insel Kreta zur Zusammenarbeit mit den deutschen Streit- haften bildet das hauptthema der italienischen Abendpresse. Der Direktor des „Givrnale d'Italia" berichtet, die Landung sei a m ö st l i ch c u E n d e der Insel durch Marinelandungstruppen und Truppen des Heeres durchgesührl worden. Sie stelle das britisck)e Oberkommando vor eine neue Lage, da zu dem starken deutschen Drurf im Westen der Insel plötzlich nun auch eine neue Front i m O st e n geschaffen sei. Die ßanbung italienischer Truppen beweise erneut die überaus enge militärische Zusammenarbeit zwischen Italien und Deutschland, wie sie sich' seit Beginn der Schlacht um Kreta bereits in der Zusammenarbeit der italienischen Luftwaffe und Kriegsmarine mit den deutschen Streitkräften offenbart habe. Durch die unangenehme Ueberraschung der italienischen Landung im Osten Kretas sehe sich das britische Kom- mando Zwischen zwei Feuer genommen. Seine Aufgaben seien beträchtlich erschwert und kompliziert.
„Oestlich bei- Sudabucht "
Stockholm, 30. Mai, (Europapreß.) Im Kommunique bc^ britischen Awptquartiers in Kairo wird am Donerstagabend mitgeteilt, daß die englischen Truppen sich ö st l i ch der S u d a - bucht zurückgezogen hätten. In dem Kommunique heißt es: „Nach neuen Angriffen der deutschen Streitkräfte, die in großem Maße verstärkt morden sind, hüben sich unsere Truppen in Stellungen östlich der Sudabucht zurückgezogen. Ein schwerer Angriff von Sturzkampfbombern rourbe wieder unternommen."
Englische Beklemmungen.
Angst um die Hilfsquellen im östlichen Mittelmeer.
Genf, 29. Mai. (DNB.) Zu den Kampfhandlungen im östlichen M i t t e l in e e r schreibt der Londoner „Daily Herat d", die Deutschen schwiichten dlirch ihren Vorstoß gegen die Küsten des östlichen Mittelmeeres immer mehr die Dese n- jivkraft Englands. Es gebe leider noch immer Leute in England, die sagten, daß nur die Verteidigung des englischen Mutterlandes selbst entscheidend sei, daß die Kampshandlung in ferner gelegenen Teilen Europas keine große Rolle^ spiele. Das sei aber weiter nichts als eine Vogel-Strauß- Politik. In Wirklichkeit stünden reiche undwich- tige englische Hilfsquellen bei den Kampfhandlungen im östlichen 'JJI i 11 e l m e erbe rf e n auf dem Spiel. Politisch gesehen schädige Deutschland mit seinem unermüdlichen Vorrücken aus der Weltkarte das englische Prestige in außerordentlichem Maße. Jede neue Eroberung, die Deutschland mache, stelle fine Ermunterung dar, s i ch von England ab^uroenben und z u den -Achsenmächten ü b e r z u s ch w e n k e n. England könne es sich nicht leisten, in der Defensive zu bleiben und sei gezwungen, Deutschlands Marsch irgendwo in 8er Welt ein endgültiges halt zu gebieten. Man müsse Deutschland auf irgendeinem (!) Kampsplatz mit Erfolg entgegentreten.
Der Rundfunkkommentator Cyrill Laykon erhärte am Donnerstag, daß die Operationen auf K r e ta in erster Linie den Vorteil hätten, daß die Engländer inzwischen Zeit hätten, ihre Stellungen auf Cypern (!) zu verstärken, um einem etwaigen deutschen Angriff dort entgegentreten zu können. Die militärische Lage auf Kreta, so führte Laykon aus, sei immer noch sehr e r n ft, uhb immer neue deutsche Truppen würden gelandet.
Kriegshetzer am Kamin.
Bon unserer Berliner Lchriftleitung.
Der „große" Roosevelt wurde mit Hilfe eines Komödienschreibers, Sherwood, und eines jüdischen Richters mit Namen Rosenmann am Kamin in Bewegung gesetzt. Man weiß nicht, was in feiner letzten Rede aus das Konto seines eigenen Gehirns, auf das des amerikanischen Iuxschreibers oder auf den wohldustenden Rosenmann kommt, genug: diese Drei-Männer-Rede Roosevelts bat trotz der starken Worte in England schwer enttäuscht, in den USA. die Gegensätze noch schärfer gestaltet und — sie läßt uns völlig kalt. Denn Roosevelt weiß seit langem nicht nur aus den Erklärungen des Führers, son8ern auch des japanischen Außenministers, daß 8er Dreiverband auf jede Aktion Roosevelts.seit langer Zeit vorbereitet ist, während die USA. trotz der astronomischen und echt amerikanischen Zahlenangaben der Rooseveltianer eben nicht für den Krieg vorbereitet sind. Was der Generalstabschef der USA., was hohe amerikanische Marineoffiziere und die Führer der amerikanischen Wirtschaft in der Beziehung ausgeplaudert haben, das bewog wohl Roosevelt, seine alten verlogenen Phrasen zu wiederholen, aber nichts Neues und Entscheidendes zu sagen.
Vielleicht hat er aus dieser Zwangslage heraus die plutokratisch gefärbte Demokratie der USA. zu Grabe getragen und den verschärften nationalen Notstand erklärt, der ihm die Vollmachten eines unbeschränkten Diktators gegen das eigene Volk verleiht, ohne daß zwingende Gründe dafür überhaupt sichtbar sind, es sei denn, daß die USA. von den Marsbewohnern angegriffen werden. Wenn er zur Begründung die abgeleierte Lügenwalze dreht, die USA. seien in ihrem Bestände durch Deutschland bedroht, dann muten solche ollen Kamellen doch gegenüber den klaren Erklärungen des Führers und des Großadmirals Rae der als uiv
I Bereits im Oktober vergangenen Jahres, als das ! stungsprogramm noch nicht in die entscheidende ßi-afe getreten war, waren bei den Werkzeuganschi neu fabriken schon gewaltige Rückstände vor- v.. n- rvglicher Aufträge aufgelaufen. Nach den Festen fämpnf< i -Idungcn des Verbandes der Werkzeugmaschinen- a? rifen entfielen davon 25,10 v. h. auf Aufträge r Flugzeugwerke, 27 v. h. auf sonstige Rüstungs- ab rifen, 16,98 v. h. auf Aufträge aus England, 165 v. h. aus Kanada, 6,42 vH. des amerikam- fcn Marineamtes, 3,75 v.h. der Luftwaffe und H v. h. des Landheeres. Zahlreiche große Mack! nen, die für bestimmte Rüstunasgegenstände un- " behrlich sind, haben selbst in den besten Werk- gmaschinenfabriken Bauzeiten, Die wesentlich über
2 Monate hinausgehen!
3m Herbst vergangenen Jahres hat die Fachzeit- trift „American Machinist" eine eingehende Unter- Innung über den Umfang und das Alter der Me- Ebearbeitungsmaschinen in der amerikanischen In- hiirie veröffentlicht. In 20 führenden Industrie- rippen wurde die Zahl der Maschinen festgestellt Ito gleichzeitig ermittelt, wieviel Maschinen über ihn Jahre alt sind. Für 1940 ergab sich, daß' 0 o.j). aller in Amerika stehenden Werkzeug- bcschi'nen älter als zehn Jahre sind. Der Anteil liffer alten Maschinen stellte sich 1935 auf 65 v. h., 1960 auf 48 v. h. und 1925 auf 44 v.h.
Ss unterliegt keinem Zweifel, daß die «chwierig- li-r en bei der Durchführung des amenkamschen ti {rüftungsprogramms zu einem wesentlichen Teil u die schlechte Versorgung aller in Frage fommen- en Industrien mit Werkzeugmaschinen zuruckzu- j| ren sind. Dabei ist anznnehmen, daß die ernft- eften Kalamitäten erst kom me n w er » e n, da drei Programme von den begrenzten rkzeu-gsanlagen für diese Aggregate gleichzeitig ririüt werden sollen. _ ,,, ... ..
Erstens verlangt die Regierung Maschinen für tue Mreichen neuen Betriebe. Dieser Bedarf wurde j 11 in ausreichend sein, um eine Dollbe chaftigung I lei Werkzeugmaschineninduftrie zu gewährleisten.
Zweitens muß damit gerechnet werden, daß J kumche der überalterten Maschinen in Oer amen- s wischen Wirtschaft, die gegenwärtig noch ihre glicht tun, bei der hohen Beanspruchung zu Bruch s tNn werden. Schließlich stehen in den Werkzeug-
General-Anzeiger für Oberhessen
Die im letzten Jahrhundert bei den Nordameri- jenem zu beobachtende Sucht nach „Rekorden" in ihrer Industralisierung hatte nicht nur zur Folge, dch die ursprünglich ausschlaggebende norbamerb kmische Landwirtschaft immer mehr vernachlässigt tr.irbe, sondern sie hat auch zu einer gewissen einstigen Entwicklung innerhalb des Jndustrialisie- l.ngsprozesses geführt. So hat man es zwar buben erreicht, das Land mit der größten Stahl izeugung der Welt zu fein, und man hat, 6?inon ausgehend, England und der übrigen telt immer wieder versichert, daß die «.rdamerikanische IBdustrie mit ihren Lieferungen ■ Kriegsmaterial auch den Ausgang des gegen irtigen Krieges entscheidend beeinflussen könne, itsächlich zeigt sich aber schon jetzt, daß bei bem, lügen Mangel eines planvollen Ineinandergrei- ns der nordamerikanischen Industriezweige hier
n gar keine Rede sein kann, zur großen Ent- tcuschung der Briten und auch zum eigenen Aerger i-jenigen Nordamerikaner, die sich so energisch
- die Englandhilfe eingesetzt haben.
Typisch für die heutige Lage ist z. B., daß die reinigten Staaten es nach dem Weltkriege völlig rabfäumten, eine ihrer Rohftahlerzeugung ange ^ßte Kapazität der Werkzeugmaschinen
d u st r i e zu schaffeii. Darüber ist man sich nun Hch drüben klar geworden, und die Sorge der zu
nbigen amerikanischen Stellen um die Beschäftig der Werkzeuge für die vielen neugeplanten tbrifen ist sehr verständlich. Obgleich Deutschland 5 den letzten Jahren mit seiner Stahlerzeugungs- Liazität noch wesentlich hinter den Vereinigten | iuaten zurückblieb, hatte es doch schon eine viel «Lißere Erzeugung an Werkzeugmaschinen aufzu- »ifen, als Nordamerika. In einem Gutachten des »rbanbes der Werkzeugmaschinenindustrie wird ■n der Wert der neu angefertigten Werkzeug- Mschinen für 1940 mit 400 Mill. Dollar angenom mn, und 1941 erwartet man eine Produktion von M Mill. Dollar. Beim Vergleich dieser Ziffern mit früheren Erzeugungen ist aber zu berücksichtigen, dcZ seit 1939 Preissteigerungen von 12 bis 15 v. h
getreten sind. Welchen Schwierigkeiten eine Pro biftionsfteigcrung begegnet, zeigt die Mitteilung Lk' genannten Verbandes, daß von den 115 seiner Roßten Unternehmen in 106 Werken seit Kriegs- !S'inn bis zum Spätherbst 1940 nur" für 2u Mill.
Uar neue Maschinen aufgestellt worden seien, it Verkündung des Rüstungsprogramms wurden sämtlichen Werken der Branche nur für 30 Mil' Uar neue Maschinen angeschafft. Hieraus geht heutig hervor, 8aß — wie der Verband aus icklich' hervorhebt — die Leistungssteigerung nicht rch eine Ausweitung der Kapazitäten, sondern ein durch eine maximale Ausnutzung der vor- ibenen Fabriken (drei Llrbeitsschichten) und eine berhafte Ausbildung neuen Arbeitspersonals er tlt worden ist.
.Die Hälfte der gegenwärtigen Belegschaften ist - wie festgestellt wurde — bestenfalls hin Jahr 0 g in dieser Branche tätig; die Arbeiter sind keine ichkräfte, wie sie für die Werkzeugmaschinenin- i trie benötigt werden, sondern angelernte Hilfs- neiter, die nur bestimmte Verrichtungen aus- hren können. Aus dieser Lage ergibt sich, daß f ie größere Ergiebigkeit der Anlagen der einzelnen >oke kaum noch erzielt werden kann, es sei denn, cz Neubauten erfolgen, bie. mit einem neuen Mast nenpavk ausgerüstet werden müßten.


