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Aus der Stad« Gießen. Kjeßenel Woche für Kunst und Äieralur 1941

in allen folgenden Jahren bewiesen.

Pionier im Automobilwesen - der Volkswagen

weit voraus.

wagens, die aui

ten werden. Dis

Gießen-Klein-Linden

wieder allein.

12 Fortsetzung.

(Nachdruck verboten.)

.Schön, Gitta." (Er sprach etwas heiser und bc

; 7y.,. ... lunu fiel uuj null) gurua. war ver ociroqene,

I«9t.Anscheinend hast du dir ü«s richtig tumb... bcr Don greunb unb grau unb Mutter meiner h aU <T\«. u;r* Siam x..v-/. Ai _

Zeit geben wollte, indem er den alten Trick an«

als dis

kunft, besonders für jene Deutschen, die sich stol) zur engeren Gefolgschaft des Führers in Partei

.-betrieben gelieferten Ab« Reichsgauen zum Verkauf

können, und mir war es ebenfalls bekannt.

Dadurch wird dir das Matz deiner Selbstherab- Würdigung wohl einigermaßen klar. Deine Verfeh­lung fiel auf mich zurück. Ich war der betrogene,

An Hand einer Reihe von Bildern wurden die Werkstatt Dr. Porsches in Stuttgart und der Er­finder mit seinem Helfer, feinem Sohne, das Vor­werk in Braunschweig und der Plan des Volks- wagenwerkes in Fallersleben vor Augen geführt.1 Der Redner wies die technischen Einzelheiten des

Geburtstag neuer Größe.

Bon Anton Holzner.

Am 20. Januar 1933 übernahm Adolf Hitler

Umwege -es herzens

Roman von h.H. Hausen

Copyright by Prometheus «Verlag Dr. Eidhacker GrÜbernell

Kanzler die Reichsregierung. Wie sehr ihm Uebernahme der Macht Verpflichtung war, hat er

feit, seine Füße zu umklammern und ihn um Ver­zeihung zu bitten. Aber sie war zu schwach dazu und hatte zuviel Angst. Darum blieb alles still und stumm. Lautlos schloß sich die Tür. Die Frau war

Am Montagabend verschied im hohen Alter von 90 Jahren und 1 Monat das älteste Glied unserer Gemeinde, Frau Marie Langsdorf, geborene Weigel. AlsKlorsch Eller" bet alt und jung be­kannt und beliebt, konnte sie sich bis in iyr hohes Alter hinein an viele Erlebnisse ihrer langen Lebenszeit erinnern, und gern lauschten Enkel und Urenkel, wenn die Eller erzählte. Fünf Stinber, 13 Enkel, 23 Urenkel und 1 Ururenkel trauern um die

ich selbst einmal... Weißt du, mit wieviel Frauen- zimmern er sich abgegeben hat? Ich kenne Die Zahl nickst, aber ich weiß seit Jahren, daß sie wechselten, wie bei mir die Taschentücher. Er hat auch in dem Jahr, das er mit dir verbracht hat, noch andere Freundinnen gehabt. Die Polizei hat das feststellen

und Staat bekennen.

Durch die Uebernahme der Macht am 30. Januar 1933 erhob der Führer den Anspruch, daß er an die Stelle bcr alten, morschen, zerfallenden Welt eine neue befsere Welt stellen werde. Jeder Deutsche muß von dem fanatischen Willen erfüllt sein, cn dieser neuen, besseren Welt aus ganzem Herzen und mit allen Kräften mitzubauen.

Man muß die alte, faulende und unfruchtbare Welt oft mit bitteren Worten brandmarken; man kann ihre Urheber und Verfechter nicht scharf ge«

Zu der Frage hast du kein Recht. Ich werde mich entscheiden, sobald eint Entscheidung notwendig ist, nicht eher."

Sie wagte kein Wort der Erwiderung mehr. Kotz- mann blieb noch drei, vier Minuten sitzen. Dann erhob er sich, machte eine kleine Verbeugung, drehte sich herum wie ein Zinnsoldat und marschiert« nach der Tür. Sie Öffnete sich und in dem Augenblick, da die kräftige Gestalt im Türrahmen stand, entfuhr den Lippen der Frau ein kleiner Laut, der nicht zu einem Worte geformt war. Sie hatte das rasende Bedürfnis ihm nachzueilen, sich vor ihm hinzmo^r»

deckung der Unterseite der Limusine, die bei den Kleinwagen fehlt, förderte seine Autobahnfestigkeit. Der Wagen wird geheizt und ist durch die Anwen­dung aller technischen Errungenschaften seiner Zeit

hergestellten Abzeichen sind sehr schön gelungen und zeugen von dem hochentwickelten Können der hei« mischen Industrie. Die KannebäckerwerkstStten sollen iräßere Aufträge des Reichsbeaustraa«

Otto Söllner. Spielleitung: Hans Albert Schewe. Bühnenbild: Karl Löffler. Es wirken mit: Ännt Assion, Valeska Lange, Aenne Mayr-Ellcr Ilse Winhold; Gustav Bley, Kurt Bosny, Gustav Brunn, Heinrich Durst, Bernhard Schmitz. Auher Miete. Morgen, Freitag, 31. Januar: keine Vorstellung.

Ortszeit für den 31. Januar.

Sonnenaufgang 9.11 Uhr, Sonnenuntergang 18.07 Uhr. Mondaufgang 10.38 Uhr, Monduntergang 22.45 Uhr.

Beförderungen in der SA.

Anläßlich des 8. Jahrestages der Machtübernahme wurden in den im Bereich des Gaues Hessen-Nassau stehenden Brigaden der SA.-Gcupp« Hessen zahl, reiche Beförderungen vorgenommen. Befördert mür­ben aus Oberhefsen u. a.: zum Obersturmvanniüh. rer der Sturmbannführer Heinrich Faul st ich, Sturmbann 1/116; zum Sturmbannführer die Haupt, sturmsührer Wichelm Bender, Sturmbann IV/ 116, und Wilhelm Vierhaus, Führer der Rei. terstandarte 247 und stellv. Führer der Reiterstan« barte 147 Oberhessen; zum Sanitäts-Sturmbann«

den kann. Da nach dem Kriege der Denzinpreis gesenkt und die Kosten für die Erlangung des Fiih* rerscheines herabgesetzt sowie Garagen für einen billigen Mietpreis erstellt werden, wirb bem Volks­wagen eine große Zukunft bevorstehen, da er zweckmäßig und wirtschaftlich ist, so baß er als Pionier im Automobilweien bezeichnet wird. Der Vortrag fand starken Beifall.

wanbte, ein kleineres Vergehen einzugestehen, um an der Aufdeckung eines schweren Verbrechens vor« beizukommen. In dem Verhör hat er uns genau die Plätze angegeben, wo die Schlingen liegen soll­ten. Darauf haben wir telephonisch Anweisung ge­geben, das nachzuprüfen. Nun liegt der Bericht des Gendarmen und des Försters vor. Sie haben bie Schlingen gefunden. Und diese Schlingen liegen in der Luftlinie dreieinhalb Kilometer von der Mord» stelle entfernt. Um diesen Weg zurückzulegen, braucht man hin und zurück zusammen wenigstens fünfvier­tel Stunden. Wenn Korn bei den Schlingen war, kann er unmöglich der Mörder fein.*

(Fortsetzung folgt.)

Ach habe jolaenden Schluß gezogen: Korn hat, als er die Gefahr sah, daß man ihn ernstlich al» Mörder verdächtigte, im ersten Schrecken gestanden, daß er in der Mordnacht die ausgelegten Schlingen revidierte. Man konnte anfangs annehmen, oaß er

Am kommenden Samstag und Sonntag finbet bie 5. Reichsstraßensammlung für das Kriegswinter» Hilfswerk statt. Die diesmal zum Verkauf kommen» den Abzeichen stellen die einzelnen Tierkreise dar und sind aus Ton bzw. Majolikamasse hergestellt. Ein großer Teil dieser Abzeichen ist im Gau Hessen« (Shfnbpnao. Nassau selbst hergestellt worden und hat somit det k q linx h.'i heimischen Industrie Arbeit gebracht. Von den im ,' 7 Liter, Dau Hessen-Nassau hergestellten Abzeichen find ipftnHp 4500000 imKannebäckerlc'nb" in den Orten fB^um« L ' hnri» unh hör Anhn

Freundschaft auf die elendeste Manier zerbrach, mußte verschwinden von der Erde.".

Die Stimme des Mannes war gewachsen. Sie klang Mingend, beschwörend, unheilverkündend.

Die Frau duckte sich. Sie war winzig und unbe. deutend neben ihm und konnte ihn nicht von seiner Strafe ablenksn.

Koßmann fuhr fort:Ich gab Klihlitz trotz feiner Wertlosigkeit noch eine ehrenvolle Chance. Morgens holte ich ihn aus bcr Jagdhütte und bot ihm einen ehrlichen Zweikampf an. Er wollte Erklärungen ge. den unb sprach von dir. Ich habelhm bas Wort ab­geschnitten und ihm den Rücken gekehrt, um die fünfzig Meter Abstand zu dem Zweikampf abzu- schreiten. Dann hat bcr Bursche geschossen. Mit Schrot. Er benutzte eine Patrone, die nur für Nie­derwild erlaubt ist, nicht einmal für ein Reh. Das war mehr als gemein. Er traf mich nur wenig. Als ich mich umdrehte, schoß er zum zweitenmal. Dies, mal mit einer Kugel, die ihr Ziel verfehlte. Dann hob ich die Büchse. Er ist gestorben wie ein Ver­brecher."

Er schloß die Lippen, als wollte er sie nie im Leben mehr auftun. Das letzte hatte er sich damit von der Seele gesprochen unb atmete nun auf, als hätte er eine Last von sich geworfen.

Dann brach Gitta das Schweigen.Aber der andere, den sie verhaftet haben?"

Ich habe an ihn gedacht. Der Mann ist ein no­torischer Verbrecher. Sie haben eine Äagdwaffe bei ihm gefunden, unb er hat gestanden, wieder gewil- bert zu Haden. Aber den Mord werben sie ihm nie nachweifen können, schon deshalb nicht, weil er ihn überhaupt nicht begangen hat." In seinen Worten lag Zuversicht.

Sie starrte ihn unverwandt an. In ihre Augen stieg Grauen und Angst. Sie suchte in den seit sie­ben Jahren vertrauten Zügen des Mannes nach einer Spur von Reue oder Erbarmen unb fand nichts.

Mußtest du gleich das Aeußerste tun, was über­haupt getan werden kann? Mußte es ein Mord fein?"

Ja, es gab keinen andern Weg."

Du bist kein Mensch, Hannes, du bist wie ein Tier, erbarmungslos!"

Daß du das so auffaht, berührt mich wenig. Ich mußte ihn töten."

Sie geriet in Aufreguna, die sich an feiner ge. lassenen Ruhe steigerte. Alles an ihr bebte unb zit­terte. Er sah bem zu unb spürte rafenbes Herz­klopfen. Aus seinem korrekten, vernünftigen, an­ständigen Leben war er in ein Chaos von Gefüh. len geraten, die ihm immer fremd gewesen waren. Diese Frau und sein früherer Freund hatten ihn herausgerissen aus dem festgezimmerten Gebäude seines Lebens und auf eine schiefe, schwankende Ebene gebracht, die ohne Ende schien. Deshalb stieg nicht der Hauch einer Reueempfindung in ihm hoch, nur eine Verstärkung seiner Erbitterung.

Ich bin dir keine Rechenschaft über mein Tun und Lassen schuldig, Gitta. Du hast dich selbst von mir und meinem Leben geschieden. Wir sind zwei fremde Menschen, die nur eines noch gemeinsam haben, die Kinder, die uns ihr Leben verdanken. Trotzdem will ich dir erklären, warum ich diesen Menschen töten mußte."

Er holte tief Atem.Kühlitz war nichts weiter als ein lüsterner Frauenjäger, der einmal von bie« fern Schicksal ereilt werden mutzte Ich habe es ihm prophezeit, als ich noch feine Ahnung hatte, daß

Am Dienstagoormittag faß Kriminalrat Bruch- Hausen über den Akten des Mordfalles KÜHlitz unb sprach mit seinem Gehilfen Wagner. Beide hatten das Gefühl einer leichten Unsicherheit.

Ich glaube, daß die neuen Feststellungen übet die Schlingenstellerei des Korn von Bedeutung sind, Herr Kriminalrat."

Wie meinen Sie das, Wagner?"

Die Angaben Korns, er habe an dem Morgen Schlingen gestellt, können nicht ohne weiteres an« gezweifelt werden. Er hat sie im ersten Schreck flt« macht, und meist pflegt so etwas wahr zu fein. Außerdem haben wir auch die Bestätigung in bet Hand. Daß der Forster mit dem Gendarm die Schlingen genau an dem Platz gefunden hat, den Kom angav, beweist, daß Korn sie gelegt haben muß."

Darüber habe ich nicht die geringsten Zweifel. Nun weiter mit Ihrer Meinung. Ich grüble schon den ganzen Morgen herum, komme aber zu keinem endgültigen Resultat. Vielleicht helfen sie mir auf emen neuen Gedanken." Bruck-hausen lehnte sich zu« rück und sah aufmerksam zu dem Kriminalassisten. len hin.

tungs - Obersturmbannführer die Verwaltungs. Sturmbannführer Wilhelm Gernand, Standarte 145 Büdingen, und Philipp Dickes, Reiterstan« barte 147 Öberhessen; zum Verwaltungs-Obersturm. führer der Verwaltungs - Sturmkührer Heinrich Müller, Kassenoerwalter der k-Standart« 116.

Professor Or Mohrmann f.

Don der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Der im Ruhestand lebende Mache« matiker Dr. Hans M o h r m a n n ist am 2. Januar 1941 verstorben. Er studierte in München, Berlin, Göttingen und Bonn unb war als Dozent und Pro­fessor tätig in Karlsruhe, Klausthal, Basel, Darm« stabt und Gießen, wo er von 1931 bis 1984 wirkt* Seine zahlreichen Abhandlungen, die in deutschen unb italienischen Zeitschriften erschienen, behandeln Probleme der Kurven unb Flächen im gewöhnlichen und vierdimensivnären Raum. Sein früher Tod hinterläßt in der deutschen Mathematik eine schmerz« liche Lücke.

Boten ans dem Kannebäckerland.

In der Reuen Aula der Universität fand am gestrigen Mittwoch abend ein von der NSG.Kraft durch Freude" veranstalteter Lichtbildervortrag über den Volkswagen, seine Entstehung und Entwicklung bis heute statt, der sehr gut besucht war.

Der Redner des Abends, Gauvolkswagenwart Müller aus Frankfurt a. M., ging in feinen Be­trachtungen von dem Zeitalter der Erfindungen und Entdeckungen aus, das wir dasZeitalter der Ma­schine" genannt haben unb das auch bas Zeitalter der sozialen Gegensätzlichkeiten war. Die Erfindun­gen wurden nicht immer zum Wohle der Mensch- hott ausgewertet, und der arbeitende Mensch wurde bann, als die Maschine technisch vervollkommnet war, ihr Sklave. Erst der Weltkrieg brachte den Wendepunkt, und der Nationalsozialismus hat dem wirtschaftlichen und dem sozialen Leben eine neue Richtung gegeben. Die Technik wurde zum Diener der Menschheit.

Wie auf allen Gebieten wurden auch in der Tech­nik unb im Automobilwesen neue Wege beschritten, und wie auf allen Gebieten so sollte auch im Auto- mobilwesen der neuen Zeit durch eine außerordent­liche Leistung Ausdruck gegeben werden. Nach dem Willen des Führers soll das ganze Bolt an dem Fortschritt der Technik teilhaben, und er beauftragte die DAF. mit bcr Schaffung einer Produktions- ftätte, die alles bisher Dagewesene in ben Schatten stellt. Am 26. Mai 1938 legte der Führer den Grundstein zu dem Bolkswagenwerk, und schon nach 13 Monaten waren die ersten 1000 Volkswagen fer­tiggestellt, die als Weihnachtsgeschenk das Werk verlassen sollten. Leiber kam es anders. Trotz des Krieges wurde die Werkstätte des Volkswagens so modern, wie keine andere in der Welt, unb bie in ihrer großzügigen Gestaltung eine Verwirklichung der nationalsozialistischen Idee bis ins kleinste dar- stellt. Sie wurde ein Symbol unb Fanal bcr Zeit.

In der Schaffung der Autobahnen waren die Voraussetzungen für bte Automobilisierung gegeben. Der Führer beauftragte den Erfinder Dr.Porsche mit der Konstruktion des Volkswagens, der mit feinen Errungenschaften einzigartig ist. Beim Bau des Volkswagens wird zum ersten fötale eine Del- kiihlung und ein Kühlerthermometer verwendet, die Stromlinienform macht den Wagen wirtschaftlich, durch die Verwendung der Luftkühlung des Mo­tors wird ein Einfrieren verhindert, und die Ab«

rische Hochzeit" von Hermann Hermecke und Nico Dostal.

Für Donnerstag, 20. Februar, ist em froher Abend unter dem GeleitwortDeutscher Soldaten- bumor" mit dem Sprecher des Leipziger Senders Harry Langewitsch im Stadttheater vorgesehen.

Am Freitag, 21. Februar, findet in der Großen Aula der Universität eine Feierstunde statt, in der nach kurzen Worten von Dr. Otto Henning (Berlin), der Regierungsrat Dr. Erckmann von der Abteilung Schrifttum des Reichsministeriums für Volksauftlärung und Propaganda einen Vor­trag über das ThemaDer Humor als Wesensaus­druck der deutschen Seele im Schrifttum" halten wird. Anschließend wird der Dichter Otto Rom - bach heitere Stücke aus seinen Werken lesen. Das städtische Orchester wird den Abend mit seinen Gaben bereichern.

Am Sonntag, 23. Februar, wird bei einer Mor­genfeier im Stadttheater der Hoheitsträger der Partei im Kreise Wetterau, Kreisleiter Back­haus , sprechen. Danach wird das LustspielDie stumme Schönheit" von Joh. Elias Schlegel unter der Spielleitung von Hans Geißler uraufgeführt. Am Nachmittag des gleichen Tages wird in den Räumen des Clubs eineFrohe Stunde bei Wil­helm Busch" folgen, bei der neben mancherlei an­deren Darbietungen auch Ilse föl e u b t n e r, die erste Solotänzerin der Staatsoper Berlin, und der bekannte Vortragsmeister Emil Kühne (Berlin) Mitwirken werden. Mit einem Konzert wird diese Veranstaltung ihren Abschluß finden. Am Abend wird im Stadttheater die MärchenoperDer schwarze Peter" von Norbert Schultze und Walter Lieck aufgeführt.

Xfornotwtt.

Tageskalender für Donnerstag«

Stadttheater: 19 bis 21.30 UhrTiefland". Gloria-Palast, Seltersweg:Wunschkonzert". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Das himmelblaue Abenokleid". Oberhessischer Kunstverein: 17.30 bie 18.30 AusstellungDeutsche Graphik der Gegen­wart" im Foyer des Stabitheaters.

Stadttheater Gießen.

Arn heutigen Donnerstag wird zum Jahrestag der Machtübernahme tfAlberts OperTiefland" als Festvorstellung aufgeführt. Musikalische Leitung:

daches.

Auf vielen Fahrten auf der Autobahn und bei Bergfahrten ist die Leistungsfähigkeit des Volks« ... - wagens, die außergewöhnlich ist, erprobt worden. I .'ur A""re Durch ein Spartartensystem wird der Ankauf drei- »» 'ür b°d »PJB- ten Volksschichten möglich gemacht und eine geord- aud Kannenbackeri nete Auslieferung in die Wege geleitet, weil der ^'chen werden in vier Rt Wagen nur durch dieses Sparsystem beschafft wer- kommen.

Auch in diesem Jahr wirb unter der Schirmherr­schaft des Herrn Dberbürgermeifters der Stadt Gieren eine Gießener Woche für Kunst und Litera­tur 1941 veranstaltet. Die Kunstwoche steht unter jbem GeleitwortMeister deutschen Humors" unb findet in der Zeit vom Sonntag, 16. Februar bis Sonntag 23. Februar, statt. Stadttheater, Goethe. Bund, ^und*nueicui, Voiksbildungsftätte Gießen, Kulturelle Vereinigung (früher Kaufmännischer Der- ein) und der Oberhessische Kunftoerein haben ein Veranstaltungsprogramm ausgestellt, das hervor­ragende und bedeutsame künstlerische und kulturelle Veranstaltungen enthält.

Im Rahmen einer Morgenfeier am Sonntag, 16. Februar, wird Oberbürgermeister Ritter bie Veranstaltungsfolge eröffnen. Bei bieser Gelegen­heit wirb bcr Kulturreferent des Reichspropaganba- "amtes Hessen-Nassau Rehbock sprechen. Das Stabt- theater wirb sodann bas MarionettenspielTerzinen an bie Nacht" von Max Kommorell unter Gerhard Reuters Spielleitung uraufführen. Das städtische Orchester wirb mit seinen Darbietungen bie Feier- tunde umrahmen. Im Anschluß an die Morgen­eier wirb der Oberhessische Kunst verein

nlert Du bist der einzige Mensch, der die Wahr­heit erfahren soll. Ich habe ihn erschossen. Warum ist eine merkwürdige Frage. Jeder dürfte sie stellen. Nur du nicht."

Kinder Hintergangene Mann. Begreifst du denn nicht, welches Ausmaß von Gemeinheit darin liegt? Begreifst du nicht, wie ich mich entehrt und besudelt fühlen mußte? Hast du kein Verständnis für bie Ehrs eines Mannes, der keinen Finger breit von seinem einmal als richtig erkannten Wege abzugehen bereit ist, ohne die Selbstachtung auch noch zu ver­lieren?

Du hast mir eine Hülle geschaffen, Gitta. Du und dieser Mensch. Ihr habt mir das Heiligste meines Lebens, mein Haus und meine Familie zertreten. Glaubst du denn, daß ich jemals darüber hinweg­kommen könnte?

Ihr habt keine Achtung vor der Familie. Also habt ihr auch keine vor dem Menschen im einzelnen und in feiner Gesamtheit als Volk. Ihr seid den Weg der Unterwühler aller unserer Auffassungen von Kultur und Sitte gegangen. Und du hast hin­terher noch die Stirn gehabt, mir die Schuld daran zuzuschieben.

Eines habe ich dir bereits gesagt: Ich dulde nicht, daß fremde Augen und Ohren und Mäuler sich auch noch mit meiner Schande beschäftigen. Ich bin aus der Familie ehrbarer Handwerksmeister, in denen Ehebruch schlimmer galt al» Mord und Totschlag. Ich habe keine Meinung Jür die leichtfertigen Auf­fassungen von Ehe und Familie. Ich halte fest an den Traditionen aller anständigen Menschen. Unb weil an mir ein Verbrechen begangen worden ist, bas größte überhaupt denkbare Verbrechen, beshalb habe ich zur Waffe greifen muffen. Alle gesetzlichen Wege, die Ehescheibung, die Strafanzeige gegen euch beide, ein Zweikampf mit Zeugen, alle Wege unserer Gesellschaft mußten unweigerlich dazu füh­ren, daß meine Schande in die Oeffentlichkeit kam. Es ist genug, baß ich sie kenne unb tragen muß: Es ist schon zuviel, daß ich dich weiter in meinem Hause dulden muß. Dieser Mensch, der mir viel zu verdanken hat, obwohl ich nie auf Dank Anspruch erhoben habe, der aber eine fast zwanzigjährige

Dahingeschiedene.

Am Dienstagnachmittag gaben viele Ceitragenbe dem Landwirt unb Privatmetzger Wilhelm fiel« (er IL das letzte Geleite. Bis in fein Hobes Alter hinein er wäre in wenigen Wochen 82 Iah' alt geworden ging der Verstorbene feinem JBi werbe noi

Wagens vor, der bei 100 Kilometer Stundende' schwindigteit auf 60 Kilometer nur f' W Stundenkilometergeschwindiakeit nur 7 Benzin verbraucht. Die Sitze sind in eine Liegestätte,| U

W. & RM. mehr bei Bemenbung eines R°ll- ?h

m Foyer des Stadttheaters eine AusstellungHumor unb Poesie in bcr beutschen Graphik" eröffnen.

Für Montag, 17. Februar, ist im Stabttheater ein Festkonzert des stäbtischen Orchesters unter Leitung von Professor Dr. Temesväry mit dem Thema Heitere deutsche Musik" vorgesehen.

Für Dienstag, 18. Februar, hat das Stadttheater Gerhart HauptmannsDer Biberpelz" unter bcr Spielleitung von Hans Albert Schewe als Erst­aufführung vorgesehen.

Am Mittwoch, 19. Februar, bringt das Stadt­theater die Wiederholung der OperetteDie unga-

Sie hingegen klammerte sich fest an ben Gedan- damit nur eine faule Erklärung für die fraaliche ton:Unb wenn sie ihn verurteilen? Das ist doch1«**

schon dagewesen. Willst du diesen Mann dann für dich sterben lassen?"

Derbunfdungsieit

31. Januar von 18.05 bis 9.07 Uhr.

nug ablehnen. Man hat zu dieser Verurteilung aber nur bann eine Berechtigung, wenn man in seinem ganzen Inneren von einer größeren Idee erfüllt ist.

Man muß an der von gefährlichen Giften zer­setzten alten Welt oft schmerzhafte Schmtte vor­nehmen, muß tiefe Wunben aufreitzen und manches mit Gewalt ertöten. Zu verantworten ist dieses Zerstörungswert aber nur, wenn man neues Leben spenden, eine neue Welt zur Entfaltung bringen, ein schöneres und größeres Werk aufbauen kann.

Jeder muß dieses schöpferische Aufbauwerk zu- nächst bei seiner eigenen Charakterformung begin­nen. Wir machen uns lustig, wir sind empört, wir sind oft im tiefsten Innern erschüttert über bas, was vergangene Zeiten falsch gemacht und an un­serem Volk gefünbigt haben. Bonzentum, Egoismus, Klassengeist unb Klassenhaß, Spießertum, Büro­kratismus, Kleinlichkeit, Korruption, Scheinheilig­keit, Unehrlichkeit, Bestechlichkeit, mangelnder Idea­lismus, Materialismus, bas sind einige von ben Vorwürfen, bie wir unseren Gegnern entgegen* schleudern, mit denen wir die Vergangenheit brand­marken. Jeder 30. Januar fordert von jedem Deut­schen, ganz besonders aber von jedem National­sozialisten, Rechenschaft darüber, ob er in seinem persönlichen Leben die Gegner und die Vergangen­heit wirklich überwunden yat. Jeder ehrliche Natio­nalsozialist wird bie Zeit um ben 30. Januar jähr­lich aufs neue zu einem stillen Stündlein innerer Rechenschaft benutzen.

Noch viel wichtiger als der Blick in den ..Laster­katalog" der Vergangenheit wibd dabei freilich das ehrliche Vertiefen in bie positive Wortewelt des nationalsozialistischen Programms und der Der- gleich mit dem eigenen Leben sein. Ehre, Ehrfurcht, Bescheidenheit, Kameradsä-aft, Idealismus, Fana­tismus und Sachlichkeit, Tapferkeit, Natürlichkeit, Sauberkeit, persönliche Herzensgute und charakter­liche Härte, das sind alles Worte, von denen jedes für sich ein Programm bedeutet.

Ist das Leben jedes einzelnen Nationalsozialisten von dieser großen, neuen Welt erfüllt, bann ist auch das Aufbauwerk der Gemeinschaft, der große Neubau von Volk und Reich' gesichert. Jedes deut­sche Mädel und jeder Junge, jede deutsche Frau und jeder Mann darf und muß in stolzer Verant­wortung an diesem Wert mitbauen.

Die vergangene Welt war zu neuer, schöpferi­scher Gestaltung unfruchtbar geworden. Der Führer hat uns den natürlichen Reichtum der aus dem völkischen Leben strömenden Aufbaukräfte wieder erschlossen. Der 30. Januar erinnert uns alle Jahre an den Tag, der diese Kräfte wieder zu freier Ent­faltung kommen ließ. Er ist damit nicht nur der Tag der Verpflichtung, sondern auch der Geburts­tag des größten Glückes für unser Volk. Er ist der Tag stolzen Jubels und wahrhaft deutscher Freude unb deutschen Selbstbewußtseins. Er ist bcr Ge­burtstag neuer Größe, ewigen Reichtums, natür­licher Tiefe und Schönheit. Er ist der Tag ewiger Dankesoerpflichtung gegenüber bem Führer.

Zur Verpflichtung wurde bamit der 30.Januar m b "w '^ertverein ab«r aud) für dos gesamt, deutsch. Bolt aller Zu- K;eU, SnTnun

wäre in wenigen Wochen 82 Jahre _____ ging der Verstorbene seinem Ge- jrf) mit einem Eifer und einer Gewisien« hattigkett, die für viele vorbildlich war.

Am letzten Sonntag wurde der im hohen Alter von 84 Jahren verstorbene Spengler i. R. Friedrich Wilhelm Naumann zur letzten Ruhe gebettet Vor drei Monaten war es ihm noch vergönnt ge-