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Fahrzeugen, die die Straße versperrten, nicht mehr auszuweichen. Es kam zu einem fürchterlichen Zu. fammenstoß, durch welchen der Autobus zum größ­ten Teil zertrümmert wurde. Sechs Personen kamen ums Leben.

Verdunkelungsverbrecher hingerichtek.

Am 28. Januar 1941 ist der in Oldenstadt, Kreis Uelzen geborene Heinrich Sprätz hingerichtet wor- den, den das Sondergericht in Hannover als Ge­waltverbrecher zum Tode verurteilt hat. Sprätz hat innerhalb von drei Wochen in sieben Fällen Frauen und Mädchen auf öffentlicher Straße in der Dunkelheit überfallen, um sie zu vergewaltigen. In einem Falle hat er eine verheiratete Frau unter Bedrohung mit einem Messer genotzüchtigt.

Gewaltverbrecher hingerichtet.

Der 1901 in Berlin-Schöneberg geborene Her­mann Giese ist hingerichtet worden. Das Son- dergericht Berlin hatte ihn als Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt. Der bereits mehrfach u. a. wegen Straßenraubes Vorbestrafte hat auf seinen 72jährigen Vater mit einem Sensenhammer einge­schlagen, um ihn zu berauben. Gleichzeitig ist der 65 Jahre alte Franz Thiel aus Neustadt an der Dosse hingerichtet worden, den das Sondergericht in Berlin als Volksschädling zum Tode verurteilt hatte. Thiel, ein vielfach vorbestrafter Gewohnheits. Verbrecher, der 25 Jahre seines Lebens in Straf-

anstalten zugebracht hatte, hat sich während eines Fliegeralarms erneut als (Einbrecher betätigt.

Vier Jahre Gefängnis für kindesenlführerin.

In Potsdam stand als Entführerin der kleinen Renate Klunter die 23jährige Ehefrau Charlotte Grintfcheck aus Bentsche vor der Großen S rafkam- mer. Die Angeklagte war, da sie von frühester Ju­gend an zu Eigentumsoergehen und Lügereien neigte, in Fürsorgeanstalten untergebracht und mußte 1935 wegen angeborenen Schwachsinns sterilisiert werden. Bei einem Bauern in Philippsthal, wo sie als Haushilfe beschäftigt wurde, zündete sie aus Wut, daß sie arbeitest und früh aufftehen mußte, die Scheune des Bauern an, roopür sie zu einer längeren Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Die An­geklagte, die im November 1939 ihren jetzigen Ehe­mann, der Witwer ist und zwei kleine Söhne hat, heiratete, war nur von dem einen Wunsch beseelt, ein Mädchen zu besitzen. Bei einem Besuch Pots­dams am 10. Dezember 1940 glaubte sie ihren Wunsch erfüllt zu sehen, als sie aus einem Kinder- wagen vor dem Potsdamer Kaufhaus ein Kind , schreien hörte. Und schon zog Frau Grintscheck mit dem Kinderwagen und der darin liegenden Renate davon. In Bentsche gab sie die Kleine als ihr eige­nes Kind aus. Ihr damals abwesender Ehemann, der von dritter Seite in Kenntnis gesetzt wurde, brachte später mit der Angeklagten Kind und Wagen

nach Potsdam zurück. Neun Schreckenstage hat die junge Frau Klunter, deren Mann im Felde stand, durchmachen müssen, ehe sie ihr Kind zurückerhalten konnte. Der Staatsanwalt betonte, das gesunde Volksempfinden fordere eine Bestrafung der Tä­terin, die keinerlei moralische Hemmungen besitzt und 1 die daher aus der Volksgemeinschaft ausqeschütet werden muß. Der Strafantrag erging daher auf vier Jahre Gefängnis und Unterbringung der Aegeklag- ten in einer Heil- und Pflegeanstalt. Das Urteil lautete dem Anttag entsprechend.

Das Tagebuch des Hauses konoye.

Zu den ältesten Chron ken der Welt gehört das Tagebuch der Familie des gegenwärtigen japa­nischen Ministerpräsidenten Fürsten Konoye. Es ist rund 1100 Jahre alt. Die Konoyes sind eine der ältesten und vornehmsten Familien in Japan. In allen Zeiten der japanischen Geschichte haben sie bedeutende Rollen gespielt. Ihre Glanzzeit war vom 7. bis 10. Jahrhundert. Damals führten sie fast unumschränkt die Regentschaft Japans Neben jedem Kai'er stand mindestens ein Fujiwara (so hieß das Haus früher, im 12. Jahrhundert nahm es erst den Namen Konoye an), und meistens war der jeweilige Herrscher mit einer Tochter des Hau­ses Fujiwara vermählt. Japan hat zwei einschnei­dende Reformzeiten erlebt. Die eine war gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als unter dem Kaiser

Meist die europäische Z'vilisation übernommen wurde. Die andere, wohl noch bedeutendere, war im 7 und 8. Jahrhundert, als Japan zugleich mit dem Buddhismus auch die Grundlagen einer wirklichen Staatsverwaltung des Steuerwesens und einer verantwortlichen Beamtenschaft aus China ein« führte. Diese unter dem Namen Taika-Reforrn ge« schichtl.ch bekanntaewordene Umwandlung hat für über 1000 Jahre das japanische Schicksal bestimmt. Schon damals waren die Vorfahren des jetzigen japanischen Ministerpräsidenten die führenden Staatsmänner ihrer Zeit. Und Fürst Konoyes Ahn, Kamatari Fujiwara, gehörte damals zu den zuver- lässigsten Mitarbeitern des kaiserlichen Reformers, Prinzen Naka-no-Oe. Das war die Zeit, da das Familientagebuch begonnen wurde. Von Geschlecht zu Geschlecht wurde diese einzigartige Familien« chronik, die zugleich japanische Geschichte ist, von ! dem jeweiligen Oberhaupt des Hauses fortgesetzt.

Das Tagebuch wird im Hause des gegenwärtigen Ministerpräsidenten, Fürsten Fumimaru Konoye, aufbewahrt. Es füllt 15 mächtige Truhen.

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'p'w«*-" <*' ft« h*n inbflH hpr^in emen- Tbecbrr ftfimm*1 P, N' g

Frau Marie Neeb, geb. Mattern

am 29. Januar. 5 Uhr früh, nach 32jährigem schwerem Leiden

zu nehmen.

zu sich

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Statt Karten.

Gießen, den 29. Januar 1941.

0325

Gießen den 30.

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe, gute Frau, meine treue Lebensgefährtin, meine herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante

Die Trauerfeier findet statt: Freitag, den 31. Januar, 14.30 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedholes.

(Marburger Str. 13X Januar 1941.

Die Trauet eier findet am Freitag, dem 31. Januar, nachmittags 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt

In tiefer Trauer: Wilhelm Neeb Martha Frey, geb. Neeb Hermann Frey Werner Frey, Enkel.

Rosa Pfann, geb. Zinner Werner Pfann.

i

Am Dienstagnachmittag ist plötzlich unti unerwartet nach kurzer, schwerer Krankheit unsere liebe, brave

Lid di

im Alter von 19 Jahren für immer von uns gegangen.

In tiefer Trauer: Leonhard Pfann

Gießen-Wieseck, Alten-Bu«eck. den 30. Januar 1941.

507 D

Die Beerdigung findet am Freitag, dem 31. Januar, nachmittags 3 Uhr, von? Trauerhause, Alten - Busecker Strafe 6, aus statt.

Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Louis Becker Familie Adolf Kolb.

Am 28. Januar entschlief sanft nach kurzer Krankheit unsere Hebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin, Gote und Tante

Frau Elise Becker Wwe.

geb. Lepper

im Alter von 77 Jahren.

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Bieber, den 28. Januar 1941.

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Müh' und Arbeit war ihr Leben, Gott hat ihr die Ruh gegeben.

Plötzlich und unerwartet entschlief nach arbeitsreichem Leben meine liebe brau, unsere herzensgute, tieusorgende Mutter, Schwiegermutter, Grobmutter. Schwester. Schwägerin und Tante

Die Beerdigung findet am Freitag, dem 31. Januar, nachmittags um 3 Uhr statt.

In tiefer Trauen

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Karl Hofmann und Frau Lina, geb. Becker Wilhelm Süb und Frau Anna, geb. Hoimann und 5 Enkelkinder.

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2. 2. Rate Beitrag zur Handwerkskammer 1940.

Gießen, den 29. Januar 1941.

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