Puddingpulver
Reese-Gesellsdiaft,Hameln
Man verlange beim Einkauf
.Siehst bu
Explosion in Raum5 j
gleich zu mißdeuten.
bleiben, wenn er hört, wie zwei andere, denen er
1 Minuten Fahrt stiegen sie aus.
steinen herkamen.
ausgesagt, hatten.
Heute beginnt unser neuer Roman
Explosion in Raum 5
von H.G. Hansen
Michel Crusius warf einen t Mädchen an seiner Seite und stellte fest, daß sie noch mehr gerötete Wangen hatte als während der Verhandlung. Sobald sie aus Hörweite der Men- schen waren, wiederholte er die Frage von vorhin.
„Was hast du eigentlich? Du kannst doch zufrieden sein, daß der arme Kerl freigesprochen ist."
„Nicht doch", wehrte sie hastig ab. „Erst wollen wir wirklich allein sein/
„Dann los! Wir fahren nach Hause." Er wußte selbst nicht recht, warum er eigentlich so neugierig war. Gewöhnlich gab er nicht viel darauf, wenn Frauen sich aufregten. Er sah das als einen durchaus normalen Zustand an, gleichsam als ein Privileg weiblicher Wesen, während es ihm selbst wie allen Männern zukam, Haltung zu bewahren.
Endlich hielt die richtige Straßenbahn vor ihnen.
Schwung auf einem Garderobenhaken. Ohne wie gewöhnlich die Haare zu ordnen un'd einen Blick in den Spiegel zu werfen, ging sie ins Wohn- zimmer und sank erschöpft in einen Sessel. Aus Der nebenanliegenden Küche kam die Muter herein uni) musterte verwundert die Tochter.
formen konnte und unter Ausschaltung aller persönlichen Empfindungen ganz auf eine Aussage einzugehen vermochte.
vergessen und sich hingesetzt, weil sie brennendes Interesse an dieser foltert Geschichte nahm, die ihk mehr wie ein spannender Roman denn als Wirk-
welche Aufzeichnungen müssen doch vorhanden sein! Mir kam das schon merkwürdig vor. Aber daß Kaspar dahinter steckte, das habe ich doch nicht
liehe Salongewandtheit."
So klagt Lortzing. Vielleicht hätte er erber an Der gestrigen Aufführung seine Freude gehabt. Die Komödie der Irrungen war durch Max Schwarze in allen ihren Phasen fein pointiert, in Seichtheit auf einen ausgeglichenen Lustspielton gestimmt. Ein glücklicher Gedanke, den Verhängnis beschwörenden Schuß, der während der Ouvertüre fällt, szenisch zu
„Aber verstehst du denn noch immer nicht? Ich habe dir schon vor Wochen erzählt, daß Herr Wand an einer Erfindung arbeitete. Zwischen ihm und
Der Kriminalassistem Michel Crusius schritt mit seiner Braut Bärbel Eberhard die breite Freitreppe des Gerichtsgebäudes hinab zur Straße hin. Sobald sie die Türe hinter sich gelassen hatten, schlug ihnen der stickige Brodern der Stadt ent-
Bärbel flüsterte heißer und erregt Merk dir das!"
Grünkohl 6 bis 10, Meerrettich 50. Schwarzwurzeln 20 bis 30, Lauch 17, Sellerie 15, Feldsalat /io 10, Endivien, das Stück 10 bis 15, Oberkohlrabi 10 bis 15, Rettich 8 bis 10 Rpf.
B-CtwHHI M 6t* imMM
lichtete erschien.
„Das kann ein Irrtum fein, Bärbel", mahnt« Michel bedächtig. „Und selbst wenn du mit den Zeitangaben recht hast, kannst du daraus doch unmöglich den Schluß ziehen, daß Herr Kaspar ein Mörder und Fräulein Barkow seine Komplizin ist.
Das volle Haus folgte willig der beschwingten Stimmung der Bühne und bedachte die ausgeglichene, gerundete Aufführung mit starkem Beifall.
Dr. Hermann Hering.
vermutet."
„Nun mach mal einen Punkt!" In Michel Eriu sius begann ein lebhaftes berufliches und persönliches Interesse zu erwachen. Welche Kam ■inatip en
Oer Kreisleiter bei den Ortsfranenschoffsleiterinnen. Gfs. Am Mittwoch fand in Butzbach eine ganztägige Tagung aller Ortsfrauenschaftsleiterinnen des Kreises Wetterau statt. Zu aller Freude sprach habet der Kreisleiter.
Nachdem die Kreisfrauenschaftsleiterin Frau Wrede die Tagung eröffnet und den Kreisleiter begrüßt hatte, nahm dieser das Wort. Er sagte u. a.: „Nicht von der praktischen Arbeit will ich heute zu Ihnen reden, sondern Ihnen von der Heimkehr aller Deutschen erzählen. Ich meine damit nicht nur die Volksdeutschen, sondern jeden einzelnen Deutschen. Er erzählte, wie es früher Deutsche gegeben habe die ihr Deutschtum verneinten, wie aber heute und vor allem nach diesem Kriege dies gar nicht mehr sein könnte. „Das Reich" muß für uns alle das Höchste werden. In weitgreifenden Ausführungen gab er bann e;nen geschichtlichen Ueberblict über das Werden Deutschlands und zeigte, daß wir sowohl durch Unsere Geschichte, als durch unsere geo- aravhische Lage im Herzen Europas eine besondere Stellung haben. Wir stehen mitten in einer ungeheuren Entwicklung und helfen durch unsere Gefolgschaft dem Führer das Großdeutsche Reich bauen. Herzlich dankte die Kreisfrauenschaftsleiterin dem Kreisleiter im Namen aller Frauen.
- Kurz berichtete nun jede Kreisabteilungsleiterin aus ihrem Arbeitsgebiet. Hört man einmal so geschlossen von der großen Vielseitigkeit der Arbeit im Deutschen Frauenwerk, so wird einem die Größe und Wichtiakeit dieser Organisation erst so recht bemüht, und stolz empfindet jede Mitarbeiterin, daß sie Teil hat an dieser gewaltigen Aufbauarbeit.
Behauptung kommst!"
„Beruhigen? Das ist euer zweites Mort, bei Vater und bei dir. Aber kann ein Mensch ruhig
Äusdünstunaei . allen Gerüchen, Die von
Mißtrauisch betrachtete er sie.
Bärbel war blaß geworden und preßte die Lip-
Roman von H.G. Hansen
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Michel begriff nicht. Was war schon dabei, wenn ... Chef eine Angestellte in seinem Auto mitnahm, vielleicht ins Werk, vielleicht auch nach Hause fuhr? Das geschah alle Tage. Und sonst war Bärbel durchaus nicht geneigt, das , Beisammensein eines Mannes mit einer Frau
Theater -er Universitätsstadt Gießen
Albert Lorhing: -Oer Wildschütz".
Zum Schluß sprach Frau Wrede vom unbekannten Soldaten des Weltkrieges. Andere Nationen haben diesem ein Denkmal gesetzt. Deutschland be- sitzt keines. Mitten unter uns lebt der unbekannte Soldat des Weltkrieges und ist unser Führer. Unser größter Dank für diesen unbekannten Soldaten des Weltkrieges ist, daß in unser aller Herzen die Feuer für ihn brennen. , v .
Mit den Liedern der Nation schloß die eindrucksvolle Kundgebung.
Immatrikulation an der Ludwigs-Universität.
Am heutigen Samstaamittag findet in der Gro- ßen Aula der Ludwigs-Universität Gießen die feierliche Immatrikulation der neuen Studierenden statt. Mit dem Rektor, Professor Dr. med. H. W. Kranz, und den Dekanen und Dozenten nehmen auch einige Gäste an der Feierstunde teil. Se. Magnifizenz dxr Rektor, Prof. vr. meck. Kranz, hält dabei eine Ansprache an die jungen Angehörigen unserer Universität. Anschließend verliest Uni- versitäts-Bürodirektof Kinkel die Verpflichtungsformel, worauf dann der Rektor die feierliche Immatrikulation der neuen Studierenden vornimmt. Musik wird die Feierstunde bereichern. Heber die Ansprache des Rektors werden wir am Montag noch berichten.
Gießener Wochenmorktpreife.
* Gießen, 29. Nov. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 40, Wirsing, kg 6 bis 10, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 7 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12 bis 15, Unierkohlrabi 6 bis 8,
! rauf, daß ihr Verlobter sie entgeistert anstarrte,! spenden. Mutter Eberhard hatte ihre Kochkünste dann zu seiner künftigen Schwiegermutter hinüber-""" """"" "
I sah, als sei dort Hilfe zu erwarten, und sich dem : ! Mädchen wieder zuwandte, weil Frau Mathilde Eberhard ebenso ratlos blickte wie er selbst.
„Nun beruhige dich erst einmal, Bärbel!" mahnte er vorsichtig und tastend. „Und dann erzähle hübsch der Reihe nach, wie du zu dieser schwerwiegenden
fanden haben. ... , r. , .
Die Leistung jeder Schute weist die nachstehende Übersicht aus (die erste Zahl nimmt Bezug auf Drogen, die zweite auf Wildfrüchte): Goethes ule 261 und 136; Pestalozzischule 75 und 0; Schiller» schule 119 und 0; Schule Gießen-Klein-Linden 44 und 0; Schute Gießen-Wieseck 134 und 0; Schule Heuchelheim 57 und 0; Mittelschule 0 und 152; Gymnasium 51 und 0; Justus-von-Liebig-Schule 136 und 300; Langemarckschule 188 und 622 sowie 200 kg Roßkastanien; Oberschule für Mädchen 128 ünb 0; Städtische Höhere Handelslehranstalt 265 und 52. , . ,, .
Dieses Ergebnis kann unter keinen Umstanden ohne weiteres mit dem einer RfH.-Landsammelstelle verglichen werden. Die Stadt arbeitet unter viel schwierigeren Umständen. Allein die Berücksichti- qunq des Faktors Zeitaufwand, der für die natur- ernen städtischen Schüler Verlust, Nachteil bedeutet, ür das naturoertraute und -nahe Dorteind aber Gewinn, gibt die Berechtigung, das Ergebnis einer städtischen Sammelstelle 50 v. H. höher zu werten. Einen Beeinträchtigungsfaktor der Stadt stellt auch noch die Naturfremdheit ihrer Kinder dar, msbe- sondere der kleineren. Die beschränkte Größe der Drogent ockenfläche pro Kopf der Schüler ist m großen Schulhäusern der guten Sache ein Hemm- schilh. Eine Möglichkeit, in Mietwohnungen der Sache Förderung zuteil werden zu lasten, fällt unter den Tisch. Das größte Verdienst der städtischen NfH.-Sammelstellen gipfelt in der Rückführung der naturfremden städtischen Kinder zu Gottes herrlicher Natur, dem reinsten Freudenborn. Diesem völkischen Ziel dürfte die Stadtjugend durch ihr beachtliches Sammetergebnis nähergekommen fein. H. I-
Gfs. Wir brauchen Pantoffel! Ja, wir Verwundeten brauchen Pantoffel! Wer Material
und nicht aufs Gewicht drücken. Der Sange« mardfAule gebührt das Verdienst, an einem Vormittag die ansehnliche Menge von 380 kg Hagebutten abgeliefert zu haben, womit sie das schone Ergebnis der I u st u s - v o n - L i e b i g - S chu l e um 80 kg übertraf. Tüchtige Jungen der G o e t h e - Schule brachten an einem schulfreien Nachmittag 136 kg Vogelbeeren auf. Mit diesen Angaben mag eine Notiz in dieser Sache ihre Berichtigung ge<
Sonntag, 30. November, 15 Uhr. im Theater. 10er-Ring, 3. Veranstaltung.
Zur Aufführung gelangt „Dschungel. Schauspiel von Frank.
Ein autes Simmeleraebniö.
Die R'H.-Stadtkreisstelle (Reichsarbeitsgemein, schäft für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbe- chaffung) berichtet: Das Sammetergebnis belief !id> für die spät abgeschlossene Sammelzeit 1941 auf 1490 kg Drogen, 1262 kg Wildftüchte und 200 kg Roßkastanien. Im Vergleich zum Ergebnis des Jahres 1940 trat beteHeilkräutern eine Steige- rung der Menge auf das 2,8fache em wahrend das Gewicht der Wildfrüchte die stattliche Hohe des 4.6fachen erreichte. An Roßkastanien war nur em Drittel der vorjährigen Ernte einzubringen, eine Minderung, die durch die heurige geringe Fruchtbarkeit der Kastanien bedingt wurde.
Das Sammelgut wurde m der Hauptsache von 12 Anstalten einqebracht, kleinste Mengen von Einheiten des BDM. und IV. Der Art nach kamen 35 verschiedene Drogen zur Ablieferung, darunter auch solche, die nur mit Muhe zu sammeln sind
Es ist bald ein volles Jahrhundert feit der Ur- i aufführung von Lortzin gs „Wildschütz" verstossen Wie die bekannten anderen Opern dieses Meisters hat auch er sein Lebensrecht auf der Buhne behauptet und bewiesen; ja, die Zahl seiner Freunde ist im Laufe der Zeit gewachsen, und immer starker hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, daß gerade der „Wildschütz" ein tretendes Beispiel stilistischer Geschlossenheit abgibt. Es hat im Verlaufe des Jahrhunderts manchen Vertreter aus den Rechen der ernsten Kunst gegeben, der Lortzina als einen Kleinmeister des Biedermeier abtun wollte. Die geschichtliche Entwicklung hat ihm dennoch aber Jein Recht gegeben, zumal in heutiger Zeit erweist er sich als der Schöpfer des Kunstwerkes, das roei- tefte Kreise unseres Volkes zu erfassen vermag. Denn Lortzing hat die deutsche heitere Oper einem hohen Grad der Vollendung zugeführt; zu bedauern ist nur, daß sich im Laufe der nachfolgenden Zett niemand fand, der in seinem Sinne seine Werke hätte fortsetzen und weiterbilden können
Stellt man die textliche Vorlage (Kotzebues Lustspiel „Der Rehbock oder die schuldlosen Schuldbewußten") dem gegenüber, was Lortzing daraus hat werden lassen, so wird man darüber erstaunt sein, mit welchem dezenten Feingefühl er die Charaktere der einzelnen Gestalten wandelt und in eine höhere Sphäre hebt. Vollends aber überrascht es einen, mit welch unendlicher Feinheit er hier aus dem Geiste der Musik heraus jeden Einzelnen individuell charakteristisch heroorhebt und in unvergleichlicher Kunst des Zufammenfüqens im Ensemble Werte entstehen läßt, die schlechthin so leicht nicht übertroffen werden konnten. Er schlägt hier einen mu- ikalischen Konversationston an, geistreich, treffend und witzig, unterstrichen von leiser Ironie gegenüber den Gestalten, die einem Uebermaß, sei es tm Charakterlichen, sei es in den Interessengebieten, zuneigen. Wie er die einzelnen gegensätzlichen Personen in höherer musikalischer Gemeinschaft züsam- menfaßt, das bestätigt wohl am besten die köstliche Billardszene. Diesem eigenartigen Stil gegenüber schienen die Kräfte der deutschen Bühne nicht immer , gewachsen. „Ich muß wiederholt das alte Lied singen: , — unseren deutschen Sängern mangelt durchschmtt- , lieft die Leichtigkeit des Spiels, des Vortrags, mit einem Worte die zu dieser Operngattung erforder-
sacken, die beispielsweise aus Wetzlar bei der Gie-1 (jener Paketumichlagstelle am Bahnhof direkt ange-1 fahren u.<) zur Weiterleitung übergeben werden. So kam beispielsweise am Donnerstagabend nach 21 Uhr bei unserem Besuch ein Wetzlarer Postauto mit nahezu 80 großen Säcken Feldpostpäckchen an, die von hier aus weiterzubefördern waren.
In der großen Sortierhalle müssen alle Postsacke, c deren Inhalt noch nicht auf ein gleiches Versandziel . abgeftimmt ist, einer gründlichen Sortierung unterworfen werden. Da stehen mehrere Männer inmitten i einer großen Reihe geöffneter und an zweckdienliche । Halteeinrichtungen befestigter Postsäcke, in die die einzelnen Päckchen in außerordentlich flotter Arbeit zu verteilen sind. Dabei darf es kein langes Besinnen geben, diese Männer müssen über außer- ordentlich starke geistige Konzentrattonskraft ver- fügen, damit sie inmitten des Arbeitstrubels rings» herum nicht abgelentt werden, sie müssen aber auch gute Geoqraphiekenntnis besitzen, wenn ihre Arbeit sich fehlerfrei abwickeln soll. Beide Voraussetzungen sind sehr wesentlich für die richtige und flotte Weiterleitung der Sendungen. Im Handumdrehen stehen hier immer wieder gefüllte große Postsäcke zum Abtransport bereit. Während bei der Verteilung ständig neues Arbeitsmaterial hinzukommt, werden die gefüllten Säcke schon auf die Transportwagen geladen und hinüdergefahren zum Verladebahnsteig der Reichspost, wo sie in die Güterwagen verstaut werden, bis auch der letzte Winkel in den Wagen beloben ist. So geht der Betrieb bis weit nach Mit- ternacht hin, um bann nach ber Abfahrt eines geschlossenen Transports schon roieber für die nächste Sendung anzufangen.
Neben den vielen Feldpostpackchensacken, die von der Paketumschlagstelle im Laufe des Tages mit jedem Zug mit Postbeförderung weitergeleitet wer- den, kommen in den Abend- und Nachtstunden täglich noch mehrere Güterwagen vollbeladen bis zum letzten Eckchen nur mit Feldpostpäckchen zum Abrollen Alle diese Sendungen werden von Gießen zur Feldpostsammelstelle in Frankfurt a. M. geschickt. Dort werden die einlaufenden Packchensacke einer erneuten umfassenden Sortierung unterworfen, die dem Zwecke dient, die Sendungen auf die verschiedenen Feldpostämter zu verteilen. Wieder in großen Säcken beieinander, aber diesmal in langen Postzügen vereint, rollen die Päckchen dann hinaus in die Ferne zu den Feldpostleitpunkten. Dort erfolgt alsbald nach ber Ankunft bie Verteilung auf die verschiedenen zustänbigen Felbpostt stellen bzw. -Umschlagstellen, von benen schließlich bie Sendungen an die letzten Poststellen, die m nächster Nähe ber Einheiten stehenden Feldpost- ämter abgegeben werden. Von dort holen dann die Postempfänger die Sendungen für ihre Kameraden ab. Am Ende kommen sie als letzte Station über den Postappell beim „Spieß" in den Besitz ber
verdeutlichen. Die Beschwingtheit ber Handlung wurde durch originelle Einzelzüge bereichert und so das Ganze zu froh pulsierendem Leben geweckt Mochte es sich um die Massenszenen handeln oder um bie zahlreichen Ensembles, stets war die Aus- Prägung des Einzelnen beutlich und bewußt. Die Bühnenbilder (Karl Löffler), zumal im ersten und letzten Akt, gaben durch ihre Weitungs;ahig- feit bem Geschehen großen Raum, unterstützt durch bie Lichtführung (Remigius Konen) am Schluß des ersten Aktes. Die Chöre (Gerhard Hergert) waren schwungvoll, besonders charakteristisch der Dienerchor bei Beginn des zweiten Aktes Den durchsichtigen Orchesterklang Lortzings rief Otto Söllner mit feiner Akzentuierung wach.
Der Titelheld wurde durch Eberhard Kratz äußerst plastisch vor den Hörern lebendig in trefflicher Charakterisierung, selbstüberzeugt, ja em wenig überheblich, distinguiert und dann wieder unterwur- iq Weniger der drollige, unbeholfene Schulmeister, wie man ihm häufig auf der Bühne begegnet^ sondern ins Geistige gewendet; eine prächtige Durch» äs ft al tu ng dieser Bufsopartie, bie gerade auch m ihren gesanglichen Anforderungen beste, überzeugende Erfüllung fand, zumal in der außerordentlich durchgebildeten Arie „Fünftausend Taler .
Ihm stand als ein prächtiges ©retdyen Lisel Schröter-Beckers mit feinem gesanglichen Können zur Seite, von weiblichem Instinkt geleitet, reizvoll und gewinnend tn der Herzlichkeit, überzeugend in den Eifersuchtsszenen. Für die Gräfin von Eber- bach besteht leicht die Gefahr der Uedertreibung. Das fanatische Aufgehen tn ber Welt der Antike wurde mit hohen Pathos durch Hella Henzk p bargeboten mit einer inneren Echtheit, die dieser Rolle einen ganz besonderen Akzent zu geben vermochte. Emen Lebenskünstter, der alle ihm zugänglichen Freuden auszunützen versteht, so stellte Ludwig D r u s ch e l den Grasen von Eberbach hin mit prächtiger stimm- lieber Frische, Md end in der Arie des dritten Aktes. Empfindungsvoll schöpfte Walter Ecsy bie Rolle des Barons mit warmer, sympathischer Ge- sanglichkeit aus. Als Baronien Freimann schien Jossa Abbt zunächst leicht befangen; sie gewann aber im Laufe bes Abetzds durch ihre natürliche, wenn auch zurückhaltende Art bes Spielens und Singens. Alle aber fanden sich in harmonischer Ausgeglichenheit und Klangschönheit ber Ensemblesätze. Dem Pancratius Hans Bergmanns steht in seiner Akzentuierthete besondere Anerkennung zu.
Empfänger. ,
Es ist ein arbeitsreicher und weiter, mit vielerlei Mühe über unendliche Strecken verbundener Weg, den die Feldpostpäckchen von ber Heimat bis zu den Solbaten vor bem Feind oder irgendwo im besetzten Gebiet zurückzulegen haben. Auf diesem weiten Wege werden die Sendungen von der Post sowohl in der Heimat, als auch draußen in Feindes- land mit aller Fürsorge und Gewissenhaftigkeit be- handelt, damit sie möglichst rasch und vor allem un- versehrt in die Hand der Empfänger kommen. Durch diese liebevolle und verantwortungsbewußte Behandlung der Feldpostpäckchen trägt die Reichspost in erheblichem Maße mit dazu bei, daß unseren Sote baten ihr schwerer Dienst in Feinbesland nach Möglichkeit erleichtert unb ihnen die Liebe ihrer Angehörigen und darüber hinaus die Dankbarkeit ber Heimat immer wieder bekundet wird. Daran mitzuarbeiten ist allen Beamten und Helfern der Post eine große und schöne Aufgabe, der sie sich in enger Verbundenheit mit unseren Kämpfern und Hütern ber Heimat gerne unterziehen.
Zur Desirrsekiion und Wundversvrgung
gebraucht man die leit über 10 Jahren ärztlich erprobte und bewährt- Sevlo-Tinktur, bie in allen Apotheken und Drogerien in Fläschchen zu fünsundfünfzig Pfennigen und in Tupfröhrchen zu neunundvierzig Pfennigen erhältlich ist. Sie desinfiziert wie Jod-Tinktur und wird genau so angewandt. Sepso-Tinktur findet nicht nui: bei Hieb», Stich-, Biß-, Schnitt- und Schürfwunden An- Wendung, sondern auch bei Entzündungen in der Mund- höhle und des Zahnfleisches sowie zur Desinfektion von Pickeln und Insektenstichen. Infolge ihrer großen Tiefen- Wirkung erweist sie sich ferner bei Prellungen, Quetschungen und in allen Fallen, in denen eine gefteiger.e Durchblutung des Gewebes erwünscht ist, als sehr brauchbares Behandlungsmittel.
Bärbel erwog, war ihm langsam klar geworden, jedoch blieb es unbedingt notwendig, daß sie schön m . , . , ... ..... der Reihe nach und in logischem Zusammenhang
„Nein, freigesprochen , antwortete Mia>ei an ।, &-ie alberen, Kaspar und Aenne Barkow, die i vortrug, ober noch besser, aanz ordentlich inte Stelle seiner Braut. mochte 'ch gerne roj||en mje P9 wirklich ""kommen ist Ich h^be "icht! ruhig Fragen beantwortete „Was du meinst, weiß
wissen, was du ^eigentlich hast. So habe ich dich Obacht, baß es von Bedeutung sei. wann Herr ich siun Du bist aber so aufgeregt — begreiflicher-
"hip nnrtvrp Mat'sorm und laben i nt>d) nie 9efeI)en Kaspar an dem Unolürfstage nach Hause gegangen weise", fügte er versöhnlich hinzu. ..daß alles durch
^ hn^ fflemühl hinauf An einer Straßenkreuzung Gr einen Stuhl herbei und setzte sich dicht ist, und mir nie Gedanken darüber gemacht. Und einander gerät. Darf ich nicht lieber fragen?"
" ^uhl^hma^. ön einer ^^nrreu3mig ^°r er eine weitere Frage stellen beute denke ich, ich höre nicht r-cht. ote er unter, Bitte" saate Bärbel und setzte sich zurecht, als
umkrampfte plötzlich mit beiden Händen den rech- Fonnte' brach es aus bem Mädchen hervor. Eid behauptete, er fei schon um 17.30 Uhr aus ber erwarte sie ein regelrechtes Verhör Nachdem si«
ten Arm ihres DeNobten, so daß er beinahe recht ------ - ”"x "" ' c‘
t enF rm i hr es1 ° Ei er I o bt en, fo b a h e r b e i n al) e recht „Ich weiß, wie alles zusammenhängt. Kaspar Fabrik geaangen »nd an diesem Taa« nicht wieder Lie Hauptlast vom Herzen geredet hatte, fühlte |i<
unmännlich aufgeidirien hätte. Die Blicke des Mäd. hat Wand "worbet' sie schrie die letzten Warte 'uruckä-kammen Dabe habe ich ibn 'elbs nach sich erleichtert. „Das gehört ja zu deinem Beruf,
chens richteten sich starr auf ein großes Auto, das fast und wischte sich mit dem Handrücken die kurz vor halb Heben Uhr gesehen. Dann ging er. frage nicht als Äriminalbeamter, Bärbel, dich, neben der Straßenbahn hielt Tränen ab. di- plötzlich Über ihre Wangen rollten. I erst weg. Noch mehr erstaunt war ich. als die Indern als dein Verlobter. Da ich ;um Betrugs-
Michel erkannte die Insassen sofort. Cs waren „Und die Barkow weiß daoon. Deshalb hat sie Barkow genau dasselbe erzählt«. Dabei muß sie so beaernat gehöre, habe ich keine dienstlicl^n Befug-
der Abrikbesitzcr und Ingenieur Martin Kaspar such falsch ausgesagt Es ist alles eine abg.’tar.cie gut wie ich und noch besser wissen, daß er eine i(fe in Mordlachen."
und die Sekretärin Aenne Barkow, die in dem > Sache." 9«W ©turnte langer geblieben l.t. I „Sei doch nicht so pedantisch!" meinte sie. .-
eben zu Ende gegangenen Strafprozeß als Zeugen Sie suchte in der Handta che nach einem Tuch, Bärbel hielt inne unb sah Michel mit aufforhern- ■ . ■,
au^e ägt hatten TP 3 ä 8 |um die Tränen zu trocknen, und achtet« nicht da- dem Blick an, ihrer Entdeckung Lob und Beifall zuj (Fortfetzung folgt.)
,^cf) habe genau so wenig wie irgendein Mensch
, v _ _. — » . - . . ... im Betrieb geglaubt, daß ber Werkmeister Möller
«.Was ist denn los? Die Verhandlung hat dich Qn b(?m Unfall schuld sein soll, bei dem Herr Wand wohl sehr aufgeregt? Ist Herr Moller verurteilt; um9 jr^ben kam. Niemand hat es geglaubt, und worden?" ! das Gericht hat ihn nun auch freigesprochen. Aber
..Nein, freigesprochen , antwortete Michel an , bie anb€ren Kaspar und Aenne Barkow, 1'
pen aufeinander.
lajiug ignen vei niuiye <jiuu«.n. v«.t v“: §>nbabn^^rmkte^an^?Der^0ro^e^Kr Ute ! bisher vertraut hat, vor Gericht als Zeugen lügen ______ ...________„ v ,
gegen, unerträglich heiße Iuliluft, vermischt mit auf.bie Str. B entschwand bald den und sich als Mörder entpuppen? Du glaubst das Kaspar ist es deswegen schon zu einer Auseinander,
ben Ausdünstungen des weichen Asphaltes und mögen Ab vorwärts und ent ckMand ba^ oen ^bl nicht? Hör zu!" | tetzung gekommen. Und da bei dem Unglück der
Kraftwagen unb Schn,-.,- A An der be d n f B Bis zum Wohn-! Sie beugte sich weit vor unb zerrte aufgeregt an Apparat vernichtet unb bie ganze Einrichtung des
h I Bärbel, bttern waren rar weniae hun. dem Taschentuch, während sie berichtete. Es war Labors zerstört wurde, wunderte ich mich gleich.
rotoen Bltck auf das ^°^E v°n Bärbels Elter fl y njd)t gan3 ihren hastig hervorg-sprudelten daß der sonst so aufgeregte Herr Kaspar darüber
b stellte fest, bah sie oert Meter zu z fl . Ätzen zu folgen, aber soviel hatte Michel Crusius nicht aus ber Fassung geriet. Wo sind bie Zeich-
>atte als mahrenb ber । Schweigend eilten sie bie Dreppen hinauf. Das Jahren seiner Tätiakeit als Krimi-1 nungen zu dem vernichteten Apparat? Irgend-
Hörweite ber Men- Mäbchen schloß auf, unb ihr>Hütchen landete mit nalbeamter schon gelernt, baß er sich rasch ein Bild welche Auszeichnungen müssen boch vorhanben sein!


