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Genrral-Anzeiger für Oberhessen

Abschied von Oberst Mölders

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Zchristleitung und Geschöstsftelle: Giehen, Zchulftrahe 7-9

Noch waren wir. so sagte er, im Bann des ferne­ren Schicksalsschlages, der uns den siegreichen Helden de« Weltkrieges nahm; da kam die schwer unfaßbare Nachricht, baß du. mein junger Freund, von uns gegangen bist. Unfaßbar deshalb, weil dem ganzes Leben ein Sieg war. unfaßbar für uns. weil mir . . __hrtfe hoine frrtftnnde. lebens»

Druck und Verlag: vrühlfche UniversttSttdrnckerel tt. Lange

chaft ist in ihren Grundfesten zerschmettert, mehr als die Hälfte des britischen Schiffsraums sowie zahlreiche Einheiten der englischen Kriegsflotte lie­gen auf dem Meeresgrund. Fetzt noch an der Kraft des Großdeutschen Reiches zu zweifeln wie an der einer Verbündeten, ist zumindest nicht mehr staats- lug. Sicher sind sich manche Schweizer dieser Tat- achen auch bewußt. Allein, eine überlieferte Ge­wohnheit und ein nicht unbedeutendes Stück Recht­haberei. wie es Gottfried Keller so anschaulich an den Helden seiner ErzählungDas Fähnlein der ieben Aufrechten" schildert, halten die meisten Schweizer von dem richtigen Verständnis für die deutsche Aufgabe in Europa zurück.

Allerdings hindert sie das nicht, ohne allzu große Bedenken deutsche Leistungen und Einrichtungen nachzuahmen ober zu übernehmen. Sie haben jetzt auch eineWinterhilfe", eine ..Anbauschlacht", bei ber sie sogar manchem Wiesengrunb zu Leibe rük- ken unb bafür bas Vieh auf noch höhere Almen trei­ben als bisher, ihre ..Neustoffe" entsprechend un­serenWerkstoffen", wobei auch sie bas WortEr­satzstoff" vermeiden, ihreAltmetallsammlung", ihre ..Altstoffaufbereitung" und noch vieles andere mehr, wie es die gegenwärtiae Lage erfordert. Im ganzen unterwirft sich die Bevölkerung verhältnismäßig willig all diesen Notwendigkeiten.

Dagegen geht bei den meisten wieder das Ge­fühl durch bei der Bewertung der deutschen Erfolge im Osten. Man sollte meinen, daß ein Staat, der

für die Milmgsnmnmer bis 8*/? Ilbrbe« Vorn, ittapi

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l'ilne unmögliche Leistung, besonders wenn man sich ergegenwärtigt. daß im benachbartenreichen Frankreich mit , *----------6 1

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leben zu Hause ist. ,

Nach einer solchen Feststellung sollte man mel- nen, daß sich der urkräftige alernanni che Zorn m d ieser düsteren Herbststimmung nun mit aller Wud)t ,-egen bas Angelsachsentum europäischen wie ame- ikonischen Gepräges entlaben wurde. Tatsächlich muß so ber unvoreingenommene zluslanber Den* ' en. Ja benfen kann er so. Aber er trifft nicht die Schweizer Gebanken. Vielmehr kommt er ms verwundern! Des öfteren ist im Laufe des per- nangenen Jahres berichtet worden, daß engwche Flieger bas Schweizer Bundesaeblet nicht nur über» Dogen, fonbern auch mit Bomben belegt haben. Die Sachschaden anrichteten unb Menschenleben velntch- icten. Wieder wird der unvoreingenommene aus=

ehr als im Vorjahr. Was steht aber hinter -sen zweifellos ganz beachtlichen Ziffern? Dar» >er macht sich der Schweizer unb insbesondere ber kicher ernste Gebanken. Liegt hier wirklich ein artschritt vor. wie ihn bie Ziffern ausdrücken ächten? Für keinen Schweizer verbirgt sich mehr. : ß seit Kriegsbeginn ein ft ä n b i g e s 21 n ft ei­en b e r Preise zu beobachten ist. Unb zwar au st allen Gebieten? Es muß also die Warenmenge. , e früher unb jetzt hinter ben Ziffern gestanden it, eine ganz verschiebens fein. Unter Berücksich- fgung aller Faktoren kommt man nun zu ber Er-

Gens. 28. Nov. (DNB.) Nach englischen Presse­berichten hat bie im Unterhaus von Großadmiral Sir Roger Keyes abgegebene Erklärung über b.e Art ber englischen Kriegführung unb vor allem ben Einsatz der britischen Stoßtruppen sowie seine hef» tige Kritik großes Aufsehen erregt Keyes be­klagte sich zunächst barüber, baß man ihn vor kur­zem als Kommanbant der brit jdjen Sturmtruppen mit der Begründung abgesetzt habe, er sei für diesen Soften zu alt. Nach seiner Meinung aber würden amtliche Kriegspläne Churchills durch die bürokra­tische Kriegsmaschine von Whitehall in ber Aus» führung stark behindert. Solange nicht bas gesamte Staatswesen von Wbitehall gründ! ch überholt werde, komme Großbritannien mit seinen militäri­schen Operationen überall zu spät. Die ver­schiedenen militärischen Ausschüsse von Whitehall

I, nu..uc.u; md mir 70 Menschen auf 1 Quadrat- filometer schon ganz erhebliche Schwierigkeiten be- ehen. Es ist also nicht zu bestreiten, daß die lusmirtuncen ber englischen Blök- ade immer sinnfälliger in Erscheinung treten. Inb sie werben jebem einzelnen Schweiger um so mehr bewußt, als der immer höher kletternde Brot» orb doch schließlich nicht mehr durch schone Rebens- urten wegzudiskutieren ist. Dieser Tatsache kann rch auch der schmiegsamste Schweizer Magen nicht erschließen. 21 n den Gestaden des Züricher Sees uirb sie ihm gerabezu zu einer Abrückung, weil q ier, wie kaum an anberen Orten, sonst bas Woyl-

ianber einen L-----

Bornes erwarten Aber wieder muh .

» seine Annahme nicht zutrifft. Und letzt darf er iich sogar tü/htig munbern. Er kann in Zürich wie nn ganzen Lanbe, insbefonbere aber im »eobachten. baß nicht wenige Schweizer das> uo- jjeichen der - englischen Luftwaffe (!) tragen. W-nn sr sich nicht ärgern will, nimmt er an atoSah* man. sonst ad-r staunt er über eine derartige Au assung von Neutralität unb ©taatsernnfmben. J)er langjährige Kenner von Land unb Leuten w tz nUerbinqs: so unb nur so ist die Eibgenossenschatt. Ihren tiefsten Daseinssinn verliert sie 'wmer mehr, eitbem sie unter den Lehren ber großen fran?o lfschen Revolution bie Form über den Inhalt 1t?ur unb bas Wesen germanischer Volksfuhrung bu ch □olfsoerbunbene Führer preisgibt zugunsten t maldemokrotischer Wobleinrichtungen.

Im Bonne solcher Wahnvorstellungen stnben sich Sie Schweizer so schwer zu ihren blutsverwanbten Nachbarn. Daß sie zu Beginn dieses Krieges der snolifch-sranz^sifchen Vropaoanda erlagen, kann man schließlich verstehen. Nun sind aber zwei 2ahre ver- ßloffen. in denen die deutschen Lohnen auf Kriegsschauplätzen von Sieg zu Sieg eilten w »reich liegt zerbrochen am Boden, dte Sowjecherr

zung uucr tyuiiuteii iuiuuu muu nun o« lnntnis. daß die tatsächliche Versorgung der Schweiz mit Einfuhrgütern trotz der Wertsteigerung h laufenden Jahr um etwa 25 v. H. geringer war cs 1940, was eine recht schmerzliche Feststellung

Berlin, 28.Nov. (DNB.) Oberst Werner Mol- ders wurde heute zu Grabe getragen. Bei dem eierlichen Staatsakt im Ehrensaal des Reichsluft» fahrtmlnisteriums erwiesen alle in Berlin anwesen­den führenden Männer der deutschen Wehrmacht. Reichsminister. Reichsleiter unb Gauleiter sowie Angehörige der diplomatischen Vertretungen ber be» reunbeten Nationen dem toten Helden frieletjte Ehre. Kurz vor 11 Uhr traf Reichsmarschall Goring ein. Kurz danach kam der Führer. Der Reichs» marschall meldete die Trauerparade. Dann durch- schritt der Führer die Halle, wo ungezählte Kranze agen. Die Bohre des Oberst Mölders rft bedeckt mit der Reichskriegsflagge, darauf der Stahlhelm und ein Strauß roter Rosen. Aus den Opferschalen der Pylonen flackert die Flamme.' Kameraden vom JagdgeschwaderMölders" hielten die Totenwacht. Einer trug das Ordens kiffen mit den Kriegsaus­zeichnungen feines Kommodore. Je vier Fahnen von Verbänden ber Luftwaffe flankierten die Ba^e. Die Hinterbliebenen bes fo jäh aus dem Leben Ge­rissenen bie Gattin, die Mutter, ferne Geschwister, hatten vor ber Bahre Platz genommen neben ihnen Frau Göring. Um 11 Uhr betritt b e r Führer den Saal. Er gimßt den Toten und wendet sich dann den Angehörigen zu. Die Trauermusik aus derGot» terdämmerung" erklingt. Danach tritt der Reichsmar» schall vor die Bahre und spricht Worte des Geden­kens an den Toten.

Görings Gedenkrede.

Osten geschaffen. ,

Wir werben uns über die Zeit, in der die neue Entwicklung Früchte tragen kann, keine Illusionen machen. Zunächst gilt es. die Ruinen elder wieder aüfzubauen, welche bie bolschewistischen Gruppen bei ihrem Rückzug hinterlassen haben. So muhseug aber auch biefe Arbeit ist. unb so hohe Anfordenin» gen sie auch an bie Tatkraft unb bie Leistungs' a h i g« feit ber verfügbaren begrenzten menschlichen Kra te stellen mag, Ruinenfelder. bie länger als em ober iwei Jahre einem beharrlichen Aufbauwillen trotzen, gibt es nicht. Wir werden aber natürlich nicht alles so wieberberstellen, wie es vor ber Zer­störung durch die Bolschewisten gewesen ist. Ost­europa muß aufhören, eine ständige Bedrohung ur bas übrige Europa zu sein, unb muß em echtes Glied des gesamteuropäischen Wirtscha'tsausgleichs werden. In ber Praxis bedeutet das folgendes:

Herbstgedanken am Züricher See

Bon unserem D. D.-Berichterstatter.

beianenbe Gestalt nun nicht mehr bemen Kameraden ooranleuchten soll. D o m F e i n d u n b e s i e g t bist du gefallen. An ferner ber vielen Fronten, an benen bu gekämpft unb bein Geschwader von Sieg zu Sieg geführt hast, konnte dich der Gegner über- winden! Doch bas Schicksal, das stärker ist als wir alle das für uns unerforfchlich bleibt, hat dich nun auf'so tragische Weise abberufen.

liefe Trauer bewegt uns. Und doch w.rd sie überstrahlt von der stolzen Freude und dem Gluck, baß wir dich, du junger Held, besitzen-und unser nennen durften. Leicht wird das Wort Held aus­gesprochen, und nur wenigen ist es vergönn. wahres Heldentum zu erringen. Und fast immer ist e< so gewesen, daß die Gestalt des Helden im 23e» wußtsein des Volkes jugendlich erschien und auch jugendlich das Erdendasem verließ Unsere alten Vorfahren versetzten solch unsterbliche Helden in ihrem Glauben an die ewige Kraft des Sieghaften dann in den hohen Himmelsdom und ließen sie wer- ter dort als Sterne uns erscheinen. Oder sie grüß­ten sie auf ihrer Fahrt nach Wachall im Bewußt­sein. daß nur ber Kämpfer, nur der starke Mann daß nur der Held, der, das eigene Leben mcht

England kommt überall zu spät"

Schorfe Krit k des Sroßadmir ls KeyrS an der britischenMilüärmaschine^.

Jahrgang Nr. 284

(fcucDeui. ina11d) duner Sonntag, unb feiertags

Beilagen:

(Mefiener Aamihenblätter Hkünai miBild- TieSctzolle

Berugsvreis:

Monatlich.. RM 1.80 Zliuellgehübr.. ,. - 25 ciitfc ue* *? irbterirhemen vrn emtelnen Nmnmern jflioige boberer Gewalt p,rn,vrectianilhlutz 2251 Dsahmnichr"t:An seiger" ,

Snitirhe 1l6^,>rantl. M

Oie wirlschaftliche Bernachlälsigung Osteuropas. Die Schaffung einer vorläufigen Ordnung in Ost­europa ist der Beginn einer neuen 2lera, bei ber Osteuropa aus seiner bisherigen Vernachlässigung erlöst werben wirb. Unsere Truppen haben sich in ben letzten fünf Monaten bavon überzeugen können, baß bie Behauptungen vom völligen wirtschaftlichen unb sozialen Versagen bes Bolschewismus ferne Uebertreibung gewesen, fonbern im Gegenteil hinter ber Wahrheit sogar noch weit zurückgeblieben sinb. Damit ist nicht bestritten, daß bie Sowjets es auf dem einzigen Gebiet, dem sie ihre Aufmerfsamfeir zugewandt haben, dem der Rüstung, beachtliche er­folge errungen haben. Das ist vom Führer in feiner Sportpalastrebe zur Eröffnung bes diesjährigen Winterhilfswerfes uneingefchränft anerfannt wor­den. Der Bolschewismus hat es darin sogar weiter gebracht als sein Vorgänger, der Zarismus, der gleichfalls einen gewaltigen Apparat aufbot. um jeneDampfwalze zu bauen und in Bewegung zu setzen, die über Deutschland hinweggehen sollte. Genau wie der Zarismus haben die Sow.ets das ihnen anvertraute Wohl der Einwohner mißachtet, um ihren Imperialismus zu fördern. das Zaren» tum den Imperialismus des Weltreiches vom Stillen Ozean bis zur Oder, die Sowjets den Imperialismus der den Erdball erobernden Weltrevolution. Die da­maligen deutschen Waffenerfolge gegen das kaiser- liche Rußland in den Jahren 191418 haben für Europa die Gefahr einer Ueberfchwemmung durch bas Großrusfentum. bie Waffenerfolge im Jahre 1941 bie noch größere Gefahr bes Versinkens in ber roten Flut gebannt. Reichte aber ber bamahae (Er­folg nicht aus. um Osteuropa aus ber wirtschaftlichen Stagnation zu erlösen unb es in die gesamteuro­päische Wirtschaft einzugliedern. so ist jetzt die Vor­aussetzung für eine großzügige Umgestaltung unb Ausweitung bes europäischen Wirtschaftsraums nach

achtend, für fein ganzes Volk Schicksal trug und Schicksal wurde, ewigen Ruhms unb höherer Ehre teilhaftig sein sollte als all bie anbere Menschheit.

Unb so bist auch bu gewesen: unerschrocken, jung unb strahlenb, bas Abbild des kühnen Kämpfers. Während all der harten Kämpfe bist du immer Sieger geblieben! Unsterblich sind deine Taten. Un­sterblich bleibt dein Name. Du bist so vielen Vorbild gewesen und hast so viele deiner jungen Karne» raden auch zu Helden erzogen. Und w e nahe Du meinem Herzen gestanden hast, weißt bu selbst. Du junger, glücklicher, bu sieggefrönter strahlender Mensch. Immer wird dein Vorbild vor uns stehen. Und solange es deutsche Jungen gibt, und solange eine deutsche Luftwaffe die Heimat schirmt, wird jeder nur einen Wunsch haben: ein Mölders zu roerben! Ein Dolf, das solche Helden hat, ist zum Siege beft mmt! Und wenn der Tag kommt, an dem die Banner der Freiheit und des Sieges auf. gezogen werben und bas beutsche Volk dankbar seiner Helben gedenkt, dann wirst du unter ihnen an erster Stelle stehen, denn du hast dem deutschen Volk die Gestalt bes jungen Siegfrieb zurückgegeben, bes strahlenben Helden, ber früh m ber Schönheit und ber Kraft bes jugendlichen Sieges gehen mußte. Und nun darf ich zum Abschied dir sagen, du junger Held: Fahr auf nach Walhall!

Unter den Klängen des Liedes vom guten Käme-

sehen, so erklärte Keyes weiter, bei jedem neuen Operationsplan nur Schwierigkeiten unb Gefahren, unb bas hemme bie Durchführung ber Pläne stets berart, baß bie Achsenmächte immer ben Englänbern zuvorkämen. Ueberraschen- desunb schnelles Ha nbeln seien im Gegen­satz zu ben englischen Methoben ber Kriegführung bie unbebingte Voraussetzung für Erfolge in einem Offensivkrieg. Dazu komme man in Englanb aber nicht, solange bie umständliche Whitehall-M litär» maschine arbeite. Alle Offensivpläne unb militäri­schen Vorhaben würdenvor ihrer Geburt erdrosselt" ober in endlosen Ausschußsitzungen durchgemangelt". Hätte man vor allem den bri­tischen Stoßtrupps seinerzeit ihren Willen gelassen, bann hätte ber ganze Krieg möglicherweise einen anberen Verlauf genommen.

Sie wirb noch unangenehmer, roenn_ man sieht, tijs bie Schweiz an guter Ware aus führt. Hier |:gt die Statistik, baß nach Gewichtstellen eine Zu- nbme von 40 v. H. zu verzeichnen ist. Geht bas echt an bie Nationalsubstanz? Diese Frage brangt sch unwillkürlich auf. Sie vertieft sich, wenn man de Einfuhr näher betrachtet. Hier findet sich bie be- trerfensroerte Tatsache, daß ausgerechnet bie Le» lens mittel im Vergleich zu ben Rohstoffen mb Fabrikaten verhältnismäßig am stärksten zu- Tidgeqangen finb. Um bas recht zu würbigen. muß nan sich vor Augen halten, bah die Schweiz be» k>its feit langer Zeit ihre Lebensmittelerzeugung sowohl räumlich wie hinsichtlich ber Intensität auf lie höchste Leistung gebracht hat. Ihre unzugang- !che Hochgebirgsnatur läßt aber beim besten Wil» I n keine räumliche Erweiterung mehr zu. Die Aus- jerbe bleibt aber, auf 1 Quabrattilometer 105 Men» if)2n zu ernähren, für ein Gebirgsland natürlich

beinahe Mei Jahrzehnte lang im Völkerbund ge­gen alles Front machte, was mit Bolschewismus zusammenhing, der mit allen Mitteln gegen bie Aufnahme der Sowjetunion in bie Genfer Liga anfämpfte, daß dieser Staat ein besonderes Ver­ständnis für ben Entscheibungskampf gegen bie fo lange bekämpfte Macht aufbrächte allein hier zeigt sich berfelbe Wiberspruch wie in den angezo­genen Fällen in bezug auf England. Man will noch nicht, noch nicht. Ünb doch, um ben Wiberspruch in seiner ganzen Deutlichkeit zu zeigen, man kann sich andrerseits nicht ber realistischen Wirkung ber beutschen Wochenschauen entziehen Wo biefe in Schweizer Lichtspielhäusern gezeigt werben, da fin­den sich zahlreiche 'Besucher ein. Etwas widerstre- benb, aber doch unverkennbar setzt sich bei ben Zuschauern bie Bewunderung für bie militärischen Leistungen ber deutschen Truppen durch. Wie im­mer, ist auch hier die Leistung das beste Pro­pagandamittel!

Vielleicht bildet sich hier bie Brücke, über die bas schweizerische Verständnis für das neue Deutsch­land und für das neue Europa erwächst. Es läge im Interesie der Schweiz selbst am allermeisten. Denn als Museumsstück bes abtretenden Erdteils kann sie nicht inmitten einer andersgearteten Welt bleiben. Länder unb Völker sinb Lebewesen, beren Entwicklung von ber Umwelt mitbestimmt wird. Wenn sie versuchen, sich einzukapseln, bann können sie von dem größeren Organismus als Störung seiner Blutbahn empfunben werben. Einsichtige Schweizer haben bas längst schon begriffen unb ihr politisches Denken banach eingerichtet. Sie werden so lange wirken müssen, bis bie ganze Nation bie Sachlage erkennt.. .

raben schreitet sodann der Führer zur Bahre. Die Fahnen senken sich. Zwei Offiziere der Luft­waffe legen den Kran§ des Führers nieder. Wah­rend auch Reichsmarschall Göring feinen Kranz niederlegt, tritt der Führer zu den Hinterbliebenem Nachdem er sich noch einmal grüßend zur Bahre ge­wendet hatte, verläßt der Führer den Ehrensaal.

Auf den Sttaßen zum Invalidensriedhof bilbete Berlins Bevölkerung Trauerspalier. Sie hebt die Arme zum Gruß, als der Sarg durch das Spalier der Flieger-Hitler-Iugend auf die Lafette gehoben wird. Die Truppe präsentiert. Die Trauerparade marschiert am Sarg vorüber. Langsam setzt sich der Trauerzug in Bewegung. Hinter dem Sarge folgt der Reichsmarschall, hinter diesen fünf Kameraden aus dem Geschwader Mölders unb bas große Trauergefolge, unter ihnen bie Waffenattachss ber befreundeten Nationen Auf dem Invalidenfrled''0f, unweit der Gruft Richthofens, dicht neben dem fri­schen Grab Ernst Udets. ist Werner Mölders bie letzte Ruhestatt bereitet Tannengrün unb em Kranz leuchtenber Rosen gaben ben einzigen Schmuck Zur einen Seite halten Ritterkreuzträger ber Luftwaffe mit gezogenem Degen Ehrenwache. Dte Weife vom guten Kameraden erklingt, unb wahrenb die Sal­ven über bas offene Grab Hinwegkrachen unb von fern ber Trauerfalut der Flakgeschtttze ertönt, sinkt ber Sarg ins Grab.

itnfer Bild wiat ben Trauerzug beim Serlaffen bes Reichsluftsahrtrninilteriums. amjuoroergruno ber no^merrSagern begieiteFe auf einer Lafette ruh-nde Sarg bem ber Re.chsmarfchall an Ser Spitz- ber Generalität folgt (Scherl-Dllderdlenst M.)

jpwrw Q Samstag, 29.' Sottttfag. 30 November 1041

GtehenerAMM

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Zürich. Ende November 1941.

Keine Stabt ber Schweiz wirb im Frühling so schnell lebenbig, wenn der erste Föhn weht und die rrjüngte Sonne den Nordtrichter des schmucken 0tes mit ihrem wärmenden Licht füllt, wie gerade Zirich, der wirtschaftliche Mittelpunkt der Eidge- Wissenschaft. Aber auch keine Stadt entschließt sich jo langsam zur Winterruhe, wenn die Nebel über Sn 6ee brodeln oder kalte Winde von allen Rich- fngen auf die Kais unb Ufer ber Limmat ein- jrngen, wie eben bas ftänbig betriebsame Zürich.

diesem Jahre hat die Natur früh an ben Win tt gemahnt. Tatsächlich fanb man halb Zeit, mit btn verflossenen Kriegsjahr abzurechnen und bar» üfer so allerlei Gebanken anzustellen.

Die Handelsstabt Zürich fragte natürlich in ihren zrhlreichen Handelshäusern. Banken unb Versiehe» nngsgesellschaften. bie mit ihren prunkvollen Palä» jlm die Bahnhofstraße und ihre Umgebung zieren, n erster Linie nach dem grundsäklichen Ergebnis, jenn man es ziffernmäßig ansieht, möchte dieses ncht uneben erscheinen. Betrachtet man nur das jilenberjahr 1941. so ergibt sich in bezug auf die Ut n f u h r für die ersten zehn Monate ein Betrag o:n 1653,3 Mill Franken. Das bedeutet gegenüber r gleichen Zeit bes Vorjahres eine Zunahme von _nb 90 Mill. Die Ausfuhr weist für denselben ?itraum 1163,3 Mill. Franken auf ober 106 Mill.